Mikroflugroboter für die Atmosphärenforschung
Ziel von MAVAS ist die Entwicklung eines leistungsfähigen, sehr kleinen Flugroboters. Dieses Fluggerät soll Messungen direkt in der unteren Atmosphäre durchführen. Dabei liegt der Fokus auf einem sicheren Betrieb durch geringes Gewicht und kompakte Bauweise sowie auf einer nachhaltigen Wiederverwendung des gesamten Systems.
Ein zentrales Anliegen des Projekts ist die weiterführende Qualifizierung von Studierenden und Promovierenden. Sowohl die akademische als auch die praktische Weiterbildung spielen dabei eine entscheidende Rolle.
Durch die Einrichtung eines hochwertigen Makerspaces soll der Erfindergeist der Studierenden angeregt und für akademische sowie praktische Anwendungen genutzt werden. So können Studierende beispielsweise Prototypen für die MAVTechnologie entwickeln, wie Flügelstrukturen oder Sensormodule, die direkt zur Verbesserung des Mikrofluggeräts beitragen. Dieser Raum fördert nicht nur die Innovationskraft, sondern ermöglicht es den Teilnehmenden, praktische Erfahrungen in den Bereichen Atmosphärenforschung und UAV-Technologie zu sammeln.
Das Vorhaben widmet sich der Entwicklung eines innovativen Forschungsraums an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena und verbindet damit die strategischen Forschungsschwerpunkte der Hochschule miteinander: Gesundheit und Nachhaltigkeit - Technologien und Werkstoffe -Präzisionssysteme- Digitalisierung. Gemäß unseres Leitbildes Befähigen, Bewegen, Gestalten.
Gemeinsam werden Studium, Lehre, Weiterbildung, Forschung und Transfer miteinander gedacht und verbunden. Inhaltlich steht hierbei die Erforschung atmosphärischer Prozesse durch die Entwicklung eines nachhaltigen, risikoarmen und wiederverwendbaren Mikroflugrobotersystems im Mittelpunkt dieses Vorhabens. Das zentrale Ziel ist es, die wissenschaftliche Qualifikation des Nachwuchses in den Bereichen autonome Systeme und Sensortechnik für Anwendungen in der Atmosphärenforschung maßgeblich zu stärken und angehende Studierende für ein Studium im MINT-Bereich zu begeistern.
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Im Vorhaben möchten wir mit diversen Partnern aus Wissenschaft und Gesellschaft zusammenarbeiten: Leibniz-Institut für Tropospärenforschung (Tropos); Deutscher Wetterdienst (DWD); Observatorium Lindenberg; Institut für Datenwissenschaften des Deutschen Zentrums für Luft-und Raumfahrt (DLR); Thüringer Landesamt für Bergbau, Umwelt und Naturschutz; Geographisches Institut der Georg-August-Universität Göttingen; Air Transport Department der Universität Zilina (Slowakei); Verkehrslandeplatz Jena-Schöngleina GmbH; Swedish Space Corporation (SSC); Esrange Space Center Kiruna (Schweden); Spleenlab GmbH; Internationales Studienzentrum Jena; Ernst-Abbe-Gymnasium Jena; Burgenland Gymnasium Laucha
Bild rechts: Fliegende Helfer für die Atmosphärenforschung (Foto: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt – REXUS/BEXUS-Programm)