Diversitätsbeauftragte

Mit dem 01. Juli 2021 hat Prof. Dr. Anna Kasten das Amt der Diversitätsbeauftragten der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena übernommen.

Um die Studien- und Arbeitsbedingungen weiter zu verbessern sowie Strukturen und Maßnahmen unter besonderer Berücksichtigung der Vielfalt des Personals und der Hochschulangehörigen weiter auszubauen, hat die Ernst-Abbe-Hochschule Jena nach § 7 des Thüringer Hochschulgesetzes eine Beauftragte für Diversität.

Prof. Dr. Anna Kasten vertritt die Belange des gesamten Personals, aller Hochschulangehörigen, Promovierenden und Studieninteressierten für eine gleichberechtigte Teilnahme an Lehre und Forschung beziehungsweise dem Studium und Weiterbildung an der EAH Jena, unabhängig von ihrer Herkunft, Religion und Weltanschauung, Behinderung oder Alter, beziehungsweise dem Geschlecht sowie sexueller Orientierung.

Prof. Dr. Anna Kasten lehrt seit dem Wintersemester 2020/2021 als Professorin für Soziale Arbeit mit den Schwerpunkten Gender und Diversity am Fachbereich Sozialwesen der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Fachbereichs Sozialwesen der EAH Jena.

Kontakt

Prof. Dr. Anna Kasten
  • 05.01.12
Anna Kasten

Think Tank Diversity

Am 2. November 2022 findet ein Think Tank Diversity im Haus 5 im Foyer statt. Der Think Tank ist von Studierenden für Studierende der EAH konzipiert, geplant und organisiert worden. Sie werden dabei von der Diversitätsbeauftragten Prof. Dr. Anna Kasten begleitet.

Yosra Abo Nabout

Liebe Alle,

Ich bin Yosra Abo Nabout, Medizintechnikstudentin im dritten Semester Master, ich bin Mitglied des „think tank diversity“ Projektes, weil dieses Thema mir persönlich sehr wichtig ist. Ich denke, dass ich dazu beitragen kann, eine andere Perspektive zu zeigen, denn ich selbst komme aus einer anderen Kultur, Religion, Herkunft.

Ich freue mich darauf, mit Euch allen über alles Mögliche zu diskutieren.

Julia Draht

Hallo liebe Alle,

ich bin Julia und studiere an der EAH Soziale Arbeit. Ich möchte an dem Diversitätsprojekt mitwirken, weil mich das Thema sehr interessiert und ich sehr neugierig auf unsere Umsetzung der Projektidee bin. Ich denke, dass es vor allem in den Gebieten LGBTIQ+ und Gender einen Austausch braucht, um sich selbst und die Gesellschaft weiterzuentwickeln. Mein Wunsch ist es, in einer Welt zu leben, in der sich jeder Mensch angenommen fühlt und Diskriminierung ein Fremdwort ist. Dieses Projekt ist für mich ein Schritt in diese Richtung und ich freue mich auf die Gespräche mit Euch!

Suliman Kasem

Mein Name ist Suliman Kasem. Ich bin Masterstudent in Medizintechnik. Ich bin auch in der Fachschaft MT und im StuRa aktiv. Mein Ziel ist es, das Universitätsleben für jeden Studierenden einzigartig zu machen, auch dafür zu sorgen, dass die Studierenden sich besser kennenlernen und die Kulturen der anderen verstehen.

Lou Pöhlmann

Hallo liebe Menschen,

Ich bin Lou und studiere im 7. Semester im Bachelor Soziale Arbeit. Ich habe mich dafür entschieden, in diesem Diversitätsprojekt mitzuarbeiten, da ich mich thematisch sehr für die Gebiete LGBTIQ+ und Gender interessiere. Ich habe bereits in einem queeren Jugendzentrum gearbeitet und habe viele Anknüpfungspunkte zum Thema Diversität. Diversität bedeutet für mich unter anderem, dass diverse Gruppen innerhalb der heteronormen Welt sichtbar gemacht werden und ich verknüpfe damit persönlich den Wunsch, diese wichtigen Themen zu enttabuisieren und zu normalisieren. Gerade deshalb freue ich mich darauf, durch dieses Projekt das Thema Diversität in der Hochschule aufleben zu lassen und hoffe auf einen regen Austausch und zahlreiches Erscheinen!

Laura Glorius

Hallo liebe Alle,

ich bin Laura und studiere im 5. Semster Soziale Arbeit (B.A.) an der EAH.

Warum ist die Sichtbarkeit queerer Realitäten so wichtig in unserer Gesellschaft?

Jedes Leben ist schützenswert! Jede Person hat ein Recht auf medizinische Versorgung, berufliche Karriere, Sicherheit, gesellschaftliche Anerkennung und individuelle Familienplanung. Deshalb brauchen queere Menschen die selben gesetzlichen und sozialen Vorraussetzungen, wie Personen, die sich als hetero verstehen. Damit dies gelingen kann, müssen wir miteinander und vor allem mit Kindern darüber sprechen.

Ich freue mich sehr auf einen intensiven Austausch mit euch, in dem wir Fragen gemeinsam klären und vielleicht sogar Handlungsmöglichkeiten finden können.

Friederike Schneider

Hallo Ihr Lieben,

Ich bin Friederike, studiere im 5. Semester Soziale Arbeit und freue mich beim Think Tank Diversität dabei sein zu können. Offen über Diversität und Queerness zu reden ist für mich wichtig, weil nur so Stigmata, mögliche Angst und Diskriminierung überwunden werden können. Da es auch ein wenig Mut verlangt über sensible Dinge zu reden, möchte ich für alle Interessierten einen wertfreien Raum bieten, um gemeinsam in den Austausch zu kommen.

Die Diversitätsbeauftragte bietet Beratung an, um die bereits angesprochene gleichberechtigte Teilhabe zu erreichen.

Kontaktieren Sie mich doch gerne bei:

  • allen Diskriminierungsformen (direkt, indirekt, strukturell, mehrdimensional, intersektionell, institutionell)
  • Belästigungen, Mobbing, Gewalt und Stalking
  • Nachteilsausgleich für Prüfungen und während des Studiums

Die Beratung für die Studierenden erfolgt dabei:

  • unter den Grundsätzen der Anonymität;
  • unter den Grundsätzen der Parteilichkeit;
  • nur mit der Zustimmung der ratsuchenden Person – auch bei der Einleitung spezifischer Maßnahmen.

Wenn Sie mit Barrieren oder Hindernissen jeglicher Art konfrontiert sind oder solche beobachten, können Sie bei mir gerne per Mail oder Telefon einen Termin für die Sprechstunde vereinbaren.

Wenn Sie unsicher sind, ob Sie eine Beratung benötigen oder in Anspruch nehmen können, kontaktieren Sie mich dennoch sehr gerne.

Meine Sprechstunde findet jeden Dienstag von 11:00 bis 12:00 Uhr statt.

Die Ernst-Abbe-Hochschule Jena nimmt zurzeit an dem Auditverfahren „Vielfalt gestalten“ des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft e. V. teil. Das Audit hat das übergeordnete Ziel, das Thema der Diversität in der Hochschule stärker zu verankern und somit die Teilhabe aller Studierenden und Mitarbeitenden im Hochschulalltag zu verbessern und besser umzusetzen. In diesem zweijährigen Verfahren entwickelt die EAH Jena eine eigene Diversity-Strategie und setzt sich Ziele, die zum Ende des Audits erreicht werden sollen.

Die EAH Jena hat unter diesen Prämissen im Programm „Inklusive Hochschule“ Maßnahmenpakete in vier Zieldimensionen definiert:

  • Verbesserung der baulichen Barrierefreiheit;
  • barrierefreie elektronische Plattformen und Medien;
  • Sensibilisierung von Lehrenden und Mitarbeiter:innen für Inklusion in Lehre und Service;
  • Inklusive Infrastruktur in der Lehre.

Die Diversitätsbeauftragte übernimmt die Projektleitung für die Zieldimension „Sensibilisierung von Lehrenden und Mitarbeiter:innen für Inklusion in Lehre und Service“. Dabei geht es um die Entwicklung von Informationsmaterialien, Workshopkonzepten und Weiterbildungsangeboten als Mittel, um Mitarbeitende und Lehrende in Bezug auf Behinderungen im Lehrkontext um im Service-Bereich zu sensibilisieren und Wege aufzuzeigen, wie Lehrinhalte und Service-Angebote möglichst barrierearm/diskriminierungsarm gestaltet werden können. Gleichzeitig werden auch die Informationsmaterialien für Betroffene weiter verbessert und ausgebaut.

UN-Behindertenrechtskonvention in Leichter Sprache, Auszug des Artikels 24:

„[…] Auch erwachsene Menschen haben das Recht auf Bildung.

Jeder Mensch mit Behinderung darf einen Beruf lernen,

zur Universität gehen

und in Kursen etwas lernen.

Jeder Mensch mit Behinderung hat das Recht,

mit anderen Menschen zusammen zu lernen.“

(Quelle: Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen)

Kontakt zum Projekt "Inklusive Hochschule"

Lea Wiesenmüller studierte Soziale Arbeit an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Bereits im Studium interessierte sie sich für diskriminierende Gesellschaftsstrukturen und intersektionale Perspektiven. In ihrer Bachelorarbeit vertiefte sie dieses Interesse und analysierte, wie sexuelle und reproduktive Rechte von Frauen* durch die aktuell geltenden Gesetze zum Abtreibungsverbot und durch den gesellschaftlichen Diskurs systematisch untergraben werden. Zuletzt konzipierte und begleitete sie in einem Projekt mit dem Fokus Demokratiebildung einen Schulworkshop zum Thema Diskriminierung.

Praktische Erfahrungen sammelte sie zudem in der Arbeit mit Menschen mit psychischen Erkrankungen und mit Menschen mit Behinderungen. Dabei unterstützte sie Menschen sowohl ambulant als auch stationär in ihrer Alltagsbewältigung.

Im Wintersemester 2022/2023 wird ein Einzelcoaching für Lehrende (drei Termine á 90 Min.) von Dr. Susanne Lummerding angeboten. Das Coaching wird als hochschuldidaktische Weiterbildung anerkannt.

Das Einzelcoaching bietet Lehrenden einen geschützen Raum zur Reflexion ihrer Lehrpraxis und ihrer konkreten Anliegen und Fragen zur inklusiven Gestaltung von Lehre. Barrieren und Beeinträchtigungen stellen Studierende vor organisatorische, kommunikative und andere Herausforderungen. Inklusive Lehre nimmt diese in den Blick und trägt zur Förderung studierendenzentrierten Lernens und Chancengleichheit für alle Studierenden bei. Wie aber lässt sich die Wahrnehmung für Barrieren und Ausschlüsse schärfen? Welche Handlungsoptionen für konkrete Herausforderungen in der Lehrpraxis gibt es? Fragen wie diese u.v.m. können im Einzelcoaching fokussiert und Lösungswege für die eigene Praxis erarbeitet werden.

Coach:  Susanne Lummerding ist Coach, Supervisorin und Organisationsberaterin (Herkunftsdisziplin: Kunst- und Medienwissenschaften). Sie begleitet Wissensproduzent*innen, Teams und Hochschulen in Reflexions- und Veränderungsprozessen mit Blick auf gesellschaftliche und organisationale Machtstrukturen und auf die Beförderung von Diversity und Diskriminierungskritik.

Weitere Informationen: www.lummerding.at

Anmeldungen: ab sofort bis zum 15.11.2022 bei Lea Wiesenmüller  lea.wiesenmueller@eah-jena.de

Wann?: ab sofort-15.03.2023, 3 Termine nach Absprache, á 90 Min.

Wer?: Alle Lehrenden aller Fachbereiche der EAH Jena

Wo?: Digital, Link wird nach Anmeldung verschickt

Plätze: 5

Inhalte des Coachings: 
  • Ihre Individuellen Anliegen und Fragen zur inklusiven Lehre
  • Reflexion der eigenen Rolle als Lehr- und Ansprechperson
  • Erarbeiten von Lösungswegen für den Abbau von Barrieren
 
Mehrwert: 
  • Fördern studierendenzentrierten Lernens
  • Warnehmen und Abbauen von Barrieren
  • Handlungsoptionen für die eigene Praxis
  • Erweitern von Diversitykompetenzen in der Lehre
 

Studieren mit Behinderung – Workshopreihe

Im Wintersemester 2022/2023 wird eine Workshopreihe rund um das Thema „Studieren mit Behinderung“ für alle Lehrenden der EAH angeboten. Die Workshops werden als hochschuldidaktische Weiterbildung anerkannt.

Dauer pro Workshop: 3 Stunden

Die Schwerpunktthemen: 

  1. Studieren mit Behinderung
    • Donnerstag, den 05.01.2023 13:00-16:00 (Präsenz)
    • Dienstag, den 17.01.2023 10:00-13:00 (Online)
  2. Inklusive Lehrkonzepte und Lehrmaterialien
    • Donnerstag, den 12.01.2023 10:00-13:00 (Präsenz)
    • Dienstag, den 31.1.2023 10:00-13:00 (Online)
  3. Prüfungen barrierefrei – wie geht das?
    • Mittwoch, den 11.01.2023 9:00-12:00 (Online)
    • Donnerstag, den 09.02.2023 13:00-16:00 (Online)
  4. Dokumente barrierefrei erstellen
    • Freitag, den 06.01.2023 9:30-12:30 (Online)
    • Freitag den 13.01.2023 12:30-15:30 (Online)

Nähere Details finden Sie in den nachfolgenden Reitern

Für Anmeldungen bis zum 15.12.2022, Interessenbekundungen und Fragen wenden Sie sich bitte an Lea Wiesenmüller: lea.wiesenmueller@eah-jena.de

Studieren mit Behinderung führt nicht selten zu organisatorischen, strukturellen, kommunikativen und anderen Herausforderungen. Im Rahmen des Workshops lernen Lehrende verschiedene Formen der Behinderung kennen, wie sich diese auf das Studium auswirken und welche Probleme aus verschiedenen Beeinträchtigungen im Studium entstehen. Zudem gibt es eine Einführung in die rechtlichen Grundlagen. Der Workshop leitet Sie dazu an, Lösungen für diese Probleme strukturell zu verankern, um die Studierbarkeit für Studierende mit Beeinträchtigungen zu verbessern.

Im Januar 2023 werden zwei Workshops zum Thema „Studieren mit Behinderung“ (jeweils 3h) für alle Lehrenden angeboten. Die Workshops werden als hochschuldidaktische Weiterbildung anerkannt. Die genaue Beschreibung der jeweiligen Inhalte finden Sie weiter unten. 

Wann?:          1. Donnerstag, 05.01.2023 13:00-16:00 (Präsenz)

                       2. Dienstag, 17.01.202310-13:00 (Online)

Wer?: Alle Lehrenden aller Fachbereiche der EAH Jena

Anmeldungen: bis zum 15.12. bei Lea Wiesenmüller: lea.wiesenmueller@eah-jena.de

Plätze: 2x 15

1. Do, 05.01.2023 13:00-16:00, Präsenz

Inhalt: Im Workshop werden die Teilnehmenden für die Belange von Studierenden mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen sensibilisiert. Verschiedene Behinderungen und mögliche Auswirkungen im Studium werden thematisiert. Darüber hinaus können sich die Teilnehmenden zu eigenen Lehrerfahrungen austauschen.

Leitung: Stefanie Dreiack ist als Koordinatorin für Inklusion für die Koordinierungsstelle Chancengleichheit Sachsen tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Barrierefreiheit von (digitaler) Hochschulbildung, der Umsetzung der Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung im Hochschulbereich sowie im Themenfeld Nachteilsausgleich. Die Unterstützung der Beauftragten für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen an den sächsischen Hochschulen und an der Berufsakademie Sachsen sowie die Fortschreibung der hochschuleigenen Aktionspläne zum Umsetzung der UN-BRK sind zentrale Schwerpunkte ihrer Arbeit.

2. Dienstag, den 17.01.2023 10:00-13:00, Online

Inhalt: Der Workshop ist in drei Einheiten gegliedert. Es besteht die Möglichkeit, nur einzelne Einheiten des Workshops zu besuchen.

1. 10:00: Kennenlernen zentraler Begriffe (z.B. Menschen mit Behinderung, Barrierefreiheit, Diskriminierung).

2. 11:00:

  • Studieren mit gesundheitlicher Beeinträchtigung - Zahlen zu und Formen von Beeinträchtigungen unter Studierenden in Deutschland.
  • Rechtliche Grundlagen, sowohl international als auch lokal.
  • Grundlegende Anforderungen um Informationen Barrierefrei zur Verfügung zu stellen

3. 12:00: Austauschrunde und Fallbesprechung

Leitung: Dr. Jenny Kuhlmann ist seit 2020 Koordinatorin der Beratungsstelle für Studierende mit gesundheitlicher Beeinträchtigung und Beauftragte für die Belange von Hochschulmitgliedern und –angehörigen mit Behinderung der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). In diesen Funktionen ist sie primäre Ansprechperson an der Europa-Universität für Barrierefreiheit in Studium und Lehre, sowohl für Studierende als auch für Lehrende und Prüfungsausschüsse.

Niki Kasis ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Lehre und Lernen der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und arbeitet derzeit auch in der dortigen Abteilung für Chancengleichheit. 2020 hat sie im Rahmen der pandemiebedingten Umstellung der Lehre in den digitalen Raum gemeinsam mit studentischen Tutor*innen das Projekt Uni digital & inklusiv aufgebaut und u.a. Lehrvideos und Handouts zum Abbau von Barrieren in der Lehre erstellt.

Inklusive Lehrkonzepte und Lehrmaterialien– Workshop

Die Erstellung eines Lehrkonzepts umfasst die Berücksichtigung mehrerer Aspekte: Lehrinhalte, Lernziele, didaktische Methoden sowie die Zielgruppe. Sie möchten Ihre Lehrveranstaltung inklusiver gestalten? Im Rahmen des Workshops lernen Sie, wie Sie mit einfachen Anpassungen Ihre Lehrkonzepte inklusiver gestalten können, damit Ihre Lehrveranstaltungen zugänglich(er) für Studierende mit Behinderung sind.

Im Wintersemester 22/23 werden dazu zwei Workshops mit der Dauer von drei Stunden für alle Lehrenden angeboten. Die Workshops werden als hochschuldidaktische Weiterbildung anerkannt.

Für Anmeldungen bis zum 15.12.2022 und Fragen wenden Sie sich bitte an Lea Wiesenmüller lea.wiesenmueller@eah-jena.de

Wann?:          1.Donnerstag, 12.1.2023 10:00-13:00 (Präsenz)

                       2. Dienstag, 31.1.2023 10:00-13:00 (Online)

Wer?: Alle Lehrenden aller Fachbereiche der EAH Jena

Plätze: 2x15

1. Do, 12.1.2023 10-13:00 (Präsenz)

Inhalt: Ziel des Workshops ist es, den Teilnehmenden Basiskompetenzen zu vermitteln, mit denen sie ihre eigene Lehre barrierefrei und inklusiv gestalten können. Aspekte digitaler und analoger Lehre werden gleichermaßen thematisiert. Methoden für eine inklusive Didaktik in analogen und digitalen Lehrveranstaltungen werden vorgestellt und angewendet. Die Teilnehmenden erhalten darüber hinaus eine Einführung in die Erstellung barrierefreier Lehr- und Lernmaterialen (mit Fokus auf Office-Anwendungen).

Leitung:Stefanie Dreiack ist als Koordinatorin für Inklusion für die Koordinierungsstelle Chancengleichheit Sachsen tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Barrierefreiheit von (digitaler) Hochschulbildung, der Umsetzung der Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung im Hochschulbereich sowie im Themenfeld Nachteilsausgleich. Die Unterstützung der Beauftragten für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen an den sächsischen Hochschulen und an der Berufsakademie Sachsen sowie die Fortschreibung der hochschuleigenen Aktionspläne zum Umsetzung der UN-BRK sind zentrale Schwerpunkte ihrer Arbeit.

2. Dienstag, 31.1.2023 10:00-13:00 (Online)

Inhalt: Der Workshop gliedert sich in drei Teile. In jedem Teil wird ein unmittelbarer Praxisbezug hergestellt. Es besteht die Möglichkeit, sich nur zu einzelnen Teilen anzumelden.

1. 10:00: Hochschule und Barrierefreiheit:

  • Verständnis und Definition
  • Rechtlicher Rahmen an Hochschulen im Bereich Studium und Behinderung – was gilt?
  • Studierend mit gesundheitlicher Beeinträchtigung – Zahlen zu und Arten von Beeinträchtigungen

2. 11:00: Lehre inklusiv(er) gestalten:

  • Planung und Kommunikation künftiger Lehrveranstaltungen, Barrierefreiheit von Beginn an mitdenken.
  • Empfehlungen und didaktische Tipps: kleine Schritte mit großer Wirkung
  • Hinweise zur Erstellung von barrierefreiem Lehrmaterial.
  • Ansprechpersonen und Beratungsstellen – wer hilft?

3. 12:00: Austauschrunde und Fallbesprechungen

Leitung:Dr. Jenny Kuhlmann ist seit 2020 Koordinatorin der Beratungsstelle für Studierende mit gesundheitlicher Beeinträchtigung und Beauftragte für die Belange von Hochschulmitgliedern und –angehörigen mit Behinderung der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). In diesen Funktionen ist sie primäre Ansprechperson an der Europa-Universität für Barrierefreiheit in Studium und Lehre, sowohl für Studierende als auch für Lehrende und Prüfungsausschüsse.

Niki Kasis ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Lehre und Lernen der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und arbeitet derzeit auch in der dortigen Abteilung für Chancengleichheit. 2020 hat sie im Rahmen der pandemiebedingten Umstellung der Lehre in den digitalen Raum gemeinsam mit studentischen Tutor*innen das Projekt Uni digital & inklusiv aufgebaut und u.a. Lehrvideos und Handouts zum Abbau von Barrieren in der Lehre erstellt.

Im Wintersemester 22/23 werden für alle Lehrenden zwei Workshops mit der Dauer von je drei Stunden angeboten, die von Dr. Maike Gattermann Kasper und Dr. Susanne Peschke von der Universität Hamburg durchgeführt werden. Die Workshops werden als hochschuldidaktische Weiterbildung anerkannt.

Prüfungen haben für Studierende eine besondere Bedeutung, weil ihr Bestehen Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss des Studiums ist und die erzielten Ergebnisse auch für den erfolgreichen Einstieg in den angestrebten Beruf relevant sind. Insbesondere die rund 10 % der Studierenden mit gesundheitlicher Beeinträchtigung bzw. Behinderung können Prüfungen zum Teil nicht unter den vorgesehenen, sondern nur mit angepassten Bedingungen – den so genannten Nachteilsausgleichen – absolvieren.

Im Workshop werden grundlegende Kenntnisse zum Thema Nachteilsausgleich vermittelt. Dazu zählen rechtliche Grundlagen, Voraussetzungen für einen Anspruch auf Nachteilsausgleich, Überblick über das Spektrum zulässiger Maßnahmen und Verfahrensaspekte. Zudem wird aufgezeigt, wie Prüfungen von vornherein so gestaltetet werden können, dass Einzelfall-Lösungen so weit wie möglich überflüssig werden. Dabei wird stets thematisiert, welche Rolle bzw. Aufgaben Lehrenden dabeihaben und wie sie mit den an sie herangetragenen Anliegen Studierender mit Beeinträchtigung bzw. Behinderung umgehen können.

Die Workshops sind in Input, Workshop und anschließende Diskussionsrunde gegliedert. Es besteht die Möglichkeit, nur an ausgewählten Teilen teilzunehmen. 

Für Anmeldungen bis zum 15.12.2022 und Fragen wenden Sie sich bitte an Lea Wiesenmüller: lea.wiesenmueller@eah-jena.de

Wann?:          1. Mittwoch, 11.01.2023 9:00-12:00 (Online)

                      2. Donnerstag, 09.02.2023 13:00-16:00 (Online)

Wer?: Alle Lehrenden aller Fachbereiche der EAH Jena

Plätze: 2x15

Workshopleitung:

Dr. Gattermann-Kasper (Dipl.-Kff.): Stabstelle Koordination der Belange von Studierenden mit Beeinträchtigungen an der Universität Hamburg, gewählte Beauftragte für die Belange von Studierenden mit Behinderungen, Mitglied des Beirats der Informations- und Beratungsstelle Studium mit Behinderung beim DSW

Dr. Susanne Peschke, Universität Hamburg: Stabstelle Koordination der Belange von Studierenden mit Beeinträchtigungen an der Universität Hamburg, Koordinatorin für barrierefreie Dokumente und assistive Technologien in Studium und Lehre

Inhalte: 

  • Rechtliche Grundlagen, Anspruchsvoraussetzungen und zulässige Maßnahmen des Nachteilsausgleichs sowie Verfahrensaspekte
  • Beispiele und Übungen zum Umgang mit Anliegen Studierender, die sich auf den Nachteilsausgleich beziehen
  • Überblick über Möglichkeiten einer von vornherein barrierefreien Gestaltung von Prüfungen
 

Mehrwert:

  • Bedarfe von Studierenden mit Beeinträchtigung bzw. Behinderung angemessen berücksichtigen
  • Chancengleiche Prüfungsbedingungen für alle Studierenden ermöglichen
  • Einblick in die Möglichkeiten, Lehre und Prüfungen barrierefreier zu gestalten
 

 

Dokumente barrierefrei erstellen – Workshop

Alle Studierenden profitieren davon, wenn Skripte und Präsentationen übersichtlich gestaltet sind. Darüber hinaus kann es für Studierende mit Beeinträchtigung wichtig sein, dass die Lehrmaterialien bestimmte Voraussetzungen erfüllen, die sogenannte „Barrierefreiheit“. In dem Workshop werden Sie in die Erstellung barrierefreier Dokumente eingeführt und können eigene Präsentationen barrierefrei gestalten. Zudem bekommen Sie die Möglichkeit, vorab Ihre eigenen Skripte an die Workshopleitung zu senden, um sich im Workshop individuelles Feedback einzuholen.

Im Wintersemester 22/23 werden zwei Workshops mit der Dauer von drei Stunden für alle Lehrenden angeboten. Die Workshops werden als hochschuldidaktische Weiterbildung anerkannt. Nähere Details finden Sie weiter unten.

Für Anmeldungen bis zum 15.12.2022 und Fragen wenden Sie sich bitte an Lea Wiesenmüller: lea.wiesenmueller@eah-jena.de

Wann?:          1. Freitag 06.01.2023, 9:30-12:30 (Online)

                       2. Freitag 13.01.2023, 12:30-15:30 (Online)

Wer?: Alle Lehrenden aller Fachbereiche der EAH Jena

Plätze: 2x15

Inhalt: Im Workshop lernen die Teilnehmenden, wie sie Dokumente barrierefrei gestalten, so dass insbesondere Menschen mit Sehbehinderung und Blindheit alle Inhalte mittels eines Screenreaders erfassen und auslesen können. Dazu werden die Dokumente zunächst auf Basis der Programme Microsoft Word und PowerPoint barrierefrei gestaltet, indem Metainformationen hinzugefügt werden, Formatvorlagen wie z. B. Überschriften, Tabellen, Layouts korrekt eingesetzt werden, Bilder und Grafiken mit Alternativtexten versehen werden und das Dokument korrekt als PDF abgespeichert wird. Bei PowerPoint ist zusätzlich wichtig, die Elemente einer PowerPoint-Folie so anzuordnen, dass ein Screenreader die Elemente in der richtigen Reihenfolge vorliest. Außerdem lernen die Teilnehmenden die in Word und PowerPoint integrierte Barrierefreiheitsprüfung kennen, was die Fehlermeldungen bedeuten und wie man sie behebt.

Leitung: Carola Werning (M.A.) ist Dozentin bei barrierefrei kommunizieren für Themen rund um digitale Medien und Inklusion. Sie berät und schult z. B. Verantwortliche für die Öffentlichkeitsarbeit von Einrichtungen dazu, wie Webseiten, digitale Dokumente und Social-Media-Beiträge barrierefrei gestaltet werden können, so dass auch Menschen mit Behinderung alle Inhalte erfassen können. Weitere Workshop-Themen findet man auf www.barrierefrei-kommunizieren.de unter "Workshops Berlin".

Hinweis zur Veranstaltung: Die Teilnehmenden erhalten vorab ein Aufgabendokument, welches sie während des Workshops an ihrem Rechner im Programm Microsoft Word bearbeiten. Daher sollten die Teilnehmenden idealerweise zwei Geräte für die Veranstaltung nutzen: auf einem Gerät ist die Videokonferenz geöffnet, in dem anderen Microsoft Word. – Die Veranstaltung kann grundsätzlich auch mit einem Gerät genutzt werden. Fall Sie die Möglichkeit nutzen möchten, vorab Ihr Skript an die Workshopleitung zu schicken, um sich Feedback einzuholen schreiben Sie Carola Werning an folgende Adresse: c.werning@tjfbg.de

  1. Erstellung barrierefreier PDF-Dokumente: Beispiele und Erklärungen
  2. Erstellung barrierefreier PDF-Dokumente aus Word: Checkliste
  3. Erstellung barrierefreier PowerPoint Präsentation: Checkliste

Die Diversitätsbeauftragte der Ernst-Abbe-Hochschule Jena ist auf der Hochschul-Ebene sowie landes- und bundesweit vernetzt, um Erfahrungen auszutauschen und um auf die Verbesserung der Chancengerechtigkeit an der Hochschule hinzuwirken.

Netzwerk Diversity an Hochschulen

Die Arbeit der Diversitätsbeauftragten beruht unter anderem auf folgenden rechtlichen Grundlagen:

Globale Ebene

  • Allgemeine Erklärung der Menschenrechte 
  • UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen
  • UN-Frauenrechtskonvention über die Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau
  • UN-Antirassismus-Konvention gegen die Diskriminierung aufgrund nationaler und ethnischer Herkunft

Europäische Ebene

  • Europäische Menschrechtskonvention
  • EU-Grundrechtecharta
  • Antirassismusrichtlinie
  • Rahmenrichtlinie Beschäftigung
  • „Gender-Richtlinie“
  • Richtlinie zur Gleichstellung der Geschlechter auch außerhalb der Arbeitswelt

Bundesrepublik Deutschland

  • Grundgesetz
  • Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz
  • Behindertengleichstellungsgesetz
  • Hochschulrahmengesetz
  • Sozialgesetzbuch Neuntes Buch –Teilhabe von Menschen mit Behinderungen
  • Bundesausbildungsbeförderungsgesetz, insb. § 7 Abs. 3, § 18a Abs. 2

Thüringen

  • Thüringer Gleichstellungsgesetz
  • Thüringer Hochschulgesetz