Hochfrequenzmesstechnik für die Forschung
Im Zentrum des Investitionsvorhabens stehen ein Waferprober, ein arbiträrer Breitbandgenerator sowie ein Spektrumanalysator für Messungen bis mindestens 67 GHz (Spektrumanalyse bis 110 GHz). Damit werden in den Laboren bislang bestehende technische Grenzen – insbesondere oberhalb von 40 GHz – überwunden.
Die neue Infrastruktur unterstützt mehrere laufende und geplante Forschungsrichtungen der Arbeitsgruppe VITAWAVE und darüber hinaus: die berührungslose Vitaldatenerfassung mittels Radarsensorik (u. a. Projekte VITARAS und MEXT), die hochauflösende mmW-/Sub-THz-Bildgebung zur Tumorranderkennung in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Jena, die Charakterisierung neuartiger Materialien und Halbleiterbauelemente, Hochfrequenzanwendungen für die Raumfahrt sowie Quanten- und Satellitenkommunikation. Ergänzend ermöglicht die modernisierte Ausstattung eine Verbesserung im Bereich der normkonformen EMV- und Pre-Compliance-Messungen.
Das Projekt ordnet sich in das Spezialisierungsfeld „Gesundes Leben und Gesundheitswirtschaft" der RIS Thüringen ein und adressiert die Querschnittsthemen IKT, „Industrielle Produktion und Systeme“ sowie „innovative Dienstleistungen“. Es stärkt die interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb der Hochschule (u. a. mit den Arbeitsgruppen Töpfer, Wirth, Rüb und Kampe) sowie mit regionalen und internationalen Partnern, darunter die Friedrich-Schiller-Universität Jena, das Universitätsklinikum Jena, die TU Delft und die Universität Padua.
Zahlreiche regionale Unternehmen und Start-ups haben Interesse an der gemeinsamen Nutzung der Infrastruktur bekundet, wodurch der Transfer von Forschungsergebnissen in wirtschaftlich verwertbare Entwicklungen erheblich beschleunigt wird. HiFreq-Invest leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung des Forschungs- und Wirtschaftsstandorts Thüringen in den Zukunftsfeldern Medizintechnik, Sensorik, Quantentechnologien und Kommunikation.