Skip to main content

Die Ernst-Abbe-Hochschule Jena

Die Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena wurde 1991 als Fachhochschule Jena gegründet und war damit eine der ersten in den Neuen Bundesländern. Seit einigen Jahren ist sie nicht nur Thüringens größte, sondern auch forschungsstärkste Hochschule für angewandte Wissenschaften.

Aktuell studieren bei uns ca. 4.550 junge Menschen in Bachelor- und Masterstudiengängen der Bereiche Technik, Wirtschaft, Soziales und Gesundheit. Entsprechend dem Slogan: „Innovation für Lebensqualität – Gesundheit, Präzision, Nachhaltigkeit & Vernetzung" streben wir nach einer interdisziplinären Zusammenarbeit in Lehre und Forschung. Die Hochschule bietet ihren Studentinnen und Studenten ein innovatives und wissenschaftlich solide fundiertes Studium mit hohem Praxisbezug.

Die intensive Forschung und Entwicklung der EAH Jena trägt in großem Umfang zur Stärkung der Thüringer Technologiepotenziale bei. Dabei sind insbesondere die Masterstudiengänge an Forschungsschwerpunkte gekoppelt. Die Forschungsschwerpunkte umfassen Präzisionssysteme, Technologien und Werkstoffe, Gesundheit und Nachhaltigkeit sowie das Querschnittsfeld Digitalisierung.

Die EAH Jena kooperiert weltweit mit zahlreichen Hochschulen. Der Anteil von Austauschstudierenden steigt kontinuierlich. Auch Lehrende arbeiten zeitweise an Universitäten Europas, Asiens und Afrikas. Diese Entwicklung wird durch zahlreiche Kooperationsverträge gezielt gefördert.

Die enge Zusammenarbeit mit Unternehmen, Institutionen und Verbänden sorgt für eine praxisnahe Ausbildung. Die meisten Abschlussarbeiten entstehen in Zusammenarbeit mit den Partnern. Unsere Hochschule ist regional eng verbunden und international orientiert. Sie nutzt aktiv ihre weitreichenden Vernetzungen mit Wissenschaft, Wirtschaft sowie Gesellschaft und verfügt über einen sehr guten Ruf.

Alleinstellungsmerkmale der EAH Jena:

  • praxisorientierte und innovative Studiengänge in den Bereichen Technik, Wirtschaft, Soziales und Gesundheit
  • interdisziplinäre und nachhaltige Zusammenarbeit von Lehre und Forschung
  • derzeit größte und forschungsstärkste Hochschule für angewandte Wissenschaften in Thüringen
  • hervorragende Vernetzung mit Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft
  • familiärer Campus

Forschungsschwerpunkte der EAH Jena:

  • Präzisionssysteme
  • Technologien und Werkstoffe
  • Gesundheit und Nachhaltigkeit
  • Digitalisierung

Slogan der EAH Jena:

"Innovation für Lebensqualität – Gesundheit, Präzision, Nachhaltigkeit & Vernetzung"

Ernst Abbe: Wissenschaftler, Unternehmer & Sozialreformer

Der Name Ernst Abbe (1840–1905) ist eng mit der Stadt Jena verbunden. 1840 wurde er als Kind einer Arbeiterfamilie in Eisenach geboren. Seine Hochbegabung wurde früh erkannt und sowohl Eltern als auch Lehrer ermöglichten ihm eine sehr gute Ausbildung. Abbe studierte in Jena und Göttingen Mathematik, Physik, Astronomie und Philosophie. Mit etwa 30 Jahren wurde er zum außerordentlichen Professor in Jena berufen. Schon 1867 hatte die Zusammenarbeit von Ernst Abbe und Carl Zeiss in Jena begonnen. Die Arbeit an der Verbesserung der Mikroskope in der Zeiss-Werkstatt, mit dem Ziel, diese aus dem Bereich der bloßen Empirie, des so genannten „Pröbelns", herauszuführen, stellte Ernst Abbe vor eine Lebensaufgabe: Schließlich entwickelte er die „neue Mikroskopie" – eine wissenschaftlich-technische Gesamtleistung, die auf Berechnungen basierte und damit zur Voraussetzung für die kommende Erforschung der Mikro-Organismen wurde. Mit seiner „Theorie der Abbildung im Mikroskop" begründete Ernst Abbe die wissenschaftliche Optik. Carl Zeiss machte Abbe zum Teilhaber in seiner Firma. Ein Jahr nach Zeiss' Tod wurde Ernst Abbe alleiniger Unternehmensleiter und legte bereits damals den Grundstein für den Erfolg des Unternehmens. Ernst Abbe gründete die Carl-Zeiss-Stiftung, die er 1891 zur Alleineigentümerin der Zeiss-Werke und zur Miteigentümerin der SCHOTT-Werke machte. Dies ermöglichte dem Unternehmen eine einzigartige Verfassung: So gab es für seine Arbeitnehmer unter anderem bezahlten Urlaub, eine Gewinnbeteiligung, Pensionsberechtigung und den Acht-Stunden-Tag. Ernst Abbes sozialpolitische Reformen waren seiner Zeit weit voraus. „Acht Stunden Arbeit, acht Stunden Schlaf, acht Stunden Mensch sein" – Dieses Motto, entstanden im 19. Jahrhundert in Großbritannien, wird auch Abbe zugeschrieben. Seine Lebenshaltung und der Umgang mit anderen beruhten, ohne Unterschiede von „Stand und Person", auf Integrität, Selbstdisziplin und Bescheidenheit. Ernst Abbes Lebenswerk umfasst eine Verknüpfung seiner wissenschaftlichen Erkenntnisse mit unternehmerischen Möglichkeiten und einem hohen sozial-ethischen Anspruch. Dies stellte er nicht nur dem Unternehmen Carl Zeiss, sondern auch der Universität und nicht zuletzt der Stadt Jena – heute noch erlebbar – zur Verfügung. Ernst Abbe starb am 14. Januar 1905 in Jena.

 

(Text: Sigrid Neef; Quellen: Carl Zeiss AG, Wikipedia, Theodor Heuss: Abbe, Ernst Carl. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band1)

Das Leitbild steht für unser Selbstverständnis, unsere gemeinsamen Aufgaben und Ziele an der EAH Jena. Es dient uns zur Orientierung im täglichen Handeln an der Hochschule genauso wie als Grundlage für strategische Entscheidungen.

Innovation für Lebensqualität – Gesundheit, Präzision, Nachhaltigkeit und Vernetzung: Mit diesen Profillinien haben wir die EAH Jena zu einer modernen Hochschule für angewandte Wissenschaften entwickelt, die in Lehre, Forschung und Transfer über eine gute Basis für die Zukunft verfügt.

Wir sind eine weltoffene Hochschule, die Meinungsvielfalt und Individualität auf der Grundlage von Respekt und Toleranz fördert sowie anti-demokratischen und diskriminierenden Bestrebungen entgegentritt. Den internationalen Austausch fördern wir mit unseren Lehrangeboten genauso wie in der weltweiten wissenschaftlichen Kooperation.   

Wir achten alle Menschen gleichermaßen, wir stehen für die Einhaltung der Menschenrechte, Chancen- und Familiengerechtigkeit sowie für Nachhaltigkeit in Verantwortung für kommende Generationen.

 

Lehre

Die Lehre an der EAH Jena ist modern, wissenschaftlich anspruchsvoll und praxisorientiert. Dafür stellen wir eine angemessene Infrastruktur bereit, die stetig verbessert wird.

Lehren und Lernen verstehen wir als selbstbestimmte und selbstverantwortete Prozesse. Die Studienangebote der EAH Jena garantieren die neigungs- und praxisorientierte Vorbereitung auf das spätere Berufsleben.  Dabei betrachten wir die Motivation von Studierenden und Lehrenden als grundlegende Voraussetzung für eine qualitativ hochwertige und erfolgreiche Lehre.

Neben der fachlichen Ausbildung unterstützen wir die Persönlichkeitsentwicklung und das gesellschaftliche Verantwortungsbewusstsein unserer Studierenden.

 

Forschung

Wir leisten als Hochschule für angewandte Wissenschaften Beiträge vor allem in der angewandten Forschung und Entwicklung. Wir verstehen die Digitalisierung mit ihrem Wirkungspotenzial in allen Lebens- und Arbeitsbereichen als übergreifende Thematik.  

Die Konzentration auf die Schwerpunkte „Präzisionssysteme", „Technologien und Werkstoffe" sowie „Gesundheit und Nachhaltigkeit" schärft das Profil der EAH Jena und bietet gleichzeitig ausreichenden Raum für die individuelle Freiheit in der Forschung.

Wir bieten eine breit angelegte institutionelle Unterstützung von Forschungsaktivitäten unterschiedlicher Ausprägung, um die notwendige Balance zwischen den Lehr- und Forschungsaufgaben zu garantieren. 

Wir integrieren die Studierenden in unseren Forschungsaktivitäten und nutzen aktuelle Forschungsergebnisse in der Lehre.

 

Transfer

Wir verstehen unter Transfer den wechselseitigen und partnerschaftlichen Austausch von Informationen, Wissen oder Personen mit Wirtschaft, Gesellschaft, öffentlicher Verwaltung und mit internen Interessengruppen. Zu unseren Transferaktivitäten gehören neben der Verwertung von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen auch die Aus- und Weiterbildung.

Wir beteiligen uns aktiv an der Gestaltung sozialer und technischer Veränderungen. Wir positionieren unsere Hochschule als attraktiven Anlaufpunkt für Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft, öffentlicher Verwaltung und Gesellschaft.

Zugleich nehmen wir jederzeit Impulse von außen auf und reagieren in Forschung und Lehre flexibel auf sich wandelnde Bedürfnisse von Wirtschaft und Gesellschaft. Als regionaler Innovationstreiber entwickeln wir uns zu einer gründungsfreundlichen Hochschule.

 

Organisation

Wir verstehen eine den Bedürfnissen und Zielen der EAH Jena angepasste Organisationsstruktur als wichtige Voraussetzung für die Erfüllung unserer Aufgaben in Lehre, Forschung und Transfer. Dabei ist eine Ausgewogenheit zwischen den Aufgaben als Hoheitsträger einerseits und der Gewährleistung der Freiheit von Lehre, Forschung, Wissenschaft und Studium andererseits zu sichern.  

Unsere Organisation zeichnet sich durch eine hohe Serviceorientierung, zielorientierte Kommunikation sowie Wertschätzung und Partizipation aus. Transparente Entscheidungsprozesse und eine klare AufgabenteilungVernetzung und Vertrauen sind selbstverständliche Elemente unserer täglichen Arbeit. 

Wir entwickeln unsere Hochschule zu einem attraktiven Arbeitgeber, der sich durch Familienfreundlichkeit und gesunde Arbeitsbedingungen auszeichnet.