Deutschland-Tour 2026 Teil 2 - Dienstag bis Mittwoch
Nachdem wir mit unserem Besuch auf der Wartburg fertig waren, sind wir den Berg wieder hinunter zum Bus gelaufen. Von dort aus ging es für uns weiter nach Wasungen zu Prefa, wo unser Termin am Dienstagnachmittag stattfand.
Dort wurden wir zunächst in zwei Gruppen aufgeteilt. Meine Gruppe begann mit einer Führung durch das Lager und die Fertigungsstätte. Schon am Anfang erklärte uns der Führer, dass die Rollen im Lager aus Aluminium bestehen, genauer gesagt aus sekundärem Aluminium, weil bei der Verarbeitung deutlich weniger Energie benötigt wird. Danach zeigte er uns die Maschinen, mit denen das Aluminium gepresst und gefalzt wird. Genau daher kommt auch der Name Prefa, nämlich von PREssen und FAlzen. Während der gesamten Führung konnten wir immer wieder Fragen stellen, die mit viel Begeisterung und Leidenschaft beantwortet wurden.
Anschließend gingen wir noch in den Keller, wo zusätzliches Material gelagert wurde. Dort befanden sich unter anderem weitere Farben, die seltener bestellt werden oder für Sonderanfertigungen gedacht sind. Im Konferenzraum angekommen, tauschten die Gruppen dann, und wir hörten uns den Vortrag über Prefa und die verschiedenen Arbeitsmöglichkeiten dort an. Danach konnten wir uns noch mit der Marketingbeauftragten unterhalten, bis auch die andere Gruppe zurück war. Gemeinsam erfuhren wir dann noch, wie Prefa Kunden gewinnt und wie Handwerker ausgebildet werden, damit sie die Produkte fachgerecht verbauen können.
Anschließend fuhren wir mit dem Bus zurück nach Eisenach. Dort nutzten wir die Zeit noch, um etwas zu essen einzukaufen. Unser Busfahrer André verabschiedete sich dann, und Petra sprang als Fahrerin für ihn ein. Danach ging es für uns weiter nach Bielefeld.
Dort kamen wir gegen 22 Uhr an. Einige aus unserer Gruppe machten sich noch einmal auf den Weg, um Bielefeld ein wenig zu erkunden, aber nicht zu lange, denn am Mittwoch mussten wir bereits um 9:20 Uhr zu Schüco aufbrechen.
Bei Schüco erfuhren wir zunächst viel über das Unternehmen und seine Geschichte. Danach bekamen wir Informationen zu den Möglichkeiten für Praktika, Werkstudentenstellen und Bachelorarbeiten. Da Bielefeld für uns recht weit von Jena entfernt ist, erklärte uns die Personalerin außerdem auch die Möglichkeiten in Weißenfels, wo Schüco ebenfalls einen Standort hat.
Im Anschluss bekamen wir eine Führung durch den Showroom, in dem wir viele verschiedene Fassaden, Fenster und Türen sehen konnten. Besonders beeindruckt hat mich eine Tür, die so konstruiert war, dass bei einem Hausbrand hinter ihr gestanden werden kann, ohne die Hitze direkt zu spüren. Laut unserem Gruppenführer soll das je nach Brandstärke bis zu 1,5 Stunden halten.
Danach bekamen wir noch eine Führung über den Campus und konnten auch einige Büroräume sehen. Zum Abschluss gab es für alle noch die Möglichkeit, einen Kaffee oder Matcha zu trinken und eine Kleinigkeit zu essen. Im Anschluss ging es weiter zu Dr. Oetker.
Dort hörten wir zuerst einen Vortrag über Einstiegsmöglichkeiten im Unternehmen und bearbeiteten anschließend einen eigenen Fall. Dabei ging es darum, dass Dr. Oetker eine lokale Pizzeria in Münster kauft, dort frische italienische Pizzen herstellt und diese anschließend tiefgekühlt über Edeka verkauft. Unsere Aufgabe war es, Chancen und Risiken herauszuarbeiten, zu erklären, warum nachhaltiges Einkaufen für viele Menschen immer wichtiger wird, und außerdem auszurechnen, wie viel Umsatz Dr. Oetker mit dieser Idee machen könnte.
Dafür teilten wir uns in vier Gruppen mit jeweils sechs Personen auf und erarbeiteten unsere Ergebnisse gemeinsam. Am Ende hielten wir dann eine kurze Präsentation von etwa fünf Minuten.
Als zweiten Programmpunkt besuchten wir das Inhouse-Museum Pizza Welten. Gleich zu Beginn gab es für alle, die wollten, einen Pudding aus dem Puddingautomaten. Die Führung zeigte uns viele spannende Einblicke in die Vergangenheit, darunter alte Maschinen, historische Verpackungen, zum Beispiel von Backpulver, und verschiedene Standorte, an denen produziert wurde.
Zurück im Hotel haben sich unsere Wege getrennt.
Fortsetzung folgt...
Text und Bilder: Maria Schröder
(Studierende des Fachbereichs Betriebswirtschaft)