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Spende für die Klimastation: Jenoptik und WPW-Gruppe unterstützen Wetterbeobachtung an der Hochschule

Die Klimastation im Fachbereich Maschinenbau erhält 1.000 Euro von der Jenoptik CREM GmbH und der WPW-Gruppe.

Mit dem Geld werden Messgeräte erneuert und erweitert. Die Daten helfen Unternehmen, Lüftungs- und Kältetechnik für Produktionsstandorte passend zum Jenaer Mikroklima zu planen.

Jena liegt im Saaletal und hat ein eigenes Mikroklima. Schwüle Perioden und hohe Luftfeuchtigkeit unterscheiden sich hier spürbar von den Werten, die der Deutsche Wetterdienst für größere Räume liefert. Für Unternehmen, die Produktionsstätten bauen oder erweitern, ist das relevant: Lüftungs- und Kältemaschinen lassen sich nur dann richtig auslegen, wenn genaue Daten vom Standort vorliegen. Das gilt besonders für sensible Prozesse, bei denen ein stabiles Innenklima nötig ist und Wetterextreme nicht durchschlagen dürfen.

„Standortspezifische Daten helfen uns, den genauen Verlauf mikroklimatischer Ereignisse nachzuvollziehen und wirtschaftlich optimierte Konzepte zu definieren“, so das Jenoptik-CREM-Team. Gemeinsam mit seinem Planungspartner, der WPW-Gruppe aus Jena, hat es die Spende an die Hochschule übergeben. Möglich gemacht haben sie Tobias Strobel, Sabine Klisch und Christoph Schmidt.

Die Klimastation der EAH Jena zeichnet seit 1999 Wetterdaten auf und wird laufend weiterentwickelt. Das Geld fließt direkt in ihre Modernisierung: Als Nächstes werden der UV-Sensor ausgetauscht und eine Ultraschall-Windmessung ergänzt. Wie wertvoll eine so lange Messreihe ist, zeigen die Daten aus 27 Jahren:

  • Im Juni 2026 wurde an der Station die 39-Grad-Marke erstmalig überschritten.
  • Warme Luft kann deutlich mehr Wasser aufnehmen. Die Taupunkttemperatur, ein Maß für die absolute Luftfeuchte, ist in den letzten 27 Jahren um 1,5 Grad angestiegen. 
  • Daneben treten trockene Phasen mit extrem niedriger relativer Luftfeuchte auf. Sie belasten beispielsweise Orgeln in Kirchen.

„Dass die Lufttemperatur steigt, ist allgemein bekannt. Die Veränderung der Luftfeuchtigkeit ist weniger offensichtlich“, sagt Bernhard Kühn, der die Klimastation an der Hochschule betreut. „Für Unternehmen ist es von großem Interesse, wie sich die Extreme vor Ort entwickeln. Dafür braucht es lange, verlässliche Messreihen.“