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Mit KI, Kultursensibilität und kollegialer Beratung auf dem Lernwelten Kongress 2026

Mit insgesamt acht Teilnehmenden aus den Bereichen Physiotherapie und Pflege sowie den Projekten VISION und SELFIE war der Fachbereich Gesundheit und Pflege auf dem diesjährigen Lernwelten Kongress vertreten.

Der Kongress bot uns die Gelegenheit, aktuelle Ansätze aus Lehre und Forschung vorzustellen, mit Fachkolleg:innen zu diskutieren und neue Impulse für die Weiterentwicklung der gesundheitsberuflichen Bildung mitzunehmen.

Mit drei eigenen Beiträgen brachten wir uns aktiv in das Kongressprogramm ein.

Im Workshop „SIMKI – Simulation mit künstlicher Intelligenz – Zwischen Prozessoptimierung und Verantwortungsübernahme“ stand die Frage im Mittelpunkt, welche Möglichkeiten der Einsatz künstlicher Intelligenz für simulationsbasierte Lehr- und Lernsettings eröffnet, welche Herausforderungen damit verbunden sind und wie künstliche Intelligenz verantwortungsvoll in der Lehrvorbereitung eingesetzt werden kann. Die Teilnehmenden wendeten im Workshop den ChatBot SIMKI an und hatten dadurch die Möglichkeit, Chancen und Grenzen der KI-gestützten Lehrvorbereitung kennenzulernen und gemeinsam mit den Workshopleitenden Lisa Guth und Marie-Therese Kämpf zu reflektieren.

Darüber hinaus waren wir mit zwei Beiträgen auf dem „Markt der Möglichkeiten“ vertreten.

Unter dem Titel „Kollegiale Beratung als Instrument zur Stärkung von Reflexion, Haltung und professioneller Verantwortung“ haben Sandra Dietzel und Karolin Freund einen Ansatz vorgestellt, der den kollegialen Austausch nutzt, um Reflexionsprozesse anzuregen und die Entwicklung professioneller Handlungskompetenz zu unterstützen.

Der zweite Beitrag „Hier ist das eben so … müssen die sich halt anpassen! – Kultursensibilität fördern durch interaktive und adaptive Lernpfade“ widmeten sich Bettina Bickelhaupt und Marie-Therese Kämpf der Frage, wie kultursensibles Handeln in der gesundheitsberuflichen Bildung gefördert werden kann. Vorgestellt wurde ein interaktives und adaptives Lernmodul, das die Lernende dazu anreget, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen, eigene Haltungen zu reflektieren und sich mit herausfordernden Situationen aus der beruflichen Praxis auseinanderzusetzen.

Ergänzt wurde die Beteiligung durch den Kollegen Tobias Fehmer, der im Rahmen seines Promotionsvorhabens an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und dem Universitätsklinikum Jena den Expertisenworkshop „Tätigkeitsstruktur der Notfallpflege als Ausgangspunkt für eine lernweltorientierte Curriculumentwicklung“ durchführte. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie die Tätigkeitsstruktur der Notfallpflege als Grundlage für die Entwicklung eines lernweltorientierten Curriculums genutzt werden kann.

Neben den eigenen Beiträgen bot der Lernwelten Kongress zahlreiche Gelegenheiten für fachlichen Austausch und Vernetzung. Die Diskussionen mit Kolleg:innen aus unterschiedlichen Bereichen der Gesundheitsbildung sowie die vielfältigen Einblicke in aktuelle Projekte und Lehr-Lern-Konzepte lieferten wertvolle Anregungen für die weitere Arbeit am Fachbereich.