Integriertes betriebliches Wasser- und Ressourcenmanagement
In der Lebensmittelindustrie werden besonders von großen Produzenten täglich mehrere Millionen Liter Wasser verbraucht. Dieses Wasser wird beispielsweise für gesetzlich vorgeschriebene Hygienemaßnahmen in sogenannten Cleaning-in-Place-Systemen (CIP) eingesetzt, wobei große Mengen heißer Reinigungslösungen entstehen. Die Lösungen müssen nach ihrer Nutzung entsorgt werden, wodurch Wasser, Energie und Reinigungschemikalien verloren gehen.
An dieser Stelle setzt das Projekt BeWaRe im Thüringer Wasser-Innovationscluster (ThWIC) an. Entwickelt werden innovative, membranbasierte Verfahren zur Behandlung der Prozessflüssigkeiten. Eingesetzt werden herkömmliche Membranen u.a. aus der Ultra- und Nanofiltration sowie neuartige additiv gefertigte keramische Membran- und Trägerstrukturen. Die Geometriefreiheit der additiven Fertigung ermöglicht das Realisieren großer Filterflächen auf kleinstem Raum – komplexe bionische Strukturen werden erzeugt und können zu effizienteren Filtrationsmodulen beitragen.
Mit diesen Technologien können Verschmutzungen und bspw. Stärke oder Proteine direkt aus der heißen Spühllösung abgetrennt und selbige dadurch regeneriert werden. Ergänzend wird ein dazu abgestimmtes Wasser- und Ressourcenmanagement entwickelt. Die Projektpartner Milch-Land GmbH Veilsdorf und frischli Milchwerk Weißenfels GmbH dienen im Projekt als Praxisstandorte, an denen zudem neue Analyse- und Wasserbehandlungstechnologien aus dem ThWIC unter realen Bedingungen erprobt werden. BeWaRe leistet damit einen wichtigen Beitrag zu einer ressourceneffizienten und zukunftsfähigen Lebensmittelproduktion.
Die 3D-gedruckten keramischen Membranen bauen auf den Arbeiten des Vorgängerprojektes „Technische Niere“ im ThWIC auf.
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04.03.04