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Studentische Mitbestimmung in Gremien

Was sind Hochschulgremien?

Gremien werden gebildet, um über wichtige Themen der Hochschule zu beraten und zu entscheiden. Beteiligte Expert*innen sind im Hochschulkontext Professor*innen, Mitarbeiter*innen und Studierende. Es gibt eine Reihe von Gremien an der EAH Jena, in denen sich Studierende engagieren können und sollen, um ihre Interessen in der Hochschulentwicklung und -gestaltung einzubringen:

1. Studentische Gremien

Rein studentische Gremien sind die Studierendenvertretungen der einzelnen Fachbereiche, der Gesamtstudierendenvertretung der Hochschule sowie die die hochschulübergreifenden Gremien der Stadt Jena und des Landes Thüringen.

Der Studierendenrat (StuRa) ist das höchste von Studierenden gewählte Gremium der Studierendenschaft an der Hochschule. Der StuRa vertritt die Interessen der Studierenden innerhalb und außerhalb der EAH Jena. Nach dem Thüringer Hochschulgesetz müssen die Studierenden in den Gremien der Hochschule vertreten und ihre Mitwirkung an allen Entscheidungen auf Hochschul- und Fachbereichsebene gesichert sein. Die Mitglieder des Studierendenrates werden jährlich für die Amtszeit von einem Jahr gewählt.

Die Mitgliederzahl beträgt 9-17 Studierenden.

Fachschaftsräte setzen sich aus Studierenden der jeweiligen Fachbereiche zusammen. Sie dienen als studentische Interessenvertretung und bilden eine Schnittstelle zwischen Dozent*innen und Studierenden. Der Fachschaftsrat bezeichnet die Interessenvertretung der Studierenden eines Fachbereichs. Die Vertreter*innen werden aus den Studierenden eines Fachbereichs gewählt. Der FSR ist in erster Linie für Fragen rund ums Studium zuständig und stellt die Schnittstelle zwischen Studierenden und Professor*innen dar. Zudem vertreten die Mitglieder des FSR die Interessen der Studierenden aus dem jeweiligen Fachbereich auf Hochschulebene. Er wird einmal jährlich im Sommersemester gewählt, wobei sich alle immatrikulierten Studierenden zur Wahl stellen lassen können. Zurzeit bestehen sieben Fachschaftsräte. Zurzeit bestehen sieben Fachschaftsräte.

Die Mitgliederzahl besteht aus 3-11 Studierenden. Einen Überblick gibt es auf der Seite des Stura der EAH Jena.

Die Konferenz der Thüringer Studierendenschaften (KTS) ist der gesetzlich geregelte Zusammenschluss der neun Thüringer Studierendenvertretungen.
Sie vertritt die rund 50.000 Studierenden gegenüber dem Land Thüringen, das heißt vor allem gegenüber dem Landesparlament und dem Kultusministerium.
Jede Thüringer Hochschule entsendet zwei Delegierte, insgesamt hat die KTS damit 20 Delegierte von den zehn Thüringer Hochschulen. Aus ihrem Kreis wählt die KTS zwei gleichberechtigte Sprecher*innen.

Die KTS ist Mitglied im Aktionsbündnis gegen Studiengebühren und eine der tragenden Organisationen des studentischen Akkreditierungspools. Sie wählt die studentischen Mitglieder im Verwaltungsrat des Studierendenwerkes Thüringen. Die KTS wird auf Basis einer Finanzvereinbarung ihrer Mitglieder finanziert.

Die Studierendenschaften folgender Hochschulen sind bei der KTS vertreten:

  • Universität Erfurt,
  • Technische Universität Ilmenau,
  • Friedrich-Schiller-Universität Jena,
  • Bauhaus-Universität Weimar,
  • Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar,
  • Fachhochschule Erfurt,
  • Ernst-Abbe-Hochschule Jena,
  • Fachhochschule Nordhausen,
  • Fachhochschule Schmalkalden und
  • Duale Hochschule Gera-Eisenach.

2. Gremien in den Fachbereichen

Der Fachbereichsrat ist zuständig in allen Angelegenheiten des Fachbereichs zum Thema Forschung und Lehre, sein breites Aufgabenfeld befasst sich unter anderem mit:

  • der Einrichtung, Abschaffung oder Änderung von Studiengängen, dem Beschluss der Studien- und Prüfungsordnungen
  • der Entscheidung der grundsätzlichen Verwendung finanzieller und personeller Mittel

Dem Fachbereichsrat gehören in der Regel an: 2 Hochschullehrer*innen, 2 Mitarbeiter/in, 2 Studierende. In Angelegenheiten, die die Lehre, die Forschung, künstlerische Entwicklungsvorhaben oder die Berufung von Professor*innen unmittelbar betreffen, gehören dem FBR zusätzlich drei Hochschullehrer*innen an. (weitere Informationen siehe Grundordnung der EAH § 23) ->siehe § 23 Grundordnung der EAH Jena

Die Mitglieder der Fachbereichsräte können den Websites der jeweiligen Fachbereiche entnommen werden.

    
Eine oder mehrere Studienkommissionen werden vom Fachbereichsrat zur Erfüllung der Aufgaben nach § 41 Abs. 2 ThürHG gebildet. Die Studienkommission ist beratendes Gremium des Fachbereichsrates.
Sie besteht aus drei Mitgleidern der Gruppe der Hochschullehrer*innen und drei Studierenden. Die Mitglieder der Studienkommission müssen nicht Mitglieder des FBR sein. Die Zuordnung eines Studiengangs zu einer Studienkommission erfolgt in der Studienordnung des betreffenden Studienganges (§ 23 Grundordnung der EAH Jena).

Die Studienkommissionen unterstützen und beraten den Dekan bei der Erfüllung seiner Aufgaben. Sie sind vor Entscheidungen des Selbstverwaltungsgremiums nach § 40 ThürHG in allen Angelegenheiten der Lehre, des Studiums und der Prüfungen zu hören. Die Studienkommissionen haben ein Initiativrecht in den Gremien unterhalb der zentralen Ebene. Sofern die Selbstverwaltungseinheiten nach Maßgabe der Grundordnung nicht für Studien- und Prüfungsangelegenheiten verantwortlich sind, sind die Studienkommissionen vor Beschlussfassung des Senats über Prüfungsordnungen und Studienordnungen nach § 35 Abs. 1 Nr. 1 ThürHG zu hören; sie haben diesbezüglich ein Initiativrecht in den Gremien auf der zentralen Ebene.

​Der Prüfungsausschuss achtet darauf, dass die Bestimmungen der Studien- und Prüfungsordnung eingehalten werden. Er gibt Anregungen zur Reform des Studienplans, der Studien- und Prüfungsordnung. Der Tätigkeitsbereich umfasst:

  • die Entscheidung von grundsätzlichen Fragen der Zulassung zu den Prüfungen sowie in sonstigen Prüfungsangelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung
  • die Überwachung der vorschriftsmäßigen Anwendung der Prüfungsbestimmungen
  • die Behandlung von Widersprüchen gegen Prüfungsentscheidungen sowie die Entscheidung über Beschwerden in Prüfungsangelegenheiten.

Laut § 23 (5) der Grundordnung der EAH Jena richtet der Fachbereichsrat zur Behandlung von Fragen im Zusammenhang mit Prüfungen einen oderer mehrere Prüfungsaausschüss ein. Deren Wahl, Zusammensetzung und Aufgaben werden in der jeweiligen Prüfungsordnung geregelt. Der Prüfungsausschuss arbeitet in administrativen Fragn im Zusammenhang mi Prüfungen mit dem jeweils zuständigen Prüfungsamt zusammen.  ->siehe § 23 Grundordnung der EAH Jena.

Dem Prüfungsausschuss gehören in der Regel an: Professor*innen, Mitarbeiter*innen und mind. ein/e studentische/r Vertreter/in der jeweiligen Fachbereiche.  Die Mitglieder sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Grundlage an der EAH Jena ist der ensprechende §  der jeweiligen Prüfungsordnung. (u. a. Informationen zur Wahl und zur Zusammensetzung der Mitglieder).

Die Vertreter der Prüfungsausschüsse werden auf den entsprechenden Studiengangsseiten benannt.

​Laut ThürHG § 85 (9) soll der Berufungskommission mindestens ein externer Hochschullehrer angehören. Mindestens 40 vom Hundert der stimmberechtigten Mitglieder der Berufungskommission sollen Frauen sein; mit Zustimmung der Gleichstellungsbeauftragten kann diese Quote aus sachlichen Gründen unterschritten werden. Die Gleichstellungsbeauftragte kann verlangen, dass die Berufungskommission nochmals prüft und neu bewertet, ob eine von ihr benannte Frau oder ein von ihr benannter Mann aus dem Kreis der Bewerber in die Vorstellung und Begutachtung einbezogen wird. Näheres zum Berufungsverfahren für Professoren und Juniorprofessoren, insbesondere Zuständigkeiten, Mitwirkung und Verfahren, sowie zum Berufungsbeauftragten regeln die Hochschulen in der Berufungsordnung.

Der Berufungskommission gehören laut § 3(2)  Berufungsordnung der EAH Jena fünf Professorinnen oder Professoren, zwei Studierende und eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter an. Mindestens 40 Prozent der stimmberechtigten Mitglieder der Berufungskommission sollen Frauen sein. Mit Zustimmung der Gleichstellungsbeauftragten kann diese Quote aus sachlichen Gründen unterschritten werden. Die Mitgliedschaft in einer Berufungskommission setzt nicht die Mitgliedschaft im Fachbereichsrat voraus. Von den fünf Professor*innen und soll mind. eine Professor*in von einer anderen Hochschule sein und nicht an der EAH Jena lehren. Ist die Denomination der Professur fachlich verwandt mit Professuren anderer Fachbereiche, so sollen diese Fachbereiche in der Kommission vertreten sein. Dann gehören ihr sieben Professorinnen oder Professoren, drei Studierende und eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter an.

Die Amtszeit der Mitglieder einer Berufungskommission endet mit der Besetzung der ausgeschriebenen Professur, bei einem erfolglosen Berufungsverfahren auf Beschluss des Fachbereichsrates.

3. Hochschulweite Gremien

Es gibt verschiedene hochschulweite Gremien, die sich mit Themen befassen, welche die Hochschule als Ganzes betreffen. Dazu gehören unter anderem der Senat, die dazugehörigen Senatsausschüsse und der Gleichstellungsbeirat. In diesen Gremien sind sowohl Professor*innen als auch Mitarbeiter*innen und Studierende vertreten.

Der Senat ist maßgeblich für die Gestaltung des akademischen Lebens an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena verantwortlich. Er ist zuständig für übergreifende Fragen der Lehre, Forschung und Entwicklung und regelt alle Angelegenheiten, die die Hochschule als Ganzes betreffen.
Das Gremium befasst sich u.a. mit Berufungsvorschlägen, dem Hochschulentwicklungsplan, der Verteilung von Personal- und Sachmitteln, der Struktur der Hochschule, der Einrichtung und Aufhebung von Studiengängen sowie Leitlinien von Forschung und Entwicklung.
Der Senat wirkt mit bei der Wahl des Rektors und des Kanzlers. Er beschließt die Vorschlagsliste der Mitglieder des Hochschulrates.
 
Vorsitzende/r des Senats ist der/die Rektor*in, stimmberechtigte Mitglieder sind 8 Professor*innen (je Fachbereich ein/e Vertreter*in), 2 Mitarbeiter*innen sowie 4 Studierende.
Gewählt werden die Mitglieder in freier, gleicher und geheimer Wahl von der jeweiligen Mitgliedergruppe gewählt. Die Amtszeit der studentischen Senatsmitglieder beträgt ein Jahr, die der Professor*innen und Mitarbeiter*innen liegt bei drei Jahren. Näheres hierzu ist in der Wahlordnung der Hochschule zu finden.
 
Zusätzlich zu den stimmberechtigten Mitgliedern gehören dem Senat mit beratender Stimme folgende Personen an:

  1. die Dekane,
  2. die Vizepräsidenten,
  3. der Kanzler,
  4. die Gleichstellungsbeauftragte,
  5. der Vorsitzende des Personalrates,
  6. der Vorstandsvorsitzende des Studierendenrates.

Die Grundordnung der Ernst-Abbe-Hochschule Jena schreibt vor, dass die Sitzungen des Senats öffentlich und Protokolle für alle Hochschulmitglieder zugänglich sind.

Der Senat kann für einzelne seiner Aufgaben Ausschüsse einsetzen und diesen ggf. Entscheidungsbefugnis erteilen. Entscheidungen des Senats werden durch die Senatsausschüsse vorbereitet.

Es gibt vier ständige Senatsausschüsse, sowie einen befristeten Ausschuss, die jeweils aus fünf Vertreter*innen der Professorenschaft, zwei Mitarbeiter*innen und zwei Studierenden bestehen und von dem/r Rektor*in bzw. einer/m Vertreter*in geleitet werden, die vom Senat in freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt werden.

Der Gleichstellungsbeirat ist ein Hochschulgremium, das gemäß §23 der Grundordnung der EAH Jena von der/m Gleichstellungsbeauftragten geleitet wird.
In erster Linie ist die Aufgabe wahrzunehmen, die Hochschule bei der Umsetzung der Chancengleichheit von Frauen und Männern zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass die Interessen von Studierenden mit Kindern beachtet werden.
 
Zusammensetzung:
Gleichstellungsbeauftragte/r (stimmberechtigter Vorsitz), zwei Professor*innen, zwei Mitarbeiter*innen und zwei Studierende.
Der Gleichstellungsbeirat schlägt dem Senat aus der Gruppe der Professor*innen und Mitarbeiter*innen den/die Gleichstellungsbeauftragte/n nebst Stellvertreter*in vor, wobei der/die Stellvertreter*in Mitglied des Beirates sein soll.

Die übrigen Vertreter*innen des Gleichstellungsbeirats werden gemäß der Wahlordnung gewählt, für eine Amtszeit von drei Jahren bzw. einem Jahr bei Studierendenvertreter*innen.