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In den Zeiten zwischen den Fachvorträgen erwartet Sie ein vielfältiges Rahmenprogramm mit einem Workshop, Live-Vorführungen und Laborrundgängen sowie einer begleitenden Ausstellung ergänzt das Vortragsprogramm. Fachleute aus Forschung, Industrie und Anwendung präsentieren Projekte, Technologien und Lösungen und stehen für Gespräche zur Verfügung. Die Ausstellung bietet Gelegenheit, Entwicklungen direkt kennenzulernen, eigene Fragestellungen zu diskutieren und Kontakte für gemeinsame Vorhaben zu knüpfen.

Mini-Workshop 13:15 Uhr - 13:45 Uhr

Gemeinsam innovativer: Wie gelingt Zusammenarbeit in Innovationsprozessen?

Der Mini-Workshop gibt einen kurzen Einblick in Open Innovation und zeigt, welche Rolle unterschiedliche Kompetenzen und Perspektiven für gemeinsame Innovationsvorhaben spielen. Anschließend tauschen sich die Teilnehmenden dazu aus, welche Voraussetzungen aus ihrer Sicht für gute Kooperation entscheidend sind. Zum Abschluss wird aufgezeigt, wie Nucleus Jena als gemeinsame Transferinitiative von EAH Jena und FSU Jena die Anbahnung und Gestaltung von Kooperationen unterstützen kann. 

Gestaltet wird der Workshop von Dr. Monika Ludwig und Dr. Marcel Drescher von Nucleus Jena.

Laborrundgänge und Live-Vorführungen

Ein Blick hinter die 3D-Druck-Kulissen der Ernst-Abbe-Hochschule Jena.

Die AG Bliedtner der EAH Jena öffnet ihre Labortüren: Entdecken Sie vielfältige 3D-Druck-Technik für Metalle, Kunststoffe, Glas und Keramik. Im Mittelpunkt stehen die Entwicklung von Prozessen und Verfahren sowie die studentische Ausbildung. Laborrundgänge und Live-Vorführungen zeigen die Ausstattung und geben Einblicke in aktuelle Forschungsarbeiten. 

Auch die Labore des ULTRASONIC Competence Centers Jena sind geöffnet. Sehen Sie die Nachbearbeitung eines additiv gefertigten Uhrgehäuses aus Keramik und kommen Sie über neue Anwendungen mit dem Forschungsteam ins Gespräch.


Aussteller beim 13. Mitteldeutschen Forum 3D-Druck in der Anwendung

In alphabetischer Reihenfolge.

Die BigRep GmbH aus Berlin entwickelt und produziert großformatige 3D-Drucker für industrielle Anwendungen. Auf Basis der Fused Filament Fabrication (FFF) ermöglichen die Anlagen die Herstellung von Prototypen, Werkzeugen, Vorrichtungen und Endbauteilen aus Kunststoff. Bauvolumen bis zu einem Kubikmeter erlauben es, große und komplexe Bauteile in einem Stück zu fertigen. Das Portfolio umfasst Systeme für technische Kunststoffe und Hochleistungsmaterialien sowie Filamente und Softwarelösungen zur Druckvorbereitung. Anwendungsberatung, Schulungen und technischer Service ergänzen das Angebot. Damit unterstützt BigRep Unternehmen unter anderem im Maschinenbau, in der Automobilindustrie und in der Luft- und Raumfahrt dabei, additive Fertigung in ihre Entwicklungs- und Produktionsprozesse zu integrieren.

Das Fraunhofer-Institut für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV entwickelt Lösungen für die industrielle Produktion. In der additiven Fertigung reicht das Spektrum von Metall- und Multimaterialbauteilen über Polymere und Composites bis zum 3D-Sanddruck von Gussformen und Kernen. Zu den Verfahren zählen Laserstrahlschmelzen, Binder Jetting und Kaltgasspritzen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Kombination verschiedener Werkstoffe und der Integration von Sensoren direkt in additiv gefertigte Bauteile. Gemeinsam mit Unternehmen erforscht und optimiert das IGCV Materialien, Bauteilkonzepte und Fertigungsprozesse. Die Betrachtung vollständiger Prozessketten und die Fabrikplanung unterstützen den Transfer der Technologien in die industrielle Anwendung bis hin zur Serienproduktion.

Die Gesellschaft zur Förderung von Medizin-, Bio- und Umwelttechnologien e.V. (GMBU) ist eine gemeinnützige Forschungseinrichtung. Im Bereich der additiven Fertigung entwickelt sie anwendungsspezifische Kunststoffe, insbesondere für das Schmelzschichtverfahren. Schwerpunkte sind funktionalisierte Materialien, biobasierte Polymere und Füllstoffe sowie der Einsatz von Kunststoffrezyklaten. Das Leistungsspektrum reicht von der Materialentwicklung und Herstellung von Granulaten und Filamenten über die Optimierung der Druckprozesse bis zu Funktionsmustern und Kleinserien. Ergänzend untersucht die GMBU Verarbeitungs- und Festigkeitseigenschaften und entwickelt mit Partnern Lösungen zur Qualitätssicherung. So unterstützt sie Unternehmen dabei, neue Werkstoffe und Produkte für den 3D-Druck zu erschließen.

Die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) verbindet praxisnahe Lehre mit interdisziplinärer Forschung in der additiven Fertigung. Im Forschungsbereich Additive Multimaterial Manufacturing (AM³) entwickelt sie Verfahren, die unterschiedliche Materialien und Funktionen in einem Bauteil vereinen. Das Spektrum umfasst Materialextrusion, Inkjet- und Pulverbettverfahren und reicht von Leichtbaustrukturen über gedruckte Elektronik bis zum Bioprinting. Dabei betrachtet die Hochschule die gesamte Prozesskette: von der Materialcharakterisierung und Werkstoffentwicklung über die Fertigung bis zur Analyse der Bauteileigenschaften. Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft entstehen so neue Ansätze für funktionale Bauteile und eine ressourcenschonende Produktion.

Die Hochschule Merseburg bündelt im Zentrum für Additive Fertigung (ZAF) ihre Kompetenzen rund um den 3D-Druck und verbindet praxisnahe Lehre mit Forschung und Technologietransfer. Ein Schwerpunkt liegt auf polymerbasierten Verfahren, ergänzt durch den Metall-3D-Druck. Das Spektrum reicht von der prozessgerechten CAD-Konstruktion und Datenaufbereitung über das 3D-Scannen und Reverse Engineering bis zur Herstellung von Prototypen, Funktionsbauteilen sowie Guss- und Laminierformen. In Forschungsprojekten untersucht die Hochschule unter anderem faserverstärkte Kunststoffe und ressourcenschonende Druckprozesse mit recycelten Materialien. Gemeinsam mit regionalen Unternehmen und Forschungspartnern entwickelt sie neue Anwendungen und vermittelt Studierenden praktische Kenntnisse für den industriellen Einsatz additiver Technologien.

Die Hochschule Mittweida verbindet praxisnahe Lehre mit anwendungsorientierter Forschung in der additiven Fertigung. Am Laserinstitut Hochschule Mittweida werden 3D-Druckverfahren für Metalle und Keramiken entwickelt – von hochpräzisen Mikrobauteilen bis zu großvolumigen Metallstrukturen. Schwerpunkte sind neue Werkstoffe, Prozessoptimierung und Anlagentechnik. Beim Anwenderforum zeigt die Hochschule ein Fahrrad mit einem innovativen Rahmenkonzept: Additiv gefertigte, gezielt verstärkte Verbindungsknoten aus Thermoplast werden mit leichten, unidirektional faserverstärkten Rahmenrohren kombiniert. Der Ansatz ermöglicht eine belastungsgerechte Verstärkung und die Anpassung an individuelle Nutzeranforderungen. Das Exponat veranschaulicht das Potenzial des 3D-Drucks für Leichtbau und individualisierte Produkte.

Die Hochschule Schmalkalden verbindet anwendungsorientierte Forschung, praxisnahe Lehre und berufsbegleitende Weiterbildung im Bereich der additiven Fertigung. In der Angewandten Kunststofftechnik stehen der 3D-Druck von Kunststoffen, kurz- und endlosfaserverstärkten Bauteilen sowie metallischen Komponenten im Fokus. Dazu entwickelt die Hochschule Konstruktionsmethoden, mit denen sich die Möglichkeiten additiver Verfahren gezielt nutzen lassen. Gemeinsam mit Forschungs- und Industriepartnern untersucht sie unter anderem 3D-gedruckte Extrusionswerkzeuge für technische Profile und Katheter. Das berufsbegleitende Zertifikatsstudium „Anwendungstechniker*in (FH) für Additive Verfahren/Rapid-Technologien“ vermittelt Fach- und Führungskräften Wissen zu Werkstoffen, Konstruktion, Fertigungsprozessen und Qualitätssicherung.

Die Industrie- und Handelskammer Ostthüringen zu Gera vertritt die Interessen der regionalen Wirtschaft und unterstützt Unternehmen bei Innovation und Technologietransfer. Als Ansprechpartnerin für kleine und mittlere Unternehmen vernetzt sie Wirtschaft, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Auch beim Einstieg in die additive Fertigung bietet sie Orientierung: Informationsangebote und Werkstattgespräche mit Fachleuten vermitteln Wissen zu 3D-Druckverfahren, Materialien, Anwendungsfeldern und Kosten. Ergänzend informiert die IHK über Fördermöglichkeiten für Forschung und Entwicklung und unterstützt die Suche nach geeigneten Kooperationspartnern. So hilft sie Unternehmen, Potenziale des 3D-Drucks für eigene Produkte und Prozesse zu erkennen und gemeinsam mit Partnern konkrete Innovationsvorhaben anzustoßen.

Das Ingenieurbüro Günter Ganß aus Geraberg berät Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung additiv gefertigter Bauteile. Der Schwerpunkt liegt auf Rapid Prototyping, der Auswahl geeigneter 3D-Druckverfahren sowie der Umsetzung mit zertifizierten Fertigungspartnern. Die langjährige Expertise umfasst insbesondere Kunststoffbauteile aus Lasersintern und Stereolithografie, Vakuumguss für Kleinserien sowie nachgelagerte Arbeiten wie Oberflächenfinish, Lackierung, Laserbeschriftung und Montage. Damit begleitet das Büro Projekte vom digitalen 3D-Modell bis zum funktionsfähigen Prototyp oder seriennahen Bauteil. 

Die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH (LEG Thüringen) unterstützt Unternehmen bei Investitionen, Innovationen und der Erschließung neuer Märkte. Mit ihrem Team „Innovativ Thüringen“ vernetzt sie Wirtschaft und Wissenschaft und begleitet die Entwicklung gemeinsamer Forschungs- und Innovationsprojekte. Für Unternehmen der additiven Fertigung bietet dies Anknüpfungspunkte, um Know-how aus Werkstofftechnik, Maschinenbau und industrieller Produktion zusammenzuführen. Das Angebot umfasst die Suche nach Kooperationspartnern sowie Beratung zur Projektkonzeption, zu Fördermöglichkeiten und zur Antragstellung. Veranstaltungen und Netzwerke fördern den fachlichen Austausch. So unterstützt die LEG Thüringen den Transfer neuer Technologien wie 3D-Druck in marktfähige Produkte und industrielle Anwendungen.

Die Meltingplot GmbH aus Kiel entwickelt, fertigt und vertreibt industrielle Großformat-3D-Drucker im FFF-Verfahren. Das Unternehmen ging aus einer 2018 begonnenen Eigenentwicklung eines Großformatdruckers hervor, aus der zunächst die Druckerreihe MBL entstand. Heute steht der CHX 350 mit rund 350 Litern Bauraum im Mittelpunkt des Portfolios. Mechanik, Steuerungsintegration und Firmware entwickelt Meltingplot im eigenen Haus und wirkt dabei aktiv an der Weiterentwicklung der Open-Source-Firmware RepRapFirmware mit. Der Fokus liegt auf präziser Kinematik und hoher Prozesssicherheit auch bei langen Druckjobs. Neben dem Direktvertrieb bietet Meltingplot seine Drucker im Mietmodell an und ermöglicht so insbesondere mittelständischen Unternehmen den Einstieg in den industriellen Großformatdruck ohne hohe Anfangsinvestition. Am Stand freuen wir uns auf Gespräche zu Anwendungen, Materialien und gemeinsamen Projekten.

Das Mittelstand-Digital Zentrum Ilmenau unterstützt kleine und mittlere Unternehmen kostenfrei und anbieterneutral bei der Digitalisierung und dem Einsatz Künstlicher Intelligenz. Das Zentrum wird im Rahmen der Förderinitiative Mittelstand-Digital vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

In der Ausstellung sind die Modellfabriken Virtualisierung und Prozessdaten vertreten. Die an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena angesiedelte Modellfabrik Virtualisierung präsentiert zwei Demonstratoren: VIKA zeigt, wie sich CAD-Daten mithilfe KI-basierter Bildgenerierung als Alternative zum klassischen Rendering schnell und anschaulich visualisieren lassen. Die 3D-Druck-Mustersammlung macht unterschiedliche Materialien, Verfahren und Anwendungsmöglichkeiten der additiven Fertigung greifbar. Die Modellfabrik Prozessdaten der GFE in Schmalkalden bringt ihre Expertise zur Erfassung, Übertragung und Auswertung von Fertigungsdaten sowie zur Prozess- und Qualitätskontrolle ein. 

Nucleus Jena ist die gemeinsame Transferinitiative der Ernst-Abbe-Hochschule Jena und der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Unser interdisziplinäres Team verbindet Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft in Jena und Ostthüringen – themenoffen und anwendungsorientiert. Für Forschende und Unternehmen schaffen wir gezielte Anknüpfungspunkte: Wir identifizieren Innovationspotenziale und Bedarfe, vermitteln geeignete Forschungs- und Praxispartner und begleiten Kooperationen von der ersten Idee bis zum Forschungsantrag – inklusive Transfer- und Verwertungsstrategien. Darüber hinaus schafft Nucleus Jena mit neuen Austauschformaten, Workshops und Veranstaltungen Räume, in denen aus Wissenschaft konkrete Anwendungen entstehen und regionale Netzwerke wachsen.
 

Die NUWAM GmbH ist Spezialist für die Entwicklung und Fertigung keramischer Hochleistungskomponenten.
Das Unternehmen realisiert komplexe Bauteile aus Aluminiumoxid (Al₂O₃) und Siliziumkarbid (SiC) mithilfe additiver Fertigung auf Basis des MPJ-Verfahrens.
Die Kombination aus präziser Formgebung, digitalisierten Prozessketten und optimierten Sinterprozessen ermöglicht keramische Komponenten mit hoher Dichte, Maßgenauigkeit und außergewöhnlicher thermischer, mechanischer und chemischer Beständigkeit.
NUWAM deckt die gesamte Prozesskette ab – von der CAD basierten Konstruktion über die additiv gestützte Formgebung bis hin zur qualitätsgesicherten Endbearbeitung. So entstehen kundenspezifische Bauteile vom Prototyp bis zur Serienfertigung.
 

Die Polymer Service GmbH Merseburg (PSM) bietet ein breites Portfolio an Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette polymerer Werkstoffe an, z.B. im Bereich „Kunststoffprüfung & Kunststoffdiagnostik“. Ein Tätigkeitsfeld ist die Bewertung additiv gefertigter Kunststoffbauteile. Gemeinsam mit anderen Unternehmen sowie universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bearbeitet PSM als ein forschungsintensives Dienstleistungsunternehmen darüber hinaus anspruchsvolle anwendungsorientierte Forschungsvorhaben. Im Forschungsverbund AddiQ entwickelt PSM Prüfverfahren zur Qualitätssicherung und Bauteilsicherheit für die Verfahren Fused Filament Fabrication (FFF) und Selektives Lasersintern (SLS). Dabei stehen mechanische Eigenschaften, Bruchsicherheit und der Zusammenhang zwischen Fertigungsparametern und Materialverhalten im Fokus. Weitere Forschungsarbeiten widmen sich Polymercompounds für additiv gefertigte Greifersysteme mit integrierter Sensorik.

Die PORTEC GmbH aus Zella-Mehlis ist Entwicklungspartner für Prototypen und Kleinserien aus Kunststoff und Metall. Das 1994 aus der TU Ilmenau hervorgegangene Unternehmen verbindet additive Fertigung mit Vakuum- und Feingusstechnologien. Mit Stereolithografie, FDM und Pulver-Binder-Druck entstehen Design- und Funktionsmodelle sowie verlorene Modelle für den Metallfeinguss. Eine besondere Kompetenz liegt in der Herstellung großer PMMA- und Wachsmodelle für den Titanguss ohne feste Werkzeuge. Die Prozesskette im eigenen Haus umfasst zudem 3D-Scan- und Messtechnik, Formenbau, Guss und mechanische Nachbearbeitung. In Forschungs- und Entwicklungsprojekten erweitert PORTEC die Einsatzmöglichkeiten des 3D-Drucks, unter anderem durch die filamentbasierte Fertigung von Metallbauteilen und Keramikkernen für den Feinguss. Damit unterstützt das Unternehmen Kunden aus Branchen wie Automobilindustrie, Medizintechnik und Gerätebau bei der Umsetzung und Erprobung neuer Produkte.

Die S2S-Systemdrucker GmbH aus Jena entwickelt und baut industrielle 3D-Druckanlagen mit Schwerpunkt auf der granulatbasierten additiven Fertigung. Das Unternehmen verbindet Anlagenbau und Softwareentwicklung für die Verarbeitung von Kunststoffen und polymergebundenen Keramiken. Zum Portfolio gehört KeraPrint, ein auf polymergebundene Compounds spezialisiertes Drucksystem, das sich an individuelle Anforderungen und Bauvolumen anpassen lässt. Ergänzend bietet S2S Systems die Lohnfertigung funktionaler Bauteile vom Prototyp bis zur Kleinserie sowie Schulungen, individuelle Softwarelösungen und Wartung an. In enger Zusammenarbeit mit der Ernst-Abbe-Hochschule Jena entwickelt das Unternehmen die Potenziale des granulatbasierten 3D-Drucks für Forschung und industrielle Anwendungen weiter.

Das Sächsische Textilforschungsinstitut e.V. (STFI) in Chemnitz entwickelt gemeinsam mit Unternehmen praxisnahe und marktfähige Lösungen für textile Werkstoffe und Verarbeitungsprozesse. Im Bereich 3D-Druck untersucht das Institut unter anderem, wie verschiedene Materialien schichtweise direkt auf textile Substrate aufgebracht werden können. Dadurch entstehen neuartige hybride Strukturen, die textile Eigenschaften mit zusätzlichen Funktionen, individuellen Geometrien und einer ressourceneffizienten Fertigung verbinden. Mit dieser Verbindung von Textilforschung, Materialentwicklung und additiver Fertigung zeigt das STFI beim Mitteldeutschen Forum anschaulich, wie 3D-Druck für konkrete industrielle Anwendungen erschlossen werden kann.

Die Technische Hochschule Wildau verbindet angewandte Forschung und praxisnahe Lehre mit dem Transfer innovativer Fertigungstechnologien in die Wirtschaft. Im Bereich 3D-Druck reicht ihr Spektrum von der Verarbeitung von Kunststoffen und Harzen mittels FDM und Stereolithografie bis zur additiven Fertigung metallischer Bauteile durch selektives Laserschmelzen. Die Arbeitsgruppe IDEAS nutzt darüber hinaus die Xolographie, ein volumetrisches 3D-Druckverfahren mit Anwendungsperspektiven in der Optik, Mikrofluidik und Medizintechnik. Ergänzend eröffnet das ViNN als offener Makerspace Möglichkeiten, eigene Ideen mit digitalen Fertigungsverfahren in Prototypen umzusetzen. Praxisorientierte Workshops vermitteln insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen Kenntnisse zur Auswahl geeigneter Verfahren und Materialien sowie zu konkreten Einsatzmöglichkeiten. So macht die TH Wildau additive Fertigung für Forschung, Produktentwicklung und betriebliche Praxis zugänglich.

Das Textilforschungsinstitut Thüringen-Vogtland e.V. (TITV) in Greiz entwickelt innovative Spezialtextilien und flexible Materialien für industrielle Anwendungen. Im Bereich der additiven Fertigung verbindet das Institut textile Technologien mit 3D-Druck, um Textilien gezielt zu funktionalisieren und individuell zu gestalten. Zu den Kompetenzen zählen FDM-Druck und Lasersintertechnologien zur Funktionserweiterung von Smart Textiles. Unternehmen unterstützt das TITV durch Auftragsforschung, die Anpassung von Druckprozessen und Materialien sowie Know-how zur Haftungsverbesserung, Vorbehandlung und Bewertung von Funktionsdrucken. Gemeinsam mit Maschinen- und Hilfsmittelherstellern entstehen so praxisnahe Lösungen für funktionale Textilien, kleine Serien und individualisierbare Produkte.

Das Thüringer Zentrum für Maschinenbau (ThZM) ist die zentrale Anlaufstelle für Technologietransfer und innovative Produktionslösungen im Thüringer Maschinenbau. Es bringt Unternehmen mit kompetenten Partnern aus Wissenschaft und anwendungsnaher Forschung zusammen und begleitet Projekte von der ersten Idee bis zur industriellen Umsetzung. Im Bereich 3D-Druck vermittelt das ThZM umfassende Kompetenzen und moderne Anlagentechnik für die additive Fertigung mit Kunststoffen, Metallen und Spezialwerkstoffen – einschließlich Konstruktion, Materialauswahl, Prüfung und Prozessintegration. Damit unterstützt das ThZM Unternehmen dabei, komplexe Bauteile, funktionsfähige Prototypen und Kleinserien ressourceneffizient zu realisieren und die Potenziale des 3D-Drucks als Wettbewerbsvorteil zu nutzen.

Das Thüringische Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung Rudolstadt e.V. (TITK) verbindet anwendungsnahe Materialforschung mit der Entwicklung innovativer Kunststoffprodukte. In der additiven Fertigung umfasst das Angebot die Entwicklung und Modifizierung von Polymeren, die Filamentherstellung sowie den 3D-Druck von Prototypen und Kleinserien. Neben dem FDM/FFF-Verfahren kommt selektives Lasersintern zum Einsatz. Ein Schwerpunkt liegt auf funktionalen Werkstoffen, etwa mit elektrischer Leitfähigkeit, Flammschutz oder Faserverstärkung. Das TITK optimiert Druckparameter, untersucht Werkstoff- und Bauteileigenschaften und bietet Verfahren zur Oberflächenveredelung und Nachbehandlung an. So unterstützt das Institut Unternehmen vom maßgeschneiderten Druckmaterial bis zum geprüften Kunststoffbauteil.