Projektvorstellung auf dem Thüringer Digitalfestival 2021

Projektdimensionen

  • Working fokussiert die Möglichkeiten der digitalen Arbeitswelt als Chance für eine Flexibilisierung von Arbeitszeit und -ort sowie innerhalb des Lebenslaufes. Angezielt wird alter(n)sgerechte und gesundheitsförderliche Arbeit, die zugleich Chancen auf soziale Vernetzung und Teilhabe eröffnet.
  • Housing bezieht sich auf die Wohnung (inkl. der engeren Wohnumgebung) als Ort des Lebens mit Unterstützung digitaler Technologien. Technisch basierte Unterstützung bezieht sich dabei sowohl insbesondere auf Active Assisted Living (AAL) und Smart Home-Technologien als auch auf Tätigkeitsformen, die zuhause ausgeübt werden.
  • Living untersucht vielfältige gestufte Formen von Hausgemeinschaften, Nachbarschaften und Quartiersleben, die von attraktiven digitalen Angeboten profitieren. Analoge und digitale Partizipations- und Kommunikationsformen werden miteinander verschränkt, um die jeweilige Akzeptanz und Effizienz zu verstärken.
  • Supporting/Caring wird durch eine Vielfalt von Personen und Instanzen geleistet. Unterstützungsleistungen aus der Nachbarschaft, durch Freiwilligendienste, durch professionelle Dienstleister (u.a. aus dem Sozialbereich oder aus der Wohnungswirtschaft) werden systematisch im digital unterstützten Lösungskonzept integriert.

Zielsetzung

Das Vorhaben zielt auf forschungsbasierte Innovation im technischen wie auch sozialen Bereich. Als Zielgruppe adressiert es vor allem die Generation 55+ der “Babyboomer”. Sie treten nun in die Übergangsphase vom Berufsleben in die Rente ein. In dieser sind einerseits alterskorrelierte Einschränkungen wahrscheinlicher, andererseits bringen diese Menschen mehr als je zuvor vielfältige Ressourcen mit in diese Lebensphase – u.a. in den Bereichen Bildung und Kompetenzen, Gesundheit und teilweise auch Finanzen. In ihren beruflichen Kontexten sind sie oft nur schwer entbehrliche Wissens- und Erfahrungsträger. Zugleich wandelt sich, allerdings voller Ungleichzeitigkeiten, das Altersbild. Die jungen Alten gelten als immer anspruchsvoller. Sie legen hohen Wert auf Selbstbestimmtheit und Lebensqualität. Bei all dem gilt: Keine Bevölkerungsgruppe ist so heterogen wie die der Älteren.

Das Vorhaben entwickelt und untersucht Ansätze, wie den Herausforderungen einer alternden Gesellschaft so begegnet werden kann, dass die Interessen der Gesellschaft (von der Erhaltung der Leistungsfähigkeit erfahrener Fachkräften über gesundes Altern bis hin zu resilienten Wohnquartieren) mit deren individuellen Bedürfnissen in Einklang gebracht werden können. Haben frühere Projekte die Forschung und Entwicklung abseits der Nutzer*innen verfolgt, stellt dieses Projekt die Anspruchsgruppe in allen Projektphasen in den Vordergrund und bettet die Technologieentwicklung durch den Living Lab- und Partizipationsansatz bewusst in soziale Kontexte ein. Zur Entwicklung innovativer (digital gestützter) Lösungen verfolgen wir mithilfe sozial-, technik- und informationswissenschaftlicher Expertise sowie starken Entwicklungs- und Umsetzungspartnern eine konsequent interdisziplinäre Arbeitsweise.

Roadmap

Start der Online-Kolloquienreihe - Thema: Coworking Spaces und Communitybildung

Erstbefragung der BewohnerInnen des Smarten Quartiers Jena-Lobeda

Workshop am Tag der Forschung

SAFE THE DATE: Tag der Forschung an der EAH Jena mit dem Kernthema „Digitale Arbeitswelten“

Am 27. Oktober 2021 begleitet Sie mGeSCo mithilfe des Online-Interaktionstool Gather Town durch den Vormittag. Im Anschluss daran haben Sie die Möglichkeit, ab 13:30 Uhr, bei der offiziellen Begrüßung und einem anspruchsvollen Rahmenprogramm dabei zu sein. → Hier geht's zur Anmeldung.

Das Team des von der Carl-Zeiss-Stiftung geförderten Forschungs- und Entwicklungsprojektes „Multi-Generation Smart Community (mGeSCo) - Co‐Working und soziale Teilhabe durch multigenerationale Vernetzung im Smarten Quartier“ möchte Sie ganz herzlich in den virtuellen Raum von Gather Town einladen.

Wir führen Sie im ersten Teil der Veranstaltung durch die Welt des Smarten Quartiers in Jena-Lobeda. Am Ende der Führung stehen dann die Mitglieder des Projektteams in verschiedenen virtuellen Räumen für Fragen zur Verfügung. Der zweite Teil der Veranstaltung ist Gegenstand des partizipativ orientierten Forschungsprozesses und richtet sich vor allem an die vielfältigen Stakeholder von mGeSCo. Am fachlichen und wissenschaftlichen Austausch Interessierte sind jedoch ebenfalls herzlich zur Teilnahme eingeladen. In zwei Einheiten geht es im hybriden Format um den Reifegrad der Digitalisierung im multigenerationalen Verbund. Dabei werden die vier Perspektiven des Projektes miteinander verknüpft: Working (Arbeiten), Housing (Wohnen), Living (Gemeinschaft) und Caring (Dienstleistungen/ Hilfesysteme). Das detaillierte Programm stellen wir Ihnen in Kürze zur Verfügung.  

Informations- und Netzwerktreffen der Stadtwerke Jena Gruppe im Smarten Quartier Jena-Lobeda

Vor-Ort Besuch im Smarten Quartier in Lobeda und Interview mit Projektkoordinatorin Katja Willner

Teilnahme am Thüringer Digitalfestival

Projektstart