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Vom Hörsaal zum Hightech-Store: Studierende gründen „Tante Zukunft“

Was im Hörsaal begann, ist heute ein Hightech-Store mitten in der Jenaer Innenstadt. Mit ihrem Start-up „Tante Zukunft“ haben Willy Götze, Julian Wagner und David Tran ein Ladenkonzept entwickelt, das Technologie und Nahversorgung neu zusammendenkt. Kennengelernt haben sich die drei während ihres Studiums an der EAH Jena. Aus Gesprächen zwischen Vorlesungen, gemeinsamen Ideen und unternehmerischer Neugier entstand Schritt für Schritt ein ambitioniertes Gründungsprojekt. Heute steht am Holzmarkt ein 24/7-Store, der Technologie und Alltag auf smarte Weise verbindet.

Herzstück von „Tante Zukunft“ ist ein rund 120.000 Euro teurer Roboter der neuesten Generation. Statt klassischer Theke wählen Kundinnen und Kunden ihre Produkte an großen Touchscreens aus und bezahlen digital – den Rest übernimmt die Technik. Vollautomatisch stellt der Roboter den Einkauf zusammen und gibt ihn direkt aus. Einkaufen wird damit schnell, kontaktlos und rund um die Uhr möglich.

Ergänzt wird das Konzept durch eine eigene Web-App und einen angebundenen Online-Shop. Perspektivisch soll das Angebot zudem über Lieferplattformen wie „UberEats“ verfügbar sein. Der Einkauf passt sich damit flexibel dem Alltag an. Egal ob spät abends, zwischen Terminen oder spontan am Wochenende.

Die Entscheidung für die Robotik-Lösung war für das Gründerteam eine bewusste Weichenstellung. „Uns war wichtig, am Puls der Zeit zu sein“, erklärt Mitgründer Willy Götze, der kurz vor dem Abschluss seines Masterstudiums im Bereich E-Commerce steht.

Finanziert wurde die Investition über einen Kredit, abgesichert durch eine Bürgschaft der Thüringer Bürgschaftsbank. Zusätzlich setzt das Team auf Fördermittel, um das Konzept nachhaltig weiterzuentwickeln und auszubauen.

Auch beim Sortiment verbinden die Gründer Zukunft und Regionalität. Neben Produkten des täglichen Bedarfs liegt der Fokus auf Fertiggerichten und regionalen Angeboten. Kooperationen mit lokalen Partnern wie „Handeis“, „Café am Markt“ und „Markt 11“ sind fester Bestandteil des Konzepts und stärken die Vernetzung in der Jenaer Innenstadt.

So entsteht eine spannende Mischung aus Hightech und Heimatgefühl.

Nach einem Soft-Opening Anfang Februar folgte am 27. Februar 2026 die offizielle Eröffnung. Die Resonanz: neugierige Kundinnen und Kunden, viel positives Feedback und großes mediales Interesse. „Tante Zukunft“ zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial entsteht, wenn fachliches Know-how, studentische Netzwerke und unternehmerischer Mut zusammenkommen. Aus einer Idee im Hörsaal ist ein innovatives Geschäftsmodell geworden.