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Jul 03
BWL-Studenten der EAH Jena reichen Projektprämie von GLOBUS weiter

​(2. Juli 2020) Eine sechsköpfige studentische Projektgruppe der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena hat ihr Handlungskonzept für Auszubildende erfolgreich der Firma GLOBUS-Isserstedt vorgestellt. Das Konzept war im Dezember 2019 beauftragt worden und wurde mit 500 € prämiert. Die Prämie wird traditionell einem sozialen Zweck zugeführt.

Wie jedes Jahr wurden Studierende der EAH mit dem Schwerpunkt „Personalwirtschaft“ damit beauftragt, innerhalb eines Projektes ein konkretes Problem eines externen Unternehmens zu bearbeiten. Die Weitergabe der Projektprämie für einen sozialen Zweck hat mittlerweile eine über 20-jährige Tradition.

Unter Leitung der Studentin Julia von der Weiden befasste sich eine Gruppe von sechs Studentinnen und Studenten der Betriebswirtschaftslehre mit der Frage, wie Auszubildende bei GLOBUS kontinuierlich gefördert werden können, um ein möglichst gutes Niveau bei den Kammerprüfungen zu erreichen. 
Das Projektteam mit Annika Tull, Helena Schulz, Robin Scholle, Moritz Weber und Phillip Rahlfs blieb auch trotz aller Corona-Erschwernisse konsequent auf Arbeitskurs. Per Videokonferenz stellten sie Ende Juni das erarbeitete Konzept vor und übergaben einen ausführlichen Projektbericht. Der Personalleiter des GLOBUS-Markts in Isserstedt, Sebastian Schirbe, lobte das Ergebnis als pragmatisch und kreativ und betonte, dass GLOBUS zu einem wichtigen Thema wertvolle Anregungen erhalten habe. Dieser positiven Einschätzung konnte sich der betreuende Hochschullehrer der EAH Jena, Prof. Dr. Klaus Watzka, uneingeschränkt anschließen. 

Die Förderung der eigenen Auszubildenden ist eine wichtige Basis für die zukünftige Abdeckung des Fachkräftebedarfs im Unternehmen. Was ist jedoch zu tun, um die Auszubildenden bei der Erreichung des von GLOBUS erwarteten Niveaus bei den Kammerprüfungen bestmöglich zu unterstützen? Hier sah GLOBUS-Personalleiter Sebastian Schirbe noch Optimierungsbedarf und vergab daher den Projektauftrag an die Studierenden. 

Für das sechsköpfige Team hieß es nun zunächst: „Abtauchen in die Literaturrecherche“. Auf dieser theoretischen Basis zur betrieblichen Erstausbildung erstellten die Studierenden Fragebögen, um eine konkrete Situationsanalyse bei GLOBUS in Isserstedt durchzuführen. Befragt wurden alle Auszubildenden, Führungskräfte und Mitarbeiter mit wichtigen Funktionen im Rahmen der Ausbildung. Zudem wurde der Kontakt zu der Berufsschule hergestellt, die die Auszubildenden besuchen. Anhand der Auswertungen erstellte das Team ein Handlungskonzept für die Betreuung der Auszubildenden bei GLOBUS.

Der Grundbaustein des Handlungskonzeptes ist eine gemeinsame Lernrunde der Auszubildenden, die alle vier Wochen stattfinden soll. Damit soll eine langfristige Leistungssteigerung der Teilnehmenden sichergestellt werden. Durch den engen Austausch mit der Berufsschule sollen die Aktivitäten und der individuelle schulische Leistungsstand der Auszubildenden konkreter berücksichtigt werden. Zudem sollen gemeinsame Aktivitäten aller Auszubildenden deren zwischenmenschliche Beziehungen stärken und für eine gute Lernatmosphäre sorgen, aber auch das Arbeiten und den Zusammenhalt als Team im GLOBUS-Markt und auch in der Berufsschule fördern. Einen weiteren Anreiz könnten Bonuszahlungen für gute Leistungen und Leistungssteigerungen zwischen den Halbjahreszeugnissen schaffen.

Die Analysen zeigten am Rande auch die sehr gute Reputation von GLOBUS als Ausbildungsbetrieb. Nahezu alle befragten Auszubildenden waren mit dem gewählten Beruf und mit dem Unternehmen als Arbeitgeber „zufrieden“ oder sogar „sehr zufrieden“.

Zum Projektabschluss durfte die Gruppe entscheiden, wohin die Prämie von 500 Euro gespendet werden sollte. Die Entscheidung fiel auf das Tierheim Jena. Die Einrichtung kann 100 Katzen, 21 Hunde, sowie 40 Kleintiere aufnehmen. Damit die Arbeit für die Tiere dauerhaft gesichert werden kann, ist das Tierheim auf die Unterstützung von Tierfreunden angewiesen. 
Die Spende soll der sicheren Bleibe für in Not geratene Tiere, deren liebevoller Betreuung sowie der tierärztlichen Versorgung zugutekommen.

Robin Scholle, Prof. Dr. Klaus Watzka
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