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BAföG, Stipendium, Bildungskredit oder Nebenjob – es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, ein Studium zu finanzieren. Um herauszufinden, welche Form der Finanzierung am ehesten geeignet ist und was es alles für Alternativen gibt, können Sie sich hier zu Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten während des Studiums informieren:

Deutschlandstipendium

Das Deutschlandstipendium ist ein deutschlandweites Stipendienprogramm, welches an der EAH Jena angeboten wird. Mit dem Deutschlandstipendium werden besonders leistungsstarke und engagierte Studierende aller Nationalitäten gefördert und erhalten so monatlich 300 Euro für die Dauer von zwei Semestern – einkommens- und BAföG- unabhängig sowie steuerfrei.

BAföG

Zur finanziellen Unterstützung können Sie BAföG (Kurzform von Bundesausbildungsförderungsgesetz) beantragen. Diese staatliche Förderung soll jedem - unabhängig von seiner sozialen und wirtschaftlichen Situation - die Möglichkeit bieten, sein Wunschstudium zu absolvieren. Das BAföG regelt, wer Beihilfe in Anspruch nehmen kann und wenn ja, in welcher Höhe eine Förderung gewährt wird. Es setzt sich zum einen aus einem rückzahlungsfreien Zuschuss und zum anderen aus einem unverzinslichen Darlehen zusammen.

Kredite und Fonds

Studienkredit

Studienkredite werden sowohl von staatlicher Seite als auch privatwirtschaftlich von verschiedenen Banken (z.B. Deutsche Bank, DKB) angeboten. Im Vergleich zu einem normalen Kredit ist ein Studienkredit nicht an eine Sicherheit gebunden. Er wird nicht als Gesamtsumme, sondern zur Finanzierung des Studiums in monatlichen Teilsummen ausgezahlt. Finanziert werden Lebenshaltungskosten und/oder die Studiengebühren während des Erststudiums. Zurückgezahlt wird wie bei anderen Kreditgeschäften auch klassisch mit Verzinsung und Tilgung. Bekannte Studienkredite sind z.B. der DKB Studenten-Bildungsfonds, KfW-Studienkredit, Future Finance, Sparkassen-Bildungskredite, VR-Bildungskredite der Volksbanken/Raiffeisenbanken, db Studentenkredit der Deutsche Bank oder Studienkredite der Studentischen Darlehenskasse Berlin.

Bildungskredit (Studienabschlussdarlehen)

Mit einem Bildungskredit ist ein Darlehen für das Studium gemeint, das Sie als Studierende in fortgeschrittenen Ausbildungsphasen finanziell unterstützt. Auf diesem Weg können Sie beispielsweise Praktika oder Auslandsaufenthalte während ihres Studiums finanzieren.

Der Bildungskredit wird unabhängig vom eigenen Einkommen und Vermögen sowie unabhängig vom Einkommen der Eltern gewährt. Er ist nicht an eine Sicherheit gebunden und die Auszahlungen werden monatlich gewährt. Nach Abschluss des Studiums wird die Gesamtsumme nach einer Karenzzeit inklusive Zinsen zurückgezahlt. Bekannte Bildungskredite sind z.B. der Bildungskredit der KfW, Bildungskredit des BMBF oder die Microkredit-Studienhilfe der E.W. Kuhlmann-Stiftung.

Bildungsfonds

Dies ist ein noch relativ neues, rein privatwirtschaftliches Angebot (als Fondskonzept) und finanziert Lebenshaltungskosten, Studiengebühren und Auslandsaufenthalte von Studierenden vor. Zurückgezahlt werden Bildungsfonds einkommensabhängig. Vorab wird ein Prozentsatz festgelegt, der später nach Berufsstart über eine bestimmte Dauer vom monatlichen Einkommen an den Bildungsfonds zurückgezahlt wird. Hierbei entfallen Zins und Tilgung.

Nebenjobs

Für einen großen Teil der Studierenden stellt ein Nebenjob die hauptsächliche Finanzierungsquelle im Studium dar. Generell sollte bei jedem Nebenjob gelten: Das Studium geht vor!

Grundsätzlich wird bei einem Nebenjob im Studium zwischen einem Minijob und einer Werkstudententätigkeit unterschieden.

Viele Nebenjobs werden auf 450-Euro-Basis ausgeschrieben. Das bedeutet, dass Sie maximal 450 Euro pro Monat verdienen, dafür aber keine Steuern zahlen müssen. Die Lohnsteuer und einen Beitrag zur Renten- und Krankenversicherung entrichtet der Arbeitgeber. Der einzige Kostenpunkt, der für Minijobber entsteht, ist ein Teil des Beitrags zur Rentenversicherung. Sie können darauf verzichten, in die Rentenkasse einzuzahlen, bekommen dafür im Alter jedoch weniger Rente.

Bei einer Werkstudententätigkeit arbeiten Sie in Unternehmen oder als studentische Hilfskraft an der Hochschule. Die Aufgaben reichen von Hilfstätigkeiten bis hin zu anspruchsvollen Aufträgen. Diese Tätigkeiten sind begehrt, weil sie oft besser bezahlt werden als Minijobs und Ihnen die Option bieten können, nach Ihrem Abschluss eine feste Anstellung im Unternehmen zu bekommen. Prinzipiell steht es Ihnen frei, wie viel Sie verdienen wollen. Mit Ausnahme internationaler Studierender gibt keine Obergrenze für das Einkommen von Studierenden bei einer Werkstudententätigkeit. Grenzwerte für Einkommen und Beschäftigungszeiten bestehen jedoch für verschiedene soziale Leistungen und Vergünstigungen, die Sie oder Ihre Familien in Anspruch nehmen (z.B. BAföG, Kindergeld, Steuerfreibeträge, Versicherungsbeiträge).

Vorsicht ist geboten, wenn Sie wegen eines Jobs die Regelstudienzeit überschreiten. Zum einen ist die Belastung durch das Jobben kein Grund, die BAföG-Förderung zu verlängern. Zum anderen besteht das Risiko, dass man als Langzeitstudierender Studiengebühren zahlen muss.

Weitere Stipendienprogramme für Studium und Promotion

Im Folgenden finden Sie eine Auswahl weiterer Fördermöglichkeiten:

  • Stipendium Plus: Diese Webseite gibt eine Übersicht über die 13 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützten Begabtenförderungswerke. Alle Einrichtungen vergeben Stipendien für Studierende und Promovierende, die überdurchschnittliche Leistungen zeigen, hoch motiviert sind, Verantwortung übernehmen und sich gesellschaftlich engagieren.

  • Stipendienlotse: Mit dem Stipendienlotsen bietet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eine interaktive Plattform, um das für Sie geeignete Stipendium anhand Ihrer Wunschkriterien zu finden. Die umfassende Stipendiendatenbank lässt sich nach vielen verschiedenen Kriterien, wie zum Beispiel Ausbildungsphasen, Studienfächer oder Zielregionen filtern. Der Stipendienlotse ist die zentrale Anlaufstelle für bundesweite und internationale Stipendien im privaten und öffentlichen Bereich.

  • mystipendium.de: Die Stipendienplattform unterstützt Studierende und Promovierende kostenlos bei der Suche nach Stipendien. Mit Hilfe eines Matching-Verfahrens aus einer Datenbank mit über 2.100 Stipendienprogrammen werden jedem Nutzer nur die (Auslands-) Stipendien angezeigt, welche auf den eigenen Lebenslauf passen.

  • Aufstiegsstipendium: Das Aufstiegsstipendium unterstützt Berufserfahrene bei der Durchführung eines ersten akademischen Hochschulstudiums. Es ist ein Programm der Begabtenförderung und unterstützt Menschen, die in Ausbildung und Beruf ihr besonderes Talent und Engagement bewiesen haben. Die SBB - Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung - führt im Auftrag und mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung die Auswahl der Stipendiaten durch und begleitet sie während ihres Studiums.

  • DAAD-Stipendiendatenbank: Internationale Studierende können sich bei zahlreichen Organisationen um ein Stipendium bewerben, etwa beim DAAD, bei parteinahen Stiftungen oder wirtschaftsnahen Einrichtungen, welche in der Stipendiendatenbank des DAAD zusammengefasst sind.

Weitere Weblinks

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