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Studienfinanzierung

BAföG, Stipendium, Bildungskredit oder Nebenjob – es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, ein Studium zu finanzieren. Um herauszufinden, welche Form der Finanzierung am ehesten geeignet ist und was es alles für Alternativen gibt, können Sie sich hier zu Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten während des Studiums informieren.

Aktuelle Hilfen aufgund der Corona-Pandemie

  • Überbrückungshilfe des BMBF: Studierenden, die sich nachweislich in einer pandemiebedingten Notlage befinden, die unmittelbar Hilfe benötigen und die individuelle, pandemiebedingte Notlage nicht durch Inanspruchnahme einer anderen Unterstützung überwinden können, bietet die Überbrückungshilfe des BMBF ein nicht rückzahlbarer Zuschuss zwischen 100 Euro und 500 Euro. Zuständig für die Antragsbearbeitung sind die Studierendenwerke. Die Anträge können von November 2020 bis März 2021 jeweils einmal pro Monat ausschließlich online gestellt werden.
  • Finanzielle Unterstützung für Studierende durch die KfW: Der KfW-Studienkredit ist ein Förderkredit, bei dem Studierende jeden Monat bis zu 650 Euro erhalten – unabhängig vom persönlichen Einkommen sowie dem der Eltern. 
  • Kurzdarlehen in der Coronakrise durch das Studierendenwerk Thüringen: Studierenden, die durch die Coronakrise unverschuldet in finanzielle Not geraten sind, bietet das Studierendenwerk unkomplizierte und schnelle Hilfe - ein zinsloses Kurzdarlehen bis maximal 800 Euro. Die Hälfte des Unterstützungsbetrags wird den Studierenden erlassen.
  • Deutsche Bildung Sofortfinanzierung: Die Sofortfinanzierung kann zum Ausgleich von Engpässen verwendet werden, um das Studium zu sichern. Dies betrifft beispielsweise auch die digitale Ausrüstung oder die Lebenshaltungskosten. Der Antrag kann jederzeit online gestellt werden. Die Schuldenlast wird später zurückgezahlt, abhängig vom Einkommen.

Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten während des Studiums

Gemäß § 1601 Bürgerlichen Gesetzbuch sind Eltern verpflichtet, ihren volljährigen Kindern während eines Studiums, Unterhalt zu zahlen. Eine festgelegte Altersgrenze gibt es hierbei nicht. Der Unterhaltsanspruch gilt sowohl für das Bachelor- als auch das Masterstudium, sofern beim Masterstudium ein inhaltlicher und zeitlicher Zusammenhang zum Bachelor besteht. Mehr Informationen 

Zur finanziellen Unterstützung können Sie BAföG (Kurzform von Bundesausbildungsförderungsgesetz) beantragen. Diese staatliche Förderung soll jedem - unabhängig von seiner sozialen und wirtschaftlichen Situation - die Möglichkeit bieten, sein Wunschstudium zu absolvieren. Das BAföG regelt, wer Beihilfe in Anspruch nehmen kann und wenn ja, in welcher Höhe eine Förderung gewährt wird. Es setzt sich zum einen aus einem rückzahlungsfreien Zuschuss und zum anderen aus einem unverzinslichen Darlehen zusammen. Mehr Informationen 

Für einen großen Teil der Studierenden stellt ein Nebenjob die hauptsächliche Finanzierungsquelle im Studium dar. Generell sollte bei jedem Nebenjob gelten: Das Studium geht vor!

Grundsätzlich wird bei einem Nebenjob im Studium zwischen einem Minijob und einer Werkstudententätigkeit unterschieden.

Viele Nebenjobs werden auf 450 Euro-Basis ausgeschrieben. Das bedeutet, dass Sie maximal 450 Euro pro Monat verdienen, dafür aber keine Steuern zahlen müssen. Die Lohnsteuer und einen Beitrag zur Renten- und Krankenversicherung entrichtet der Arbeitgeber. Der einzige Kostenpunkt, der für Minijobber entsteht, ist ein Teil des Beitrags zur Rentenversicherung. Sie können darauf verzichten, in die Rentenkasse einzuzahlen, bekommen dafür im Alter jedoch weniger Rente.

Bei einer Werkstudententätigkeit arbeiten Sie in Unternehmen oder als studentische Hilfskraft an der Hochschule. Die Aufgaben reichen von Hilfstätigkeiten bis hin zu anspruchsvollen Aufträgen. Diese Tätigkeiten sind begehrt, weil sie oft besser bezahlt werden als Minijobs und Ihnen die Option bieten können, nach Ihrem Abschluss eine feste Anstellung im Unternehmen zu bekommen. Prinzipiell steht es Ihnen frei, wie viel Sie verdienen wollen. Mit Ausnahme internationaler Studierender gibt keine Obergrenze für das Einkommen von Studierenden bei einer Werkstudententätigkeit. Grenzwerte für Einkommen und Beschäftigungszeiten bestehen jedoch für verschiedene soziale Leistungen und Vergünstigungen, die Sie oder Ihre Familie in Anspruch nehmen (z.B. BAföG, Kindergeld, Steuerfreibeträge, Versicherungsbeiträge).

Vorsicht ist geboten, wenn Sie wegen eines Jobs die Regelstudienzeit überschreiten. Zum einen ist die Belastung durch das Jobben kein Grund, die BAföG-Förderung zu verlängern. Zum anderen besteht das Risiko, dass man als Langzeitstudierender Studiengebühren zahlen muss.

Stellenportal für Studierende der EAH Jena

Übersicht zu Online-Jobbörsen

Das Deutschlandstipendium ist ein deutschlandweites Stipendienprogramm, welches an der EAH Jena angeboten wird. Mit dem Deutschlandstipendium werden besonders leistungsstarke und engagierte Studierende aller Nationalitäten gefördert und erhalten so monatlich 300 Euro für die Dauer von zwei Semestern – einkommens- und BAföG- unabhängig sowie steuerfrei. Mehr Informationen

Im Folgenden finden Sie eine Auswahl an Plattformen und Informationen zu weiteren Stipendien.

  • Stipendium Plus: Diese Webseite gibt eine Übersicht über die 13 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützten Begabtenförderungswerke. Alle Einrichtungen vergeben Stipendien für Studierende und Promovierende, die überdurchschnittliche Leistungen zeigen, hoch motiviert sind, Verantwortung übernehmen und sich gesellschaftlich engagieren.

    Übersicht der Begabtenförderungswerke auf einen Blick (Ausrichtung, Voraussetzungen, Bewerbungsfristen)

     

  • Stipendienlotse: Mit dem Stipendienlotsen bietet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eine interaktive Plattform, um das für Sie geeignete Stipendium anhand Ihrer Wunschkriterien zu finden. Die umfassende Stipendiendatenbank lässt sich nach vielen verschiedenen Kriterien, wie zum Beispiel Ausbildungsphasen, Studienfächern oder Zielregionen filtern. Der Stipendienlotse ist die zentrale Anlaufstelle für bundesweite und internationale Stipendien im privaten und öffentlichen Bereich.

  • mystipendium.de: Die Stipendienplattform unterstützt Studierende und Promovierende kostenlos bei der Suche nach Stipendien. Mit Hilfe eines Matching-Verfahrens aus einer Datenbank mit über 2.100 Stipendienprogrammen werden jedem Nutzer nur die (Auslands-) Stipendien angezeigt, welche auf den eigenen Lebenslauf passen.

  • DAAD-Stipendiendatenbank: Internationale Studierende können sich bei zahlreichen Organisationen um ein Stipendium bewerben, etwa beim DAAD, bei parteinahen Stiftungen oder wirtschaftsnahen Einrichtungen, welche in der Stipendiendatenbank des DAAD zusammengefasst sind.
  • Firmenstipendien: Auch wenn es noch keine so weit entwickelte Stipendienkultur wie etwa in den USA gibt, engagieren sich zahlreiche Unternehmen im Hochschulbereich. Insbesondere große Konzerne unterhalten neben betriebsnahen Förderprogrammen auch noch eigene Stiftungen.
    Firmenstipendien werden hierbei i.d.R. für Studienfächer vergeben, die für die Arbeit im Unternehmen qualifizieren. Viele Firmen bieten oft eine ideelle Förderung an, d.h. neben dem Studium bereits erste Erfahrungen im Betrieb zu sammeln. Dies reicht vom Besuch firmeneigener Workshops bis hin zu Praktika oder Verfassen einer Abschlussarbeit im Unternehmen.
    Es ist zu beachten, dass sich die Teilnehmer je nach Stipendium mitunter verpflichten, einige Jahre nach ihrem Studienabschluss für das Unternehmen zu arbeiten. Andernfalls müssen sie die erhaltene Förderung wie ein zinsloses Darlehen zurückzahlen, wenn sie sofort nach Studienende bei einem anderen Arbeitgeber einsteigen.
  • Bahnbrecher-Stipendium: Die idealo internet GmbH vergibt einmal jährlich ein Vollstipendium im Gesamtwert von 9.000 € (12 Monate mit 750 € zur Studienunterstützung) an Studierende aller Studiengänge und Fachsemester mit mindestens einem außergewöhnlichem Talent.

Studienkredit
Studienkredite werden sowohl von staatlicher Seite als auch privatwirtschaftlich von verschiedenen Banken (z.B. Deutsche Bank, DKB) angeboten. Im Vergleich zu einem normalen Kredit ist ein Studienkredit nicht an eine Sicherheit gebunden. Er wird nicht als Gesamtsumme, sondern zur Finanzierung des Studiums in monatlichen Teilsummen ausgezahlt. Finanziert werden Lebenshaltungskosten und/oder die Studiengebühren während des Erststudiums. Zurückgezahlt wird wie bei anderen Kreditgeschäften auch klassisch mit Verzinsung und Tilgung. Bekannte Studienkredite sind z.B. der DKB Studenten-Bildungsfonds, KfW-Studienkredit, Future Finance, Sparkassen-Bildungskredite, VR-Bildungskredite der Volksbanken/Raiffeisenbanken, db Studentenkredit der Deutsche Bank oder Studienkredite der Studentischen Darlehenskasse Berlin.

Bildungskredit (Studienabschlussdarlehen)
Mit einem Bildungskredit ist ein Darlehen für das Studium gemeint, das Sie als Studierende in fortgeschrittenen Ausbildungsphasen finanziell unterstützt. Auf diesem Weg können Sie beispielsweise Praktika oder Auslandsaufenthalte während ihres Studiums finanzieren.
Der Bildungskredit wird unabhängig vom eigenen Einkommen und Vermögen sowie unabhängig vom Einkommen der Eltern gewährt. Er ist nicht an eine Sicherheit gebunden und die Auszahlungen werden monatlich gewährt. Nach Abschluss des Studiums wird die Gesamtsumme nach einer Karenzzeit inklusive Zinsen zurückgezahlt. Bekannte Bildungskredite sind z.B. der Bildungskredit der KfW, Bildungskredit des BMBF oder die Microkredit-Studienhilfe der E.W. Kuhlmann-Stiftung.

Bildungsfonds
Dies ist ein noch relativ neues, rein privatwirtschaftliches Angebot (als Fondskonzept) und finanziert Lebenshaltungskosten, Studiengebühren und Auslandsaufenthalte von Studierenden vor. Zurückgezahlt werden Bildungsfonds einkommensabhängig. Vorab wird ein Prozentsatz festgelegt, der später nach Berufsstart über eine bestimmte Dauer vom monatlichen Einkommen an den Bildungsfonds zurückgezahlt wird. Hierbei entfallen Zins und Tilgung.

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