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Von Jena ins All

Stratosphärenballon, ZEISS Demo Dome und ein künstlicher Stern über Jena.

Am 28. April 2026 wurde die Ernst Abbe Hochschule Jena zum Treffpunkt für Raumfahrt, Forschung und Technik. Die Space Night Jena 2026 fand ab 15:00 Uhr in der Aula, Haus 4, statt und zeigte unter dem Motto „Thüringens Chancen in der internationalen Raumfahrt“, wie viel Raumfahrt bereits in Jena und Thüringen steckt. Organisiert wurde die Veranstaltung unter anderem vom studentischen Raumfahrtverein VESPE Jena e. V.  

 

Vom Dome bis in die Stratosphäre

Ein besonderes Highlight war die Planetariumsshow „Von Jena ins All“ im ZEISS Demo Dome. Dort wurde Raumfahrt durch Projektionen und eine besondere Atmosphäre sichtbar. Gerade dieser Programmpunkt zeigte, wie eng Jena mit Optik, Technik und Weltraumforschung verbunden ist. 

Auch der Stratosphärenballon sorgte für viel Aufmerksamkeit. Um 20:10 Uhr stand der Ballonstart als Live-Programmpunkt auf dem Plan. Besonders spannend war, dass die Flugdaten online verfolgt werden konnten. So war sichtbar, wie hoch der Ballon bereits gestiegen war und welche Temperatur dort gemessen wurde. 

 

Jenaer Technik für den Weltraum

In der Ausstellung wurde deutlich, dass Raumfahrttechnik aus Jena nicht nur Zukunft ist, sondern bereits heute eine Rolle spielt. Besonders spannend waren die gezeigten Leiterplatten des SELDOM Projekts. SELDOM steht für „Single Event Latchup Detection On Moon“ und wurde als Experiment entwickelt, um Elektronik im Weltraum vor Schäden durch Strahlung zu schützen. Das System erkennt kritische Störungen und kann die Stromzufuhr abschalten, bevor Bauteile beschädigt werden.  

Das Projekt fliegt an Bord des Kleinsatelliten TACHELES mit und ist mit der NASA Mission Artemis II verbunden. Entwickelt wurde es von Studenten der EAH Jena gemeinsam mit wissenschaftlicher Begleitung. Genau solche Exponate machten die Space Night besonders greifbar: Man sah nicht nur Präsentationen über Raumfahrt, sondern echte Technik, die für den Einsatz im All gedacht ist.  

Auch Jena Optronik war Teil der Ausstellung mit dem Rendezvous und Dockingsensor. Solche Sensoren helfen Raumfahrzeugen, sich im All präzise zu nähern und sicher anzudocken. Das ausgestellte Gerät hatte echte Weltraumgeschichte: Es war bereits in den 1990er Jahren im All und kam bei Space Shuttle Missionen zur Raumstation MIR zum Einsatz.

 

Ein künstlicher Stern über Jena

Später am Abend wurde es noch einmal besonders eindrucksvoll. Bei der Vorführung des Guide Star Lasers wurde über Jena ein künstlicher Stern am Himmel erzeugt. Der Laserstrahl war nicht nur ein technisches Highlight, sondern machte sichtbar, wie Forschung und Raumfahrttechnik direkt vor Ort erlebbar werden können.

 

Für viele Besucher war das einer der Momente, die hängen bleiben: Man hörte nicht nur etwas über Raumfahrt, sondern konnte selbst nach oben schauen und sehen, wie ein künstlicher Leitstern am Himmel entstand.

Der Abend zeigte, dass Raumfahrt nicht nur weit weg passiert. Sie beginnt manchmal direkt auf dem Campus.

Für viele Besucher blieb deshalb nicht nur neues Wissen hängen, sondern auch ein Gefühl: Raumfahrt kann nah, verständlich und und einfach nur begeistern.

 

Anbei der Link zu weiteren Informationen rund um die Space Night 2026.

https://www.vespe-jena.de/space-night/

 

Text und Bild 1-3: Alina Baumgärtel (Studierende des Fachbereichs Betriebswirtschaft)
Bild 4: M.Eng. Jonas Quinque