Vanessa Marie Brauer ist am 27. Oktober 2026 an der EAH Jena mit dem Rupp+Hubrach Wissenschaftspreis für Augenoptik ausgezeichnet worden. Das Unternehmen würdigt damit ihre herausragende Bachelorarbeit zum Einfluss der Tageszeit auf die Wirkung von LED-Rotlicht im Myopie-Management.
Die feierliche Preisverleihung eröffnete Prof. Dr. Frank Dienerowitz, Dekan des Fachbereichs SciTec. Studiendekan Prof. Wolfgang Sickenberger stellte anschließend die zehn Preisträgerinnen und Preisträger der EAH Jena der letzten Jahre vor und zeigte die große Bandbreite der Forschungsschwerpunkte im Fachgebiet Optometrie. Nach der Laudatio von Josefine Dolata überreichte Christian Pflaum, Geschäftsführer der Rupp+Hubrach Optik GmbH, den Wissenschaftspreis, der mit 1.500 Euro dotiert ist und in diesem Jahr bereits zum 37. Mal verliehen wurde.
Kurzsichtigkeit (Myopie) nimmt weltweit zu, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Dabei wächst der Augapfel zu stark, wodurch das Risiko späterer Augenerkrankungen steigen kann. Ziel der Myopieforschung ist es daher, Möglichkeiten zu finden, das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit zu verlangsamen.
In der Bachelorarbeit „Kurzzeitauswirkungen von LED-Rotlicht auf relevante okuläre Parameter im Myopie-Management zu unterschiedlichen Tageszeiten“ untersuchte Vanessa Marie Brauer an 34 Probandinnen und Probanden, wie sich LED-Rotlicht am Vormittag und am Nachmittag auf die Augenachslänge und die Aderhautdicke auswirkt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Tageszeit bei moderat kurzsichtigen Augen einen signifikanten Einfluss auf kurzfristige Veränderungen der Augenachslänge haben kann. Die Erkenntnisse geben neue Impulse für die Erforschung lichtbasierter Ansätze im Myopie-Management.
Betreut wurde die Abschlussarbeit von Josefine Dolata, deren Forschungsschwerpunkt im Bereich Licht und Photobiologie liegt. Sie begleitete Brauer gemeinsam mit Prof. Dr. Philipp Hessler während der wissenschaftlichen Arbeit und würdigte bei der Preisverleihung insbesondere die fachliche und persönliche Entwicklung der Preisträgerin. „Die Aufnahme von Vanessa in unser Forschungsteam ‚Licht‘ war wissenschaftlich, fachlich und menschlich ein großer Gewinn.
Sie hat Ideen nicht nur hervorragend umgesetzt, sondern kritisch hinterfragt und konsequent weiterentwickelt“, betont Josefine Dolata. Die erfolgreiche Zusammenarbeit wird im Rahmen der Masterarbeit von Brauer und eines Kooperationsprojekts mit der Augenklinik der Universitätsklinik Carl Gustav Carus in Dresden fortgesetzt.
Mit dem Rupp+Hubrach Wissenschaftspreis zeichnet das Unternehmen herausragende Arbeiten aus Augenoptik und Optometrie aus. Die erneute Auszeichnung einer Absolventin unterstreicht die hohe Qualität praxisorientierter Forschung und Ausbildung an der Hochschule. Im Anschluss an die Preisübergabe stellte Vanessa Marie Brauer ihre Forschungsarbeit in einem Vortrag vor. Musikalische Beiträge und ein gemeinsamer Imbiss ergänzten die Veranstaltung.