SkillsLab der Physiotherapie
In den SkillsLab-Räumen für Physiotherapie erwerben Studierende grundlegende praktische Kompetenzen in den Bereichen Diagnostik, Prävention und Therapie. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere:
Ein funktionelles Verständnis des Körpers: Anhand von Modellen und am eigenen Körper setzen sich die Studierenden mit der Anatomie und Funktionsweise von Muskeln, Knochen, Gelenken, Nerven und Organen auseinander. Eine 3D-Anatomie-Software unterstützt diesen Lernprozess und verbessert die Anschaulichkeit anatomischer Strukturen.
Physiotherapeutische Diagnostik: Die Studierenden eignen sich Verfahren der Anamnese und der klinischen Untersuchung typischer Erkrankungen in der Physiotherapie an. Dabei erproben sie auch den Einsatz technischer Hilfsmittel, u. a. foto- und videogestützte Messverfahren in der Haltungsanalyse, Ganganalysen mithilfe von Druckplattenmessverfahren sowie digital unterstützte Gleichgewichtsanalyse.
Physiotherapeutische Behandlungskonzepte: Die Studierenden setzen sich mit grundlegenden Behandlungskonzepten der Bewegungstherapie und physikalischen Therapie (u. a. Elektrotherapie) auseinander und üben deren Anwendung. Darüber hinaus machen sie sich mit gerätegestützten Therapiekonzepten unter Einbindung von Laufband, Ergometer, Zugapparaten etc. vertraut. Der Einsatz von Virtual Reality und Teletherapie-Software wird ebenfalls erprobt.
Praxisnahe Handlungskompetenz: Videofeedbackgestützte Simulationen berufstypischer Handlungsszenarien unterstützen die Studierenden dabei, das Erlernte in die praktische Ausbildung am Patienten bzw. an der Patientin zu übertragen.
Werkstatt/Brennofen der Ergotherapie
In unserer ergotherapeutischen Werkstatt werden den Studierenden vielfältige Aktivitäten gelehrt, die auf die Förderung von motorischen, kognitiven und sozialen Fähigkeiten der späteren Arbeit mit PatientInnen abzielen. Hier einige typische Aktivitäten:
Handwerkliche Tätigkeiten: PatientInnen können verschiedene handwerkliche Aufgaben wie Holzarbeiten, Tonarbeiten, Malen oder Nähen ausführen, um ihre feinmotorischen Fähigkeiten zu trainieren.
Funktionelles Training: Übungen zur Wiederherstellung oder Verbesserung der Arm- und Handfunktionen, wie z.B. das Sägen, Feilen oder Schneiden, werden durchgeführt, um Alltagskompetenzen zu stärken.
Kognitive Förderung: Projekte wie das Planen und Umsetzen eines Werkstücks fördern Problemlösungsfähigkeit, Konzentration und Gedächtnis.
SkillsLab Ergotherapie
Im SkillsLab für Ergotherapie werden praktische Fertigkeiten und theoretische Kenntnisse vermittelt, die für die ergotherapeutische Behandlung von PatientInnen in unterschiedlichen Kontexten erforderlich sind. Hier einige der zentralen Lerninhalte:
Anwendung von ergotherapeutischen Techniken: Studierende lernen, wie sie handwerkliche, kreative und therapeutische Tätigkeiten gezielt einsetzen können, um motorische, sensorische und kognitive Funktionen zu fördern.
Adaptive Hilfsmittel: Der Einsatz und die Anpassung von Hilfsmitteln, z.B. spezielle Griffe, Prothesen oder Rollstühle, um die Selbstständigkeit der PatientInnen im Alltag zu unterstützen.
Körperliche und kognitive Tests: Durchführung von Tests zur Beurteilung der motorischen, sensorischen, kognitiven und psychischen Fähigkeiten von PatientInnen
Motorisches Training: Durchführung von Übungen zur Förderung der Fein- und Grobmotorik, wie das Trainieren von Greifbewegungen, Hand-Auge-Koordination und Beweglichkeit der Gelenke.
Kognitives Training: Aufgaben zur Steigerung von Konzentration, Gedächtnis, Problemlösungsfähigkeit und Orientierung im Alltag, z.B. durch Spiele oder Alltagssimulationen.
ADL-Training (Aktivitäten des täglichen Lebens): Studierende üben, wie sie PatientInnen in alltäglichen Aktivitäten unterstützen können, wie Anziehen, Kochen, Einkaufen und die Körperpflege, um deren Selbstständigkeit zu fördern.
SkillsLab Rettungswesen
Im SkillsLab des Rettungswesens werden praktische Fähigkeiten und theoretisches Wissen vermittelt, die für den Einsatz in Notfällen und die Versorgung von PatientInnen in lebensbedrohlichen Situationen entscheidend sind. Hier sind die zentralen Lerninhalte:
Herz-Lungen-Wiederbelebung: Übung an Simulationspuppen zur Durchführung von Reanimationen bei Herzstillstand, sowohl manuell als auch mit Defibrillatoren.
Atemwegssicherung: Anwendung von Techniken zur Sicherung der Atemwege, z.B. durch Intubation oder die Verwendung von Beatmungsgeräten.
Behandlung von Verletzungen: Simulationen, die den Umgang mit verschiedenen Traumata wie Knochenbrüchen, Blutungen, Kopfverletzungen oder Verbrennungen trainieren.
Medizinische Geräte: Umgang mit Rettungsgeräten wie EKG-Monitoren, Beatmungsgeräten und Infusionspumpen wird trainiert.
Rettungseinsätze simulieren: Realitätsnahe Nachstellung von Rettungssituationen, z.B. Verkehrsunfälle, Brände oder medizinische Notfälle in häuslicher Umgebung, um Abläufe zu üben und die Teamarbeit zu stärken., Angehörigen und dem Rettungsteam zu bewältigen, um Sicherheit und Vertrauen zu gewährleisten.