Am 20.10.2026 fand die feierliche Immatrikulation der Ernst-Abbe-Hochschule Jena statt.
Die Feierlichkeit begann mit dem feierlichen Einzug der Hochschulleitung, Senatorinnen und Senatoren, Dekaninnen und Dekane sowie der Ehrengäste, welcher mit einem musikalischen Beitrag der Brass Band BlechKLANG begleitet wurde.
Als nächstes wurden die Gäste von Prof. Dr. Mario Brandtner, dem Vizepräsidenten für Studium, Lehre und Weiterbildung der EAH Jena, mit einer kurzen Rede begrüßt. Prof. Dr. Mario Brandtner übernahm im Rahmen der Veranstaltung auch die Moderation. Die zweite Rede des Programms hielt Prof. Dr. Kristin Mitte, die vorläufige Leiterin der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, auch sie begrüßte alle Gäste.
In ihrer Rede sprach sie darüber, dass man sich Wissen nicht alleine aneignen muss, sondern auch andere Menschen fragen, Bücher lesen, Suchmaschinen benutzen und auch KI befragen kann und sollte. Man muss selbst wissen, warum man einer bestimmten Antwort glaubt. Man muss nicht alles wissen, sollte sich bei Bedenken aber auf sich verlassen können. Genau das kann man während des Studiums lernen.
Nach einer herzlichen Begrüßung durch Prof. Dr. Kristin Mitte kam der Oberbürgermeister von Jena, Dr. Thomas Nitzsche, zu Wort. Er sprach über Jenas unternehmerische Erfolgsgeschichte, die durch Zeiss, Schott und Jenoptik geprägt wurde und bezeichnete Jena als führendes Hochtechnologienzentrum Thüringens oder sogar Deutschlands. Er stellte Jena kurz vor und ging auf die vielfältigen Aktivitäten ein, die es zu entdecken gibt. In Jena gibt es viele tolle Freizeitaktivitäten für alle Altersgruppen sowie ein großes kulturelles Angebot. Als Studierende kann man mit dem Kulturticket, das mit dem Semesterbeitrag bezahlt wird, von Montag bis Donnerstag bei Vorlage der Thoska kostenlos die Kinos im Schillerhof und am Markt besuchen. Außerdem kann man mit dem Kulturticket das Theaterhaus Jena kostenlos besuchen, dafür muss man einfach die Thoska an der Abendkasse vorzeigen.
Zum Abschluss seiner Rede verwies er darauf, dass man neben dem Studium gerne in den Gremien der Hochschule oder der Stadt engagieren und sich ins gesellschaftliche Leben einbringen kann.
Anschließend gab es eine musikalische Einlage der Brass Band BlechKLANG.
Danach begrüßte Elvira Babić, die Leiterin des Service-Zentrums Studium und Studienberatung, die Gäste, zunächst auf Deutsch und danach noch einmal auf Englisch für die internationalen Studierenden. Sie ließ die Erstis zu Wort kommen. Auf einer Leinwand präsentierte Frau Babić die ersten Eindrücke der Studis.
Darauf folgte eine humorvolle und motivierende Rede von Mark Nützenadel vom STURA der EAH Jena. Er sprach darüber, dass ein Studium mehr ist als nur Vorlesungen, Seminare, Übungen, Praktika, Hausarbeiten und Prüfungen. Es bietet einem die Möglichkeit herauszufinden, wer man ist, was man möchte, wo die eigenen Grenzen liegen und wohin man womöglich einmal möchte. Denn zu Beginn des Studiums muss man noch nicht wissen, wer man ist und was man machen will. Man wird in dieser Zeit neue Dinge ausprobieren, neue Freunde finden, Fehler machen und daraus lernen und eventuell seine ursprünglichen Pläne verwerfen. Und genau dafür ist diese Zeit da. Zudem sprach er davon, dass man sich nicht stressen solle, es ist in Ordnung länger als die Regelstudienzeit zu studieren, denn die Regelstudienzeit macht einen nicht aus und sagt auch nichts über die eigene Leistung aus. Außerdem stellte er kurz den STURA vor und zeigte auf, wie sehr dieser sich für die Studierenden einsetzt und dass man auch als Studentin oder Student mitreden kann.
Nach einer weiteren herausragenden musikalischen Einlage wurden die Auszeichnungen vergeben:
- Den Forschungspreis der EAH 2026 erhielt Prof. Dr. Nicole Harth für ihre wissenschaftliche Leistungen.
- Moritz Bärnt erhielt den Preis der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck für die beste Bachelorarbeit in dem Gebiet Elektrotechnik.
- Der Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes für hervorragende Leistung ausländischer Studierender an der EAH wurde an Roberta Frank für ihre hervorragenden Studienleistungen und ihr besonderes Engagement verliehen.
- Prof. Dr. Frederik von Harbou im Gebiet Rechtswissenschaften wurde dieses Jahr mit dem Lehrpreis ausgezeichnet.
- Für ihre herausragenden Studienleistungen wurden die Bachelorstudentinnen Marie-Luise Siegert und Nele Juline Müller mit Stipendien des Förderkreises geehrt.
Zum Schluss gab Wolfgang Volkmer, ein Absolvent der EAH, eine Rede. Er sprach über die Studienzeit, als eine Zeit der Orientierung, in der es auch einmal schwierig werden kann und nicht immer alles so läuft, wie man es sich vorstellt. Aber trotz allem wird man seinen Weg finden und daran wachsen.
Der feierliche Auszug wurde mit einer letzten musikalischen Untermalung begleitet. Die feierliche Immatrikulation fand ihren Abschluss mit einem Sektempfang im Foyer des Volkshauses.
Noch ein kurzes Schlusswort von mir: die feierliche Immatrikulation war eine tolle, motivierende und inspirierende Veranstaltung. Die Reden, die Musik und die wunderschöne Location – das Volkshaus – haben es zu einer rundum schönen Feierlichkeit gemacht.
Text: Lysann Lafeld - Studierende am Fachbereich Betriebswirtschaft
Foto: Anna Schroll, EAH Jena