Aktuelles
In der aktuellen Folge des Podcasts Forschungsfunken – Wo Wissen überspringt spricht Prof. Dr. Anna Kasten über ihren Weg in die Soziale Arbeit, ihre Forschung zu Gender und Diversity sowie über die Frage, wie Hilfesysteme in unserer Gesellschaft funktionieren. Gemeinsam mit den Moderatorinnen Moira Stark und Janin Pisarek geht sie dabei unter anderem auf Flucht und Migration, die Situation von Alleinerziehenden und gesellschaftliche Machtstrukturen ein.
Ein Schwerpunkt der Episode liegt auf dem Konzept der „Ordnung der Hilfe“ und der Frage, wer unter welchen Bedingungen Unterstützung erhält. Darüber hinaus geht es um Antifeminismus, soziale Gerechtigkeit und die Frage, warum wissenschaftliche Erkenntnisse nicht automatisch in sozialpolitische Entscheidungen einfließen. Auch die Verbindung von Forschung, Lehre und gesellschaftlichem Engagement spielt eine zentrale Rolle.
Die Podcastfolge zeigt, wie Forschung zu Sozialer Arbeit gesellschaftliche Strukturen sichtbar machen und zur Auseinandersetzung mit aktuellen sozialen Fragen beitragen kann. Zudem gibt Anna Kasten persönliche Einblicke in ihre wissenschaftliche Arbeit – unter anderem in die Frage, wie Forschung für sie klingt.
Dieser Podcast wird produziert von Karriereweg Professur an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (KaP@EAH), im Rahmen der Förderrichtlinie FH-Personal, gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft.
Forschungsfunken geht in die zweite Staffel
Zehn Folgen, zwölf Gäste, rund sieben Stunden veröffentlichte Gespräche und viele unterschiedliche Perspektiven auf Forschung an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena: „Forschungsfunken – Wo Wissen überspringt“ geht in die zweite Staffel.
Was vor rund einem Jahr als Experiment der Wissenschaftskommunikation begann, ist inzwischen zu einem festen Podcastformat der EAH Jena geworden. In zehn Folgen haben die Moderatorinnen Janin Pisarek und Moira Stark mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Gästen aus der Hochschulleitung über Forschung, Karrierewege, aktuelle Projekte und die Menschen hinter der Wissenschaft gesprochen.
Zehn Folgen, viele Perspektiven
Die erste Staffel hat gezeigt, wie vielfältig Forschung an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) sein kann. Zu Wort kamen Gäste aus den Bereichen Gesundheit und Pflege, SciTec, Medizintechnik und Biotechnologie, Maschinenbau, Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen und den Grundlagenwissenschaften. Ergänzt wurde die Perspektive durch transdisziplinäre Drittmittelprojekte und die Hochschulleitung.
Dabei reichte die thematische Bandbreite von Gesundheitsversorgung und Medizintechnik über nachhaltige Industrie, Akustik und Strömungslehre bis hin zu Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und Wissenschaftskommunikation. Auch Fragen rund um Open Science, Transfer, Nachwuchsförderung und die Wege in die Wissenschaft spielten immer wieder eine Rolle.
Eine kleine Podcast-Bilanz zeigt die Dimension der ersten Staffel: Für die zehn Folgen entstanden insgesamt rund 15 Stunden Aufnahmematerial. Veröffentlicht wurden davon rund sieben Stunden – im Durchschnitt gut 42 Minuten pro Folge. Die kürzeste Episode dauert knapp 29 Minuten, die längste rund eine Stunde. Inzwischen haben 428 Hörerinnen und Hörer den Podcast verfolgt; insgesamt wurden die Folgen 768-mal abgespielt beziehungsweise heruntergeladen. Verfügbar ist „Forschungsfunken“ auf drei Podcast-Plattformen, die meisten Abrufe fallen dabei auf Spotify. Hinter diesen Zahlen stehen zehn sehr unterschiedliche Gespräche – und die Erkenntnis, dass Forschung selten geradlinig verläuft. Genau diese Vielfalt ist ein wesentlicher Teil des Konzepts von „Forschungsfunken“.
Was hinter der Forschung steckt
Im Laufe der ersten Staffel hat sich gezeigt, dass sich viele Themen trotz der unterschiedlichen Fachgebiete wiederfinden. Wie wird man eigentlich Wissenschaftlerin oder Wissenschaftler? Welche Umwege können zu einer wissenschaftlichen Karriere führen? Wie lässt sich Forschung in die Praxis übertragen? Und welche Verantwortung haben Hochschulen und Forschende gegenüber der Gesellschaft?
Für Moira Stark und Janin Pisarek sind dabei vor allem die persönlichen Gespräche ein wichtiger Bestandteil des Formats. „Was uns immer wieder überrascht und besonders freut, ist, wie sehr sich unsere Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner öffnen und auch persönliche Einblicke geben“, erzählen die beiden. „Wir möchten schließlich nicht nur die Forschung zeigen, sondern auch die Menschen dahinter.“ Gerade diese persönlichen Perspektiven seien es, die in klassischen Hochschulporträts häufig weniger sichtbar würden: die Leidenschaft für die eigene Arbeit, die Motivation, die manchmal ungewöhnlichen Wege in die Wissenschaft und die vielen Wendungen, die hinter einer heutigen Position stehen.
Auch die Rückmeldungen aus der Hochschule zeigen, dass dieses Konzept auf Interesse stößt. Kolleginnen und Kollegen berichten, dass sie es spannend finden, auf diese Weise mehr über die Forschung und die Arbeit anderer Hochschulangehöriger zu erfahren – auch dann, wenn die jeweiligen Fachgebiete im Hochschulalltag sonst kaum Berührungspunkte haben.
Wissenschaft lässt sich gut im Gespräch vermitteln
Nach zehn Folgen fällt auch die Bilanz für das Format selbst positiv aus. Viele wissenschaftliche Themen lassen sich in einem guten Gespräch anschaulich erklären. Gleichzeitig eröffnet ein Podcast die Möglichkeit, Menschen zu erreichen, die wissenschaftliche Fachtexte oder klassische Hochschulkommunikation vielleicht weniger nutzen. Für die Moderatorinnen ist dabei ein wichtiger Vorteil des Formats, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Zeit bekommen, Zusammenhänge zu erklären, Erfahrungen zu teilen und auch einmal über die Grenzen des eigenen Forschungsgebiets hinauszublicken.
Ganz ohne Überraschungen verlief die erste Staffel allerdings nicht. „Wir haben gelernt, dass man niemals alles vorhersehen kann“, sagen Janin Pisarek und Moira Stark mit einem Augenzwinkern. Eine Episode wird ihnen dabei besonders im Gedächtnis bleiben: die halbe, die zwar nahezu perfekt gesprochen, aber nicht aufgezeichnet wurde.
Auch technisch hat sich seit der ersten Folge einiges verändert. Nach den ersten Aufnahmen mit separaten Mikrofonen wechselte das Team in das Podcaststudio des Fachbereichs Sozialwesen der EAH Jena. Für die Produktion war das ein wichtiger Schritt. Gleichzeitig haben sich mit den Folgen immer mehr Routinen entwickelt – von der Vorbereitung und Recherche über die Moderation bis hin zu Schnitt und Postproduktion.
Staffel 2: Bewährtes bleibt, Neues kommt hinzu
Nach zehn Folgen war für das Team der Zeitpunkt gekommen, einen ersten Schnitt zu machen. Die Jubiläumsfolge zum 35-jährigen Bestehen der EAH Jena bildete dabei einen passenden Abschluss der ersten Staffel. Gleichzeitig wurde in der Folge auf die 10. Lange Nacht der Wissenschaften und die Eröffnungsveranstaltung an der EAH Jena vorausgeblickt.
Auch ein neues Erscheinungsbild des Podcasts bot sich als Anlass für einen Neustart. „Das alte Design hat nun ausgedient“, sagen die Moderatorinnen. Die zweite Staffel präsentiert sich deshalb etwas frischer und lebendiger. Inhaltlich bleibt „Forschungsfunken“ seinem bisherigen Konzept treu. Die Gespräche werden weiterhin individuell vorbereitet, Gäste und Forschungsthemen stehen im Mittelpunkt. Auch der grundlegende Aufbau bleibt erhalten: Ein biografischer Einstieg und die Frage „Wie klingt meine Forschung?“ gehören weiterhin zu den festen Bestandteilen.
Gleichzeitig soll es Raum für Weiterentwicklung geben. Neben weiteren Gästen aus unterschiedlichen Bereichen der EAH Jena sind auch externe Gäste oder gemeinsame Folgen mit Kooperationspartnern denkbar. Die Themenvielfalt ergibt sich dabei schon aus der Vielfalt der Menschen, die an der Hochschule forschen, lehren und arbeiten. Auch hinter den Kulissen gibt es eine Veränderung: Für Schnitt und Postproduktion soll künftig zusätzliche Unterstützung hinzukommen. So bleibt mehr Raum für die redaktionelle Vorbereitung, die Gespräche und die Weiterentwicklung des Formats.
Die nächsten Folgen sind bereits in Arbeit
Die zweite Staffel ist längst nicht mehr nur eine Idee: Drei neue Folgen sind bereits vollständig aufgenommen, eine davon ist schon geschnitten. Für eine weitere Episode war das Team sogar auf einem Flugplatz unterwegs und hat dort erste Aufnahmen gemacht. Weitere Gespräche sind bereits geplant, erste Kontakte und Vorgespräche laufen. Auch die Gästeliste wird noch vielfältiger: Während in den ersten zehn Folgen acht Männer und vier Frauen zu Gast waren, sind bereits drei weitere Aufnahmen mit Wissenschaftlerinnen im Kasten, weitere Gespräche sind in Planung.
Damit bleibt das Ziel von „Forschungsfunken“ auch in der zweiten Staffel dasselbe: Forschung hörbar machen, Einblicke hinter die Kulissen geben und zeigen, wie unterschiedlich Wege in die Wissenschaft aussehen können. Denn hinter Forschungsprojekten stehen nicht nur Ergebnisse, Publikationen und Zahlen, sondern Menschen mit unterschiedlichen Biografien, Interessen und Perspektiven. Und genau diese Geschichten sollen auch in Staffel 2 weitererzählt werden: Forschungsfunken – Wo Wissen überspringt.
Weitere Folgen der zweiten Staffel erscheinen in den kommenden Monaten auf den gängigen Podcast-Plattformen.
Haben Sie ein spannendes Forschungsthema, ein aktuelles Projekt oder kennen Sie eine Person an der EAH Jena, deren Geschichte erzählt werden sollte? Dann freuen wir uns über Vorschläge und Nachrichten an forschungsfunken@eah-jena.de
Forschungsfunken – Wo Wissen überspringt ist der Podcast für Wissenschaftskommunikation der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (EAH Jena). Forschende aus allen neun Fachbereichen der EAH Jena sprechen über ihre Forschung, ihre Karrierewege und aktuelle Projekte. Ziel des Formats ist es, Wissenschaft verständlich, persönlich und praxisnah zu vermitteln und Einblicke in die Forschungslandschaft der EAH Jena zu geben.
Dieser Podcast wird produziert von Karriereweg Professur an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (KaP@EAH), im Rahmen der Förderrichtlinie FH-Personal, gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft.
In der aktuellen Folge des Podcasts Forschungsfunken – Wo Wissen überspringt blicken Prof. Dr. Kristin Mitte und Prof. Dr. Mario Brandtner aus der Hochschulleitung gemeinsam mit den Moderatorinnen Janin Pisarek und Moira Stark auf 35 Jahre Entwicklung der Ernst-Abbe-Hochschule Jena zurück. Anlässlich der 10. Podcastfolge geht es dabei um die Forschungsstärke der Hochschule, ihre Rolle als Hochschule für angewandte Wissenschaften und ihre Bedeutung für die regionale und internationale Bildungs- und Forschungslandschaft.
Ein Schwerpunkt der Episode liegt auf der Frage, was Forschung an einer HAW auszeichnet und welchen Beitrag die EAH Jena mit ihrer anwendungsorientierten Forschung für Unternehmen und Gesellschaft leistet. Dabei geht es auch um die Bedeutung von Transfer, Open Science und einer transparenten Wissenschaftskommunikation.
Darüber hinaus werfen die Gesprächspartner einen Blick auf die Zukunft der Hochschule. Themen wie Künstliche Intelligenz, Internationalisierung und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Vernetzung mit Praxis und Wissenschaft. Auch die 10. Lange Nacht der Wissenschaften am 20. November, deren Eröffnungsveranstaltung in diesem Jahr an der EAH Jena stattfindet, wird thematisiert.
Die Jubiläumsfolge bietet spannende Einblicke in die Entwicklung, Gegenwart und Zukunft der Ernst-Abbe-Hochschule Jena und zeigt, wie Forschung, Lehre, Transfer und Wissenschaftskommunikation an der Hochschule miteinander verbunden sind.
Weitere Folgen von Forschungsfunken – Wo Wissen überspringt erscheinen regelmäßig.
Haben Sie Fragen oder Anregungen zum Podcast? Dann kontaktieren Sie uns gerne über forschungsfunken@eah-jena.de
Dieser Podcast wird produziert von Karriereweg Professur an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (KaP@EAH), im Rahmen der Förderrichtlinie FH-Personal, gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft.
In der aktuellen Folge des Podcasts Forschungsfunken – Wo Wissen überspringt spricht Prof. Dr. Christian Erfurth über seinen Weg in die Informatik, von den Anfängen des Internets über Softwareentwicklung und Forschung bis hin zu seiner heutigen Arbeit an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Gemeinsam mit den Moderatorinnen Moira Stark und Janin Pisarek gibt er Einblicke in seine Forschung und seine verschiedenen Aufgaben an der Hochschule.
Ein Schwerpunkt der Episode liegt auf der angewandten Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz. Dabei geht es um die Frage, was angewandte KI eigentlich bedeutet, welche Anwendungen jenseits von ChatGPT eine Rolle spielen und wie digitale Technologien so eingesetzt werden können, dass sie einen konkreten Mehrwert für Menschen schaffen. Auch die Arbeit des Zentrums für angewandte Künstliche Intelligenz (ZAKI) der EAH Jena wird vorgestellt.
Darüber hinaus geht es um die Digitalisierung der Hochschule selbst und die damit verbundenen technischen, organisatorischen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Prof. Dr. Christian Erfurth spricht außerdem über seine Arbeit mit Studierenden und Promovierenden, die Betreuung von Abschlussarbeiten, die Wahl zukunftsrelevanter Forschungsthemen sowie die Bedeutung von wissenschaftlichem Publizieren und Nachwuchsförderung.
Die Podcastfolge bietet spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen rund um Informatik, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz und zeigt, wie Forschung, Lehre und Praxis miteinander verbunden werden können. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie technologische Entwicklungen dazu beitragen können, das Leben, Lernen und Arbeiten tatsächlich zu verbessern.
Weitere Folgen von Forschungsfunken – Wo Wissen überspringt erscheinen regelmäßig.
Haben Sie Fragen oder Anregungen zum Podcast? Dann kontaktieren Sie uns gerne über forschungsfunken@eah-jena.de
Dieser Podcast wird produziert von Karriereweg Professur an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (KaP@EAH), im Rahmen der Förderrichtlinie FH-Personal, gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft.
In der aktuellen Folge des Podcasts Forschungsfunken – Wo Wissen überspringt spricht Dr. Henry Holland-Moritz über innovative Wege der Wissenschaftskommunikation und darüber, wie sich Physik mit Beispielen aus Filmen, Comics und Videospielen anschaulich vermitteln lässt. Gemeinsam mit den Moderatorinnen Janin Pisarek und Moira Stark gibt er Einblicke in seine Arbeit als Lehrbeauftragter an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena sowie in seine vielfältigen Aktivitäten in der Wissenschaftskommunikation.
Ein Schwerpunkt der Episode liegt auf der Frage, wie Popkultur dazu beitragen kann, Menschen für Physik und Wissenschaft zu begeistern. Darüber hinaus geht es um moderne Hochschullehre, Science Slams, Wissenschaftsillustrationen und die Bedeutung verständlicher Wissenschaftskommunikation.
Die Podcastfolge bietet spannende Einblicke in innovative Lehre, kreative Wissenschaftskommunikation und die vielfältigen Aktivitäten der Ernst-Abbe-Hochschule Jena.
Weitere Folgen von Forschungsfunken – Wo Wissen überspringt erscheinen regelmäßig.
Haben Sie Fragen oder Anregungen zum Podcast? Dann kontaktieren Sie uns gerne über forschungsfunken@eah-jena.de
Dieser Podcast wird produziert von Karriereweg Professur an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (KaP@EAH), im Rahmen der Förderrichtlinie FH-Personal, gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft.
In der aktuellen Folge des Podcasts Forschungsfunken – Wo Wissen überspringt spricht Dr. Betty Hebecker über ihren Weg von der Mikrobiologie in Wissenschaftskommunikation und Forschungsmanagement. Gemeinsam mit den Moderatorinnen Moira Stark und Janin Pisarek gibt sie Einblicke in ihre wissenschaftliche Laufbahn sowie in ihre Arbeit an interdisziplinären Forschungsprojekten.
Ein Schwerpunkt der Episode liegt auf der Bedeutung von Wissenschaftskommunikation und Forschungsmanagement für moderne Forschung. Darüber hinaus geht es um das DFG-Projekt TOOLS, die Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachdisziplinen sowie die Rolle von Open Science und Forschungsdatenmanagement.
Die Podcastfolge bietet spannende Einblicke in vielfältige Karrierewege in der Wissenschaft, aktuelle Forschung und die Bedeutung einer verständlichen Kommunikation wissenschaftlicher Erkenntnisse.
Weitere Folgen von Forschungsfunken – Wo Wissen überspringt erscheinen regelmäßig.
Haben Sie Fragen oder Anregungen zum Podcast? Dann kontaktieren Sie uns gerne über forschungsfunken@eah-jena.de
Dieser Podcast wird produziert von Karriereweg Professur an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (KaP@EAH), im Rahmen der Förderrichtlinie FH-Personal, gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft.
Anlässlich der erstmaligen Verleihung des Open Science Badge der Ernst-Abbe-Hochschule Jena ist eine Sonderfolge des Podcasts Forschungsfunken – Wo Wissen überspringt erschienen. Moderatorin Janin Pisarek spricht mit dem ersten Preisträger, Prof. Dr. Christoph Koch, sowie mit Henrike Walter aus dem Projekt Open Access an HAWs – Acceptance and Communication über die Bedeutung von Open Science und darüber, wie offene Wissenschaft Forschung, Lehre und Wissenstransfer bereichern kann.
Im Mittelpunkt der Folge stehen die vielfältigen Facetten von Open Science – von Open Access und offenen Forschungsdaten über Wissenschaftskommunikation bis hin zu Citizen Science. Prof. Dr. Christoph Koch berichtet, warum Offenheit zu einem festen Bestandteil seiner wissenschaftlichen Arbeit geworden ist, wie Bürgerinnen und Bürger im Projekt „Expedition Boden“ aktiv an Forschung mitwirken konnten und weshalb verständliche Wissenschaftskommunikation einen wichtigen Beitrag zum Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft leistet.
Darüber hinaus gibt Henrike Walter Einblicke in die Entwicklung des Open Science Badge, der an der EAH Jena künftig herausragendes Engagement für offene Wissenschaft würdigt. Gemeinsam sprechen die Gäste über Chancen und Herausforderungen einer offenen Wissenschaftskultur sowie darüber, welche Rolle Hochschulen dabei künftig einnehmen können.
Die Sonderfolge bietet spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen rund um Open Science und zeigt, wie Offenheit, Transparenz und gesellschaftlicher Austausch Forschung nachhaltig stärken können.
Die Podcastfolge bietet spannende Einblicke in aktuelle Forschung, nachhaltiges Wirtschaften und die vielfältigen Aktivitäten der Ernst-Abbe-Hochschule Jena.
Weitere Folgen von Forschungsfunken – Wo Wissen überspringt erscheinen regelmäßig.
Haben Sie Fragen oder Anregungen zum Podcast? Dann kontaktieren Sie uns gerne über forschungsfunken@eah-jena.de
Dieser Podcast wird produziert von Karriereweg Professur an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (KaP@EAH), im Rahmen der Förderrichtlinie FH-Personal, gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft.
In der aktuellen Folge des Podcasts Forschungsfunken – Wo Wissen überspringt spricht Prof. Dr. Frank Pothen über nachhaltige Industrie, klimaneutrale Stahlproduktion und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Klimawende. Gemeinsam mit den Moderatorinnen Janin Pisarek und Moira Stark gibt der Professor für Volkswirtschaftslehre Einblicke in seinen wissenschaftlichen Werdegang sowie in seine Forschung zu globalen Wertschöpfungsketten, Ressourcenökonomik und Stahlrecycling.
Ein Schwerpunkt der Episode liegt auf der Frage, wie klimaneutrale Stahlproduktion wirtschaftlich gelingen kann und welche Rolle Stahlschrott als wertvoller Rohstoff für eine nachhaltige Industrie spielt. Darüber hinaus geht es um politische Rahmenbedingungen für die Transformation sowie das hochschulübergreifende Projekt „Thüringen Lehrt und Lernt Nachhaltig“ (ThüLeNa), das Nachhaltigkeitskompetenzen in den Ingenieurwissenschaften stärkt.
Die Podcastfolge bietet spannende Einblicke in aktuelle Forschung, nachhaltiges Wirtschaften und die vielfältigen Aktivitäten der Ernst-Abbe-Hochschule Jena.
Weitere Folgen von Forschungsfunken – Wo Wissen überspringt erscheinen regelmäßig.
Haben Sie Fragen oder Anregungen zum Podcast? Dann kontaktieren Sie uns gerne über forschungsfunken@eah-jena.de
Dieser Podcast wird produziert von Karriereweg Professur an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (KaP@EAH), im Rahmen der Förderrichtlinie FH-Personal, gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft.
In der aktuellen Folge des Podcasts Forschungsfunken – Wo Wissen überspringt spricht Prof. Dr. Daniel Möller über Akustik, Strömungslehre und die Entwicklung technischer Lösungen für eine leisere und effizientere Umwelt. Gemeinsam mit den Moderatorinnen Janin Pisarek und Moira Stark gibt er Einblicke in seinen beruflichen Weg von der Luftfahrtindustrie an die Ernst-Abbe-Hochschule Jena sowie in aktuelle Forschungs- und Transferprojekte.
Ein Schwerpunkt der Episode liegt auf der Forschung an Flugrobotern im MAVAS-Projekt. Darüber hinaus werden die Auswirkungen von Lärm auf Mensch und Umwelt sowie innovative Ansätze zur Verbesserung von Lüftungssystemen und anderen technischen Anwendungen thematisiert.
Die Podcastfolge bietet spannende Einblicke in aktuelle Forschung, praxisnahe Ingenieurwissenschaften und die vielfältigen Aktivitäten der Ernst-Abbe-Hochschule Jena.
Weitere Folgen von Forschungsfunken – Wo Wissen überspringt erscheinen regelmäßig.
Haben Sie Fragen oder Anregungen zum Podcast? Dann kontaktieren Sie uns gerne über forschungsfunken@eah-jena.de
Dieser Podcast wird produziert von Karriereweg Professur an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (KaP@EAH), im Rahmen der Förderrichtlinie FH-Personal, gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft.
Mit Forschungsfunken – Wo Wissen überspringt ist an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena ein neues Format der Wissenschaftskommunikation gestartet. Der Podcast bringt Forschende aus allen neun Fachbereichen der EAH Jena ins Gespräch und macht Wissenschaft in ihrer ganzen thematischen und persönlichen Vielfalt hörbar – von Gesundheitsversorgung über Medizintechnik bis hin zu Optometrie und weiteren Anwendungsfeldern.
Bereits die ersten drei Folgen zeigen die Bandbreite der Hochschule und geben Einblicke in sehr unterschiedliche Forschungs- und Karrierewege.
Folge 1: Blaulicht & Bildung – vom Rettungsdienst in die Hochschule
In der ersten Folge spricht Prof. Dr. Sebastian Koch über seinen Weg vom Notfallsanitäter in die Wissenschaft und seine Arbeit im Bereich der interdisziplinär vernetzten Gesundheitsversorgung. Dabei wird deutlich, wie eng Praxis und Forschung in der Notfallmedizin verbunden sind.
Die Episode gibt Einblicke in die Ausbildung im Studiengang Rettungswesen/Notfallversorgung an der EAH Jena und zeigt, wie Forschung direkt aus dem Rettungsalltag heraus entsteht – inklusive überraschender und eindrücklicher Praxisgeschichten.
Folge 2: Optometrie in Jena – von Augen, KI und Apfelwein
In dieser Folge geht es um die Zukunft der Augenheilkunde und klinischen Optometrie. Prof. Dr. Tobias Brockmann spricht über Innovationen in der augenärztlichen Versorgung, den Einfluss von Technologie und KI sowie die Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Praxis und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.
Neben fachlichen Einblicken in die Ophthalmotechnologie geht es auch um unerwartete Alltagsmomente im Studium – inklusive Einblicken in studentische Lebenswelten und einer ungewöhnlichen Verbindung von Forschung und Apfelwein.
Folge 3: Forschung mit Herz – Medizinproduktentwicklung in der Medizintechnik
Die dritte Folge widmet sich der Medizintechnik an der EAH Jena. Prof. Dr. Janina Wirth spricht über die Entwicklung und Prüfung moderner Medizinprodukte und darüber, wie Forschung ganz konkret zur Verbesserung medizinischer Versorgung beitragen kann.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem Herzimplantate, 3D-Druck-Technologien und die Frage, wie aus wissenschaftlichen Ideen anwendungsnahe Lösungen entstehen. Gleichzeitig erzählt sie von ihrem persönlichen Weg in die Wissenschaft, der ursprünglich so nicht geplant war.
Ausblick
Die ersten drei Folgen zeigen bereits die thematische und fachliche Vielfalt der EAH Jena – von Gesundheitsversorgung und Medizintechnik über Augenheilkunde bis hin zu interdisziplinären Forschungsfragen.
Weitere Folgen von Forschungsfunken – Wo Wissen überspringt erscheinen regelmäßig.
Haben Sie Fragen oder Anregungen zum Podcast? Dann kontaktieren Sie uns gerne über forschungsfunken@eah-jena.de
Dieser Podcast wird produziert von Karriereweg Professur an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (KaP@EAH), im Rahmen der Förderrichtlinie FH-Personal, gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft.
(Foto: Heidi Gumpert)
Ein neues Podcastformat macht Forschung an der EAH Jena hörbar
Wie klingt Forschung? Diese Frage stand am Anfang eines Experiments, aus dem inzwischen ein Podcast geworden ist: Forschungsfunken – Wo Wissen überspringt.
Entwickelt wurde das Format von Janin Pisarek und Moira Stark als neues Angebot der Wissenschaftskommunikation an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. In dem Podcast sprechen sie mit Forschenden aus allen neun Fachbereichen über ihre Arbeit, ihre Ideen und die Wege, die sie in die Wissenschaft geführt haben.
Gemeinsam werfen sie einen Blick auf Forschungsprojekte, aktuelle Herausforderungen sowie die persönlichen Wege und Menschen hinter den wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Denn Forschung besteht nicht nur aus Zahlen, Daten und Fachbegriffen. Sie besteht vor allem aus Neugier, Beharrlichkeit, überraschenden Wendungen und persönlichen Beweggründen.
Dabei bietet die Ernst-Abbe-Hochschule Jena jede Menge Stoff für spannende Gespräche: Als Thüringens größte und forschungsstärkste Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) wird hier an Lösungen für die Herausforderungen von morgen gearbeitet. Die Themen reichen von den Fachbereichen Gesundheit und Pflege sowie Medizintechnik und Biotechnologie, über Maschinenbau, Elektrotechnik und Informationstechnik sowie SciTec bis hin zu Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen, Sozialwesen und den Grundlagenwissenschaften.
Warum ein Podcast?
Podcasts gehören heute zu den beliebtesten Medienformaten überhaupt; rund ein Drittel der Deutschen hören täglich. Sie ermöglichen es, komplexe Themen niedrigschwellig, persönlich und authentisch zu vermitteln. Menschen hören Podcasts beim Pendeln, beim Sport oder beim Spaziergang – und nehmen sich dabei Zeit für Themen, die in anderen Formaten oft nur oberflächlich oder trocken behandelt werden können.
Die besondere Stärke dieses Formats liegt darin, Forschung Raum zu geben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können erklären, erzählen und reflektieren. Es entstehen Gespräche statt Kurzstatements.
Forschung verständlich machen
„Wissenschaftskommunikation ist heute wichtiger denn je. Forschung beeinflusst unseren Alltag an unzähligen Stellen – gleichzeitig bleiben die Menschen und Geschichten dahinter oft unsichtbar. Mit dem Podcast möchten wir genau diese Perspektive sichtbar beziehungsweise hörbar machen und erzählen“, sagt Janin Pisarek.
Auch Moira Stark sieht im Podcastformat besondere Chancen: „Im Rahmen des Projekts ‚Karriereweg Professur an der EAH Jena‘ und der Förderrichtlinie FH-Personal haben wir die Möglichkeit, neue Formate der Wissenschaftskommunikation an unserer Hochschule auszuprobieren. Der Podcast war zunächst ein Experiment. Umso schöner ist es zu sehen, wie offen unsere Gäste ihre Erfahrungen teilen und wie lebendig Forschung in diesen Gesprächen wird.“
Beide Perspektiven zeigen, dass das Format Wissenschaftskommunikation an der EAH Jena in einem dialogorientierten und weiterentwickelbaren Podcastansatz umsetzt.
Die Menschen hinter dem Mikrofon
Hinter Forschungsfunken stehen Moira Stark und Janin Pisarek. Die Idee zum Podcast entstand aus dem Wunsch, die Wissenschaftskommunikation an der EAH Jena um ein persönliches Format zu erweitern. Seitdem verantworten sie das Format gemeinsam – von der Idee und Konzeption über die Themenentwicklung, die Auswahl der Gäste und die redaktionelle Vorbereitung bis hin zu Moderation, Produktion und Umsetzung. Beide arbeiten als Projektkoordinatorinnen und Wissenschaftskommunikatorinnen im Projekt „Karriereweg Professur an der EAH Jena“.
Moira Stark bringt ihre Perspektive als Molekularbiologin ein, Janin Pisarek ihre Expertise aus der empirischen Kulturwissenschaft und der Erzählforschung. Beide verbindet die Überzeugung, dass Forschung nicht nur durch ihre Ergebnisse, sondern auch durch die Menschen dahinter spannend wird – und dass gute Wissenschaft eine offene und verständliche Kommunikation braucht.
Und wie geht es weiter?
Die ersten Folgen sind bereits online, weitere Gespräche mit Forschenden der EAH Jena sind in Vorbereitung.
Das Ziel bleibt dabei unverändert: Wissenschaft zugänglich machen, Einblicke hinter die Kulissen geben und Menschen für Forschung begeistern.
Oder, um es mit dem Podcast-Motto zu sagen:
Wir hoffen, dass der Funke überspringt.
Forschungsfunken – Wo Wissen überspringt ist der Podcast für Wissenschaftskommunikation der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (EAH Jena). Forschende aus allen neun Fachbereichen der EAH Jena sprechen über ihre Forschung, ihre Karrierewege und aktuelle Projekte. Ziel des Formats ist es, Wissenschaft verständlich, persönlich und praxisnah zu vermitteln und Einblicke in die Forschungslandschaft der EAH Jena zu geben.
Dieser Podcast wird produziert von Karriereweg Professur an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (KaP@EAH), im Rahmen der Förderrichtlinie FH-Personal, gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft.
Kontakt
Haben Sie Fragen oder Anregungen zum Podcast? Dann kontaktieren Sie uns gerne über forschungsfunken@eah-jena.de
Susann Detko wurde für ihr Forschungsvorhaben mit dem Titel „Integration trotz Duldung“ mit dem „Summer School-Preis für Wissenschaftler:innen in Qualifizierungsphasen“ in Höhe von 250 € während der Summer School 2023 von der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) ausgezeichnet. Überreicht wurde der Preis von der Vorsitzenden der DGfE Frau Prof. Dr. Anja Tervooren.
Frau Detko ist Doktorandin am Fachbereich Sozialwesen an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena/Justus-Liebig-Universität Gießen, unterstützt im Rahmen unseres Projektes „PüDE – Promovieren über Dreißig“.
In der Laudatio wurde betont:
„Frau Detko führt in ihrer qualitativ-empirischen Arbeit Untersuchungen zur gesellschaftlichen Integration junger Erwachsener durch, die nach ihrer Flucht nach Deutschland den aufenthaltsrechtlichen Status der Duldung innehaben. […]
Die damit verbundenen methodischen und forschungspraktischen Herausforderungen machen die Studie zu einem äußerst anspruchsvollen Forschungsprojekt, das von Frau Detko in ihrer Einreichung überzeugend und schlüssig präsentiert wurde.
Mit dieser Auszeichnung würdigt die Jury/DGfE (Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft) auch den Mut der Forscherin, sich diesen Herausforderungen zu stellen und somit die Aufmerksamkeit auf eine besonders gefährdete Gruppe zu lenken.“
Wir gratulieren herzlich zu dieser wohlverdienten Auszeichnung und wünschen Frau Detko weiterhin viel Erfolg bei ihrer Forschungsarbeit!
(Quelle: Pressestelle EAH, Jena)
Die Ernst-Abbe-Hochschule Jena fürchtet einen Standortnachteil für Hochschulen der Angewandten Wissenschaften in Thüringen: Während andere Bundesländer diesen Einrichtungen das Promotionsrecht zubilligen, fehle diese Zukunftsoption in Thüringen. Derzeit können Studierende an den Hochschulen der Angewandten Wissenschaften nur einen Doktortitel erlangen, wenn ein Kooperationspartner an einer Universität gefunden wird. „Mit dieser Regelung werden wir abgehängt“, sagt die Vizepräsidentin der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Kristin Mitte. Das schrecke nicht nur Studierende ab, sondern erschwere auch Berufungsverhandlungen mit Hochschullehrern. Die Hälfte der Länder will forschungsstarken Bereichen ein Promotionsrecht einräumen, darunter Hessen, Sachsen-Anhalt oder Bayern. Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg sehen ein zentrales Promotionsrecht der Hochschulen im Verbund vor. Schleswig-Holstein und Sachsen planen ein zentrales Promotionsrecht zwischen Unis und angewandten Hochschulen im Verbund. Thüringen gehört zu nur vier Bundesländern, die sich bislang nicht platziert haben. Das Thüringer Wissenschaftsministerium sieht die kooperative Promotion als Königsweg, wie Ministeriumssprecher Stephan Krauß sagt. Thüringen habe hierfür mit der Novellierung des Hochschulgesetzes auch bestehende Hürden bei der gleichberechtigten Mitwirkung von Fachhochschul-Professorinnen und Professoren abgebaut. Die Zahl kooperativer Promotionen sei kontinuierlich angestiegen, von 37 im Jahr 2018 auf 72 im Jahr 2021. Die Vizepräsidentin der Ernst-Abbe-Hochschule Jena berichtet aber von hohem Aufwand bei der kooperativen Promotion. Man befände sich in der Position eines Bittstellers, Betreuer an den Universitäten zu finden. „Die Kollegen sind mit eigenen Promovierenden gut ausgelastet“, sagt sie. Gerade in einem Land wie Thüringen mit vielen klein- und mittelständischen Unternehmen seien anwendungsorientierte Promotionen sehr gefragt. Universitäten mit dem Anspruch, in der Grundlagenwissenschaft zu forschen, könnten den Bedarf nicht abdecken.
Die Professorin im Fachbereich Sozialwesen befürwortet das Modell, forschungsstarken Fachbereichen das Promotionsrecht einzuräumen. Kriterien könnten die Zahl der Publikationen und die eingeworbenen Drittmittel sein. „Der Evaluationsprozess stellt sicher, dass es keine Promotion zweiter Klasse wird“, sagt sie unter Verweis auf deutschlandweit Platz neun ihrer Hochschule im Forschungsatlas und eingeworbene zehn Millionen Euro Drittmittel pro Jahr. Neuen Ansätzen steht das Ministerium durchaus offen gegenüber. „Wir haben das Modell eines hochschulübergreifenden, thüringenweiten Graduiertenkollegs vorgeschlagen, unter dessen Dach Promotionen betreut und die entsprechenden Verfahren durchgeführt werden könnten“, sagt Krauß. Das Kolleg könnte perspektivisch das Promotionsrecht erhalten. „Dies würde die Zusammenarbeit zwischen beiden Hochschultypen auf eine neue institutionelle Ebene heben und gemeinsame Promotionsverfahren zusätzlich erleichtern.“ Allerdings: Frühestens in der nächsten Legislatur solle die Initiative für ein solches Modell starten. Wie groß das Interesse ist, sieht die Ernst-Abbe-Hochschule Jena beim Projekt „Promovieren über 30“. Die Kandidaten, die bereits im Berufsleben standen, erhalten eine Vollzeitstelle und sollen als Hochschullehrer entwickelt werden. Unter 70 Bewerbungen auf die vier Stellen waren gar über 60-Jährige.
(Tino Zippel, OTZ, TLZ 30.01.2023)
Neue Website zum Projekt ist online:
Über Umweg zum Professoren-Titel: Wie in Jena auch Quereinsteiger eine Chance bekommen
Die Ernst-Abbe-Hochschule in Jena hat ein Programm gestartet, um Menschen über 30 den Weg zu einer Professoren-Stelle zu ebnen. Diese Voraussetzungen müssen Bewerber erfüllen.
(OTZ, TA, TLZ 06.01.2022)
Zur Webseite: https://idw-online.de/de/news766338