Open Science @EAH

Open Science bedeutet die Öffnung der Wissenschaft durch größtmögliche Transparenz und Teilhabe im Forschungsprozess. An der Ernst-Abbe-Hochschule Jena unterstützen wir diesen Open Science Gedanken. Wir sind überzeugt, dass Open Science nicht nur die Forschung voranbringt, sondern ein gesamtgesellschaftlicher Mehrwert entsteht. Wir folgen damit der Thüringer Strategie für eine Digitale Gesellschaft.

Open Science im Forschungsprozesses

Forschungsplanung

Bereits am Anfang des wissenschaftlichen Prozesses kann Open Science eine Rolle spielen. Möglichkeiten hierzu liegen zum Beispiel in der Berücksichtigung und Planung von Citizen Science Projekten, der Präregistrierung von Studien oder in der Ausgestaltung des Forschungsdatenmanagementplans.

Durchführung des Forschungsprojekts

Während des Forschungsprojektes kann Open Science beispielsweise durch den Einsatz von Open Source oder der Bereitstellung von Forschungsmaterialien umgesetzt werden.

Veröffentlichung

Sowohl Daten als auch Ergebnisse können der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Dies unterstützt das FAIR-Data-Prinzip („A“ = Accessible under well defined conditions). Open Access Publikationen gehören zum bekanntesten Element von Open Science.

Open Science Policy

Die Ernst-Abbe-Hochschule Jena unterstützt die Transparenz des wissenschaftlichen Prozesses und die Öffnung hin zu mehr Austausch in den wissenschaftlichen und gesamtgesellschaftlichen Bereich. Damit stellt sich die Ernst-Abbe-Hochschule Jena ihrer Verantwortung, Wissen zur Verfügung zu stellen und zu verbreiten und somit der Gesellschaft frei zugänglich zu machen. Dies erhöht die Sichtbarkeit der Aktivitäten an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena und trägt zur weiteren Etablierung der Hochschulen für angewandte Wissenschaften im Forschungs- und Transferkontext bei.

Die Ernst-Abbe-Hochschule Jena ermuntert die Hochschulangehörigen dazu, sich am Open Science Prozess zu beteiligen und beispielsweise im Bereich Open Access zu publizieren soweit dies in rechtlichen Rahmenbedingungen möglich ist. Wir folgen damit der „Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen“. Die Hochschulleitung unterstützt dies nach ihren Möglichkeiten durch geeignete Angebote, z. B. durch einen entsprechenden Fonds bzw. die Bereitstellung von Informationen.

Die Open Science Policy der Ernst-Abbe-Hochschule Jena ist eine Empfehlung und keine Verpflichtung. Die Freiheit der Wissenschaft umfasst, dass die Hochschulangehörigen selbst entscheiden können, inwieweit sie die Prinzipien des Open Science Prozesses anwenden möchten.

Die Open Science Policy wurde am 16.02.2021 vom Senat der EAH beschlossen.

Open Science Fonds

Fördermöglichkeiten für Open Access Publikationen

Wir möchten die Forschenden der EAH Jena ermuntern und unterstützen, sich am Open Science Prozess zu beteiligen. Seit 2021 bieten wir deshalb die Möglichkeit, eine Finanzierung über einen Fonds zu beantragen. Unter anderem werden Publikationen in Open Access Journalen übernommen.

Nähere Informationen zur Antragstellung finden Sie im Intranet (Achtung: Link nur EAH-intern oder mit Anmeldung nutzbar).

Des Weiteren bietet die Bibliothek der EAH Jena Beratung und weitere Fördermöglichkeiten für Open Access Publikationen. 

Transparenz in Forschung und Wissenschaft

Auch Forschung und Wissenschaft müssen ihrer Verantwortung und Verantwortbarkeit bewusst sein. Standards guter wissenschaftlicher Praxis, ethisches Verhalten in der Forschung, eine gründliche Forschungsfolgenabschätzung, Transparenz in der Drittmitteleinwerbung und die öffentliche Bereitstellung von Forschungsergebnissen sind Voraussetzung hierfür.

Vor diesem Hintergrund hat die Thüringer Landespräsidentenkonferenz (TLPK) im März 2017 entsprechende Leitlinie (pdf) beschlossen.

In einer Online-Datenbank kann man sich über die Drittmittelforschungsvorhaben der Thüringer Hochschulen informieren.

Road2Openness

Strategie- und Organisationsentwicklung im Bereich Open Science

Open Science ist auch immer ein Prozess: Strukturen entwickeln, Forschende sensibilisieren und Ziele setzen. Die Ernst-Abbe-Hochschule Jena beteiligt sich daher im Pilotprojekt "Road2Openness" am ko-kreativen Entwicklungsprozess eines Self-Assessment Tools zur Strategie- und Organisationsentwicklung im Bereich Open Science. Das Tool soll Hochschulen dabei unterstützen, den eigenen Status Quo im Bereich Open Science anhand eines interaktiven online Fragenkatalogs zu erfassen. Daraus folgen Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der eigenen Open Science Aktivitäten.

Aus 40 Hochschulen, die sich beworben habe, wurden drei ausgewählt, um am Pilotprojekt teilzunehmen. Neben der Ernst-Abbe-Hochschule Jena sind das die Universität Potsdam und die RWTH Aachen. Diese unterstützen das Team von fünf Open-Science-Expert:innen von Oktober 2021 bis April 2022 bei der Weiterentwicklung des Tools.

Das Projekt wird vom Stifterverband unterstützt und gefördert.

Kontakt

Kristin Mitte
Prof. Dr. Kristin Mitte Vizepräsidentin Forschung und Entwicklung (Foto: Sebastian Reuter)
Michael Möhwald
Michael Möhwald Leiter ServiceZentrum Forschung und Transfer (Foto: Nucleus Jena/FSU Jena)