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Vier Thüringer Hochschulen für angewandte Wissenschaften entwickeln gemeinsam die Verwaltung der Zukunft

EAH Jena, Fachhochschule Erfurt, Hochschule Nordhausen und Hochschule Schmalkalden starten strukturierten Beteiligungsprozess zur Verwaltungstransformation.

Die vier staatlichen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) in Thüringen – EAH Jena, Fachhochschule Erfurt, Hochschule Nordhausen und Hochschule Schmalkalden – arbeiten gemeinsam daran, ihre Hochschulverwaltungen für die Herausforderungen der kommenden Jahre aufzustellen. 

Am 17. Juni 2026 fand an der Fachhochschule Erfurt der zweite von drei geplanten Beteiligungsworkshops statt, den die vier Hochschulen gemeinsam mit der Hochschulberatung rheform durchführen. 

Gemeinsam auf Herausforderungen reagieren 
Der demografische Wandel, ein sich verschärfender Fachkräftemangel, die fortschreitende Digitalisierung und knapper werdende öffentliche Mittel stellen Hochschulverwaltungen vor wachsende Herausforderungen. Die Kanzlerinnen und Kanzler der vier HAW haben sich deshalb entschlossen, diesen Entwicklungen frühzeitig, gemeinsam und zukunftsorientiert zu begegnen. Ziel ist es, durch eine intensivere Vernetzung der Verwaltungsleistungen – bis hin zu geteilten Prozessstrukturen (Shared Services) – auch künftig professionelle Services für Wissenschaft, Lehre und Studium an allen vier Standorten nicht nur sicherzustellen, sondern gezielt weiterzuentwickeln und zu stärken. Der Fokus der HAW-Kanzlerinnen und Kanzler richtet sich dabei auf die von ihnen verantworteten Verwaltungsbereiche der Hochschule. 
Um diesen Veränderungsprozess strukturiert und unter Einbindung aller relevanten Perspektiven zu gestalten, haben die vier Hochschulen gemeinsam die Münchener Hochschulberatung rheform beauftragt. rheform unterstützt Hochschulen und Forschungseinrichtungen bei Strategie-, Organisations- und Transformationsprozessen und verbindet dabei Wissenschaftsmanagement, Organisationsentwicklung und Datenanalyse.

Dreistufiger Beteiligungsprozess 
Der Beteiligungsprozess gliedert sich in drei workshopbasierte Formate, die unterschiedliche Perspektiven in die Entwicklung einer gemeinsamen Roadmap einbringen: 
•    Workshop mit den Personalräten der vier HAW (abgeschlossen, 12. Mai 2026) 
•    Workshop mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der vier HAW zur Aufnahme der internen Kundenperspektive (abgeschlossen, 17. Juni 2026) 
•    Workshop mit Beschäftigten aus Verwaltung und Technik (geplant, 20. August 2026)

Wissenschaft gestaltet Verwaltung mit 
Beim Workshop am 17. Juni 2026 in den Räumen der Fachhochschule Erfurt kamen knapp 40 Vertreterinnen und Vertreter aus den Fakultäten und Fachbereichen aller vier Hochschulen zusammen – darunter Professorinnen und Professoren, Lehrkräfte für besondere Aufgaben, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Fakultätsgeschäftsleitungen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Dekanaten. Mehrere Dekane und Prodekane nahmen ebenso teil wie eine Vizepräsidentin für Studium und Lehre. 
Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Verwaltungsleistungen die Wissenschaft an den vier Hochschulen in Zukunft benötigt: In welchen Bereichen wünscht sie sich stärkere Unterstützung, welche Aufgaben könnten hochschulübergreifend erbracht werden und wo sind Ansprechpersonen vor Ort auch künftig unverzichtbar? Die Ergebnisse werden am 2. Juli 2026 in einem gemeinsamen Konsolidierungsworkshop der Hochschulen gebündelt und den Teilnehmenden rückgespiegelt. 

Nächste Schritte 
Nach der Konsolidierung der Erkenntnisse aus den ersten beiden Workshops findet am 20. August 2026 der dritte Workshop statt – diesmal mit Beschäftigten aus Verwaltung und Technik der vier HAW, ebenfalls an der Fachhochschule Erfurt. Auf Basis aller drei Beteiligungsformate wird im Anschluss eine Roadmap entwickelt, die als Orientierungsrahmen für die weitere Strukturentwicklung der Verwaltungszusammenarbeit dient.