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Thüringer Hochschulen für angewandte Wissenschaften setzen auf verantwortungsvolle Weiterentwicklung im Verbund

Reformen, die das ganze Hochschulsystem in Thüringen betreffen, müssen sich an Wirkung, Kosten und Umsetzbarkeit messen lassen. Mit diesem Anspruch begrüßen die Thüringer Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) EAH Jena, Fachhochschule Erfurt, Hochschule Nordhausen und Hochschule Schmalkalden die Ankündigung des Thüringer Wissenschaftsministeriums, Gespräche über die künftige Ausgestaltung des Hochschulsystems aufzunehmen. Zugleich mahnen sie an, Entscheidungen von solcher Tragweite nur auf der Grundlage belastbarer Analysen, transparenter Kostenabschätzungen und realistischer Umsetzungszeiträume zu treffen.

Angesichts angespannter öffentlicher Haushalte und tiefgreifender demografischer Veränderungen bekennen sich die Hochschulen ausdrücklich zu Reformen. „Wir stehen für eine zielgerichtete Weiterentwicklung des Thüringer Hochschulsystems – aus Verantwortung für den effizienten Einsatz öffentlicher Mittel und die Sicherung unserer Leistungsfähigkeit“, erklären die beteiligten Hochschulleitungen. Reformen müssten dort ansetzen, wo sie Qualität nachweislich sichern und Ressourcen sinnvoll bündeln. Dabei ist insbesondere die zentrale Rolle der Hochschulen in den Regionen für die Stärkung der Innovationskraft, die lokale Verknüpfung mit Wirtschaft, Politik und Verwaltung sowie den Transfer, die Forschung und die Demokratiebildung zu berücksichtigen. 

Vor diesem Hintergrund plädieren die Thüringer HAWen für eine Weiterentwicklung des Systems entlang klarer politischer Leitplanken bei gleichzeitiger Eigenverantwortung der Hochschulen in der konkreten Ausgestaltung. Ein HAW-Verbund aus vier eigenständigen staatlichen Hochschulen angewandter Wissenschaften, so die Hochschulen, ermögliche eine gezielte Weiterentwicklung dort, wo gemeinsame Services, abgestimmte Profile und verbindliche Kooperationen Qualität und Effizienz tatsächlich erhöhen. Eine großflächige, wenig differenzierende Strukturentscheidung hingegen berge hohe Kosten, Risiken und langjährige Übergangsphasen, ohne automatisch bessere Ergebnisse zu garantieren.

Ziel bleibe ein leistungsfähiges, zukunftsfähiges Hochschulsystem für Thüringen getragen von Eigenverantwortung, Kooperation und realistischen Lösungen. „Ein starkes Hochschulsystem entsteht durch kluge Kooperation, klare Zuständigkeiten und verlässliche Rahmenbedingungen“, so die Hochschulleitungen. 

Die Hochschulen kündigen an, sich weiter konstruktiv und mit konkreten Vorschlägen in die anstehenden Gespräche einzubringen. Sie erwarten einen transparenten Prozess, in dem unterschiedliche Entwicklungsoptionen offen geprüft und ihre Folgen nachvollziehbar benannt werden.

 

Gemeinsame Pressemeldung der EAH Jena, der Fachhochschule Erfurt, der Hochschule Nordhausen und der Hochschule Schmalkalden