M.Sc. Dorothea Gläßer

Titel
M.Sc.
Vorname
Dorothea
Nachname
Gläßer
Position
Projektmitarbeiterin: ESF-Forschungsprojekt "Evaluierung des Sozialpädagogischen Teamteaching"
Homepage

Dorothea Gläßer studierte von 2013 bis 2019 Psychologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Friedrich-Schiller-Universität Jena. 2018/2019 war sie am Forschungsprojekt „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Thüringen“ des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft in Jena beteiligt. Von 2019-2022 war sie Projektmitarbeiterin im ESF-Forschungsprojekt „Evaluierung des Sozialpädagogischen Teamteaching“ am Fachbereich Sozialwesen, parallel studierte sie Arabistik und Soziologie an der Friedrich-Schiller Universität Jena. Zudem war sie zwischen 2021-2022 als Lehrbeauftragte am Fachbereich tätig.
Seit August 2022 promoviert sie bei Prof. Dr. Nicole Harth in Kooperation mit Prof. Dr. Philipp Jugert (Universität Duisburg-Essen) zum Thema "Interkulturelle Begegnungen als Ressource im Akkulturationsprozess junger Geflüchteter: Eine dyadische Perspektive auf Integration". Die Promotion wird durch die Graduiertenförderung der EAH gefördert. Seit Februar 2023 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im ESF-geförderten Projekt "Evaluation des Sozialpädagogischen Teamteachings an Thüringer Schulen: eine Studie zur Erforschung der Wirk- und Gelingens-Faktoren (EvaTeamTeach)".

Zu ihren Forschungsinteressen gehören Heterogenität und Diskriminierung im schulischen Kontext - insbesondere in Bezug auf geschlechtliche und sexuelle Vielfalt - sowie die Erfahrungen junger Geflüchteter in Deutschland.

Glaesser, D., Holl, C., Malinka, J., McCullagh, L., Meissner, L., Harth, N. S., Machunsky, M., & Mitte, K. (2024). Examining the association between social context and disengagement: Individual and classroom factors in two samples of at-risk students. Social Psychology of Education, 27, 115–150. https://doi.org/10.1007/s11218-023-09829-4

Gläßer, D., Harth, N., Jugert, P. (2023). Young refugees’ adaptation process in Germany: The role of social identification and mutual understanding in inter-ethnic friendships with native peers. In F. Stolzenburg, C. Reinboth, T. Lohr & K. Vogel (Eds.), NWK 2023 – Tagungsband der 23. Nachwuchswissenschaftler*innenkonferenz (Harzer Hochschultexte Nr. 14, pp. 382-389). Hochschule Harz. https://www.hs-harz.de/dokumente/extern/Forschung/NWK2023/Beitraege/Young_refugees_adaptation_process_in_Germany_-_The_role_of_social_identification_and_mutual_understanding_in_inter-ethnic_friendships_with_native_peers.pdf

Gläßer, D. (2019). Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in Thüringer Biologiebüchern: Eine diskriminierungssensible Schulbuchanalyse. Masterarbeit. Friedrich-Schiller-Universität, Jena. https://doi.org/10.22032/dbt.44235 [Titel anhand dieser DOI in Citavi-Projekt übernehmen] .

Gey, L., Gläßer, D., Klaßen, A., & Tahirovic, A. (2019). Angekommen in Thüringen? Lebensperspektiven unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge. Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft, Jena. https://www.idz-jena.de/fileadmin/user_upload/Angekommen_in_Thu%CC%88ringen.pdf

(Vorläufiger) Arbeitstitel des Promotionsprojektes | (Preliminary) working title of the dissertation:

Interkulturelle Begegnungen als Ressource im Akkulturationsprozess junger Geflüchteter: Eine dyadische Perspektive auf Integration
Intercultural encounters as a resource in the acculturation process of young refugees: A dyadic perspective on integration
 

Abstrakt:

Seit dem Jahr 2015 haben rund 2,3 Millionen Schutzsuchende einen Asylerstantrag in Deutschland gestellt, ein Drittel davon waren zum Zeitpunkt der Antragstellung minderjährig (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 2016). Bisherige Studien haben vorrangig Risikofaktoren und Handlungsbedarfe beachtet (siehe dazu Güngör & Strohmeier, 2020). Dabei stellt sich die zentrale und relevante Frage, wie die Entwicklungs- und Teilhabechancen für diese jungen Menschen aussehen. Aktuelle Studien der Akkulturationsforschung betonen die Wichtigkeit eines positiven sozialen Miteinanders für das Wohlbefinden und die Teilhabe junger Geflüchteter (Motti-Stefanidi & Masten, 2020). Daran anknüpfend verbindet das vorliegende Promotionsvorhaben sozial- und entwicklungspsychologische Fragestellungen und untersucht anhand eines methodisch innovativen und anwendungsbezogenen Ansatzes, wie sich das soziale Miteinander von jungen Geflüchteten und einheimischer Bevölkerung gestaltet. In diesem Kontext soll eine Studie von Holoien et al. (2015) zu interracial contact repliziert sowie der Einfluss empathischer Akkuratheit untersucht werden. Die Datenauswertung erfolgt mittels einer Analyse dyadischer Daten auf Basis des social relations model (z. B. Malloy & Kenny, 1986). Anders als in bisherigen Studien in diesem Kontext können so Effekte beider Interaktionspartner sowie deren Beziehung zueinander separat betrachtet und die genauen Wirkbeziehungen untersucht werden. Das Promotionsvorhaben leistet dadurch sowohl einen Beitrag zur Anwendungs- als auch zur Grundlagenforschung.
 

Abstract:

Since 2015, around 2.3 million asylum seekers have applied for asylum in Germany, one third of whom were minors at the time of application (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 2016). Previous studies have prioritized risk factors and needs for action (see Güngör & Strohmeier, 2020). This raises the central and relevant question of what the developmental and participation opportunities are for these young people. Current studies in acculturation research emphasize the importance of positive social interaction for the well-being and participation of young refugees (Motti-Stefanidi & Masten, 2020). Following on from this, the present doctoral project combines social and developmental psychological issues and uses a methodologically innovative and application-oriented approach to investigate how social interaction between young refugees and the native population takes shape. In this context, a study by Holoien et al. (2015) on interracial contact will be replicated and the influence of empathic accuracy will be investigated. Data will be analyzed using a dyadic data analysis based on the social relations model (e.g., Malloy & Kenny, 1986). In contrast to previous studies in this context, effects of both interaction partners as well as their relationship to each other can be considered separately and the exact effect relationships can be investigated. The doctoral project thus contributes to both applied and basic research.
 

Keywords:

group processes | dyadic data analysis | interracial contact | empathic accuracy | refugees | acculturation | resources | social participation | social identity | psychological basic needs | psychological well-being
 

Duration | Laufzeit:

01.08.2022 – 01.10.2026
 

Funding | Förderung:

Graduiertenförderung der Ernst-Abbe Hochschule Jena
 

Advisors | Betreuung:

Cooperation partners | Kooperationspartner*innen:

Prof. Dr. Philipp Jugert, Universität Duisburg-Essen, Lehrstuhl für Interkulturelle Psychologie - Migration und Integration

  • Ressourcen im Akkulturationsprozess zugewanderter und geflüchteter Jugendlicher und junger Erwachsene
  • Empathie und gegenseitiges Verständnis in interkulturellen Interaktionen
  • Interkulturelle Freundschaften
  • Kulturelle Diversität in Schulklassen