Zum Inhalt springen

Besuch aus dem Norden

Notfallsanitäter-Klasse der Feuerwehrakademie Hamburg zu Gast an der EAH Jena

Am 30. Juni 2026 begrüßte der Studiengang Rettungswesen/Notfallversorgung an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena rund 30 angehende Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter der Feuerwehrakademie Hamburg. Begleitet von dem Dozenten Tobias Gruber verbrachte der Kurs NotSan 17 einen dreistündigen Vormittag an der EAH. Die Station in Jena war Teil einer größeren, berufspolitisch motivierten Exkursion. Weitere Ziele waren Weimar mit einem Besuch der Gedenkstätte Buchenwald sowie der Rettungsdienstbereich Niederlausitz rund um Senftenberg.

Im Mittelpunkt des Vormittags stand die Frage, wie eine akademische Ausbildung im Rettungsdienst aussehen kann und wo Berührungspunkte zwischen dualer und hochschulischer Qualifizierung entstehen. Nach einer Einführungsveranstaltung zur Hochschule und zum Studiengang Rettungswesen/Notfallversorgung durch Frau Weinberger führte Herr Knobloch die Gäste über den Campus. Ein besonderer Halt war die Ausstellung im Fachbereich Medizintechnik, in der historische ICDs, ältere Perfusoren und weitere Exponate die technische Entwicklung der letzten Jahrzehnte greifbar machten – für viele der Teilnehmenden ein anschaulicher Blick auf Geräte, die sie heute in ihrer Alltagsversion selbstverständlich bedienen.

Anschließend ging es ins SkillsLab in Haus 6, durch das Frau Weinberger gemeinsam mit den Studierenden Herrn Dick und Frau Vettermann führte. Die realitätsnahe Ausstattung und die didaktischen Möglichkeiten für Simulationstrainings kamen bei den Hamburger Gästen sichtbar gut an und boten Anlass für einen intensiven fachlichen Austausch mit den Studierenden und Lehrenden vor Ort.

Den inhaltlichen Abschluss bildete eine gemeinsame Arbeitsphase am Collaboard zur Leitfrage „Rettungsdienst 2050 – Welche Rahmenbedingungen wünschen wir uns?", welche von der Dozentin Frau Ehlers begleitet wurde. Innerhalb kurzer Zeit entstand eine dichte Sammlung an Ideen und Perspektiven: von Personalentwicklung und Kompetenzprofilen über strukturelle Fragen der Notfallversorgung bis hin zu Themen der interprofessionellen Zusammenarbeit. Der Austausch zeigte deutlich, wie stark die Nachwuchsgeneration bereit ist, die Weiterentwicklung des Berufs aktiv mitzudenken.

Am Abend klang der Tag mit einer Stadtführung durch Jena und weiterem informellen Austausch aus. Gelegenheit, die Gespräche des Vormittags in ruhigerer Runde fortzuführen.

Zurück bleibt der Eindruck einer engagierten, neugierigen Gruppe und vieler Anknüpfungspunkte für weitere Gespräche. Über einen erneuten Besuch, in welcher Form auch immer, würden wir uns freuen.