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Eröffnung des Reallabors für die Nahversorgung der Zukunft

Am 15. September 2026 hat die EAH Jena das Reallabor Nahversorgung eröffnet. Rund 100 Gäste aus Politik, Handel, Wissenschaft und Praxis informierten sich über innovative Ansätze für den Handel und die Nahversorgung, insbesondere in ländlichen Räumen, kleineren Orten und touristischen Regionen.

Praxisnaher Ort für Forschung und Erprobung 
„Mit dem Reallabor Nahversorgung haben wir einen Ort geschaffen, an dem neue Technologien und Konzepte für Dorfläden, Hofläden und Smart Stores nicht nur gezeigt, sondern unter realistischen Bedingungen erprobt und gemeinsam mit der Praxis weiterentwickelt werden. Unser Ziel ist es, Lösungen auf den Weg zu bringen, die den Bedürfnissen der Menschen vor Ort entsprechen und die Versorgung in ländlichen Räumen langfristig stärken“, erklärt Prof. Dr. Andrej Werner, Professor für E-Commerce/E-Business an der EAH Jena.

Das Angebot richtet sich unter anderem an Händlerinnen und Händler, Dorfläden, Hofläden, Smart Stores, Kommunen, Technologieanbieter und weitere Akteurinnen und Akteure, die sich mit der Zukunft der Nahversorgung beschäftigen. Künftig soll das Reallabor für Führungen, Workshops, Forschungsprojekte und weitere Formate genutzt werden.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Prof. Dr. Kristin Mitte, vorläufige Leiterin der EAH Jena und Colette Boos-John, Thüringer Ministerin für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum. In ihren Grußworten betonten beide die Bedeutung innovativer und langfristig tragfähiger Versorgungsangebote für ländliche Räume.

Impulse zu aktuellen Entwicklungen im Handel
In fachlichen Impulsen beleuchteten Prof. Dr. Stephan Rüschen von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und Stephan Schambach, Serial Entrepreneur im Bereich Retail und E-Commerce aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im Handel. 

Anschließend diskutierten Praxispartner über ihre Erfahrungen mit neuen Ladenkonzepten. Willy Götze von der Tante Zukunft GmbH in Jena, Wolfgang Gröll vom Bundesverband der Bürger- und Dorfläden e. V. und Peter Möller vom Bahn-Hofladen e. G. in Rottenbach beschrieben, welche Chancen technologische Lösungen bieten und welche Anforderungen bei ihrer praktischen Umsetzung berücksichtigt werden müssen.

Führungen durch das Reallabor
Nach dem symbolischen Durchschneiden des Bandes durch Ministerin Boos-John, Staatssekretär Prof. Dr. Steffen Teichert, Prof. Mitte und Prof. Werner konnten die Gäste das Reallabor erstmals im Rahmen geführter Besichtigungen kennenlernen. Dabei standen mehrere thematische Routen zur Auswahl.

Vorgestellt wurden unter anderem digitale Preisschilder, Self-Service-Lösungen und intelligente Serviceboxen. Die Besucherinnen und Besucher konnten verschiedene Anwendungen selbst ausprobieren und sich mit dem Projektteam über mögliche Einsatzfelder austauschen. 

Ausstellung und Vernetzung
In der begleitenden Ausstellung präsentierten Technologieanbieter und Kooperationspartner ihre Lösungen und Angebote. Dazu gehörten unter anderem die MetraLabs GmbH mit Robotik für den Einzelhandel, das Startup ARC62 GmbH mit Grab&Go-Lösung für den Handel, die LockTec GmbH mit intelligenten Schließfachsystemen und ThEx Wirtschaft 4.0 mit Unterstützungsangeboten rund um die Digitalisierung von Unternehmen. Zudem stellten Studierende des Masterstudiengangs E-Commerce ihre Projekte vor.

Die Ausstellung sowie das anschließende Networking boten Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und Ansätze für gemeinsame Vorhaben zu entwickeln.

Weitere Informationen:
www.zukunftslabor-handel.de

Kontakt: 
Ernst-Abbe-Hochschule Jena 
Anna Dietzel, wissenschaftliche Mitarbeiterin 
E-Mail: kontakt@zukunftslabor-handel.de