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Langzeitstudiengebühr

Die Langzeitstudiengebühr wird dann erhoben, wenn die Regelstudienzeit des betreffenden Studienganges um mehr als vier Semester überschritten wird. Maßgeblich hierfür sind die Hochschulsemester. Hochschulsemester sind alle Semester, in denen Sie an Hochschulen in Deutschland eingeschrieben sind oder waren. Dazu zählen auch Urlaubssemester, die jedoch bei den Langzeitstudiengebühren unberücksichtigt bleiben. Fachsemester sind die Semester, während der Sie für einen bestimmten Studiengang immatrikuliert sind. Urlaubssemester zählen nicht als Fachsemester. Die Regelstudienzeit ist in der jeweiligen Studien- und Prüfungsordnung festgelegt sowie in der Studienbescheinigung ersichtlich. Für jedes Semester, mit dem Sie die Regelstudienzeit um mehr als vier Semester überschreiten, müssen 500,00 Euro Langzeitstudiengebühren gezahlt werden.

Die Langzeitstudiengebühr ist mit der Rückmeldung zum jeweiligen Semester zu entrichten. Studierende, die die Regelstudienzeit um mehr als vier Semester überschreiten, erhalten im vorhergehenden Semester einen Gebührenbescheid. In begründeten Fällen ist das Hinausschieben bzw. der Erlass der Gebühr möglich, bitte beachten Sie dabei insbesondere die Möglichkeiten des Erlasses der Langzeitstudiengebühr Damit die Gebührenpflicht erlassen werden kann, müssen Sie einen Antrag auf Erlass der Langzeitstudiengebühr stellen. Des Weiteren haben Sie die Möglichkeit die Zahlung der Langzeitstudiengebühr hinauszuschieben - bitte benutzen Sie hierfür einen Antrag auf Hinausschieben der Gebührenpflicht.

Dokumente/Anträge

Möglichkeiten des Erlasses der Langzeitstudiengebührenerhebung

Circa 6 Wochen nach Semesterbeginn wird allen Studierenden, die im Folgesemester Langzeitstudiengebühren zahlen müssen, ein Informationsschreiben zum Datenabgleich per E-Mail zugeschickt. Sollten Gründe nach § 4 des Thüringer Hochschulgebühren- und entgeltgesetzes vom 21. Dezember 2006 (ThürHGEG, zuletzt geändert durch Artikel 12 des Gesetzes vom 06. Juni 2018) vorliegen, die die Gebührenpflicht hinausschieben bzw. erlassen, muss innerhalb von 4 Wochen ein „Antrag auf Hinausschieben der Gebührenpflicht gem. § 4 Abs. 2 – 5 ThürHGEG“ bei dem/der betreffenden SachbearbeiterIn im Studierendensekretariat gestellt werden. Im Falle der Antragstellung erhalten diese Studierenden vor der Versendung der Gebührenbescheide eine Information über den Bearbeitungsstand. Die Zuständigkeiten der Mitarbeiter des Studierendensekretariats sind folgendermaßen:

Anfangsbuchstabe des Nachnamens der Studierenden:

  • A – G Frau Hendrich
  • H – O Frau Müller
  • P – Z Herr Scharlock

Gemeinsam mit den Rückmeldeaufforderungen werden die Gebührenbescheide Anfang Januar (für das folgende Sommersemester) bzw. Anfang Juni (für das folgende Wintersemester) versendet. Die Zahlung der Langzeitstudiengebühr ist zusammen mit der Rückmeldung fällig.

Nach dem Erhalt des Gebührenbescheides können in der 4-wöchigen Widerspruchsfrist Widersprüche oder Härteanträge gemäß § 4 Abs. 6 gestellt werden.

Im Folgenden werden einige Hinweise zu ausgewählten Härtefällen gegeben.

  • unmittelbare Nähe zum letzten Abschnitt der Abschlussprüfung: Sie müssen den Nachweis über die Anmeldung zur Bachelor- bzw. Masterarbeit vorlegen.
  • wirtschaftliche Notlage (angelehnt an die Regelungen des BAföG) liegt dann vor, wenn Sie ein durchschnittliches monatliches Einkommen von weniger als 853 € (bei eigener Wohnung) bzw. 583 € (wohnhaft bei den Eltern) nachweisen können. Bei weniger als 853 € bzw. 583 € werden Sie von der Zahlung der Langzeitstudiengebühr für dieses Semester befreit. Als Nachweis sind die kompletten Kontoauszüge der letzten 6 Monate, der Mietvertrag und die Nachweise anderer Einkünfte vorzulegen. Der „Antrag auf Erlass der Langzeitstudiengebühr“ kann von unserer Internetseite heruntergeladen werden, außerdem liegt er im Studierendensekretariat aus.
  • Diese Befreiung wird nur einmalig für 1 Semester gewährt.

Anträge auf Minderung oder Erlass der Gebührenerhebung auf Grund besonderer Umstände des Einzelfalls, die für den Studierenden eine unzumutbare Härte darstellen würden, können nur dann positiv beschieden werden, wenn außergewöhnliche Umstände vorliegen.

Beispiel:

„Eine alleinerziehende Mutter von 3 Kindern muss ein Zweitstudium aufnehmen, da sie durch eine nachgewiesene Allergie nicht mehr ihre Tätigkeit nach dem Erststudium ausüben kann.“

Es werden nur die Absolventen von der Langzeitstudiengebühr im neuen Semester befreit, deren Abgabe b zw. Verteidigung (Abschlusskolloquium) der Abschlussarbeit im 1. Monat (Oktober/April) des neuen Semesters stattfindet.

Sie müssen in diesem Fall vorher die gesamte Langzeitstudiengebühr bezahlen, erst danach erhalten Sie auf Antrag Ihre Langzeitstudiengebühr vollständig erstattet, wenn der Antrag bis zum 30. April bzw. 31. Oktober des laufenden Semesters eingereicht wurde. Die Exmatrikulation würde dann spätestens am Ende des ersten Monats des neuen Semesters erfolgen.

Anträge auf Erlass sind nur unter folgenden Gesichtspunkten sinnvoll:

  • Zweitstudium: Wenn Sie den Nachweis erbringen können, dass Sie im Erststudium unter den besten 30 % des Jahrganges waren.
  • Studiengangwechsel: Wenn Sie einmalig an einer deutschen Hochschule nach dem ersten oder zweiten Semester gewechselt haben.
  • Auslandsstudium: Wenn Sie ein oder mehrere Semester im Ausland waren und diese Zeiten nicht als Studienzeiten nach Ihrer SPO angerechnet werden, können Sie diese als Minderungssemester einreichen.
  • Gremienarbeit: Nur wer durch Wahl in ein Gremium gewählt wurde, kann einen Antrag auf Hinausschieben der Gebührenpflicht stellen. Dabei gilt: 1 Semester Bonus gibt es bei aktiver Gremienarbeit von 2 Semestern mit einem wöchentlichen Mindestaufwand von 2 SWS im Vorlesungszeitraum; 2 Semester Bonus gibt es bei aktiver Gremienarbeit von 4 Semestern mit einem wöchentlichen Mindestaufwand von 2 SWS im Vorlesungszeitraum. Wenn kein Nachweis über den zeitlichen Umfang eingereicht werden kann, wird die Mitwirkung in einem Gremium mit 1 SWS bewertet.
  • Ein Widerspruch zu dem rechtskräftig ergangenen Gebührenbescheid kann erst nach Zugang des Bescheides eingereicht werden. Die Bearbeitung Ihres Widerspruchs, wenn diesem nicht abgeholfen werden konnte, ist nach Thüringer Allgemeiner Verwaltungskostenordnung kostenpflichtig.
  • Studierende in einem Masterstudiengang müssen Folgendes beachten: Nach dem neuen ThürHGEG wird nur noch in konsekutive sowie weiterbildende Studiengänge (gebühren- bzw. entgeltpflichtig) unterschieden. Dies bedeutet, dass alle konsekutiven Masterstudiengänge auch für Diplomabsolventen konsekutiv sind und die Studierenden Langzeitstudiengebühr zahlen müssen, wenn sie Hochschulzeiten von Regelstudienzeit des ersten Studienganges + Regelstudienzeit des Masterstudienganges + 4 Bonussemester überschritten haben. Im Regelfall beträgt die Summe aus Bachelor- und Masterregelstudienzeit 10 Semester. Bitte teilen Sie uns mit, wenn bei Ihnen eine andere Regelstudienzeit zu Grunde liegt.
  • Falls Sie den Semesterbeitrag sowie die Langzeitstudiengebühr in der angegeben Zeitspanne zur Rückmeldung in das neue Semester nicht überweisen können, bietet Ihnen das Thoskabüro die Möglichkeit des Antrages auf Aufschub bis zum Ende des Vorsemesters an

Hinweis: Wenn Sie sich in einer finanziellen Notlage befinden und keinen Erlass der Gebühr bekommen können, gibt es folgende Möglichkeiten:

  1. Bildungskredit: Zu beantragen beim Bundesverwaltungsamt (www.bva.bund.de), es werden maximal 2 Jahre Förderung gewährleistet, ein Rechtsanspruch besteht aber nicht.
  2. Hilfe zum Studienabschluss nach § 15 Abs. 3 a BAföG: Zu beantragen beim Amt für Ausbildungsförderung, es werden maximal 2 Semester gewährt. Wenn BAföG gezahlt wird, kann auf Antrag der Studierende von der Langzeitstudiengebühr in dieser Zeit befreit werden (§ 4 Abs. 5 ThürHGEG).