EAH Jena auf dem weltweit größten Kontaktlinsenkongress
Ilka Kobelt, die kürzlich ihren Masterabschluss im Studiengang Optometrie und Vision Science an der EAH Jena gemacht hat, präsentierte ihre wissenschaftliche Arbeit auf dem Kongress – ein echter Meilenstein für ihre Karriere. In ihrem Vortrag mit dem Titel „Comparison of refraction data and visual acuity with and without cyclopentolate“ beleuchtete sie, wie sich die Augenmessung verändert, wenn ein Mydriatikum (Cyclopentolat) eingesetzt wird. Denn: Ein kleiner medikamentöser Eingriff kann große Auswirkungen auf die Refraktionswerte haben. Ilka Kobelt zeigte, wie objektive und subjektive Messungen voneinander abweichen können – und warum die für die tägliche Praxis von großer Bedeutung ist.
Dr. Sebastian Marx, Lehrbeauftragter an der EAH Jena, stellte einen experimentellen Ansatz vor, der die Welt der Kontaktlinsenmaterialien ein Stückchen besser verständlich macht: „Evaluation of the hydrophilicity of silicone hydrogels by visualizing hydrophobic areas with Sudan IV“.
Mithilfe einer speziellen Farbmarkierung (Sudan IV) konnten die Forschenden sichtbar machen, wo in Silikonhydrogel-Materialien „trockene“ Stellen entstehen – was potenziell den Tragekomfort beeinflussen kann. Die Arbeit wurde von Sandra Schurig mit Unterstützung des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung Mainz realisiert. „Es ist faszinierend, wie kleine strukturelle Details in einem Material die gesamte Trageerfahrung verändern können, und dass wir die nun sichtbar machen können“, sagt Marx.
Kontakt:
Ernst-Abbe-Hochschule Jena
Dr. Sebastian Marx
E-Mail: Sebastian.Marx@eah-jena.de