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Mehr Freiraum für 27 Studierende: EAH Jena feiert 15 Jahre Deutschlandstipendium

Finanzielle Entlastung, Anerkennung für den eigenen Weg und Menschen, die Unterstützung geben: Bei der Vergabe der Deutschlandstipendien am 22. Oktober im Paradies Café standen 27 Studierende im Mittelpunkt. Zugleich blickte die Ernst-Abbe-Hochschule Jena auf 15 Jahre Studienförderung zurück.

27 Studierende der EAH Jena erhalten in der Förderphase 2026/27 ein Deutschlandstipendium. Für sie kann das bedeuten, weniger Stunden im Nebenjob zu arbeiten, sich intensiver auf eine Prüfung vorzubereiten oder eine eigene Idee weiterzuverfolgen. Denn ein erfolgreiches Studium hängt auch davon ab, wie viel Zeit und Kraft neben den anderen Verpflichtungen des Alltags bleibt.

Viele Studierende vereinbaren ihr Studium mit Erwerbsarbeit. Manche betreuen Kinder oder kümmern sich um Angehörige, andere bewältigen gesundheitliche oder persönliche Belastungen. Wer unter solchen Bedingungen erfolgreich studiert und sich zusätzlich für andere engagiert, leistet viel. Davon wird in einem Notenspiegel nur ein Teil sichtbar.

Für Prof. Dr. Mario Brandtner, Vizepräsident für Studium, Lehre und Weiterbildung der EAH Jena, hat die Förderung deshalb eine sehr konkrete Bedeutung: „Für ein gutes Studium braucht es Neugier, Ausdauer und die Möglichkeit, sich wirklich auf das Lernen einzulassen. Wie viel Kraft das kostet, hängt auch davon ab, was außerhalb des Hörsaals zu bewältigen ist. Deshalb hat die Unterstützung, die wir heute feiern, eine sehr konkrete Bedeutung: Sie schafft Freiraum und gibt Rückhalt.“

15 Jahre Unterstützung, die ankommt

Im Oktober 2011 startete die EAH Jena mit 22 Deutschlandstipendien. Seither konnten insgesamt 416 Studierende unterstützt werden. Möglich gemacht haben dies über die Jahre 49 Unternehmen, Stiftungen und Privatpersonen.

Besonderen Dank sprach Mario Brandtner den Fördernden aus, die sich auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten für Studierende engagieren. Wenn eigene Planungen unsicherer und finanzielle Spielräume enger werden, ist diese Unterstützung keineswegs selbstverständlich. Den Studierenden gibt sie ein Stück Verlässlichkeit.

Bei der Urkundenübergabe kamen die Geförderten und ihre Unterstützerinnen und Unterstützer miteinander ins Gespräch. Für die 27 Studierenden beginnt nun eine Förderphase, die ihnen mehr Raum geben kann, eigenen Fragen nachzugehen, Neues auszuprobieren und ihren weiteren Weg zu gestalten.