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  • „ErziehungsZwang - ZwangsErziehung“

    ​(25. September 2020) Unter dem Titel „ErziehungsZwang- ZwangsErziehung“ findet vom 5. bis 16. Oktober 2020 in Jena eine Veranstaltungsreihe zu historischen und aktuellen Aspekten von Jugendhilfe statt. 

    Erziehung stellt sich offenbar für jede Gesellschaft als unverzichtbar dar. Auch wenn die jeweiligen Idealvorstellungen und Begründungen differieren, der Erziehungszwang wird kaum in Frage gestellt. In Kontexten der Jugendhilfe wurde und wird dieser zum Teil in Zwangserziehung übersetzt - als Erziehung gedacht, von den betroffenen Kindern und Jugendlichen als Zwang und Repression erfahren.  

    Mit der Veranstaltungsreihe wird Zwangserziehung im Alltag von Jugendhilfe bzw. in der Heimerziehung in unterschiedlichen Systemen und zu unterschiedlichen Zeitpunkten thematisiert: DDR-Jugendhilfe/Heimerziehung – Heimerziehung der 1950er bis 1980er Jahre in der BRD – Zwang in der Jugendhilfe heute.  

    Der Schwerpunkt DDR-Jugendhilfe/Heimerziehung wird veranschaulicht anhand einer Wanderausstellung der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau: „ZIEL: UMERZIEHUNG. Die Geschichte repressiver Heimerziehung in der DDR“. 


    Die Ausstellung wird vom 5. bis 16. Oktober im Untergeschoss der Goethe Galerie präsentiert und ist kostenfrei zugänglich. 
     
    Parallel zur Ausstellung wird im Kino im Schillerhof eine Filmreihe präsentiert, mit der an vier Abenden Dokumentar- und Spielfilme gezeigt werden, die öffentliche (Erziehungs-) Maßnahmen ganz unterschiedlich aufgreifen. Dazu finden jeweils Filmgespräche mit Gästen statt:   
     
    6.10.2020 | 18 Uhr: „Heim“ (DDR 1978) und „Jugendwerkhof“ (DDR 1982) 
    Im Gespräch: Roland Steiner (Regisseur Jugendwerkhof) 
    Moderation: Manuela Rummel (Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau)  
     
    8.10.2020 | 18 Uhr: „Bürgschaft für ein Jahr“ (DDR 1981) 
    Im Gespräch: Diana Düring (Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Fachbereich Sozialwesen) 
    Moderation: Wieland Koch (Landeszentrale für politische Bildung Thüringen) 
     
    13.10. 2020 | 18 Uhr: „Freistatt“ (Deutschland 2014) 
    Im Gespräch: Wolfgang Rosenkötter (Vorbild für die Figur des Wolfgang)              
    Moderation: Wieland Koch (Landeszentrale für politische Bildung Thüringen) 
                                   
    15.10.2020 | 18 Uhr: „Systemsprenger“ (Deutschland 2019)  
    Im Gespräch: Prof. Dr. Friedhelm Peters (Evangelische Hochschule Dresden), Carsten Nöthling (Deutscher Kinderschutzbund Thüringen)  
    Moderation: Wieland Koch (Landeszentrale für politische Bildung Thüringen), Diana Düring (Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Fachbereich Sozialwesen)  
     

    Die Veranstaltungsreihe wird gefördert und unterstützt durch:  
    Ernst-Abbe-Hochschule Jena 
    Fachbereich Sozialwesen, Ernst-Abbe-Hochschule Jena 
    Förderkreis der Ernst-Abbe-Hochschule Jena e.V. 
    Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau 
    Landeszentrale für politische Bildung Thüringen 
    Thüringer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur  
    Kino im Schillerhof/Kino am Markt  
    Goethe Galerie   


    Nachfolgend finden Sie Statements und Kontaktdaten der Veranstalter:  
     
    Diana Düring: „Mir geht es darum, das Verhältnis von Zwang und Erziehung in der Kinder- und Jugendhilfe öffentlich zu thematisieren und auch zu kritisieren. Wir wissen aus der Aufarbeitung der gewaltförmigen Praxis der DDR-Heimerziehung und der BRD-Heimerziehung der 1950 bis 1980er Jahre, welche katastrophalen Folgen solche „Hilfen“ für die Betroffenen haben. Und dennoch ist auch die ‚moderne KJH‘ nicht frei von Zwangselementen, die im pädagogischen Alltag angewendet werden (z.B. Time-Out-Räume, starre Stufensysteme). Nach wie vor gibt es Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, die Kinder und Jugendliche „geschlossen“ unterbringen – also einsperren; seit diesem Jahr auch in Thüringen. Mit dem Blick auf Kinder- und Jugendhilfe unter ganz unterschiedlichen ‚Vorzeichen‘ möchte ich eine Diskussion anregen, die aufmerksam macht, auf die strukturellen Ursachen von Zwangsmaßnahmen in (öffentlicher) Erziehung.  
     
    Kontakt: Prof. Dr. Diana Düring, Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Fachbereich Sozialwesen diana.duering@eah-jena.de, Tel.: 03641 - 205 858    
     
    Wieland Koch: „Die Situation von Kindern und Jugendlichen ist ein wichtiger politischer Seismograph. In Deutschland sind die Rechte, die Förderung und der Schutz von Kindern und Jugendlichen gesetzlich fixiert, die Bundesrepublik hat die UN-Kinderrechtskonvention ratifiziert. Die staatliche Kinder- und Jugendhilfe soll ihren Beitrag zur Entwicklung und Förderung von Heranwachsenden leisten sowie Eltern in ihrer Erziehungsarbeit unterstützen. Die optimale, den aktuellen gesellschaftlichen Verhältnissen und v.a. Kindern und Jugendlichen tatsächlich gerecht werdende Ausgestaltung dieser Instrumente bleibt jedoch permanente Aufgabe des politischen Diskurses und Handelns. Die Landeszentrale für politische Bildung stellt sich deshalb seit langem auch diesem Thema und will mit der Beteiligung an der Ausstellung und Filmreihe „ErziehungsZwang – ZwangsErziehung“ den Diskussionsprozess zu Fragen der Kinder und Jugendhilfe mit fördern und sich daran beteiligen. 
     
    Kontakt: Wieland Koch, Referat 4 der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen wieland.koch@tsk.thueringen.de, Tel.: 0361 - 57 3211 740 
     
    Gabriele Beyler: „Im 30. Jahr der Deutschen Einheit lässt sich feststellen, dass die Schicksale der ehemaligen DDR-Heimkinder inzwischen von Politik und Gesellschaft wahrgenommen werden. Dennoch ist die Anerkennung ihres Status als jüngste Opfergruppe des SED-Regimes keinesfalls zufriedenstellend. Es braucht weiterhin die Aufklärung und Auseinandersetzung mit dem ihnen widerfahrenen Unrecht.  
    Grundsätzlich ist es dringend notwendig, die Lobby der Heimkinder zu stärken. Als Gedenkstätte leisten wir seit über 20 Jahren wichtige Aufklärungsarbeit, welche Folgen eine repressive Heimerziehung für das weitere Leben der Kinder haben kann. Insofern ist auch der Blick auf das Heute von wichtiger Bedeutung. Wir können nicht begreifen, wie mit dem vorhandenen historischen Wissen Stimmen laut werden, die ein Wegsperren von „unliebsamen schwierigen“ Kindern und Jugendlichen vorantreiben. Es braucht noch mehr Öffentlichkeit und Diskussion, schließlich haben alle Heimkinder ein Recht auf Menschenwürde!“  
     
    Kontakt: Gabriele Beyler, Vorstandsvorsitzende Initiativgruppe Geschlossener Jugendwerkhof (GJWH) Torgau, Trägerverein der Gedenkstätte GJWH Torgau │ Manuela Rummel, Gedenkstätte GJWH Torgau, wiss. Referentin - Leitung Bildung, Vermittlung und Öffentlichkeitsarbeit 
    g.beyler@jugendwerkhof-torgau.de, m.rummel@jugendwerhof-torgau.de, Tel.: 03421 – 714203 

    Peter Wurschi:  Geschlossene Systeme produzieren ihre eigenen Regeln. Eindrücklich wird das immer wieder, wenn Betroffene von ihrem Schicksal z.B. in den Kinderheimen der DDR berichten. Verbunden mit dem ideologischen Auftrag zur Erziehung des kollektiven Menschenbildes, wurde in den DDR-Heimen jeglicher Wille zur Individualität bekämpft: „Vom Ich zum Wir“ war der Leitspruch der Erziehung. Durch die vielfältige Arbeit von Betroffeneninitiativen, Gedenkstätten und Forscher*innen wissen wir heute viel über die Zustände in den Kinderheimen der ehemaligen DDR und BRD. Dieses Wissen und die Verantwortung vor den Schicksalen der Betroffenen sollte Kontrastfolie für die heutige staatliche Kinder- und Jugendhilfe sein. Die historische Auseinandersetzung mit den ehemals „geschlossenen Systemen“ der Kinder- und Jugenderziehung macht diese transparenter und erzählbarer. Es bleibt der Auftrag der heute Handelnden, diese Erkenntnisse bei der Diskussion um die Ausgestaltung der (staatlichen) Förderung von Heranwachsenden zu berücksichtigen.  
     
    Kontakt: Dr. Peter Wurschi, Thüringer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur info@thla.thueringen.de; Tel: 0361 – 573114 951; 
    web: www.thla.thueringen.de 




  • Vorbereitet: Kinder- und Jugendhilferecht in 9. Auflage

    ​(21. September 2020) Voraussichtlich im Oktober erscheint im nomos-Verlag die neunte Auflage des Lehrbuchs „Kinder- und Jugendhilferecht“. Autoren sind die Professoren Thomas Trenczek (Ernst-Abbe-Hochschule Jena), Arne von Boetticher (Fachhochschule Potsdam) sowie Prof. em. Johannes Münder und Professorin Britta Tammen (Hochschule Neubrandenburg).

    Ausgehend von der Systematik des SGB VIII wird das Kinder- und Jugendhilferecht vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher und rechtlicher Entwicklungen dargestellt. Leserinnen und Leser erhalten eine fundierte Einführung in die Grundstrukturen des Jugendhilferechts und das nötige rechtliche, sozialwissenschaftliche wie empirische Hintergrundwissen für eine praxisorientierte und den fachlichen Standards entsprechende Aufgabenerfüllung in der Kinder- und Jugendhilfe. 
    Zahlreiche Schaubilder, Tabellen, Übersichten und Verfahrensschemata verdeutlichen die textlichen Erläuterungen. In jedem Kapitel wird auf die wichtigste weiterführende Literatur und aktuelle Rechtsprechung hingewiesen. Die Gesetzesänderungen und Rechtsprechung der letzten Jahre wurden eingearbeitet, so dass mit der Neuauflage eine aktuelle Einführung in das Kinder- und Jugendhilferecht für Ausbildung und Alltagspraxis vorliegt. 

    Das Lehrbuch richtet sich nicht nur an Studierende der Sozialen Arbeit und Sozialpädagogik, sondern erleichtert auch Fachkräften der Jugendämter und freier Träger den verlässlichen Zugang zum aktuellen Recht und fördert den kritischen, interdisziplinären Blick auf Recht und Praxis der Kinder- und Jugendhilfe.


    Kinder- und Jugendhilferecht 
    Eine praxis- und auch sozialwissenschaftlich orientierte Darstellung des gesamten  
    Kinder- und Jugendhilferechts - Lehrbuch
    Von Prof. em. Dr. Johannes Münder, Prof. Dr. Thomas Trenczek, M.A., Prof. Dr. Arne von Boetticher und Prof. Dr. Britta Tammen
    9. Auflage 2020, ca. 330 S., brosch., ca. 21,– € ISBN 978-3-8487-6595-9
    Erscheint ca. Oktober 2020 nomos-shop.de/isbn/978-3-8487-6595-9



  • Neue Maßstäbe für Gründerspirit an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena

    ​(14. September 2020) Am 11. September fand mit dem Kick-off-Treffen aller Projektbeteiligten der offizielle Auftakt eines neuen, mit ca. 1,5 Mio. Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierten Projekts statt. 

    Zentrales Element des bis Juli 2024 geförderten Vorhabens „StartUp@EAH: Von der Idee zum Gründungskonzept – Innovationen an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena Realität werden lassen“ ist die Einrichtung und Etablierung des StartUpLab an der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena. 

    Die anwendungsnah ausgebildeten Studierenden und Doktoranden sollen hier beispielsweise die Möglichkeit haben, ihre innovativen Ideen in Prototypen zu überführen, Produkttests zu realisieren und konkrete Geschäftsmodelle zu entwickeln. Mit dem StartUpLab soll dafür eine adäquate infra-strukturelle Basis aufgebaut werden, um nachteilige, standortbedingte Faktoren am Hochschulcampus - wie Flächenknappheit und die Abhängigkeit des Zugangs zu Technik vom Lehr- und Forschungsbetrieb - zu überwinden.

    Ein Strategiebeirat, der sich aus Vertretern der Fachbereiche und der Hochschulleitung sowie externen Partnern zusammensetzt, unterstützt die Projektleitung. Dessen Mitglieder fungieren als Gründungsbotschafter und -lotsen und wählen beispielsweise förderfähige „KickStart“-Projekte aus. Mit dieser Struktur und den involvierten Personen sollen Gründungsaspekte innerhalb der Hochschule flächig verankert werden. Dabei wird das StartUpLab sowohl in die bestehenden Gründungsstrukturen der Hochschule als auch in die bestehenden regionalen Netzwerke integriert.

    Der inhaltliche Fokus liegt insbesondere auf Unternehmensgründungen in sechs spezifischen Technologiefeldern, die außerdem zentrale Säulen des Lehr- und Forschungsprofils der EAH Jena verkörpern und gleichzeitig für den Wirtschaftsstandort Jena von hoher Relevanz sind: Optik/Photonik, Medizintechnik, Gesundheit und Pflege, Präzisionstechnik, Transformations- und Digitalisierungstechnologie sowie Umwelttechnologie.

    Durch eine frühzeitige Sensibilisierung und Identifizierung sowie passgenaue Unterstützung von Gründern und Gründungsinteressenten leistet das Vorhaben mittelfristig einen wichtigen Beitrag zur Erschließung des Potentials an wissens- und technologiebasierten Gründungen in Jena.


    Zuwendungsgeber:
    Bundesministerium für Bildung und Forschung

    Fördermaßnahme:
    Forschung an Fachhochschulen - StartUpLab@FH

    Richtlinie:
    „Unternehmerisches Denken und wissenschaftlicher Gründergeist – Forschungs- und Gründungsfreiräume an Fachhochschulen“ (StartUpLab@FH)

    Förderkennzeichen:
    13FH003SU8

    Projektleitung: 
    Prof. Dr. Heiko Haase, Prof. Andrej Werner, Prof. Dr.-Ing. Jens Bliedtner

    Kontakt:
    startuplab@eah-jena.de




  • Tiefensee: Thüringer Fachhochschulen besonders innovationsfreudig - Medienmitteilung des TMWWDG

    ​ „2. Landeswissenschaftskonferenz“ analysiert Beitrag der Hochschulen zur Fachkräftesicherung

    Bestnoten für Thüringen beim „Ländercheck Innovationsmotor Hochschule“: Im Fachhochschul-Ranking des Stifterverbands liegt der Freistaat unter allen 16 Bundesländern gemeinsam mit Niedersachsen auf Rang 2 hinter Sachsen. Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee nannte die Ergebnisse ein „Spitzenzeugnis“ für die anwendungsorientierte Forschung und Lehre in Thüringen: „Unsere Fachhochschulen machen einen hervorragenden Job. Mit ihrer Wirtschaftsnähe sind sie ein wichtiger Transmissionsriemen von der Forschung in die Praxis.“ Thüringen verfügt mit der FH Erfurt, der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, der Hochschule Nordhausen und der FH Schmalkalden über insgesamt vier Fachhochschulen.

    Der „Ländercheck“ des Stifterverbands analysiert anhand von zwölf Indikatoren die Innovationsfähigkeit der Fachhochschulen in allen 16 Bundesländern. Gemessen wird u.a. der Erfolg in Förderwettbewerben, bei der Einwerbung von Drittmitteln, Patentanmeldungen, Publikationstätigkeit und Kooperationen. Die Thüringer Hochschulen punkten insbesondere bei den Patenten (22 je 1.000 Wissenschaftler), beim Einwerben von Fördermitteln – insbesondere aus Bundesprogrammen wie VIP/VIP+ (889 Euro je Wissenschaftler) oder dem „Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand“ (ZIM) (3.217 Euro je Wissenschaftler) – und bei der Zitierhäufigkeit von Publikationen. Nachholbedarf sieht die Erhebung noch beim Einwerben von privaten Drittmitteln, wobei das schlechtere Abschneiden hier nicht zuletzt auf die kleinteiligere Wirtschaftsstruktur im Freistaat zurückzuführen ist.

    „Die Fachhochschulen sind Innovationsmotoren für den Wirtschaftsstandort Thüringen“, sagte Tiefensee. Hinzu komme: „Von den Fachhochschulen kommen exzellent ausgebildete, an der Praxis geschulte Fachleute. Damit leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses am Wirtschafts- und Technologiestandort Thüringen.“

    Um den Beitrag der Hochschulen – einschließlich Universitäten und Dualer Hochschule – zur Fachkräftesicherung geht es auch bei der 2. Landeswissenschaftskonferenz am morgigen Montag (14.9.) im Erfurter Augustinerkloster. Das Impulsreferat hält der Arbeitsmarktexperte und Abteilungsleiter im Thüringer Arbeitsministerium, Prof. Dr. Michael Behr. Daneben befasst sich das Gremium – dem rund 30 Mitglieder aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Kunst, Kultur, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft angehören – mit der künftigen Hochschulfinanzierung durch Rahmenvereinbarung und Hochschulpakt.

    Die Ergebnisse des Länderchecks „Innovationsmotor Hochschule“ finden sich unter: https://www.stifterverband.org/medien/laendercheck-innovationsmotor-hochschule

     
    Stephan Krauß
    Pressesprecher, Referatsleiter
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    THÜRINGER MINISTERIUM FÜR WIRTSCHAFT, WISSENSCHAFT UND DIGITALE GESELLSCHAFT
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  • Interdisziplinäre wissenschaftliche Zusammenarbeit

    ​(11. September 2020) Kürzlich veröffentlichte der Beirat zum SARS-2/CoVID-19-Pandemie- und Pandemiefolgenmanagement der Thüringer Landesregierung erste Zwischenergebnisse seiner Beratungstätigkeit. 


    Das Gremium aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, das seine Arbeit Anfang Juni aufgenommen hatte, will zu einer effektiven wie transparenten Risikokommunikation während der Pandemie beitragen. Auf seiner Webseite finden sich auch Beiträge zur Arbeitsweise des Beirats, zu einem Corona-Frühwarnsystem, zum Risikomanagement und zu bildungspolitischen Fragen. 

    Die Psychologin Nicole Harth ist ebenfalls Mitglied des Beirats. Sie lehrt als Professorin an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena und forscht unter anderem zu den Themen sozialer Ungleichheit und emotionaler Kompetenz.  

    „Ich schätze an der Arbeit im unabhängigen Beirat insbesondere die Interdisziplinarität. Das ist eine große Stärke. Wir versuchen, die mit der Pandemie einhergehenden Fragen jeweils aus den unterschiedlichen Fachrichtungen zu beantworten, um ein umfassendes Bild zu erlangen und in die Impulse für die politischen Entscheidungen einfließen zu lassen“, so Prof. Dr. Harth.


    Kontakt: Prof. Dr. Nicole Harth
    Nicole.Harth@eah-jena.de

    https://www.landesregierung-thueringen.de/regierung/wissenschaftlicher-beirat


  • Thüringer Hochschulen und Land unterzeichnen neue Rahmenvereinbarung

    ​Medieninformation des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

    vom 3. September 2020

     

    Thüringer Hochschulen und Land unterzeichnen neue Rahmenvereinbarung - Bis 2025 rund 2,7 Milliarden Euro für Thüringer Hochschulen / Weiterhein gute Bedingungen für Forschung und Lehre in Thüringen

    Ministerpräsident Bodo Ramelow, Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee und die zehn Thüringer Hochschulen haben heute offiziell die Rahmenvereinbarung V unterzeichnet. Damit haben sie die Finanzierung und die Entwicklungsziele für die Hochschulen bis 2025 festgeschrieben. Die neue Rahmenvereinbarung bietet weiterhin beste Bedingungen für Forschung und Lehre in Thüringen: die Mittel steigen von gut 477 Millionen in diesem Jahr auf rund 580 Millionen Euro im Jahr 2025. Insgesamt stellt das Land im Zeitraum 2021-2025 damit knapp 2,7 Milliarden Euro für seine Universitäten, Fachhochschulen und die Duale Hochschule bereit – ein kumulierter Aufwuchs um 302 Millionen Euro gegenüber 2020.

     „Der Mittelaufwuchs von weiterhin vier Prozent jährlich ist erneut ein klares politisches Bekennt­nis des Landes zum Wissen­schafts­stand­ort Thüringen", betonte Ministerpräsident Ramelow im Rahmen der Unterzeichnung. „Trotz schwieriger Zeiten schafft Thüringen mit diesem Kraftakt eine langfristig sichere Perspektive für seine Hochschulen." Mit 2,7 Milliarden Euro in den fünf Jahren stärke das Land seine Hochschulen weiter und investiere in die Zukunft.

    „Bei dem vierprozentigen Zuwachs der jährlichen Hochschulausga­ben handelt es sich um eine der höchsten Mittelsteigerungen bundesweit", so Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee. Der Mittelaufwuchs beinhaltet die jährliche Erhöhung der Grundfinanzierung um drei Prozent für wissenschafts­spezifische Kostensteigerungen sowie des Strategie- und Innovationsbudgets um ein Prozent für verbesserte Studienbedingungen, zusätzliche Forschungsaktivitäten und die gezielte Profilbildung der Hoch­schulen.

    „Zudem setzen wir den seit 2016 erfolgreich eingeschlagenen Weg, den Hochschulen einen Großteil der Mittel als Globalbudgets zur Verfügung zu stellen, fort", so Tiefensee weiter. Seit der Rahmenvereinbarung IV im Jahr 2016 erhalten die Hochschulen rund 90 Prozent der Mittel in Form eines Globalbudgets, das sie in eigener Verantwortung verwalten. Die restlichen 10 Prozent beinhalten ein zentrales Budget im Umfang von rund 17 Millionen Euro (u.a. für hochschulübergreifende Kooperationen, die anteilige Kofinanzierung von Bund-Länder-Programmen, die Graduiertenförderung oder für die Hochschul-IT-Zentren) sowie das Strategie- und Innovationsbudget im Umfang von rund 5 Millionen Euro.

     

    Konkret stellt das Land den Thüringer Hochschulen in den kommenden Jahren folgende Landesmittel zur Verfügung:

    Jahr20212022202320242025Gesamt
    Landes­mittel RV V

     

    496,1

     

    515,9

     

    536,6

     

    558,1

     

    580,4

     

    2.687,1

    Angaben in Millionen Euro

     

    Die gute Mittelausstattung sei aller­dings auch mit bestimmten Erwartungen an die Hochschulen verbun­den, betonte der Wissenschaftsminister. Mit der Rahmenvereinbarung V werden auch konkrete Leistungs- und Entwicklungsziele der Hochschulen vereinbart. So sollen u.a.

    • die Ingenieurwissenschaften mit Hilfe einer strategischen Allianz hochschulübergreifend weiterentwickelt,
    • eine bedarfsorientierte Ausbildung zukünftiger Lehrerinnen und Lehrer sichergestellt,
    • die Digitalisierung in Forschung und Lehre, aber auch in der Hochschulverwaltung weiter ausgebaut,
    • gute und verlässliche Beschäftigungsbedingungen für das Hochschulpersonal geschaffen und
    • die Profil­bildung und Kooperation der einzelnen Hochschulen vertieft und auf diese Weise
    • die Qualität von Forschung und Lehre erhöht und der Wissenstransfer in Wirtschaft und Gesellschaft weiter ausgebaut werden.

       

       
      Hintergrund

       

      Gemäß Thüringer Hochschulgesetz schließt das Land mit seinen Hochschulen jeweils mehrjährige Rahmenvereinbarungen ab, die die strukturelle und strategische Entwicklung der Hochschulen sowie die staatliche Hochschulfinanzierung regeln. Die Rahmenvereinbarung IV (2016-2020) läuft zum Ende dieses Jahres aus. Die Rahmenvereinbarung V tritt nach Unterzeichnung durch die Landesregierung sowie die zehn Hochschulen zum 1. Januar 2021 in Kraft und hat eine Laufzeit bis Ende 2025.

       

       Peggy Hoy
      Stv. Pressesprecherin

    THÜRINGER MINISTERIUM FÜR WIRTSCHAFT, WISSENSCHAFT UND DIGITALE GESELLSCHAFT


  • Die Fachhochschulen im Blick behalten

    ​(1.September 2020) Heute tritt Steffen Teichert, Rektor der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena, den stellvertretenden Vorsitz der Thüringer Landespräsidentenkonferenz (TLPK) an. Die EAH gratuliert sehr herzlich.

    Prof. Dr. Teichert war Anfang Juni in das Amt gewählt worden. Die Weiterentwicklung des Studienstandortes Thüringen sieht er als Hauptaufgabe des Gremiums der Präsidenten und Rektoren der staatlichen Thüringer Hochschulen. Teichert will die Hochschulen für angewandte Wissenschaften bzw. Fachhochschulen, wie er sagte, dabei „besonders im Blick behalten“.

    Informationen und Kontakt: rektor@eah-jena.de

    sn


  • Forschung der EAH Jena – Akuelles: Forschungscampus InfectoXplore

    ​Forschungscampus InfectoXplore: EAH Jena forscht gemeinsam mit Partnern an einer spektroskopischen Plattform zur Diagnostik von Infektionen 


    Projektstart am 01.09.2020

    Forschungsbereiche: Biotechnologie, Medizintechnik, Spektral-optische Sensorik
    Projektleiter: Prof. Dr. Iwan Schie
    Laufzeit: bis 31. August 2025
    Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung
    Förderkennzeichen: 13GW0459E

    Im Forschungscampus InfectoXplore arbeiten mehrere Jenaer Forschungseinrichtungen an einer spektroskopischen Plattform zur Diagnostik von Infektionen aus Blut. Im Teilvorhaben der EAH-Jena steht die Erforschung und Planung eines optimierten und kostengünstigen spektroskopischen Systems, basierend auf der Raman-Spektroskopie im Vordergrund. Es soll ein System für die klinische Routineanalytik entwickelt werden, welches die schnelle und zuverlässige Identifizierung eines breiten Erregerspektrums ermöglicht.

    Kontakt: Prof. Dr. Iwan Schie
    Iwan.Schie@eah-jena.de


  • Forschung der EAH Jena – Akuelles: StartUP@EAH

    ​StartUP@EAH: Begeistern für Gründung und Professionalisierung von innovativen Ideen


    Projektstart am 01.08.2020

    Forschungsbereich: Transfer
    Projektleiter: Prof. Dr. Heiko Haase
    Laufzeit: bis 31. Juli 2024
    Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung, Förderprogramm Forschung an Fachhochschulen
    Förderkennzeichen: 13FH003SU8

    Das Kernziel des Vorhabens ist es, 
    durch die neu geschaffene Infrastruktur des „StartUpLab“, 
    die anwendungsnah ausgebildeten Studierenden und Nachwuchswissenschaftler*innen der EAH gezielt für Gründung zu begeistern. 
    Es sollen neue Möglichkeiten in der Gründungspraxis geschaffen werden: von der Überführung innovativer Ideen in den finalisierenden 
    Prototypenbau bis hin zum konkreten Geschäftsmodell.

    Kontakt: Prof. Dr. Heiko Haase
    heiko.haase@eah-jena.de


  • Azubis starten ins Berufsleben

    ​(31. Juli 2020) Heute beendeten die Azubis der Ernst-Abbe-Hochschule Jena erfolgreich ihre Ausbildung. Der Kanzler der Hochschule, Dr. Thoralf Held, überreichte die Abschlusszeugnisse an Ida Benkewitz und Christian Glekler.

    Die beiden starten ab dem kommenden Montag direkt in ihre Arbeitsverhältnisse: Ida Benkewitz, die eine Ausbildung als Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste in der Hochschulbibliothek wahrgenommen hat, wird zukünftig in der Dokumentation des Tumorzentrums am Universitätsklinikum Jena arbeiten.

    Christian Glekler, frischgebackener Kaufmann für Büromanagement, ist in den kommenden neun Monaten Kollege im Fachbereich Sozialwesen der EAH Jena. Der Fachbereich war auch während seiner Ausbildungszeit für ihn verantwortlich.

    In den letzten drei Jahren haben beide Azubis alle Verwaltungsbereiche der Hochschule durchlaufen und die jeweils nötigen Aufgaben praktisch kennengelernt und mit umgesetzt. „Das ist der Vorteil einer kleinen Einrichtung“, wie Bibliotheksleiterin Andrea Heist zusammenfasste.

    sn

  • Die Wirtschaft muss rasch umsteuern

    ​Jena (29.07.20) 13 Prozent der Thüringer Unternehmen sehen aufgrund der aktuellen Krise ihre Existenz gefährdet, 22 Prozent zumindest teilweise. Das ist eines der besorgniserregenden Ergebnisse einer neuen Studie, des ZeTT-Radars, die am 28. Juli an der Friedrich-Schiller-Universität Jena vorgestellt wurde.

    Keine Entspannung der angespannten Lage erwartet

    Ein Team vom „ZeTT – Zentrum Digitale Transformation“ hat im Juni bei 388 Thüringer Unternehmen die Führungsebene befragt, wie die aktuelle Lage des Unternehmens ist und welche Annahmen sie für die Zukunft haben. Fast zwei Drittel der Befragten erwarten keine Entspannung der angespannten Lage. Die Skepsis ist vom Wirtschaftszweig abhängig: Sie ist im verarbeitenden Gewerbe besonders groß, während die IT-Branche recht hoffnungsfroh ist. Über Veränderungen wird in den meisten Unternehmen nachgedacht, aber dies wird nur selten durch betriebliche Investitionen unterfüttert. Und wenn es Investitionen gibt, dann fließen die Mittel vor allem in digitale Lösungen oder Services, präsentierte Dr. Thomas Engel, Soziologe der Uni Jena und Geschäftsführer des ZeTT, die Ergebnisse. Die umfangreichen Befunde und Analysen sind der Öffentlichkeit zugänglich unter: https://zett-thueringen.de/zett-radar/.

    Tipps für Politik und Unternehmen

    Das Team um den Soziologen Prof. Dr. Klaus Dörre von der Universität Jena und Prof. Dr. Heike Kraußlach von der Ernst-Abbe-Hochschule Jena beließ es aber nicht bei der reinen Bestandsaufnahme. Stellvertretend für das Team stellte Dörre wirtschafts- und industriepolitische Schlussfolgerungen vor. „Die Lage ist schwierig, vor allem unübersichtlich für Management und Belegschaften“, verwies der Wirtschafts- und Arbeitssoziologe auf die Gemengelage aus aktuellen und bereits zuvor herrschenden Krisen. Strukturveränderungen waren bereits vor Corona notwendig: mehr Digitalisierung, mehr Nachhaltigkeit, die Umsteuerung in der Autoindustrie sind nur einige Themen. Daher sei eine schnelle wirtschaftliche Erholung nicht in Sicht. „In der Autoindustrie werden nicht alle Arbeitsplätze erhalten bleiben“, nennt er ein Beispiel, warum eine Konversion notwendig ist, um Unternehmen und Arbeitsplätze zu erhalten. Ihm sei bewusst, dass etwa ein Fräser nicht problemlos auf Krankenpfleger umgeschult werden könne, aber ein Wandel in der Arbeitswelt sei zwingend erforderlich. Dafür brauche es geeignete Weiterbildungsangebote – auch an den Hochschulen.
    Und auch das gerade von vielen Menschen durchlebte Homeoffice habe zwar seine guten Seiten, etwa eine flexiblere und entspanntere Arbeitszeit und keinen Arbeitsweg. „Aber niemand will digitaler Einsiedler werden“, so Dörre mit Blick auf den Menschen als ein soziales Wesen. Und auch in diesem Bereich erlebten die Menschen derzeit einen deutlichen Wandel, weil Kultur und soziale Aktivitäten wegbrechen – wichtige Bestandteile des Lebens.

    Unkonventionelle Lösungen sind notwendig

    Dörres Plädoyer vor allem, aber nicht nur an die Politik: Integrierte Konzepte für die Zukunft sind jetzt zu entwickeln. Und wenn die Krise anhält, wovon die meisten Unternehmen ausgehen, dann „sind unkonventionelle Lösungen notwendig“. Das können auch staatliche Beteiligungen an strategisch wichtigen Unternehmen sein. Da das Geld aber nicht für alle reicht, müsse das Land sich endlich trauen, Prioritäten zu setzen – und das unabhängig von dem immer einsetzenden öffentlichen Geschrei.
    Prof. Dörre sieht seine Ausführungen „als eine Reihe von Vorschlägen“. Dies zeigte auch die nachfolgende Vorstellung von Positionen aus Wirtschaft und Gewerkschaften, die sich nicht immer mit denen von Dörre deckten. Einig war man sich dabei, dass es rasche Weichenstellungen für die Transformation durch die Politik geben müsse.

    Mit den neuen Analysen des ZeTT ist die Diskussion wieder eröffnet. Allzulange sollte aber nicht geredet, stattdessen gehandelt werden. Und dies gelte nicht nur für Thüringen, sind sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des ZeTT-Radars sicher. Sie halten die Befunde und Analysen für übertragbar auf andere Bundesländer.
    Wie sich die Thüringer Wirtschaft weiterentwickelt, wird sich bei der im Oktober 2020 startenden Quartalsumfrage zum ZeTT-Radar zeigen.


    Pressemitteilung der Universität Jena


    ZeTT
    Fünf Partner aus Wissenschaft und Beratung haben sich zum ZeTT – Zentrum Digitale Transformation Thüringen zusammengeschlossen, das zu Jahresbeginn seine Arbeit aufgenommen hat. Zum ZeTT gehören die Ernst-Abbe-Hochschule, die Friedrich-Schiller-Universität, die TU Ilmenau, Arbeit und Leben Thüringen sowie das IWT – Institut der Wirtschaft Thüringens GmbH. Das Projekt „ZeTT“ wird im Rahmen der Förderrichtlinie „Zukunftszentren – Unterstützung von KMU, Beschäftigten und Selbstständigen bei der Entwicklung und Umsetzung innovativer Gestaltungsansätze zur Bewältigung der digitalen Transformation“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert und vom Thüringer Arbeitsministerium unterstützt.


    Kontakt:
    ZeTT – Zentrum Digitale Transformation Thüringen
    Ziegelmühlenweg 1
    07743 Jena
    Tel.: 03641 / 945529
    E-Mail: info@zett-thueringen.de

  • Kanzler der EAH Jena für zweite Amtszeit gewählt

    (29. Juli 2020) Dr. Thoralf Held ist für eine weitere Amtszeit als Kanzler der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena tätig. Die Hochschulversammlung der EAH Jena bestätigte den Physiker in der vergangenen Woche im Amt. 

    Dr. Held promovierte 1996 auf dem Gebiet der Festkörperphysik am Lehrstuhl für Theoretische Physik der Pädagogischen Hochschule Erfurt. Parallel dazu absolvierte der gebürtige Thüringer ein Referendariat für das Lehramt an Gymnasien an der mathematisch-naturwissenschaftlichen Spezialschule in Erfurt. 

    Nach mehrjähriger Leitung der International School of Management gGmbH, einer staatlich anerkannten privaten Wirtschaftshochschule mit Sitz in Dortmund, übernahm Dr. Held 2010 die Geschäftsführung der Bereiche Studium und Ausbildung der bundesweit tätigen Euro-Schulen-Organisation.

    Seit dem 1. Juni 2013 arbeitet der aktive Langstreckenläufer und Vater zweier Töchter als Kanzler der EAH Jena. Er ist Beauftragter für den Haushalt und für die Personal-, Finanz- und Rechtsangelegenheiten sowie die räumlich-technische Infrastruktur der Hochschule zuständig. Seine zweite Amtszeit beginnt am 1. Juni 2021 und hat eine Dauer von acht Jahren.

    Kontakt: kanzler@eah-jena.de


    sn

  • Spiel- und Medienpädagogik

    (27. Juli 2020) Im April 2021 startet der dritte Durchgang des berufsbegleitenden Masterstudiengangs „Spiel- und Medienpädagogik“ im Fachbereich Sozialwesen der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. 

    Nicht erst seit der COVID-19-Pandemie sind Spiel und Medien in Bildungskontexten wichtige Bereiche. Dennoch haben die aktuellen Entwicklungen nochmals den Bedarf an qualifizierten Fachkräften, reflektiertem Nutzungsverhalten und ausgeklügelten Projektkonzepten aufgezeigt. Die Inhalte des Studiums sind daher bedeutender und zeitgemäßer als zuvor.

    Das praxisorientierte Studienangebot ist an der Schnittstelle von Erziehungs- und Kulturwissenschaften angesiedelt und fokussiert kulturelle Bildung, Sozial-, Spiel- und Medienwissenschaft zu einer konstruktiven Auseinandersetzung mit digitalen Spielen. Sowohl formelle als auch informelle Bildungsangebote werden vorgestellt und die Studierenden dazu befähigt, eigene Modellprojekte zu generieren. 

    Das Curriculum vermittelt zunächst die Grundlagen spezifischer Wissens- und Praxisgebiete und vertieft diese im Verlauf. In Modulen zur Forschung und Entwicklung werden bestehende Projekte analysiert und innovative Weiterentwicklungen angeregt. 

    Als Lehrende des Studiengangs konnten bundesweit anerkannte Expertinnen und Experten gewonnen werden, die den Studierenden zugleich ein professionelles Netzwerk für Theorie und Praxis im deutschsprachigen Raum eröffnen. Konzipiert und geleitet wird der Studiengang von Prof. Dr. Martin Geisler (EAH Jena) und Gerrit Neundorf. Beide bauen auf den langjährigen Erfahrungen im Institut Spawnpoint auf und gewährleisten so einen hohen Praxis- und Theorietransfer.  

    Im April 2021 startet der dritte Durchgang. Vorerfahrungen der Bewerberinnen und Bewerber in pädagogischen Kontexten bzw. in der Sozialen Arbeit sind hilfreich. Aber auch Interessenten aus der Medienwissenschaft und Mediengestaltung, dem Journalismus, der Kulturarbeit und vielen anderen Querschnittsgebieten, die sich dem wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und insbesondere praxisorientierten Diskurs um das digitale Spiel stellen möchten, sind willkommen. 

    Der Studiengang wird berufsbegleitend, kostenpflichtig und in Modulform durchgeführt. Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester. Zwei bis drei Präsenzanteile pro Semester finden in Jena statt. Über Online-Plattformen werden Selbststudiums-Anteile betreut. Der Studienabschluss „Master of Arts" eröffnet den Absolventinnen und Absolventen ein breites Betätigungsfeld in den Bereichen Spiel- und Medienpädagogik. Bewerbungen können bereits jetzt eingereicht werden. Stichtag und Bewerbungsende ist der 28.02.2021.   

    Alle weiteren Informationen gibt es unter 
    www.spiel-medien-pädagogik.de
    Facebook-Seite: https://www.facebook.com/spielmedienpaedagogik
    Info-Broschüre: https://www.sw.eah-jena.de/wp-daten/uploads/MA_SMP_Broschuere.pdf

  • Interkultureller Erfahrungsschatz und breites Lehrspektrum

    (20. Juli 2020) Prof. Dr. Michael Saller wurde mit Beginn dieses Sommersemesters an die Ernst-Abbe-Hochschule Jena berufen. Der Jurist lehrt im Fachbereich Betriebswirtschaft der EAH Wirtschafts- und Arbeitsrecht. Saller hat an der Ludwig-Maximilian-Universität München studiert und zu einem kartellrechtlichen Thema promoviert. An der University of Oxford erwarb er den Magister of European and Comparative Law.

    15 Jahre war Professor Saller in der Praxis tätig: als Anwalt, Fallbearbeiter beim Bundeskartellamt und Team-Leiter der OECD im Wirtschaftsrecht. Dort leitete er verschiedene OECD-Regulierungsprojekte in Osteuropa, Asien und Mexiko. „Eine herausfordernde Arbeit“, meint der aktive Tennis- und Schachspieler rückblickend: „Nicht nur inhaltlich, sondern vor allem wegen der teils sehr schwierigen Umstände. Beispielsweise wechselte die Regierung in Rumänien während der Arbeit mehrfach. In Mexiko erschwerte die zunehmende Drogenkriminalität unsere Reisetätigkeit, während die Kollegen und ich in Asien teils zehn Länder gleichzeitig abdeckten. An die Jetlags habe ich mich nie ganz gewöhnt…“.  
     
    Der Kunst- und Theaterfan hat an die EAH Jena nicht nur einen großen interkulturellen Erfahrungsschatz mitgebracht, sondern auch ein breites Lehrspektrum. Mit seinen Studierenden erarbeitet Michael Saller – derzeit digital – den Gewerblichen Rechtsschutz, das Wirtschaftsverwaltungsrecht, das Wettbewerbsrecht sowie das Handels- und Gesellschaftsrecht. 
     
    Darüber hinaus forscht der Wissenschaftler, der mehrere Sprachen beherrscht, in diesen und weiteren Gebieten, so unter anderem im Kartellrecht, im Regulierungsrecht sowie zu Big Data und elektronischen Handelsplattformen.
     
    Kontakt: Prof. Dr. Michael Saller
    Michael.Saller@eah-jena.de
     
    sn

  • Studium trotz „physical distancing“

    ​(16. Juli 2020) Gestern gratulierte Steffen Teichert, Rektor der EAH Jena, 22 Absolventinnen und Absolventen des Internationalen Studienzentrums Thüringen zur bestandenen Feststellungsprüfung. Die Veranstaltung in der EAH-Aula war, coronabedingt, ungewöhnlich oder sollte man besser sagen „Corona-gewöhnlich“? 

    Das „physical distancing“, wie der große Abstand zwischen allen Teilnehmern und fehlender Handschlag, wurde jedoch überbrückt durch das herzliche Lob des       Rektors für die guten Leistungen der 22 jungen Studienbewerber aus China sowie aus Indien, Vietnam und Mexiko. In den vergangenen zwei Semestern hatten sie sich speziell in Mathematik, Physik und in der deutschen Sprache vorbereitet und mit der bestandenen Prüfung ihren Hochschulzugang für Deutschland erreicht.

    Bereits zum fünften Mal konnte Prof. Dr. Steffen Teichert Absolventen des Jenaer Studienkollegs für ein künftiges Bachelorstudium an der EAH Jena begrüßen. Er nutzte die Gelegenheit, der pädagogischen Leiterin des Zentrums, Marie Greßler, und ihrem Team für die gute Ausbildung und Betreuung der ausländischen Studienbewerber zu danken. Damit werde ein Grundstein dafür gelegt, dass die jungen Menschen sich in Jena schnell heimisch fühlen könnten.

    Das Internationale Studienzentrum Thüringen (ISZ) bietet als Studienkolleg in Jena Vorbereitungskurse für internationale Studienbewerber an und führt sie zur staatlichen Feststellungsprüfung. Angeboten werden T-Kurse zur Vorbereitung auf „technische“ Studienrichtungen (Natur- oder Ingenieurwissenschaften) sowie W-Kurse für wirtschaftswissenschaftliche Richtungen. Der Unterricht des ISZ findet in der Jenaer Otto-Schott-Straße statt. Mit der bestandenen Prüfung erhalten die Bewerber die deutsche Hochschulzugangsberechtigung für ein Bachelorstudium.

    www.studienzentrum-thueringen.de

    Informationen und Kontakt: Dr. Dirk Schlegel
    dirk.schlegel@eah-jena.de

    Dr. Dirk Schlegel, sn

  • BAUHAUS.MOBILITYLAB VERKNÜPFT MOBILITÄT, LOGISTIK UND ENERGIE IN ERFURTER INNOVATIONSQUARTIER

    ​(16.07.2020) „Innovation by experiment“ – mit dieser Vision ist das KI-Innovationsprojekt Bauhaus.MobilityLab Erfurt in diesen Tagen offiziell gestartet. Beim digitalen Kick-Off-Treffen hat das Konsortium aus Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Hochschulen und der Thüringer Landeshauptstadt Erfurt die Meilensteine für den gemeinsamen Weg zum Reallabor der Zukunft abgesteckt. Ein interdisziplinäres Konsortium unter Federführung der Fraunhofer-Gesellschaft hat sich erfolgreich am „KI-Innovationswettbewerb“ des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie beteiligt. Mit einem Projektvolumen von rund 20 Millionen Euro wird sich das „Bauhaus.MobilityLab“ in den kommenden drei Jahren zu einem Leuchtturm der Mobilitäts- und Energiewende entwickeln.

    Konzept überzeugt in Wettbewerb mit mehr als 130 Bewerbungen

    Dieser Weg hat seinen Ursprung im Jahr 2019, als das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit der Ausschreibung „Künstliche Intelligenz als Treiber für volkswirtschaftlich relevante Ökosysteme“ die besten Ideen für den Transfer von deutscher Spitzenforschung im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) zu innovativen Produkten und Dienstleistungen suchte. In einem Feld von mehr als 130 Bewerbungen hat sich das Bauhaus.MobilityLab-Konsortium mit dem Ansatz, neue KI-Technologien aus den Bereichen Mobilität, Logistik und Energie in einem Reallabor mittels einer digitalen Laborplattform zu erproben, durchgesetzt.

    Erfurt bietet ideales Umfeld für innovative Ideen und Lösungen

    Schon während der Entwicklungsphase dieser Plattform wird in Erfurt an Laborinnovationen gearbeitet. Die Großstadt im Herzen Deutschlands repräsentiert einerseits die typische europäische Stadt hinsichtlich der Einwohnerzahl und ist zudem führend in der Sammlung und Auswertung von Verkehrsdaten. Aktuell werden diese Daten vor allem für die umweltorientierte Verkehrssteuerung der Stadt genutzt, in Zukunft werden sie ein Teil der Laborplattform des Bauhaus.MobilityLab. „Zusätzlich binden wir im Projekt urbane Logistik- und Energiedaten ein, die eine Kopplung der drei Bereiche zur Entwicklung von sektorübergreifenden Produkten und Dienstleistungen ermöglichen. So fördert das Bauhaus.MobilityLab eine intelligente Mobilitäts- und Energiewende“, erläutert Konsortialführer Oliver Warweg vom Fraunhofer IOSB-AST Ilmenau das Konzept.

    Während die Laborplattform von den am Projekt beteiligten Fraunhofer-Instituten aus Ilmenau, Karlsruhe (IOSB), Kaiserslautern (ITWM) und Dortmund (ISST) entwickelt wird, bringen andere Unternehmen bereits konkrete Anwendungsfälle in das Reallabor ein. So zielt Bosch auf eine Weiterentwicklung von Technologien zum Luftqualitätsmonitoring, Siemens Digital Logistics auf zukunftsweisende, urbane Logistikkonzepte und BPV Consult gemeinsam mit highQ Computerlösungen auf neue Mobilitätsangebote im öffentlichen Verkehr. „Reallabore sind eine ideale Umgebung, um den Transfer von der Wissenschaft zu marktreifen Produkten- und Dienstleistungen zu fördern.“, sind sich Prof. Dr.-Ing. Uwe Plank-Wiedenbeck, Bauhaus-Universität Weimar, und Prof. Dr. Andrej Werner, Ernst-Abbe-Hochschule Jena, einig. „Der Bauhaus-Gedanke, also das experimentelle und interdisziplinäre Arbeiten, lebt im Bauhaus.MobilityLab für das gemeinsame Ziel die Zukunft nachhaltig zu gestalten neu auf.“, ergänzt der Professor für Verkehrssystemplanung aus Weimar.

    Co-Creation mit Nutzern und Angebote für Unternehmenskunden

    Wie kommen nun die guten Ideen aus der digitalen in die reale Welt? Für diesen Schritt konzentriert sich das Konsortium zunächst auf das Quartier Brühl nahe der Erfurt Innenstadt. „In diesem Quartier konnten wir bereits zahlreiche assoziierte Partner gewinnen und sind in aktiven Gesprächen mit der LEG Thüringen sowie dem Brühl e.V. Der nächste Schritt wird der direkte Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort sein, um in einem Co-Creation-Prozess gemeinsam an der Zukunft in den Bereichen Mobilität, Logistik und Energie zu arbeiten.“, fasst Frank Schnellhardt, Geschäftsführer von INNOMAN, den aktuellen Stand für das Reallabor zusammen. Unterstützt wird dieser Dialog von WLA Software – die führende Erfurter App-Agentur arbeitet im Bauhaus.MobilityLab-Projekt an den Schnittstellen für Nutzerinnen und Nutzer. Dabei stehen Bedienfreundlichkeit, Sicherheit und die Einbindung neuster Technologien im Mittelpunkt.

    Die Laborplattform soll schon während der Projektlaufzeit regionalen und internationalen Unternehmen in Form eines „Lab as a Service“ für Forschung und Entwicklung zur Verfügung stehen. Diese können eigene Produkte sowie Dienstleistungen auf der Plattform bereitstellen und Erkenntnisse hinsichtlich Nutzerakzeptanz, Datenintegration sowie Potenziale von sektorübergreifenden Angeboten gewinnen. In diesem Kontext sind erste Anwendungen im Reallabor, wie z.B. ein Mobilitätsmanager und Mobilitätsstationen, bereits für das Jahr 2021 geplant. Insgesamt läuft das Projekt Bauhaus.MobilityLab Erfurt bis 2023 und soll auch darüber hinaus Innovationen im Herzen Deutschlands fördern.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite: www.bauhausmobilitylab.de sowie auf Twitter: www.twitter.com/bauhauslab

    Projektsteckbrief Bauhaus.MobilityLab

    Projektname:BML-EcoSys – Bauhaus.MobilityLab Erfurt
    Förderdauer: 01.04.2020 bis 31.03.2023
    Projektvolumen: rund 20 Millionen Euro (Förderung in zweistelliger Millionenhöhe)
    Projektbeteiligte: Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. (Konsortialführer), Bauhaus-Universität Weimar, BPV Consult GmbH, Ernst-Abbe-Hochschule Jena, INNOMAN GmbH, Landeshauptstadt Erfurt, Robert Bosch GmbH, Siemens Digital Logistics GmbH, WLA Software GmbH

  • Elementare Grundlagen der Regelungstechnik

    ​(13. Juli 2020) In diesem Frühjahr erschien im SHAKER-Verlag das ingenieurwissenschaftliche Fachbuch „Elementare Grundlagen der Regelungstechnik - Ein Arbeitsbuch mit durchgerechneten Beispielen“. Der Autor, Prof. Dr. Klaus-Peter Döge, lehrt Steuerungs- und Regelungstechnik im Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena.

    Die Regelungstechnik ist eines der zentralen Themen in der Ingenieurausbildung. Als Querschnittsdisziplin zwischen Mathematik, Physik und Elektrotechnik stellt sie die Studierenden vor anspruchsvolle Aufgaben.

    Hier setzt das vorliegende Lehrbuch an. Entstanden aus den regelungstechnischen Vorlesungen seit dem Jahr 2014 für die Fachbereiche Elektrotechnik und Informationstechnik, Medizintechnik und Biotechnologie sowie Maschinenbau, greift es die in der Lehre sichtbar gewordenen Hauptprobleme auf, und diskutiert diese aus einer fächerübergreifenden Perspektive. 

    Die Abhandlung beschränkt sich mit einem Umfang von 100 Seiten konsequent auf den Stoff eines Semesters, und damit auf die grundlegenden Zusammenhänge.  Dies sind im Wesentlichen die Modelle linearer Regelstrecken, der PID-Regler, Stabilitätsanalyse und Einstellregeln sowie die Berechnung der Genauigkeit einer Regelung mit dem Endwertsatz der Laplace-Transformation. Zahlreiche, vollständig durchgerechnete Beispiele fördern das Selbststudium. 

    Die in vielen Büchern bereits im Grundlagenbereich behandelten weiterführenden Themen wie das Zustandsraumkonzept, nichtlineare Regelungen und zeitdiskrete Regelungen sind hier ausgespart, damit das Wesentliche nicht aus dem Blick gerät - denn erst ein wirkliches Verständnis der Grundlagen ermöglicht die Erarbeitung von weiterführenden Themen.
    Das Lehrbuch ist im Buchhandel oder direkt beim Autor erhältlich.

    Kontakt: Prof. Dr. Klaus-Peter Döge
    klaus-peter.doege@eah-jena.de

    Klaus-Peter Döge
    Elementare Grundlagen der Regelungstechnik
    Ein Arbeitsbuch mit durchgerechneten Beispielen
    SHAKER-Verlag
    ISBN: 978-3-8440-7262-4

  • Computer Vision, 3D-Bildverarbeitung und immersive Medien

    (9. Juli 2020) Prof. Dr. Sebastian Knorr lehrt seit dem aktuellen Sommersemester an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, derzeit überwiegend digital. Kürzlich nahm er per Videokonferenz an einer Dissertationsverteidigung an der Universität Tampere in Finnland als Prüfer teil. Für den Wissenschaftler, der im Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik für Bildverarbeitung, Medientechnik, Computer Vision sowie Augmented- und Virtual Reality berufen ist, zählt das digitale Arbeiten zu den Heimspielen. 

    Knorr hat an der Technischen Universität seiner Heimatsstadt Berlin Elektrotechnik studiert und dort mit einem summa cum laude promoviert. Anschließend arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU. Zwischen 2009 und 2016 sammelte Professor Knorr Erfahrungen in der Wirtschaft: als geschäftsführender Gesellschafter der imcube labs GmbH Berlin und einem chinesischen Unternehmen. Von 2017 bis 2020 ging Sebastian Knorr zuerst für ein Jahr als leitender Wissenschaftler an das Trinity College Dublin, anschließend als leitender Wissenschaftler und Dozent am Fachgebiet Nachrichtenübertragung an die TU Berlin zurück. 
     
    Die Forschungsfelder des aktiven Beachvolleyballers sind vielseitig und liegen unter anderem in den Bereichen der Computer Vision, der 3D-Bildverarbeitung und der immersiven Medien, insbesondere in Virtual-Reality-Anwendungen.
     
    Prof. Dr. Knorr ist Mitglied des Instituts für Elektro- und Elektronikingenieure (IEEE) und der Fernseh- und Kinotechnischen Gesellschaft. Darüber hinaus ist er Mitherausgeber der Zeitschrift „IEEE Transactions on Multimedia“. 
     
    2008 erhielt der den Deutschen Multimedia Business Award des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, 2009 die Auszeichnung „Deutschland - Land der Ideen“ von der Bundesregierung und Industrie für seine Ausgründung imcube labs GmbH und 2012 den Scott Helt Memorial Award für den besten wissenschaftlichen Artikel in den IEEE Transactions on Broadcasting. 2018 wurde Prof. Dr. Knorr für seinen Beitrag "DeepStereoBrush - Interactive Depth Map Creation" mit dem Lumière Award der Advanced Imaging Society, Los Angeles, USA, ausgezeichnet.
     
    Kontakt: Prof. Dr. Sebastian Knorr
    Sebastian.Knorr@eah-jena.de

  • So macht man Teilhabe

    (3. Juli 2020) Prof. Dr. Michael Opielka, Leiter des Instituts für Sozialökologie Siegburg und Professor für Sozialpolitik an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena veröffentlichte kürzlich, gemeinsam mit Magdalena Elisabeth Wißkirchen, ebenfalls Institut für Sozialökologie in Siegburg, den Abschlussbereich ihrer Evaluation des von der Aktion Mensch Stiftung geförderten Projekts „Wie macht man Teilhabe? – Inklusion durch Umbau der Angebote gemeinsam verwirklichen“ der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen.

    Das Projekt sollte die Ambulantisierung und personenzentrierte Ausrichtung der Eingliederungshilfe nach dem neuen Bundesteilhabegesetz unter Beteiligung der Menschen mit Beeinträchtigung für Menschen mit Beeinträchtigung erproben. Die Partizipation der primären Zielgruppe der Evaluation, der Menschen mit Beeinträchtigung, wird als positiv bewertet. Sie wurden eingebunden und es entstanden neue Mitgestaltungsmöglichkeiten. 

    Das Projekt zeigt, dass eine Veränderung der Trägerlandschaft erfolgt. Dies kann jedoch nur der Anfang des Transformationsprozesses sein. Weitere Schritte erfordern eine ganzheitliche Personenzentrierung in allen Lebensbereichen, das heißt die Integration und Ausweitung auf externe sozialräumliche und gesellschaftliche Akteure, sowie vielfältige Anreize, um diese Akteure zur Kooperation zu motivieren. Teilhabe braucht mehr Ressourcen, Zeit und Geld.

    Michael Opielka/Magdalena Wißkirchen, So macht man Teilhabe. Abschlussbericht der Evaluation. ISÖ-Text 2020-2. Norderstedt: BoD 2020

    Die Studie steht in elektronischer Form zum Download und zur Bestellung in gedruckter Form als Paperback für 5,50 Euro (einschließlich Porto). Druck- und Verlagspartner ist „Books on Demand“.

    https://www.isoe.org/veroeffentlichungen/isoe-text/michael-opielka-magdalena-wisskirchen-so-macht-man-teilhabe-abschlussbericht-der-evaluation-isoe-text-2020-2/



  • BWL-Studenten der EAH Jena reichen Projektprämie von GLOBUS weiter

    ​(2. Juli 2020) Eine sechsköpfige studentische Projektgruppe der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena hat ihr Handlungskonzept für Auszubildende erfolgreich der Firma GLOBUS-Isserstedt vorgestellt. Das Konzept war im Dezember 2019 beauftragt worden und wurde mit 500 € prämiert. Die Prämie wird traditionell einem sozialen Zweck zugeführt.

    Wie jedes Jahr wurden Studierende der EAH mit dem Schwerpunkt „Personalwirtschaft“ damit beauftragt, innerhalb eines Projektes ein konkretes Problem eines externen Unternehmens zu bearbeiten. Die Weitergabe der Projektprämie für einen sozialen Zweck hat mittlerweile eine über 20-jährige Tradition.

    Unter Leitung der Studentin Julia von der Weiden befasste sich eine Gruppe von sechs Studentinnen und Studenten der Betriebswirtschaftslehre mit der Frage, wie Auszubildende bei GLOBUS kontinuierlich gefördert werden können, um ein möglichst gutes Niveau bei den Kammerprüfungen zu erreichen. 
    Das Projektteam mit Annika Tull, Helena Schulz, Robin Scholle, Moritz Weber und Phillip Rahlfs blieb auch trotz aller Corona-Erschwernisse konsequent auf Arbeitskurs. Per Videokonferenz stellten sie Ende Juni das erarbeitete Konzept vor und übergaben einen ausführlichen Projektbericht. Der Personalleiter des GLOBUS-Markts in Isserstedt, Sebastian Schirbe, lobte das Ergebnis als pragmatisch und kreativ und betonte, dass GLOBUS zu einem wichtigen Thema wertvolle Anregungen erhalten habe. Dieser positiven Einschätzung konnte sich der betreuende Hochschullehrer der EAH Jena, Prof. Dr. Klaus Watzka, uneingeschränkt anschließen. 

    Die Förderung der eigenen Auszubildenden ist eine wichtige Basis für die zukünftige Abdeckung des Fachkräftebedarfs im Unternehmen. Was ist jedoch zu tun, um die Auszubildenden bei der Erreichung des von GLOBUS erwarteten Niveaus bei den Kammerprüfungen bestmöglich zu unterstützen? Hier sah GLOBUS-Personalleiter Sebastian Schirbe noch Optimierungsbedarf und vergab daher den Projektauftrag an die Studierenden. 

    Für das sechsköpfige Team hieß es nun zunächst: „Abtauchen in die Literaturrecherche“. Auf dieser theoretischen Basis zur betrieblichen Erstausbildung erstellten die Studierenden Fragebögen, um eine konkrete Situationsanalyse bei GLOBUS in Isserstedt durchzuführen. Befragt wurden alle Auszubildenden, Führungskräfte und Mitarbeiter mit wichtigen Funktionen im Rahmen der Ausbildung. Zudem wurde der Kontakt zu der Berufsschule hergestellt, die die Auszubildenden besuchen. Anhand der Auswertungen erstellte das Team ein Handlungskonzept für die Betreuung der Auszubildenden bei GLOBUS.

    Der Grundbaustein des Handlungskonzeptes ist eine gemeinsame Lernrunde der Auszubildenden, die alle vier Wochen stattfinden soll. Damit soll eine langfristige Leistungssteigerung der Teilnehmenden sichergestellt werden. Durch den engen Austausch mit der Berufsschule sollen die Aktivitäten und der individuelle schulische Leistungsstand der Auszubildenden konkreter berücksichtigt werden. Zudem sollen gemeinsame Aktivitäten aller Auszubildenden deren zwischenmenschliche Beziehungen stärken und für eine gute Lernatmosphäre sorgen, aber auch das Arbeiten und den Zusammenhalt als Team im GLOBUS-Markt und auch in der Berufsschule fördern. Einen weiteren Anreiz könnten Bonuszahlungen für gute Leistungen und Leistungssteigerungen zwischen den Halbjahreszeugnissen schaffen.

    Die Analysen zeigten am Rande auch die sehr gute Reputation von GLOBUS als Ausbildungsbetrieb. Nahezu alle befragten Auszubildenden waren mit dem gewählten Beruf und mit dem Unternehmen als Arbeitgeber „zufrieden“ oder sogar „sehr zufrieden“.

    Zum Projektabschluss durfte die Gruppe entscheiden, wohin die Prämie von 500 Euro gespendet werden sollte. Die Entscheidung fiel auf das Tierheim Jena. Die Einrichtung kann 100 Katzen, 21 Hunde, sowie 40 Kleintiere aufnehmen. Damit die Arbeit für die Tiere dauerhaft gesichert werden kann, ist das Tierheim auf die Unterstützung von Tierfreunden angewiesen. 
    Die Spende soll der sicheren Bleibe für in Not geratene Tiere, deren liebevoller Betreuung sowie der tierärztlichen Versorgung zugutekommen.

    Robin Scholle, Prof. Dr. Klaus Watzka

  • Die Freiheit, Neues auszuprobieren

    (1. Juli 2020) Elizabeth Ribe lehrt seit einem Jahr als Professorin für Mathematik im Fachbereich Grundlagenwissenschaften der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Zuvor hatte die 37-jährige, neben ihrer Beratungstätigkeit am Fraunhofer Institut in Ilmenau, als Vertretungsprofessorin an der EAH gearbeitet. 

    Die Stadt Ilmenau lernte die Amerikanerin bereits in ihrer Schulzeit kennen: Als 17-jährige erhielt sie ein Austauschstipendium für ein Schuljahr an der Ilmenauer Goetheschule. 
    In der 10. Klasse hatte sich Elizabeth – Liz – entschieden, ihren Abschluss zu beschleunigen und diesen in drei, statt in vier Jahren zu schaffen. Das so „freigeschaufelte“ Jahr wollte sie ganz nach persönlichen Wünschen verbringen. Die Wahl stand zwischen einem Austauschjahr in Deutschland oder arbeiten und Ski fahren in Colorado. 

    „Mit der Zusage für das Stipendium ab August 1999 war die Entscheidung gefallen“, erzählt Liz Ribe, die auch heute noch viel Ski oder Rad fährt, joggt und sich gerne in der Natur bewegt. Ein Jahr nach dem Schüleraustausch zog es sie zum Mathematikstudium in die Thüringer Stadt zurück. Auch ihre Promotion über ein Thema aus der Informatik schrieb sie an der TU Ilmenau und beendete sie als Dr. der Ingenieurwissenschaften mit einem magna cum laude. 

    Während ihrer Promotionszeit studierte Prof. Dr. Ribe zusätzlich an der Universität Jena für das Lehramt. Auch als Mathematik- und Informatik-Lehrerin hat die Mutter dreier Kinder bereits gearbeitet. Gemeinsam mit einer Professoren-Kollegin der EAH Jena veröffentlichte sie eine Publikation zur pädagogischen Forschung über Analogien im Informatik-Unterricht.

    Ursprünglich wollte die Wissenschaftlerin, die in der Nähe von Nähe von Chicago geboren und aufgewachsen ist, Architektin werden. Auch die Forschung in der Entwicklungspsychologie hat sie interessiert. Doch die junge Professorin ist sehr froh, wie sich ihre beruflichen Stationen entwickelt haben: „Meine Arbeit lässt viele Möglichkeiten für die Zukunft offen und gibt mir die Freiheit, auch neue Dinge auszuprobieren“.

    Kontakt: Prof. Dr. Liz Ribe
    Liz.Ribe@eah-jena.de


    sn

  • Für die Weiterentwicklung des Studienstandortes Thüringen

    ​(26. Juni 2020) Zu Beginn dieses Monats wählte die Thüringer Landespräsidentenkonferenz (TLPK), gemeinsamer Ausschuss der Präsidenten und Rektoren der staatlichen Thüringer Hochschulen, ihre Vertretung. Dabei wurde der Präsident der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Prof. Dr. Walter Rosenthal, für eine weitere Amtszeit als Vorsitzender bestätigt.

    Prof. Dr. Steffen Teichert, Rektor der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, ist ab dem 1. September dieses Jahres neuer stellvertretender Vorsitzender des Gremiums. Teichert dankt seinen Kollegen für das entgegengebrachte Vertrauen und tritt, wie er sagt, die Position mit Freude an: „Ich werde die bisherige gute Zusammenarbeit aller Thüringer Hochschulen intensiv unterstützen. Unsere Hauptaufgabe ist es, den Studienstandort Thüringen bestmöglich weiter zu entwickeln“.  Dabei werde er die Entwicklung der Fachhochschulen des Landes besonders im Blick behalten.

    „Die Arbeit der TLPK zur Weiterentwicklung unseres Studienstandortes“, so Prof. Dr. Teichert, „wird bestärkt durch den heutigen Beschluss der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern zum Zukunftsvertrag und hier insbesondere durch die Thüringer Verpflichtungserklärung“.

    Informationen und Kontakt: rektor@eah-jena.de

    sn

  • Vorsitz der Landespräsidentenkonferenz bleibt in Jena

    Mitteilung der Friedrich-Schiller-Universität Jena:

    (12. Juni 2020) Bei ihrer Sitzung am 4. Juni 2020 wählten die Präsidenten und Rektoren der staatlichen Hochschulen in Thüringen Prof. Dr. Walter Rosenthal, Präsident der Friedrich-Schiller-Universität Jena, für eine weitere Amtszeit zu ihrem Vorsitzenden. Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden wurde Prof. Dr. Steffen Teichert, Rektor der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, gewählt.

    Professor Walter Rosenthal dankt den Kollegen für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und sagt: „Wissenschaft und akademische Bildung sind für das Land Thüringen von großer Bedeutung. Es ist mir ein zentrales Anliegen, unsere nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und auch in den Zeiten der Pandemie weiter zu stärken. Die Mehrheit der Menschen setzt großes Vertrauen in die Arbeit der Hochschulen. Daraus wächst unsere gemeinsame Verantwortung, hervorragende Forschung und Lehre für Thüringen und den Standort Deutschland zu betreiben.“

    Walter Rosenthal war 2018 erstmals für die Zeit vom 1.9.2018 bis 31.8.2020 zum Vorsitzenden der TLPK gewählt worden. Seine zweijährige Amtszeit verlängert sich nun ab dem 1.9.2020 um weitere zwei Jahre. Steffen Teichert löst als Stellvertreter zum 1.9. 2020 den Rektor der Fachhochschule Erfurt Prof. Dr.-Ing. Volker Zerbe ab.

    Die Thüringer Landespräsidentenkonferenz (TLPK) ist ein Zusammenschluss der zehn staatlichen Thüringer Hochschulen. Sie werden vertreten durch ihre Rektorinnen und Rektoren bzw. ihre Präsidentinnen und Präsidenten. Die TLPK versteht sich als Plattform für den Austausch und die Zusammenarbeit der Thüringer Hochschulen zu übergreifenden hochschulpolitischen Themen mit dem Ziel, gemeinsame Interessen der Hochschulen in den politischen Willensbildungsprozess und in die Wahrnehmung der Öffentlichkeit zu tragen. Der Vorsitzende wird aus dem Kreis der Mitglieder für eine in der Regel zweijährige Amtszeit gewählt. Er führt die Geschäftsstelle der TLPK, vollzieht die Beschlüsse der Mitglieder und vertritt diese nach außen.

    Kontakt:
    Katja Barbara Bär
    Leiterin Abteilung Hochschulkommunikation, Friedrich-Schiller-Universität Jena

  • Online-Infotage an der EAH Jena vom 22. bis zum 26. Juni

    ​(11. Juni 2020) Vom 22. bis 26. Juni können sich Schülerinnen und Schüler online an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena umsehen. Zwischen 13.00 und 17.00 Uhr werden täglich alle Infos rund um die Bachelorstudiengänge vorgestellt. 

    Praktisch funktioniert das sehr einfach: Über einen Link kann man sich zu den Veranstaltungen einwählen und erfährt alles zu den Studieninhalten, zum Bewerbungsprozedere und den Zugangsvoraussetzungen. Natürlich wird auch über BAföG, Wohnen und das Jenaer Studentenleben gesprochen. Ein virtueller Spaziergang führt über den Hochschulcampus.

    Persönlich können alle Studienanfänger den Campus spätestens ab dem 2. November kennenlernen. Die EAH Jena war nicht nur sehr zeitig mit ihren digitalen Lehrveranstaltungen unterwegs – sie hat auch bereits jetzt ihr Konzept für das kommende Wintersemester vorliegen. Auf den Punkt gebracht heißt das: „So viel wie möglich für die Erstis“. Unter Einhaltung aller Abstands- und Hygieneregeln werden Hörsäle und Aula im kommenden Präsenzbetrieb vor allem für die Erstsemester eingesetzt. An einem Schlüssel für die Berechnung der jeweiligen Raumkapazitäten wurde in den vergangenen Wochen fieberhaft gearbeitet. 

    „Wir verwenden ein Konzept, das uns in zwei Richtungen flexibel sein lässt“, erläutert EAH-Rektor Prof. Dr. Steffen Teichert: „Die Präsenzveranstaltungen werden mit einem von uns berechneten Schlüssel für Personen und Räume durchgeführt. Wir bevorzugen die Erstsemester, da sie ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen, die Lehrenden und unsere Hochschule persönlich kennenlernen müssen. Das ist ausschließlich mit Online-Veranstaltungen nicht optimal. Doch auch für die höheren Semester wird es Präsenz geben, wie beispielsweise in Praktika, die eine persönliche Anwesenheit unbedingt erfordern, sowie in weiteren, von den einzelnen Fachbereichen ausgesuchten Veranstaltungen“. 

    Ein Großteil der Lehre für die höheren Semester soll jedoch weiterhin online stattfinden. Sobald es die Situation erfordere, würden für alle Studierenden ohne zeitlichen Verzug digitale Vorlesungen angeboten werden können. 

    Bei den virtuellen Infotagen in der 26. Kalenderwoche können interessierte Schüler und Familien gern ihre persönlichen Fragen stellen. Nach dem Klick auf den Link zum Wunsch-Studiengang bzw. zur Veranstaltung ist die Angabe eines Namens nötig, danach die Bestätigung der Teilnahme.  Es folgt ein Mikrofontest und man ist direkt im „Konferenzraum“. 


    Die EAH Jena freut sich auf viele Gäste zu ihren ersten Online-Infotagen. Hier geht es zum Programm und zu den Links: https://www2.eah-jena.de/entdecken/

    Kontakt: studienberatung@eah-jena.de

    sn





  • Medienmitteilung der Universität Zürich: Von Dübendorf aus in die Schwerelosigkeit fliegen

    (11. Juni 2020) Auf dem Schweizer Flugplatz Dübendorf startet heute der vierte Parabelflug unter der Leitung des UZH Space Hubs. Möglich machen dies ausgefeilte Corona-Schutzmassnahmen. Mit an Bord ist ein Experiment, das helfen könnte, Überreaktionen des Immunsystems abzuschwächen, die an schweren Covid-19-Verläufen beteiligt sind.

    Die Schutzmaßnahmen im Rahmen der SARS-CoV-2-Pandemie haben – neben Restriktionen für Wirtschaft und Gesellschaft – auch die meisten Forschungsaktivitäten stark beeinträchtigt. Trotz der sich dauernd ändernden Lage konnten die Swiss Skylab Foundation und der Space Hub der Universität Zürich die geplante Parabelflug-Kampagne neu organisieren und die erforderlichen Schutzkonzepte implementieren. Der Schwerelosigkeits-Forschungsflug hebt heute 11. Juni vom ehemaligen Militärflugplatz Dübendorf ab – unter Einhaltung sämtlicher Corona-Schutzmaßnahmen.

    An Bord des Airbus A310 befinden sich acht Experimente aus den Bereichen Medizin, Astrophysik und Geologie, darunter mehrere der UZH sowie je eines der Universitäten Bern und Basel, der ETH Zürich und des italienischen Eurac Forschungsinstituts. Bei einem Experiment handelt es sich um eine Forschungszusammenarbeit der Universität Zürich und der NASA, an der auch die University of Wisconsin beteiligt ist.

    Für die technische Umsetzung von Experiment 3 arbeitete Ullrich mit Ingenieuren aus Deutschland zusammen: Frank Engelmann, Professor für Konstruktion für Wirtschaftsingenieure an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena in Thüringen, und sein Team konzipierten und realisierten die Versuchstechnik für die Biologen und Mediziner.

    Unterstützt wird die Parabelflug-Kampagne vom Swiss Space Office des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation.


    Mit gedämpfter Immunantwort gegen schwere Covid-19-Verläufe
    Eines der Experimente, das Oliver Ullrich, Professor für Anatomie an der UZH und Direktor des UZH Space Hubs, und seiner Forschungsgruppenleiterin Cora Thiel durchführen, fokussiert auf Covid-19. «Bei schweren und teilweise tödlichen Covid-19-Verläufen scheint eine massive und schädliche Überreaktion des Immunsystems beteiligt zu sein, die bei leichten Verläufen nicht zu beobachten ist», erläutert Thiel.

    Aus der Raumfahrtmedizin ist bekannt, dass Überreaktionen des Immunsystems in der Schwerelosigkeit abgedämpft werden. Aus ihrer bisherigen Forschung kennen Ullrich und Thiel mögliche molekulare Wege, wie dieser «gedämpfte», aber dennoch reaktive Immunstatus, aktiviert wird. Während des Parabelfluges versuchen die beiden mittels verschiedener bereits zugelassener Medikamente diesen aus der Schwerelosigkeit bekannten Immunstatus in menschlichen Zellkulturen herbeizuführen. Anhand von molekularen Markern überprüfen sie, ob die durch Medikamente respektive Schwerelosigkeit erreichten Effekte identisch sind. Im Falle positiver Resultate wären erste klinische Testreihen möglich mit dem Ziel schwere und tödliche Verläufe von Covid-19 zu reduzieren. «Dadurch liesse sich die gewünschte «Herdenimmunität» mit weniger Risiken erreichen», erklärt Ullrich den neuartigen Ansatz.

    Bisher 30 Experimente in der Schwerelosigkeit
    Zusammen mit der aktuellen Kampagne wurden in den von Ullrich organisierten Forschungsflügen bislang dreissig Experimente in der Schwerelosigkeit durchgeführt. «Forschung in Schwerelosigkeit kann Vorgänge aufklären und sichtbar machen, die auf der Erde durch die Schwerkraft verborgen sind und helfen, neue Materialien und Herstellungsverfahren zu erforschen», erläutert Ullrich, der Mediziner und Biochemiker ist. «Sie hat der Medizin neue Erkenntnisse, neue Behandlungsmethoden und neue Perspektiven für Geweberegeneration und -ersatz gebracht.»

    Swiss Parabolic Flights erzielen hohe Wertschöpfung
    Dank Ullrichs Parabelflügen gelang es Wissenschaftlern aus der Schweiz, Forschungsgelder auf europäischer Ebene einzuwerben oder Forschungsvorhaben auf der Internationalen Raumstation vorzubereiten. «Damit erzielen die Swiss Parabolic Flights eine hohe Wertschöpfung und stärken die Wettbewerbsfähigkeit von Forschung und Technologie aus der Schweiz», sagt Ullrich. Mit dem Swiss Parabolic Flight Programm erhalten Wissenschaft und Innovation in der Schweiz einen einfachen Zugang zur Forschungsumgebung «Schwerelosigkeit». Ermöglicht wird dies auch durch die Schweizer Luftwaffe mit der Nutzung des Militärflugplatzes Dübendorfs für die Starts und Landungen des Airbus 310 Zero-G. Durchgeführt werden die Schwerelosigkeits-Forschungsflüge durch Novespace, eine Tochter der französischen Raumfahrtagentur CNES, die Eigentümer und Operator des A310 ZERO-G ist.

    Europaweit einzigartiges Setting
    Überzeugt vom Potenzial in Dübendorf ist auch Peter Bodmer, Mitglied des Universitätsrats und Präsident des Innovationsparks Zürich: «Der Innovationspark Zürich bietet eine einzigartige Chance: den Zugang zu einem Flugfeld, das Forschungs- und Testflüge für die Mobilität in der Luft ermöglicht. So eignet sich der Park auf dem Flugplatzareal von Dübendorf auch für alle Innovationsthemen der Aviatik und der Luftfahrt.» Dies bestätigt Michael Schaepman, Prorektor Forschung an der UZH: «Mit der Flugpiste vor der Haustüre haben wir europaweit ein einzigartiges Setting und zeigen mit dem heutigen Parabelflug, dass die UZH und ihr Space Hub im Bereich Luft- und Raumfahrt auch in herausfordernden Zeiten verlässliche Partner sind.»

    Kontakt für Interview-Anfragen mit Prof. Oliver Ullrich:
    Dr. Calista Fischer
    Kommunikationsbeauftragte UZH Space Hub
    079 915 85 83
    c.fischer@mnf.uzh.ch


    Wozu Parabelflüge für die Forschung?
    Parabelflüge sind fester Bestandteil jeder Forschung in Schwerelosigkeit. Bei einem Parabelmanöver wird ein Flugzeug in den freien Fall im Gravitationsfeld gebracht, was physikalisch zu echter Schwerelosigkeit an Bord führt – identisch mit der Schwerelosigkeit auf der Internationalen Raumstation (ISS).
    Auf den extremen Steigflug folgt, dem Kurs einer Wurfparabel folgend, ein kontrollierter Sturzflug – so wird im Airbus A310 ZERO-G für 22 Sekunden Schwerelosigkeit erzeugt. Dank der Schweizer Luftwaffe können die Universität Zürich und der UZH Space Hub den Militärflugplatz schon seit Längerem zu Forschungszwecken mitnutzen: Bereits 2015, 2016 und 2018 organisierten die UZH und die universitätsnahe gemeinnützige Swiss SkyLab Foundation drei Parabelflugkampagnen mit dem Airbus A310 ZERO-G. Die Parabelmanöver finden über dem Mittelmeer oder dem Atlantik statt.

    UZH Space Hub
    Das Innovationscluster Luft- und Raumfahrt der Universität Zürich (UZH Space Hub) verbindet die international gut vernetzte Forschung in der Luft- und Raumfahrt an der UZH mit neuen Partnerschaften aus Wissenschaft und Industrie und bringt sie in den Innovationspark Zürich am Standort Dübendorf ein. Die enge Verbindung von Forschung und Flugplatz ist eine Besonderheit in Europa und ein Plus für die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz.

    Experiment 1: Planetenentstehung: Theorie auf dem Prüfstand der Realität
    Involvierte Institutionen:
    NCCR PlanetS, Universität Bern: Dr. Holly Capelo
    Universität Zürich: Prof. Lucio Mayer

    Protoplanetare Scheiben bestehen aus Gas und Staub. Durch Schwerkraft und Verklebungen entstehend daraus Planetesimale – die Vorläufer und Bausteine von Planeten: So zumindest besagen es Theorie und Simulationen. Das Experiment überprüft die Theorie erstmals unter den realen Bedingungen der Schwerelosigkeit.

    Experiment 2: Sedimentbildung auf Erde, Mond und Mars verstehen
    Involvierte Institutionen:
    Universität Basel, Prof. Niklaus Kuhn

    Das Experiment untersucht, wie sich Sedimente unter unterschiedlichen Schwerkraftbedingungen in Wasser absetzen. Im Fokus stehen die Schwerkraftbedingungen von Mars und Mond sowie Hypergravitation. Die Erkenntnisse sind relevant, um die Sedimentationsprozesse auf der Erde verstehen und Aufnahmen von Gesteinsformationen auf dem Mars richtig zu interpretieren.

    Experiment 3: Wie die Schwerkraft in den Zellkern gelangt
    Involvierte Institutionen:
    Dr. Srujana Neelam, University of Wiscosin, Dr. Ye Zhang, NASA Kennedy Space Center, FL, 32899, USA, NASA
    Universität Zürich: Dr. Cora Thiel, Dr. Liliana Layer, Jessica Hellein, Prof. Oliver Ullrich

    Die Schwerkraft wirkt als eine mechanische Kraft auf die inneren und äusseren Strukturen der Zellen. In diesem Experiment werden Wege und Moleküle untersucht, wie die Schwerkraft-Wirkung in den Zellkern gelangt, dort wo die Gene der Zelle reguliert werden. Dies ist im Zusammenhang mit der Schwerelosigkeit auf Raumflügen von Bedeutung.

    Experiment 4: Herzmassage in der Schwerelosigkeit – ACD-CPR im Test
    Involvierte Institutionen:
    Eurac Research, Institute of Mountain Emergency Medicine: Dr. Alessandro Forti
    Helios Klinikum Bad Saarow, Prof. Dr. Olaf Schedler

    Unter Schwerelosigkeit bzw. unter Schwerkraftbedingungen wie sie z.B. an Bord der Raumstation ISS herrschen, gestalten sich lebensrettende Herzmassagen bei einem Herzstillstand als anspruchsvoll. Das Experiment testet an einer Übungspuppe ACD-CPR-Instrumente unter Schwerelosigkeit bzw. Schwerkraftbedingungen wie sie auf der Erde, dem Mond und dem Mars herrschen.
     
    Experiment 5: Der Code der Schwerkraft
    Involvierte Institutionen:
    Universität Zürich, Dr. Cora Thiel, Prof. Oliver Ullrich
    NASA Kennedy Space Center: Dr. Ye Zhang

    Menschliche Zellen passen sich schnell einer veränderten Schwerkraft an. Wie diese Anpassung erfolgt, ist nicht bekannt. Das Experiment untersucht den Zusammenhang zwischen der Schwerkraft und der Regulation der Genfunktion, d.h. welche Moleküle unter veränderter Schwerkraft welche Gene an- oder abschalten und inwiefern diese Reaktion durch die geometrische Lage der Gene codiert ist. Das Wissen um diese Faktoren ist essentiell für die bemannte Raumfahrt.  

    Experiment 6: Funktioniert der zelluläre Notfallschutz bei Sauerstoffmangel auch unter veränderten Schwerkraftbedingungen?
    Involvierte Institutionen:
    Universität Zürich, Prof. Johannes Vogel, Prof. Max Gassmann

    Menschliche und tierische Zellen verfügen über einen Notfallschutz, der bei Sauerstoffmangel sofort aktiviert wird. Dabei erweist sich der Transport von als HIF’s bezeichneten Molekülen vom Zellsaft in den Zellkern als zentral. Das Experiment untersucht, ob und wie dieser überlebenswichtige Prozess auf veränderte Schwerkraftbedingungen reagiert. Das zu wissen, ist essentiell für die bemannte Raumfahrt.


    Experiment 7: COVID-19: Lebensbedrohliche Überreaktionen des Immunsystems unter Kontrolle bringen
    Involvierte Institutionen:
    Universität Zürich, Dr. Cora Thiel und Prof. Oliver Ullrich

    Aus der Raumfahrtmedizin ist bekannt, dass «Überreaktionen» des Immunsystems in der Schwerelosigkeit abgedämpft sind. Durch ihre bisherige Forschung kennen Ullrich und Thiel bereits mögliche molekulare Wege, wie dieser «gedämpfte», aber dennoch immer noch reaktive Immunstatus, angeschaltet aktiviert wird. Auf der 4th Swiss Parabolic Flight Campaign versuchen die beiden mittels verschiedener bereits zugelassener Medikamente diesen aus der Schwerelosigkeit bekannten Immunstatus in menschlichen Zellkulturen «anzuschalten». Um festzustellen, dass so ein identischer Effekt erreicht wird, werden molekulare Marker als Ergebnis der Medikamenteneffekte anhand der «Anschaltung» durch die Schwerelosigkeit validiert.

    Experiment 8: Entwicklung eines Lerntools für Studierende
    Involvierte Institutionen:
    ETH Zürich, Prof. Dr. Jörg Goldhahn, Dominik Hollinger
    Bewegungssensoren funktionieren bei Schwerkraftveränderungen unterschiedlich. Im Experiment werden zwei Studenten mit von der ETH entwickelten Bewegungssensoren, Pulsmessband und Videokamera ausgestattet und führen verschiedene Aufgaben im Parabelflug durch. Die gewonnenen Daten werden für ein Lerntool für Studierende genutzt und soll diese dafür sensibilisieren, dass Sensoren unter verschiedenen Bedingungen unterschiedlich funktionieren können. Das Projekt wurde komplett von Studierenden im Rahmen einer Gruppenarbeit geplant und durchgeführt.

  • Online über das Masterstudium informieren

    ​(8. Juni 2020) Am 17. Juni lädt die Ernst-Abbe-Hochschule Jena zu ihrem ersten Online-Mastertag ein. Zwischen 13.00 und 18.00 Uhr gibt es Informationen zum Masterstudienangebot der Hochschule über ein Online-Webkonferenzsystem.

    Die Besucher können sich über einen Link zu verschiedenen Masterstudiengängen einwählen und erfahren alles über die Inhalte des Studiums, das Bewerbungsprozedere und die Zugangsvoraussetzungen. Alle Fragen werden gerne beantwortet – sei es zu den Berufsperspektiven, zum Studentenleben in Jena oder auch zu Sport und Freizeit.

    Für die Teilnahme an der Online-Veranstaltung ist lediglich ein geeigneter Browser notwendig – vorzugsweise Google Chrome, Microsoft Edge oder Firefox – sowie ein funktionierendes Headset (Kopfhörer mit Mikrofon).

    Nach dem Kick auf den Link zum Wunsch-Studiengang bzw. zum Meeting-Raum ist die Angabe eines Namens nötig, danach die Bestätigung der Teilnahme. Es folgt ein Headset- bzw. Mikrofontest und die Gäste sind direkt im „Konferenzraum“.

    Die EAH Jena freut sich auf Ihre Teilnahme. Hier geht es zum Programm mit den jeweiligen Links zur Anmeldung:
    https://www.eah-jena.de/de-de/studium/hochschule-erleben/masterinfotag

  • Neuentwicklung für ein Kompaktspektrometer

    (29. Mai 2020) Das Forschungsprojekt KOPAS, mit vollem Namen „Kompaktspektrometer für die Backbranche mit Fertigung auf Basis neuartiger Abformwerkzeuge und hochpräziser Montagekonzepte", ist im April dieses Jahres gestartet. Dahinter verbirgt sich ein gemeinsames Vorhaben der Firma AIM Micro Systems GmbH aus Triptis und der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena.

    KOPAS, das vom Freistaat Thüringen und mit EFRE-Mitteln mit insgesamt 595.000 € gefördert wird, umfasst die Bereiche Sensorik, Optik- und Fertigungstechnologien, so Projektleiter Robert Brunner. Brunner lehrt im Fachbereich SciTec der EAH Jena als Professor für Angewandte Optik.

    "Die spektrale Sensorik bietet in der Nahrungsmittelindustrie ein enormes Anwendungspotential", erklärt der Wissenschaftler: „Nehmen wir beispielsweise die Backwarenindustrie. Hier werden Spektralsensoren für moderne Backstationen benötigt, um eine optimale Steuerung des Backprozesses zu ermöglichen". Die spektrale Messung würde Chargenschwankungen in der Zusammensetzung der Backzutaten durch die Backprozesse ausgleichen sowie Zuverlässigkeit und Vielseitigkeit der Backstationen steigern. Nicht zuletzt könnte selbst der Bräunungsgrad der Backwaren kontinuierlich ermittelt werden.

    Gegenwärtig existieren noch keine derartigen spektralen Sensoren für Backstationen. Hürden sind hier die hohen Arbeitstemperaturen und die fehlende „optische Performance", die verschiedene Faktoren hinsichtlich der nötigen optischen Qualität umfasst, wie unter anderem die Höhe der spektralen Auflösung. Weitere Probleme sind derzeit noch die Zuverlässigkeit von kommerziellen Spektralsensoren bei hohen Stückzahlen und die anfallenden Gesamtkosten.

    Bis Ende März 2023 forscht KOPAS an einer Neuentwicklung für ein Kompaktspektrometer, welche die Anforderungen für Backstationen ohne die bisherigen Einschränkungen erfüllen kann. Dies ist eng mit der gleichzeitigen Entwicklung neuer Fertigungs- und Montagetechnologien verbunden. Hier werden zum einen neue Verfahren erarbeitet, mit denen die essentiellen optischen Elemente des Spektrometers in hoher Stückzahl und hoher Qualität gefertigt werden können. Dies betrifft besonders einen vollkommen neuen Ansatz zur Herstellung von mikrostrukturierten Werkzeugeinsätzen für den Spritzgussprozess. „Zum anderen entwickeln wir in KOPAS neue Methoden, die eine hochgenaue Positionierung und Assemblierung mehrerer optischer und opto-elektronischer Komponenten zueinander ermöglichen", erläutert Prof. Dr. Brunner das umfassende Projekt.

     

    Kontakt EAH Jena: Prof. Dr. Robert Brunner
    robert.brunner@eah-jena.de




  • Erfahrung und Kompetenz

    ​(19. Mai 2020) Das Studium der Sozialen Arbeit im Fachbereich Sozialwesen der EAH Jena hält sich seit Jahren kontinuierlich auf Spitzenplätzen im CHE-Ranking des ZEIT-Studienführers.

    2020 punktet der Studiengang in sieben Kategorien: u.a. wurden für Betreuung, Unterstützung im Studium und das Lehrangebot hohe Bewertungen vergeben, ebenso wie für Prüfungen und die allgemeine Studiensituation.

    Derzeit sind 571 Studierende im Bachelor- und 64 im Masterstudiengang der Sozialen Arbeit eingeschrieben. Dekan Andreas Lampert dankt sowohl den Studierenden, als auch seinen Kolleginnen und Kollegen für diese Ergebnisse: „Die sehr guten Bewertungen im CHE-Ranking seit mehr als einer Dekade zeigen den Zuspruch für die Lehre, die Forschung, die Begleitung Studierender im Studienalltag durch die Breite des Lehrangebots und im Übergang zwischen Studium und Beruf. Die Einbindung von praxiserfahrenen Personen in die Lehre und die kompetente Betreuung in Praktika spiegeln insbesondere auch die sehr guten Bewertungen für den Praxisbezug des Studiums und die Angebote des Fachbereichs zur Berufsorientierung“, so der Therapeut und Sozialpädagoge.

    Prof. Dr. Lampert verweist auf Kooperationen mit Einrichtungen der Sozialen Arbeit in Thüringen und ganz Deutschland, die intensiv gepflegt und nicht zuletzt durch die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs weitergegeben werden
     
    Kontakt: Prof. Dr. Andreas Lampert
    andreas.lampert@eah-jena.de
     
    sn

  • Forschung an der EAH Jena - Aktuelles: ProKindLang

    ​ProKindLang 

    Forschungsbereich: Gesundheitsmanagement
    Projektleiter: Prof. Dr. Sören Kliem, Fachbereich Sozialwesen
    Projektstart am 01.04.
    Laufzeit: 30. Juni 2023
    Förderer: BMBF
    Förderkennzeichen: 01EL2013A

    Ziel des Forschungsvorhabens ist eine Nacherhebungsuntersuchung der abgeschlossenen Evaluation des Primärpräventionsprogramms „Pro Kind“, welches bereits in mehreren Kommunen in die Regelversorgung aufgenommen wurde (Braunschweig, Bremen, Bremerhaven). Durch die Nacherhebung soll die langfristige Wirksamkeit des „Pro Kind“-Programms bei Jugendlichen im Alter von etwa 13 Jahren und deren Müttern evaluiert werden.








  • Forschung an der EAH Jena - Aktuelles: Bauhaus.Mobility Lab

    ​Bauhaus.Mobility Lab

    Forschungsbereich: Digitalisierung
    Projektleiter: Prof. Dr. Andrej Werner, Fachbereich Betriebswirtschaft
    Projektstart am 01.04.2020
    Laufzeit: bis 31. März 2023
    Förderer: BMWi
    Förderkennzeichen: 01MK20013J

    Ziel des »Bauhaus.MobilityLab« ist die Entwicklung einer offenen, serviceorientierten Laborplattform als skalierbares und übertragbares "Digitales Ökosystem" für Reallabore. Basierend auf neusten Kommunikations- und Informationstechnologien erlaubt es die Entwicklung von innovativen Dienstleistungen in Mobilität, Logistik und Energie. Das Vorhaben wird in Kooperation mit der Bauhaus-Universität Weimar durchgeführt.



  • Forschung an der EAH Jena - Aktuelles: KOPAS

    ​KOPAS - Kompaktspektrometer für die Backbranche mit Fertigung auf Basis neuartiger Abformwerkzeuge und hochpräziser Montagekonzepte


    Forschungsbereiche: Sensorik, Fertigungstechnologien, Optiktechnologien
    Projektleiter: Prof. Dr. Robert Brunner, Fachbereich SciTec
    Projektstart am 01.04.2020
    Laufzeit: bis 31. März 2023
    Förderer: Freistaat Thüringen / EFRE
    Förderkennzeichen: 2019 VF 0006

    Die spektrale Sensorik bietet in der Nahrungsmittelindustrie ein enormes Anwendungspotential. Beispielhaft hierfür ist die Backwarenindustrie, in der Spektralsensoren für moderne und leistungsfähige Backstationen gefordert werden, um eine optimale Steuerung des Backprozesses zu ermöglichen. Von besonderem Interesse ist es, den Bräunungsgrad der Backwaren kontinuierlich zu ermitteln. 

    Die spektrale Messung erlaubt Chargenschwankungen in der Zusammensetzung der Backzutaten durch die Backprozesse auszugleichen und die Zuverlässigkeit und Vielseitigkeit der Backstationen zu steigern. Gegenwärtige existieren für Backstationen keine derartigen spektralen Sensoren. Die wesentlichen Hürden betreffen die hohen Arbeitstemperaturen, die fehlende optische Performance (verschiedene Faktoren hinsichtlich optischer Qualität) und die Zuverlässigkeit kommerzieller Spektralsensoren in hohen Stückzahlen sowie deren Gesamtkosten. 

    KOPAS verfolgt das Ziel, einen neuen Ansatz für ein Kompaktspektrometer zu entwickeln, der die Anforderungen für die Anwendung in Backstationen erfüllt und die bestehenden Einschränkungen auflöst. 
    Die Entwicklung des Kompaktspektrometers ist dabei untrennbar mit der gleichzeitigen Entwicklung neuer Fertigungs- und Montagetechnologien verbunden. Hier werden zum einen neue Verfahren erarbeitet, mit denen die essentiellen optischen Elemente des Spektrometers in hoher Stückzahl und mit hoher Qualität gefertigt werden können. Dies betrifft besonders einen vollkommen neuen Ansatz zur Herstellung von mikrostrukturierten Werkzeugeinsätzen für den Spritzgussprozess. Zum anderen werden im Projekt neue Methoden entwickelt, die eine hochgenaue Positionierung und Assemblierung mehrerer optischer und opto-elektronischer Komponenten zueinander ermöglichen. 

    Das Projekt wird in Kooperation der Firma AIM Micro Systems GmbH (Triptis) und der Ernst-Abbe-Hochschule Jena bearbeitet. 

    Kontakt EAH Jena: Prof. Dr. Robert Brunner
    robert.brunner@eah-jena.de



     




  • Forschung an der EAH Jena - Aktuelles: IntelKerFun

    ​Intelligente Keramische Funktionsmaterialien für innovative Anwendungen für Energie, Mobilität und Industrie 4.0 - IntelKerFun 

    Projektstart am 01.05.2020


    Forschungsbereich: Funktionskeramiken
    Projektleiter:  Prof. Dr. Jörg Töpfer, Fachbereich SciTec
    Laufzeit: bis 30. April 2023
    Förderer: Carl-Zeiss-Stiftung

    Intelligente Werkstoffe weisen außergewöhnlichen Eigenschaften auf und eröffnen Einsatzfelder als Sensoren, Aktoren oder Energiewandler. Sie können sich selbstständig an verändernde äußere Bedingungen anpassen, beziehungsweise durch äußere Einflüsse gezielt in ihren Eigenschaften verändert werden. 

    Projektleiter Prof. Dr. Jörg Töpfer: „Die Förderung der Carl-Zeiss-Stiftung ermöglicht es uns in hervorragender Weise unsere Forschung an keramischen Funktionswerkstoffen fortzusetzen. Dabei können wir sowohl grundlegende Aspekte als auch anwendungsnahe Probleme dieser Materialien untersuchen. Gleichzeitig wird die berufliche Qualifizierung unseres wissenschaftlichen Nachwuchses und junger Ingenieure unterstützt".






  • Eine sehr gute Schulung

    ​(11. Mai 2020) Unter den etwa 800 Studentinnen und Studenten, die während der Corona-Pandemie als zusätzliche freiwillige Helfer am Universitätsklinikum Jena arbeiten, sind auch Studierende des Fachbereichs Gesundheit und Pflege der Ernst-Abbe-Hochschule. So waren beispielsweise Studentinnen der Geburtshilfe/Hebammenkunde und Studierende des dualen Pflegestudiums für etwa vier Wochen in Jena sowie in ihren Ausbildungskliniken thüringenweit im Einsatz. 

    Nach wie vor im Studierenden-Helferpool des UKJ sind 23 EAH-Studenten des Rettungswesens/der Notfallversorgung sowie der Physiotherapie. Sie unterstützen nicht nur das Klinikum, sondern auch das Gesundheitsamt und weitere Einrichtungen. 

    Die zukünftigen Notfallsanitäter Jonas Reimann und Anna Leibeling nehmen in der Vermittlungszentrale der Kassenärztlichen Vereinigung in Weimar Anrufe entgegen und leiten sie an den Fahrdienst, an Bereitschaftspraxen oder die jeweiligen Fachärzte weiter. Es sei Aufgabe des medizinischen Personals, erläutert Anna Leibeling, zu unterscheiden, worum es sich bei dem jeweiligen Anruf handelt – um einen Notfall für den Rettungsdienst, einen Fahrdienst-Einsatz oder um die Zuständigkeit einer Bereitschaftspraxis.  „Geht es um einen medizinischen Notfall für den Rettungsdienst, ist stets fachkundiges Personal vor Ort, das den Einsatz an die jeweilige Rettungsleitstelle abgibt. In diesem Jahr wurden schon über 20.000 Einsätze aufgenommen“, so die 23-jährige Eichsfelderin.

    Doch Anna, der 25-jährige Jonas und ihre Waltersdorfer Kommilitonin Maria Hädrich lernen in diesen Wochen auch die Abläufe beim intensivmedizinischen Bereitschaftsdienst für Reanimation und in der Zentralen Notaufnahme des Klinikums kennen. Jonas Reimann, der in Sonneberg zu Hause ist, schätzt seinen Helfer-Alltag wie folgt ein: „Die Corona-Krise macht auch vor dem Rettungsdienst nicht halt. Gerade hier ist die Gefahr einer Infektion natürlich immer gegeben. Die Einsatzkräfte begeben sich mit nur wenigen Informationen in eine nahezu unbekannte Einsatzlage“.
    Daher sei äußerste Vorsicht geboten und der Mundschutz natürlich unverzichtbar. Bisher hätten sie dafür meist auch großes Verständnis bei ihren Einsätzen erlebt, blickt die 22-jährige Maria zurück. Insgesamt sei diese Zeit, so die Viertsemestler, eine sehr gute praktische Schulung.

    sn


  • Auf der Suche nach einem Impfstoff gegen Corona

    ​(6. Mai 2020) Durch den Ausbruch und die Folgen von COVID-19 liegt eine weltweite Aufgabe derzeit in der Forschung für einen Impf- und Wirkstoff. Normalerweise nehmen solche Forschungsprozesse mehrere Jahre in Anspruch – für Corona soll dies deutlich beschleunigt werden.

    Einen Beitrag hierzu leistet das weltweite Rechenprojekt „Folding@Home“, das von der Washington University in St. Louis School of Medicine (USA) organisiert wird. Mehrere hunderttausend Freiwillige stellen hierfür Rechenleistung zur Verfügung, um komplexe Simulationen zur Proteinstruktur von COVID-19 und anderen Krankheiten zu ermöglichen. 

    Die von Folding@home generierten Ergebnisse werden nicht verkauft, sondern können von Forschern weltweit auf Anfrage abgerufen und direkt von einer Website aus bezogen werden. Die in den Simulationen gewonnenen Erkenntnisse sollen bei der gezielten Entwicklung von Therapeutika und Impfstoffen helfen. Folding@Home hat im Zuge der Corona-Krise rasanten Zuwachs erhalten und vereinte bereits Ende April mit über 2,4 exaFLOPs (Maß in der IT für die Leistungsfähigkeit von Computern) mehr Hardware-Leistung, als die 500 weltweit größten Supercomputer zusammen. 

    Das Forschungscloud-Team der Ernst-Abbe-Hochschule Jena unter Leitung von Prof. Dr. Andrej Werner, Prof. Dr. Heike Kraußlach (beide Fachbereich Betriebswirtschaft) und Prof. Dr. Jens Bliedtner (Fachbereich SciTec) beteiligt sich derzeit ebenfalls an dem Vorhaben: Zu Tageszeiten, an denen die Forschungscloud-Ressourcen nicht vollständig für wissenschaftliche und Lehr-Aufgaben der Professoren benötigt werden, stehen die Kapazitäten für die Initiative im Kampf gegen COVID-19 zur Verfügung.

    Die mit ca. 700.000 € vom Land Thüringen und der Thüringer Aufbaubank geförderte Forschungscloud-Infrastruktur kommt aktuell bei Projektthemen wie zum Beispiel 3D-Simulationen, Big Data, blockchainbasierte Ökosysteme, E-Commerce-Systeme sowie bei weiteren rechen-, netzwerk- oder speicherintensiven Aufgaben in der Hochschulforschung und -lehre zum Einsatz. Für Folding@Home wurde auf den EAH-Servern der Folding@Home-Client installiert und das Team „EAH_Jena“ eingerichtet. 

    Das Team „EAH_Jena“ freut sich über jede dezentrale Unterstützung! Mitmachen kann jeder, der einen eigenen Rechner besitzt (bzw. einen Rechner mit der Erlaubnis für die Installation des Clients). Der Client lässt sich installieren (Anleitung unter https://foldingathome.org/). Für die Mitwirkung im Team der EAH geben Sie bitte bei der Konfiguration die 257832 als Team-ID an. Auch anonym und ohne Team-ID mitzuwirken ist möglich, allerdings ist man dann nicht Teil des EAH-Teams.


    Ansprechpartner Forschungscloud: 
    Prof. Dr. Andrej Werner
    Andrej.Werner@eah-jena.de

    Ansprechpartner Folding@Home an der EAH Jena:
    Samson Frank
    Samson.Frank@eah-jena.de



  • Mitteilung des ​CHE-Hochschulrankings 2020

    Hamburg/Gütersloh, 05. Mai 2020: Studierende bewerten im aktuellen CHE
    Hochschulranking, das heute im ZEIT Studienführer 2020/21 sowie auf ZEIT CAMPUS
    online erscheint, ihre Studienbedingungen. In diesem Jahr wurden die Fächer BWL, VWL,
    Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen,
    Wirtschaftsrecht, Soziale Arbeit, Jura und erstmals Wirtschaftspsychologie untersucht.

    Die Hochschulen in Thüringen bieten zum Studienstart und im ersten Semester in vielen
    Fächern umfassende Orientierung und Informationen. „Ein gelungener Studienanfang kann
    dazu beitragen, dass das Studium gelingt. Wo die Studiensituation insgesamt besonders gut
    ist und im Studium noch viel Unterstützung geboten wird, verraten diejenigen, die jetzt aktuell
    studieren. So können sich die Abiturienten ein detailliertes Bild machen, und selbst
    entscheiden, was ihnen bei der Wahl der Hochschule wichtig ist“, hebt Prof. Dr. Frank
    Ziegele, Geschäftsführer des CHE Centrum für Hochschulentwicklung, die Besonderheit des
    CHE Hochschulrankings hervor.

    Hochschulen in Thüringen werden in unterschiedlichen Fächern und Bereichen von ihren
    Studierenden besonders gut beurteilt:
    An der Friedrich-Schiller-Universität Jena bewerten die Studierenden in den Fächern Jura
    und Wirtschaftswissenschaften die Studienorganisation besonders gut. Darüber hinaus
    nehmen die Jura-Studierenden den Wissenschaftsbezug und die Betreuung durch Lehrende
    sehr positiv wahr. 

    Die Ernst-Abbe-Hochschule in Jena bietet Studienanfänger(innen) und
    Studierenden im ersten Studienjahr eine sehr gute Unterstützung. Studierende des Fachs
    Soziale Arbeit sind sehr zufrieden mit der allgemeinen Studiensituation und beurteilen u.a.
    die Prüfungen, die Betreuung durch Lehrende, das Lehrangebot und den Praxisbezug sehr
    gut.

    An der TU Ilmenau werden im Fach Wirtschaftsingenieurwesen viele Kriterien sehr gut
    beurteilt, darunter die Betreuung durch Lehrende, die Unterstützung im Studium und der
    Wissenschaftsbezug. In allen untersuchten Fächern leistet die Uni sehr gute Unterstützung
    am Studienanfang, ebenso wie die Fachhochschule Erfurt und die Hochschule
    Nordhausen im Fach Wirtschaftsingenieurwesen.

    Für die Studierenden des Fachs Wirtschaftsrecht an der Hochschule Schmalkalden sticht
    die Unterstützung im Studium, die Studienorganisation und die IT-Infrastruktur der
    Hochschule heraus, im Fach Wirtschaftsingenieurwesen an der Bauhaus-Universität
    Weimar überzeugt die Studienorganisation.

    Alle Spitzengruppenplatzierungen der Hochschulen in der Region im CHE Hochschulranking
    2020/21 finden Sie unter http://www.che.de/downloads/ranking2020/presse/cheranking2020-
    thueringen.pdf

    Das Ranking ist mit rund 120.000 befragten Studierenden und mehr als 300 untersuchten
    Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften/Fachhochschulen (HAW)
    sowie Dualen Hochschulen und Berufsakademien der umfassendste und detaillierteste
    Hochschulvergleich im deutschsprachigen Raum.

    Das CHE Hochschulranking fragt die aktuell Studierenden nach ihren Studienbedingungen
    sowohl im Allgemeinen als auch zu konkreten Kriterien wie Betreuung, Unterstützung im
    Studium oder für ein Auslandsstudium, das Lehrangebot, die Studienorganisation oder die
    Prüfungen. Ebenso die Angebote zur Berufsorientierung, der Wissenschafts- oder
    Praxisbezug, die Räume, die Bibliotheksausstattung oder die IT-Infrastruktur werden von
    ihnen beurteilt. Darüber hinaus werden vom CHE Fakten zu Lehre und Forschung erhoben.
    Der ZEIT Studienführer veröffentlicht Auszüge aus dem Ranking und beantwortet Fragen
    rund um den Einstieg ins Studium, den passenden Studienort und die Finanzierung. Martin
    Spiewak, Chefredakteur des ZEIT Studienführers: „Neben dem Ranking hilft der
    Studienführer mit einer Vielzahl von Hintergrundinformationen, Tipps und Tests allen, die an
    einem Studium interessiert sind, eine bewusste Entscheidung zu treffen.“

    Ergänzt wird dies durch das Online-Angebot von ZEIT CAMPUS ONLINE: Interaktive
    Suchmöglichkeiten unterstützen dabei, aus dem gesamten Ranking entsprechend der
    persönlichen Wünsche die passende Hochschule zu finden.
    Der ZEIT Studienführer 2020/21 ist ab heute für 9,95 Euro überall im Handel oder unter
    www.zeit.de/studienfuehrer erhältlich.

    Pressekontakt DIE ZEIT Pressekontakt CHE
    Marie-Louise Schlutius Petra Giebisch
    ZEIT Verlagsgruppe CHE Hochschulranking
    Telefon +49 (0)40/32 80 - 3465 Tel.: +49 (0)5241-97 61-38
    E-Mail: marie-louise.schlutius@zeit.de E-Mail: petra.giebisch@che.de


  • VRSCHOBEN: Jenaer Lasertagung

    ​Sehr geehrte Damen und Herren, 

    vor dem Hintergrund der aktuellen Gefährdungslage durch das neue Corona-Virus (SARS-CoV-2) und den zu erwartenden Auswirkungen auf Veranstaltungen im weiteren Jahresverlauf, wird die 

    12. Jenaer Lasertagung 

    auf den 14.-15. Januar 2021 verschoben. 

     

    Mit dem neuen Termin möchten wir allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine sichere und zugleich erfolgreiche Tagung ermöglichen, bei der wissenschaftlicher Austausch und praxisnahe Vorträge im Mittelpunkt stehen. Gerade jetzt sind uns der Ausbau der Kontakte zwischen Industrie und Forschung, aber auch Geschäfts- und Kooperationsanbahnung besonderes Anliegen, um die Branche in dieser herausfordernden Zeit zu unterstützen.   

     

    CALL FOR PAPERS verlängert ››››››  
    Bis zum 19. Juli 2020 werden weitere Abstracts angenommen.   

     

    Vier Schwerpunktthemen stehen dabei im Fokus: 

    1. Trends in der System- und Verfahrensentwicklung 
    1. Moderne Technologien in der UKP-Lasertechnik 
    1. Laserbasierte additive Fertigung 
    1. Simulations- und Messverfahren 

      Informationen zum Call for Papers 


    Wir freuen uns auf Ihre Einreichung. 

    Die Jenaer Lasertagung ist eine gemeinsame Veranstaltung des OptoNet e. V., des Instituts für Angewandte Physik der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Ernst-Abbe-Hochschule Jena und des Günter-Köhler-Instituts für Fügetechnik und Werkstoffprüfung (ifw Jena) und findet alle zwei Jahre in Jena statt. 

     

    Viele Grüße

    Arite Krippendorf

    12. JENAer Lasertagung › Conference Office

    T: +49 (0) 3641 / 573 36 52

    F: +49 (0) 3641 / 573 36 59

  • EAH Jena mit Fahrplan zum Sommersemester

    ​(24. April 2020) Die EAH Jena hat zur Gestaltung des Sommersemesters 2020 verschiedene Festlegungen getroffen. Dies gab heute Rektor Steffen Teichert bekannt: „Auf der Grundlage der aktuellen politischen Entscheidungen zum Umgang mit der Corona-Pandemie haben wir einen Fahrplan für die weitere Gestaltung des aktuellen Sommersemesters festgelegt“. Die Hochschule wolle für alle Mitglieder eine Planbarkeit erreichen.

    So hält die EAH am ursprünglich geplanten Ende der Vorlesungszeit am 18. Juli fest. Prüfungen werden, beginnend mit dem 20. Juli, bis zum 8. August stattfinden. Zusätzlich ist der Oktober dieses Jahres als Präsenzphase, überwiegend für Prüfungen und deren Vorbereitung vorgesehen. Die reguläre Vorlesungszeit im Wintersemester 2020/2021 beginnt am 2. November 2020.

    Teichert erläutert dazu: „Die Kultusministerkonferenz der Länder hat kürzlich beschlossen, dass die Vorlesungszeit für zulassungsbeschränkte Studiengänge am 2. November beginnt. Entsprechende Fristen, zum Beispiel für Bewerbungen oder Zulassungen, werden bundesweit angepasst. Aus diesem Grund haben wir unseren regulären Vorlesungsbeginn dieser Festlegung angeglichen“. 

    Die Online-Lehre der EAH wird bis zum Ende des Sommersemesters umfassend weitergeführt. Dazu wird in den kommenden beiden Wochen die Serverkapazität für Webinare verdoppelt, um eine stabile Durchführung der Lehre im gesamten Sommersemester zu sichern.

    Präsenzveranstaltungen bleiben die Ausnahme für zwingend notwendige Fälle. Beispielsweise können Praktika nur in Präsenz durchgeführt werden. Diese Veranstaltungen, deren Umfang auf das mögliche Minimum beschränkt wird, beginnen am 11. Mai. Die Bibliothek der EAH Jena wird bereits am 4. Mai wieder öffnen – jedoch mit eingeschränktem Betrieb und unter Einhaltung aller notwendigen Hygienevorschriften. 

    „Wir möchten nicht nur eine gewisse Unabhängigkeit von äußeren Regeländerungen erreichen“, so der Rektor, „wir stehen als Hochschule auch in der Verantwortung, das Infektionsrisiko im weiteren Verlauf der Pandemie so gering wie möglich zu halten. Die EAH Jena hat die technischen Möglichkeiten dazu und wird diese auch nutzen“. 

    Kontakt: rektor@eah-jena.de
    www.eah-jena.de


    sn



  • Corona-Notfonds nun auch für Studierende der EAH Jena

    ​(22. April 2020) Die Studentinnen und Studenten der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena sollen ebenfalls mit einem Nothilfefonds unterstützt werden. Der Förderkreis der EAH und die Hochschule haben gemeinsam den „Coronafonds für EAH-Studierende“ eingerichtet und bitten die Öffentlichkeit um Spenden.

    „Der Fonds ist am Nachmittag des 22. April mit 7.000 € gestartet“, so Reinhard Hoffmann, Vorstandsvorsitzender des EAH-Förderkreises und Geschäftsführer der TowerConsult GmbH, und ergänzt: „5.000 € kommen aus den Rücklagen unseres Förderkreises. Jeweils 1.000 € haben SCHOTT in Jena und die Interessengemeinschaft Gewerbegebiet Jena-Süd e.V. bereits zugesagt. Dafür danke ich sehr herzlich!“.

    Die Studierenden, deren Nebenjobs derzeit völlig weggebrochen sind, und die teils für Kinder und weitere Angehörige zu sorgen haben, trifft die Krise besonders hart. „Unsere Studierenden sind in unterschiedliche Notlagen geraten“, erklärt Steffen Teichert, Rektor der EAH Jena, der die Einrichtung des Fonds gemeinsam mit dem Förderkreis besonders nachdrücklich initiiert hat. Er unterstreicht: „Wir sind sehr froh, diese Möglichkeit gemeinsam geschaffen zu haben. Ich danke unserem Förderkreis, ebenso wie den Spender-Unternehmen!“

    Prof. Dr. Teichert wendet sich nun an die die Öffentlichkeit, an alle Bürgerinnen und Bürger: „Wir bitten Sie um Ihre Hilfe. Unterstützen Sie die Studierenden der EAH Jena“.

    Informationen auf der Webseite: eah-jena.de/coronafonds

    Eingezahlt werden kann auf folgendes Spendenkonto:
    Kontoinhaber:                 Förderkreis FH Jena e.V.
    IBAN:                                 DE50 8305 3030 0000 0780 85
    BIC:                                   HELADEF1JEN
    Verwendungszweck:      Coronafonds EAH-Studierende

    Kontakt: coronafonds@eah-jena.de

    sn


  • Psychisch gesund durchs Studium

    ​(20. April 2020) Karolin Holy ist Dozentin für Psychologie am Fachbereich Sozialwesen der Ernst-Abbe-Hochschule Jena und Psychologische Psychotherapeutin in Ausbildung. Sie hat – nicht nur für ihre Studierenden – einen Leitfaden zur Bewältigung des Studiums und des Alltags in der aktuellen Krisenzeit geschrieben.

    Mit Freunden online spielen, körperlich aktiv bleiben, Rückzugsmöglichkeiten für sich selbst suchen – das sind nur drei ihrer Vorschläge, um das eigene positive Denken anzukurbeln. Sieben Themen stehen auf der Agenda, ein achtes ist dem Leben mit Kindern gewidmet.

    „Auch wenn sich derzeit alle bemühen, so viel Normalität wie möglich zu schaffen“, so Holy, „bringt das Home-Studium viele neue Herausforderungen: Durch geschlossene Bibliotheken fällt die gewohnte Lernatmosphäre weg, einige Studierende kümmern sich um Kinder und Angehörige, viele haben Sorgen, weil der Nebenjob weg ist, und anderes mehr.“

    Frau Holys Tipps für Studierende sind eine Zusammenstellung gut erforschter und bewährter Verhaltensstrategien, die anregen sollen, eigene Wege im Umgang mit der neuen Situation zu finden, sich dabei Zeit zu geben und nicht zuletzt Geduld mit sich selbst und seinen Mitmenschen zu haben.
     
    https://www.sw.eah-jena.de/wp-daten/uploads/Psychisch-gesund-durchs-Studium-in-herausfordernden-Zeiten.pdf
     
    sn
    Quelle: Karolin Holy
     
    Kontakt: Karolin Holy
    karolin.holy@eah-jena.de

  • VERSCHOBEN: "Internationaler Tag & Campusfest" der EAH Jena

    Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Studierende,

    Sie haben es sicher schon vermutet: Unser „Internationaler Tag & Campusfest“ muss auf das kommende Jahr verschoben werden.
    Vielen Dank an Sie alle für Ihre Ideen und bisherigen Vorbereitungen: Diese werden auch im Jubiläumsjahr 2021 herzlich willkommen sein.

    Viele Grüße und bleiben Sie gesund!
    Im Auftrag Sigrid Neef

    Ernst-Abbe-Hochschule Jena
    Leiterin Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
    Tel. 03641 - 205 130 / Fax 03641 - 205 131
    presse@eah-jena.de
    www.eah-jena.de
    https://twitter.com/EAHJena

     

     

     

  • Digitale Studienvorbereitung für Schüler

    ​(14. April 2020) Schülerinnen und Schüler können am PC zu Hause ausprobieren, welches zukünftige Studienfach Ihnen besonders liegt – mit dem „Self-Assessment“ der EAH Jena.  Das digitale Angebot ermöglicht herauszufinden, wo die eigenen Stärken liegen und wo es vielleicht Nachholbedarf gibt. 

    Auch wenn die Abiturprüfungen in Thüringen verschoben sind, auch wenn der Hochschulinformationstag der EAH später stattfinden muss – so ist eine gute Studienvorbereitung auch online möglich: selfassessment.eah-jena.de.
     
    Damit bietet die Ernst-Abbe-Hochschule allen Studieninteressierten die Möglichkeit, ihren Wissens- und Vorbereitungsstand selbstständig zu überprüfen und nicht zuletzt den eigenen Leistungsstand besser einzuschätzen.

    Es gibt derzeit zehn Self-Assessments für einzelne Studienfächer. Ein 11. Angebot richtet sich an alle, die sich für technische Studiengänge interessieren, und stellt Mathematik, Physik und technisches Verständnis in den Mittelpunkt. 

    Die Teilnahme ist freiwillig, anonym und kann auch unterbrochen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen werden.


    http://selfassessment.eah-jena.de

    Infos und Kontakt: Birke Kotzian
    birke.kotzian@eah-jena.de


  • VERSCHOBEN: 2. MINT-Festival Jena

    ​Aufgrund der derzeitigen Entwicklungen und den damit verbundenen Planungsunsicherheiten
    durch die Pandemie haben wir uns schweren Herzenzs und nach reiflicher Überlegung dazu entschieden,
    das 2. MINT-Festival Jena zu verschieben. Wir streben derzeit eine Verschiebung um 1 Jahr an (Spätsommer 2021).

    Das Organisationsteam
    MINT-Festival Jena

  • „Einsam bedeutet nicht allein“

    ​(8. April 2020) Über emotionale und soziale Folgen der Corona-Pandemie forschen die Professorinnen der EAH Jena, Nicole Harth und Kristin Mitte. Die Psychologinnen veröffentlichen die ersten Ergebnisse einer Studie, an der sich bisher mehr als 2.500 Menschen aus ganz Deutschland beteiligt haben (Zwischenstand vom 5. April 2020).

    Die Teilnehmer zwischen 16 und 72 Jahren kommen aus allen Bundesländern. Unter ihnen sind Azubis und Studierende, Rentnerinnen und Rentner, Frauen und Männer in Elternzeit oder im Homeoffice. Aber auch derzeit Tätige in systemrelevanten Berufen haben sich beteiligt, ebenso wie Menschen, die ihre Arbeit durch die aktuelle Krise verloren haben.

    Dass die Pandemie für viele Menschen eine psychische Herausforderung darstellt, zeigt sich bereits in den ersten Ergebnissen der Studie, die Auswirkungen auf verschiedene Lebensbereiche untersucht. So werden Fragen zum Wohlbefinden, zu Sorgen und Nöten, (dys-)funktionalen Verhaltensweisen und zu eventuellen Rollenkonflikten gestellt. Noch überwiegen in den Antworten positive Gefühle, aber bereits ein Drittel aller Befragten berichtet, oft bis sehr oft negative Gefühle zu empfinden. 

    Professorin Harth erläutert dazu: „Wir untersuchen, wie die Menschen mit dieser besonderen Situation umgehen und welche Faktoren dabei von Bedeutung sind. Wir wollen die unterschiedlichen Belastungen verstehen, um gezielte Angebote zu ermöglichen. Ebenso möchten wir wissen, wie die Compliance der Bevölkerung, also die Bereitschaft zur aktiven Mitwirkung an nötigen Maßnahmen, wie beispielsweise das physical distancing, weiterhin aufrechterhalten werden kann, ohne die psychische Gesundheit der Betroffenen zu gefährden“.

    Die Auswertung der Studie zeigt, dass die meisten der Befragten sich mehr Sorgen um andere machen, als um sich selbst. Dagegen wird das Homeoffice in Verbindung mit der Kinderbetreuung als besonders belastend empfunden. Das betrifft vor allem Alleinerziehende. Ähnlich hoch ist die Belastung für Personen, die Angehörige pflegen.

    Aufbauend auf den Daten, ihren ersten Befunden und der psychologischen Expertise geben die beiden Wissenschaftlerinnen Empfehlungen, wie Gelingensbedingungen für eine eventuelle weitere Kontaktsperre aussehen können, welche Ressourcen aktiviert werden sollten, aber auch, welche Personen psychisch besonders gefährdet sind.

    Doch: „Einsam bedeutet nicht allein“, so die Psychologinnen. Sie empfehlen, die Kontakte zur Familie, Freunden und Bekannten zu halten und zu pflegen: „Greifen Sie zum Telefon oder nutzen Sie Soziale Medien“. Jedoch sollte bei den Sozialen Medien darauf geachtet werden, dass sich die eigenen Sorgen und Ängste nicht verstärken. „Ist das der Fall, gönnen Sie sich bitte eine Auszeit“, raten die Jenaer Professorinnen.

    Mehr als 1.000 Antworten erreichten Frau Harth und Frau Mitte noch einmal in der vergangenen Woche. Die Befragung läuft weiter, so dass auch die Möglichkeit besteht, Veränderungen zu beobachten. Bis Ende dieses Monats ist die Teilnahme möglich: https://www.soscisurvey.de/EmoFolgenCorona/
     
    Informationen und Kontakt:
    Prof. Dr. Nicole Harth, Fachbereich Sozialwesen der EAH Jena
    nicole.harth@eah-jena.de
     
    Prof. Dr. Kristin Mitte, Vizepräsidentin für Forschung, Entwicklung und Transfer der EAH Jena
    kristin.mitte@eah-jena.de
     
    sn

  • Digital und in Echtzeit

    (06. April 2020) Lange war es ungewiss, wie die Hochschul-Lehre in Zeiten von Sars-CoV-2 aussehen könnte. Das Virus hat die meisten Institutionen lahmgelegt, die Stadt Jena setzte bereits frühzeitig auf umfassende Schutzmaßnahmen und auch an der Ernst-Abbe-Hochschule muss auf Social Distancing gesetzt werden.

    Dies stellte die EAH Jena vor noch nie da gewesene Herausforderungen. Das Ziel stand früh fest: sich den neuen Bedingungen anpassen, um so den Fortgang des Studiums zu ermöglichen. Und die EAH hat gezeigt, dass es geht: Heute startete die Online-Lehre planmäßig.

    Neben der Neugestaltung des Stundenplans musste eine Alternative zu Vorlesungen und Seminaren geschaffen werden. Mit dem Webkonferenzsystem BigBlueButton (BBB) ist es den Lehrenden nun möglich, Veranstaltungen mit den Studierenden online durchzuführen. Beide Partner können hier in Echtzeit zusammenkommen und Digitalisierung „erleben".

    Und so funktioniert es: Die Lehrenden eröffnen über die Lernplattform Moodle einen digitalen Raum. Hier wählen sich die Studentinnen und Studenten ein und können an einer Onlinevorlesung teilnehmen. Auch kleinere Seminare oder Sprechstunden sind über das BBB realisierbar. Über das Mikrofon, einen integrierten Chat und weitere Features bzw. einstellbare Funktionen können Professoren und Studenten digital interagieren. Beispielsweise sind auch Videochats oder das Teilen von Präsentationen möglich.

    Da das System vermutlich für die meisten Lehrenden und Studierenden neu ist, bemüht sich die Hochschule, mit einem Support-Team zu unterstützen. Auf dem Portal Studycheck erreichte die EAH so bereits das Siegel zum „Digital Studieren" (https://www.studycheck.de/hochschulen/fh-jena). 

    Die EAH Jena ist stolz, in so kurzer Zeit den Fortgang des Studiums für ihre Studierenden gesichert zu haben und planmäßig in das neue Semester gestartet zu sein. Sie dankt allen Beteiligten für ihren Einsatz.

     

    Johanna Hellfeld / sn

     


  • Epirus: Ein Modell zur Prognose von Infektionskrankheiten

    ​(Jena, 6. April 2020) Die Wirtschaftsinformatiker Prof. Dr. Thomas Wöhner, Professor für allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsinformatik, an der EAH Jena und PD. Dr. Michael Scholz, Forschungsleiter Business Data Analytics & Optimization am Technologie Campus der TH Deggendorf, befassen sich in ihrer Forschung mit dem Thema E-Business und den ökonomischen Aspekten einer zunehmenden Vernetzung durch das Internet. Konkret entwickeln die Forscher Modelle, um die Verbreitung von Nachrichten in Sozialen Netzwerken und damit die ökonomischen Aspekte des viralen Marketings zu untersuchen.

    Mathematisch gesehen sind solche Modelle sehr ähnlich zur Ausbreitung von Infektionskrankheiten. In Sozialen Netzwerken wie Facebook sind Menschen über Freundschaftsbeziehungen miteinander vernetzt und teilen bzw. leiten mit einer gewissen Eintrittswahrscheinlichkeit Postings an soziale Kontakte weiter. Kaskadenartig verbreiten sich auf diese Weise Informationen im Netzwerk. Da Nachrichten nicht wiederholt gesendet werden, spielen Personen, die bereits im Kommunikationsprozess involviert waren, für die weitere Verbreitung keine Rolle. Sie sind sozusagen immun. Ganz ähnlich stellt sich die Situation bei Infektionskrankheiten dar. Ausgehend von den initial infizierten Personen verbreitet sich die Krankheit durch soziale Kontakte in der Bevölkerung. 

    Die aktuelle Corona-Krise hat Prof. Dr. Wöhner und Dr. Scholz veranlasst, ihr Modell zum viralen Marketing auf den Anwendungsfall von Infektionskrankheiten zu übertragen. Unter dem Namen Epirus-Modell lassen sich Krankheiten untersuchen, bei denen die Betroffenen nach einer Ansteckung eine Immunität entwickeln. Nach derzeitigem Stand lässt sich das Epirus-Modell daher auf Corona anwenden. Epirus steht als Webapplikation zur Verfügung und kann bei einer entsprechenden Parametrisierung durch Virologen anhand aktueller Fallzahlen einen wertvollen Beitrag im Kontext der Corona-Krise beispielsweise zur Bedarfsplanung in medizinischen Einrichtungen liefern.

    Der Vorteil des Modells besteht darin, dass Epirus aus der Sozialen Netzwerkanalyse entstanden ist und damit die sozialen Kontakte direkt als Parameter in das Modell eingehen. Somit lassen sich die aktuellen Schutzmaßnahmen wie Kontaktbeschränkungen und Quarantänemaßnahmen sowie deren mögliche Aussetzung gut anhand des Epirus-Modells diskutieren. So zeigt sich, dass Schutzmaßnahmen sehr zielführend sein können, aber die Wirkung durch eine zu frühe und komplette Aussetzung verpufft. 

    Die Wissenschaftler planen auch in Zukunft zur Lösung der Corona-Krise beizutragen. Ein vielversprechender Ansatz besteht darin, das Modell auf realistische Netzwerkdaten zu übertragen und anhand von Computersimulationen konkrete Maßnahmen wie das Verbot von Großveranstaltungen oder die Auswirkungen von Schutzmaßnahmen auf Risikogruppen zu analysieren.


    Prof. Dr. Thomas Wöhner, PD. Dr. Michael Scholz


    Kontakt:

    Prof. Dr. Thomas Wöhner
    Professur Wirtschaftsinformatik
    Ernst-Abbe-Hochschule Jena
    Fachbereich Betriebswirtschaft
    Tel.: +49 3641 205 498
    E-Mail: thomas.woehner@eah-jena.de

    PD Dr. Michael Scholz
    Teamleiter Business Data Analytics & Optimization
    Technologie Campus Grafenau
    Technische Hochschule Deggendorf
    Tel.: +49 8552 975 620 19
    E-Mail: michael.scholz@th-deg.de



  • VERSCHOBEN werden der Tag der Forschung und die NWK

    ​Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Studierende,

    die geplante Nachwuchswissenschaftler/innenkonferenz im kommenden Mai (Gastgeberin: EAH Jena) wird auf den 26./27.5.2021 verschoben.

    Gleiches gilt für den Tag der Forschung der EAH Jena, der neu für den 26.5.2021 geplant ist.

    Ihr Servicezentrum Forschung und Transfer der EAH Jena

    Informationen und Kontakt: transfer@eah-jena.de

  • Infektionsschutz aus dem 3D-Drucker

    ​(1.April 2020) Auf Basis eines Open-Source-3D-Modells stellen der Jenaer 3D-Druck-Dienstleister 3Faktur GmbH und die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Jens Bliedtner (Fachbereich SciTec der Ernst-Abbe-Hochschule Jena) eine Schutzvorrichtung in Visierform her, die geeignet ist, das Risiko von Tröpfcheninfektionen, einem der Hauptübertragungswege von Covid-19, zu mindern. 

    Die Maske besteht aus einer Halterung, die im 3D-Druck mit dem Multi Jet Fusion-Verfahren von der 3Faktur hergestellt wurde. Daran befestigt ist ein Visier aus handelsüblicher PET-Folie, zugeschnitten mit Hilfe eines Lasersystems an der EAH Jena. 

    Geeignet ist die Schutzvorrichtung für medizinisches Personal und Menschen, die bei ihrer täglichen Arbeit intensiven Publikumsverkehr haben und damit besonders gefährdet sind, zum Beispiel Verkäufer/innen, Zusteller/innen oder Personal im Nahverkehr. Das Visier ist wechselbar und kann mit heißem Wasser gereinigt und üblichen Sprühlösungen desinfiziert werden. 

    In der aktuellen Notsituation drucken und konfektionieren die Hochschule in Hong Kong und lokale Unternehmen täglich bis zu 30.000 dieser Visiere für Krankenhäuser ihrer Stadt.
     
    Die 3Faktur GmbH als klassischer 3D-Druck-Dienstleister ist, wie die EAH Jena, Mitglied im Thüringer Zentrum für Additive Technologien (THAT). Im Rahmen von Forschungsprojekten arbeiten das Unternehmen und die Arbeitsgruppe Bliedtner bereits erfolgreich zusammen. Darüber hinaus ist die EAH als Träger der Modellfabrik 3D-Druck Ansprechpartner für Unternehmen der Region bei Fragen rund um die Nutzung der additiven Technologien sowie auch den Einsatz von Laseranwendungen. 

    In Abstimmung des Unternehmens und der Hochschule erfolgt der Verkauf der Schutzvorrichtung zum Selbstkostenpreis und ausschließlich an medizinische und andere infrastrukturkritische Einrichtungen sowie Unternehmen. 

    Interessenten melden sich bitte bei: 

    Markus May, 3Faktur GmbH (markus_may@3faktur.com, Telefon 3641 / 2259 - 000) 

    oder 

    Constance Möhwald (constance.moehwald@eah-jena.de, Telefon 03641 / 205 - 128)



  • Start für neues Forschungsinstitut

    ​Kürzlich fiel die Entscheidung: Das Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) wird durch das BMBF für vier Jahre gefördert. 

    Prof. Dr. Nicole Harth, Fachbereich Sozialwesen der EAH Jena, ist Mitantragstellerin, in Kooperation mit dem IDZ Jena.

     Zur Pressemitteilung im idw:

    http://idw-online.de/de/news744012





  • ABSAGE: Akustiktag am 29. April

    ​Aus gegebenem Anlass wurde heute der 17. Jenaer Akustiktag am 29. 4.2020 abgesagt.

    Wir danken für Ihr Verständnis und bitten um Aufmerksamkeit für die Nachrichten auf unserer Homepage sowie in den Sozialen Medien der EAH Jena:

    www.eah-jena.de

    https://twitter.com/EAHJena

    https://de-de.facebook.com/EAHJena/


  • Auch digitale Begegnungen sind Begegnungen mit Menschen

    ​(19. März 2020) Michael Opielka, Professor für Sozialpolitik an der EAH Jena, ist mit seinen Masterstudierenden bis heute Nachmittag auf einer virtuellen Exkursion in Brüssel. „Lobbying für Sozialpolitik und Soziale Arbeit“ ist das Exkursionsthema und die Studentinnen und Studenten seines Seminars „Internationales/Politik“ führen die Diskussionen mit den Brüsseler Experten per Videokonferenz.

    Während gestern die Europaabgeordneten Marion Walsmann (CDU) und Anna Cavazzini (Grüne) die virtuellen Gesprächspartner waren, standen heute unter anderem der Leiter der Brüsseler Dienststelle der Diakonie Deutschland, Malte Lindenthal, und Florian Tuder von Eurodiaconia, einem europäischen Netzwerk von Kirchen und christlichen NROs, für die Fragen der Studierenden zur Verfügung.

    Für Professor Opielka war dieser virtuelle Testlauf hoch spannend: „Die Videokonferenzen brachen ständig ab, wir wechselten dann zur Telefonkonferenz, mit 20 TeilnehmerInnen nicht sehr übersichtlich. Aber auch die digitalen Begegnungen sind Begegnungen mit Menschen. Sie lassen uns auch darauf freuen, dass Pandemie und Quarantäne wieder vorbei sein werden und analoge Begegnungen die Regel. Ohne das digitale Format wäre die Exkursion nicht möglich gewesen, denn in Brüssel herrscht seit gestern Ausgangssperre.“
     
    Kontakt: Prof. Dr. Michael Opielka
    michael.opielka@eah-jena.de

    sn

  • Hochschulbibliothek der EAH Jena geschlossen

    ​Die Hochschulbibliothek bleibt ab dem 18.03 bis vorerst 19.04.2020 geschlossen.

    - Es sind weder Ausleihen noch weitere Vor-Ort-Services möglich.
    - Die Räume der Bibliothek sind nicht zugänglich.
    - Während der Schließung entstehen keine Mahngebühren.
    - Entliehene Medien sind nach Ablauf der Leihfrist selbstständig zu verlängern.
    - Die Nutzung unserer digitalen Angebote ist weiterhin jederzeit möglich.


    http://web.eah-jena.de/fhj/bib/de/Seiten/default.aspx

  • ABSAGE: Schnupperstudium vom 07. bis 09. April

    ​Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern und Familien,

    aus gegebenem Anlass muss auch unser Schnupperstudium vom 07. bis 09. April abgesagt werden.

    Es wird jedoch einen Ersatztermin geben.

    Bitte informieren Sie sich auf unserer Homepage.



  • Aktuell für Studierende: betreffend BAföG

    Weiterförderung von Auszubildenden bei pandemiebedingten Schließungen von Ausbildungsstätten

    „Pandemiebedingte Schließungen von Ausbildungsstätten im Sinne von § 2 BAföG sowie
    von förderungsfähigen Ausbildungsstätten im Ausland (kurzfristige Schließungen von Ausbildungsstätten bzw. Verlängerung deren vorlesungsfreien Zeiten) sind förderungsrechtlich unschädlich.“

    https://www.eah-jena.de/de-de/studium_/Documents/Erlass_zur_Weiterförderung_bei_pandemiebedingten_Störungen_der_Ausbildung.pdf

    Information des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

  • ABGESAGT: ErziehungsZwang – ZwangsErziehung – Eine Veranstaltungsreihe zu historischen und aktuellen Aspekten der Jugendhilfe

    ​ErziehungsZwang – ZwangsErziehung – Eine Veranstaltungsreihe zu historischen und aktuellen Aspekten der Jugendhilfe

    vom 23. März bis 07. April 2020

    Die Veranstaltungsreihe wird verschoben.

  • COVID-19: Hochschulen verschieben Vorlesungsbeginn auf 4. Mai

    Alle weiteren hochschulbezogenen Veranstaltungen abgesagt / Zur Entscheidung über weiteres Vorgehen erneutes Treffen am 30. März im TMWWDG geplant
     
    Der Vorlesungsbeginn an den Thüringer Hochschulen wird zunächst auf den 4. Mai 2020 verschoben. Das wurde heute bei einem Treffen der Landespräsidentenkonferenz im Thüringer Wissenschaftsministerium beschlossen. Damit reagieren die Hochschulen auf die zunehmende Ausbreitung des Corona-Virus in Thüringen. Darüber hinaus werden sämtliche Veranstaltungen wie Konzerte, Ringvorlesungen oder Vorträge an den Hochschulen abgesagt. Über die mögliche Schließung ihrer Bibliotheken entscheidet jede Hochschule selbstständig. Zudem prüfen die Hochschulen, inwieweit in der Zwischenzeit Online- und E-Learning-Angebote eingesetzt werden können.
     
    Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee unterstützt die Entscheidung: „Es geht darum, die rasante Ausbreitung von COVID-19 zu stoppen und Ansteckungsketten zu unterbrechen, die es im vollen Lehrbetrieb mit Tausenden von Studierenden natürlich gerade an den Universitäten und Fachhochschulen gibt.“ Land und Hochschulen würden bei ihrem weiteren Vorgehen daher weiterhin „auf Sicht fahren“ und angemessen auf die laufenden Entwicklungen reagieren. Spätestens am 30. März wird das Ministerium zu einem erneuten Treffen einladen, um situationsbezogen das weitere Vorgehen zu besprechen.
     
    Einig waren sich Ministerium, Hochschulen und das Studierendenwerk Thüringen darin, dass durch die Verschiebung des Vorlesungsbeginns keine Nachteile für die Studierenden entstehen dürfen. Rechtliche Vorgaben und Rahmenbedingungen wie z.B. Prüfungsfristen sollen daher flexibel gehandhabt und Ausnahmeregelungen zugelassen werden. Das betrifft auch den Bezug von BAföG-Leistungen, der üblicherweise an den Vorlesungsbeginn geknüpft ist: Hier ist bereits durch Erlass des Bundesforschungsministeriums sichergestellt, dass die Leistungen regulär an die BAföG-Empfänger ausgezahlt werden.
     
    Weitere Themen des heutigen Treffens waren dienst- und tarifrechtliche Regelungen, die durch die Verschiebung und generell durch die Corona-Ausbreitung betroffen sein könnten. Dazu hat das Ministerium den Hochschulen entsprechende Handlungsempfehlungen übergeben. Außerdem werden alle Personen, die aus Risikogebieten stammen oder sich zuletzt dort aufgehalten haben, noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie verpflichtet sind, sich bei den Hochschulen zu melden.
     
    Medieninformation des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft
    vom 13. März 2020

    Stephan Krauß
    Pressesprecher, Referatsleiter

    ________________________________________
    THÜRINGER MINISTERIUM FÜR WIRTSCHAFT, WISSENSCHAFT UND DIGITALE GESELLSCHAFT
    Hausleitung | Medien, Reden, Internationale Angelegenheiten
    Max-Reger-Straße 4-8 | 99096 Erfurt | Postfach 900225 | 99105 Erfurt | Germany
    Tel.: +49 361 573711-030 | Mobil: +49 172 3575962 | Fax: +49 361 571711 803
    www.tmwwdg.de  www.das-ist-thueringen.de  E-Mail
    ________________________________________

  • ABSAGE des HIT am 4. April 2020

    ​Aufgrund der aktuellen Entwicklung in Bezug auf die Ausbreitung des Coronavirus in Thüringen hat die Hochschulleitung entschieden, die Durchführung des für den 04. April 2020 geplanten Hochschulinformationstages der EAH Jena abzusagen.
    Er wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

    Dr. rer. nat. Thoralf Held
    Kanzler

    Ernst-Abbe-Hochschule Jena
    University of Applied Sciences
    Carl-Zeiss-Promenade 2
    07745 Jena

  • ABSAGE des JeTT am 31. März, EAH Jena

    ​Nach gründlicher Abwägung der aktuellen Situation und insbesondere vor dem Hintergrund, dass sowohl Aussteller und Referenten, als auch kleine und mittlere Unternehmen – die Zielgruppe für den Besuch des Jenaer Technologietages – unnötige gesundheitliche Risiken vermeiden und Veranstaltungsbesuche minimieren, haben wir uns entschieden, die Veranstaltung auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Wir tragen damit der augenblicklichen Unsicherheit vieler potenzieller Besucherinnen und Besucher Rechnung. Ein neuer Termin wird zeitnah bekannt gegeben.

    Alle Infos zum JeTT: https://www.eah-jena.de/de-de/veranstaltungen/jett

    Ernst-Abbe-Hochschule Jena
    Service Zentrum Forschung und Transfer

  • ABSAGE der Veranstaltung 5. INTERBILD Symposium, 18. März 2020, EAH Jena

    ​(9. März 2020) Aufgrund aktueller Entwicklungen muss leider das 5. INTERBILD Symposium am 18.03.2020 abgesagt werden.

    Diese Entscheidung fiel nicht leicht, insbesondere, da es zum diesjährigen Symposium sehr hohe Anmeldezahlen und außerordentlich viele Industriepartner und Aussteller gibt.

    Die Mission der INTERBILD Symposien ist traditionell und auch zukünftig „Arbeitsplätze gesund gestalten“. Um dieser Mission treu bleiben zu können und aktiv Prävention und Gesundheitsschutz in den Vordergrund zu stellen, ist die Absage der 5. INTERBILD nun nach reiflicher Abwägung eine logische Konsequenz zum Wohle der Gesundheit aller Teilnehmenden (und darüber hinaus!). Auch wenn das INTERBILD Symposium nicht zu den „Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern“ zählt, so wären doch zum diesjährigen Termin einige hundert, auch aus dem internationalen Ausland und mit langen Reisewegen erwartet worden. Das Risiko einer weiteren Ausbreitung des Corona-Virus würde sich dadurch erhöhen.

    Die Organisatoren bitten um Verständnis für diese Entscheidung und hoffen, damit aktiv und nach bestem Wissen und Gewissen zum Gesundheitsschutz beizutragen.  Es wird zeitnah einen neuer Ersatz-Termin für das 5. INTERBILD Symposium bekanntgegeben. Bitte beachten Sie dazu auch aktuelle Informationen auf der Homepage https://ergoptometrie.de.

    Fachliche Leitung:
    Prof. Dr. Stephan Degle, Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Carl-Zeiss-Promenade 2, 07745 Jena
    Prof. Dr. Egbert Seidel, Sophien- und Hufeland-Klinikum, Weimar
    Kontakt: optometrie@eah-jena.de

    Organisation: Ernst-Abbe-Hochschule Jena und JenALL e.V.
    Ansprechpartner: Peter Perschke (mail@jenall.de) oder Tel. 03641/205-108


  • Neue Perspektiven für Projektideen

    ​(6. März 2020) Das Projekt “PerspektivWechsel“ fördert Technologietransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Hierzu folgte die Firma büttner präzisionsWERK gmbh einer Einladung von Prof. Dr. Christian Erfurth in die EAH Jena.

    Bereits im vergangenen Jahr hatte der Wissenschaftler aus dem Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen (WI) die Firma in Bad Lobenstein besucht. So lernte er das Unternehmen, das Präzisionsteile fertigt, ebenso kennen, wie die regionalen Herausforderungen an die betriebliche Praxis.

    In der Ende Januar erfolgten zweiten Runde des Transferprojektes erhielten Firmengeschäftsführer Ronny Büttner und sein Mitarbeiter Benjamin Köhler Einblick in die Lehr- und Forschungsaufgaben der EAH Jena, insbesondere der Fachbereiche Wirtschaftsingenieurwesen und SciTec.

    Neben Vorführungen zum wertschöpfenden Einsatz von Augmented Reality und Virtual Reality in der Industrie wurden die umfangreichen Angebote der Modellfabrik 3D-Druck („Individualisierte Produktion“ und „Digitale Arbeitswelten“ des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Ilmenau) durch die Hochschulkollegen Stefan Meier und Patrick Ongom-Along vorgestellt.

    Außerdem präsentierten Masterstudierende des Fachbereichs WI das von ihnen umgesetzte Projekt „Smart Assembly“, bei dem mit Sensorik ausgestattete Arbeitsplätze Assistenz für die Montage und digitale Qualitätssicherung ermöglichen.

    Der von der IHK Ostthüringen organisierte Erfahrungsaustausch zwischen der büttner präzisionsWERK gmbh und der EAH Jena hat nicht nur weitere Treffen zur Folge, sondern ganz sicher neue Perspektiven und Inspirationen für Projektideen.

    Prof. Dr. Christian Erfurth / sn


    Kontakt:
    Prof. Dr. Christian Erfurth
    Christian.Erfurth@eah-jena.de

    Weitere Informationen zum Projekt “PerspektivWechsel“:
    IHK Ostthüringen zu Gera, Franziska Neugebauer
    Tel. +49 365 8553-123
    neugebauer@gera.ihk.de

  • Input von Studentinnen und Studenten wird geschätzt

    ​(2./5. März 2020) Die Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena und das Unternehmen Viega in Großheringen pflegen seit Jahren einen intensiven Austausch. Kürzlich haben zum siebten Mal Praxistage für Studierende im Thüringer Werk stattgefunden. Diese sind Teil des Lernmoduls „Lean Production“ der EAH Jena.

    Wie lassen sich Anlagen optimal verbinden? Wie fließt das Material? Kann die Ergonomie an Arbeitsplätzen weiter verbessert werden? Es waren spannende Fragen wie diese, mit denen sich 26 Studierende der EAH zwei Tage lang im Rahmen der Praxistage für Studierende im Thüringer Werk der weltweit agierenden Viega-Gruppe beschäftigten. In Großheringen fertigen über 800 Mitarbeiter Rohrleitungssysteme für Sanitär und Heizung. Die Workshop-Tage bei Viega sind an der Jenaer Hochschule seit 2013 im Rahmen der Masterstudiengänge „Wirtschaftsingenieurwesen“ und „Wirtschaftswissenschaften“ fester Bestandteil des Wahlmoduls „Lean Production“.

    An den Praxistagen bekommen die Studierenden von Viega-Experten reale Aufgaben aus dem Produktionsalltag gestellt, für die sie in Gruppen Lösungen erarbeiten. Es geht immer um die Optimierung von Prozessen in der Fertigung unter dem Gesichtspunkt einer schlanken Produktion, also „Lean Production“. In diesem Jahr waren Aufgaben darunter wie die Umstrukturierung einer Montageanlage unter ergonomischen Gesichtspunkten oder die Verkettung zweier Montagestrecken.

    Offene Einblicke in die Praxis
    „Sparringspartner“ des Viega-Teams auf Seiten der EAH Jena ist Prof. Dr. Uwe Herbst aus dem Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen. Seine Professur umfasst Fertigungstechnik und Managementmethoden in der Produktion. Er schätzt an diesen Praxistagen, dass die Studentinnen und Studenten Einblicke in ein lokal ansässiges, produzierendes Unternehmen bekommen und so die gelernten Methoden in einem realen Fertigungsumfeld erproben können: „Studierende erleben anschaulich, dass theoretische Methoden in der Praxis anwendbar sind, auch wenn in der Realität dann doch manches anders läuft als in den Büchern.“
    Deswegen empfiehlt er auch allen Studierenden die Teilnahme an dieser freiwilligen Veranstaltung. Sein Fazit spiegelt das Feedback der Studierenden: „Viega bietet wirklich ein interessantes Umfeld für Abschlussarbeiten. Es ist ein aufgeschlossenes, offenes Unternehmen, das jungen Menschen die Möglichkeit gibt, sich einzubringen. Besonders positiv aufgefallen sind die große Wertschätzung und das Interesse der Führungskräfte an den studentischen Ergebnissen. Auch die Werksmitarbeiter wurden als sehr hilfsbereit und aufgeschlossen wahrgenommen“.

    Wertschöpfende Partnerschaft
    Viega nutzt die Praxistage vor allem, um die Bekanntheit als Innovationsantreiber und attraktiver Arbeitgeber in der Region weiter zu steigern. „In Zeiten des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels ist das eine optimale Gelegenheit, um ins direkte Gespräch zu kommen und so Studierende für Abschlussarbeiten in unserem Unternehmen oder gar als neue Mitarbeiter zu gewinnen“, erklärt Werksleiter Ekkehard Wenkel.

    Großer Erfolg – Kooperation wird weiter ausgebaut
    Auch fachlich wird der Input der Studierenden geschätzt, denn von ihnen kommen gute Impulse für Weiterentwicklungen: „In diesem Jahr sind die Workshops wieder sehr gut gelaufen“, zieht Rinaldo Knothe von Viega zufrieden Bilanz. „Innerhalb der sechs Handlungsfelder wurden insgesamt 30 Optimierungsvorschläge bzw. Lösungsideen erarbeitet, die den Fachbereichen weiterhelfen können.“ Im Jahr zuvor wurden zwei der von den Studierenden bearbeiteten Themen auch in der Praxis umgesetzt.

    Aufgrund der guten Zusammenarbeit zwischen der Hochschule und Viega auf vielen Ebenen ist ein weiterer Ausbau der Kooperation geplant. Aktuell arbeiten beide Seiten daran, die Praxistage für Studierende bei Viega Großheringen auf andere Fachbereiche der EAH, wie beispielsweise Maschinenbau, auszuweiten.

    Katharina Schulte, Global Marketing Viega
    sn


    Zum Unternehmen Viega:
    Über 4.000 Mitarbeiter beschäftigt die Viega Gruppe heute weltweit und gehört zu den führenden Herstellern von Installationstechnik für Sanitär und Heizung. An zehn Standorten wird am nachhaltigen Viega Erfolg gearbeitet. Die Produktion konzentriert sich in vier deutschen Werken. Spezielle Lösungen für die jeweiligen lokalen Märkte entstehen in McPherson/USA, Wuxi/China sowie Sanand/Indien. Die Installationstechnik als Kernkompetenz wirkt dabei konstant als Wachstumsmotor. Neben Rohrleitungssystemen gehört zum Produktprogramm Vorwand- und Entwässerungstechnik. Das Sortiment umfasst rund 17.000 Artikel, die nahezu überall zum Einsatz kommen: in der Gebäudetechnik ebenso wie in der Versorgungswirtschaft oder im industriellen Anlagen- und Schiffbau.
    1899 erfolgte die Gründung des Familienunternehmens in Attendorn. Bereits in den 60er Jahren wurden die Weichen für die Internationalisierung gestellt. Heute kommen Produkte der Marke Viega weltweit zum Einsatz. Der Vertrieb erfolgt überwiegend durch eigene Vertriebsorganisationen in den jeweiligen Märkten.


    Die Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena
    ist Thüringens drittmittelstärkste Hochschule für angewandte Wissenschaften. Ihre Vernetzung mit Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft sorgt für eine optimale Ausbildung. Die meisten Abschlussarbeiten entstehen in Zusammenarbeit mit den Partnern. Die 1991 gegründete Hochschule ist regional eng verbunden und international orientiert. Sie bietet ihren Studierenden ein innovatives, wissenschaftlich solide fundiertes und praxisnahes Studium.
    www.eah-jena.de
    https://twitter.com/EAHJena


  • Der Wissenschaftler Jürgen Popp ist Vorsitzender des Hochschulrates der EAH Jena

    ​(3. März 2020) Prof. Dr. Jürgen Popp, Institutsdirektor des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT), wurde am vergangenen Donnerstag zum Vorsitzenden des Hochschulrates der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena gewählt. Stellvertretende Vorsitzende ist Sabine Wosche, Geschäftsführerin der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen. Jürgen Popp hatte den Vorsitz bereits im letzten EAH-Hochschulrat inne.

    Weitere Mitglieder sind Klaus Berka (Unternehmer, ehemals Geschäftsführer der Analytik Jena AG), Ivonne Höhn (Geschäftsführerin Caritasverband für Ostthüringen e.V.), Maria Koller (Head of Global HR und Mitglied des Executive Management Committees der Jenoptik AG), Dr. Michael Edinger (Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft) sowie als Hochschulmitglieder Stephan Kirchner, LfbA für den Studiengang Physiotherapie im Fachbereich Gesundheit und Pflege, und Prof. Dr. Jörg Töpfer, berufen für die Lehrgebiete Anorganische Chemie, Glas und Keramik im Fachbereich SciTec.

    Das Gremium wurde im November 2019 vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft für eine Amtszeit von vier Jahren bestellt.

    Der Hochschulrat gibt Empfehlungen zur Profilbildung der Hochschule, zur Schwerpunktsetzung in Forschung und Lehre sowie zur Weiterentwicklung des Studienangebots. Gemeinsam mit dem Senat nimmt der Hochschulrat die Aufgaben der Hochschulversammlung wahr: beispielsweise die Wahl des Präsidenten und des Kanzlers sowie die Struktur- und Entwicklungsplanung der Hochschule.

    Zu weiteren Aufgaben gehören die Bestätigung des Wirtschaftsplans sowie der Beschluss und die Feststellung des Jahresabschlusses. Darüber hinaus nimmt der Hochschulrat Stellung zur Grundordnung, zu den Grundsätzen der Ausstattung und internen Mittelverteilung sowie vor dem Abschluss von Ziel- und Leistungsvereinbarungen der Hochschule mit dem Ministerium.


    sn

  • Erfolgreicher Masterabschluss

    ​(4. Februar 2020) Xinyi Ma, Student der Werkstofftechnik an der EAH Jena, verteidigte in der vergangenen Woche erfolgreich seine Masterarbeit.

    Die Abschlussarbeit befasste sich mit der Phasenbildung und magnetischen Eigenschaften von bestimmten Werkstoffen, die als magnetische Komponenten in Zirkulatoren in elektronischen keramischen Modulen für die Satellitenkommunikation eingesetzt werden sollen. Sein Betreuer, Prof. Dr. Jörg Töpfer aus dem Fachbereich SciTec, auch Studiengangleiter der Werkstofftechnik, gratulierte Herrn Ma herzlich zum erfolgreichen Masterabschluss.

    Xinyi Ma ist der erste aus China stammende Absolvent dieses Ingenieurstudienganges an der Ernst-Abbe-Hochschule. Seit 2016 besteht eine Kooperation zwischen der Qingdao University of Science and Technology und der EAH Jena. In diesem Rahmen kommen regelmäßig Bachelorabsolventen der chinesischen Partnerhochschule nach Jena, um hier ein Masterstudium zu absolvieren.

    Dr. Dirk Schlegel, Prof. Dr. Jörg Töpfer, sn

  • Die Bedeutung der elektrischen Antriebstechnik

    (28. Januar 2020) Seit dem Sommersemester 2018 lehrt Prof. Dr. Matthias Förster das Fachgebiet „Elektrische Maschinen und Antriebe, Leistungselektronik und Aktorik“ im Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der Ernst-Abbe-Hochschule Jena.

    Der Ingenieur wurde in Halle/Saale geboren. Er studierte und promovierte an der Technischen Universität Ilmenau und befasste sich in seiner Dissertation mit dem Thema der Parameterbestimmung bei elektrischen Maschinen im Stillstand.

    Seine Berufserfahrung erwarb Matthias Förster während seiner Promotion bei der ISLE GmbH in Ilmenau sowie über sieben Jahre hinweg bei der Jenaer Antriebstechnik GmbH im Bereich der Forschung und Entwicklung.

    Sein Ziel in der Lehre ist es zum einen, das Verständnis für die Grundlagen und die Regelung von elektrischen Maschinen und Antrieben zu entwickeln. Weiterhin vermittelt er seinen Studierenden die Bedeutung der elektrischen Antriebstechnik. Die Forschungsschwerpunkte des Wissenschaftlers liegen im Bereich der Ansteuerung und geberlosen Regelung von elektrischen Maschinen und den mechatronischen Zusammenhängen in der Antriebsmechanik.

    Prof. Dr. Förster ist Prodekan des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik und leitet die Hochschulgruppe des Verbandes für Elektrotechnik und Informationstechnik an der EAH Jena.

    Kontakt: Prof. Dr. Matthias Förster
    matthias.foerster@eah-jena.de

  • Berufen für Familien-, Betreuungs- und Arbeitsrecht

    ​(27. Januar 2020) Prof. Dr. Claudia Beetz lehrt seit dem Wintersemester 2019/2020 als Professorin für Rechtswissenschaften am Fachbereich Sozialwesen der EAH Jena. Sie ist für die Rechtsgebiete Zivilrecht, insbesondere Familienrecht, Betreuungsrecht und Arbeitsrecht berufen worden.

    Die aus dem Thüringer Wald stammende Juristin –  sie ist in Meiningen geboren und in Zella-Mehlis aufgewachsen – hat in Halle (Saale) Rechtswissenschaften studiert und war anschließend an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. Ergänzend hat sie den interdisziplinären Masterstudiengang Medizin-Ethik-Recht in Halle absolviert (Master of Medicine, Ethics and Law - M.mel). Nach dem Referendariat in Sachsen-Anhalt und einer kurzen weiteren Zeit an der Universität Halle war Claudia Beetz mehrere Jahre als Sozialrichterin und eine kurze Zeit am Amtsgericht und anderen Gerichten des Landes Sachsen-Anhalt als Betreuungs- und Familienrichterin tätig.

    In ihrer Dissertation untersuchte sie, wie der Wille von Patientinnen und Patienten auch dann wirksam umgesetzt werden kann, wenn diese nicht mehr entscheidungsfähig sind. Neben diesen Fragen beschäftigt sich Prof. Dr. Beetz unter anderen mit den Rechten von älteren Menschen und von Menschen mit Behinderungen. Ein weiterer Schwerpunkt in ihrer Forschung bildet die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ehrenamtlich hat die Mutter zweier Kinder an der Universität Halle in Zusammenarbeit mit dem Gleichstellungsbüro konkrete Problemlagen von Beschäftigen mit Kind(ern) oder mit Pflegeaufgaben sowie von Studierenden mit Kind(ern) herausgearbeitet und hierzu Informationsveranstaltungen sowie die Erstellung einer Informationsbroschüre für Studierende mit Kind(ern) initiiert und daran mitgewirkt.

    Kontakt: Prof. Dr. Claudia Beetz
    claudia.beetz@eah-jena.de

  • Glückwünsche für den Studienbeginn

    ​(23. Januar 2020) Prof. Dr. Steffen Teichert, Rektor der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, übergab in der vergangenen Woche an 19 junge internationale Studierende die Zeugnisse ihrer bestandenen Feststellungsprüfung.
    Am „Internationalen Studienzentrum Thüringen“ in Jena hatten sie sich in den vergangenen zwei Semestern intensiv auf diese wichtige Prüfung vorbereitet, die ihnen nun den Hochschulzugang in Deutschland eröffnet.
    Professor Teichert lobte ihr konzentriertes Lernen, neben Mathematik und Physik insbesondere auch der deutschen Sprache. Für ihr künftiges Bachelorstudium an der Ernst-Abbe-Hochschule wünschte er allen viel Erfolg und gutes Gelingen.
    Bereits zum vierten Mal konnte der Rektor damit an Absolventen des Jenaer Studienkollegs die begehrte Urkunde überreichen. Prof. Dr. Teichert dankte auch den Lehrkräften des Internationalen Studienzentrums, die maßgeblich dazu beitrugen, dass die ausländischen Studienbewerber diese Leistung erreichten und dass sie in Jena heimisch werden.

    Informationen und Kontakt: Dr. Dirk Schlegel
    dirk.schlegel@eah-jena.de


    Das Internationale Studienzentrum Thüringen (ISZ) bietet als Studienkolleg in Jena Vorbereitungskurse für internationale Studienbewerber an und führt sie zur staatlichen Feststellungsprüfung. Mit dieser Prüfung erlangen die Studieninteressierten die deutsche Hochschulzugangsberechtigung und können in ein Bachelor-Studium einsteigen. Angeboten werden T-Kurse zur Vorbereitung auf „technische“ Studienrichtungen, also in Natur- oder Ingenieurwissenschaften, sowie W-Kurse für wirtschaftswissenschaftliche Richtungen. Der Unterricht des ISZ findet in der Otto-Schott-Straße, ganz in der Nähe der EAH Jena, statt, so dass die gegenwärtig etwa 100 Studierenden bereits heute oft den Campus an der Carl-Zeiss-Promenade bevölkern.
    Die enge Kooperation zwischen Internationalem Studienzentrum Thüringen, Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Studienkolleg Nordhausen und dem Thüringer Wissenschaftsministerium trägt zum Erfolg dieses Konzeptes bei.
    Absolventen des Internationalen Studienzentrums interessieren sich an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena besonders für die ingenieurwissenschaftlichen Bachelorstudiengänge Werkstofftechnik, Laser- und Optotechnologien, Feinwerktechnik/Precision Engineering, Elektrotechnik/Informationstechnik und Mikrotechnologie/Physikalische Technik.

    www.studienzentrum-thueringen.de

  • Präzisionssysteme, Technologien und Werkstoffe, Gesundheit und Nachhaltigkeit

    (21. Januar 2020) An der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena, der forschungsstärksten Thüringer Fachhochschule, werden jährlich etwa 60 Forschungsprojekte durchgeführt. Forschung und Entwicklung der EAH umfassen drei Schwerpunkte: Präzisionssysteme, Technologien und Werkstoffe sowie Gesundheit und Nachhaltigkeit. Viele dieser Vorhaben sind Verbundprojekte mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft und bringen für beide Seiten nachhaltig Nutzen.

    Ende des vergangenen Jahres erschien der „Forschungsatlas“ der EAH Jena, in dem alle derzeitigen Forschungsbereiche vorgestellt werden. Digital finden Sie alle Informationen wie folgt:

    Präzisionssysteme:
    https://www.eah-jena.de/de-de/forschung/forschungsschwerpunkte/praezisionssysteme

    Technologien und Werkstoffe:
    https://www.eah-jena.de/de-de/forschung/forschungsschwerpunkte/technologien-und-werkstoffe

    Gesundheit und Nachhaltigkeit:
    https://www.eah-jena.de/de-de/forschung/forschungsschwerpunkte/gesundheit-und-nachhaltigkeit


    Alle Interviewwünsche richten Sie bitte an die Pressestelle der EAH Jena:
    presse@eah-jena.de

    bzw.
    Sigrid Neef, Tel. 03641 – 205 130
    sigrid.neef@eah-jena.de

  • Das Wetter: EAH Jena misst Rekordhoch

    ​(20. Januar 2020) Das mächtige Hochdruckgebiet Ekart, welches aktuell vom Ostatlantik bis zum Schwarzen Meer reicht, führte in Jena zu einem neuen Wetterrekord: In den Mittagsstunden des 20. Januar 2020 wurden an der Klimatologischen Messstation der Ernst-Abbe-Hochschule mit einer Barometerhöhe von 155 m ü. NN ein Höchstwert des Luftdrucks von 1.021 hPa gemessen.

    Reduziert auf Normal Null, also unabhängig von der Höhenlage, sind das 1.048 hPa. Da der Luftdruck eine sehr großräumige Erscheinung ist, erreichten die Nachbarstationen vom Max-Planck-Institut oder vom Deutschen Wetterdienst in Gera und Erfurt ebenfalls 1.047 bis 1.048 hPa. Der maximale gemessene Luftdruck in Deutschland liegt allerdings noch etwas höher und betrug 1060,8 hPa am 23.1.1907 in Greifswald.

    Der bisherige Rekord an der EAH Jena mit 1.019 hPa war bereits etwas in die Jahre gekommen, stammte er doch vom 16.2.2008. Während das derzeitige Hoch von der Witterung her eher unspektakulär bleibt, sind durchlaufende Tiefdruckgebiete meist mit Sturm verbunden. Der niedrigste Luftdruck wurde am 16.12.2011 mit 945 hPa (reduziert 972 hPa) registriert, als Orkan Joachim über das Land fegte.

    So deutliche Extrema sind beim Luftdruck allerdings selten. In den letzten 20 Jahren bewegten sich an der EAH 95 % der Tagesmittel zwischen 973 und 1.007 hPa. Der mittlere lokale Luftdruck an der Station beträgt 990 hPa.

    Bernhard Kühn

    Klimatologische Messstation
    Telefon: 0 36 41 / 205-377
    Internet: http://wetter.mb.eah-jena.de
    e-mail: klima@eah-jena

  • Materials Matter – Tag der Werkstofftechnik an der EAH Jena

    (20. Januar 2020) Zahlreiche Schülerinnen und Schüler haben sich zum Tag der Werkstofftechnik der Ernst-Abbe-Hochschule Jena am 6. Februar angemeldet. Etwa 50 Jugendliche kommen aus der Erfurter Gropius-Schule. Ihnen hatte der Besuch im letzten Jahr so gefallen, dass die Schule für 2020 umgehend wieder gebucht hat. Damit ist der Tag weitgehend ausgelastet. Einzelanmeldungen sind zwar noch möglich, jedoch müssen Gruppen bis zum Jahr 2021 Geduld haben.

    Materials Matter, so der Titel des Tages in diesem Jahr, zeigt das alltags- und praxisnahe „Innenleben“ der Werkstofftechnik. Dafür öffnen die Kolleginnen und Kollegen ihre Labortüren und zeigen den Schülern was es bedeutet, wenn ein Wissenschaftsbereich im Spannungsfeld von Physik, Chemie, Biologie und Maschinenbau gleichzeitig „zu Hause“ ist.

    Für alle Interessierten halten Lehrende des Bereichs Werkstofftechnik der EAH Jena außerdem auf Wunsch Vorträge an Schulen.

    Informationen und Kontakt: https://www.eah-jena.de/tdw

  • Haltung und Bewegung, Myopie und Blaulicht

    ​(16. Januar 2020) INTERBILD – das 5. interdisziplinäre Symposium für Bildschirmarbeit findet am 18. März dieses Jahres an der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena statt. Die Veranstaltung zum Thema „Haltung und Bewegung, Myopie und Blaulicht“ legt ihren Schwerpunkt auf gesundheitliche Belastungen an modernen Büroarbeitsplätzen.

    Arbeit und Freizeit werden immer mehr durch digitale Medien und künstliche Intelligenz bestimmt, so der fachliche Leiter des Symposiums, Prof. Dr. Stephan Degle von der EAH. Er unterstreicht: „Arbeitsprozesse, Handlungen und Kommunikation verändern sich. Neben vielen Optimierungen entstehen auch gesundheitliche Belastungen, wie Störungen des Sehens und der Körperhaltung und sogar gesellschaftliche Veränderungen“. Interdisziplinäres Denken und Handeln sei deshalb wichtiger denn je, um Störungen fachgerecht zu erfassen und zu verstehen, zu diagnostizieren und zu therapieren – und bestenfalls zu vermeiden.

    Zum Symposium am 18. März treffen sich von 9.00 bis 16.30 Uhr Experten aus unterschiedlichen Fachdisziplinen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, die sich mit dem Thema „Bildschirmarbeit“ beschäftigen, wie Arbeitsmediziner, Augenärzte und Augenoptiker sowie Physio- und Ergotherapeuten, Orthopäden, Manual- und Sportmediziner. 

    Namhafte Referenten aus Forschung und Praxis stellen neueste Studienergebnisse zur Gesundheit und zur „sinnvollen“ Verwendung digitaler Medien werden vor. Die Fachbeiträge sind interdisziplinär und haben ein breites Spektrum: Funktionen - Funktionsstörungen - Funktionskrankheiten und Kippfaktoren, Sensomotorik, Blaulicht als Gefahr für unsere Gesundheit, Prävention von Kurzsichtigkeit (Myopie), Vermeidung der Abhängigkeit von digitalen Medien, Betriebliches Gesundheitsmanagement sowie Bewegung und Wahrnehmung. Eine parallele Industrieausstellung lädt ein, innovative Ergonomie direkt zu testen.
     
    Programm und Anmeldunghttps://ergoptometrie.de/5interbild2020/

    Frühbucherrabatt bis zum 18.02.2020
    Online-Anmeldung bis 17.03.2020, danach Vor-Ort-Anmeldung
     
    Fachliche Leitung:
    Prof. Dr. Stephan Degle, Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Carl-Zeiss-Promenade 2, 07745 Jena (optometrie@eah-jena.de)

    Organisation: Ernst-Abbe-Hochschule Jena und JenALL e.V. (mail@jenall.de)
    Ansprechpartner: Peter Perschke (mail@jenall.de) oder Tel. 03641/205-108

  • Förderung durch die Carl-Zeiss-Stiftung für die Ernst-Abbe-Hochschule Jena

    ​(14. Januar 2020) Wissenschaftler der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena erhalten für ihr Vorhaben „Forschungen zu intelligenten keramischen Funktionsmaterialien für innovative Anwendungen für Energie, Mobilität und Industrie 4.0“ eine Förderung von einer Million Euro. Fördermittelgeber ist die Carl-Zeiss-Stiftung.

    Das Projektteam, geleitet von dem Chemiker Prof. Dr. Jörg Töpfer, Fachbereich SciTec, und dem Rektor der EAH Jena, Prof. Dr. Steffen Teichert, untersucht Fragestellungen rund um „intelligente Funktionskeramiken“. Darunter sind Keramiken mit elektrischen und magnetischen Eigenschaften zu verstehen, wie beispielsweise Piezo-Keramiken, die ihre Länge durch elektrische Spannungen ändern.

    Zu den Zielen des Forschungsvorhabens gehören, neben der Entwicklung und Charakterisierung neuer Werkstoffe, auch die Neuentwicklung von Komponenten und Systemen, bis hin zur Anwendung in Prototypen, zum Beispiel bei selbstregulierenden Heizsystemen auf Basis von PTC-Keramik für den Einsatz in Elektrofahrzeugen.

    „Die Förderung der Carl-Zeiss-Stiftung ermöglicht es uns in hervorragender Weise“, so Professor Töpfer, „unsere Forschung an keramischen Funktionswerkstoffen fortzusetzen. Dabei können wir sowohl grundlegende Aspekte als auch anwendungsnahe Probleme dieser Materialien untersuchen. Gleichzeitig wird die berufliche Qualifizierung unseres wissenschaftlichen Nachwuchses und junger Ingenieure unterstützt.“

    Die Förderung startet am 1. Mai dieses Jahres und hat eine Laufzeit von drei Jahren.

    Kontakt: Prof. Dr. Jörg Töpfer
    joerg.toepfer@eah-jena.de


    Die Carl-Zeiss-Stiftung
    hat sich zum Ziel gesetzt, Freiräume für wissenschaftliche Durchbrüche zu schaffen. Als Partner exzellenter Wissenschaft unterstützt sie sowohl Grundlagenforschung als auch anwendungsorientierte Forschung und Lehre in den MINT-Fachbereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). 1889 von dem Physiker und Mathematiker Ernst Abbe gegründet, ist die Carl-Zeiss-Stiftung die älteste private wissenschaftsfördernde Stiftung in Deutschland. Sie ist alleinige Eigentümerin der Carl Zeiss AG und SCHOTT AG. Ihre Projekte werden aus den Dividendenausschüttungen der beiden Stiftungsunternehmen finanziert.
    www.carl-zeiss-stiftung.de


    Die Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena
    ist Thüringens drittmittelstärkste Hochschule für angewandte Wissenschaften. Ihre Vernetzung mit Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft sorgt für eine optimale Ausbildung. Die meisten Abschlussarbeiten entstehen in Zusammenarbeit mit den Partnern. Die 1991 gegründete Hochschule ist regional eng verbunden und international orientiert. Sie bietet ihren Studierenden ein innovatives, wissenschaftlich solide fundiertes und praxisnahes Studium.
    www.eah-jena.de
    https://twitter.com/EAHJena

  • Was Klimawandel mit Achtsamkeit zu tun hat

    ​In der „Public Climate School" wurde gezeigt, wie man mit Achtsamkeitstrainings eine nachhaltige Hochschule gestalten kann.
    Inspiriert von der Schülerbewegung "Fridays for Future" haben sich in der vergangenen Woche erstmals auch Studierende in einer konzertierten bundesweiten Aktion mit den Themen Klimawandel, -schutz und -gerechtigkeit intensiv auseinandergesetzt. Die Studierendenbewegung "Students for Future" hat dafür an zahlreichen Universitäten und Fachhochschulen in ganz Deutschland sogenannte "Public Climate Schools" organisiert. Auch in Jena beteiligte man sich intensiv an dem Großereignis. Viele Dozierende der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Ernst-Abbe-Hochschule passten ihre Veranstaltungen an das Thema an oder entwickelten sogar zusätzliche neue Formate. Außerdem wirkten zahlreiche Studierende und ehrenamtlich Aktive mit. Das Resultat: ein vielfältiges Programm mit über 90 Veranstaltungen rund ums Klima - von Vorlesungen über Workshops bis hin zu regen Diskussionen.
    Mit Achtsamkeitspraxis vom reinen Wissen zum mutigen Handeln
    Wie man zum Beispiel mithilfe von Achtsamkeitspraxis eine solche Hochschule des 21. Jahrhunderts gestalten kann war Seminar-Thema von Professor Dr. Mike Sandbothe. Der Professor für Kultur und Medien am Fachbereich Sozialwesen der Ernst-Abbe-Hochschule Jena ist zugleich Ko-Leiter des Thüringer Modellprojekts Achtsame Hochschulen in der digitalen Gesellschaft, bei dem die Friedrich-Schiller-Universität Jena und die TU Ilmenau Projektpartner sind. "Es reicht nicht aus, wenn wir uns an den Hochschulen nur theoretisch mit dem Klimawandel auseinandersetzen. Um wirklich eine gesellschaftliche Transformation zu erreichen, müssen wir offen sein für Neues und vom reinen Wissen in mutiges Handeln kommen - und zwar auf der Grundlage von Mitgefühl für den Planeten Erde."
    Zukünftige Führungskräfte könnten verantwortungsvoller mit Klimakrise umgehen
    Wie sich Mitgefühl, Mut und Neugier trainieren lassen, erlebten die Seminar-Teilnehmenden in Form von Übungen, die der renommierte Management-Professor Claus Otto Scharmer (Massachusetts Institute of Technology (MIT), USA) entwickelt hat. Nach einer kleinen informativen Einführung zur Klimaproblematik bearbeiteten sie in 4er-Gruppen in Form eines Rollenspiels die Frage: Wie stellst Du Dir eine Hochschule der Zukunft vor, aus der Menschen hervorgehen, die mit der Umwelt dieses Planeten verantwortungsvoll umgehen werden?
    Die persönliche Antwort darauf trug jede Person in der Kleingruppe vor und bekam jeweils drei Mal Feedback dazu - von einer "mitfühlenden", einer "neugierigen" und einer "mutigen" Person. Die durchaus neuen Erkenntnisse, die sie durch diese Sinnesübung über die Klimaproblematik und auch über sich selbst erlangten, reflektierten sie anschließend. Das Ziel dieses Seminars sieht PD Dr. Reyk Albrecht, der zweite Ko-Leiter im Thüringer Modellprojekt und wissenschaftlicher Geschäftsführer am Ethikzentrum der Friedrich-Schiller-Universität Jena durch das Feedback der Teilnehmenden erfüllt: "Wir haben bei dieser Public Climate School eine gute Anregung gegeben, wie Studierende im Kontakt mit ihrem Mitgefühl den Mut und die Neugier aufbringen können, um als zukünftige Führungskräfte verantwortungsvoller mit der Klimakrise umzugehen."

    Über das Thüringer Modellprojekt Achtsame Hochschulen in der digitalen Gesellschaft
    Ziel des Thüringer Modellprojektes ist herauszufinden, ob und wie Achtsamkeitstrainings
    Menschen im Hochschulalltag dabei helfen, souveräner und fokussierter mit den Anforderungen der Digitalisierung umzugehen und die eigene Gesundheitsförderung zu stärken. Dafür wurden zielgruppenspezifische Achtsamkeitsformate für Studierende, Dozierende, Hochschulführungskräfte und Hochschulmitarbeitende entwickelt, durchgeführt und evaluiert. Basis dieser speziellen Formate ist das vom US-amerikanischen Medizinprofessor Jon Kabat-Zinn entwickelte bekannte Achtsamkeitstraining MBSR (Mindfulness Based Stress Reduction = Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion).
    Initial-Hochschulen sind die Ernst-Abbe-Hochschule Jena, die Friedrich-Schiller-Universität Jena und die Technische Universität Ilmenau. Weitere Partnerhochschulen in Thüringen sind die Universität Erfurt, die Hochschule Nordhausen und die Bauhaus-Universität Weimar. Das Thüringer Modellprojekt ist ein auf zwei Jahre angelegtes Transferprojekt (2018/2019) des AOK-PLUS Innovationsprojekts Gesundes Lehren und Lernen (GLL) an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Finanziell gefördert wird das Thüringer Modellprojekt durch die AOK PLUS, das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft (TMWWDG) des Freistaats Thüringen und jeweils gleichmäßig von den drei Initial-Hochschulen.

    Mehr Informationen unter https://achtsamehochschulen.de und https://gll.eah-jena.de sowie im Youtube-Channel Achtsame Hochschulen.

    PRESSEMITTEILUNG am 26. November 2019

  • Frohe Weihnachten

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    auch wenn das Wetter eine andere Sprache spricht – es ist bald soweit, Weihnachten steht vor der Tür.

    Im Namen der Hochschulleitung möchte ich Ihnen für Ihren Einsatz im fast vergangenen Jahr 2019 danken. Wir haben gemeinsam zahlreiche Themen bewältigt, Ihre Bilanz kann sich sehen lassen.

    Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein frohes Weihnachtsfest und entspannte Tage zwischen den Jahren!

     
    Ihr
    Steffen Teichert
     

    PS: Zum dritten Mal ein paar Worte mehr, wenn Sie mögen: https://www.campusradio-jena.de/2019/12/19/weihnachtsanspache-des-rektors-der-eah/

  • Jenaer Wissenschaftler geehrt

    ​(16. Dezember 2019) Den in Deutschland höchst dotierten Wissenschaftspreis für Optometrie und Sehwissenschaften erhielt eine internationale Forschungsgruppe von neun Augenexperten aus Kanada, den USA und Deutschland um Prof. Wolfgang Sickenberger von der Ernst-Abbe-Hochschule Jena.

    Anlässlich der beiden Fachtagungen "Sicht.Kontakte 2019“ in Hannover und der American Academy of Optometrie in Orlando (USA) wurde der anerkannte Preis an die Forschergruppe für ihre Arbeit mit dem Titel "Impact of Meibomian Gland Atrophy on Contact Lens Comfort: a Pilot Study" verliehen.

    Die Studie beschäftigte sich mit dem Beschwerdebild und den Ursachen des so genannten „Trockenen Auges“, das inzwischen in Deutschland als Volkskrankheit bezeichnet wird. Im Mittel wird nach aktueller Literatur eine Prävalenz des Trockenen Auges von 13 % genannt. Danach wären allein in Deutschland über 10 Millionen Menschen davon betroffen, mit steigender Tendenz!

    In den zurückliegenden Jahren hat sich das Verständnis des Trockenen Auges erheblich gewandelt. Der bisher häufig benutzte, gut verständliche Begriff des Trockenen Auges wird dem eigentlichen Krankheitsbild nach heutigen Erkenntnissen nicht mehr gerecht. Ging man früher davon aus, dass es sich um einen reinen Volumenmangel der Tränen handelt, so weiß man heute, dass weit mehr Faktoren dieses Krankheitsbild auslösen. Die Tränenfilmqualität, also die Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit, spielt eine entscheidende Rolle. Umfeldfaktoren wie trockene, klimatisierte Räume, Lüftungen und Computerarbeit können das Beschwerdebild verstärken. 

    Das Trockene Auge ist somit eine multifaktorielle Erkrankung, welche Beschwerden wie z.B.  Augenbrennen, Schmerzen oder rote Augen hervorruft. Aber auch die Sehleistung kann sich durch Tränenfilmstörungen verringern, z.B. durch unscharfes, schwankendes Sehen. Häufig sind diese Symptome auch bei gesunden Augen, z.B. nach langer Bildschirmarbeit, bemerkbar.

    Die Forschergruppe (Augenexperten der CLASS Study Group/Contact Lens Assessment of Symptomatic Subjects: Dr. Andrew Pucker, Dr. Lisa Jones-Jordan, Dr. Carolina Kunnen, Sebastian Marx, Dr. Daniel Powell, Dr. Justin Kwan, Dr. Sruthi Srinivasan, Prof. Dr. Lyndon Jones und Prof. Wolfgang Sickenberger der Universitäten Berkeley, USA; University of Alabama, USA; Ohio State University, USA; University of Houston, USA; University of Waterloo, Kanada; Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Deutschland) konnte über Pilotstudien erstmals die Fragestellung beantworten, inwieweit die für die Tränenfilmqualität hauptverantwortlichen Meibomdrüsen dieses Beschwerdebild beeinflussen.

    Eine Fehlfunktion dieser Drüsen (Meibomdrüsendysfunktion) war in der Vergangenheit diagnostisch schwer zu beurteilen und zu klassifizieren. Den Wissenschaftlern gelang es, über prospektive multizentrische Matchstudien (Fall-Kontroll-Studien) dieser Fragestellung unter anderem bei aktiven Kontaktlinsenträgern im Vergleich zu ehemaligen Kontaktlinsenträgern, die ihre Linsen nicht mehr vertragen hatten, nachzugehen.


    Informationen und Kontakt:
    Professor Wolfgang Sickenberger
    wolfgang.sickenberger@eah-jena.de

  • Erfolgreiche Gründung aus Jena

    21.11.19: Das von der EAH geförderte Startup PureQuartzInnovation GmbH konnte beim ThEx Award 2019 in der Kategorie „Ideengeber" den 2. Platz gewinnen.

    An diesem vom Thüringer Zentrum für Existenzgründungen und Unternehmertum erstmals ausgerichteten Wettbewerb hatten sich 85 Gründerinnen und Gründer allein in dieser Kategorie beteiligt. In einem mehrstufigen Auswahlverfahren mussten sie die Jury aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung insbesondere mit ihrem Konzept und ihrer Persönlichkeit überzeugen. Dies gelang dem Geschäftsführer Marcel Griesbach der PureQuartzInnovation GmbH so gut, dass er sich den zweiten Platz sichern konnte und nun über ein Preisgeld von 7.000 Euro freuen darf. Das Unternehmen beschäftigt sich mit der Herstellung von speziellen Quarzglasprodukten insbesondere für die Halbleiterindustrie. Dabei bilden die individuell gefertigten Glaserzeugnisse eine wesentliche Voraussetzung für den effizienten Produktionsprozess von Mikrochips. Dank eines innovativen Schweißverfahrens kann das Startup Quarzglas zudem extrem genau zusammenfügen und in höchster Reinheit anbieten.

    Aufgrund des hohen Innovationsgehalts seiner Idee hatte das Gründerteam zur Vorbereitung der Geschäftstätigkeit in 2018 die BMWi-Förderung „EXIST-Gründerstipendium" erhalten, die Absolventen und Wissenschaftlern bei der Vorbereitung und Umsetzung ihrer Grün­dungs­idee hilft. Im Rahmen dieser Förderung an der Ernst-Abbe-Hochschule wurde das Gründungsvorhaben bei der Umsetzung von der Idee zum Produkt durch Prof. Dr. Jens Bliedtner als Mentor sowie dem Gründerservice der EAH unterstützt. Die GmbH-Gründung erfolgte bereits während des Förderzeitraums in 2018.

    Weitere Infos auf www.pure-quartz.de und www.eah-jena.de/gruenderservice

  • EAH Jena bietet berufsbegleitende Weiterbildung zum „Master of Business Administration“ in Betriebswirtschaft für Ingenieure, Nicht-Betriebswirte und Betriebswirte an.

    ​Zu einer Informationsveranstaltung über den Weiterbildungsmasterstudiengang „General Management (MBA)" lädt die Ernst-Abbe-Hochschule Jena (EAH Jena) am 04. Dezember 2019 ein. Die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr in Haus 5, Raum 05.01.43.

    Zielgruppe des viersemestrigen Studiengangs „General Management (MBA)" sind Absolventen von ingenieurtechnischen Studiengängen und andere Hochschulabsolventen (auch Betriebswirte), die eine mindestens einjährige berufliche Praxis in Unternehmen oder Organisationen nach Abschluss der Hochschulerstausbildung gesammelt haben und nun den nächsten Karriereschritt gehen wollen. Ziel des weiterbildenden MBA ist es, den Studierenden die Möglichkeit zu schaffen, sich in einer Mischung aus theoretischem Wissen und praktischer Anwendung die für eine Führungsposition notwendigen Fach-, Führungs- und Entscheidungskompetenzen anzueignen. Durch die Konzeption als Fernstudium mit modularen Inhalten und regelmäßigen Präsenzseminaren eignet sich der MBA in besonderem Maße zum Selbststudium.

    Am 04. Dezember haben nun alle Wissbegierigen die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren, Fragen zu den Inhalten, Zulassungsvoraussetzungen, dem Ablauf des berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiums und dem Start des 10. Durchgangs im April 2020, zu stellen.

    Der Studiengang wurde vom Fachbereich Betriebswirtschaft der EAH Jena entwickelt, von AQAS akkreditiert und erstmalig 2011, in Zusammenarbeit mit der Jenaer Akademie für Lebenslanges Lernen e.V. (www.jenall.de), durchgeführt.

    Es würde uns freuen, wenn Sie Ihre Teilnahme an der Info-Veranstaltung vorab über mail@jenall.de ankündigen.

    Weiterführende Informationen: www.eah-jena.de/mbagm oder http://www.jenall.de/gm

  • Kopfsprung aus 80 km Höhe

    ​(14. November 2019) Ein Kopfsprung aus 80 km Höhe – wie das möglich ist, führen Studierende des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik der EAH in der Jenaer Wissenschaftsnacht am Freitag der kommenden Woche vor. Der Fachbereich bietet im Foyer von Haus 5 noch viele weitere Themen für alle Wissenschaftshungrigen.

    Neben der Abendkasse gibt es im Foyer von Haus 2 eine Menge an mathematischen Überraschungen, die der Bereich Grundlagenwissenschaften für große und kleine Besucher anbietet. Überhaupt sind fast alle Angebote dieser Nacht für die ganze Familie geeignet: Die Experimente des Fachbereichs SciTec sind in Haus 3 zu finden (alle Beiträge der Werkstofftechnik), in Haus 4 (unter anderem ultraschallunterstützte Glasbearbeitung, Lasertechnik, 3D-Druck und die studentische Werkstatt MakerSpace) sowie im Erdgeschoss von Haus 5 mit einer Werkstatt der Augenoptik zum Basteln einer Camera obscura.

    Für viele Menschen ist es schwierig, über Gefühle zu sprechen. An diesem Abend können Erwachsene und Kinder ihre Gefühle erkunden: Professorinnen des Fachbereichs Sozialwesen bieten bis 20.30 Uhr im Foyer der Hörsaaletage von Haus 4 ihre Begleitung auf dieser Suche an.

    Mikroskopisch kleinste Wesen sind in Haus 3 zu entdecken: Mikroalgen, deren Leben im Fachbereich Medizintechnik und Biotechnologie erforscht wird.  Auch über die moderne Diagnostik geben die Kolleginnen und Kollegen dieses Bereichs gern Auskunft (Haus 2).

    In den Laboren des Maschinenbaus (Haus 4) können die Besucher den Schall testen oder das Zusammenwirken von Mensch, Maschine und Werkzeug kennenlernen. Der Fachbereich Gesundheit und Pflege erwartet alle Gäste im Haus 5 zu (auch kritischen) Themen der Pflege und bei den Simulationspuppen für das Hebammenstudium. Im Labor der Physiotherapeuten kann man ganz leicht ins Schwitzen kommen.

    Die Wirtschaftsingenieure sind mit Themen zu neuen Technologien und digitalen Arbeitswelten in Haus 3 sowie mit einer Statik-Olympiade für Familien und Freunde in Haus 5 zu finden. Der Geschmackssinn des Publikums wird vom Bereich Betriebswirtschaft auf die Probe gestellt (ebenfalls in Haus 5). Wer danach noch hungrig ist, wird ganz sicher in der Cafeteria satt, die bis Mitternacht geöffnet ist. Zusätzlich ist ein Grill des Studierendenwerks im Einsatz. Sich auf dem Campus zu verlaufen, muss niemand befürchten: Studentische Guides führen die Gäste freundlich und kompetent zu allen Experimenten und Vorträgen.

    Christian Glekler / sn

  • Für kleine und große Gäste

    ​(12. November 2019) Das Warten hat ein Ende: Am 22. November findet in Jena zum 7. Mal die Lange Nacht der Wissenschaften statt. Auch an der Ernst-Abbe-Hochschule können sich die Gäste auf Angebote für die ganze Familie freuen.

    Neben den wissenschaftlichen Experimenten aller Hochschulfachbereiche in den Foyers und Laboren gibt es auch eine große Bandbereite an Vorträgen: 19.00 Uhr kann man in Hörsaal 1 (Haus 3) erfahren, was Jonglieren mit Mathematik zu tun hat. Wie die Arbeit einer Hebamme und Wissenschaft zusammengehen, erklärt der Vortrag im gleichen Hörsaal um 20.00 Uhr.

    Im Physikhörsaal der EAH (Hörsaal 2, Haus 5) startet gleich 18.00 Uhr ein „Experimentelles Physik-Quiz", gefolgt von der Frage nach dem Sinn des neuen Mobilfunkstandards „5G" um 19.00 Uhr.    

    Erfahrungsgemäß dürfen die kleinen Gäste in der Langen Nacht der Wissenschaften mal etwas länger aufbleiben. Dann sollten sie die Tricks von Spiderman, Magneto und Darth Vader nicht verpassen: Physik in Comics und Filmen gibt es 20.00 Uhr, ebenfalls in Hörsaal 2. Schließlich ist dort um 21.00 Uhr die Runde frei für Diskussionen über künstliche Intelligenz und Ethik bei dem Vortrag „HAL und der Schmetterling oder ethische Fragen im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz".

    Nebenan in Hörsaal 3 (Haus 5) wird um 18.30 Uhr gefragt, ob Inklusion möglich ist, was wir über „Behinderungen" wirklich wissen und was eine Beeinträchtigung zur Behinderung macht. Im gleichen Hörsaal schließt sich 20.30 Uhr ein Vortrag zu aktuellen Trends in der Medizintechnik mit Beispielen aus der Region Mitteldeutschland an.

    In Hörsaal 6 (Haus 4) wird bereits um 19.30 Uhr gefragt, ob wir den Menschen zukünftig noch brauchen: „Ex machina? Künstliche Intelligenz" heißt die Fragereise mit Hollywood in eine allzu nahe Zukunft. Auf die Entwicklung der Jenaer Klimadaten geht der dort anschließende Vortrag um 20.30 Uhr ein. Eine Stunde später folgt, ebenfalls in Hörsaal 6, ein Referat über Vorteile und Grenzen von computergestützten Simulationsverfahren bei der Entwicklung neuer Werkzeug-Geometrien.

    Andreas vom Rothenbarth, von Beruf und Berufung Märchenerzähler, verzaubert mit seinen erotischen Geschichten zu später Stunde in der Hochschulbibliothek.

    www.eah-jena.de

    www.lndw-jena.de

    Andre-Duc Korn / sn

  • Digitale Spiele in der Medienpädagogik - Einstellungen, Erfahrungen und Haltungen von Spielleiterinnen und -leitern

    ​(11. November 2019) Martin Geislers Buch widmet sich dem Einsatz von (digitalen) Spielen in der Bildung. Dabei werden die jeweils Anleitenden in den Fokus der Beobachtung gesetzt. Dies müssen nicht ausschließlich Medienpädagogen und -pädagoginnen sein. Auch Lehrer, Fachleute aus der Sozialarbeit, alle, die Spiele in Bildungskontexten anleiten, werden angesprochen.

    Neben grundlegenden Theorien, die für die Auseinandersetzung mit der Haltung von spielleitenden Pädagogen relevant sind, wurden quantitative Daten erhoben, um welche Personen es sich dabei handelt, welche Qualifikationen sie mitbringen und welche Kompetenzen sie verfolgen. In einer anschließenden qualitativen Studie, äußern sich praxiserfahrene Expertinnen und Experten, wie Andreas Hedrich, Angelika Beranek, Christiane Schwinge, Dirk Poerschke, Gerrit Neundorf, Horst Pohlmann, Jens Wiemken, Johanna Otte, Jürgen Sleegers und Torben Kohring, zu den für sie bedeutsamsten Aspekten hinsichtlich der Haltung von Projektleitenden.

    Ziel des Buches ist es, methodisch-didaktische Grundlagen aufzuzeigen, die für die Qualifizierung von Medienpädagogen in der Fort-, Aus- und Weiterbildung relevant sind. Im Ergebnis werden 149 Haltungsempfehlungen zusammengefasst, welche Anleitenden bei der Vor- und Nachbereitung sowie Durchführung ihrer Konzepte und Projekte behilflich sein können.

    Martin Geisler ist Absolvent der Walter-Gropius-Schule für Kunst und Gestaltung und studierte an der Fachhochschule Erfurt Sozialpädagogik. Er war als freiberuflicher Medienpädagoge und Bildberichterstatter tätig und ist zudem in der Fotografie, Schauspiel und Malerei aktiv. Er war von 2005 bis 2014 stellvertretender Vorsitzender des Theaters Impro-Vision e.V. Nach seiner Promotion über Soziale Prozesse in Computerspielgemeinschaften (2008), war er als Referent und Dozent für Medienpädagogik und eLearning Mitarbeiter der Fachhochschule Erfurt. Seit 2007 leitet er das medienpädagogische Institut für Computerspiel – Spawnpoint und seit 2014 ist er Landessprecher der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur in Thüringen. Seit Oktober 2011 ist er an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena am Fachbereich Sozialwesen Professor für Kultur und Medien. Martin Geisler konzipierte und leitet den berufsbegleitenden Studiengang „Spiel- und Medienpädagogik".

    Kontakt: Prof. Dr. Martin Geisler
    martin.geisler@eah-jena.de

    Martin Geisler (2019):
    Digitale Spiele in der Medienpädagogik -
    Einstellungen, Erfahrungen und Haltungen von Spielleitenden.
    kopaed Verlag, München 2019
    257 Seiten, 18,80€
    ISBN 978-3-86736-534-5
    Link: https://kopaed.de/kopaedshop/?pg=1_10&pid=1213

     

  • Sprungbrett für den Berufseinstieg

    ​(7. November 2019) Die Firmenkontaktbörse „Praxis trifft Campus" der Ernst-Abbe-Hochschule Jena blickt auf ein Jubiläum: In der kommenden Woche findet sie zum 20. Mal statt. Was 1999 als Möglichkeit für die Vermittlung von Praktika begann, entwickelte sich schnell als Plattform für den Wissenstransfer von Hochschule zu Unternehmen und anders herum.

    Im Herbst 2010 zog die „Börse" ins Haus 4, das zwei Jahre zuvor nach der Komplettsanierung der alten Industriehalle (Halle 4) wiedereröffnet worden war. Nicht nur Platz und Ambiente wurden großzügiger – „Praxis trifft Campus" begann sich zu etablieren. Die Nachfrage von Seiten der Firmen stieg fast sprunghaft an. Seit 2012 gibt es jeweils zwei Messetage, mit dem Wechsel der Aussteller nach dem ersten Tag, um die Plätze verdoppeln zu können.

    Heute bietet die Firmenkontaktbörse nicht nur Informationen über Abschlussarbeitsthemen und Praktika sowie Trainee- oder Werksstudentenstellen, oft ist sie auch ein Sprungbrett für den Berufseinstieg.

    Für das Jubiläum am kommenden 13. und 14. November, jeweils von 10 bis 16 Uhr, haben sich insgesamt 44 Aussteller in der Hochschulaula angemeldet. Dabei sind regionale und überregionale Unternehmen, große Namen ebenso wie Geheimtipps.

     

    Kontakt:

    www.eah-jena.de/de-de/forschung_/Seiten/firmenkontaktboerse.aspx

     

    sn

  • Vom Labor in den Hörsaal

    ​(6. November 2019) Iwan Schie entwickelt optische Geräte, mit denen sich künftig etwa Tumore im Körper per Laserlicht aufspüren lassen sollen. Wie solche medizinischen Diagnoseverfahren funktionieren, gibt der junge Wissenschaftler vom Jenaer Leibniz-Institut für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) seit dem Wintersemester an Studierende weiter: als Professor für Biomedizinische Technik an der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena. Dort möchte der Medizintechniker Lehre und Forschung verbinden und eine engere Zusammenarbeit zwischen der Fachhochschule und dem Leibniz-Institut befördern — zum Beispiel, damit aus Forschungsergebnissen schneller Medizinprodukte werden können.

    Von seinem alten Labor zu seinem neuen Büro läuft Iwan Schie eine Viertelstunde. Schnell zwischen Forschung und Lehre hin- und herwechseln, möchte der neu berufene Professor künftig auch in seiner Position an der Hochschule. Seit dem Wintersemester hält der Mittdreißiger im Fachbereich Medizintechnik und Biotechnologie der EAH Vorlesungen über biomedizinische Verfahren und klinische Analytik. Am fast benachbarten Leibniz-IPHT entwickelt er als Leiter der Arbeitsgruppe „Multimodale Instrumentierung“ seit mehreren Jahren optische Geräte für die biomedizinische Diagnostik und klinische Analytik. Das sind etwa faseroptische Sonden, um in vivo Zellen und Gewebe zu analysieren.

    Nun gibt Schie Studierenden einen Überblick über die Verfahren, die Medizinerinnen und Mediziner einsetzen, um eine Diagnose zu stellen — vom Fiebermessen über Blutbild- und Atemgasanalyse bis hin zum Sichtbarmachen von Gewebe- und Organstrukturen. Darüber hinaus möchte er an der Hochschule selbst neue Diagnoseverfahren für die klinische Analytik erforschen. Die hätten vor allem zwei Herausforderungen zu bestehen: „Sie müssen einfach anzuwenden und kostengünstig sein. Das eröffnet die Chance, dass Methoden in der Klinik zum Einsatz kommen.“

    Nach seinem Studium der Medizintechnik an der Beuth-Hochschule für Technik Berlin und seiner Promotion in Biomedizinischer Technik an der University of California, Davis, entwickelte Iwan Schie bereits verschiedene bildgebende Verfahren. Vor sechs Jahren kehrte er wieder in die Nähe seiner Heimatstadt Erfurt zurück: ans Leibniz-IPHT nach Jena. Dort erforschten er und sein Team zuletzt ein Gerät für die In-vivo-Untersuchung von Krebspatienten, das den Weg hin zu einer optischen Biopsie ebnen könnte. Statt in einem operativen Eingriff eine Gewebeprobe für eine pathologische Untersuchung zu nehmen, könnten Medizinerinnen und Mediziner Tumore damit sehr viel schonender zunächst per Laserlicht beurteilen.

    Bis aus so einem Forschungsergebnis tatsächlich ein in der Klinik eingesetztes Verfahren wird, sei es ein langer Weg, erläutert Schie. „Die Zusammenarbeit mit den Expertinnen und Experten für die Entwicklung und Zulassung medizinischer Gerätetechnik hier an der EAH könnte Forschenden helfen, solche Prozesse künftig effizienter zu gestalten — zum Beispiel, wenn es darum geht, die Zulassung für eine klinische Studie zu beantragen.“

    „Solche Kooperationen machen die Stärke des Forschungsstandorts Jena aus“, findet Iwan Schie. Für seine Studierenden hat er sowohl an der EAH als auch am Leibniz-IPHT deshalb schon einmal die Möglichkeiten für Praktika und die Betreuung von Masterarbeiten ausgearbeitet „Die Studierenden haben die Möglichkeit, an einem renommierten Forschungsinstitut zu arbeiten — und das Institut lernt gleich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von morgen kennen.“


    Kontakt:
    Prof. Dr. Iwan Schie
    iwan.schie@eah-jena.de

     

    Lavinia Meier-Ewert, Leibniz-IPHT

  • „Glaubt mir nicht blind!“ – Hochschullehre auf Augenhöhe

    ​(30. Oktober 2019) Die Psychologin Prof. Dr. Nicole Harth und der Physiker Prof. Dr. Karsten Hoechstetter sind die diesjährigen Lehrpreisträger der Ernst-Abbe-Hochschule Jena.

    Prof. Dr. Nicole Harth lehrt und forscht seit 2014 als Professorin für Psychologie im Fachbereich Sozialwesen. Die in Rheinland-Pfalz aufgewachsene Wissenschaftlerin studierte Psychologie und Soziologie an der Universität Mannheim und promovierte mit Summa cum laude an der Universität Jena. Hier arbeitete sie zuvor drei Jahre am Graduiertenkolleg zum Thema „Konflikte und Zusammenarbeit zwischen sozialen Gruppen“. In diese Zeit fällt auch ein Forschungssemester an der Universität Sussex (England). Anschließend war sie als Wissenschaftskoordinatorin am Max-Planck-Institut Jena sowie als Post-Doktorandin an der Friedrich-Schiller-Universität tätig.
    Den Lehrpreis der Ernst-Abbe-Hochschule erhielt Prof. Dr. Harth unter anderem für ihr Lehr-Engagement und die Vielfalt Ihrer Didaktik. Theoretische Ausführungen veranschauliche Frau Harth durch interdisziplinäre Erkenntnisse sowie anhand sozialpolitischer und praxisrelevanter Beispiele. Das kritische Denken ihrer Studierenden zu fördern ist ihr ein wichtiges Anliegen. „Einer der ersten Sätze in meinen Veranstaltungen ist, dass mir die Studierenden nicht blind glauben sollen. Ich ermutige sie dazu, nachzufragen und bringe ihnen die Methoden bei, wie man systematisch und wissenschaftlich Fakten prüft. Das ist in Zeiten von ‚Fake news‘ eine ungeheuer wichtige Eigenschaft“, so Nicole Harth. Ihre Schwerpunkte liegen in der Sozialpsychologie, bei „Konflikten und Versöhnung zwischen Gruppen“ und beim Thema „Emotionale Kompetenzen“. Emotionale Kompetenzen zählen für die Professorin zu den wichtigen Bausteinen für den Zusammenhalt einer Gesellschaft. Deshalb widmet sie sich neben ihrer Arbeit als Hochschuldozentin auch der Entwicklung emotionaler Kompetenzen bei Vorschulkindern.

    Prof. Dr. Karsten Hoechstetter erhielt den Lehrpreis ebenfalls für sein Engagement in der Hochschullehre, für seine didaktischen Fähigkeiten und seine Kommunikationsstärke.
    Geboren im bayerischen Münchberg, ist Karsten Hoechstetter seit dem Wintersemester 2015 als Professor für Physik im Fachbereich Grundlagenwissenschaften der EAH Jena tätig. Er studierte an den Universitäten Bayreuth und Berkeley Physik und promovierte anschließend in Heidelberg auf dem Gebiet der Neurowissenschaften. Zwischenzeitlich absolvierte er eine Zusatzausbildung im Fach Medizinphysik an den Universitäten Heidelberg und Mannheim. Zu seinen beruflichen Stationen zählten unter anderem das Universitätsklinikum Heidelberg und die Hochschule für angewandte Wissenschaften München.
    Hoechstetter setzt in seinen Lehrveranstaltungen moderne, wissenschaftlich fundierte Lehrmethoden ein und gibt seine Erfahrungen damit auch an interessierte Kolleginnen und Kollegen weiter. Seine Studierenden schätzen ihn als einen Dozenten, der ihnen „auf Augenhöhe begegnet“. Professor Hoechstetter unterrichte die Studierenden nicht nur, sondern, so seine Studenten: „Er interessiert sich für sie, setzt sich für sie ein und motiviert sie, über sich hinauszuwachsen und ihren Weg zu gehen“.

    Der Lehrpreis der EAH Jena wird jährlich mit Unterstützung der Sparkassenstiftung Jena-Saale-Holzland unter anderem für beispielhafte Lehrleistungen und innovative Wege in der Lehre mit hohem wissenschaftlichen Anspruch, unter Berücksichtigung didaktischer Aspekte vergeben. Dotiert ist der Preis mit 2.000 €, wovon die die Stiftung 1.500 € und die EAH 500 € tragen. Die Auszeichnung wurde anlässlich der Feierlichen Immatrikulation in der vergangenen Woche im Volkshaus Jena überreicht.

    Kontakt:
    Prof. Dr. Nicole Harth
    Nicole.Harth@eah-jena.de


    Prof. Dr. Karsten Hoechstetter
    Karsten.Hoechstetter@eah-jena.de


    sn

  • Neue Vizepräsidentin an der EAH Jena

    (30. Oktober 2019) Am 4. November 2019 tritt die Psychologin Kristin Mitte ihr Amt als Vizepräsidentin für Forschung und Entwicklung der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena an. 

    Prof. Dr. Mitte lehrt seit dem Wintersemester 2017/2018 Psychologie im Fachbereich Sozialwesen der Hochschule. In den Jahren zuvor hatte die Wissenschaftlerin eine Professur für Psychologische Diagnostik an der Universität Kassel sowie ab 2015 eine Vertretungsprofessur an der EAH Jena inne.

    Studiert hat die Mutter zweier Kinder an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, wo sie auch promovierte, sich habilitierte und mit dem Habilitationspreis der Universität für ihre Arbeit „Persönlichkeit und Affekt: Interindividuelle Differenzen im emotionalen Erleben“ (Thema des Vortrags: Vom Sinn und Unsinn der Messung Sozialer Erwünschtheit“) ausgezeichnet wurde.

    Frau Mitte, die aus dem Erzgebirge (Sachsen) stammt, blickt auf umfangreiche praktische Erfahrungen im klinischen und diagnostischen Bereich. Sie war in der Lehrerfortbildung tätig und ist seit 2017 Dozentin bei dem Verein Tausend Taten. Ab November ist sie Sprecherin des Netzwerks Kooperative Promotionen. 

    Ihre Lehr- und Forschungsschwerpunkte liegen in der Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie (z.B. zu emotionalen Kompetenzen im Vorschulalter), in der Traumatisierung sowie auf Evaluationen und Metaanalysen. Sie blickt auf verschiedene Drittmittelprojekte, Gutachtertätigkeiten und hochrangige Publikationen. Als Vizepräsidentin für Forschung und Entwicklung ist Prof. Dr. Mitte für die Forschung, Entwicklung und den Technologietransfer der Ernst-Abbe-Hochschule Jena verantwortlich.

    Kontakt: Prof. Dr. Kristin Mitte
    Prorektor.Forschung@eah-jena.de

  • Wirksam ohne Waffen

    ​(29. Oktober 2019) Noch bis zum 8. November beantwortet die Ausstellung „Wirksam ohne Waffen“ in der EAH Jena an verschiedenen Beispielen, wie gewaltfreie Intervention zu einer Lösung von unterschiedlichen Interessenskonflikten in Krisenregionen beitragen kann. Instrumente ziviler Konfliktbearbeitung von Liberia über den Westbalkan, Syrien und den Philippinen verdeutlichen, dass eine Vermittlung bei Verhandlungen durch unparteiische Dritte Friedensprozesse fördert.

    Sind Kriege unvermeidlich? Muss Militär „humanitär“ intervenieren? Welche Alternativen gibt es? Zivile Konfliktbearbeitung ist ein Sammelbegriff für viele unterschiedliche Instrumente. Sie kommt ohne die Anwendung von militärischer oder anderer Gewalt aus. Ihr Ziel ist, eine Transformation der Konflikte zu erreichen, die zu einem nachhaltigen, friedlichen und gerechten Zusammenleben führt.

    Besucher der Ausstellung erfahren, wie Friedensfachkräfte weltweit Menschen vor Gewalt schützen und helfen, Konflikte ohne Gewalt auszutragen. Das Friedensmuseum Nürnberg hat gemeinsam mit dem Bund für soziale Verteidigung und mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung diese Ausstellung Ende des Jahres 2018 konzipiert und gestaltet. Der Trägerkreis Rüstungskonversion Jena im Thüringer Netzwerk Rüstungskonversion hat die Ausstellung nach Jena geholt. Besuchen Sie die Ausstellung über funktionierende Möglichkeiten des gewaltfreien Schutzes vor Gewalt.

    Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Carl-Zeiss-Promenade 2, Haus 5, Etage 3
    Eintritt frei, Öffnungszeiten: Mo – Fr, 8 - 20 Uhr


    Quelle: Aussteller

  • Fotografischer Blick auf die USA

    ​(28. Oktober 2019) Noch bis zum 19 November können alle Interessierten die Ausstellung „USA - Bilder einer Reise“ im Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der EAH Jena besuchen. Der Jenaer Jörg Neubauer fotografierte die Bilder anlässlich einer Reise 2014. Er schreibt dazu:

    „Von Denver/Colorado aus führte uns der erste Teil der Route entlang des Colorado-Rivers nach Moab/Utah zum Arches-Nationalpark. Weiter nach Süden ging unser Weg zum Nationalpark Bryce Canyon. Es folgte der Grand Canyon, den wir vom North Rim aus besichtigten. Nach Stopp in Las Vegas ging es zum Nationalpark Death Valley; in dieser beeindruckenden Wüste war die Temperatur 115°F, das sind ca. 46°C im Schatten.

    Danach waren wir mehrere Tage im Yosemite-Nationalpark zum Wandern und im Yosemite-Valley zum Baden im Merced-River. Die Besteigung des weltberühmten Half-Doms war zweifellos einer der Höhepunkte dieser Reise, zumal man für die Besteigung eine Erlaubnis benötigt, die Tage vorher ausgelost wird. Den krönenden Abschluss der Reise bildete ein mehrtägiger Aufenthalt in San Francisco…“

    Jörg Neubauer ist Jahrgang 1954. Nach einer Lehre als Fahrzeugschlosser nahm er ganz verschiedene berufliche Herausforderungen an. Gefragt nach seiner Foto-Leidenschaft sagte Neubauer: „Bei einer Tätigkeit im Außendienst vor mehr als 18 Jahren wurde ich mit digitaler Fototechnik ausgerüstet, um Dinge und Ereignisse zu dokumentieren. Dies wurde zur Initialzündung für meine fotografische Leidenschaft. In den folgenden Jahren kaufte ich mir auch privat immer neue Kameras, machte Fotografie-Workshops, informierte mich in einschlägigen Publikationen und versuchte nicht zuletzt immer wieder, theoretisch erworbenes Wissen in der Praxis anzuwenden. Ich spüre an der Reaktion auf meine Bilder, dass ich einen „fotografischen Blick“ erlernt habe, ich fotografiere mit großer Freude und bei vielen Gelegenheiten, besonders auf all den Reisen“.

     

    Quelle: Jörg Neubauer

  • Nutzung sozialer Medien und Jugendkriminalität – ein relevanter Zusammenhang?

    ​(30. Oktober 2019) Der 16. Thüringer Jugendgerichtstag tagt am 6. November in der Aula der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Als Veranstaltung der Landesgruppe Thüringen der Deutschen Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen (DVJJ e.V.) ist der Jugendgerichtstag ein zentrales Forum in Thüringen für den Meinungsaustausch von Theorie und Praxis zum Thema Jugendkriminalität.

    Der diesjährige Jugendgerichtstag „DVJJ aktuell – Umgang mit sozialen Medien. Chancen und Herausforderungen aus jugendstrafrechtlicher Sicht“ greift Zusammenhänge der Nutzung sozialer Medien mit Kriminalität auf. Der Alltag und das Verhalten nicht nur der jungen Menschen in unserer Gesellschaft sind inzwischen in erheblichem Maß durch Mediennutzung geprägt, so dass sich die Frage stellt, wie auch abweichendes Verhalten davon beeinflusst sein kann.

    Der Jugendgerichtstag findet in diesem Jahr als Kooperationsveranstaltung der DVJJ e.V. mit dem Thüringer Institut für Lehrerbildung, Lehrplanentwicklung und Medien statt, da diese Fragen auch Themen für Schulen sind.

    Im ersten Beitrag wird Prof. Dr. Andreas Beelmann (Universität Jena) die Rolle digitaler Medien bei Radikalisierungsprozessen herausarbeiten. Anschließend stellt Dr. Elke Höfler (Universität Graz) die generellen Wirkungen der sozialen Medien auf Wahrnehmung und Kommunikation vor. Medien spielen aber nicht nur als mögliche Risikofaktoren für Kriminalität eine Rolle, als Kommunikationsmedium der jungen Menschen sind sie natürlich auch im Rahmen der Reaktion auf Straftaten nutzbar, z.B. in sozialen Trainingskursen.

    Praktische Einblicke in soziale Trainingskurse im digitalen Raum gibt Daniel Speer, Pädagoge im Verein Drudel 11. Mediennutzung kann auch eine Rolle spielen, wenn junge Menschen Opfer von Straftaten werden. Eine besondere Rolle spielen Ausgrenzungsprozesse, Cybermobbing, aber auch schwere Traumatisierungen durch Konfrontation mit erlebter (sexueller) Gewalt. Diese Zusammenhänge sind Inhalt des Vortrags von Evelyn Heyer, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin in Kassel.

    Last but not least wird im Rahmen der Tagung das noch relativ junge Instrument der psychosozialen Prozessbegleitung als Erweiterung des Opferrechtsreformgesetzes vorgestellt. In den Beiträgen werden empirische Ergebnisse, auch aus Thüringen referiert, praktische Erfahrungen spielen eine große Rolle, und es ist ausreichend Zeit für Diskussionen. Das Grußwort zur Tagung hält der Staatssekretär in der Staatskanzlei, Malte Krückels.


    Kontakt: Prof. Dr. Heike Ludwig
    Heike.Ludwig@eah-jena.de
    Telefon 03641 / 422972

  • Freiräume und Perspektivwechsel

    (25. Oktober 2019) 28 Studentinnen und Studenten der EAH Jena wurden am 23. Oktober mit dem Deutschlandstipendium ausgezeichnet. Neun der 17 Bachelor- und 11 Masterstudierenden erhalten bereits eine Weiterförderung. Mit Ausnahme der Grundlagenwissenschaften, die keine eigenen Studierenden haben, sind alle Hochschulfachbereiche bei den Stipendiaten vertreten.

    Das Stipendium ermöglicht den Studierenden Freiräume: Es bedeutet für viele weniger jobben und mehr Konzentration auf das Studium und den Abschluss, mehr Zeit für Freizeit und Engagement – einfach weniger finanzielle Sorgen.

    Darüber hinaus ermöglicht das Stipendienprogramm fachlichen und persönlichen Austausch zwischen den Förderern und Studierenden. Im Podiumsgespräch am Mittwochabend berichteten zwei Förderer und zwei Stipendiaten von ihren Erfahrungen mit dem Deutschlandstipendium.

    Robert Meyer von der confovis GmbH betonte, dass Selbstständigkeit und Eigenverantwortung die entscheidenden Dinge für den beruflichen Weg sind und appellierte an die Studierenden, sich Herausforderungen bewusst zu stellen. Das unterstrich sein Stipendiat Lucas Wächter, Masterstudent der Laser- und Optotechnologien, dessen Bachelorarbeit vom Unternehmen betreut wurde. Auch seine Masterarbeit möchte er bei confovis verfassen – der Berufseinstieg wurde ihm schon angeboten.

    Farooq Ibrahim ist afghanischer Herkunft und studiert im derzeit im Bachelor Business Administration. Er kam ohne Deutschkenntnisse in die Bundesrepublik. Innerhalb eines Jahres schaffte der begabte Student seine Hochschulzugangsberechtigung. Er muss sich selbst finanzieren und weiß daher, was Vereinbarkeit von Studium und Arbeit bedeutet. Sein Wunsch ist es, seinen Abschluss in der Regelstudienzeit zu erreichen, um danach sofort in einen Beruf einzusteigen. Genau diesen Ehrgeiz findet sein Förderer, David Hirsch von der DH Consulting, so beindruckend. Hirsch möchte ebenso von den Studierenden lernen, da, so der Unternehmer, nur ein Perspektivwechsel Erfolge ermögliche.

    Hochschulrektor Prof. Dr. Steffen Teichert gratulierte den Studenten und bedankte sich bei den Förderern, 15 überwiegend regionalen Unternehmen und Stiftungen: die ams Sensors Germany GmbH, Bauerfeind AG, die Carl-Zeiss-Stiftung, confovis GmbH, David Hirsch Consulting, ePages GmbH, die Ernst-Abbe-Stiftung, der Förderkreis der EAH Jena e.V., GÖPEL electronic GmbH, Jena-Optronik GmbH, Optics Balzers Jena GmbH, die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck, die Thüringer Aufbaubank, TRUMPF Medizin Systeme und Viega GmbH & Co KG.

    Das Deutschlandstipendium in Höhe von monatlich 300 € für mindestens ein Jahr ist einkommens- und BAföG-unabhängig. In die Summe teilen sich die Förderer und der Bund. Die Ernst-Abbe-Hochschule Jena beteiligt sich seit 2011 an dem Bundesprogramm. Bei der Stipendienvergabe werden nicht nur sehr gute Leistungen berücksichtigt, sondern ebenso soziales und gesellschaftliches Engagement.


    Informationen: Career Service, Julia Hillmann
    career-service@eah-jena.de

    Julia Hillmann / sn 

  • Unterstützung von Hochschule und Studierenden

    ​(24. Oktober 2019) Der Förderkreis der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena wählte am 22. Oktober einen neuen Vorstand. Nach der erfolgreichen Wahl setzt sich das Gremium nun wie folgt zusammen: Vorstandsvorsitzender ist weiterhin Reinhard Hoffmann, Geschäftsführer der TowerConsult GmbH Jena, Schatzmeister bleibt Günter Rehm, BVMW-Wirtschaftsberatung.

    Neu im Gremium sind Joachim Ludwig und Prof. Dr. Andreas Schleicher. Joachim Ludwig ist Gründer und Geschäftsführer der COLANDIS GmbH in Kahla, die sich auf Reinraumtechnologien spezialisiert hat. Andreas Schleicher ist Prorektor für Studium, Lehre und Weiterbildung der EAH Jena. Weitere Vorstandsmitglieder sind Dr. Fred Grunert, Geschäftsführer der ams Sensors Germany GmbH, Dr. Jochen Alkemper, Leiter Produktentwicklung und Applikation, SCHOTT Technical Glass Solutions GmbH, und Hochschulrektor Prof. Dr. Steffen Teichert.

    Der Förderkreis engagiert sich für die Entwicklung der Jenaer Hochschule, insbesondere für die Unterstützung von Studierenden. So stiftet er unter anderem drei Jahresstipendien für Beststudenten, die ebenfalls am vergangenen Dienstag anlässlich der Immatrikulationsfeier im Volkshaus Jena vergeben wurden. Unter seinen 79 Mitgliedern sind Firmen ebenso wie Privatpersonen.

    Kontakt: rektorat@eah-jena.de

    sn

  • Nutzung der Schwerelosigkeit als Werkzeug für Forschung, Entwicklung und Produktion

    ​(23. Oktober 2019) Am kommenden Mittwoch lädt die Ernst-Abbe-Hochschule Jena zur Antrittsvorlesung von Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Oliver Ullrich in den Hörsaal 1 ein. Der Arzt und Biochemiker referiert am 30. Oktober zum Thema „Eine Frage des Horizontes: Herausforderungen und Chancen der Weltraummedizin“. Die öffentliche Veranstaltung beginnt um 15.30 Uhr in Hörsaal 1 (Haus 3, Etage 3).

    Oliver Ullrich ist Professor für Anatomie an der Universität Zürich sowie Professor für Weltraumbiotechnologie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Außerdem lehrt er als Adjunct Professor am Beijing Institute of Technologie in China und seit Januar 2019 auch als Honorarprofessor für Raumfahrtmedizin im Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen der EAH Jena. Hier besteht bereits eine 15-jährige Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Innovation und Konstruktion. Seine Honorarprofessur an der EAH Jena schlägt eine Brücke zwischen der biomedizinischen Forschung unter Weltraumbedingungen, der Entwicklung der dafür notwendigen Technologien und deren innovativer Nutzung in der Medizin.

    Professor Ullrich leitet das Innovationscluster Luft- und Raumfahrt der Universität Zürich (UZH Space Hub) und ist unter anderem gewähltes Akademiemitglied der International Academy of Astronautics. Er leitete zahlreiche Forschungsmissionen bei Parabelflügen, ballistischen Forschungsraketen sowie auf der Internationalen Raumstation in Programmen der ESA, des DLR und der NASA.

    In seiner Antrittsvorlesung spricht der Wissenschaftler über die Wirkung der Erdschwerkraft, wie er sagt: „...auch auf Ebene der Zellen. Wir verstehen zunehmend, dass mechanische Kräfte in die Struktur der Zelle und des Zellkernes übergeleitet werden, wo sie fundamentale zellinterne Vorgänge beeinflussen und regulieren. In unseren Forschungen konnten wir in verschiedenen Zellsystemen und auf verschiedenen Versuchsplattformen vom Parabelflug bis zur ISS zeigen, dass und wie Zellen äußerst schnell auf veränderte Schwerkraft reagieren. Aufgrund der Verarbeitung der Gravitationskraft in menschlichen Zellen wird die gezielte Nutzung der Schwerelosigkeit als Werkzeug für Forschung, Entwicklung und Produktion zunehmend interessant: beispielsweise bei der Herstellung von dreidimensionalen Geweben für die Transplantation oder den Ersatz von Tierversuchen“.

     

    Kontakt: Prof. Dr. Dr. Oliver Ullrich
    oliver.ullrich@eah-jena.de

  • Studierende und Preise

    ​(22. Oktober 2019) Jeweils gleich zwei Preise erhielten heute Ahmed Ibrahim Diab und Lucas Feick, Studenten der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena. Diab wurde mit dem Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD-Preis) dieses Jahres geehrt. Darüber hinaus stand er, gemeinsam mit Lucas Feick und Alexandra Willing, auch als Stipendiat des Förderkreises der Hochschule auf der Bühne. Der aus Syrien stammende Student der Medizintechnik erhielt die Auszeichnungen anlässlich der Feierlichen Immatrikulation der Hochschule im Volkshaus Jena.

    Sein Kommilitone Lucas Feick studiert Maschinenbau und ist nicht nur hier bester Bachelorstudent und damit Preisträger des Förderkreisstipendiums, sondern er ist zudem speziell in der Thermodynamik fachlich sehr stark, so dass er sich zusätzlich über den Thermofluidpreis des Maschinenbaus freuen konnte. Alexandra Willing, Studentin des Rettungswesens und der Notfallversorgung, erhielt ebenfalls ein Förderkreisstipendium und damit 1.200 € für ein Jahr.

    Weitere Preisträger waren Clemens Berger aus dem Studiengang Maschinenbau, der gleichfalls mit dem von Prof. Dr. Markus Glück gestifteten Thermofluidpreis und 250 € ausgezeichnet wurde, und Sebastian Korten, der für die beste Masterarbeit im Bereich der Elektrotechnik 750 € von den Stadtwerken Jena-Pößneck erhielt.

    Auch der Lehrpreis der Hochschule wird einmal jährlich vergeben. Heute nahmen zwei junge Professoren den von der Sparkassenstiftung Jena-Saale-Holzland und der EAH gestifteten Preis entgegen. Prof. Dr. Nicole Harth und Prof. Dr. Karsten Hoechstetter teilen sich in die Auszeichnung und 2.000 €. Frau Harth lehrt Psychologie im Fachbereich Sozialwesen, ihr Kollege Hoechstetter ist Physiker und lehrt im Fachbereich Grundlagenwissenschaften.

    Für insgesamt 4.651 Studentinnen und Studenten ist das neue Wintersemester an der EAH Jena gestartet. Unter ihnen sind 1.201 Erstsemester bzw. „Erstis“. Die EAH blickt auf einen Zuwachs bei den Masterstudierenden, teilte Rektor Steffen Teichert anlässlich der Immatrikulationsfeier mit. Der Zuwachs gleicht den leichten Rückgang bei den Bachelorzahlen aus, so dass die Gesamtstudentenzahl im Verhältnis zum letzten Jahr nahezu gleich ist.

    Ebenfalls gewachsen ist die Anzahl der jungen Frauen und Männer aus dem Ausland, die an der EAH studieren: Die 1.000 ist überschritten. Die stärksten Gruppen kommen aus Indien (für den Masterstudiengang Scientific Instrumentation) sowie aus China und Syrien. Auch wenn die Zahlen erst Anfang des kommenden Monats endgültig feststehen, sind mehr als 22% internationale Studierende an der EAH Jena eingeschrieben.


    sn

  • Geschichte im Spiegel der Emotionen – ein Jahrhundertrückblick

    ​(11. Oktober 2019) Seit dieser Woche ist die Ausstellung „Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 | 19“ im Treppenhaus von Haus 5 der EAH Jena zu sehen. Mit der Gemeinschaftsausstellung zeigen die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur den Einfluss von Gefühlen auf Politik und Gesellschaft.

    „Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 │19“ illustriert, wie Angst, Hoffnung, Liebe oder Wut in den vergangenen 100 Jahren geschichtliche Ereignisse geprägt haben. Historische Bilder, Zitate und Kurztexte sowie multimediale Begleitangebote vermitteln prägnant, dass Gefühle Motor von Reform- und Demokratisierungsprozessen waren, aber auch politisch instrumentalisiert und manipuliert wurden.

    „In politischen Debatten und gesellschaftlichen Diskursen erleben wir, wie selbst unbewusste Emotionen Entscheidungen beeinflussen können. Ihre Wirkmächtigkeit und Manipulierbarkeit zu kennen hilft, Gefühlen bewusst zu begegnen“, so Andreas Eberhardt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung EVZ.

    Anna Kaminsky, Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung, betont: „Die Macht von Gefühlen wird oft unterschätzt. Vor allem im öffentlichen Leben gelten negative Emotionen als etwas, das man unterdrücken und beherrschen muss. Die Ausstellung soll verdeutlichen, wie Gefühle historische Entwicklungen und Entscheidungen beeinflusst haben. Damit soll das Verständnis für historische Abläufe und scheinbar unausweichliche Folgen erhöht werden.“

    Schirmherr der Ausstellung ist Bundesaußenminister Heiko Maas. Ute Frevert, Historikerin und Direktorin des Berliner Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, hat die Ausstellung gemeinsam mit Ihrer Tochter Bettina Frevert, Politikwissenschaftlerin, entwickelt. Anlass der Ausstellung sind acht runde Jahrestage im Jahr 2019: unter anderem die Gründung der Weimarer Republik (1919), der Beginn des Zweiten Weltkrieges (1939) und die doppelte deutsche Staatsgründung (1949).


    Über die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ)
    Die Stiftung EVZ wurde im Jahr 2000 gegründet, um Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter während der Zeit des Nationalsozialismus zu entschädigen. Seit 2001 leistet die Stiftung EVZ zudem humanitäre Hilfe für Überlebende, fördert die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und stärkt zivilgesellschaftliches Engagement in Mittel- und Osteuropa.

    Über die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
    Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur hat den gesetzlichen Auftrag, die umfassende Aufarbeitung der Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in SBZ und DDR zu befördern, den Prozess der Deutschen Einheit zu begleiten und an der Aufarbeitung von Diktaturen im internationalen Maßstab mitzuwirken.


    „Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 | 19“
    Stiftung EVZ / Ansprechpartner Prof. Dr. Diana Düring, FB SW
    diana.duering@eah-jena.de
    Haus 5, Treppenhaus 7
    08.10.2019 - 06.12.2019
    Mo – Fr.
    8-20 Uhr

  • Ein Puzzle mit Platz für Anregungen

    ​(11. Oktober 2019) Stephanie Sölle, Sophia Werner und Dominic Haß aus dem Masterstudiengang Soziale Arbeit der EAH Jena stellten Mitte September dieses Jahres die Ergebnisse ihres Forschungsprojektes "Frauen – eine unterrepräsentierte Gruppe in ehrenamtlichen Vereinsvorständen?" im Paritätischen in Neudietendorf vor.

    Für ihre Studie, die von Prof. Dr. Andrea Nachtigall (ehemals Fachbereich Sozialwesen der EAH Jena) wissenschaftlich begleitet wurde, befragten sie Vertreterinnen und Vertreter aus den Reihen der paritätischen Mitgliedsorganisationen. Nicht zuletzt wollten die Studenten erfahren, wie Vereine des Paritätischen Thüringens sowie deren Dachverband dazu beitragen können, positiv auf das ehrenamtliche Engagement von Frauen in Vorstandspositionen zu wirken.

    Anhand der Ergebnisse des Forschungsprojektes haben Sölle, Werner und Haß Handlungsempfehlungen als mögliche Vorschläge für Veränderungen und Maßnahmen der jeweiligen Organisationen abgeleitet. Die Ergebnisse sind, so die Studierenden, nicht als abgeschlossener Leitfaden zu betrachten, sondern vielmehr als ein Puzzle, das Platz für weitere Anregungen bietet.


    sn
    Quelle: Paritätische BuntStiftung Thüringen

  • Feierliche Immatrikulation der Ernst-Abbe-Hochschule Jena am 22. Oktober 2019 im Volkshaus Jena

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    hiermit laden wir Sie sehr herzlich zur Feierlichen Immatrikulation der Ernst-Abbe-Hochschule Jena ein:

    22. Oktober 2019, 15.00 Uhr, Volkshaus Jena, Großer Saal


    Wir feiern den Studienbeginn im Wintersemester 2019/2020 und würden uns über Ihr Kommen
    und Ihre Berichterstattung sehr freuen.


    Mit freundlichen Grüßen
    Sigrid Neef

    Ernst-Abbe-Hochschule Jena
    Leiterin Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
    Tel. 03641 - 205 130
    Fax 03641 - 205 131
    presse@eah-jena.de
    www.eah-jena.de

  • „Arbeitskräfte in der Augenoptik suchen, finden und halten“

    ​Sind Sie auf Mitarbeitersuche und liegt es Ihnen am Herzen Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu motivieren und zu halten? 

    Unter dem Motto „Arbeitskräfte in der Augenoptik suchen, finden und halten“ findet am Samstag, 23. November 2019, von 9 bis 17 Uhr an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena das 22. Augenoptische Kolloquium statt. Das Kolloquium hat sich in den vergangenen Jahren als überregionale Fachtagung für Berufspraktiker und Studierende der angewandten Augenoptik/Optometrie, Industrie, Klinik sowie Forschung & Entwicklung etabliert.

    In diesem Jahr stehen im Fokus aktuelle Wünsche, Motive und Strategien in der Arbeitswelt. Es erwarten Sie interessante Inspirationen von namhaften Referenten, die unterschiedlichste Positionen vertreten. Lassen Sie sich inspirieren von Recruitern, Headhuntern und Unternehmensberatern, von Personalverantwortlichen aus Konzernen und dem Mittelstand, von Branchenexperten und natürlich von Studierenden.

    Hier eine kleine Auswahl aus dem Programm:
    • Augenoptik-Fachgeschäft und gute Work-Life-Balance – Ist das unvereinbar?
    • Spezialisierung in der Augenoptik – Anforderungen, Chancen und Risiken
    • Was macht ein Stellenangebot attraktiv? … und was die Bewerbung?
    • Wie funktioniert Recruiting und Headhunting in der digitalen Welt?
    • Motivation und Attraktivität – Interessante Möglichkeiten Fachkräfte zu binden

    Außerdem findet zum diesjährigen Kolloquium die Verleihung des Rupp+Hubrach Wissenschaftspreises an Johannes Neven, B.Sc. statt. Das spannende Fachthema lautet: „Spielt der Purkinje-Effekt für Nachtmyopie (k)eine Rolle?“

    Programm und Anmeldung unter: www.augenoptik.eah-jena.de

    Early-Bird-Bonus bei Anmeldung bis zum 31.10.2019!

    Fachliche Leitung:
    Prof. Dr. Stephan Degle, Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Carl-Zeiss-Promenade 2, 07745 Jena (optometrie@eah-jena.de)
    Tel. 03641/205-438

    Organisation: Ernst-Abbe-Hochschule Jena und JenALL e.V. (mail@jenall.de)

    Ansprechpartner für Sponsoren und Aussteller: Herrn Peter Perschke (mail@jenall.de) oder Tel. 03641/205-108

  • Der Kurzsichtigkeit in Deutschland auf der Spur

    ​(2. Oktober 2019) Das Thema Kurzsichtigkeit (Myopie) ist seit einigen Jahren nicht nur in der Forschung ein wichtiges Thema. Zahlreiche Fernsehreportagen und Pressemeldungen haben inzwischen die Bevölkerung auf die Myopie aufmerksam gemacht. Dabei werden immer wieder Zahlen des Brien Holden Vision Institute zitiert: 2050 wird circa die Hälfte der Weltbevölkerung kurzsichtig sein. Doch was ist dran an dieser Prognose und wie stellt sich die Myopie-Progression ganz konkret in Deutschland dar?

    Mit diesen Fragen beschäftigt sich einen Forschergruppe unter Leitung von Prof. Dr. Stephan Degle und Philipp Hessler M.Sc. im Fachgebiet Augenoptik/Optometrie/Ophthalmologische Optik/Vision Science (AOOVS) der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena bereits seit einigen Jahren. Die Ursachen für eine fortschreitende Kurzsichtigkeit sind vielschichtig: Die Anzahl kurzsichtiger Elternteile, die zunehmende Bedeutung digitaler Medien und die damit verbundenen nahen Abstände bei der Nutzung von Smartphones, Tablets usw. .Im Rahmen einer Forschungsarbeit der Ernst-Abbe-Hochschule Jena wurde festgestellt, dass es aus der bisherigen Studienlage, die sich vor allem auf den asiatischen und amerikanischen Raum bezieht, nicht möglich ist, valide Aussagen zur Entwicklung der Kurzsichtigkeit in unseren Breiten zu treffen. Deshalb wird ab Oktober 2019 eine große multizentrische Kohortenstudie gestartet. Ziel ist es, ca. 1500 Probanden im Alter von fünf bis 35 Jahren an verschiedenen Orten in Deutschland jährlich über einen Zeitraum von mehreren Jahren zu untersuchen. Bei einer Kurzsichtigkeit kommt es in der Regel zu einem verstärkten Wachstum der Augenlänge, was das Risiko für Augenerkrankungen wie z.B. Netzhautablösung erhöht. Neben der Messung der Achslänge des Auges wird im Rahmen der Studie auch ein Sehtest durchgeführt und weitere Risikofaktoren für Myopie-Entstehung abgefragt. Alle Untersuchungsmethoden sind berührungslos. Ziel ist die Erstellung einer Normdatenbank für Achslängen und Refraktionsentwicklung um im weiteren Verlauf eine Risikoabschätzung für Myopie bereits im Kindesalter vornehmen zu können.

    An der Ernst-Abbe-Hochschule Jena werden ab Oktober 2019 Probanden im Alter zwischen 18 und 35 Jahren gesucht. Pro Untersuchungstermin sollten 15 Minuten eingeplant werden. Jeder Proband bekommt nach seinem Termin alle Ergebnisse in Form eines Untersuchungsprotokolls ausgehändigt. Die Studie wurde durch die Ethik-Kommission Jena genehmigt. Weitere Informationen zum Ablauf, zur Anmeldung und zu Ein- und Ausschlusskriterien finden Interessenten auf der Homepage des Fachgebiets AOOVS unter der Rubrik Forschung, Aktuelle Studien (www.eah-jena.de/augenoptik).

    Fachliche Leitung:
    Prof. Dr. Stephan Degle, Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Carl-Zeiss-Promenade 2, 07745 Jena, degle@eah-jena.de
    Organisation:
    Katharina Keller, Katharina.Keller3@stud.eah-jena.de

  • Fachprogramm und Chorkonzerte

    ​(30. September 2019) Studierende des Fachbereichs Gesundheit und Pflege der EAH Jena haben ein ganz besonderes Konzert mit organisiert, das am Sonntag, den 6. Oktober in der Peterskirche Jena-Lobeda zu erleben ist: Auftreten wird ein Chor aus dem sibirischen Novosibirsk/Akademgorodok.

    Die Chorsänger sind Studentinnen und Studenten sowie Kollegen der Pflege und Medizin der Universität Novosibirsk/Akademgorodok. Die Kooperation zwischen der EAH Jena und der sibirischen Universität besteht seit einigen Jahren. Regelmäßig fahren Lehrende und Studierende sowohl aus Jena, als auch aus Akademgorodok zu den Partnern.

    Neben weiteren Konzerten in Thüringen haben die Chorsänger auch ein Fachprogramm auf der Agenda: Sie besuchen verschiedene Kliniken sowie Alten- und Pflegeeinrichtungen. Natürlich treffen sie sich auch mit ihren Kommilitonen und Kollegen der Jenaer Ernst-Abbe-Hochschule.

    Der Eintritt zum Konzert am Sonntag ist frei. Spenden sind erbeten und gehen an das Alten- und Pflegeheim "Maria- und Martha" in Akademgorodok.

    Kontakt: Prof. Dr. Olaf Scupin
    Olaf.Scupin@eah-jena.de


    sn


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  • Willkommens-Schlafplätze und Zimmer für die internationalen Studierenden in Jena gesucht

    Pressemitteilung der Friedrich-Schiller-Univerität Jena

    Jena (17.09.19) Wer studieren will, braucht am künftigen Studienort ein Dach über dem Kopf. Die meisten Studienanfängerinnen und -anfänger suchen deshalb schon Wochen vor dem Vorlesungs­beginn im Oktober nach einem Zimmer. Doch nicht alle haben die gleichen Chancen: Ein Erstsemester aus Thüringen hat es leichter, die Angebote in Jena zu finden und zu besich­tigen als Patricia, die aus dem 9.500 Kilometer entfernten Brasilien kommt. Oder Omolaso, er reist aus Nigeria an, das rd. 6.600 Kilometer von Thüringen ent­fernt liegt. Sie wollen ein Stu­dium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena aufnehmen, doch die Wohnheimplätze sind knapp, da es in diesem Jahr rd. 2.500 interna­tionale Stu­dierende alleine an die Jenaer Universität zieht. Damit die beiden und alle weiteren Woh­nungssuchenden aus aller Welt in Jena in Ruhe auf Zimmersuche gehen können, werden für sie Zimmer auf Zeit gesucht. Wer ein freies Zimmer, ein ungenutztes Sofa, oder eine andere Schlafgele­genheit besitzt, kann diese unter Nennung des Stich­worts „International" auf der Website www.studenten-wohnen-jena.de einstellen. Sowohl kurzzeitige als auch langfristige Ange­bote sind willkommen.

    „Im weltoffenen Jena gibt es sicher mehr Unterkünfte für interna­tio­nale Studierende als bekannt ist", sagt Dr. Britta Salheiser vom Internationalen Büro der Universität Jena. „In WGs ist manchmal ein Zimmer noch nicht belegt oder es gibt leer­stehende Arbeits- oder Kinderzimmer, die für einige Zeit untervermietet werden können", nennt sie Beispiele. Ro­bert Schäf vom Akademischen Auslandsamt der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena er­gänzt, dass für 90 Studierende aus Indien noch Wohnmöglichkeiten gesucht werden.

    Den Service zu den Willkommens-Schlafplätzen bieten die Friedrich-Schiller-Universität Jena, die EAH und das Studierendenwerk Thüringen gemeinsam an. Ihr Ziel: Inter­na­tiona­len Studierenden den Start erleichtern. Zumal viele der Neuankömmlinge nichts für die Kurzfristigkeit können, denn beispielsweise erhalten einige von ihnen ihr Ein­reisevisum so spät, dass kaum noch Zeit für die Zimmersuche bleibt.

    Die Angebote sollten auf der Website www.studenten-wohnen-jena.de möglichst auf Deutsch und Eng­lisch eingestellt werden, da es dann kaum Verstän­di­gungsprobleme gibt. Denn insbe­son­dere Studierende in englischsprachigen Master­stu­diengängen können nur wenig oder noch gar kein Deutsch. Die Mitarbeiterinnen und Mit­arbeiter der INFOtake des Studie­rendenwerks helfen gerne beim Inserieren (Tel.: 03641 / 930506; ab 23.09.: 03641 / 9400506).

    Es empfiehlt sich, das Angebot vorher mit allen WG-Mitbewohnerinnen und -mit­bewoh­nern sowie den Vermieterinnen und Vermietern abzusprechen.

    Till Bayer, Universität Jena

     

    Kontakt EAH Jena: Robert Schäf
    robert.schaef@eah-jena.de
    auslandsamt@eah-jena.de

  • Auch für Schülerinnen und Schüler

    ​(16. September 2019) Vom 25. bis 27. September 2019 veranstaltet das Center for Innovation and Entrepreneurship der Ernst-Abbe-Hochschule Jena einen Wettbewerb zur Unternehmensgründung. Gegenstand hierbei ist die simulierte Planung und Errichtung eines Produktionsunternehmens, das hochwertige Konsumgüter entwickelt, herstellt und vertreibt. Die Teilnehmer an diesem Wettbewerb nehmen die Rolle der Unternehmensgründer ein, erstellen einen Businessplan und führen das Unternehmen in den ersten zwei Geschäftsjahren. Dabei treten insgesamt bis zu zehn Teams gegeneinander an und konkurrieren um Marktanteile.

    Die Veranstaltung richtet sich zunächst an Studierende thüringischer Hochschulen, eine Beteiligung steht aber auch weiteren interessierten Personen offen. Insbesondere diejenigen, die eine eigene berufliche Selbstständigkeit beabsichtigen, profitieren von einer Teilnahme. Das Planspiel vermittelt Erfahrungen zur Vorbereitung und Gründung eines Unternehmens. Das dafür notwendige Wissen ist Gegenstand verschiedener Lehrgespräche innerhalb der dreitägigen Veranstaltung. Darüber hinaus trainieren die virtuellen Gründer zahlreiche „weiche“ Fähigkeiten, wie etwa das Führen von Gesprächen zur Einwerbung von Kapital oder das Präsentieren der erzielten Ergebnisse.

    Der Planspielwettbewerb steht unter der Leitung von Prof. Dr. Heiko Haase und Dr. Arndt Lautenschläger.

    Anmeldungen sind noch bis 23. September 2019 möglich:
    arndt.lautenschlaeger@eah-jena.de

  • Come together der Ingenieure

    ​(16. September 2019) Zu einem "come together" verschiedener Ingenieurbereiche trafen sich in der vergangenen Woche Professoren der EAH Jena mit Kollegen aus dem Viega-Werk Großheringen. Die Viega-Gruppe gehört zu den führenden Herstellern von Installationstechnik für Sanitär und Heizung und beschäftigt weltweit über 4.000 Mitarbeiter. Das Viega-Werk in Großheringen gehört zu den größten Arbeitgebern im Weimarer Land und ist zugleich die wohl größte „Lehrwerkstatt“ der Region.

    Werkleiter Ekkehard Wenkel und seine fünf Segmentchefs sahen sich am 10. September beispielsweise in den Laboren der Wirtschaftsingenieure um, wo sie von Prof. Dr. Burkhard Schmager, Experte für Produktionsmanagement und Betriebswirtschaft, geführt wurden. Werkstoffwissenschaftler Prof. Dr. Jürgen Merker erläuterte materialtechnische Untersuchungen des Fachbereichs SciTec. Über Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich des Maschinenbaus informierte Dekan Prof. Dr. Martin Garzke.

    Die Hochschule und das Viega-Werk in Großheringen verbindet seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit: Bis heute hat das Unternehmen 75 studentische Abschlussarbeiten betreut. Seit vier Jahren gibt es in Großheringen einen Praxistag für Studierende. Nicht zuletzt ist Viega einer der Förderer der EAH beim Deutschland-Stipendium.

    Natürlich wurde am vergangenen Dienstag auch über zukünftige Projekte diskutiert: Vor allem die Digitalisierung ist für Hochschule wie Firma ein spannendes Thema. Auch hinsichtlich Werkzeug- und Werkstoffoptimierung ist die EAH ein gefragter Partner für Viega. Insbesondere in diesen Feldern können die zukünftigen Ingenieurinnen und Ingenieure viele praktische Erfahrungen im Unternehmen erwerben und dort ihren Berufsweg starten.

    sn

  • Plädoyer für eine neue Tarifpolitik

    ​In einem Diskussionspapier von Prof. Dr. Klaus Watzka (Fachbereich Betriebswirtschaft der Ernst Abbe Hochschule Jena) werden aus aktuellem Anlass die Ergebnisse und Prozesse von Tarifvertragsverhandlungen kritisch hinterfragt. Im Ergebnis wird für einen neuen Ansatz in der Tarifpolitik plädiert.
     

    Plädoyer für eine neue Tarifpolitik
    – Kritische Situationsanalyse und Diskussion einer alternativen Gestaltungsvariante –

    Zusammenfassung:

    Es gibt gute Gründe, die jahrzehntelang eingespielten Muster der Tarifpolitik kritisch zu hinterfragen. Für einen besonders problematischen Aspekt liefert das aktuelle Jahr 2019 ein gutes Beispiel: Die Ergebnisse von Tarifvertragsverhandlungen weisen aus betriebswirtschaftlicher Sicht ein kontraproduktives zeitliches Muster auf. Die höchsten Tarifabschlüsse werden nämlich oftmals in Jahren getätigt, in denen sich die Wachstumsraten der Wirtschaft deutlich reduzieren. Unternehmen bräuchten in dieser Phase eigentlich eine Kostenentlastung. Stattdessen gehen sie mit sockelwirksam erhöhten Personalkosten in eine Abschwungphase. Diese kontraproduktive Antizyklik kann potenziell zu einer Gefährdung der Arbeitsplätze in einzelnen Betrieben führen. Die Zahl der Betriebe in Kurzarbeit belegt dies deutlich. Weitere problematische Aspekte der üblichen tarifpolitischen Mechanismen sind: Kosten und Störpotenzial von Arbeitskämpfen, Belastung des öffentlichen Lebens und des Betriebsfriedens durch Streiks, Inflexibilität von Tarifverträgen, Kompliziertheit und Antiquiertheit von Verhandlungsritualen, finanzielle Überforderung einzelner Unternehmen durch Betriebsferne der Tarifverträge. Die Diskussion aller Aspekte führt zur Schlussfolgerung, dass die Suche nach alternativen Mechanismen in der Tarifpolitik sinnvoll ist. Es wird dazu ein Lastenheft entwickelt. Im Ergebnis wird ein neues Paradigma in der Tarifpolitik vorgeschlagen und diskutiert, das im Dauerbetrieb stärker durch eine betriebswirtschaftlich sinnhafte Zyklik, Standardisierung, Automatisierung und Einfachheit geprägt ist. Im Kern besteht der Ansatz aus zwei Komponenten. Alle Beschäftigten erhalten zunächst in jedem Jahr automatisch einen Ausgleich für die Inflationsrate. Dies schafft Kaufkraftstabilität. In einem nächsten Schritt wird die Gesamtbelegschaft dann zu einem langfristig vereinbarten Prozentsatz automatisch am Vorjahresgewinn des eigenen Unternehmens beteiligt. Dieses zweite Element sichert eine höhere Flexibilität der Personalkosten und führt zu betriebsnäheren Tarifergebnissen. Im Detail sind dabei eine Fülle von Einzelfragen zu diskutieren, unter anderem muss eine Lösung für nicht gewinnorientierte Organisationen gefunden werden.     

    Prof. Dr. Klaus Watzka, Fachbereich Betriebswirtschaft, Ernst-Abbe-Hochschule Jena
    klaus.watzka@eah-jena.de

  • Kollektives Selbstporträt aus drei Jahrhunderten

    ​(02. September 2019) Achtung Terminänderung: Vom 01. bis 11. Oktober gibt es an der EAH Jena eine neue Ausstellung: „Homestory Deutschland“, mit Porträtfotos von und Informationen über schwarze Menschen in Deutschland.

    Die Ausstellung begreift sich als kollektives Selbstporträt. Es greift, so die Initiative „Schwarze Menschen in Deutschland“, als Macher der Ausstellung, afrikanische, afrikanisch-amerikanische und schwarze deutsche Erinnerungstraditionen auf und vermittelt Traditionen aus der mündlichen und schriftlichen Weitergabe von gelebter Erfahrung.

    Schwarze Perspektiven und Reflexionen, Beiträge und Verdienste erfahren dabei als Quelle eines vielstimmigen und gemeinschaftlichen Wissens eine besondere Würdigung. Die Darstellung von siebenundzwanzig Biografien schwarzer Männer und Frauen aus drei Jahrhunderten erhellt exemplarisch, in welcher Weise sich gesellschaftliche und systemische Rahmenbedingungen in einzelne Lebensgeschichten einschreiben und diese formen und prägen.

    Das Hauptelement der Ausstellung, eine aus drei Modulen zusammengefügte Wand, ist mit Drehtafeln versehen, mit Porträtfotos der Personen auf den Vorderseiten sowie auf den Rückseiten mit entsprechenden biografischen Texten. Um an die gewünschten Informationen zu gelangen, müssen die Tafeln bewegt werden.

    Durch die Interaktion der Ausstellungsgäste wird die Optik der Module ständig verändert, woraus sich immer wieder neue Blickwinkel ergeben: Blicke „hinter die Fassade“ ebenso, wie eine „Geschichte in Bewegung“.


    Initiative „Schwarze Menschen in Deutschland“ / sn

  • Freude, Wut, Trauer und Angst

    ​Freude, Wut, Trauer, Angst – diese Emotionen kennt jeder von uns und jeder geht anders damit um. Psychologen sprechen von „Basis-Emotionen“ und wie wichtig es ist, diese Gefühle bei sich selbst wahrzunehmen und zu akzeptieren.

    Prof. Dr. Kristin Mitte und Prof. Dr. Nicole Harth, Psychologinnen im Fachbereich Sozialwesen der EAH Jena, boten in dieser Woche eine Zukunftswerkstatt für Erzieherinnen und Erzieher an: „Training der emotionalen Kompetenzen für Kinder im Vorschulalter“, die von Mitarbeitern aus KiTas, der Stadtverwaltung Jena und des Paritätischen in Thüringen genutzt wurde.

    Indem ich meine Gefühle akzeptiere, kann ich sie bei anderen leichter erkennen und kann lernen, meine eigenen Emotionen zu beeinflussen, so das Credo von Harth und Mitte. Sie arbeiten in diesem Programm viel mit Atemtechnik. Unverzichtbare Begleiter und Partner für die Vorschulkinder sind eine Reihe Kuscheltiere als Handpuppen. Durch sie wird beispielsweise die „Schildkrötentechnik“ – die Beruhigung durch tiefe Atmung – für die Kinder fassbar.

    Bei der Vorstellung des Programms waren auch Julia Hildebrandt (22) und Tino Hegner (24) mit dabei. Beide Studierende der Sozialen Arbeit im Abschlusssemester haben diese Trainings bereits durchgeführt und berichteten von ihren Erfahrungen.

    In der Zukunftswerkstatt diskutierten Psychologinnen, Studierende und Gäste auch über Kooperationsmöglichkeiten und Optionen für die Erweiterung der Angebote. Die Professorinnen planen, eine App zu entwickeln, die den Kindern ermöglichen soll, einen Teil des Gelernten spielerisch zu Hause zu üben.

    Alle Emotionen müssen beim Kind einen Platz haben dürfen, damit es sich gesund und selbstbewusst entwickeln kann. Zwischen den Erkenntnissen jahrelanger Forschung und der Umsetzung in der Praxis besteht häufig eine Lücke. Nicole Harth und Kristin Mitte betonen: „Der Umgang mit den eigenen Gefühlen ist wie Schreiben. Beides muss (und kann) gelernt werden. Gefühle zu erkennen, deren Ursachen zu benennen bzw. sie angemessen regulieren zu können ist eine Fertigkeit, die im Laufe der frühen Kindheit und spätestens bis zum Anfang des Grundschulalters entwickelt werden sollte und auch mit sozialen Fertigkeiten in Zusammenhang steht. Soziale und emotionale Kompetenzen sind wichtige Ressourcen, auf die Kinder später zurückgreifen können“.

    Kontakt:

    Prof. Dr. Nicole Harth
    nicole.harth@eah-jena.de

    Prof. Dr. Kristin Mitte
    kristin.mitte@eah-jena.de


    sn / Franziska Krieg (Teil 2)

  • Ein Labor auf Rädern

    ​(28. August 2019) Auf dem Campus der EAH Jena steht seit heute Nachmittag ein Labor auf Rädern: Der voll ausgestattete Rettungswagen wird ab dem kommenden Wintersemester von den Studierenden des Bachelorstudiums Rettungswesen/Notfallversorgung genutzt. In der stillgelegten und von der EAH gekauften Ambulanz können die zukünftigen Notfallsanitäter praktische Erfahrungen sammeln und ihre Fähigkeiten für den Ernstfall trainieren.

    Andre-Duc Korn/sn

  • Neue Azubis an der EAH Jena begrüßt

    ​20. August 2019) Drei Azubis starteten gestern ihre Ausbildung an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Leslie-Ann Tänzer hat eine Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste, Fachrichtung Bibliothek, begonnen und wird in ihren drei „Lehrjahren“ in der Hochschulbibliothek tätig sein.

    Kathleen Wenzel beginnt eine ebenfalls dreijährige Ausbildung als Kauffrau für Büromanagement und wird hauptsächlich im Bereich Marketing eingesetzt.

    Robin Neubauer absolviert bis August 2022 eine Ausbildung als Fachinformatiker mit dem Schwerpunkt Anwendungsentwicklung.  Den praktischen Teil seiner Ausbildung absolviert er im Servicezentrum Informatik der Hochschule.

    Damit sind derzeit acht Azubis in vier Ausbildungsberufen an der EAH Jena beschäftigt.

    Carola Regel / sn

  • Summer School

    ​(15. August 2019) Zehn Studentinnen und Studenten von zwei Universitäten der chilenischen Stadt Valparaíso waren im Juli zu einer Summer School an der EAH Jena zu Gast.  Die jungen Frauen und Mäner der Universidad de Valparaíso und der Universidad Federico Santa María und ihre Hochschuldozentin wurden von Rektor Prof. Dr. Teichert begrüßt und von Professoren aus dem Fachbereich Betriebswirtschaft  sowie einem Professor des Wirtschaftsingenieurwesens in Fragen zur deutschen Wirtschaft unterrichtet.

    So lehrte Prof. Dr. Heiko Haase zu interkultureller Kommunikation, Prof. Dr. Günter Buerke präsentierte mehrere Fallstudien zu Unternehmen aus Deutschland und Prof. Dr. Alexander Magerhans (alle BW) sprach über internationales Marketing.
    Prof. Dr. Helmut Geyer brachte den Studierenden die Finanzwirtschaft näher, während Prof. Dr. Theodor Enders, beide ebenfalls BW, den Themenkomplex der Mediation in einem internationalen Kontext erläuterte.
    "Nachhaltige Wirtschaft" war das Thema von Wirtschaftsingenieur Prof. Dr. Matthias Schirmer und die „Internetökonomie“ diskutierte Prof. Dr. Thomas Wöhner (BW) mit den Gästen aus Südamerika.

    Natürlich wurden auch Labore besichtigt: Das Eyetracking im Usability-Labor des Fachbereichs Betriebswirtschaft weckte besonders das Interesse der Studierenden. Professor Magerhans führte daher eine Eyetracking-Studie mit ihnen durch und erklärte die Technik.

    Abgerundet wurde die Summer School in Deutschland durch Exkursionen unter anderem zu ZEISS, auf die Leuchtenburg, nach Weimar und Erfurt sowie nach Dresden in die gläserne Manufaktur von VW. Einige nutzten ihr freies Wochenende für eine Fahrt nach Paris, kamen begeistert zurück und hatten viel zu erzählen. Die zwei Wochen vergingen wie im Flug und am letzten Tag erhielten Gaststudierenden ihr Zertifikat über die Teilnahme an der Summer School.

    Eines steht schon heute fest: Die Summer School soll wiederholt werden. Der Fachbereich Betriebswirtschaft hofft, im Jahr 2020 erneut Studierende aus Chile zu begrüßen. Organisator Dr. Luis Ephrosi hat schon heute Ideen für die nächste Summer School.


    Prof. Dr. Alexander Magerhans / sn

  • Ausbildung erfolgreich beendet

    ​(2. August 2019) Zwei Azubis der EAH Jena beendeten in dieser Woche erfolgreich ihre Ausbildung: Alina Rosalie Reich ist nun Kauffrau für Büromanagement und Stefanie Bethke Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste.

    Drei Jahre haben die beiden jungen Frauen in der Verwaltung bzw. der Bibliothek der Ernst-Abbe-Hochschule ihre Berufe erlernt. Beide konnten anschließend in eine jeweils unbefristete Vollzeitbeschäftigung an der Hochschule übernommen werden.

    Alina Reich ist seit gestern Kollegin im Referat Haushalt, während Stefanie Bethke in der Hochschulbibliothek arbeitet und sich darüber hinaus in einem Studium weiterbilden wird.

    Die EAH Jena wünscht Frau Reich und Frau Bethke alles Gute und viel Erfolg.

    sn

     

  • Laserforschung aktuell:

    ​(29. Juli 2019) Am 01.06.2019 startete das Forschungsprojekt „Laserpore“ im Rahmen des Programmes „Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Das Projektkonsortium setzt sich aus der Universität Leipzig, der IT Dr. Gambert GmbH, der Pulsar Photonics GmbH sowie der Ernst-Abbe-Hochschule Jena zusammen.

    Im Kooperationsprojekt „Laserpore“ wird ein innovatives Verfahren entwickelt, welches weltweit erstmals die Generierung von porösen Glasformkörpern erlaubt, die einerseits eine komplexe sowie flexible geometrische Form und anderseits eine hierarchische Porenstruktur aufweisen. Dafür sollen die Technologie des selektiven Laserstrahlsinterns (SLS) und des selektiven Auslaugens entmischter Gläser gezielt kombiniert werden. Um diese Entwicklungsziele zu erreichen, wird die gesamte Prozesskette von der Materialentwicklung, der Verfahrens- und Anlagenentwicklung bis zur Herstellung graduiert poröser Gasstrukturen durch die Projektpartner betrachtet und untersucht.

    Ausgangspunkt der Prozesskette stellt die Produktentwicklung neuartiger sensorischer Bauelemente seitens der ITG GmbH dar, welche sowohl die Konzeptionierung und Konstruktion als auch die Charakterisierung und Optimierung sensorspezifischer poröser Strukturen beinhaltet. Die Universität Leipzig erforscht die für eine erfolgreiche Umsetzung des Projektvorhabens essentiellen werkstofftechnischen Grundlagen geeigneter entmischbarer Ausgangsgläser und deren thermische sowie chemische Behandlung. Die EAH Jena entwickelt ein selektives Laserstrahlsinterverfahren unter der Verwendung ultrakurzgepulster Laserstrahlung. Für eine effiziente und reproduzierbare Fertigung dreidimensionaler Bauteile mit diesem Verfahren erfolgt eine Automatisierung der Anlagentechnik sowie eine hochgenaue Ansteuerungstechnik seitens der Pulsar Photonics GmbH. Letztendlich wird an der Universität Leipzig eine gezielte Phasenseparation und selektive Auslaugung der mit dem Laserstrahlsinterverfahren generierten 3D-Körper vorgenommen.

    Auf Basis einer engen interdisziplinären Zusammenarbeit der Projektpartner sollen in den kommenden zwei Jahren die wissenschaftlichen und technologischen Grundlagen erarbeitet, die hochinnovative Prozesskette technisch umgesetzt und das neuartige Verfahren zur Generierung hierarchisch poröser graduierter Glasformkörper mittels geeigneter Demonstratoren verifiziert werden.

    Das Forschungsprojekt startet im Rahmen des Programmes „Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Das Projektkonsortium setzt sich aus der Universität Leipzig, der IT Dr. Gambert GmbH, der Pulsar Photonics GmbH sowie der Ernst-Abbe-Hochschule Jena zusammen.

    Kontakt EAH Jena: Prof. Dr. Jens Bliedtner
    jens.bliedtner@eah-jena.de

  • UTE auf dem Kirchentag

    (4. Juli 2019) Warum nicht einen Studiengang auf einem Kirchentag vorstellen, fragte sich die EAH Jena und testete das kürzlich in Dortmund: Vier Studierende brachten zum Evangelischen Kirchentag den UTE mit.

    UTE oder auch „Umwelttechnik und Entwicklung“ ist ein Bachelorstudium mit dem Fokus auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit sowie einem obligatorischen Auslandsjahr. Religion hat hier keinen Schwerpunkt, die Vermittlung von kulturellen Kompetenzen dagegen schon. Immerhin liegen die Partnerhochschulen für diesen Studiengang in Indonesien und Peru sowie in Jordanien, Südafrika und Namibia. Und nicht nur das Studium wird die künftigen Ingenieurinnen und Ingenieure in diese Länder führen, sondern auch ihre Arbeit mit der Entwicklung und dem Einsatz nachhaltiger Technologien. Dies und die Überwachung der technischen Anlagen bringt für viele der UTE-Absolventen die Verlagerung ihres Lebensmittelpunktes unter anderem in Entwicklungs- und Schwellenländer mit sich.

    Die zukünftigen Umwelttechniker Leonie Methler, David Hautmann, Johannes Meidl und Paul Liermann, die den Studiengang in Dortmund vorstellten, kamen zufrieden nach Jena zurück. Unterstützt von Natia Khorguashvili-Kinne sowie den Professoren Frank-Joachim Möller aus dem Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen und dem Prorektor für Studium, Lehre und Weiterbildung der EAH, Andreas Schleicher, hatten sie viele Gespräche mit Kirchentagsbesuchern geführt, darunter zahlreiche Schüler und Studenten.

    „Die meisten von ihnen waren schon im Ausland gewesen und haben sich sehr zielgerichtet informiert“, war der Eindruck von Natia Khorguashvili-Kinne, die im Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen der EAH sowie für die Universität Jena tätig ist. „Es war eine sehr offene Atmosphäre in Dortmund“, berichtet die junge Wissenschaftlerin. Am meisten freut sie sich über die Anrufe von Studieninteressenten, die nach dem Kirchentag bei ihr eingingen.

    Informationen und Kontakt: Prof. Dr. Matthias Schirmer
    matthias.schirmer@eah-jena.de

    Natia Khorguashvili-Kinne
    natia.khorguashvili@eah-jena.de

     

    sn

  • Berufsbegleitend für eine Ingenieur-Karriere studieren

    ​(2. Juli 2019) Am 28. August findet um 18.00 Uhr in der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena, Raum 05.01.43, eine Informationsveranstaltung zu einem neuen Weiterbildungsmasterstudiengang für Ingenieure statt: Der schnelle technologische und digitale Wandel eröffnet Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder, moderne Produktionsverfahren und innovative Erlösmodelle. Um diese Chancen erfolgreich zu nutzen, braucht es Fach- und Führungskräfte, die in Unternehmen kompetent und effizient agieren können.

    Ob Produktionsleiter, Qualitätsingenieur, Produkt-  oder Projektmanager – Ingenieure arbeiten hierbei zunehmend mit vielen Abteilungen im Unternehmen zusammen und benötigen bereichsübergreifendes Wissen.

    Diese interdisziplinären Kompetenzen können interessierte Ingenieure im Rahmen des neuen berufsbegleitenden Masterstudiengangs „Wirtschaftsingenieurwesen“ an der EAH Jena erwerben. Das fünfsemestrige Masterstudium vermittelt praxisrelevantes Wissen in einer erfolgversprechenden Kombination aus technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Inhalten. Als Alternative zum MBA fokussiert dieses Masterprogramm speziell auf die Herausforderungen in technologiegeprägten Unternehmen.

    Die Teilnehmer erhalten fundierte Einblicke in Erkenntnisse und Methoden, die es ihnen ermöglichen, in ihrem Beruf komplexe Koordinationsaufgaben wahrzunehmen. Der Studiengang verfolgt die Philosophie, ein integriertes Gesamtverständnis für die Erfolgsfaktoren bei der Entwicklung, Realisierung und Vermarktung von Produkten in einer zunehmend digitalisierten Welt zu vermitteln. Damit ist dieses Masterprogramm einmalig unter den Weiterbildungsstudiengängen an Thüringer Hochschulen.

    Die Studiengangsteilnehmer werden durch speziell für das Selbststudium entwickelte Lehrmaterialien unterstützt. Zudem garantieren regelmäßig stattfindende Präsenzphasen eine zielgerichtete und zeiteffiziente Aneignung von Wissen.

    Der Masterstudiengang wurde vom Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen der EAH entwickelt und wird in Zusammenarbeit mit der Jenaer Akademie für Lebenslanges Lernen e.V. durchgeführt. Er richtet sich an im Beruf stehende Ingenieure und Wirtschaftsingenieure, die über einen Diplom- oder Bachelorabschluss verfügen. Das Masterstudium ist ausgerichtet auf 5 Semester und erfordert eine Präsenzzeit von 24 Tagen am Studienort Jena. Die Seminare finden freitags und samstags statt. Die Seminarsprache ist Deutsch.

    Die Kosten betragen 2.380 Euro pro Semester. Die Studieninhalte sind in 13 Module unterteilt, die auch einzeln gebucht werden können. Die Bewerbungsfrist für das Wintersemester 2019 endet am 15.09.2019.

    Im Rahmen der Infoveranstaltung am 28. August, 18.00 Uhr, im Raum 05.01.43 (Haus 5, Etage 1), können sich Interessenten über das Studienangebot informieren und haben die Möglichkeit, Fragen zu Inhalten, Zulassungsvoraussetzungen und organisatorischem Ablauf des berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiums zu stellen.

    Weitere Informationen:
    www.jenall.de/studium
    www.eah-jena.de/weiterbildungsstudium.


    Prof. Dr. Uwe Herbst, Studiengangsleiter (EAH Jena)                                                                                          
    Peter Perschke, Geschäftsführer (JenALL e.V.)

  • „20 Jahre Wetter“

    ​(1.Juli 2019) Über das 20-jährige Jubiläum und die Entwicklung der klimatologischen Messstation der EAH Jena wurde in den letzten Wochen bereits berichtet. Es lohnt sich aber auch, kurz auf das Witterungsgeschehen zu schauen.

    Bereits im Juni 2000 war ein, aus heutiger Sicht bescheidener Höchstwert von 35,9 °C. Daraus ergaben sich monatliche Witterungsrückblicke, die es 10 Jahre lang regelmäßig gab. Richtig heiß wurde es 2015. Anfang Juli wurde in Kitzingen eine neue Höchstmarke für Deutschland von 40,3 °C erreicht. Die Messstation der EAH Jena registrierte am 4. Juli mit 38,4 °C die maximale Temperatur. Im Schillergäßchen neben der Sternwarte waren es sogar noch drei Zehntel mehr.

    Viel Aufmerksamkeit erhielt der heiße Sommer 2003, damals als Jahrhundertsommer wahrgenommen. 2018 war der Sommer nahezu genauso warm, was kaum noch zu Schlagzeilen führte. Für die drei Sommermonate ist der Klimatrend besonders einheitlich und mit 0,05 K pro Jahr vor allem doppelt so hoch wie für die übrigen Jahreszeiten. So stellen es die Daten aus den letzten 20 Jahren dar. Aktuell erlebten wir 2019 mit 21,6 °C gerade den wärmsten Juni seit Beginn der Aufzeichnungen mit einem absoluten Maximum von 38,0 °C am letzten Tag. Der wärmste Monat überhaupt war der Juli 2006 mit einem Mittel von 23,4 °C.

    Das Gesamtmittel der Lufttemperatur über die letzten 20 Jahre an der EAH betrug 10,5 °C. Das Jahr 2018 war mit 11,5 °C das wärmste. Der Referenzwert für Jena von 9,3 °C aus der Periode 1961-90 wurde nur im Jahr 2010 nicht übertroffen. Da lag das Jahresmittel bei 8,8 °C.

    2010 gab es gleich mehrfach frostige Phasen. Ende November wurde es kalt und zum 1. Advent fiel der erste Schnee und blieb fast durchgängig bis Anfang Januar liegen. In ganz Deutschland gab es weiße Weihnachten. Mit -3,9 °C war der Dezember 2010 dann auch der kälteste Monat in der Datenbank der EAH gefolgt vom Januar des gleichen Jahres mit -3,6 °C. Anfang Januar 2009 gab es eine eisige Woche mit dem absoluten Minimum von -21,3 °C. Ein zweites Mal wurden -20 °C Anfang Februar 2012 erreicht. Die Frostperiode mit Minima unter -10 °C hielt 13 Tage an. Der niedrigste Tagesmittelwert wurde für den 6. Februar mit -15,9 °C ermittelt.

    Zurück zum Jahr 2018 einerseits das wärmste, war es gleichzeitig mit nur 437 mm Niederschlag das trockenste Jahr seit Beginn der Messungen an der EAH. Im Schillergäßchen wurden mit 391 mm zuletzt 1991 weniger registriert. Außerdem war es noch das Jahr mit der höchsten Jahressumme für die Globalstrahlung von 1.158 kWh/m². Alles zusammen führte zu anhaltender Trockenheit, die sich bis 2019 auswirkt.

    Am meisten Niederschlag gab es mit 793 mm im kalten Jahr 2010. Der August 2010 sowie der Mai 2013 waren mit jeweils 168 mm die regenreichsten Monate. Letzterer dürfte noch in Erinnerung sein. Am 26. und 30. Mai steigerten sich die Regenmengen auf jeweils über 30 mm am Tag. Der Regen kam großräumig. Auch die Saale trat über die Ufer und die Stadtrodaer Straße musste für einige Tage gesperrt werden. Die ersten Katastrophenmeldungen kamen in der Nacht vom 30. auf den 31. Mai aus Stadtroda, wo die Roda bzw. der Weiherbach für Verwüstung gesorgt hatten.

    Am 7. Juli 2001 wurden auf dem Campus der Hochschule die höchste Tagessumme von 50 mm erfasst, ein heftiger Regenguss am Abend und weiterer Regen in der Nacht. Im Durchschnitt kamen Tage mit mehr als 30 mm Niederschlag jedes Jahr einmal vor. 30 mm in einer Stunde gab es am 19. Mai 2017. Schlamm und Geröll brachten im Zeitzgrund eine Regionalbahn zum Entgleisen. Die Tendenz von Starkregenereignissen hat leicht zugenommen.

    Die mittlere Jahressumme der Niederschläge lag mit 607 mm lag 4 % über dem Referenzwert für Jena. In den letzten 20 Jahren wurde allerdings eine leicht fallende Tendenz beobachtet.

    Am Ende noch ein Wort zum Wind: 2018 erreichte uns am 18. Januar Sturmtief „Friederike“. Auf dem Radweg lagen plötzlich Bäume und die Bahn stellte in weiten Teilen der Republik den Verkehr komplett ein.
    Noch höhere Windgeschwindigkeiten an der EAH lieferten die großen Sturmereignisse „Jeanett“ am 27.10.2002 mit einer Windgeschwindigkeit von 15,1 m/s über 10 Minuten und Spitzenwerten bis 29,9 m/s sowie „Kyrill“ am 18.1.2007 mit 12,8 m/s und Spitzen bis 33,1 m/s.


    Bernhard Kühn

  • Power2Power

    (26. Juni 2019) Einen ganz besonderen Förderbescheid übergab heute der Thüringer Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft in Erfurt. Die Firma X-FAB Semiconductor Foundries GmbH, sowie die TU Ilmenau und die Jenaer mi2-factory GmbH, eine Ausgründung aus der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH), sind Projektpartner in „Power2Power“ Projekt, welches durch die europäischen Programme H2020 und ECSEL, sowie nationale Fördergeber finanziert ist. Wolfgang Tiefensee überreichte die nationalen Förderungen, an denen das Land finanziell beteiligt ist, an die Thüringer Projektpartner. 

    „Power2Power - The next-generation silicon-based power solutions in mobility, industry and grid for sustainable decarbonisation in the next decade“, so der vollständige Titel des Vorhabens, ist ein Verbundprojekt zur Stärkung der europäischen, siliziumbasierten Leistungshalbleitertechnologie, mit insgesamt 43 Projektbeteiligten aus acht europäischen Ländern. 

    Zur Erreichung der Klimaziele muss die CO2-Emission global reduziert werden. Erneuerbare Energien leisten dies und befördern damit die Nachfrage nach effizienten Leistungshalbleitern, da alle Arten von Energiewandlung von der Quelle zum Netz bis hin zum Ladegerät des Smartphones auf Leistungshalbleitern beruhen.

    Die Verschiebung der heutigen technischen Grenzen siliziumbasierter Hochleistungstransistoren hin zu neuen Dimensionen ist Inhalt des Forschungsprojektes: Power2Power entwickelt die Grundlagen zur Fertigung einer neuen Generation von Leistungshalbleitern auf 300-mm-Wafern. Sie sollen höhere Energieeffizienz sowie mehr Zuverlässigkeit und nicht zuletzt eine größere Robustheit gewährleisten. Neuartige Wafer, Design- und Fertigungsmethoden sowie eine Pilotlinie mit modernen Industrie-4.0-Funktionen werden im Vorhaben erforscht und erprobt.

    Die beteiligte mi2-factory GmbH, vor einigen Jahren eine Ausgründung von Doktoranden der EAH Jena, forscht im Projekt insbesondere an einer neuen Technologie zur Verbesserung der Leitfähigkeit (Dotierung) von Leistungshalbleitern auf großen Waferdurchmessern. Die Einladung des Power2Power-Konsortiums an die Firma zur Teilnahme zeugt von der Sichtbarkeit, der Professionalität und Forschungsstärke der jungen Gründer, die ihre wissenschaftlichen Meriten an der Ernst-Abbe-Hochschule erworben haben.


    Informationen und Kontakt: Michael Möhwald
    michael.moehwald@eah-jena.de

    Prof. Dr. Michael Rüb / sn
    Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung

  • Humboldt meets Abbe

    (26. Juni 2019) Alexander und Wilhelm von Humboldt hätten ihre Freude an diesem Veranstaltungsformat gehabt: Schülerworkshops, bei denen technische Objekte mit Praxisbezug im Zentrum stehen, und Mitmach-Experimente, die zum Anfassen, Nachfragen und Staunen einladen, sind interessante Angebote für wissbegierige Schülerinnen und Schüler, um sie für MINT-Studienfächer zu begeistern.

    25 Schüler und Schülerinnen des Weimarer Humboldt-Gymnasiums, unter ihnen vier französische Austauschschülerinnen, nutzten am 24. Juni die Gelegenheit, um an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena auf den Spuren der Forscherbrüder zu wandeln.

    In mehreren Workshops tauchten sie in die faszinierende Welt der Ingenieure ein und erkundeten in kleinen Gruppen zunächst die Eigenschaften der Metalle, deren Kenntnis für viele Produkte des Alltags, z.B. Münzen oder Fahrwerkskomponenten, unerlässlich sind. Danach hatten sie in einem Kreativ-Workshop selbst die Gelegenheit, für einen sensiblen Gegenstand eine Schutzvorrichtung zu bauen, um diesen vor der unbeabsichtigten Zerstörung zu schützen. Direkt nach der Realisierung konnte die Wirksamkeit der Lösungen in einem Freifallexperiment aus 6 Metern Höhe erprobt werden.

    Unmittelbar nach dem Besuch der Mensa war die Gruppe mit ihren Lehrern zu Gast im Fachbereich Gesundheit & Pflege, um sich über die verschiedenen Gesundheitsberufe, die spätestens ab 2020 einen akademischen Abschluss voraussetzen, zu informieren. Eine Besichtigung der Skills-Labs dieses Fachbereichs rundete den Aufenthalt an der EAH Jena ab.


    Prof. Dr. Martin Garzke

  • Die große Unübersichtlichkeit der Werte

    ​(25. Juni 2019) „Verfallen unsere Werte?“, fragt der Professor für Sozialpolitik an der EAH Jena, Michael Opielka, in seinem Beitrag für den Sammelband „Werte(De)Konstruktionen“ der Universität für angewandte Kunst Wien.

    Gleichzeitig verneint er seine Frage, Werte könnten nicht verfallen: „Gegen die Realität einer Externalisierungsgesellschaft lassen sich Idee und Konzept einer „Internalisierungsgesellschaft“ setzen, in der „Soziale Nachhaltigkeit“ als Gedanke und Prinzip handlungsleitend wird, also nicht die Kurzfristigkeit und Kurzsichtigkeit einer kapitalistisch-industrialistischen politischen Ökonomie. In der Räume für Kunst üblich sind, bekannte und hergebrachte wie unscheinbare und umstrittene. … Werte verfallen nicht, die empirische Wertforschung beobachtet Verschiebungen, vor allem der World Values Survey, die spektakuläre Dauerbeobachtung der Werte-Entwicklung der Welt, zeigt das eindrucksvoll. Da ist keine Postmoderne in Sicht, kein Wertrelativismus, aber eben auch keine alte Ordnung mehr, sondern Pluralismus, multiple Werteordnungen, die große Unübersichtlichkeit. Wir können das auf der Ebene der Subjekte beobachten und bei uns selbst anfangen“.
     
    Der Band wurde kürzlich von Marietta Bönig und Lutz Ellrich in der Reihe „Edition Angewandte“ herausgegeben.
     
    https://www.degruyter.com/view/product/533174
     
    Michael Opielka, Verfall der Werte? Zum Zusammenhang subjektiver und gesellschaftlicher Skripte, in: Böning, Marietta/Ellrich, Lutz (Hrsg.), Werte(De)Konstruktionen. Die Problematik starker Orientierungen, Berlin: de Gruyter 2019, S. 70-92
     
     

  • Auf dem „highway to hell”?

    ​(21. Juni 2019) Wie eng ökologische mit gesellschaftlichen Konflikten verzahnt sind, diskutierten die Professoren Dr. Klaus Dörre (Professor für Soziologie der FSU Jena) und Dr. Thomas Sauer (Professor für Betriebswirtschaft an der EAH Jena) am 18. Juni im Jenaer Klimapavillon.

    Fragen können zu dem Thema nicht genug gestellt werden: Was hat die CO2-Problematik mit der Gesellschaft, der Politik und dem Einzelnen zu tun? Sind wir nachhaltig genug, beziehungsweise was können wir tun? Die Wissenschaftler suchen nach Antworten.

    Der Soziologe Dörre formulierte dazu eine These: „Frühindustrialisierte Gesellschaften – auch die Bundesrepublik und Thüringen – befinden sich in einer ökonomisch-ökologischen Zangenkrise und durchlaufen eine Große Transformation“. So läuft die „Erzeugung von Wirtschaftswachstum … nur über die Steigerung der ökologischen Gefahr“ und wir alle befinden uns damit auf dem „highway to hell“.

    Denn das Ansteigen des CO2-Ausstoßes stünde in direkter Korrelation zum Wirtschaftswachstum. Sichtbar wurde die Korrelation laut Dörre z. B. in einer Studie der Weltbank, die für das Jahr 2009 in den Zeiten der Wirtschaftskrise einmalig einen Rückgang der globalen CO2-Emissionen verzeichnete. Wenn diese Korrelation also wirklich besteht, dann befinden wir uns mit dem Wunsch und dem Handeln nach mehr ökonomischen Wachstum in der Zange, denn damit können wir die Klimakrise nicht beenden.

    Wie sehr die Politik, die Gesellschaft, aber auch der einzelne Mensch das ökologische System beeinflussen, zeigt auch die Gelbwestenbewegung in Frankreich. Die Akteure haben mit ihrem Aufstand gegen die Erhebung der CO2-Steuer deutlich gemacht: Eine Änderung der ökologischen Situation geht nicht ohne den Menschen. Er ist Teil des Systems. Und mit dem Blick auf das System, so Thomas Sauer, ist auch in dieser Bewegung nicht nur ein Faktor entscheidend.

    Sauer zeigte er auf, dass im Gelbwesten-Konflikt nicht nur die CO2-Steuer zum Konflikt führte, sondern dass ein Konglomerat aus Motiven hineinspielte. Neben Gründen wie z. B. das erhöhte Misstrauen gegen den Staat, steigende Ölpreise, die stagnierende Kaufkraft und insbesondere die Abschaffung der Vermögungssteuer durch die Politik, sieht er vor allem die „Ungleichheit der Lebenssituationen in den Zwischenräumen von Stadt und Land“.

    Aus seiner Sicht liegen die Brennpunkte des Konfliktes in der regionalen Verteilung, die wiederum mit dem Maß der Urbanisierung korrelieren. Die Verstädterung stelle den „wichtigsten Ökonomisierungsfaktor“ dar und gerade in den „abgehängten“ ländlichen Räumen wäre die Gegenwehr der Gelbwesten deutlicher zu spüren, stellte Sauer fest. In zwei Fragen fasste er zusammen: „Muss Klimapolitik auch sozial sein? Muss Klimapolitik auch ortsbezogen sein?“ Seine Antwort: „Ja. Eine Lösung könnte ein Green New Deal sein“. Dieser Ansatz verfolgt die Idee, durch eine Kombination von staatlichen und staatlich geförderten Investitionen plus sozialpolitischen Maßnahmen eine sozial-ökologische Transformation in Gang zu setzen. Können also, wie Professor Sauer es fordert, gemeingutorientierte Projekte und gemeinwohlorientierte Unternehmen sowie dezentrale Konzepte der Energiewende wichtige Bausteine eines gestaltenden Staates im Rahmen einer guten Klimapolitik sein?

    Professor Dörre resümierte: „Ohne soziale ist ökologische Nachhaltigkeit nicht zu haben“. Der Weg ginge aus seiner Sicht über Verbindlichkeit und entsprechende Konsequenzen bei Nichteinhaltung. Er fordere daher die Integration der Nachhaltigkeitsziele in die Verfassung. 


    Franziska Krieg / sn

    Weitere Informationen: http://www.eah-jena.de/studium-integrale

  • Neu berufen

    ​(19. Juni 2019) Seit dem Sommersemester 2019 lehrt Prof. Dr. Sebastian König im Fachbereich Medizintechnik und Biotechnologie der EAH Jena das Fachgebiet „Medizinische Gerätetechnik“.

    Der Ingenieur, der 1977 in Salzwedel geboren wurde, studierte Allgemeine Elektrotechnik an der HTWK Leipzig und promovierte neben seiner Tätigkeit als Laboringenieur kooperativ an der Universität Rostock. Professor König kann auf mehr als zehn Jahre Berufserfahrung in der Elektrotechnik, Medizintechnik und Elektronik blicken, sowohl als Laboringenieur an der HTWK Leipzig, als auch bei Daimler und Dräger.

    „Ich beschäftige mich schon seit meiner Jugend intensiv mit Technik“, so der 42-jährige Vater zweier Kinder. Seit seinem ersten Kontakt mit Beatmungstechnik und Messtechnik zur Gasanalyse im Studium hat sich die Begeisterung für sein Fach ständig weiterentwickelt.

    Für Professor König, der sich in seiner Freizeit gern mal aufs Motorrad setzt oder zur Gitarre greift, gehört sein Berufungsgebiet zu den „Wachstumsmotoren“ der Wirtschaft. Im Rahmen seiner Möglichkeiten möchte Sebastian König mit der Ausbildung seiner Studierenden und mit seiner eigenen Forschungsarbeit einen Beitrag für die Weiterentwicklung der Medizintechnik leisten.
     
    Kontakt: Prof. Dr. Sebastian König
    sebastian.koenig@eah-jena.de

  • Wieviel Strom braucht der Mensch?

    ​(18. Juni 2019) Die Diskussionen bei der Ringvorlesung der Ernst-Abbe-Hochschule am vergangenen 4. Juni im Jenaer Klima-Pavillon zeigten, dass die Thematik Kohleausstieg von einem Konsens in der Gesellschaft noch weit entfernt ist. Energiewende ja, aber bitte nicht vor der eigenen Haustür – so ließe sich das Dilemma auf den Punkt bringen.

    Zum Thema „Herausforderung Kohleausstieg – Hintergründe und Folgen“ diskutierten die EAH-Professoren Matthias Schirmer und Ulrich Lakemann sowie Prof. Reinhard Guthke, als Vertreter der BürgerEnergie Jena.

    „Zum Kohleausstieg gibt es eigentlich immer eine polarisierte Diskussion“ meinte Schirmer und verdeutlichte die Spannungsfelder zwischen den Zielen der Bundesregierung und der bundesweiten Umsetzung. Das Erreichen der Ziele der Kohlekommission bis 2050 ist nur mit dem Kohleausstieg schaffbar, die Versorgungssicherheit wäre gewährleistet und nur eine geringe Erhöhung des Strompreises sei zu erwarten, so der Wirtschaftsingenieur zu den Fakten.

    Laut Umfrageergebnissen ist die Akzeptanz der Bevölkerung zum Kohleausstieg mehrheitlich gegeben, trotz zahlreicher Bürgerinitiativen, erläuterte Lakemann. Ein Problem sei jedoch das Fehlen von angemessenen Strukturwandlungsprozessen in den betroffenen Regionen. Guthke ergänzte, dass es Beispiele für den technischen Ersatz der Kohle gäbe, welche die Bevölkerung erst noch akzeptieren müssten.

    Die Diskussion zeigte die Schwierigkeit, tragbare Lösungen zu finden. Aus soziologischer Perspektive habe Klimaschutz nicht nur einen ökonomischen, sondern auch einen moralischen Wert. Die Verursacher sollten die Kosten tragen, so ein Beitrag aus dem Publikum.

    Die Spanne der Meinungen reichte vom „Loslassen unseres Komforts für den Klimaschutz“ bis hin zur Forderung, den Energieverbrauch nicht an den wirtschaftlichen Gewinn, sondern den realen Bedürfnissen anzupassen, in etwa nach der Frage: „Wieviel Strom braucht der Mensch wirklich?“.

    Moderatorin Jana Liebe, Geschäftsführerin des „Thüringer Erneuerbare Energien Netzwerk e.V.“ fasste zusammen: das Abgaben- und Umlagesystem müsse dringend überarbeitet und Richtung Klimaschutz reformiert werden, ein komplexer Veränderungsprozess müsse alle Bereiche, wie Ressourcenverbrauch, Mobilität und Konsum, einbeziehen und die Menschen müssten „mitgenommen“ werden.

    Weitere Informationen: www.eah-jena.de/studium-integrale


    Julia Hillmann / sn


    Informationen und Kontakt:

    Prof. Dr. Matthias Schirmer
    matthias.schirmer@eah-jena.de

    Prof. Dr. Ulrich Lakemann
    ulrich.lakemann@eah-jena.de

  • Workshop zur Digitalisierung in der Montage

    ​(18. Juni 2018) Ein Kick-Off-Treffen des Forschungsprojektes „SMART ASSEMBLY – Werkerassistenzsyteme mittels Augmented Reality“ ging kürzlich an der EAH Jena erfolgreich zu Ende. Etwa 20 Vertreterinnen und Vertreter der Forschungspartner hatten sich erstmals zur Beratung und zu einem Workshop getroffen.

    Ziel des Förderprojektes der ZEISS-Stiftung ist die Entwicklung moderner Assistenzsysteme in der Montage, mit Hilfe von Augmented/Mixed Reality-Technologien (kurz AR/MR). Im Fokus stehen die Unterstützung der Mitarbeiter, die Abbildung von Montageaufgaben sowie Prozessanalysen mit Hilfe von AR bzw. MR. Durch die technischen Hilfsmittel der AR, wie Smart Glasses, Head Sets oder AR-Installationen, kann beispielsweise die reale Umgebung mit zusätzlichen virtuellen Objekten und Informationen ausgestattet werden. 

    Die nächsten Arbeitsschritte zur Umsetzung des Vorhabens wurden am 6. Juni ebenso diskutiert wie die Planung der Präsentation erster Ergebnisse. Das mit 750.000 € unterstützte Vorhaben startete im April d. J. und wird bis 2022 gefördert.

    Informationen und Kontakt: Prof. Dr. Tobias Pfeifroth
    tobias.pfeifroth@eah-jena.de 
     
    sn

  • Mentoring für Studentinnen

    ​(18. Juni 2018) Für sieben Studentinnen der EAH Jena endete gestern ein spannendes Jahr: Im Mentoring-Programm „MINToring“ wurden die jungen Frauen von Kolleginnen und Kollegen von ZEISS betreut. Hierbei ging es nicht nur um die Innensicht auf das Unternehmen und seine Sparten, sondern auch um den Übergang der jungen Frauen von der Hochschule zur Firma bis hin zur Vorbereitung auf eine mögliche Führungslaufbahn.

    In Zweierteams trafen sich die Studentinnen regelmäßig mit ihrem Mentor bzw. ihrer Mentorin. „Wir haben wertvolle Einblicke erhalten“, so Darya Piatrova, Studentin der Laser- und Optotechnologie. Die zukünftige Biotechnologin Inga Glökler unterstrich die große Chance des Programms, die sie sehr gerne genutzt hat.

    Mit der gestrigen Abschlussveranstaltung startete gleichzeitig das nächste „MINToring“-Programm. In der neuen Runde sind sowohl Studentinnen der EAH als auch der Universität Jena eingeladen, sich zu bewerben.


    Kontakt EAH Jena: rektor@eah-jena.de

    Kontakt FSU Jena: ekaterina.maruk@uni-jena.de


    sn

  • Standortfaktor Fachhochschule

    ​(17. Juni 2019) 50 Jahre werden sie in diesen Tagen, die Fachhochschulen in Deutschland. Dies zumindest in den alten Bundesländern, wo im Juni 1969 die neue Hochschulgattung zuerst in Schleswig-Holstein eingerichtet wurde.

    Heute sind mehr als eine 1 Million Studentinnen und Studenten an den deutschen FHs bzw. Hochschulen für angewandte Wissenschaften eingeschrieben. Das entspricht bundesweit rund einem Drittel aller Studierenden.

    Ab 1991 zogen die neuen Länder nach. Die Fachhochschule bzw. Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena, gegründet am 1. Oktober 1991, ist mit derzeit 4.500 Studierenden und ca. 50 Studiengängen die studierendenstärkste der Thüringer Hochschulen für angewandte Wissenschaften.

    Wie alle Hochschulen ist auch die EAH ein nicht wegzudenkender Standortfaktor. Umso mehr, da sie seit vielen Jahren in die angewandte Forschung investiert. Das zahlt sich aus: nicht nur durch die steigenden Drittmitteleinnahmen, sondern auch durch ihre Verbundprojekte mit Firmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die teils weit über die Thüringer Region hinausgehen.

    Am vergangenen Donnerstag fand der Festakt „50 Jahre HAW“ unter Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und im Beisein von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek in Lübeck statt. Seit dem 13. Juni beteiligen sich die FHs bzw. HAWs deutschlandweit an der gemeinschaftlichen Jubiläums-Aktion „unglaublich wichtig“: #50jahrehaws #unglaublichwichtig

    sn
    Quelle: Theresia Lichtlein, TH Lübeck

     
    https://unglaublich-wichtig.de/

  • Hier lang zum Master!

    ​(12. Juni 2019) Wenn das Ende des Bachelorstudiums in Sicht ist, kommen Studierende um die Frage nach dem „Was kommt danach?“ nicht herum. Eine Möglichkeit ist es, sich in einem Masterstudium zu spezialisieren oder das bereits erworbene Wissen zu vertiefen. Doch welcher Studiengang kommt infrage, was muss bei einer Bewerbung beachtet werden, und wie ist das mit der Zulassung? Diese und andere Fragen werden am 19. Juni 2019 beim Masterinfotag der EAH Jena beantwortet.

    Das Programm beginnt um 13.15 Uhr mit Begrüßung und Informationsveranstaltung, die einen Überblick über das Masterstudien¬angebot der Ernst-Abbe-Hochschule Jena gibt sowie über Bewerbungs- und Auswahl¬verfahren informiert. Nach der Auftaktveranstaltung finden ab 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr jeweils Vorträge zu den verschiedenen Masterstudiengängen statt.

    Im Foyer des Hauses 5 gibt es ab 13.00 Uhr außerdem einen Info¬markt, bei dem alles rund um die Masterstudiengänge (und zur Studentenstadt Jena) nachgefragt werden kann. Die Erfahrungen der vergangenen Infotage zeigen, dass für viele Interessierte gerade die Gespräche mit Studierenden und der erste persönliche Kontakt zu den Dozenten hilfreich für die eigene Studienwahl sind. 

    Zum Rahmenprogramm zählt außerdem eine Campusführung. Angesichts des aktuellen Bewerbungszeitraums ist der Mastertag auch eine gute Gelegenheit, die EAH Jena kennen zu lernen.

    Elvira Babić / sn

    Masterinfotag an der EAH Jena
    Datum: Mittwoch, 19.06.2019  von 13 bis 17 Uhr
    Ort: Campus EAH Jena/Haus 5/ Räume 05.00.02, 05.00.03, 05.00.04, 05.00.06, 05.00.10

    Kontakt:
    Elvira Babić, Masterkoordinatorin
    MTel.: +49(0)3641 205 148
    Email:  master@eah-jena.de
    Facebook: https://www.facebook.com/events/226884304887020/
    Hinweis: Um eine Anmeldung per Email (master@eah-jena.de) wird gebeten.
    (Betreff: Masterinfotag/Name des Vortrages/des Masterstudiengangs)

  • Gelbe Westen und neue Gegensätze?

    ​(11. Juni 2019) Zum Thema soziale und ökologische Transformation referieren jeweils ein Professor der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) und der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) am 18. Juni 2019 im Rahmen der öffentlichen Ringvorlesung „Interdisziplinäre Perspektiven zur Nachhaltigkeit“. Bereits zum dritten Mal beteiligt sich die EAH im Jenaer Klima-Pavillon mit sozialökonomischen und sozialökologischen Fragestellungen.

    Die Professoren Dr. Thomas Sauer (EAH) und Dr. Klaus Dörre (FSU) erörtern ab 15.30 Uhr die Herausforderungen der sozialen Gerechtigkeit in Verbindung mit ökologischer Nachhaltigkeit. Der Blick geht zunächst zur französischen Gelbwestenbewegung, die durch den Protest gegen die höhere Besteuerung fossiler Kraftstoffe eine europaweite Diskussion auslöste, ob die ökologischen Zielsetzungen sozial vertretbar seien.

    Drohen weitere soziale Konflikte, wenn die Energiewende beschleunigt werden muss, um die globalen Klimaziele zu erreichen? Gibt es tatsächlich einen neuen Gegensatz zwischen Stadt und Land – als Folge von Globalisierung, De-Industrialisierung und Digitalisierung? Was bedeutet die „große Transformation“ für die Arbeit? Für alle klimapolitisch initiierten Veränderungsprozesse ist die Akzeptanz der Bevölkerung essentiell.

    Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.
    Weitere Informationen unter www.eah-jena.de/studium-integrale

    Julia Hillmann

  • Forschen in der Atmosphäre

    ​(11. Juni 2019) „GAME – Glider for Atmospheric Measurements & Experiments“ so hieß das Experiment von 15 Studierenden der EAH Jena, das in diesem Frühjahr auf der Raketenbasis in Lappland an den Start gebracht wurde. Eineinhalb Jahre hatten die Vorbereitungen gedauert, als es am 10. März soweit war:

    Eine Rakete startet in den Morgenhimmel Lapplands und hinterlässt eine leuchtende Spur… Im Rahmen des interdisziplinären Experiments flog eine mit einem Spezial-Gleitflieger bestückte Rakete 82,5 km hoch. 30 km östlich von Kiruna in Lappland/Nordschweden befindet sich eine zivil genutzte Raketenbasis, auf der unter anderem Satellitendaten übertragen werden.

    Ein Team von acht Studierenden und ein Professor der Jenaer Hochschule wohnten dem großen Ereignis in Lappland bei. Unter ihnen zwei der „Köpfe“ der insgesamt 15 Projektteilnehmer, Franz Lübke und Adrian Zentgraf. Beide studieren im Masterstudiengang Raumfahrtelektronik. Begonnen haben sie die Mitarbeit im Projekt allerdings schon, als sie im sechsten Bachelor-Semester Elektrotechnik studierten. Die beiden waren sehr begeistert, wie der folgende Auszug aus ihrem Blog zeigt:

    „… Es war Zeit für den Start und alle waren aufgeregt. Das Team teilte sich auf - vier Personen befanden sich im Wissenschaftszentrum auf den Bodenstationen und vier Personen stiegen auf den Radarhügel. Wir hatten auch einen besonderen Besucher. Einer der Professoren, die uns während des gesamten Projekts unterstützten, kam nach Schweden, um den Start mit uns zu sehen. Professor Dienerowitz traf am Sonntagabend gerade noch rechtzeitig ein und begleitete uns ebenfalls auf den Radarhügel. Als der Countdown 20 Sekunden erreichte, verstummten alle und dann ertönte 10 - 9 - 8 - 7 - 6 - 5 - 4 - 3 - 2 - 1 - LIFT OFF aus den Lautsprechern. Die Rakete startete und war - mangels eines besseren Wortes - umwerfend! Wir standen in Kontakt mit dem Wissenschaftsteam, um Informationen zum Stand des Experiments zu erhalten, und alles lief gut für uns. Der Fernsehsender hat den Auswurf unseres Segelflugzeugs wunderschön übertragen, und natürlich haben wir aus dem gesamten Material, das wir erhalten haben, ein Video aufgenommen…“

    Die Erprobung einer Experimentierplattform, welche die zur Verfügung stehende Zeit für Versuche in der Atmosphäre verlängert, war sehr erfolgreich. Ziel der Studierenden war es, einen mit der Rakete transportierten Gleiter, bestückt mit Sensoren, beim Wiedereintritt zu einem eigenstabilen Flug zu bringen. In über 80 km Höhe löste sich der kleine Gleiter von der Rakete ab und begann seine Reise zurück Richtung Erde. Zum Vergleich: ein Passagierflieger fliegt nur 10 bis 12 km hoch.

    Wo im freien Fall früher nur etwa 10 Minuten Verweildauer in großer Höhe erreicht wurde, war der kleine Gleitflieger nun 30 Minuten unterwegs bis zur Landung. Er wurde von Johannes Gründig (Studiengang Feinwerktechnik der EAH) aus speziellem Verbundmaterial für das Experiment entwickelt: aus den extrem leichten, doch in Kombination sehr strapazierfähigen Stoffen Depron, Aramid und Glasfasern. Zusätzlich wurden Sensoren auf den Gleiter aufgebracht, um Messungen vornehmen zu können.

    Leider wurde der Gleiter nach der Landung nicht wiedergefunden, da es angefangen hatte, zu schneien. Im Gespräch sagte Franz Lübke: „Das ist nicht weiter tragisch und tut dem Erfolg des Experiments keinen Abbruch. Damit haben wir gerechnet. Aber wir haben vor, im Sommer noch einmal nach Nordschweden zu einer Wanderung aufzubrechen und den Flieger zu suchen.“ 

    Mit dem erfreulichen Ergebnis des Experiments ergeben sich in der Zukunft Chancen auf weitergehende Forschung. Neben sich anschließenden möglichen Masterarbeiten der beteiligten Studierenden haben auch schon andere wissenschaftliche Einrichtungen Interesse bekundet. Welche Auswirkungen auf verschiedenartige Stoffe hat die extreme Höhe? Derzeit liegt schon eine Anfrage aus der Schweiz vor, wo ein Raumfahrtmediziner den Einfluss von Höhenstrahlung auf DNA untersuchen möchte.

    Das Experiment ist Teil der REXUS/BEXUS-Programmes, das im Rahmen einer bilateralen Vereinbarung zwischen dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Schwedischen Nationalen Raumfahrtbehörde (SNB) durchgeführt wird. Der schwedische Anteil der Nutzlast wird Studenten aus anderen europäischen Ländern in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) zur Verfügung gestellt. Experten von DLR, SSC, ZARM und ESA unterstützen die Studententeams während des gesamten Projekts in technischer Hinsicht. EuroLaunch, die Kooperation zwischen dem Esrange Space Center von SSC und der Mobile Rocket Base (MORABA) des DLR, ist für das Kampagnenmanagement und den Betrieb der Trägerraketen verantwortlich.


    Marie Koch

  • Forschungsthemen vorgestellt

    ​7. Juni 2019) Am 5. Juni hatten die Nachwuchswissenschaftler der EAH Jena ein ganz besonderes Podium: Studentinnen und Studenten stellten ihre Forschungsthemen auf Postern aus. Die besten Arbeiten wurden vom Förderkreis der Hochschule prämiert.

    Lukas Eckhardt, Masterstudent der Laser- und Optotechnologien, siegte beim diesjährigen studentischen Posterwettbewerb anlässlich des Tages der Forschung. Für sein Poster "Auswahl geeigneter Kunststoffe zum Laserpolieren von FDM-Bauteilen" erhielt er den mit 300 € dotierten ersten Preis. Betreut wird Lukas Eckhardt bei seinen Forschungsprojekten vom Laserexperten aus dem Fachbereich SciTec, Prof. Dr. Jens Bliedtner.

    Auch der Zweitplatzierte wird von Jens Bliedtner betreut: Klemens Reichelt stellte sein Thema "Laseroberflächenstrukturierung von technischen Keramiken mittels Pikosekunden-Laserpulse" auf einem Poster vor und erhielt die Auszeichnung verbunden mit 200 €. Auch Klemens Reichelt studiert im Master Laser- und Optotechnologien.

    Anna-Maria Büchner und Max Matschinske teilen sich Platz 3 und 100 €. Die Masterstudierenden der Raumfahrtelektronik werden bei ihrem Forschungsprojekt "REXUS GAME: Startkampagne" von Prof. Dr.  Burkart Voß betreut, der im Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik unter anderem Elektronikdesign für Weltraumanwendungen und Raumfahrtsysteme lehrt.

    sn, Quelle: Katrin Sperling

  • Forschung für Analyse und Gestaltung elektronischer Geschäftsprozesse

    ​(7. Juni 2019) Der „Forschungspreis der Ernst-Abbe-Hochschule Jena“ wird seit 2006 durch den Förderkreis der Hochschule jährlich an eine Professorin oder einen Professor vergeben.

    Prof. Dr. Andrej Werner ist der diesjährige Forschungspreisträger. Der Professor für E-Commerce und E-Business aus dem Fachbereich Betriebswirtschaft erhielt am 5. Juni den mit 2.500 € dotierten Preis für seine Forschungs- und Entwicklungsleistungen, jedoch auch für die Förderung von Studierenden und Nachwuchswissenschaftlern. Weitere Kriterien für die Vergabe der Auszeichnung sind die Einwerbung von Drittmitteln und der Aufbau neuer Kooperationen.

    Andrej Werner studierte Wirtschaftsinformatik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und sammelte anschließend berufliche Erfahrungen als Software-Entwickler bei der INTERSHOP Communication GmbH Jena, wo er an der Einführung verschiedener E-Commerce-Projekte und der Integration von E-Commerce-Lösungen mit bestehenden Unternehmensanwendungen arbeitete.

    2003 wechselte er an das Institut für Wirtschaftsinformatik (IWI) der Universität Leipzig. Danach folgte eine Tätigkeit im An-Institut für Angewandte Informatik (InfAI) e.V. an der Leipziger Universität sowie seine Promotion auf dem Gebiet der Wirtschaftsinformatik zum Thema „Mass Customization von Geschäftsprozessen – Ein Rahmenkonzept zur familienbasierten Geschäftsprozessgestaltung“.

    Zum Wintersemester 2014/2015 wurde der in Russland geborene Wissenschaftler an die EAH Jena berufen. Zunächst entwickelte er sehr erfolgreich den Bachelorstudiengang E-Commerce. Aktuell ist Prof. Dr. Werner für den Masterstudiengang „E-Commerce“ verantwortlich, der im vergangenen Sommer durch eine Gruppe Jenaer E-Commerce-Unternehmen gemeinsam mit dem Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft und der STIFT finanziert wurde.

    Als Wirtschaftsinformatiker forscht Andrej Werner unter anderem auf den Gebieten von Analyse und Gestaltung elektronischer Geschäftsprozesse und digitaler Wertschöpfungssysteme. Dazu gehören Service-Innovationen und Digitale Transformationsprojekte, ebenso wie Cross-Channel-Services sowie Location Based Services in Handel und Industrie. Auch Dezentrale Informationsarchitekturen, wie beispielsweise Blockchain-basierte Ökosysteme, gehören zu seinen Forschungsthemen.

    Informationen und Kontakt: Prof. Dr. Andrej Werner
    Andrej.Werner@eah-jena.de
     
    sn

  • Eine neue Sicht auf Wachstum

    ​(5. Juni 2019) Der heutige „Tag der Forschung“ der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena stand unter dem Motto „Forschung für Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit“. Ein Schlüsselthema waren Herausforderungen an die nächsten Generationen. Dabei schlugen die Referate aus Umweltwirtschaft, Klima, Energienutzung und Sozialpolitik Brücken zwischen den Fachgebieten. Eingebunden in den Tag war auch ein Festkolloquium aus Anlass des 20jährigen Bestehens der Klimastation der Hochschule. Außerdem wurden die Preisträger des Förderkreises ausgezeichnet.

    Prof. Dr. Andrej Werner ist der diesjährige Forschungspreisträger der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Der Professor für E-Commerce und E-Business aus dem Fachbereich Betriebswirtschaft erhielt heute den mit 2.500 € dotierten Preis für seine Forschungs- und Entwicklungsleistungen. Professor Werner, der seit dem Wintersemester 2014/2015 an der EAH lehrt, ist für den Masterstudiengang „E-Commerce“ verantwortlich. Als Wirtschaftsinformatiker forscht er unter anderem auf den Gebieten von Analyse und Gestaltung elektronischer Geschäftsprozesse und digitaler Wertschöpfungssysteme.

    Stifter des seit 2006 jährlich zum „Tag der Forschung“ vergebenen Preises ist der Förderkreis der EAH Jena. Vergabekriterien für die Auszeichnung sind außerdem die Förderung von Studierenden und Nachwuchswissenschaftlern, die Einwerbung von Drittmitteln sowie der Aufbau neuer Kooperationen.

    „Forschung für Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit“ war das Motto des heutigen Tages. Bereits am Vormittag hatte es zum Anlass eines Jubiläums ein Festkolloquium gegeben: 1999 startete die Klimastation der Hochschule, die bis heute verlässliche Wetter- und Klimadaten liefert. Das Kolloquium fand nicht nur unter dem Dach des Forschungstages, sondern auch auf dem Dach der Hochschule statt, wo die Station live ihre Türen öffnete.

    Über die Aufzeichnungen von Wetter- und Klimadaten sprach Bernhard Kühn, Laboringenieur im Fachbereich Maschinenbau und Mitarbeiter in der Klimastation. Insgesamt sind etwa eine Million Datensätze nutzbar.

    Umweltwirtschaftler Prof. Dr. Stefan Rönsch lehrt im Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen. Er fragte in seinem Vortrag, „Biomass- and Power-to-Gas – lessons learned?“, ob die (nötigen) Lektionen bereits gelernt wären.

    Michael Rüb, Professor für Physikintensive Technologien und Mikrostrukturierung im Fachbereich SciTec, stellte das Prinzip von Leistungsschaltern vor. Deren Wirkungsweise mit so genannten „Feldstopps“ erklärt der Physiker gern mit einem Vergleich: Bei Nordsee-Deichen sollte der seeseitige Böschungswinkel möglichst flach sein, um die Welle sanft auslaufen zu lassen und ihr so möglichst viel Energie zu entziehen. Bei der Entwicklung von Leistungsschaltern sei es ähnlich. Es ist nötig, den optimalen „Böschungswinkel“ zu finden, damit das Ein- und Ausschalten von mehr als 3.000 Volt „sanft“ vonstattengeht. Leistungsschalter sind nicht nur ein Rückgrat effizienter Energienutzung, sondern auch eine Herausforderung an die nächste Generation.

    Herausforderungen an die nächsten Generationen waren – im positiven wie negativen Sinne – ein Schlüsselthema des Tages und sorgten für Brücken zwischen verschiedenen Fachgebieten. Michael Opielka, Professor für Sozialpolitik im Fachbereich Sozialwesen, vertritt die Haltung, dass Nachhaltigkeit nicht zu trennen sei von „sozialer Nachhaltigkeit“ und diese beiden wiederum nicht von der „Zukunftsforschung“. Er sprach über Forschungsansätze und Ergebnisse aus der Altenhilfe und Inklusion, aber auch aus der Landwirtschaft und der Grundeinkommenssicherung.

    Für Rektor Prof. Dr. Steffen Teichert, der vor Dr. Martin Gude, Vertreter der Thüringer Umweltministerin, die Veranstaltung eröffnete, muss unter anderem der Begriff „Wachstum“ neu definiert werden: Wachstum per se könne sich eine Gesellschaft in Verantwortung für die kommenden Generationen nicht mehr leisten. Der Physiker betonte jedoch, dass Menschen in der Lage seien, Dinge zu ändern und verwies in diesem Zusammenhang auf das Potential von Hochschulen.

    Auch die kommende Wissenschaftlergeneration hatte heute ein Podium: Studentinnen und Studenten stellten ihre Forschungsthemen auf Postern aus. Die besten dieser wissenschaftlichen Arbeiten wurden ebenfalls mit Preisen des Förderkreises der EAH Jena prämiert.

    sn

  • Theoretische und praktische Qualifikationen

    ​(4. Juni 2019) Zu einer Informationsveranstaltung über den Weiterbildungsmasterstudiengang „Health Care Management (MBA)“ lädt die Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena am 19. Juni ein. Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr in Haus 5, Etage 1, Raum 05.01.43.

    Der Studiengang wurde vom Fachbereich Betriebswirtschaft der EAH entwickelt und wird in Zusammenarbeit mit der Jenaer Akademie für Lebenslanges Lernen e.V. durchgeführt.

    Das fünfsemestrige Studium richtet sich an berufstätige Mediziner und Führungskräfte aus dem Gesundheitswesen mit einem Staatsexamen, Diplom- oder Bachelorabschluss. Die Studierenden erhalten einen fundierten Einblick in Erkenntnisse und Methoden, die es ihnen ermöglichen, in ihrem Beruf komplexe Koordinationsaufgaben wahrzunehmen.

    Der Studiengang vermittelt vertiefende theoretische und praktische Qualifikationen, so dass die Studierenden neben der fachlichen Kompetenz eine ganzheitliche, integrierte und vernetzte Sicht der Funktionen, Prozesse, und Entscheidungen auf dem „Gesundheitsmarkt“ und in Unternehmen der Gesundheitswirtschaft, insbesondere in Krankenhäusern, gewinnen.

    Am 19. Juni haben alle Interessenten die Möglichkeit, Fragen zu den Inhalten, Zulassungsvoraussetzungen und dem Ablauf des berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiums zu stellen.

    Informationen: http://www.jenall.de/hcm
    http://www.eah-jena.de/weiterbildungsstudium

     

  • Was kann das Betriebliche Gesundheitsmanagement zur Arbeitgeberattraktivität beitragen?

    ​(29. Mai 2019) Zahlreiche Gäste kamen Mitte des Monats in den Hörsaal 2 der EAH Jena zum Workshop des Thüringer Netzwerkes für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM). Auf der Agenda stand besonders die Arbeitgeberattraktivität.

    Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Heike Kraußlach, Fachbereich Betriebswirtschaft der EAH Jena, berichtete Manuela Rauch, Personalleiterin und BGM-Verantwortliche der Optics Balzers Jena GmbH, in einem spannenden und praxisnahen Vortrag von der Motivation und den Zielen des Unternehmens, unterschiedlichste Maßnahmen der „Gesunden Arbeit“ für seine Beschäftigten bereitzuhalten. Diese reichen von der verbesserten Vereinbarkeit von Familie und Beruf über die Bindung von Fachpersonal und die Förderung eines positiven Betriebsklimas bis hin zur Verbesserung der Gesundheit der Beschäftigten. Sie verdeutlichte, welche Veränderungen hinsichtlich der Arbeitgeberattraktivität mit dem Einführen dieser Maßnahmen und mit der Zertifizierung durch das Thüringer Siegel für Gesunde Arbeit im Jahr 2017 einhergingen.

    Im Anschluss sprach Oliver Kolbe, wissenschaftlicher Mitarbeiter der EAH, über seine Studie zur Analyse der Auswirkungen von Gleitsichtbrillen und Gleitsichtkontaktlinsen auf die Körperhaltung von Beschäftigten an Bildschirmarbeitsplätzen. Thüringer Unternehmen haben die Möglichkeit, sich an dieser Studie zu beteiligen und kostenlos die Bildschirmarbeitsplätze ihrer Beschäftigten individuell optimieren zu lassen. Der Kontakt zu Herrn Kolbe ist über die Kolleginnen des BGM im Fachbereich Betriebswirtschaft der EAH Jena zu erhalten. Die Kaffeepause nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor allem, um sich auszutauschen und zu vernetzen.

    Es folgte Prof. Dr. Heike Kraußlach mit der Vorstellung des Zertifikatslehrgangs „Betriebliche/r Gesundheitsmanager/in (FH)“. Dieser wird seit 2019 an der EAH in Zusammenarbeit mit der Jenaer Akademie Lebenslanges Lernen e. V. (JenALL) angeboten. Der modular aufgebaute Kurs vermittelt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern umfassende Kenntnisse auf dem Gebiet der Gesunden Arbeit und befähigt sie dazu, gesundheitsbezogene Managementaufgaben im Unternehmen zu übernehmen.

    Marcel Brenner, Personal- und BGM-Verantwortlicher bei der Firma Indu-Sol GmbH, berichtete sehr anschaulich von der beeindruckenden Entwicklung des BGMs bei der Indu-Sol GmbH in den vergangenen Jahren und den Auswirkungen auf die eigenen Beschäftigten (Mitarbeiterbindung) und auf die Außendarstellung des Unternehmens (Fachkräftegewinnung). Herr Brenner verdeutlichte, dass die Verleihung des Thüringer Siegels für Gesunde Arbeit im Jahr 2016 und sein Motto „Tue Gutes und sprich darüber“ wesentliche Erfolgsfaktoren im Hinblick auf die Arbeitgeberattraktivität der Indu-Sol GmbH sind.

    Das Team Netzwerk Gesunde Arbeit in Thüringen dankt der Referentin und den Referenten sowie allen Gästen für die gelungene Veranstaltung!

    Team Netzwerk Gesunde Arbeit in Thüringen
    http://www.netzwerk-gesundearbeit.eah-jena.de/

  • Alles dreht sich um Führung

    ​(29. Mai 2019) Ob im Pflegebereich, beim Dienstleister Fördertechnik oder im IT-Service-Unternehmen, beim Thema „Nachhaltigkeit“ kommt man immer wieder auf die Frage, wie die Mitarbeitenden motiviert werden, damit sie ihre Arbeit mit Engagement ausführen wollen. Nur dann kann auch ein Unternehmen stark sein, den komplexen Anforderungen standhalten – und nachhaltig agieren.

    „Nachhaltigkeit bedeutet Langfristigkeit?“ fragte Moderator Prof. Dr. Nico Brehm (Informatik) bei der gestrigen Veranstaltung zum Thema „Nachhaltige Ansätze in der Digitalisierung“ an der EAH Jena.

    Antworten hatte es dazu schon eine Woche zuvor gegeben, als Prof. Dr. Katharina Rädel-Ablass (Pflegemanagement), Jeanette Kadner (Waldkliniken Eisenberg) und Prof. Dr. Hubert Ostermaier (Unternehmensführung) am 21. Mai über ein nachhaltiges Personalmanagement diskutierten. Denn nicht nur die Wirtschaftlichkeit von Projekten stehe im Fokus, sondern der Mensch – die Mitarbeitenden – das Team. Alle waren sich einig: Ein Schlüssel für gute Arbeit ist die Wertschätzung der Führungskraft.

    Das gilt in hohem Maße für das Pflegepersonal, wo das „sich wohlfühlen im Team“ und Mitspracherecht des Einzelnen entscheidende Faktoren sind. Das emotionalste Thema sei hier die Dienstplanung erläuterte Rädel-Ablass, worauf Kadner die eingesetzte Dienstplanungssoftware vorstellte und erklärte, wie die Mitarbeitenden eigene Prioritäten direkt selbst ins Programm eintragen können.

    Dass der Mensch nicht nur beruflich, sondern auch „privat“ ist, ergänzte Ostermaier. Nur wer sich in einem Bereich wohlfühlt, kann auch in anderen belastbar sein. In unserer heutigen Zeit, die durch Anonymisierung, Globalisierung, Digitalisierung sowie Kosten- und Leitungsdruck geprägt ist, brauchen wir laut Ostermaier einen Perspektivwechsel und seine Botschaft war: „Achte auf das Jetzt“.

    Am 28. Mai diskutierten Prof. Dr. Christian Erfurth (Informatik), Sven Lindig (Geschäftsführer der LINDIG Fördertechnik GmbH) und Sven Richter (Intershop Communications AG) ebenfalls über einen notwendigen Wandel im Management.

    Es gäbe (noch) keine Blaupause für eine erfolgreiche Umsetzung von digitaler Transformation in Unternehmen, so Erfurth, aber schon eine ganzheitliche Sichtweise auf alle Faktoren, die eine starke Integration der Mitarbeitenden notwendig macht. Aus seinen eigenen Erfahrungen empfahl Lindig dazu ein soziokratisches Führungsmodell, bei dem die Abteilungsstrukturen durch interdisziplinäre Teams ersetzt werden. Dadurch lassen sich Räume schaffen, in denen die Angestellten eigenständig Lösungen finden und umsetzen. Richter betonte, dass die Motivation bei seinen Teams am größten ist, wenn sie neue IT-Serviceprodukte selbst testen können. Schnelles Ausprobieren heißt auch, Fehler machen zu dürfen.

    Und die ökologische Perspektive? Auf die Frage nach der „enkelgerechten Zukunft“, erläuterten die Referenten, dass die Digitalisierung verschiedene Beiträge leistet, z.B. in Form von gleichmäßig hoher Auslastung von cloudbasierten Rechenzentren, durch den Einsatz von Sensorik in der Agrarindustrie beim Düngemitteleinsatz, oder durch die Versorgung von elektrisch betriebener Fördertechnik mit Strom aus regenerativen Energien.

    Die nächste öffentliche Veranstaltung der Ringvorlesung findet am 4. Juni, um 17.00 Uhr im Klima-Pavillon Jena statt. Thema: „Herausforderung Kohleausstieg – Hintergründe und Folgen“ und, wenn Sie mögen, aus Ihrer Perspektive!

    Weitere Informationen:
    www.eah-jena.de/studium-integrale


    J. Hillmann, D. Kretzschmar, A.-E. Pechmann /
    sn

  • Herausforderung Kohleausstieg

    ​(28. Mai 2019) Energietechnische, ökonomische und soziale Folgen des Kohleausstiegs diskutieren Prof. Dr. Matthias Schirmer und Prof. Dr. Ulrich Lakemann, beide Ernst-Abbe-Hochschule Jena, am 4. Juni ab 17.00 Uhr im Jenaer Klimapavillon.

    Ende Januar dieses Jahres veröffentlichte eine von der Bundesregierung eingesetzte Kommission einen Vorschlag, der einen Ausstieg aus der Kohleverstromung bis zum Jahr 2038 empfiehlt. Die hohen CO2-Emissionen sind maßgeblicher Grund. Gleichzeitig sind Stein- und Braunkohle mit derzeit ca. 37 % die wichtigsten Energieträger im Bereich der Stromerzeugung. Der Ausstieg stellt damit Deutschland und seine Bevölkerung vor neue Herausforderungen.

    Schirmer und Lakemann sprechen als Wirtschaftsingenieur bzw. Sozialwissenschaftler über Alternativen zur Kohle, die Versorgungssicherheit, über Kosten des Ausstiegs und über den Strompreis sowie über regionale Effekte und die Auswirkungen auf die Bevölkerung.

    Die gemeinsame Diskussionsrunde im Anschluss mit Prof. Dr. Reinhard Guthke, Vertreter der Energiegenossenschaft „BürgerEnergie Jena und Thüringen eG“, ist für Fragen aus dem Publikum offen. Die Moderation übernimmt Jana Liebe, Geschäftsführerin des „Thüringer Erneuerbare Energien Netzwerk e. V.“.

    Die Veranstaltung am 4. Juni findet im Rahmen der öffentlichen Ringvorlesung der EAH „Interdisziplinäre Perspektiven zur Nachhaltigkeit“ von 17.00 bis 18.30 Uhr im Klimapavillon im Paradies Jena statt. Der Eintritt ist frei.

    Weitere Informationen unter www.eah-jena.de/studium-integrale

    Franziska Krieg / sn

  • Insel aus Feuer und Eis

    ​(27. Mai 2019) Ab heute ist in der Galerie des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik der EAH Jena eine neue Ausstellung zu sehen: „Insel aus Feuer und Eis“ zeigt Eindrücke von Island im Winter. Hobbyfotograf und Laboringenieur Rainer Herzer schreibt zu seinen Bildern:

    „Es ist die Zeit, in der der Winter noch nicht vorbei ist und der Frühling noch nicht begonnen hat. Die Reste des Schnees stehen im Kontrast zum schwarzen Lavagestein und das Gras vom Vorjahr färbt die weiten Flächen im Süden der Insel in ein helles Braun.

    Wir waren Mitte März auf Island, in der Hoffnung, Nordlichter erleben zu können. Wir haben den Süden mit seinen Gletschern und weiten Weideflächen für Pferde erkundet. Ein Tagesausflug führte in die beeindruckende Landschaft der Fjorde im Osten – immer wieder mit Zwischenstopps zum Fotografieren.

    Das Wetter um diese Zeit muss man mögen: Es fühlt sich kälter an als es ist und immer wieder gibt es Regen, Graupel oder Schnee. Wir haben die Insel in einem anderen Licht entdeckt als bei einer Reise zwei Jahre zuvor im Sommer.  Und so sind Bilder entstanden, die für uns trotz des ansteigenden Tourismus das widerspiegeln, was für uns Island ausmacht: Stille und eine weite und abwechslungsreiche Landschaft. Auch wenn das Wetter nicht wie erhofft mitgemacht hat –  ja, wir haben Nordlichter gesehen. Leider fast verdeckt hinter Wolken“.

    Herzlich eingeladen zu einem Galeriegespräch in der Ausstellung sind alle Interessenten am kommenden 11. Juni, um 17.30 Uhr: EAH Jena, Carl-Zeiss-Promenade 2, Haus 5, Etage 2.

    Rainer Herzer


    50. Ausstellung der Galerie im Fachbereich ET/IT der EAH Jena
    „Insel aus Feuer und Eis - Island“
    Fotografien von Rainer Herzer
    Haus 5, 2. Etage
    27.05.2019 - 19.07.2019
    Galeriegespräch am Dienstag, 11.06.2019, 17.30 Uhr

  • Mini-Keyboards und Alarmanlagen

    ​(24. Mai 2019) Still und heimlich geht er meist vor sich, der Elektronikwettbewerb des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik der EAH Jena. Aber trotzdem nicht hinter verschlossenen Türen: Alle Studierenden sind jeweils eingeladen, die Ergebnisse ihrer Kommilitonen im Bereich der Elektrotechnik mit zu begutachten.

    11 Studenten des zweiten Semesters beteiligten sich in der letzten Woche am Wettbewerb. Sie hatten die Aufgabe, mit Elementen aus einem vorgegebenen Bausatz eine Schaltung zu entwerfen und aufzubauen.

    „In begrenztem Umfang durften die Studierenden auch zusätzliche Bauelemente verwenden“, erklärt Prof. Dr. Thomas Reuter. Er lehrt Grundlagen der Elektronik und Analoge Schaltungstechnik im Fachbereich und veranstaltet den Wettbewerb seit nunmehr neun Jahren. Die Bewertung der Ergebnisse betrifft nicht nur die Funktionsfähigkeit, die stünde erst an zweiter Stelle, sondern vor allem die Kreativität: „Dazu kommen Sinn und Zweck, ebenso wie eine Dokumentation und der Gesamteindruck der Entwicklung“, so Professor Reuter.

    Die Wahl der Preisträger fiel der Jury schwer, die Projekte hatten alle ein hohes Niveau. Fabian Franz errang den ersten Preis für die Entwicklung eines Feuchtemessgerätes. Den zweiten Preis erhielt Ruven Rüger für sein Stylophone, ein Miniatur-Keyboard. Für Jonas Quinque endete der Wettbewerb mit einer Anerkennung für seine Alarmanlage. Alle Preisträger erhielten jeweils einen Gutschein für die Goethe-Galerie Jena, gestiftet von Professoren.
     
    Informationen und Kontakt: Prof. Dr. Thomas Reuter
    thomas.reuter@eah-jena.de
     
    sn

  • Superhelden und Physik

    ​(23. Mai 2019) Dr. Henry Holland-Moritz ist von Haus aus Physiker. Er unterrichtet das Fach für die Studierenden der ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge als Lehrkraft für besondere Aufgaben im Fachbereich Grundlagenwissenschaften der EAH Jena.

    Privat hat er ein ungewöhnliches Hobby: Er vermittelt physikalische Sachverhalte für junges und ganz junges Publikum unter anderem an Schulen, bei populärwissenschaftlichen Veranstaltungen, aber auch bei Science Slams mit Hilfe der Helden aus Comics, Filmen und Videospielen. Dabei gelingt es ihm, stets auf Augenhöhe mit seinen Zuschauern zu sein.

    Jetzt hat der MDR den Wissenschaftler „entdeckt“ und für MDR Wissen bereits zwei Sendungen mit ihm produziert. Zusammen mit Moderator Jack Pop stellt Dr. Holland-Moritz den Videospiel-Superhelden Super Mario und den X-Men Magneto auf den physikalischen Prüfstand. Dabei geht es zum Beispiel darum, wo Super Mario World eigentlich ist. Gesucht wird danach mit Hilfe der Fallbeschleunigung, ermittelt aus Marios Sprunghöhe und -zeit beim Spielen. Außerdem zeigt der junge Wissenschaftler, wie Magneto sein Magnetfeld erzeugen könnte und was elektrischer Strom im menschlichen Körper so alles anrichten kann.

    Henry Holland-Moritz, der aus der Nähe von Schmalkalden stammt, studierte Maschinenbau an der FH Schmalkalden. Nach seinem Vordiplom wechselte er 2006 an die Universität Jena zum Lehramtsstudium für Mathematik und Physik an Gymnasien. Nach dem 1. Staatsexamen und einer Examensarbeit über Halbleiter-Nanodrähte, promovierte er am Institut für Festkörperphysik der Uni Jena. Sein Thema war die Untersuchung der Ionen-Festkörper-Wechselwirkung auf der Nanoskala. „Man könnte sagen“, so Dr. Holland-Moritz, „ich habe das Videospiel Space Invaders in ganz klein nachgestellt. Ich war dabei der Space Invader …“.

    Fragen zu weiteren Superhelden aus Filmen und Videospielen, sagt der Physiker, können gern in den Youtube-Kommentaren gestellt werden. Wenn es sich anbietet, wird daraus vielleicht eine neue Folge entstehen.

    Links zu den Videos:
    https://www.youtube.com/watch?v=cm-A2N5U8A8
     
    https://www.youtube.com/watch?v=Xn4vOOuq_M8

    Kontakt: Dr. Henry Holland-Moritz: henry.holland-moritz@eah-jena.de

    sn

  • Die Kleinigkeiten in der Lehre

    ​(22. Mai 2019) Die „Hochschuldidaktik“ gewann in der jüngsten Vergangenheit an der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena zunehmend an Bedeutung. Ein Umstand, über den sich Prof. Dr. Barbara Wieczorek aus dem Fachbereich Grundlagenwissenschaften freut, denn sie leitet das Teilprojekt „Hochschuldidaktik“ im Rahmen des Verbundprojektes der Jenaer Hochschulen. 

    Dass Frau Wieczorek diese Leitung kurz nach Beginn ihrer Tätigkeit an der EAH Jena im Wintersemester 2016/2017 übernehmen konnte, empfindet sie selbst als glücklichen Umstand. Bereits zu Beginn ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit am Lehrstuhl für Mathematische Statistik an der Universität Jena fesselten sie die Themen Lehre und Didaktik zunehmend: „Mich faszinierte die Reflexion über Denkprozesse, die bei Studierenden stattfanden und in die ich mich versuchte hineinzuversetzen. Das motivierte mich, während meiner Promotion an der Universität Jena zusätzlich ein Lehramtsstudium in Mathematik und Informatik zu absolvieren, um didaktische Grundlagen zu erlernen und meinen beruflichen Fokus perspektivisch auf die Lehrtätigkeit legen zu können“, so die gebürtige Münchnerin.

    Dazu schloss sie eine Tätigkeit als Software-Entwicklerin an. Die Berufung als Professorin für Informatik an die EAH Jena erreichte die junge Mutter während ihrer dritten Elternzeit.  Mathematikstudium, Promotion, Lehramtsstudium mit 2. Staatsexamen, Berufspraxis, Professur und Familie – wie stemmt sie das alles? Da winkt die junge Frau lachend ab: „Nun ja, die Abende am Schreibtisch ziehen sich hin und wieder bis in die späten Stunden hin. Aber das geht sicher vielen nicht anders, und wenn man immer wieder positive Impulse erhält, ist das einfach motivierend."

    Barbara Wieczorek hofft, in Zukunft zunehmend mehr in den Austausch über didaktische Themen treten zu können. Oft seien es, wie sie betont, sogar Kleinigkeiten, die die Zufriedenheit mit der Lehre erhöhen können – sowohl bei Studierenden als auch bei Lehrenden. An der EAH Jena gibt es viele Lehrende, von deren Erfahrungen und Kompetenz auch andere Lehrende profitieren können.
     
    Kontakt: Prof. Dr. Barbara Wieczorek
    Barbara.Wieczorek@eah-jena.de

  • Gibt es ein Rezept?

    ​(20. Mai 2019) Gibt es ein Rezept für erfolgreiche und nachhaltige Digitalisierung sowie digitale Formen der Zusammenarbeit im Unternehmen? Diese und weitere Fragen stellen sich Prof. Dr. Christian Erfurth von der Ernst-Abbe Hochschule (EAH) Jena und Sven Lindig, Geschäftsführer der LINDIG Fördertechnik GmbH (Eisenach) am Dienstag, den 28. Mai.

    Die Veranstaltung „Auf der Suche nach nachhaltigen Ansätzen in der Digitalisierung“ im Rahmen der Ringvorlesung „Interdisziplinäre Perspektiven zur Nachhaltigkeit“ findet um 17 Uhr in Hörsaal 1 (Haus 3, Etage 3) der EAH Jena statt.

    Christian Erfurth, Professor für Informatik im Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen, hinterfragt in seinem Vortrag, was nachhaltige Digitalisierung eigentlich bedeutet, welche Faktoren Einfluss auf eine erfolgreiche Realisierung im Unternehmen haben und was genau die Umsetzung erschwert.

    Im Anschluss spricht Sven Lindig über die eigenen, praktischen Erfahrungen als Geschäftsführer bei der Einführung digitaler Innovationen. Welche Rolle spielen Mitarbeitergefüge und das Menschenbild im Unternehmen? Müssen Formen des klassischen Managements für moderne New Work-Ansätze weichen?

    In der anschließenden Diskussionsrunde wird Sven Richter von der Intershop Communications AG mit den Vortragenden ins Gespräch kommen und die Perspektiven aus Sicht des IT-Service ergänzen. Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Nico Brehm, Dekan des Fachbereichs Wirtschaftsingenieurwesen der EAH Jena.

    Die Veranstaltungen der Ringvorlesung Nachhaltigkeit der EAH Jena sind öffentlich und kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

    Weitere Informationen unter www.eah-jena.de/studium-integrale.

    „Interdisziplinäre Perspektiven zur Nachhaltigkeit“
    28. Mai 2019, von 17.00-18.30 Uhr
    Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Carl-Zeiss-Promenade 2, 07745 Jena
    Haus 3, Etage 3, Hörsaal 1

  • Nachhaltiges Personalmanagement im Gesundheitswesen

    ​(16. Mai 2019) „Nachhaltiges Personalmanagement im Gesundheitswesen“ ist das Thema der zweiten Veranstaltung der Ringvorlesung „Interdisziplinäre Perspektiven zur Nachhaltigkeit“, die am 21. Mai um 17.00 Uhr im Medienstudio der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena stattfindet.

    Die Veranstaltung in der dritten Etage von Haus 5 (Raum 05.03.11), zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind, ist wie folgt gegliedert:

    Nachhaltig führen: Prof. Dr. Katharina Rädel-Ablass, berufen für Pflegemanagement am Fachbereich Gesundheit und Pflege der EAH Jena, gibt Antworten auf die Frage: Wie kann nachhaltiges Personalmanagement im Gesundheitswesen mit der aktuellen Personalsituation gelingen?
    Nachhaltig leisten: Anschließend an Frau Rädel-Ablass nimmt die Pflegebereichsleiterin in den Waldkliniken Eisenberg, Jeannette Kadner, Aspekte einer nachhaltigen Dienstplanung anhand von Praxisbeispielen in den Fokus.
    Nachhaltig leben: Wie lassen sich die Ziele einer Organisation und die individuellen Ziele ihrer Mitarbeiter miteinander in Einklang bringen? Wie macht sich Nachhaltigkeit in der Führungspraxis sowie im alltäglichen Arbeiten und Leben bemerkbar? Dies wird Prof. Dr. Hubert Ostermaier, Professor für Betriebliches Rechnungswesen und Unternehmensführung, Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen der EAH, im dritten Part des Nachmittags betrachten.

    Im Anschluss an die Vorträge findet eine von Prof. Dr. Burkhard Schmager, ebenfalls Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen, moderierte Gesprächs- und Diskussionsrunde mit dem Publikum statt.       

    Alle Veranstaltungen der Ringvorlesung sind öffentlich und kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

    Weitere Informationen: www.eah-jena.de/studium-integrale.
    Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Carl-Zeiss-Promenade 2, 07745 Jena

    Almuth-Elisabeth Pechmann,
    sn

  • Raus aus der Komfortzone

    ​(15. Mai 2019) Am Dienstagnachmittag sprachen die Thüringer Umweltministerin, Anja Siegesmund, und der Professor für Sozialpolitik, Michael Opielka, Fachbereich Sozialwesen der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, vor rund 130 Gästen aus Hochschule und Öffentlichkeit zum Thema „Keine Klimapolitik ohne soziale Nachhaltigkeit!“ im Jenaer Klima-Pavillon.

    Regionale und weltpolitische Themen zu ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit wurden kontrovers diskutiert und aus dem Publikum kritisch hinterfragt. Die Ministerin betonte, die Gesellschaft müsse den Klimaschutz aktiv angehen und sich damit auch auf wirtschaftliche und soziale Herausforderungen einstellen. Von der Unterstützung regionaler Initiativen über eine ausgewogene „grüne“ Energieversorgung bis zum Dialog mit regionalen Firmen beschrieb sie praktische Wege für Umweltschutz und Klimapolitik. Weiterhin rief Siegesmund die angehenden Fachkräfte auf, sich in der Region bei ökologisch orientierten Unternehmen zu bewerben.

    Dem stellte Prof. Dr. Opielka seine wissenschaftliche Perspektive zum Verhältnis sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit gegenüber und hinterfragte die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN hinsichtlich Pragmatismus und Utopie. Im Gespräch befürwortete Opielka, dass aufgrund von klimapolitisch basierten ökonomischen Einschnitten sozial gerechte Wege gefunden werden müssten. Den Fragen war zu entnehmen, dass sich Bürgerinnen und Bürger mehr konkrete Beispiele zur Unterstützung von Landesebene dazu wünschen.

    Die nächste Veranstaltung der öffentlichen Ringvorlesung „Interdisziplinäre Perspektiven zur Nachhaltigkeit“ lädt am kommenden Dienstag, 21. Mai, um 17.00 Uhr ins Medienstudio der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (Carl-Zeiss-Promenade 2, Haus 5) ein.

    Weitere Informationen: www.eah-jena.de/studium-integrale

    Julia Hillmann, Almuth-Elisabeth Pechmann,
    sn

  • Jenaer Umwelttechnik-Studium ist Spitze

    ​(14. Mai 2019) Im aktuellen CHE-Ranking erreichten die Studiengänge „Umwelttechnik“ sowie „Umwelttechnik und Entwicklung“ des Fachbereichs Wirtschaftsingenieurwesen der EAH Jena Plätze in der Spitzengruppe. Insbesondere die Unterstützung am Studienanfang und die Praxisnähe (Praktika, Abschlussarbeiten, Gastdozenten) wurden mit Bestnoten bewertet. 

    Im Kriterium „Unterstützung für ein Auslandsstudium“ wurde ebenfalls ein Spitzenplatz erreicht. Dies gilt speziell für den international ausgerichteten Studiengang „Umwelttechnik und Entwicklung“, der ein obligatorisches Auslandsjahr in einem Partnerland umfasst. Dabei sind die Möglichkeiten sehr vielfältig. Derzeit absolvieren Studierende des Studiengangs ihr Auslandsjahr beispielsweise in Namibia, Indonesien, Jordanien, Ecuador oder Kolumbien.

    Diese Bewertungen attestieren dem Fachbereich eine sehr gute Vorbereitung seiner Studierenden auf einen erfolgreichen Berufseinstieg. Aufgrund der Interdisziplinarität des Studiums und der positiven Zukunftsaussichten der Umweltbranche bieten sich den Absolventen hervorragende Perspektiven.

    Wer sich für die Entwicklung umweltfreundlicher und nachhaltiger Technologien interessiert und interkulturelle Erfahrungen sammeln möchte, für den sind diese Studiengänge ein attraktives Angebot. 
     
    Informationen und Kontakt: Prof. Dr. Matthias Schirmer
    Matthias.Schirmer@eah-jena.de

  • Täuschend echt

    ​(9. Mai 2019) Echt oder nicht? Sie sehen zumindest täuschend echt aus: zwei Bände aus der Privatbibliothek von Ernst Abbe, deren Nachbildungen im Haupteingang der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena seit dieser Woche öffentlich zu besichtigen sind.

    Das ungewöhnliche Vorhaben fand am Dienstagnachmittag seinen Abschluss. Frank Schieferdecker, Werkstattleiter der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek (THULB), übergab die von der Werkstatt gefertigten Imitationen an Rektor Prof. Dr. Steffen Teichert.

    Die so genannten Faksimiles wurden von zwei Originalen hergestellt: Isaac Newtons „Philosophiæ Naturalis Principia Mathematica“ in einer Auflage von 1723 und dem Werk „Neue Apparate zur Bestimmung des Brechungs- und Zerstreuungsvermögens fester und flüssiger Körper“ von Ernst Abbe, aus dem Jahr 1874. Hier ist übrigens der Anfang eines Kapitels von Carl Zeiss zu sehen, das später im Buch eingefügt wurde, wie der Werkstattleiter erläuterte.

    Die Originalwerke sind Bestandteil der Bibliothek der EAH Jena. Die Hochschule dankt der THULB sehr herzlich für die Unterstützung und die Zusammenarbeit. Bei der Gesamtumsetzung des Vorhabens waren auch Firmen aus Jena und Thüringen beteiligt, weiterhin das Referat Technik und die Hochschulleitung der EAH sowie natürlich die Hochschulbibliothek. Unterstützt wurden sie von einem Studenten der Hochschule der Bundeswehr München, der das Projekt als Praktikant der Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation der EAH Jena in die Wege leitete.

    Zu sehen sind die Faksimiles zu den Hochschulöffnungszeiten im Haupteingang von Haus 2, neben der Skulptur von Ernst Abbe.

     

    sn

  • Praktische Beispiele der Digitalisierung

    ​(9. Mai 2019) Besucher aus Kambodscha informierten sich in dieser Woche an der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena zur „Digitalisierung und Arbeitswelt der Zukunft“. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Ministerien, Ämtern sowie junge Gründer wollten den Umgang mit Angeboten und Problemen von Industrie 4.0 in Deutschland kennenlernen. Auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung waren sie in Berlin, Erfurt und Jena unterwegs.

    Zwei Hochschul-Kollegen führten die Gäste: Prof. Dr. Christian Erfurth, Informatikspezialist am Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen, gab einen Überblick zur Umsetzung der Digitalisierung in Thüringen und insbesondere an der EAH Jena. Neben Herausforderungen bei der Umsetzung lag ein weiterer Schwerpunkt auf dem Thema „Gesundheit“. Constance Möhwald, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich SciTec, stellte die Modellfabrik 3D-Druck mit theoretischen wie praktischen Beispielen und bei einem abschließenden Laborrundgang vor.

    sn

  • Nächster Schritt: Master an der EAH Jena!

    ​(8. Mai 2019) Am 14. Mai findet in der „Kongresshalle am Zoo“ die diesjährige Master-Messe Leipzig statt. „Mit welchem Master habe ich die besten Jobchancen? Reicht der Bachelor als Abschluss? Welche Einstiegsmöglichkeiten habe ich mit dem Master?“. Antworten auf diese Fragen gibt die Studienwahlmesse des Informationsdienstes MASTER AND MORE.

    Auch die Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena ist dabei: Der Dekan des Fachbereichs Maschinenbau, Prof. Dr. Martin Garzke, und Prof. Dr. Burkart Voß, Professor für Mikroprozessortechnik und Raumfahrtelektronik, stehen den Messebesuchern, gemeinsam mit Elvira Babic, Masterkoordinatorin der Hochschule, für persönliche Beratung zur Verfügung.

    In den Gesprächen haben Studieninteressierte die Möglichkeit, sich ausführlich über die Masterstudiengänge der EAH Jena zu informieren und viele Fragen zu klären. Professor Garzke stellt in seinem Vortrag „Master für Ingenieure“ folgende Themen vor: „Wie sind die Berufschancen für Ingenieure und welche Erfolgsfaktoren führen zum Traumjob?“.

    Die Messebesucher können schon jetzt Plätze für die Vorträge reservieren und ebenso Beratungsgespräche mit Studienberatern und Professoren der Ernst-Abbe-Hochschule fest vereinbaren:
    <https://www.master-and-more.de/master-messe-leipzig/>

     

    MASTER AND MORE Messe Leipzig – Auf einen Blick:
    Dienstag, 14. Mai 2019, 9-16 Uhr
    KONGRESSHALLE am Zoo
    Infos & Anmeldung: www.master-and-more.de/master-messe-leipzig
    Facebook-Seite der EAH Jena: https://www.facebook.com/EAHJena/

  • Kopf, Herz und Hand vereinen

    ​(7. Mai 2019) Die Aufgabe der Hochschulen im 21. Jahrhundert besteht aus Sicht von Claus Otto Scharmer darin, Lehre und Forschung nicht nur mit dem Transfer von Wissen, sondern darüber hinaus mit einer Erneuerung unserer Gesellschaft zu verbinden. An der Veranstaltung „Achtsam. Digital – Die Hochschule des 21. Jahrhunderts“ am 3. und 4. Mai in den Rosensälen der Universität Jena nahmen 150 Führungskräfte, Lehrende und Studierende von 25 Hochschulen und Universitäten aus 12 Bundesländern teil.

    Der eigens aus Boston angereiste Wissenschaftler diskutierte bei der Podiumsveranstaltung am vergangenen Freitag mit Valentina Kerst, Staatssekretärin im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, mit den Vertretern beider Jenaer Hochschulen, Iris Winkler als FSU-Vizepräsidentin und EAH-Rektor Steffen Teichert, mit dem Rektor der Technischen Universität Ilmenau, Peter Scharff, weiterhin mit Johanna Menge, derzeit im Masterstudium General Management an der EAH Jena sowie mit der Vizepräsidentin der Bauhaus-Universität Weimar, Nathalie Singer, und dem AOK-PLUS-Vorstandsvorsitzenden, Rainer Striebel.

    Vor dem Hintergrund globaler Krisen, wie Klimawandel, Naturzerstörung, der Zunahme sozioökonomischer Ungleichheit und einer weltweit hohen Suizidrate, rief der Managementprofessor des Massachusetts Institute of Technology die Institutionen, welche die Menschen ausbilden, die in unserer Welt Verantwortung tragen, dazu auf, sich selbst kritisch in den Blick zu nehmen und ein Gefühl dafür zu entwickeln, was im Inneren des Hochschulsystems der Veränderung bedarf.

    Neben der politisch vorangetriebenen Implementierung von digitalen Technologien, die den Zugriff auf das externe Wissen optimieren, bedarf es aus Scharmers Sicht einer politischen Parallelaktion: Deren Ziel besteht darin, die hochschulübergreifende Einbindung von „sozialen Technologien“ voranzutreiben, die uns mit den Quellen innerer Kreativität und den sozialen Feldern verbinden, in denen wir leben. Um das zu erreichen, ist der vom Kopf dominierte „Lernort Hochschule“ sowohl durch einen inneren Lernort zu ersetzen, der Kopf, Herz und Hand vereint, als auch durch äußere Lernorte zu ergänzen, die außerhalb der Vorlesungssäle in der wirklichen Welt liegen.

    Scharmers „Hochschule des 21. Jahrhunderts“ verbindet eine gezielte Weiterentwicklung des menschlichen Bewusstseins, die sich unter anderem durch Achtsamkeitstrainings umsetzen lässt, mit „Aktionslernen“ in regionalen Unternehmen, an lokalen Brennpunkten und in Regierungs- sowie Nicht-Regierungs-Organisationen.

    Aus Sicht der beiden Leiter des Thüringer Modellprojekts „Achtsame Hochschulen in der digitalen Gesellschaft“, Prof. Dr. Mike Sandbothe (EAH Jena) und PD Dr. Reyk Albrecht (FSU Jena), stellt Scharmer eine kulturpolitische Forderung von hoher Überzeugungskraft. Noch wichtiger ist dem Thüringer Leitungsduo jedoch, dass Scharmer, der für Unternehmen wie Daimler, Fujitsu und PricewaterhouseCoopers international ausgezeichnete Führungsprogramme entwickelte, die methodisch angeleitete Ausbildung einer achtsamen Grundhaltung für eine notwendige Bedingung der Veränderung unserer Gesellschaft hält.

    Das Thüringer Modellprojekt, das bereits jetzt Achtsamkeitstrainings für Studierende, Lehrende sowie Verwaltungs- und Führungskräfte an Hochschulen anbietet, plant nun besondere Formate für die akademische Ausbildung von Ärzten, Lehrern und Polizisten. „Achtsamkeit ist nicht nur etwas jenseits der digitalen Medien, sondern auch eine wichtige Praxis in den digitalen Medien als Grundlage für sachorientiertes Arbeiten in Hochschulen“, betonen Albrecht und Sandbothe. Verbunden damit sei, auf methodisch gezielte und medizinisch evaluierte Art und Weise, die Schulung von Neugierde, Mitgefühl und Mut.


    Die Partner: AOK PLUS - Die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen, Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Technische Universität Ilmenau, Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

    Informationen und Kontakt:
    Prof. Dr. Mike Sandbothe
    Mike.Sandbothe@eah-jena.de

    Weitere Informationen: www.achtsam.digital / www.achtsamehochschulen.de
    Link zum Film: https://www.youtube.com/watch?v=ss5R3M1407s

    Alle Veranstaltungsteile am 3. Mai (Workshop und öffentliche Veranstaltung mit Otto Scharmer) wurden per Video dokumentiert. Für Journalistinnen und Journalisten besteht die Möglichkeit, die Aufzeichnungen anzusehen.
    Kontakt: Mike.Sandbothe@eah-jena.de

  • Welche Perspektive haben Sie?

    ​(6. Mai 2019) Am 14. Mai 2019 findet von 17.00 bis 18.30 Uhr die Auftaktveranstaltung der öffentlichen Ringvorlesung „Interdisziplinäre Perspektiven zur Nachhaltigkeit“ im Klima-Pavillon auf der Rasenmühleninsel im Jenaer Paradies statt.

    Die Veranstaltung der der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena mit dem Motto „Keine Klimapolitik ohne soziale Nachhaltigkeit!“ beginnt mit einem Grußwort des Prorektors für Studium, Lehre und Weiterbildung, Prof. Dr. Andreas Schleicher. Anschließend spricht Anja Siegesmund, Thüringer Ministerin für Umwelt, Energie und Naturschutz und Schirmherrin des Klima-Pavillons, zu Klimawandel und Klimapolitik.

    Der zweite Redner des Abends ist Prof. Dr. Michael Opielka, Professor für Sozialpolitik der EAH Jena sowie wissenschaftlicher Leiter und Geschäftsführer des Instituts für Sozialökologie in Siegburg. Während Anja Siegesmund in ihrem Vortrag den Fokus darauf legt, was Klimapolitik auf Bundes- und Landesebene leisten muss, schlägt Michael Opielka den Bogen zu den globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen und geht darauf ein, wie durch soziale Nachhaltigkeit die ökologische Nachhaltigkeit besser gelingen und die Wirtschaft nachhaltig profitieren kann. Im Anschluss an die Vorträge findet eine von Prof. Dr. Wolfgang Behlert, Professor für Rechtswissenschaft der EAH, moderierte Gesprächs- und Diskussionsrunde statt, bei der die Gäste aufgerufen sind, Fragen zu stellen und mitzudiskutieren.       

    Nach der Auftaktveranstaltung folgen im Rahmen der Ringvorlesung noch vier weitere öffentliche Vortrags- und Diskussionsrunden zu verschiedenen Aspekten der Nachhaltigkeit. Bei den Veranstaltungen im Mai und Juni sprechen Professorinnen und Professoren der EAH Jena sowie weitere Fachkundige unter anderem über Nachhaltigkeit im Personalmanagement, in der Digitalisierung und im Kohleausstieg.

    Die Veranstaltungen der Ringvorlesung sind öffentlich und kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

    Weitere Informationen:
    www.eah-jena.de
    www.eah-jena.de/studium-integrale

  • Lehrbuch neu erschienen:

    ​(23. April 2019) Das Lehrbuch „Strafrecht und Soziale Arbeit“ von Prof. Dr. Heinz Cornel (Alice-Salomon-Hochschule Berlin) und Prof. Dr. Thomas Trenczek (Ernst-Abbe-Hochschule Jena) erschien kürzlich im Nomos-Verlag Baden-Baden.

    Das Buch gibt einen rechtsdogmatisch fundierten und sozialwissenschaftlich begründeten Überblick über die Grundlagen und wesentlichen Themen des materiellen Strafrechts und des Strafverfahrensrechts, inklusive des Jugendstrafrechts sowie der Alternativen einer „Restorative Justice“.

    Es richtet sich an Studierende und an Praktiker der Sozialen Arbeit, unter anderem an Sozialarbeiter, Sozialpädagogen, Mediatoren, forensische Psychiater und Tätige in Justizvollzugsanstalten. Das materielle Straf- wie Verfahrensrecht wird ausführlich beschrieben, so dass Prozesse und Strukturen des Strafrechts grundlegend verstanden und zur Anwendung gebracht werden können.

    Darüber hinaus bietet das Lehrbuch auch für Jura-Studierende und Strafrechts-Praktiker eine Einführung in das strafrechtliche Denken und liefert gleichzeitig sozialwissenschaftlich-kriminologische Einblicke zur Anwendung und Praxis des Strafrechts. Ein umfassendes Stichwortverzeichnis rundet den Band ab.


    Cornel/Trenczek: Strafrecht und Soziale Arbeit
    (inkl. Restorative Justice und Mediation)
    Lehrbuch 2019, 262 S., Broschiert, ISBN 978-3-8487-5574-5

  • In neuer Auflage erschienen

    ​(23. April 2019) Kürzlich erschien die achte Auflage des „Frankfurter Kommentars zum SGB VIII - Kinder- und Jugendhilfe“ im Nomos-Verlag Baden-Baden. Zu den 15 Herausgebern und Autoren gehören auch Prof. Dr. Thomas Trenczek und Prof. Dr. Arne von Bötticher vom Fachbereich Sozialwesen der Ernst-Abbe-Hochschule Jena.

    Der Frankfurter Kommentar gilt als führender Kommentar, quasi als „Markenzeichen" für die Praxis der Kinder- und Jugendhilfe. Ob Kommentierungen der Finanzierungsfragen, Inobhutnahme, Kinderschutz sowie örtliche Zuständigkeit oder Kostenerstattung – das Werk ist für Gerichte und Fachwelt meinungsprägend.
    Die neue Auflage geht insbesondere auf die Auswirkungen des Bundesteilhabegesetzes ein, weiterhin auf die Änderungen im Datenschutz mit den Auswirkungen der europäischen Datenschutz-Verordnung und des neuen BDSG sowie auf Rechtsfragen im Zusammenhang mit Leistungen für (Pflege-)Kinder mit Behinderung. Das „Gute-Kita-Gesetz“ sowie das Mediationsgesetz werden ebenfalls berücksichtigt. Erstmalig kommentiert sind die vorläufige Inobhutnahme und die Schnittstellen zum geänderten Asyl- und Aufenthaltsrecht.

    Ein ausgewiesener Schwerpunkt liegt auf den Zuständigkeits- und Querschnittsfragen der Jugenddelinquenz mit den Schnittstellen zur Jugendgerichtsbarkeit sowie dem Kinderschutzrecht mit einer ausführlichen Kommentierung des KKG (Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz). Die neueste Rechtsprechung zur sachlichen Zuständigkeit, Kostenbeteiligung, Tagesbetreuung und den Rechtsfolgen bei der Verletzung fachlicher Standards sind berücksichtigt. Die Diskurse zu Careleavers, zur sozialpädagogischen Fachlichkeit in den Hilfen zur Erziehung, zur sozialräumlichen Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe und natürlich der Inklusion sind mit den Regelungen im SGB VIII und seiner Auslegung praxisnah in Beziehung gesetzt.

    Münder/Meysen/Trenczek: Frankfurter Kommentar zum SGB VIII - Kinder- und Jugendhilfe, 8. Aufl. 2019
    ISBN 978-3-8487-2232-7

     

  • Quo vadis, Hochschule des 21. Jahrhunderts?

    ​(17. April 2019) “Wozu braucht die Welt eine Hochschule, wenn alle Vorlesungen online verfügbar sind? Wie müssen wir unsere on-campus-Lernformen revolutionieren, wenn die Vorlesungsinhalte über das iPad bezogen werden?”, so fragt der Managementprofessor Claus Otto Scharmer vom Massachusetts Institute of Technology. Er nimmt am 3. Mai ab 13.00 Uhr in den Rosensälen der Friedrich-Schiller-Universität Jena an einer öffentlichen Podiumsveranstaltung des Thüringer Modellprojekts „Achtsame Hochschulen in der digitalen Gesellschaft“ teil.

    Neben Scharmer werden der Thüringer Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee, beide Jenaer Hochschulrektoren, Prof. Dr. Walter Rosenthal und Prof. Dr. Steffen Teichert, der Rektor der Technischen Universität Ilmenau, Prof. Dr. Peter Scharff, sowie die Vizepräsidentin der Bauhaus-Universität Weimar, Prof. Dr. Nathalie Singer, und der AOK-PLUS-Vorstandsvorsitzende, Rainer Striebel, zu Wort kommen.

    Das Thüringer Modellprojekt „Achtsame Hochschulen in der digitalen Gesellschaft“ hat speziell für Hochschulangehörige professionelle Achtsamkeitstrainings entwickelt. Am Ende dieser Kurse sollen die Teilnehmenden in der Lage sein, ihre Aufmerksamkeit nicht unkoordiniert zu verausgaben, sondern auch im digitalen Raum in einer gesunden Balance zu halten.

    Erste medizinische Untersuchungsergebnisse aus dem zwölfwöchigen „Mindfulness Based Student Training“ zeigen, dass eine deutliche Verbesserung der physiologischen Stressregulation nachzuweisen ist.

    Die beiden Jenaer Hochschulen sowie die TU Ilmenau und die Universität Erfurt haben inzwischen für ihre Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden entsprechende Angebote durchgeführt und evaluiert. Die Bauhaus-Universität Weimar und die Hochschule Nordhausen beginnen damit im Sommersemester 2019. Bis zum Ende des Jahres werden auf diesem Weg ca. 2000 Thüringer Hochschulangehörige erreicht.

    Otto Scharmer hält am Vormittag des 3. Mai in den Rosensälen außerdem einen eigenen Workshop für Hochschul-Führungskräfte, um zu zeigen, wie sich die von ihm entwickelte Change-Management-Theorie für die Hochschulentwicklung nutzen lässt. Ein weiteres Arbeitstreffen richtet sich an Interessierte aus Hochschulen aller Bundesländer. Es wird am 4. Mai von 9.30 bis 17.30 Uhr von der Berliner Kommunikationsexpertin Christine Wank ebenfalls in den Rosensälen durchgeführt. Dabei kommen die sogenannten „Presencing-Methoden“ von Scharmer zum Einsatz. Diese können dabei helfen, institutionelle Zukunftspotentiale zu erspüren und Schritt für Schritt Wirklichkeit werden zu lassen.

    Weitere Informationen: www.achtsam.digital

    Interessierte Journalistinnen und Journalisten sind bei allen Veranstaltungen herzlich willkommen. Bitte melden Sie sich bis zum 26. April an: presse@eah-jena.de

    Informationen und Kontakt:
    Prof. Dr. Mike Sandbothe
    Mike.Sandbothe@eah-jena.de

    Die Partner: AOK PLUS - Die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen, Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Technische Universität Ilmenau, Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

  • Bauhaus – entdeckt auf Nebenpfaden

    ​(12. April 2019) Eine Ausstellung zum Bauhaus-Jubiläum ist ab sofort in der Ernst-Abbe-Hochschule Jena zu sehen: Der Fotoclub UNIFOK Jena stellt Eindrücke aus den Regionen Weimar und Dessau vor.

    Dabei waren die Fotografen, wie sie berichten, viel auf „Nebenpfaden“ unterwegs, beispielsweise beim Bauhaushotel in Probstzella, bei Bauhausarchitektur in Gotha, Arnstadt und Hermsdorf oder in der Bauhaus-Töpferei in Dornburg. Dort haben sie zahlreiche Entdeckungen gemacht, die sehr detailliert und informativ beschrieben werden. Mit dabei sind auch Fotos von Malerei und Design, so dass die Ausstellung, nicht zuletzt durch die kundigen Erklärungen, auch auf die Darstellende Kunst des Bauhauses eingeht.

    1919 von Walter Gropius als Kunstschule in Weimar gegründet, steht „das Bauhaus“ heute oft als Epochen-Begriff für die Moderne. Nach dem – nicht ganz freiwilligen – Umzug 1925 nach Dessau wurde es 1933 von den Nazis geschlossen.

    „Die Idee Bauhaus weckte Neugier und Experimentierfreude und wirkte in alle Gebiete der bildenden, angewandten und darstellenden Kunst über Architektur, Handwerk, Malerei, Bildhauerei und Design bis hin zu Musik und Theater. Im Zentrum Thüringens erscheint es im Jubiläumsjahr als Pflicht, an die Konzepte des Bauhauses in Form von Ausstellungen, Büchern und Aufsätzen zu erinnern. Jedoch ist es unmöglich, die viele Facetten der 'neuen Gestaltung' zu beleuchten oder ihnen gar umfassend gerecht zu werden“, so der UNIFOK Jena.

    Bis zum 5. Juli ist die Ausstellung im Foyer vor der Hochschulaula im Erdgeschoß von Haus 4 für Besucher offen.


    UNIFOK Jena e.V. / sn


    „100 Jahre Bauhaus“
    Fotografien des UNIFOK Jena e.V.
    Haus 4, Foyer Aula
    08.04.2019 - 05.07.2019
    Mo - Fr. 7 bis 20 Uhr

  • Gesundheitliche Auswirkungen von Lärm

     

    ​(12. April 2019) Der 16. Jenaer Akustik-Tag wird am 24. April in der Aula der Ernst-Abbe-Hochschule in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Jena stattfinden. Ab 13.00 Uhr sind alle Interessenten herzlich auf den EAH-Campus an die Carl-Zeiss-Promenade 2 eingeladen. Angesprochen sind vor allem Fachleute aus dem regionalen Umfeld, Studierende sowie die interessierte Öffentlichkeit. Die Teilnahme ist kostenfrei.

    In mehreren Vorträgen werden die Schallausbreitung und -emission, Lärmwirkung und Geräuschminderung in konkreten praktischen Zusammenhängen angesprochen. Beginnend mit den realen gesundheitlichen Auswirkungen von Lärm beschäftigen sich Referentin und Referenten mit der historischen Veränderung von akustischen Emissionen, mit Strömungsakustik im Bereich Klima und Lüftung, weiterhin mit modernen Messmethoden für Schwingungen jeglicher Art und mit der Frage, wie akustische Signale zur Prozessoptimierung genutzt werden können.

    Mit Prof. Dr. Stefan Becker können die Veranstalter einen Referenten aus Jenas Partnerstadt Erlangen begrüßen. Mit Dr. Stefan von Dosky wird erneut ein ehemaliger Absolvent der EAH Jena vortragen.

    Weitere Informationen:
    www.mb.eah-jena.de/page/de/fachgebiete/ka-maschinen/akustiktag

     

    Bernhard Kühn / sn

     

     

     

  • Hoch effiziente Leistungsschalter

    ​(9. April 2019) Im Oktober des vergangenen Jahres startete das Forschungsprojekt „Feldstopp-Profil“. Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung will das Vorhaben, mit vollem Namen "Neuartige energiegefilterte Feldstopptechnologie für hochsperrende IGBT-Schalter", Leistungshalbleiterkonzepte für eine effiziente Energienutzung entwickeln.

    Die Projektpartner, die Infineon Technologies AG Neubiberg in Bayern, die mi2-factory GmbH Jena, das Helmholtzzentrum Dresden-Rossendorf und die Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena, erforschen Methoden zur Steigerung der Effizienz von Schaltern am Beispiel des Insulated Gate Bipolar Transistors (IGBT).

    „Leistungshalbleiter sind eine Schlüsselkomponente in Systemen zur Wandlung elektrischer Energie“, so Projektleiter Prof. Dr. Michael Rüb von der EAH Jena: „Wir erforschen am IGBT die Reduktion von dynamischen Verlusten durch den Einbau neuartiger Strukturen, den so genannten Feldstopps“.

    Der Physiker aus dem Fachbereich SciTec erklärt die Wirkungsweise eines Feldstopps wie folgt: „Die Wirkungsweise von Feldstopps ist mit der von Deichen zur Abwehr von Sturmfluten an der Nordsee zu vergleichen. Der seeseitige Böschungswinkel sollte möglichst flach sein, um die Welle sanft auslaufen zu lassen, also der Welle Energie zu entziehen. Im Projekt geht es darum, den optimalen Böschungswinkel zu finden, so dass das Ein- und Ausschalten von mehr als 3.000 Volt ‚sanft‘ vonstatten geht. Abruptes Schalten ist für viele Anwendungen nicht wünschenswert. Die Breite der ‚Deichböschung‘ zur Aufnahme der Spannung von mehreren 1.000 Volt ist vergleichbar mit dem Durchmesser eines menschlichen Haars“.

    Feldstopp-Strukturen an sich sind schon lange im industriellen Einsatz. Ihre Herstellung, insbesondere mit glatten Flanken und geringem Neigungswinkel, ist jedoch extrem schwierig und teuer. Die Ziele des Forschungsvorhabens, dessen Förderung bis 2022 läuft, liegen in der Entwicklung einer innovativen Fertigungsmethodik zur Erzeugung maßgeschneiderter Feldstopp-Profile mit einstellbarem Böschungswinkel in IGBT-Schaltern.

    Der Schlüssel zur Erreichung dieses Ziels liegt in der Erforschung einer besonderen Art der Ionenimplantation, der Energiefiltertechnologie – hier erstmals angewandt im Silizium.  Die speziellen Anforderungen von Feldstopps in Siliziumbauelementen erfordern es, die Energiefiltertechnologie auf eine grundlegend neue Basis zu stellen. 

    Ein weiteres Ziel besteht in der Förderung zukünftiger Ingenieurinnen und Ingenieure. Mit einem Mentoring-Konzept begleiten die Forschungspartner den Nachwuchs bei den Bachelor- und Masterarbeiten sowie bei Promotionen.


    Informationen und Kontakt: Prof. Dr. Michael Rüb
    michael.rueb@eah-jena.de

  • Praktischer Bezug und viele Anwendungsmöglichkeiten

    ​(6. April 2019) Auf den Campus der Ernst-Abbe-Hochschule Jena kamen auch in diesem Jahr vor allem Familien, um sich beim Hochschulinformationstag umzusehen. Das Stöbern in Laboren und Hörsälen am Samstag lohnte sich: Es gab Live-Experimente, Vorträge und sehr viele persönliche Beratungen. Jeder der etwa 50 Studiengänge wurde nicht nur theoretisch, sondern auch mit seinem praktischen Bezug und den Anwendungsmöglichkeiten vorgestellt.

    Die Hochschule hatte sich viel einfallen lassen: Ob Glas schneiden und selbst einen Spiegel herstellen, Marken von Speisen und Getränken beim Geschmackstest herausfinden oder Bauteile auf Leiterplatten löten und sich so eine Taschenlampe herstellen – es war für alle etwas dabei.

    Im Labor für Lasertechnologie gab es ein Quiz für die ganze Familie: Dort konnte man testen, welche Bruchkraft – in Gramm – erforderlich ist, um eine Spaghetti zu brechen. Das war gar nicht so einfach, zumal sich das verändert, je länger die Spaghetti schon aus der Verpackung genommen sind.

    Die nächsten „Stöbertermine“ an der EAH Jena sind das Schnupperstudium vom 15. bis zum 17. April und die Lange Nacht der Wissenschaften am 22. November. Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

    www.eah-jena.de

    sn

  • Digitalisierung „zum Anfassen“

    ​(5. April 2019) Am 4. April besichtigte eine Gruppe internationaler Gäste die Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena. Die Frauen und Männer, unter anderem aus Industrie und Ministerien, die auf Einladung des Auswärtigen Amtes in Berlin und Jena unterwegs waren, kamen aus Europa, Südamerika, Afrika und Asien.

    Im Mittelpunkt ihres Besuches standen Beispiele der digitalen Veränderungsprozesse in der deutschen Wirtschaft. An der Jenaer Hochschule erlebten die Besucher, wie die industrielle Fertigung mit dem Einsatz der Digitalisierung intelligenter und effizienter gestaltet werden kann.

    Rektor Prof. Dr. Steffen Teichert und der Leiter des Fachgebietes Fertigungstechnik und Fertigungsautomatisierung, Prof. Dr. Jens Bliedtner, gaben einen Überblick zu Forschungsaktivitäten sowie Kooperationen mit Unternehmen und Digitalisierungsprojekten der EAH.

    Michael Seiler, Mitarbeiter im Fachgebiet Fertigungstechnik und Fertigungsautomatisierung, stellte verschiedene Entwicklungsarbeiten vor, die in Zusammenarbeit mit Unternehmen durchgeführt werden. Im anschließenden Rundgang wurden die Labore des Fachgebiets gezeigt und die Projekte im Detail erläutert. Schwerpunkte waren der Bereich der additiven Technologien und die Laserlabore mit dem Einsatz neuester Fertigungstechnologien und Digitalisierungsanwendungen.

    Vorgestellt wurden am Donnerstagnachmittag auch die „Modellfabrik 3D-Druck“, die kleinen und mittleren Unternehmen eine „Digitalisierung zum Anfassen“ bereitstellt und das „Thüringer Zentrum für additive Technologien“, ein Gemeinschaftsprojekt von Thüringer Forschungseinrichtungen, das Unternehmen einen schnellen und effizienten Zugang zu neuesten Verfahren der additiven Technologien ermöglicht. Gezielt vernetzt werden Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft bei „Nucleus Jena“, einem gemeinsamen Vorhaben von EAH und Friedrich-Schiller-Universität Jena.

     

    Informationen und Kontakt: Constance Möhwald
    Constance.Moehwald@eah-jena.de

    sn

  • „Kerbesen“

    (4. April 2019) „Kerbesen“, ein gemeinsames Forschungsprojekt des Fraunhofer IKTS Hermsdorf, der Technischen Universität Ilmenau und der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena fand am 27. März bei einem Meeting in der EAH seinen Abschluss.

    Kerbesen, bzw. „Keramische Mehrlagenbauelemente für die Hochtemperatursensorik und -elektronik“ beinhaltete seit Juni 2016 die Entwicklung von keramischen Multilagen- bzw. Mehrschichtsubstraten. Im Mittelpunkt stand die Herstellung von Demonstratoren für neuartige keramische Schaltungsmodule.

    „Diese Module“, erläutert Prof. Dr. Jörg Töpfer, Projektleiter der EAH Jena aus dem Fachbereich SciTec, „haben wir als Multilagenbauelemente entwickelt, welche aus mehreren Keramikschichten und Elektroden bestehen. Dazu werden die Funktionswerkstoffe zunächst als Pulver synthetisiert und zu keramischen Folien verarbeitet. Diese werden dann mit Edelmetall-Elektroden bedruckt, die einzelnen Lagen werden gestapelt, laminiert und gesintert. So entstehen Multilagenkondensatoren oder Multilagen-Induktivitäten für elektronische Schaltkreise“.

    Die neu entwickelten Bauelemente haben integrierte sensorische und elektromagnetische Funktionen und sind für den Einsatz bei Temperaturen bis zu 250°C geeignet. Um dieses Ziel zu erreichen, haben die Wissenschaftler in den vergangenen drei Jahren verschiedene Fragestellungen beantworten müssen: „Wir konnten“, so Töpfer, „neue keramische Funktionsmaterialien für diese Bauelemente, die in der so genannten ‚Low Temperature Ceramic Cofiring‘-Technologie (LTCC) gefertigt werden, entwickeln“.

    Damit können neue Einsatzgebiete für keramische Bauelemente mit hoher Temperaturstabilität erschlossen werden, wie beispielsweise die Hochtemperatur-Leistungselektronik, die Steuerungselektronik und die Sensortechnik. Die Ergebnisse der Forschungsgruppe werden zukünftig in der Thüringer Industrie umgesetzt.


    Kontakt: Prof. Dr. Jörg Töpfer, Fachbereich SciTec
    joerg.toepfer@eah-jena.de

  • 40 Jahre Materialforschung

    ​(1. April 2019) Dem Wissenschaftler Eberhard Hennig galt das Treffen des Arbeitskreises „Funktionskeramik“ in der vergangenen Woche an der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena.

    Seit 40 Jahren arbeitet der Materialforscher an der Entwicklung neuer Werkstoffe. Sowohl in den ehemaligen Keramischen Werken Hermsdorf (KWH), als auch nach der deutschen Wiedervereinigung bei der Firma PI Ceramic GmbH im thüringischen Lederhose hat sich der Forscher mit piezokeramischen Werkstoffen und deren Anwendungen befasst und war dabei seit vielen Jahren mit den Werkstoffwissenschaftlern der EAH Jena verbunden.

    Und nicht nur mit ihnen: Der Direktor des Institutes für Materialforschung der Pennsylvania State University (USA), Clive Randall, widmete Hennig sein dreißigminütiges Referat „A wilde Ride – ein wilder Ritt“ über den aktuellen Forschungsstand des „kalten Sinterns“, einer modernen Materialbearbeitung, einschließlich eines Rückblicks auf 25.000 Jahre Keramiken am Beispiel der Venus von Dolní Vestonice, eines der ältesten keramischen Erzeugnisse. Den Amerikaner und Hennig verbindet ebenfalls eine langjährige Zusammenarbeit.

    Unter dem Thema „Piezokeramik – aktueller Stand und zukünftige Perspektiven“ gab der internationale Arbeitskreis einen Überblick über die breite Forschungspalette auf dem Gebiet der aktuellen Forschung piezokeramischer Materialien und ihrer Anwendung. Neben Randall kamen weitere Wissenschaftler aus den USA, Großbritannien, Österreich und Deutschland zu Wort.

    Informationen und Kontakt: Prof. Dr. Jörg Töpfer
    joerg.toepfer@eah-jena.de

    sn

  • Entwicklung eines neuen Datensystems

    ​(29. März 2019) Seit Juli des vergangenen Jahres arbeitet die Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) an einem gemeinsamen Forschungsprojekt. „Föderierte Manufacturing Execution Systeme auf Basis von Microservices“ bzw. FMES erforscht den Einsatz neuer Technologien für industrielle Produktionsprozesse.

    Zusammen mit dem Institut für Datenwissenschaften des DLR in Jena entwickeln die Professoren am Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen der EAH, Nico Brehm und Christian Erfurth, ein System, das diese Produktions- oder Fertigungsprozesse unterstützen soll, wenn es beispielsweise um die Individualisierung von Anforderungen an die Produkte geht. „So können die Firmen auf aktuelle Entwicklungen des Marktes schneller reagieren“, erklärt Brehm, Dekan des Fachbereichs. Auch die Produktion von Kleinserien könne so optimiert werden.

    Im Gegensatz zu herkömmlichen fertigungsunterstützenden Systemen, die sich hauptsächlich auf Prozesse innerhalb eines Unternehmens beziehen, wird der Fokus bei der Entwicklung des FMES-Systems auf einen erleichterten Informationsaustausch und eine bessere Zusammenarbeit kooperierender Unternehmen gelegt. Hierfür arbeiten die beiden Informatiker an einer passenden Systemarchitektur.

    Angelehnt an die historische Bedeutung der Architektur als „Mutter aller Künste“ stehen auch bei der Architektur eines neuen Datensystems das Zusammenwirken verschiedener Komponenten, die Schnittstellen und die Gesamtstruktur im Mittelpunkt.

    Durch die Herstellung mehrerer Prototypen wird die Systemarchitektur jeweils praktisch getestet und auf der Basis dieser Erkenntnisse von den Wissenschaftlern weiterentwickelt. Ziel des Auftragsprojektes des DLR ist es, bis zum Sommer 2021 eine ausgereifte Systemarchitektur zur Verfügung zu stellen, die es Unternehmen ermöglicht, ihre Produktionsprozesse entsprechend den wachsenden Herausforderungen des Marktes zu gestalten, um gleichermaßen wirtschaftlich wie nachhaltig produzieren zu können.
     
    Informationen und Kontakt:

    Prof. Dr. Nico Brehm, nico.brehm@eah-jena.de
    Prof. Dr. Christian Erfurth, christian.erfurth@eah-jena.de

  • Berührende Motive

    ​(27. März 2019) Seit Anfang dieser Woche ist die 11. Landesfotoschau von Thüringen in der Ernst-Abbe-Hochschule Jena zu sehen. Mehr als 70 Einzelfotos und sechs Serien hängen auf den Ausstellungsflächen in der dritten Etage von Haus 5, ein Teil vor den Hörsälen, weitere in der Hörsaal-Zwischenetage. 

    Weit über 200 Thüringerinnen und Thüringer hatten ihre besten Fotos der Jahre 2016 und 2017 beim Landesverband Thüringen der Gesellschaft für Fotografie eingesandt, insgesamt waren es 1.500 Bilder.

    Auffallend ist die Vielfalt: Porträts und Landschaften wechseln sich ab mit Tierfotografie, Kunst oder Architektur. Darunter sind sehr schöne, berührende Motive. Bis zum 28. Mai ist die Ausstellung in der EAH Jena für die Öffentlichkeit zugänglich, im August reist sie ins KunstForum nach Gotha.

    Der Wettbewerb und die Ausstellung werden in zweijährigem Rhythmus vom Landesverband Thüringen der Gesellschaft für Fotografie e.V. veranstaltet. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der alle Fotos enthält und beim Landesvorstand der GfF für 2 € (plus Versand) bestellt werden kann:

    vorstand@gff-thueringen.de

    Landesverband Thüringen der Gesellschaft für Fotografie e. V. / sn

     

    Weitere Informationen:

    Preisträger:
    Die Jury hatte drei Preise vergeben. Diese erhielten Franziska Barth (Paitzdorf), Raik Behr (Erfurt) und Ulrich Seehagen (Erfurt).
    Der Jugendpreis ging an Tim Gassauer (Ilfeld).
    Die fünf Anerkennungen vergab die Jury an Franziska Barth (Paitzdorf), Helmut Hess (Erfurt), Dr. Karl-Heinz Richter (Suhl), Ulrich Seehagen (Erfurt) und Dr. Aribert Janus Spiegler (Erfurt).

    Ausstellungsorte:
    30.04. - 28.07.2018 Gera, Sparkasse
    05.08. - 05.10.2018 Hildburghausen, Landratsamt
    01.12.2018 - 13.01.2019 Sondershausen, Schlossmuseum
    20.01. - 10.03.2019 Erfurt, Galerie Waidspeicher im Kulturhof zum Güldenen Krönbacken
    25.03. - 28.05.2019 Jena, Ernst-Abbe-Hochschule
    23.08. - 03.11.2019 Gotha, KunstForum

  • Es darf gestöbert werden!

    ​(26. März 2019) Am 6. April ist Hochschulinformationstag der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Von 9.30 bis 15 Uhr lädt die Hochschule sehr herzlich auf den Campus an der Carl-Zeiss-Promenade 2 in Jena ein.

    An dem Samstag darf auf dem Campus gestöbert werden: Es gibt Live-Experimente, Vorträge und Beratung in Laboren, Hörsälen und in der Hochschulaula. Willkommen sind Schüler, Eltern und alle Interessierten.

    Der Prorektor für Studium, Lehre und Weiterbildung, Prof. Dr. Andreas Schleicher, eröffnet den HIT um 9.45 Uhr im Hörsaal 6 (Haus 4). Dr. Ralf Schmidt-Röh, Geschäftsführer des Studierendenwerks Thüringen, spricht über das Basiswissen zu Beginn eines Studiums: Essen, Wohnen und BAföG. Anschließend stellt Uwe Scharlock, Leiter des Hochschulbereiches Studium und Studienberatung, alle wichtigen Informationen zum Thema „Bewerbung“ vor.

    Die Bibliothek der EAH Jena bietet um 11.30 Uhr eine Führung an. Der Hochschulsport wird sich im Foyer des Haupteingangs (Haus 2) vorstellen. Die Cafeteria in Haus 5 sowie das Parkhaus sind an diesem Samstag für die Besucher geöffnet.


    www.eah-jena.de

    Infos und Kontakt: Studienberatung der EAH Jena
    Tel. 03641 - 205 122

    sn

  • Ein Mathe-Workshop, Vorträge und viele Besucher

    ​(25. März 2019) Die Leipziger Buchmesse ist seit langem ein lebendiger Treffpunkt für Menschen, Bücher und Geist. Ihr Potential als Bildungsmesse haben nicht nur die Werbestrategen der Messe erkannt, sondern es sind auch immer mehr Hochschulen vor Ort. Vom vergangenen Donnerstag bis zum Wochenende stellte sich erstmals die Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena bei der Leipziger Buchmesse vor.

    An allen Messetagen war der Stand der Hochschule sehr gut besucht: Am Donnerstag und Freitag kamen besonders Schulklassen, am Wochenende viele Familien. Unter den Besuchern waren auch Alumni der Hochschule, ehemalige Studentinnen und Studenten, die jetzt im Berufsleben stehen und sich an ihre Studienzeit an der Fachhochschule in Jena sehr gern erinnerten.

    Die EAH bot nicht nur Beratung zu ihren Studiengängen an, sondern auch einen Workshop „Mathematik zum Anfassen“, gestaltet von Professor André Große, Dekan des Fachbereichs Grundlagenwissenschaften. Verschiedene Vorträge standen ebenfalls auf dem Programm: Katharina Rädel-Ablass, Professorin im Fachbereich Gesundheit und Pflege, informierte u. a. zum Masterstudium „Coaching und Führung“.

    Die „Kundenzufriedenheit im Buchhandel“ und „Schaufenstergestaltung im Wandel der Zeit“ waren Themen des Betriebswirtes Professor Alexander Magerhans. Die Professoren aus dem Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen, Christian Erfurth und Burkhard Schmager, zeigten, was die „Mixed-Reality-Brille“ (Hololense) mit der Informatik zu tun, bzw., was es mit dem interdisziplinären Studieren an der EAH Jena auf sich hat.

    Julia Hillmann, sn

  • 3D-PATH – Forschungsverbundprojekt für die Strahlentherapie

    ​(25. März 2019) Bei der Strahlentherapie zur Behandlung von Tumoren ist es wichtig, gesunde Zellen zu schonen und nur betroffene zu erfassen, dies jedoch möglichst vollständig. Eine große Rolle bei der Bestrahlung spielt der so genannte Reichweitenmodulator, der auf das erkrankte Gewebe fokussiert wird.

    Ein deutschlandweites Forschungsverbundprojekt entwickelt derzeit einen Reichweitenmodulator in einer 3D-Technologie, der es ermöglichen soll, patientenindividualisiert zu arbeiten. Im Mittelpunkt des Projektes „3D-Path" steht die Entwicklung von Verfahren zur individuellen Berechnung auf der Grundlage von CT-Datensätzen des einzelnen Patienten. Außerdem sollen bereits bestehende 3D-Reichweitenmodulatoren durch neue Fertigungstechnologien verbessert werden.

    Sechs Partner arbeiten hier zusammen: Aus Darmstadt kommen die Medcom GmbH und die Abteilung Biophysik des Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung. Die Messtronik GmbH hat ihren Sitz in St. Georgen-Langenschiltach im Schwarzwald. Weiterhin sind das Institut für Medizinische Physik und Strahlenschutz der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen sowie die Zella-Mehliser Portec GmbH und die Ernst-Abbe-Hochschule Jena mit im Boot.

    Prof. Dr. Jens Bliedtner, Lehrender und Forscher an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena und Projektleiter der Hochschule im Verbundvorhaben, erläutert hierzu: „Der große Vorteil eines 3D-Reichweitenmodulators liegt darin, dass dieser sehr exakt auf die Tumorform abgestimmt werden kann. Wichtig ist auch die Reduzierung der Bestrahlungszeit und damit der Strahlenbelastung für den Patienten, da das kranke Gewebe unabhängig von seiner Größe mit nur einer einzigen Energiedosis bestrahlt wird".

    Der Hauptanteil der Arbeiten der EAH Jena im Verbundprojekt besteht, so Bliedtner, in der Entwicklung des als „Hybrid3D" bezeichneten neuen Schichtverfahrens für die Herstellung des 3D-Reichweitenmodulators. Hierbei wird eine aus Kunstharz bestehende Paste mit einer neuartigen Füllmasse versetzt. Anschließend wird das Material durch UV-Strahlung verfestigt. Jens Bliedtner und sein Forschungsteam wollen bereits den Prototypen des 3D-Reichweitenmodulators so herstellen, dass die Realisierung des Endproduktes keine zusätzliche Nacharbeit erfordert.

    Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit 190.000 € gefördert und hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2020.

     

    Kontakt: Prof. Dr. Jens Bliedtner
    jens.bliedtner@eah-jena.de

     

     

     

     

     

     

  • Reise durch das Baltikum

    ​(22. März 2019) Das Baltikum: Für die Jenaer Fotografin Maria Reuter ist es eine Sammlung gegensätzlicher Bilder. Einst von Dänen und Schweden besiedelt, vom deutschen Ritterorden mit harter Hand geprägt, ebenso vom zaristischen wie vom sowjetischen Russland, finden sich heute gewaltige, teils gut erhaltene Klosteranlagen, moderne Großstädte und ursprüngliche Nationalparks.

    „Neben hässlichen sowjetischen Mustersiedlungen gibt es idyllische Landschaften mit alten Gutshöfen und den landestypischen Holzhäusern. Der Charme staubiger Landstraßen wird dank EU-Förderung bald einem gut ausgebauten Straßennetz weichen“, so Reuter. Traditionen, Kultur und Brauchtum haben sich teils erhalten und werden heute vielfach wiederbelebt.

    Von heute an sind die Fotos ihrer Reise durch die baltischen Länder in der Ernst-Abbe-Hochschule Jena zu sehen. Die Ausstellung ist in der Galerie des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik, in der zweiten Etage von Haus 5 zu finden und wochentags öffentlich zugänglich.

    Kontakt und Informationen: ausstellungen@eah-jena.de

    sn
    Quelle: Maria Reuter

  • Geckofüße und Superhelden

    ​(21. März 2019) Mit zwei Programmen startet die EAH Jena zum Girls‘- und Boys‘ Day, der am kommenden Donnerstag deutschlandweit stattfindet.

    Eingeladen sind die Klassen 7 bis 13. Ab 9 Uhr können sich die größeren und die großen Kids am 28. März in der Hochschule umsehen. Für die Jungen stehen die Medizintechnik, die Optik, aber auch die Pflegeberufe auf dem Programm: „Pflege braucht Superhelden“, das wissen alle Betroffenen und es sollte sich ruhig weiter herumsprechen!

    Die Kollegen des Bereichs Medizintechnik und Biotechnologie machen die Leistung unseres Herzens für die Gäste sichtbar. Immerhin werden jede Minute 5 bis 25 Liter Blut durch unseren Kreislauf gepumpt. Um optische Täuschungen geht es im Labor für „Physiologische Optik“. Dort können die Schüler ihr eigenes Farbensehen überprüfen, das Kontrastsehvermögen ausprobieren und natürlich testen, wie weit sich ihre Augen austricksen lassen.

    Spannend ist auch das Programm für die Mädchen. Diejenigen, die ein Gecko zu Hause haben, wissen um die unglaublichen Kletterkünste dieser anmutigen Tiere: blitzartig die Wände hoch und Pause an der Decke! In der Bionik macht man sich Fähigkeiten von Tieren und Pflanzen zunutze, um neue Materialien zu entwickeln. Im Bereich Werkstofftechnik der EAH Jena werden zum Girls‘ Day Haftfolien vorgestellt, deren Oberflächeneigenschaften Geckofüßen nachgeahmt sind. Dadurch halten die Folien von allein und haben noch dazu eine hohe Traglast.

    Wer das noch nicht spannend genug findet, kann sich in der Fälscherwerkstatt umsehen und natürlich selbst ausprobieren. Auch ein Self-Assessment, ein Selbsttest für die Studienfächer der EAH, wird an diesem Tag angeboten.

     

    Alle Informationen: Sylvia Mischke, Gleichstellungsbeauftragte der EAH Jena
    sylvia.mischke@eah-jena.de
    gleichstellungsbeirat@eah-jena.de

    sn

  • Praktische Tipps zum entspannten Umgang mit digitalen Medien

    ​(19. März 2019) Zum Thema „Entspannter Umgang mit digitalen Medien“ findet morgen in der EAH Jena die Tagung INTERBILD statt. Das Symposium startet um 9 Uhr in der Hochschulaula in Haus 4.

    Das Vortragsprogramm zeigt Zusammenhänge des Sehens und der Körperhaltung für Prävention, Diagnostik und Therapie auf. Es werden die neuesten Forschungsergebnisse zur Gesundheit und die Benutzung digitaler Medien vorgestellt.

    Weiterhin gibt es viele praktische Tipps, um beispielsweise Bildschirmarbeit entspannt zu gestalten. Die Fachbeiträge haben ein breites Spektrum: aktuelle Auswirkungen digitaler Medien auf Gesundheit, Bildung und Gesellschaft, für digitale Medien optimierte Brillen und Kontaktlinsen, sensomotorische Stimulierung der Körperhaltung und physiotherapeutische Maßnahmen zum entspannten Umgang mit digitalen Medien bis hin zu neuesten Trends der ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung.  Die parallele Industrieausstellung lädt ein, innovative Ergonomie direkt zu testen.


    Programm: https://ergoptometrie.de/4interbild2019/

    Fachliche Leitung:
    Prof. Dr. Stephan Degle
    optometrie@eah-jena.de
    Tel. 03641/205-438 (Frau Ruhland) ,  -428 (Prof. Degle)

  • Blockchain-basiertes Lieferkettenmanagement wird demonstriert

    ​(13. März 2019) Die Kooperationspartner Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena und die Join GmbH, Magdeburg, demonstrieren ein Blockchain-basiertes Lieferkettenmanagement auf der Hannover Messe 2019.

    Die Zusammenarbeit der EAH Jena und der Magdeburger Join GmbH umfasst die  gegenwärtigen Herausforderungen überbetrieblicher Kooperationen im vernetzten Industriekontext und der Internetwirtschaft. Besonders die Hürden in der Herstellung und Produktverfügbarkeit sowie die Datensensibilität in den überbetrieblichen Geschäftsprozessen der additiven Fertigung können unter Verwendung des Blockchain-basierten Lieferkettenmanagements effizient überwunden werden. 

    Am Wissenschaftsstand der Ernst-Abbe-Hochschule in Halle 2, Stand A38, können Besucher der Hannover Messe anhand einer Modellfabrik Näheres erfahren und testen, wie moderne digitale Lieferketten-Kommunikation und -Transparenz sowie dezentral organisierte Nachvollziehbarkeit schon heute funktionieren können.

    Die Kooperation beider Partner entstand aus einem Forschungsvorhaben im Rahmen der „Thüringer Digitalstrategie“. Das Projekt „Decentralized Business Communication Protocol“ (dbcp) wurde im vergangenen Jahr am Innovationsstandort Thüringen entwickelt. Es ermöglicht einen vollständigen und sicheren Informationsfluss innerhalb von Wertschöpfungsnetzwerken und versetzt jeden Beteiligten in die Lage, sich in Echtzeit über den gemeinsamen Wertschöpfungsprozess zu informieren.

    Neben der Join GmbH und der EAH Jena waren die LINDIG Fördertechnik GmbH, das Fraunhofer Institut für Digitale Medientechnologie und die Duale Hochschule Gera-Eisenach an dem Forschungsprojekt beteiligt.

    Um die Potentiale der Blockchain-Technologie in der digitalen Gestaltung von Wertschöpfungsnetzwerken den Unternehmen näher zu bringen, wurden sowohl bei der Join GmbH als auch an der EAH Jena (hier im Rahmen des Nucleus-Verbundprojektes von EAH und FSU Jena) sogenannte Labs initiiert. In diesen Labs haben Unternehmen die Möglichkeit, eigene Anwendungsfälle unter Praxisbedingungen mit einem eingespielten Entwicklerteam zu gestalten und live zu erproben.

    Besonders Aspekte der Datenhoheit und -integrität, aber auch Aspekte der Sicherheit und Integration können in kleinen Proof-of-Concept Projekten erforscht werden. Unternehmen haben so die Möglichkeit, den dezentralen Ansatz der Blockchain-Technologie für sich zu entdecken.
        
    Bitte vereinbaren Sie vorab einen Termin für eine Demonstration für Blockchain-basiertes Lieferkettenmanagement auf der Hannover Messe 2019:
    www.join.de/hmi-19
       

    Join GmbH, Magdeburg / Prof. Dr. Andrej Werner, EAH Jena


    Informationen und Kontakt
    Prof. Dr. Andrej Werner
    andrej.werner@eah-jena.de

  • VIPO will ganze Wertschöpfungsketten optimieren

    ​(27. Februar 2019) Am 1. März startet der „Wachstumskern VIPO“, ein Forschungsverbundprojekt zur virtuellen Produkt- und Prozessoptimierung. Neun Partner sind an dem vom Bund mit 7 Millionen € geförderten Projekt beteiligt.

    In der Laufzeit bis zum 28. Februar 2022 arbeiten die Projektpartner – die 3D Schilling GmbH, Alpha Analytics UG & Co. KG, die Andanto GmbH & Co. KG, das CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik GmbH, die DYNARDO GmbH, die Ernst-Abbe-Hochschule Jena, LightTrans International UG, die Materialforschungs- und -prüfanstalt an der Bauhaus-Universität Weimar und die Orisa Software GmbH – daran, industrielle Produktion mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik zu verzahnen.

    VIPO verfolgt das Ziel, neue Schlüsselkomponenten von Industrie 4.0 zu entwickeln. Intelligente und digital vernetzte Systeme dienen dabei als technische Grundlagen. Durch die Vernetzung soll es möglich werden, nicht mehr nur einen Produktionsschritt, sondern eine ganze Wertschöpfungskette zu optimieren. Die Vorstellungen gehen aber noch weiter: So sollen die digital vernetzten Systeme bereits von der Idee eines Produkts über die Entwicklung, Fertigung und Nutzung bis hin zur Wartung alle Phasen des so genannten „Produktlebenszyklus“ einschließen. Vor dem Hintergrund von heutiger Innovations- und Kostendynamik ist die Optimierung virtueller Methoden und Werkzeuge von hoher Bedeutung.

    Die Forscherinnen und Forscher von VIPO arbeiten an prognosefähigen Simulationsmodellen in Verbindung mit intelligenter Sensorik. Dabei ist die Entwicklung von Lösungen für die Kombination beider Felder das Alleinstellungsmerkmal des Wachstumskerns. Die Anwendungen hierfür reichen von der additiven Fertigung (3D-Druck), über optische Systeme bis hin zur Energietechnik.

     

    Infos und Kontakt: Prof. Dr. Jens Bliedtner
    jens.bliedtner@eah-jena.de

  • Achtung: leider Ausfall der Veranstaltung! Über die Herausforderungen der Produktindividualisierung

    Achtung: Die Veranstaltung muss leider ausfallen. Ein neuer Termin wird bekannt gegeben. Wir bitten um Ihr Verständnis!

     (25. Februar 2019) „Herausforderung Produktindividualisierung“ ist das Thema des Jenaer Technologietages (JeTT), der am 7. März in der Ernst-Abbe-Hochschule stattfindet. Die Veranstaltung beginnt um 12.00 Uhr in der Hochschul-Aula (EAH Jena, Carl-Zeiss-Promenade 2, Haus 4, Erdgeschoss).

    Dass „Industrie 4.0“ bzw. die Digitalisierung der Industrieproduktion, als intelligente Vernetzung von Maschinen und Abläufen durch moderne Kommunikationstechnologien, auch ein engeres „Zusammenrücken“ von Produzenten und Kunden bedeutet, ist nachvollziehbar. Aber das wirft auch Fragen auf. Eine ist die nach Schutzmöglichkeiten von neuen Produkten. Dr. Mathis Hofmann von der Jenaer Kanzlei GRÜNDEL & Partner spricht anlässlich des JeTT zu „Schutzmöglichkeiten innovativer, individueller Produkte“.

    Der Nachmittag beginnt um 14.15 Uhr mit drei Workshops, die von verschiedenen Firmen gestaltet werden. Dabei geht es beispielsweise um Möglichkeiten, individuelle Kundenwünsche zu erfassen und zu verarbeiten. Die Veranstaltung „Produktkonfiguration in der industriellen Praxis“ zeigt, wie die Einführung von Produktkonfigurationen wirtschaftlich gelingen kann.

    Der Workshop „Variantenvielfalt fertigungstechnisch umsetzen“ informiert über eine individuelle, wirtschaftliche Fertigung, da eine große Vielfalt an Produkten und Komponenten die Chance bietet, sich vom Wettbewerb abzuheben.

    Hier spielt auch individuelle Software eine große Rolle, da durch sie besondere Anforderungen so effizient wie wirtschaftlich gelöst werden können. Dies ist Inhalt der dritten Veranstaltung „Cloudbasierte Softwarelösungen für individuelle Prozesse“.

    Ab 17.00 Uhr haben die Gäste Gelegenheit zu Labor-Rundgängen, speziell zum 3D-Druck und in die Laserlabore der EAH Jena. Gleichzeitig findet ein Podiumsgespräch zum Thema „Software as a Service“ statt. Wie in den vergangenen Jahren wird der Tag mit einer Industrieausstellung von Firmen und Projekten begleitet. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Um Anmeldung wird jedoch gebeten:

    www. eah-jena.de
    www.jett-jena.de

    sn

  • Nur mit Handschuhen anfassen

    ​(7. Februar 2019) Was Metalle, Kunststoffe und Keramiken mit Energie, Mobilität oder Gesundheit zu tun haben, erfuhren heute 84 Thüringer Schülerinnen und Schüler beim Tag der Werkstofftechnik der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Die meisten von ihnen kamen aus den Klassenstufen 11 bis 13, es waren jedoch auch interessierte Neuntklässler dabei. 

    Die Jugendlichen aus Erfurt, Jena und Pößneck sahen sich im Bereich der Werkstofftechnik gründlich um: hörten Vorträge, lernten das Studium kennen und erlebten vor allem Praxisbeispiele in den verschiedenen Laboren.

    Vorgestellt wurden Verfahren und Nutzen der Kunststofftechnik, der Metallographie und der Werkstoffprüfung, ebenso wie die (fast) unendlichen Möglichkeiten der Forschung mit dem Elektronenmikroskop, das Vergrößerungen bis zu einer Million erlaubt.

    In der Glas- und Keramikwerkstatt erfuhren die Gäste, dass eine Temperatur von 900 Grad Celsius im Schmelzofen verhältnismäßig kalt ist und oftmals bei 1.500 Grad Celsius gearbeitet wird. Natürlich erlebten sie auch die Glasschmelze in Aktion. 

    „Werkstofftechnik zum Anfassen“, so fasste Diplom-Chemiker Erik Hartmann den Erlebnistag zusammen. Der Laboringenieur ist Ansprechpartner für den Tag der Werkstofftechnik. Dieser sei im kommenden Jahr wieder fest eingeplant.
     
    Kontakt: Erik Hartmann
    erik.hartmann@eah-jena.de
     
    sn

  • Fast immer ein Traumjob

    ​In der jüngeren Vergangenheit berief die Ernst-Abbe-Hochschule Jena unter anderem zwei Wissenschaftlerinnen als Professorinnen für Informatik. Eine von ihnen ist Christina B. Claß. Sie lehrt seit dem Sommersemester 2017 im Fachbereich Grundlagenwissenschaften.

    Prof. Dr. sc. techn. Claß studierte Wirtschaftsinformatik mit Vertiefung Informatik an der Universität Mannheim und war während ihres Studiums als freie Mitarbeiterin am European Networking Center der IBM in Heidelberg tätig. Ihre Diplomarbeit fertigte sie im Institut Eurécom in Sophia Antipolis in Südfrankreich an.  Anschließend arbeitete sie als Assistentin am Institut für Technische Informatik und Kommunikationsnetze der ETH Zürich, wo sie auch ihre Dissertation schrieb.

    1999 nahm Dr. Claß eine Stelle als Informatik-Dozentin an der Hochschule Luzern an und wurde 2002 zur Professorin ernannt. 2005 erwarb sie den didaktischen Ausweis in Informatik der ETH Zürich.

    Im Februar 2008 ging die Wissenschaftlerin als Assistant Professor an die 2005 gegründete German Jordanian University (GJU) in Amman, eine staatliche jordanische Universität, die zugleich als transnationales Bildungsprojekt Förderung durch den DAAD erhält. Frau Claß war dort vielseitig tätig und baute unter anderem eine enge Forschungskooperation mit Kollegen des Energy Engineering Departments auf.

    Christina Claß ist Gründungsmitglied der Fachgruppe „Informatik und Ethik“ der Gesellschaft für Informatik (GI) und seit Juni 2018 Sprecherin des GI-Fachbereichs „Informatik und Gesellschaft“. Als Informatik-Professorin der EAH Jena wird sie sich neben der Lehre in transdisziplinären Projekten engagieren und sich mit gesellschaftlichen und ethischen Fragen im Zusammenhang mit der Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien und der Informations- und Wissensgesellschaft auseinandersetzen.

    Nach 20 Jahren in der Schweiz und Jordanien lebt die Baden-Württembergerin mittlerweile sehr gerne in Jena: “Junge Menschen unterrichten zu dürfen ist für mich ein Traumjob... fast immer.“


    Kontakt: Prof. Dr. Christina Claß
    christina.class@eah-jena.de

  • Neues Verbundprojekt gestartet

    ​(6. Februar 2019) Mit einem Kick-off-Treffen aller beteiligten Projektpartner startete heute in der Ernst-Abbe-Hochschule Jena das Verbundprojekt „Hybridglas SLA“ („Verfahrens- und Technologieentwicklung zur additiven Fertigung strukturierter optischer Komponenten aus hochschmelzenden Gläsern mittels Hybrid-Stereolithographie“). Das Forschungsprojekt ist Teil des Förderprogramms „Richtlinie des Freistaates Thüringens zur Förderung von Forschung, Technologie und Innovation“ und wird durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

    Beteiligte Projektpartner sind das Leibniz-Institut für Photonische Technologien e.V, FCT Systeme GmbH, Qsil GmbH Quarzschmelze Ilmenau, BURMS 3D Druck Jena GmbH & Co. KG, Heraeus Quarzglas Bitterfeld GmbH & Co. KG (assoz. Partner) sowie die Ernst-Abbe-Hochschule Jena als Koordinator.

    Im geplanten Vorhaben „Hybridglas-SLA“ soll eine neue und innovative additive Technologie zur Herstellung komplexer optischer Bauteile aus Quarzglas entwickelt und umgesetzt werden. Die Grundlage bildet ein patentiertes Verfahren, welches auf der Stereolithographie (SLA) beruht.

    Hierbei wird ein UV-aushärtendes Harz mittels Laserstrahlung selektiv belichtet und schichtweise, dreidimensionale Formkörper aufgebaut. Das Hybrid-SLA-Verfahren besteht aus einem zweistufigen Schichtprozess, bei dem modifizierte Glaspasten in dünnen Schichten aufgebracht und anschließend mit einem Druckkopf eine zweite Komponente hinzugefügt werden kann. Die Glaspasten bestehen aus einem fein-dispersen Feststoff (SiO2) sowie einem photosensitiven Binder und werden speziell für diesen Prozess entwickelt. Die simultane Verarbeitung unterschiedlich dotierter Pasten soll den Aufbau dreidimensional strukturierter Bauteile mit variabler Geometrie und Zusammensetzung ermöglichen.

    Die erzeugten Bauteile werden thermisch entbindert und die resultierenden, porösen Grünkörper zunächst thermisch-chemisch gereinigt und getrocknet. Die Verglasung erfolgt unter Aktivgasatmosphäre in einem speziellen Gasdruck-Sinterofen, der im Rahmen des Vorhabens entwickelt wird. Das Anlegen eines hohen Gasdruckes ermöglicht dabei eine Verglasung bei reduzierter Temperatur und auf diese Weise eine formerhaltende Prozessführung. Nach einem Oberflächenfinish werden die so entstandenen Preformen zu strukturierten optischen Fasern verzogen, was ein absolutes Novum darstellt. Darüber hinaus sollen auch optische Komponenten exemplarisch gefertigt werden-

    Das Projektkonsortium hat sich zusammengefunden und die Grundlage für eine enge Zusammenarbeit innerhalb der nächsten zwei Jahre geschaffen.

    www.ag-bliedtner.de

    Prof. Dr. Jens Bliedtner, Anne-Marie Schwager

  • Der Weg ist frei für ein Ingenieurstudium

    ​(31. Januar 2019) Mit der kürzlich bestandenen staatlichen „Feststellungsprüfung“ können sich zehn junge Frauen und Männer aus China auf den Start ihres Studiums an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena im kommenden Semester freuen.

    Seit ca. eineinhalb Jahren leben sie schon in Jena. Am „Internationalen Studienzentrum Thüringen“ (ISZ) in der Stadt absolvierten sie ein straffes Programm: neben dem Unterricht in deutscher Sprache auch in den Fächern Mathematik, Physik, Chemie, Informatik und Englisch.

    Die Chinesen sind die zweite Gruppe erfolgreicher Absolventen des noch jungen Studienzentrums. Die selbstständige Einrichtung entstand durch die Initiative der Ernst-Abbe-Hochschule. Nach wie vor gibt es eine enge Kooperation mit der Hochschule, dem Studienkolleg Nordhausen und dem Thüringer Wissenschaftsministerium, berichtet Dr. Dirk Schlegel, Koordinator für internationale Studienangebote an der EAH Jena: „Mit derzeit knapp 100 Teilnehmern hat sich das ISZ sehr gut etabliert und hilft ausländischen Studienbewerbern, in Jena heimisch zu werden“.

    Die sogenannte „Feststellungsprüfung“ zur Eignung für das Studium in Deutschland wird zweimal jährlich durchgeführt. Insgesamt dauert ein Vorbereitungskurs etwa 15 Monate. Davon entfällt ein knappes halbes Jahr auf einen Deutsch-Intensivkurs und die restliche Zeit auf die Fachkurse, die in zwei Stufen gelehrt werden. Die Art des Vorbereitungskurses ist entscheidend für die spätere Studienrichtung: So bereitet beispielsweise der T-Kurs auf „technische“ Studienrichtungen, also in Natur- oder Ingenieurwissenschaften, vor.

    An der Ernst-Abbe-Hochschule sind besonders die Bachelorstudiengänge Werkstofftechnik, Laser- und Optotechnologien, Feinwerktechnik sowie Elektrotechnik/Informationstechnik, jedoch auch Mikrotechnologie/Physikalische Technik gefragt. Der Unterricht des ISZ findet in der Otto-Schott-Straße statt, ganz in der Nähe der EAH Jena, so dass die Studierenden Campus und Mensa an der Carl-Zeiss-Promenade schon ganz gut kennen.

    Während das Internationale Studienzentrum allen Nationalitäten offen steht, haben sich in den ersten Kursen überwiegend Chinesinnen und Chinesen eingeschrieben. Dr. Schlegel, der kürzlich von einer Reise an chinesische Universitäten zurückkehrte, wo er Aufnahmetests für Bachelorabsolventen, die sich für ein Masterstudium in Jena interessieren, durchführte, ergänzt: „Wir möchten die Anzahl der Bewerber für die EAH Jena langfristig erhöhen. Gleichzeitig möchten wir, dass sie gut qualifiziert das Studium beginnen und später erfolgreich abschließen. Mit einem Ingenieurstudium an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena bieten wir ihnen hervorragende Berufsaussichten – und gleichzeitig der Wirtschaft hoch qualifizierte Fachkräfte mit internationalem Hintergrund“.

    Informationen und Kontakt: Dr. Dirk Schlegel
    dirk.schlegel@eah-jena.de
    www.eah-jena.de
    www.studienzentrum-thueringen.de

    sn

  • Europas Norden und das Glück

    ​(23. Januar 2019) Reisebilder aus Norwegen und Schweden sind derzeit im Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der Ernst-Abbe-Hochschule Jena ausgestellt.

    Fotograf Oliver Reimer ist Lehrer für besondere Aufgaben im Fachbereich. Im Sommer vor sieben Jahren reiste er mit Frau und Kind durch die Nordländer. Zwei Monate ging es im Wohnmobil von Kristiansand über Stavanger, Bergen und Trondheim, vorbei an Fjorden und Stabkirchen, bis hin zu den Lofoten.

    Nördlichster Punkt der Reise war der Polarzoo bei Narvik, wo die kleine Familie die Grenze zu Schweden überquerte und dann wieder stetig gen Süden fuhr mit Halt in Stockholm, dann in Småland bei Pippi Langstrumpf, auf Öland und in Ystad.

    Gefragt, was bleibt von dieser Zeit, sagte der Diplomingenieur: “Viele schöne Erinnerungen, eine prächtig entwickelte Babytochter, die auf der Reise laufen gelernt hat, und die Erkenntnis, dass zum großen Glück nicht viel gehört, außer Mama, Papa, Kind“.

    Die Ausstellung in der zweiten Etage von Haus 5 der EAH Jena (07745 Jena, Carl-Zeiss-Promenade 2) ist noch bis zum 15. März dieses Jahres zu sehen. Die Galerie im Fachbereich ET/IT bietet nicht nur Hochschulangehörigen die Möglichkeit, ihre Bilder auszustellen. Auch Fotografen von außerhalb sind gern gesehen. Interessenten melden sich bitte per E-Mail: ausstellungen@eah-jena.de

     

    „Rundreise durch Norwegen und Schweden“
    Fotografien von Oliver Reimer
    Galerie im Fachbereich ET/IT der EAH Jena

    Haus 5, 2. Etage
    22.01.2019 - 15.03.2019

  • Finanzwirtschaft, Rechnungswesen, Steuern

    (22. Januar 2019) Zu einer Informationsveranstaltung über den Weiterbildungsmasterstudiengang „Finanzwirtschaft - Rechnungswesen - Steuern" lädt die Ernst-Abbe-Hochschule Jena am 6. Februar 2019 ein. Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr in der ersten Etage von Haus 5, Raum 05.01.43.

    Der MBA-Studiengang wurde vom Fachbereich Betriebswirtschaft der EAH Jena entwickelt und wird in Zusammenarbeit mit der Jenaer Akademie für Lebenslanges Lernen e.V. durchgeführt.

    Das viersemestrige Studium richtet sich an Fach- und Führungskräfte von Industrie- und Handelsunternehmen sowie von Kreditinstituten und Versicherungen, weiterhin an Steuerberater und Wirtschaftsprüfer sowie an Personen in Unternehmen und Institutionen, die primär auf dem Gebiet des Rechnungswesens, der Finanzierung und Besteuerung tätig sind.

    Das Weiterbildungsstudium verfolgt das Ziel, den Teilnehmenden systematisch Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln, die zur Ausübung von Führungspositionen notwendig sind. Die Studierenden sollen die Fähigkeit erwerben, komplexe, unternehmensspezifische Situationen zu analysieren, zu bewerten und Problemlösungen zu erarbeiten.

    Am 6. Februar haben alle Interessenten die Möglichkeit, Fragen zu den Inhalten, Zulassungsvoraussetzungen und dem Ablauf des berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiums zu stellen.

    Informationen: http://www.jenall.de/frs
    www.eah-jena.de/mbafrs

     

  • Stelle gesucht? Stelle gefunden!

    ​(21. Januar 2019) Das neue Online-Stellenportal „Stellenticket Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena“ ist gestartet. Damit unterbreitet die EAH Jena nicht nur Arbeitgebern ein attraktives Angebot und direkten Zugang zur akademischen Ziel¬gruppe ohne Umweg. Es unterstützt vor allem Studierende und Graduierte der Hochschule bei der Suche nach einer passenden Stelle – sei es für den Jobeinstieg, Praktika, Abschlussarbeit oder eine studentische Nebentätigkeit.

    Technisch bietet das Portal zahlreiche Möglichkeiten, wodurch sich sowohl der Komfort bei der Nutzung als auch die Reichweite erhöhen: So besteht für Stellenanbietende die Möglichkeit der gleichzeitigen Veröffentlichung von Anzeigen in mehreren Stellenticket-Portalen. Neben Stellenangeboten können sich Arbeitgeber auch mit einem Unternehmensprofil präsentieren und so Studierende auf sich aufmerksam machen.
    Durch individuelle Such-Abonnements haben Stellensuchende die Option, sich per E-Mail oder RSS-Feed bequem über passende Angebote informieren zu lassen.

    Den Arbeitgebern der Region fühlt sich die EAH Jena besonders verpflichtet. Daher können Unternehmen und Einrichtungen mit Hauptsitz bis zu 50 km entfernt von Jena vier Anzeigen pro Monat im Portal „Stellenticket EAH Jena“ kostenfrei schalten. Staatliche Hochschulen und Forschungsinstitute erhalten ebenfalls Freitickets. Im Einzelfall vergibt die EAH Jena darüber hinaus Freitickets.

    „Stellenticket Ernst-Abbe-Hochschule Jena“ ist eine gemeinsam entwickelte Plattform des Career Service der EAH Jena und Stellenticket für die Veröffentlichung studiengangsrelevanter Angebote. Stellenticket ist eine Ausgründung aus der Technischen Universität Berlin und Anbieter hochwertiger Stellenportale an Hochschulen und Universitäten.


    Weitere Informationen: www.stellenticket.eah-jena.de 
    Kontakt: Franziska Stang, Career Service der EAH Jena
    career-service@eah-jena.de

  • International und breit aufgestellt

    ​(21. Januar 2019) Im Rahmen eines Jena-Besuchs informierte sich am vergangenen Freitag der chinesische Botschafter in Deutschland, Shi Mingde, über die Ernst-Abbe-Hochschule.

    Bei dem Treffen mit Rektor Prof. Dr. Teichert wurden verschiedene Themen angesprochen, so beispielsweise die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Universitäten in China. Die älteste dieser Kooperationen, mit der Beijing Information Science & Technology University (BISTU), ist auf das Jahr 2000 datiert.

    An der Ernst-Abbe-Hochschule Jena studieren derzeit 157 junge Chinesinnen und Chinesen. Sie sind die zweitgrößte Gruppe der mehr als 20% ausländischen Studierenden. Die Tendenz ist steigend und viele von ihnen bleiben als gut ausgebildete Fachkräfte in Thüringen.

    Die breite Aufstellung an Studienmöglichkeiten in der Jenaer Fachhochschule war ebenfalls ein Gesprächsthema. Dies ist speziell innerhalb der Ingenieurwissenschaften der Fall, studieren kann man hier aber auch Betriebswirtschaft, ebenso wie Sozialwesen und Gesundheitswissenschaften.

    Shi Mingde, der auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Johannes Selle nach Jena reiste, war sichtlich beeindruckt von Standort und Hochschule. „Dieser Standort ist für einen Rektor ein Geschenk“, bestätigte Steffen Teichert und erinnerte dabei an die Unterstützung u. a. durch einen Jenaer Unternehmerverbund für eine E-Commerce-Stiftungsprofessur im vergangenen Sommer.


    sn

  • EAH Jena bietet Weiterbildung im Wirtschaftsingenieurwesen an

    ​(18. Januar 2019) Zu einer Informationsveranstaltung über den Weiterbildungsmasterstudiengang „Wirtschaftsingenieurwesen (M.Sc.)“ lädt die Ernst-Abbe-Hochschule Jena am 30. Januar 2019 ein. Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr in der ersten Etage von Haus 5, Raum 05.01.43.

    Der Studiengang wurde vom Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen der EAH Jena entwickelt und wird in Zusammenarbeit mit der Jenaer Akademie für Lebenslanges Lernen e.V. durchgeführt.

    Das fünfsemestrige Studium richtet sich an berufstätige Ingenieure und Wirtschaftsingenieure mit einem Diplom- oder Bachelorabschluss. Die Studierenden erhalten einen fundierten Einblick in Erkenntnisse und Methoden, die es ihnen ermöglichen, in ihrem Beruf komplexe Koordinationsaufgaben wahrzunehmen.
    Der Studiengang vermittelt ein integriertes Gesamtverständnis für die Erfolgsfaktoren bei der Entwicklung, Realisierung und Vermarktung von Produkten in einer zunehmend digitalisierten Welt.

    Am 30. Januar haben alle Interessenten die Möglichkeit, Fragen zu den Inhalten, Zulassungsvoraussetzungen und dem Ablauf des berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiums zu stellen.

    Informationen: http://www.jenall.de/wi
    http://www.eah-jena.de/weiterbildungsstudium

  • Weiterbildung in der Spiel- und Medienpädagogik an der EAH Jena

    (17. Januar 2019) Am 28. Januar lädt die Ernst-Abbe-Hochschule Jena zu einer Informationsveranstaltung über den Weiterbildungsmasterstudiengang „Spiel- und Medienpädagogik“ ein. Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr in der ersten Etage von Haus 5 (Raum 05.01.43).

    Der Studiengang wurde vom Fachbereich Sozialwesen der EAH Jena entwickelt und wird in Zusammenarbeit mit der Jenaer Akademie für Lebenslanges Lernen e.V. durchgeführt. Zielgruppe des viersemestrigen Studiums sind vor allem Journalistinnen und Journalisten, Medien- und Kommunikationswissenschaftler, sowie Pädagogen und nicht zuletzt Entwickler von Spielen.

    Der Weiterbildungsmasterstudiengang „Spiel- und Medienpädagogik“ befähigt die Studierenden, diverse methodische Ansätze der Spiel- und Medienpädagogik sowie der Sozialpädagogik in ihrem jeweiligen Praxisfeld umzusetzen.  Sie erhalten mit diesem Studium eine inhaltlich umfassende, berufliche Weiterqualifizierung im pädagogisch und sozialpädagogisch motivierten Umgang mit interaktiven Unterhaltungsmedien.

    Dabei werden insbesondere praxisorientierte pädagogische Ansätze vermittelt, die in der schulischen sowie außerschulischen Medienpädagogik Anwendung finden und mit klassischen Methoden, wie der Theater- oder Erlebnispädagogik, kombiniert werden können.

    Am 28. Januar haben alle Interessenten die Möglichkeit, Fragen zu den Inhalten, Zulassungsvoraussetzungen und dem Ablauf des berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiums zu stellen.


    Informationen:
    http://www.jenall.de/smp
    www.sw.eah-jena.de/studium/ma-spiel-medienpaedagogik/

  • „Aaahs“ und „Oohs“ sind garantiert

    ​(16. Januar 2019) Schülerinnen und Schüler aufgepasst: Am 7. Februar findet der nächste Tag der Werkstofftechnik in der Ernst-Abbe-Hochschule Jena statt. Unter dem Motto „Materials Matter“ zeigen Ingenieurinnen und Ingenieure des Fachbereichs SciTec von 9.00 bis 13.00 Uhr ihre Forschungen mit Metallen, Glas und Keramik sowie Kunststoffen. Vorgestellt werden auch die (fast) unendlichen Möglichkeiten der Elektronenmikroskopie: mit Vergrößerungen bis zu einer Million.

    „Aaahs“ und „Oohs“ während der Experimente sind garantiert!


    "Tag der Werkstofftechnik" der EAH Jena
    7. Februar 2019, 9 bis 13 Uhr 
    EAH Jena, Fachbereich SciTec
    07745 Jena, Carl-Zeiss-Promenade 2
     
    Kontakt und Anmeldung:
    Erik Hartmann
    erik.hartmann@eah-jena.de
    Telefon +49 (03641) 205-460 / Fax: -451

  • Theoretisches Wissen und praktische Anwendung

    ​(14. Januar 2019) Zu einer Informationsveranstaltung über den Weiterbildungsmasterstudiengang „General Management (MBA)“ lädt die Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena am 23. Januar ein. Beginn ist 19.00 Uhr, in Raum 05.01.43, Haus 5, 07745 Jena, Carl-Zeiss-Promenade 2.

    Das Weiterbildungsstudium wurde vom Fachbereich Betriebswirtschaft der EAH Jena entwickelt und wird in Zusammenarbeit mit der Jenaer Akademie für Lebenslanges Lernen e.V. durchgeführt. Der viersemestrige Studiengang richtet sich an Absolventen von ingenieurtechnischen Studiengängen sowie andere Hochschulabsolventen (auch Betriebswirte), die eine mindestens einjährige berufliche Praxis in Unternehmen oder Organisationen nach Abschluss der Hochschulerstausbildung gesammelt haben und nun eine Führungsposition ausüben oder übernehmen wollen.

    Ziel des MBA ist es, die Studierenden zu befähigen sich mittels theoretischem Wissen und praktischer Anwendung die für eine Führungsposition notwendigen Fach-, Führungs- und Entscheidungskompetenzen anzueignen.

    Durch die Konzeption als Fernstudium mit integrierter Internetplattform und regelmäßigen Seminaren eignet sich der MBA in besonderem Maße zum Selbststudium. Am 23. Januar haben alle Interessenten die Möglichkeit, Fragen zu den Inhalten, Zulassungsvoraussetzungen und dem Ablauf des Studiums zu stellen.


    Informationen: http://www.jenall.de/gm
    www.eah-jena.de/mbagm

  • Entspannter Umgang mit digitalen Medien

    ​(9. Januar 2019) Digitalisierung und künstlicher Intelligenz prägen heute unsere Arbeit und Freizeit. Die smarte Welt verändert unseren Alltag: Arbeitsprozesse, Handlungen, Verhalten und Kommunikation werden neu definiert. Digitale Innovationen bieten viele Vereinfachungen, Verbesserungen und Komfort. Doch sie sorgen auch für neue Spannungsfelder und gesundheitliche Belastungen. Häufig kommt es zu Störungen des Sehens und der Körperhaltung. Um diese fachgerecht zu erfassen und zu verstehen, zu diagnostizieren und zu therapieren, ist interdisziplinäres Denken und Handeln wichtiger denn je. 

    Am 20. März 2019 findet zu dieser aktuellen Thematik von 9.00 bis 17.30 Uhr in Haus 4 der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena das 4. Interdisziplinäre Symposium für Bildschirmarbeit INTERBILD mit dem Schwerpunkt „Entspannter Umgang mit digitalen Medien“ statt.

    Ein (ent)spannendes Vortragsprogramm zeigt wichtige Zusammenhänge des Sehens und der Körperhaltung für Prävention, Diagnostik und Therapie auf. Informieren Sie sich zu neuesten Forschungsergebnissen und erhalten Sie praktische sowie präventive Tipps, um die digitale Revolution entspannt zu gestalten. Die Fachbeiträge sind interdisziplinär und haben ein breites Spektrum: Aktuelle Auswirkungen digitaler Medien auf Gesundheit, Bildung und Gesellschaft, für digitale Medien optimierte Brillen und Kontaktlinsen, sensomotorische Stimulierung der Körperhaltung und physiotherapeutische Maßnahmen zum entspannten Umgang mit digitalen Medien bis hin zu neuesten Trends der ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung.  Die parallele Industrieausstellung lädt ein, innovative Ergonomie direkt zu testen.

    Das 4. INTERBILD Symposium richtet sich an alle Fachdisziplinen in Praxis und Forschung, welche sich mit dem Thema „Bildschirmarbeit“ beschäftigen (z. B. Arbeitsmediziner, Augenärzte, Augenoptiker, Büroausstatter, Ergotherapeuten, Innenarchitekten, Manualmediziner, Möbeldesigner, Optometristen, Orthopäden, Osteopathen, Physiotherapeuten, Sportmediziner u. v. m.

    Programm und Anmeldung unter:  https://ergoptometrie.de/4interbild2019/
    Ermäßigte Preise bei Anmeldung bis zum 1. März

    Fachliche Leitung:
    Prof. Dr. Stephan Degle, Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Carl-Zeiss-Promenade 2, 07745 Jena (optometrie@eah-jena.de)
    Tel. 03641/205-438

    Organisation: Ernst-Abbe-Hochschule Jena und JenALL e.V. (mail@jenall.de)

    Ansprechpartner für Sponsoren und Aussteller: Peter Perschke (mail@jenall.de) oder Tel. 03641/205-108

  • Wechsel im Vorstand der Karl-Heinz-Johannsmeier-Stiftung der Bibliothek der EAH Jena

    ​(20. Dezember 2018) In der Karl-Heinz-Johannsmeier-Stiftung der Bibliothek der Ernst-Abbe-Hochschule Jena gab es einen Wechsel im Vorstand: Der amtierende Rektor, Prof. Dr. Steffen Teichert, übernahm den Vorsitz von Prof. Dr. Gabriele Beibst.

    Die Stiftung wurde im Frühjahr 2016 mit einer Anschubfinanzierung von 100.000 € gegründet. Der Stifter Karl-Heinz Johannsmeier ist Absolvent der ehemaligen Ingenieurschule „Carl Zeiss“ Jena und lebt seit den 1960-er Jahren in den USA. Dort ist er bis heute als Unternehmer, Erfinder und Förderer zahlreicher start-ups erfolgreich.

    Aufgabe der Stiftung ist es, die Hochschulbibliothek gut ausgestattet zu halten, so auch im Hinblick auf Digitalisierung und Modernisierung. Da jede Aktivität der Stiftung gleichzeitig auch der Hochschule unmittelbar zugutekommt, liegt eine enge Zusammenarbeit beider Institutionen nahe. Beide Parteien haben in einem entsprechenden Rahmenvertrag 2018 vereinbart, sich über gemeinsame Möglichkeiten und Projekte auszutauschen und regelmäßig zusammenzuarbeiten, wobei das Interesse der Stiftung und die Reputation der Hochschule bestmöglich gefördert werden sollen.

    Neben Prof. Dr. Teichert als neuem Vorsitzendem gehören dem Stiftungsvorstand die ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Analytik AG Jena, Klaus Berka, sowie der Sparkasse Jena-Saale-Holzland, Erhard Bückemeier, an. Komplettiert wird der Vorstand durch Lothar Löbnitz, den langjährigen Leiter der Hochschulbibliothek, sowie den Justiziar der Hochschule, Dr. Carsten Morgenroth.
     
    sn

  • Junger Mathematiker berufen

    ​(20. Dezember 2018) Zum aktuellen Wintersemester wurde Christopher Schneider als Professor an die Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena berufen. Er lehrt seit dem 1. Oktober dieses Jahres im Fachbereich Grundlagenwissenschaften der EAH Jena Mathematik. Der Fachbereich ist für die Ausbildung der Studierenden in Mathematik, Informatik und Physik sowie verschiedenen Fremdsprachen verantwortlich.

    Der junge Mathematiker (Jahrgang 1986) wurde in Gera geboren. Er studierte und promovierte an der Universität Jena. Seine Promotion fertigte Schneider zu numerischen Verfahren und Regularisierungstechniken auf dem Gebiet der optimalen Steuerung an.

    Prof. Dr. Schneider ist Co-Autor des Lehrbuches „EAGLE-Starthilfe – Optimale Steuerung“, welches 2013 im Leipziger Eagle-Wissenschaftsverlag veröffentlicht wurde. Der Wissenschaftler sagt dazu: „Es gibt immer wieder neue Herausforderungen, die das Gebiet der optimalen Steuerung zu einem der faszinierendsten Teilgebiete der angewandten Mathematik machen. Ich denke hier beispielsweise an die Steuerung von Fahrzeugen und Robotern oder auch an die Optimierung der Produktionsplanung in Unternehmen“.

    Innerhalb eines durch die Carl-Zeiss-Stiftung geförderten Projekts befasste sich Schneider zuletzt auch mit Optimierungsverfahren für Probleme des maschinellen Lernens, insbesondere mit Verfahren zur Matrixfaktorisierung. „Daten aus so unterschiedlichen Gebieten wie der Computerlinguistik, der Bioinformatik oder des E-Commerce haben eine natürliche Repräsentierung als Matrix. Faktorisierungen dieser Datenmatrizen ermöglichen dann zum Beispiel die Klassifikation von Texten, die Bestimmung krankheitsauslösender Gene oder auch individuelle Produktempfehlungen für Kunden“, so der Mathematiker.
     

    Informationen und Kontakt: Prof. Dr. Christopher Schneider
    christopher.schneider@eah-jena.de

  • Wettrennen bergauf

    ​(11. Dezember 2018) Zum traditionellen, jährlichen Konstruktionswettbewerb lädt die Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena am 21. Dezember um 9.30 Uhr in den Hörsaal 7 (Haus 4, Raum 04.00.02), herzlich ein.

    Der bereits 12. Wettbewerb steht unter dem Motto: „Runter kommen alle, wer kommt wieder rauf?“. Die Studierenden des ersten Semesters des Studiengangs Feinwerktechnik, unter ihnen auch zwei junge Frauen, sollen ein Gerät entwickeln, das auf einer schiefen Ebene eine Kugel bergab an eine vorgegebene Position transportiert und sich nach Erreichen der talseitigen Begrenzung eine möglichst große Strecke wieder bergauf bewegt.

    Aufgabenstellung 2018:
    http://web.eah-jena.de/~schroeck/projekt1/Aufgabenstellung%20Wettbewerb%2018.pdf

    Informationen und Kontakt: Prof. Dr. Martin Schröck
    martin.schroeck@eah-jena.de

  • Der Nachtfalter macht es vor

    ​(10. Dezember 2018) Am 8. Dezember erhielt eine Forschungsgruppe mit Wissenschaftlern der Nanopta GmbH aus Lonsee (Baden-Württemberg), dem Max-Planck-Institut für medizinische Forschung Heidelberg und der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena den 2. Preis des erstmals vergebenen Lothar-Späth-Awards für ihr Verbundforschungsprojekt „nanoAR – biomimetische Nanostrukturen für Hochleistungsoptiken".

    Bei der Entwicklung der neuen nanoAR-Technologie imitierten die Forscher die Oberflächenstruktur der Augen von Nachtfaltern. „Der Nachtfalter macht es uns vor", erläutert Prof. Dr. Robert Brunner, Fachbereich SciTec der EAH Jena: „Die Augen nachtaktiver Insekten sind so beschaffen, dass sie einfallendes Licht praktisch nicht reflektieren. Unsere Forschungsgruppe hat sich diese Oberflächenstruktur zum Vorbild genommen und ein Verfahren entwickelt, um eine derartige Struktur zu erzeugen und auf optische Materialien zu übertragen".

    Bei dem neuen Verfahren werden winzige Strukturen von wenigen Nanometern auf Oberflächen aufgebracht. Sie entspiegeln damit optische Bauteile wie Linsen und Prismen. Die besonderen Vorteile dieser Antireflexionsbeschichtungen gegenüber konventionellen Dünnschichtbeschichtungen sind eine sehr hohe optische Qualität mit extrem geringer Reflexion, einer außerordentlich hohen Lichtdurchlässigkeit und einer äußerst geringen Winkelabhängigkeit der Reflexion. Zudem werden ein sehr breitbandiger Wirkungsbereich sowie die Anwendbarkeit auf stark gekrümmten Flächen erreicht. Damit bietet die nanoAR-Technologie neue Lösungsansätze für Hochleistungsoptiken unter anderem im Bereich der Medizin-, Display- und Sensortechnik.

    Informationen und Kontakt: Prof. Dr. Robert Brunner
    robert.brunner@eah-jena.de

    www.lothar-spaeth-award.de/

     

  • Einbindung der Digitalisierung in die Montage

    (10. Dezember 2018) Die Carl-Zeiss-Stiftung fördert das Projekt ,,SMART ASSEMBLY - Werkerassistenzsysteme mittels Augmented Reality" der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena mit bis zu 750.000 €. Das im Rahmen der Programmlinie „Transfer" für drei Jahre unterstützte Vorhaben startet am 1. April des kommenden Jahres.

    Ziel des Projektes ist die Entwicklung moderner Assistenzsysteme in der Montage, mit Hilfe von Augmented/Mixed Reality-Technologien (kurz AR/MR). Im Fokus stehen die Unterstützung der Mitarbeiter, die Abbildung von Montageaufgaben sowie Prozessanalysen mit Hilfe von AR bzw. MR. Durch die technischen Hilfsmittel der AR, wie Smart Glasses, Head Sets oder AR-Installationen, kann beispielsweise die reale Umgebung mit zusätzlichen virtuellen Objekten und Informationen ausgestattet werden. Auch die Abfrage von Informationen und Daten ist möglich.

    „Die manuelle Montage ist für produzierende Unternehmen oftmals durch hohe Zeit- und Kostenfaktoren geprägt", erläutert der Projektverantwortliche der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Prof. Dr. Tobias Pfeifroth, „Unser Projekt SMART ASSEMBLY forscht an der Einbindung der Digitalisierung in die Montagetätigkeit. Dies ist unser Forschungsziel. Es könnte zu einer gesamtheitlichen Optimierung der manuellen Montage führen" so der Wirtschaftsingenieur.

    Der schwerpunktübergreifende Forschungsbereich „Digitale Technologien in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft" ist seit 2013 ein strategisches Handlungsfeld an der EAH Jena, das kontinuierlich und systematisch entwickelt wird. Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere die Förderung der fachgebiets- und fachbereichsübergreifenden interdisziplinären Kooperation. Das betrifft sowohl die wissenschaftliche Lehre, als auch Forschung und Transfer der Hochschule.

    „Smart Assembly ordnet sich in diesen Kontext hervorragend ein", unterstreicht EAH-Rektor Prof. Dr. Steffen Teichert und ergänzt: „Im Projekt werden die Fachgebiete Konstruktion, Montagetechnik und Informationstechnik verknüpft und gleichzeitig ein Bogen zur Erforschung und Anwendung innovativer digitaler Technologien gespannt. In den zentralen Thüringer Kernbranchen haben wir diesbezüglich einen bedenklichen Mangel an Fachkräften. Hier setzt die Ernst-Abbe-Hochschule Jena durch verschiedene Entwicklungen in der Digitalisierung neue Schwerpunkte für die Zukunft. Wir danken der Carl-Zeiss-Stiftung für die Unterstützung des Vorhabens mit dieser beträchtlichen Summe sehr herzlich".

    Informationen und Kontakt: Prof. Dr. Tobias Pfeifroth
    tobias.pfeifroth@eah-jena.de

     

     

  • Geschichten der Vergangenheit

    ​(7. Dezember 2018) Der Museums- und Veranstaltungsort „Ferropolis“ liegt etwa 20 km entfernt von Dessau auf einer Halbinsel im gefluteten Tagebau Golpa-Nord. Hier findet man ausgediente Schaufelrad- und Eimerkettenbagger von bis zu 130 Metern Länge und 30 Metern Höhe.

    Diese Stahlmonumente stehen im Mittelpunkt einer Ausstellung des Fotoklubs JENA´78, die derzeit in der Ernst-Abbe-Hochschule Jena zu sehen ist. Für die Fotografen erzählt dieser Blick in die Vergangenheit Geschichten wie Geschichte:

    „Alte Gebäude oder Technik stehen als Zeugnisse, verbunden mit Schicksalen von Menschen und der Umgestaltung von Landschaften.  Es sind Plätze, an denen Menschen gelebt und gearbeitet haben. Was wird aus diesen Orten – abreißen, die Spuren verwischen oder auf der Vergangenheit aufbauend neu nutzen, einen Neuanfang wagen?“, so die Mitglieder des Jenaer Fotoklubs, die in Ferropolis die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart für ihre künstlerische Arbeit nutzten.

    Die Ausstellung „Was wird aus unserer Vergangenheit?“ ist noch bis zum 18. Januar 2019 im Foyer vor der Aula in Haus 4 der EAH Jena für Besucher zugänglich.

    sn
    Quellen: Fotoklub JENA´78; Wikipedia


    „Was wird aus unserer Vergangenheit“ - Ausstellung des Fotoklubs JENA´78
    Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena,
    07745 Jena, Carl-Zeiss-Promenade 2
    Haus 4, Foyer im EG, Mo – Fr. von 8 bis 20 Uhr
    Zwischen den Feiertagen ist die Hochschule geschlossen.

  • IT-Spezialist berufen

    ​(6. Dezember 2018) Zum aktuellen Wintersemester wurde Michael Stepping als Professor an die Ernst-Abbe-Hochschule berufen. Der IT-Spezialist ist für das Lehrgebiet „Mobile and Cloud Computing“ verantwortlich und hat die gleichnamige Carl-Zeiss-Stiftungsprofessur im Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen inne.

    Prof. Dr.-Ing. Michael Stepping schloss sein Studium der Elektrotechnik mit der Vertiefung Technischen Datenverarbeitung an der Universität Siegen ab und promovierte an der Fernuniversität Hagen auf dem Gebiet des Multimedia-Streamings zum Thema „Ein Beitrag zu MPEG-4 Broadcast unter Nutzung von IP-Multicast.

    Der 49-jährige kann auf zahlreiche Berufserfahrungen verweisen: Er arbeitete unter anderem als Systementwickler, IT-Berater und als Projektmanager in Instituten und Firmen, u.a. der Deutschen Post. Bis heute ist er Geschäftsführer der avinotec GmbH in Siegen.

    Von 2014 bis 2018 lehrte der Vater zweier Kinder als Professor für „Mobile Software Development“ an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hof (Bayern) in der Fakultät Informatik, in den Bereichen der Handy-Programmierung unter Android - Smartphone Programming.

    Die Stiftungsprofessur „Mobile and Cloud Computing“ im Studiengang eCommerce der EAH Jena beschäftigt sich mit vielen Aspekten der mobilen Nutzung von Diensten in den Bereichen eCommerce/mCommerce.

    Für den Wissenschaftler steht die Frage im Vordergrund, was es bei der mobilen Nutzung von digitalen Angeboten im Netz zukünftig zu beachten gibt. Neben der Erstellung von nativen Anwendungen (Android) und auch betriebssystem-übergreifenden Programmierungen sind weitere wichtige Aspekte die online- und offline-Nutzung der Dienste sowie die Bedienbarkeit und Bedienkonzepte von mobilen Anwendungen. In den Cloud-Lösungen sind neben technischen Herausforderungen, wie verschiedenste Virtualisierungen, Skalierbarkeit und Wartbarkeit, auch Anforderungen an den Datenschutz zu berücksichtigen.

    Informationen und Kontakt: Prof. Dr. Michael Stepping
    michael.stepping@eah-jena.de

  • Lehre und Forschung in der Hochleistungskeramik

    (5. Dezember 2018) Dr. Ingolf Voigt wurde heute als Honorarprofessor an die Ernst-Abbe-Hochschule Jena bestellt. Rektor Prof. Dr. Steffen Teichert übergab dem Wissenschaftler die Berufungsurkunde.

    Mit der Honorarprofessur wurde Voigts langjährige Lehrtätigkeit an der Hochschule gewürdigt. Seit 2010 hält er die Vorlesung „Keramiktechnologie“ für Masterstudierende der Werkstofftechnik im Fachbereich SciTec. Als stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme IKTS hat er in den vergangenen Jahren zahlreiche Studierende für Qualifikationsarbeiten am Institutsstandort in Hermsdorf betreut. Darüber hinaus engagiert sich Prof. Dr. Voigt im Hochschulrat der EAH Jena.

    Voigt studierte zunächst Chemie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und promovierte dort 1993. Anschließend arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter, später als stellvertretender Institutsleiter am damaligen Hermsdorfer Institut für Technische Keramik (HITK). Nach dem Zusammenschluss mit dem Fraunhofer IKTS übernahm er ab 2013 als stellvertretender Institutsleiter die Standortleitung in Hermsdorf. Voigt ist am Institut zudem fachlich verantwortlich für den Bereich »Umwelt- und Verfahrenstechnik« und forscht unter anderem an der Wasseraufbereitung mit keramischen Membranen. Seine Forschungsarbeit zu keramischen Nanofiltrationsmembranen wurde 2017 mit dem Joseph-von-Fraunhofer-Preis ausgezeichnet.

    „Ich fühle mich seit vielen Jahren mit der Ernst-Abbe-Hochschule verbunden. Das praxisorientierte Studium der EAH und die anwendungsfokussierte Forschung, die wir am Fraunhofer IKTS betreiben, passen sehr gut zusammen. Dafür sprechen die vielen Studierenden, die zu uns ans Institut kommen, um sich näher mit Hochleistungskeramik zu beschäftigen. Die Ernennung zum Professor freut mich sehr und bestärkt mich darin, mich auch zukünftig in die Lehre einzubringen, mein Wissen auf dem Gebiet der Keramik zu vermitteln und die gemeinsame Forschung mit den Kollegen an der Hochschule auszubauen“, so der Wissenschaftler nach dem Erhalt der Urkunde.

    Zwischen der Jenaer Hochschule und dem Fraunhofer IKTS, sowie dem Vorgängerinstitut HITK, besteht seit vielen Jahren eine enge Kooperation. Die EAH Jena ist auf Grund ihres ingenieurwissenschaftlichen Ausbildungsprofils unter anderem in der Werkstofftechnik, der Umwelttechnik und im Maschinenbau ein wichtiger Partner bei der Nachwuchsgewinnung. Seit 2005 beteiligt sich das Fraunhofer IKTS daher unentgeltlich an der Ausbildung der Studierenden durch die Übernahme von Lehrveranstaltungen.

    „Die Berufung von Herrn Dr. Voigt als Honorarprofessor im Fachgebiet der Keramiktechnologie verstetigt die anspruchsvolle Lehre für unsere Studierenden durch einen hochkompetenten Wissenschaftler. Die Verbindung von Forschungskompetenz und wissenschaftlicher Lehre ist eines unserer Alleinstellungsmerkmale als Hochschule für angewandte Wissenschaften“, unterstrich Rektor Prof. Dr. Teichert.

    Informationen und Kontakt: Prof. Dr. Ingolf Voigt
    ingolf.voigt@eah-jena.de


    Annegret Kolarow, Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Sigrid Neef, Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

     

     

     

  • Rundgang bei einem Werkzeugmaschinenhersteller

    ​(3. Dezember 2018) Im November besuchten Studierende der Fachbereiche Maschinenbau und SciTec der Ernst-Abbe-Hochschule Jena gemeinsam mit ihrer Fertigungstechnik-Professorin, Dr. Marlies Patz, die DMG MORI Hausausstellung der DECKEL MAHO Seebach GmbH.

    Während des etwa einstündigen Betriebsrundgangs durch verschiedene Abteilungen der Produktion konnte die Entstehung verschiedener Baureihen von Fräsmaschinen anschaulich nachvollzogen werden. Dabei erfuhren die Studierenden anhand konkreter Beispiele auch, wie das Thema Industrie 4.0 im Werk umgesetzt wird.

    Der seitens des Unternehmens zur Verfügung gestellte Betreuer, selbst ein Absolvent der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, beantwortete Fragen unter anderem zur Maschinenvernetzung, zu Produktionskosten und zu erzielbaren Genauigkeiten. Des Weiteren erteilte er Informationen zum Absolvieren von Praxisphasen sowie zur Erstellung von Abschlussarbeiten im Werk.

    Nach dem Rundgang schauten sich die Studierenden die ausgestellten Maschinen und Anlagen an. Konkret waren Dreh- und Fräsmaschinen, Anlagen zur additiven Fertigung sowie auch zugehörige Mess- und Automatisierungstechnik im Einsatz zu sehen. Eine ausgezeichnete kulinarische Versorgung rundete den Besuch ab.

    Informationen und Kontakt: Prof. Dr. Marlies Patz
    marlies.patz@eah-jena.de

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Stipendium für EAH-Studentin mit sehr gutem Berufsabschluss

    ​(30. November 2018) Der 7. September 2018 war für Isabelle Sitzberger ein besonderer Tag: Sie wurde als 10.000ste Stipendiatin im „Aufstiegsstipendium für Berufserfahrene“ der Stiftung „Begabtenförderung berufliche Bildung (sbb)“ in Berlin ausgezeichnet.

    Frau Sitzberger studiert seit Oktober 2017 E-Commerce an der Erst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena. Nach dem Abschluss der Mittleren Reife absolvierte sie zunächst eine Ausbildung als Industriekauffrau und arbeitete weiter in ihrem Ausbildungsbetrieb. 2015 schloss die damals 20-jährige eine berufsbegleitende Weiterbildung zur Wirtschaftsfachwirtin an: „Zwar gefiel mir mein Beruf als E-Commerce Managerin, wo ich verantwortlich für den Online Vertrieb sowie das Online Marketing war, doch ich wollte noch mehr darüber lernen“, erzählt die gebürtige Deggendorferin.

    Der Weiterbildungsabschluss ermöglichte ihr ein Hochschulstudium, das Fach E-Commerce war naheliegend. So sah sich die junge Frau nach passenden Studienangeboten um und wurde an der EAH Jena im Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen fündig: „Das Bachelorstudium E-Commerce war die perfekte Wahl für mich“.

    Im ersten Semester finanzierte sie sich noch komplett selbst: kein BAföG, keine Förderung, kein Stipendium. Das war sehr anstrengend, erinnert sich Isabelle Sitzberger: „Ich habe im Homeoffice für mein ehemaliges Unternehmen gearbeitet und befand mich immer wieder in dem Zwiespalt zwischen studieren, arbeiten und Freizeit“. Letztere war spärlich, so dass die Studentin beschloss, sich um ein Stipendium zu bewerben und ihren Arbeitgeber um ein Empfehlungsschreiben bat.

    Im Frühjahr 2018 bewarb sie sich um das Aufstiegsstipendium. Das gute Empfehlungsschreiben ihrer Firma brachte sie über die erste Hürde des dreistufigen Auswahlverfahrens. Alle drei Auswahlrunden bestand Isabelle Sitzberger mit Erfolg.

    Das Stipendium ermöglicht es ihr, sich voll und ganz auf das Studium zu konzentrieren und sie rät allen Studierenden in ähnlicher Situation: „Auch ein besonders guter beruflicher Abschluss kann für die Bewerbung qualifizieren. Ich würde es jedem mit Berufserfahrung empfehlen, sich für das Aufstiegsstipendium zu bewerben“.

    An der EAH Jena konnten schon mehr als 25 Studierende von dieser Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung profitieren. Das Aufstiegsstipendium hat einige Besonderheiten:  Voraussetzungen für eine Bewerbung sind eine abgeschlossene Berufsausbildung, mehrere Jahre Berufserfahrung und besondere Leistungen in der beruflichen Praxis. Der Schulabschluss und Schulnoten spielen bei der Bewerbung keine Rolle. Rund 40 Prozent der Stipendiatinnen und Stipendiaten studieren berufsbegleitend. Auch wer schon lange Jahre im Arbeitsleben steht, kann sich bewerben.

    sn
    Quelle: sbb

  • Für gesunde Arbeit in Thüringen

    (29. November 2018) Das „Thüringer Siegel für Gesunde Arbeit" wurde am 28. November in der Ernst-Abbe-Hochschule Jena vergeben. Im Rahmen des „Tages für Gesunde Arbeit" wurden am Nachmittag folgende Unternehmen ausgezeichnet: Das Thüringer Siegel für Gesunde Arbeit in Gold erhielt die Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH, Akademie Jena. Das silberne Siegel ging an die Erfurter erf24 touristic services GmbH. Über das Bronzesiegel freut sich die Diako Thüringen gemeinnützige GmbH aus Eisenach.

    Alle drei Unternehmen bzw. Einrichtungen können auf ein hohes Engagement für die Mitarbeitergesundheit und gesunde Arbeitsbedingungen verweisen. Das Erfurter Touristikunternehmen Erf24 erhielt weiterhin den „Förderpreis für besonderes Engagement" der Merkur Bank. Diese Auszeichnung gibt es für besonderes Engagement bei den gesundheitsförderlichen betrieblichen Maßnahmen, Angeboten und Leistungen. Sie ist mit einem Preisgeld von 1.000 € dotiert.

    Der „Tag für Gesunde Arbeit" war ausgefüllt mit Vorträgen und Workshops rund um die Themen Gesundheit am Arbeitsplatz und Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM). Ein weiterer Höhepunkt war die Vorstellung der „Regionalen physischen BGF-Koordinierungsstelle Thüringen", als neues Beratungs- und Koordinierungsangebot für bessere Gesundheitsförderung insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen in Thüringen.

    Mit Unterstützung des Thüringer Gesundheitsministeriums bietet die gemeinsame Koordinierungsstelle von AOK PLUS und BARMER ab sofort intensive persönliche Beratung zu allen Themen der Gesunden Arbeit an. Projektpartner sind weiterhin die DGAUM (Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin) sowie die Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena.

    Die neue Koordinierungsstelle ist erreichbar unter Tel. 03641 - 205 767 und 205 942 sowie per E-Mail unter Christiane.Krueger@eah-jena.de und Steffi.Burchert@eah-jena.de. Auf Wunsch können auch persönliche Gespräche vor Ort im Unternehmen von qualifizierten Beratern durchgeführt werden. Die Leistungen sind für alle Thüringer Unternehmen kostenlos.

     

    Informationen und Kontakt: Prof. Dr. Heike Kraußlach
    heike.krausslach@eah-jena.de

     

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    (Quelle: BARMER/AOK Plus)

     

     

     

     

  • Neues Bündnis für bessere Gesundheitsförderung in Thüringer Unternehmen ins Leben gerufen

    ​Erfurt, 28. November 2018 – Bei Prävention und betrieblicher Gesundheitsförderung sehen viele Kleinstunternehmen sowie kleine und mittelständische Firmen in Thüringen noch immer großen Nachholbedarf. Nach einer Studie der Deutschen Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin (DGAUM) schätzt knapp die Hälfte der fast 800 befragten Thüringer Betriebe ihren Wissensstand auf dem Gebiet des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes als mittelmäßig ein oder noch schlechter. Um speziell kleinere Unternehmen zu unterstützen, haben AOK PLUS und BARMER sowie das Thüringer Gesundheitsministerium eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Eine gemeinsame regionale physische Koordinierungsstelle bietet ab sofort intensive persönliche Beratung zur besseren Koordinierung und um die Angebote in Thüringen auszubauen. Partner sind dabei die Ernst-Abbe-Hochschule (Jena) sowie die DGAUM. Dieses persönliche Angebot soll das bereits bestehende, reine Online-Angebot der gesetzlichen Krankenversicherung ergänzen. Besonderes Extra: Durch die Zusammenarbeit der Regionalen Physischen Koordinierungsstelle mit den beiden Projekten „Netzwerk Gesunde Arbeit“ und „Gesund arbeiten in Thüringen“ werden bei der Beratung arbeitsmedizinische Themen wie Mutterschutz, Erste Hilfe im Betrieb, Arbeitsunfälle oder Unterweisungen sinnvoll mit Betrieblicher Gesundheitsförderung kombiniert.

    Birgit Dziuk, Landesgeschäftsführerin der BARMER: „In Thüringen gibt es eine Vielzahl an Angeboten und Trägern rund um das Thema Gesundes Arbeiten. Kleine Unternehmen wünschen sich deshalb oft eine persönliche Beratung, die möglichst bedarfsorientiert, aber auch qualitätsgesichert aus einer Hand erfolgt. Fachkräftemangel und älter werdende Beschäftigte aus der Baby-Boomer-Generation führen zu einem Umdenken in der Wirtschaft. Prävention ist zwar mit Investitionen verbunden, aber die Produktivität und Bindung an das Unternehmen steigen. Nicht zuletzt sind gesunde Mitarbeiter auch motiviertere Mitarbeiter.“

    Heiko Kotte, Bereichsleiter Gesundheitsförderung der AOK PLUS: „Mit der Physischen Koordinierungsstelle wollen wir gemeinsam mit unseren Partnern insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen in Thüringen erreichen, denn dort ist die Mehrheit der Thüringer Beschäftigten tätig. Das Präventionsgesetz muss in der Arbeitswelt noch besser umgesetzt werden, und dazu leisten wir gemeinsam einen konkreten Beitrag durch Ansprechpartner vor Ort, die gezielt auf die Bedarfe der Unternehmen eingehen. Denn je gesünder die Mitarbeiter, desto gesünder das Unternehmen.“

    Ministerin Heike Werner: „Über den gesetzlichen Arbeitsschutz hinaus gewinnen sogenannte weiche Standortfaktoren an Bedeutung. Wir erleben, dass Firmen bessere Chancen bei der Fachkräftegewinnung und -sicherung haben, wenn sie gezielt in die Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter investieren. Deshalb unterstützen wir die Koordinierungsstelle zur Förderung der betrieblichen Gesundheit im Freistaat.“

    Die neue physische Koordinierungsstelle ist ab sofort telefonisch erreichbar unter 03641 / 205 767 und 03641 / 205 942 sowie per E-Mail unter Christiane.Krueger@eah-jena.de und Steffi.Burchert@eah-jena.de. Auf Wunsch können auch persönliche Gespräche vor Ort im Unternehmen von qualifizierten Beratern durchgeführt werden. Die Leistungen sind für alle Thüringer Unternehmen kostenlos.

     

    BARMER Landesvertretung Thüringen, Prävention BGM BGF/Projekt GAIT

  • Gleichstellung und Familiengerechtigkeit

    (27. November 2018) 38% der Studierenden der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena sind weiblich. Das ist kein kleiner Anteil. Jedoch kommt es, wie immer, auf die Details und die nähere Betrachtung an: Während die Frauen im Ingenieurfach Biotechnologie mit 54,2 % sehr gut vertreten sind und in Studiengängen wie Soziale Arbeit, Hebammenwesen und Pflege sogar dominieren, sind der Maschinenbau oder die Elektrotechnik nahezu reine Männerdomänen. Im Zahlenverhältnis von Professorinnen und Professoren ist das nicht viel anders, auch wenn in den vergangenen Jahren beispielsweise zwei Informatik-Professorinnen an die Hochschule berufen wurden.

    Um eine Trendwende in den so genannten MINT-Studiengängen zu erreichen, hat die EAH Jena ein Gleichstellungskonzept erarbeitet, das kürzlich für das neue „Professorinnen-Programm“ von Bund und Ländern ausgewählt wurde. Das Programm fördert Hochschulen bei der Berufung von Frauen auf Professuren mit einer Anschubfinanzierung für Gleichstellungsmaßnahmen. Die Ernst-Abbe-Hochschule ist damit berechtigt, bei der Erstberufung von Frauen auf unbefristete Professuren bis zu drei Anschubfinanzierungen für Gleichstellungsmaßnahmen zu beantragen. Das Gehalt wird dann von Bund und Land getragen, so dass die frei werdenden Mittel für Gleichstellungsvorhaben der Hochschule eingesetzt werden können.

    "Unser Ziel zur Verbesserung der Gleichstellung an der EAH Jena ist die Schaffung einer Infrastruktur, die nicht nur die Mitwirkung an der Gleichstellungsarbeit erleichtert, sondern auch zu einer besseren Wirksamkeit sowie Sichtbarkeit des Engagements führt. Wir freuen uns daher sehr, dass sich unser Konzept durchsetzen konnte", so EAH-Rektor Prof. Dr. Steffen Teichert. Ebenso im Fokus der Gleichstellung an der EAH Jena sieht Teichert die Verbesserung der Familiengerechtigkeit.

    sn

  • EAH Jena bietet Zertifikatslehrgang zum „Betrieblichen Gesundheitsmanager" an

    ​(23. November 2018) Ab dem kommenden Jahr bietet die Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena in Zusammenarbeit mit der Weiterbildungsakademie JenALL e.V. den Zertifikatslehrgang „Betriebliche/r Gesundheitsmanager/in" an.

    Gesunde Beschäftigte gehören zu den wichtigsten Ressourcen für ein zukunftsorientiertes, innovatives und erfolgreiches Unternehmen. Steigende Ansprüche an die Qualität und Effizienz von Arbeitsprozessen erfordern nicht nur qualifizierte, sondern auch motivierte und zufriedene Beschäftigte.

    Die nachhaltige Etablierung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) dient unter anderem der Förderung der Gesundheit der Beschäftigten. Das BGM ist somit nicht zuletzt für den Erhalt der Leistungs- und Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens wichtig. Die Umsetzung des BGM ist eine wesentliche Aufgabe von Führungskräften und benötigt für das Thema kompetente Ansprechpartner und Verantwortliche.

    Im neuen Zertifikatslehrgang werden, ausgehend von betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Grundlagen, unterschiedliche Strategien und Instrumente des BGM reflektiert und dabei deren praktischer Nutzen herausgearbeitet. Die theoretischen Lehrinhalte werden durch praktische (Fall-)Beispiele untermauert. Darüber hinaus werden Umsetzungs- und Gestaltungsprozesse sowie die Wirkungsweise von BGM-Konzepten analysiert, um grundlegende Voraussetzungen für die Praxisanwendung zu schaffen.

    Alle Module können auf Wunsch einzeln gebucht werden. Der Lehrgang schließt mit einem Teilnahmezertifikat ab. Anmeldeschluss ist der 14.12.2018.

    Anmeldung unter: www.jenall.de/bgm

     

     

     

     

     

  • Gesunde Arbeit in Thüringen

    ​(22. November 2018) Zum „Tag der Gesunden Arbeit“ lädt die Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena am kommenden Mittwoch, den 28. November, ein.

    Von 9.00 bis 17.00 Uhr gibt es in der Hochschulaula (Erdgeschoss von Haus 4) Vorträge und Workshops rund um die Themen Gesundheit am Arbeitsplatz und Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM).

    Während am Vormittag die Vorträge auf dem Programm stehen, unter anderem zur Arbeitsmedizin, zur Einführung und Umsetzung eines BGM, aber auch zur Motivation und Belastung bei leistungssportlichen Zielen, gibt es am Nachmittag den Praxisblock mit drei Workshops.

    Ein Höhepunkt des Tages ist um 16.25 Uhr die Vergabe der „Thüringer Siegel für gesunde Arbeit“, sowie des diesjährigen „Förderpreises für besonderes Engagement“ der Merkur Bank.

    Kontakt: Prof. Dr. Heike Kraußlach
    heike.kraußlach@eah-jena.de

    Programm: https://www.eah-jena.de/de-de/presse_/Documents/Programme_VA/Programm%20Tag%20der%20Gesunden%20Arbeit%202018.pdf

    sn

  • 20 Jahre Augenoptik der EAH Jena

    ​(21. November 2018) Seit 20 Jahren gibt es die augenoptischen Studiengänge an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Dies wird am kommenden Samstag in der Mensaan der Carl-Zeiss-Promenade gefeiert.

    Im Rahmen des 21. Augenoptischen Kolloquiums stellen vor allem Absolventinnen und Absolventen ihr Fachgebiet Augenoptik/Optometrie/Ophthalmotechnologie und Vision Science vor.

    Ab 9.00 Uhr berichten die ehemaligen Studierenden über ihren Werdegang und ihre aktuelle Berufspraxis. Nicht zuletzt steht auch das Thema „Forschung“ im Mittelpunkt des Tages mit zahlreichen Impulsen und Erfolgsrezepten für die optometrische Praxis.

     

    Anmeldung, Informationen und Programm:
    https://augenoptik.eah-jena.de/aokolloquium2018/

    Kontakt: Prof. Dr. Stephan Degle
    stephan.degle@eah-jena.de

  • „Best Paper Award“ für David Schreiber und Jürgen Kampe

    ​(15. November 2018) David Schreiber, Doktorand an der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena, und sein betreuender Professor, Dr. Jürgen Kampe, wurden in diesem Herbst mit dem „Best Paper Award“ der Fachtagung „ANALOG 2018“ ausgezeichnet.

    Beide Wissenschaftler arbeiten am Institut für integrierte Systeme im Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der EAH Jena. Sie beschäftigen sich hier besonders mit dem Design von integrierten mixed-signal Schaltungen für Sensoranwendungen, speziell mit Methoden zur Entwurfsautomatisierung von analogen Schaltungskomponenten.

    Auf der 16. ANALOG in München im September stellten sie ihre Entwicklung eines „algorithmischen Ansatzes für die automatisierte Modellierung des vollständigen Eigenschaftsraumes elektronischer Schaltungen“ vor, mit dem, so David Schreiber: „der gesamte realisierbare Eigenschaftsraum einer Schaltungstopologie bestimmt werden kann.“ Der Mechatroniker und Masterabsolvent der Elektrotechnik und Informationstechnik erläutert dazu, dass die hohen Freiheitsgrade beim Design von analogen Schaltungsteilen wie ein „Flaschenhals“ für einen Schaltkreisentwurf wirken: „Unser Paper stellt eine Lösung für dieses komplexe Problem vor“.

    Seit 2016 arbeitet David Schreiber an seiner Promotion. Das Ziel des jungen Ingenieurs, der in seiner Freizeit gern musiziert, ist es, auch zukünftig die Forschung zum Entwurf von analogen Schaltkreisen voranzubringen.

    Prof. Dr. Jürgen Kampe wurde im Wintersemester 2008 für die Lehrgebiete Mixed Signal and Optoelectronic Design an die EAH Jena berufen. Seit Januar 2010 ist er Leiter des von ihm mitgegründeten In-Institutes für integrierte Systeme.

    sn
    Quelle: David Schreiber

  • „GETdigi – Grundlagen der Elektrotechnik Digital" an der EAH Jena

    ​(14. November 2018) Für die Einführung neuer, digitaler Lehrformate an den Thüringer Hochschulen haben das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft erstmals Fellowships für das kommende Jahr vergeben. Aus den 21 Bewerbungen wurden sieben Projekte ausgesucht.

    Einer der Fellows ist Oliver Reimer, Lehrkraft für besondere Aufgaben am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena. Der 39-Jährige lehrt Grundlagen der Elektrotechnik, Analog- und Digitale Schaltungstechnik sowie Informatik.

    Sein Fellowship-Projekt „GETdigi – Grundlagen der Elektrotechnik Digital" will Vorlesungen und Übungen im Pflichtmodul „Grundlagen der Elektrotechnik" überarbeiten. Der Ingenieur plant die Nutzung digitaler Lehrmethoden für die Bachelorstudiengänge Wirtschaftsingenieurwesen, E-Commerce und Augenoptik: So soll in den Vorlesungen ein „Flipped Classroom"-Konzept Freiräume für vertiefende Inhalte schaffen. Für die begleitenden Übungen möchte Reimer mittels Verwendung digitaler Geräte einen „Paperless Classroom" um- und durchsetzen.

    Das Projekt des gebürtigen Erfurters und Vaters zweier Töchter will die Anschaulichkeit der Lehrinhalte verbessern und die Vernetzung der Studierenden sowohl untereinander als auch mit den Lehrenden ausbauen. Eine automatisierte Bewertung der Hausaufgaben über die Lernplattform „moodle" der EAH Jena hat das Ziel, den Lernerfolg für die Studierenden transparenter zu gestalten.

    Das Fellowship für Oliver Reimer startet ab dem 1. Januar 2019 und läuft bis zum 31. Dezember des gleichen Jahres. Dotiert ist das Projekt mit 40.000 €. Die Summe benötigt der Wissenschaftler vor allem für die Einrichtung eines digitalen Seminarraumes, um im neuen Jahr pünktlich starten zu können.

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  • Weiterbildung in Betriebswirtschaft für Nicht-Betriebswirte

    ​(13. November 2018) Der Weiterbildungsmasterstudiengang „General Management“ (MBA) der Ernst-Abbe-Hochschule Jena wird am 28. November, 19.00 Uhr, in der Hochschule vorgestellt (Haus 5, Raum 05.01.43).

    Der Studiengang wurde vom Fachbereich Betriebswirtschaft entwickelt und wird in Zusammenarbeit mit der Jenaer Akademie für Lebenslanges Lernen e.V. durchgeführt. Zielgruppe des viersemestrigen Studiums sind Absolventen von ingenieurtechnischen Studiengängen und andere Hochschulabsolventen (auch Betriebswirte), die eine mindestens einjährige berufliche Praxis in Unternehmen oder Organisationen nach Abschluss der Hochschulerstausbildung gesammelt haben und nun eine Führungsposition übernehmen wollen.

    Der weiterbildende MBA gibt den Studierenden die Möglichkeit, sich mit theoretischem Wissen und praktischer Anwendung die für eine Führungsposition notwendigen Fach- und Entscheidungskompetenzen anzueignen.

    Durch die Konzeption als Fernstudium mit integrierter Internetplattform und regelmäßigen Seminaren eignet sich der MBA in besonderem Maße zum Selbststudium.

    Am 28. November haben alle Interessenten die Möglichkeit, Fragen zu den Inhalten, Zulassungsvoraussetzungen und dem Ablauf des berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiums zu stellen.

     

    Informationen: http://www.jenall.de/gm
    www.eah-jena.de/mbagm

  • Die Mütter des Grundgesetzes

    (12. November 2018) Vom 20. bis 30. November macht in der Ernst-Abbe-Hochschule Jena eine Ausstellung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Station: Gezeigt werden Lebensbilder der Politikerinnen Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel – der „Mütter des Grundgesetzes". Diese Frauen haben als Mitglieder des Parlamentarischen Rates wesentlich zum Entstehen des Grundgesetzes und zur verfassungsrechtlichen Gleichstellung von Frauen und Männern beigetragen.

    16 Tafeln informieren im Foyer im Erdgeschoss von Haus 5 der Hochschule über die parlamentarische Arbeit der „Mütter des Grundgesetzes", die durch ihr Engagement die Verankerung der Gleichberechtigung im Grundgesetz erreichten. „Frauen und Männer sind gleichberechtigt" – so lautet Artikel 3, Absatz 2 des Grundgesetzes. Formuliert wurde damit im Jahr 1949 ein Programm, die politische Umsetzung des Gleichheitsgrundsatzes brauchte jedoch Zeit. Erst 1957 fiel zum Beispiel das familienrechtlich verbriefte Letztentscheidungsrecht des Ehemannes in ehelichen und familiären Angelegenheiten.

    Die Ausstellung ist von Montag bis Freitag zu den Hochschulöffnungszeiten zugänglich.

    Informationen: Gleichstellungsbeirat der EAH Jena
    Gleichstellungsbeirat@eah-jena.de


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    Quellen: Gleichstellungsbeirat der EAH Jena,
    Broschüre des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

  • Vom Entscheider zum Coach - Moderne Führung braucht Kompetenzen im Coaching der Mitarbeiter/innen

    ​(12. November 2018) Dass gute Führung die Fähigkeit zur (Selbst-)Reflexion, wie sie in einem Coaching gefördert wird, benötigt, ist schon länger bekannt. Heute kommt hinzu, dass eine gute Führungskraft selbst sowohl im Interesse der Organisation als auch der Mitarbeiter/innen über Kompetenzen im Coaching verfügen sollte.

    In dem Maße, wie einerseits die Autonomie und Selbststeuerungskompetenzen der Mitarbeiter/innen und andererseits dialogische Führungskonzepte sowie eine wertschätzende Haltung und entsprechende Beratungskompetenzen der Führungskräfte zunehmende Verbreitung finden, wird das Coaching durch die Führungskraft als Element einer Reflexionskultur zukünftig an Bedeutung gewinnen.

    Die heutige komplexere Arbeitswelt verlangt von Führungskräften neue Kompetenzen. Sie sollen nicht nur Manager sein und ihre Mitarbeitenden führen, sondern auch coachen. Dafür ist ein selbstreflexiver und flexibler Rollenwechsel von der Entscheider- in die Beraterrolle erforderlich. Die Führungskraft soll die Mitarbeitenden bei der Überwindung von Hindernissen und der Erschließung bislang ungenutzter Ressourcen beraten und unterstützen. Wie dies zu realisieren ist, dafür legen drei Professoren von der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena, die zugleich auch Supervisoren, Coaches und Organisationsberater sind, aufgrund ihrer empirischen Untersuchungen und der im weiterbildenden Studiengang „Coaching und Führung“ gesammelten Erfahrungen eine Konzeption vor.

    Wolfgang Kühl, Andreas Lampert und Erich Schäfer stellen in ihrer Publikation mit dem Titel „Coaching als Führungskompetenz“ (2018) Grundlagen und Modelle vor, wie Coaching durch Führungskräfte gelingen kann. Auf der Basis systemischer und lösungsorientierter Coachingansätze entwickeln sie ein wissenschaftlich fundiertes Konzept für ein angemessenes und begründbares Beratungshandeln der Führungskraft. Es beinhaltet Empfehlungen für den Rahmen der Beratung, ein spezifisches Phasenmodell, ethische Reflexionen und entsprechend adaptierte Methoden.

    Die Autoren verorten das Coaching durch die Führungskraft als Teil eines Rahmenkonzepts, nämlich des Transflexings®. Mit der Wortschöpfung „Transflexing“ ® wird der Zusammenhang von „Reflexion“ und „Transformation“ zum Ausdruck gebracht. Transflexing® sieht eine von Mitarbeitenden und Führungskräften auf Augenhöhe erfolgende Ausgestaltung eines Reflexionsraums vor, der neben anderen Beratungsformaten das Coaching beinhaltet. Das Transflexing® realisiert sich in einer dialogischen Beziehung und fokussiert auf eine Passung zwischen Person und Organisation im Prozess der kontinuierlichen professionellen Selbstreflexion und Selbsterneuerung auf den Ebenen von Individuum, Team und Organisation.

    Die Stärken des Coachings durch die Führungskraft liegen unter anderem in der raschen Verfügbarkeit, der punktgenauen Beratung der Mitarbeitenden bei der Bewältigung der jeweiligen Arbeitsaufgabe, aber auch der unmittelbaren Transferbegleitung von individuellen und teambezogenen Veränderungen der Coachees im beiderseits vertrauten organisationalen Kontext. Die Zukunftsfähigkeit lernender Organisationen wird in einer disruptiven VUKA-Welt entscheidend davon abhängen, inwiefern es ihnen gelingt, ihre jeweiligen Reflexions- und Transformationsprozesse adäquat zu gestalten. Diesbezüglich wird dem Coaching durch die Führungskraft zukünftig eine zunehmend wichtigere Funktion zukommen.

    Wolfgang Kühl, Andreas Lampert und Erich Schäfer

  • Haus auf der Mauer Jena – interkultureller Begegnungsort

    ​(9. November 2018) Zehn Jahre nach der Gründung des „Internationalen Centrums Haus auf der Mauer“ in Jena erneuerten die Friedrich-Schiller-Universität, die Ernst-Abbe-Hochschule und die Stadt am 8. November ihre Kooperation zur Unterstützung der Begegnungsstätte.

    Unterzeichner waren der Präsident und der Rektor der Jenaer Hochschulen, Prof. Dr. Walter Rosenthal und Prof. Dr. Steffen Teichert, weiterhin Dezernent Denis Peisker in Vertretung für den Oberbürgermeister, Sebastian Hollnack für das Studierendenwerk Thüringen sowie die Vorstände der Studierendenräte.  Außerdem waren Vertreter der im Zentrum aktiven Studierendenverbände und der Koordinator des Hauses vor Ort.

    Mit dieser bereits zweiten Folgevereinbarung sichern die Partner dem „Haus auf der Mauer“ ihre weitere Förderung zu. Die Zusammenarbeit der letzten Jahre blickt auf beachtliche Erfolge: Die Zahl der internationalen Studierenden in der Stadt hat sich seit dem Jahr 2013 fast verdoppelt, die Zahl der Veranstaltungen im „Haus auf der Mauer“ annähernd verdreifacht.

    Das Haus mit seinem mittelalterlichen Ambiente im Zentrum Jenas ist heute der wichtigste interkulturelle Begegnungsort für Studierende und aus dem Leben in der Stadt kaum noch wegzudenken. Hier finden regelmäßig Veranstaltungen, Länderabende, Konzerte, aber auch wissenschaftliche Tagungen und Willkommenstage für neue Studierende statt. In jedem Herbst öffnet das Centrum bei dem „Fest auf der Mauer“ für alle Interessierten seine Türen.

    Kontakt: Dr. Konrad Linke, Internationales Centrum Haus auf der Mauer Johannisplatz 26
    ic@stura.uni-jena.de

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    Quelle: Dr. Konrad Linke

  • Praxis trifft Campus 2018

    ​(8. November 2018) Die 19. Firmenkontaktbörse „Praxis trifft Campus“ findet am 14. und 15. November an der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena statt. Die Aula der Hochschule öffnet an beiden Tagen von 10.00 bis 16.30 Uhr ihre Türen für alle Neugierigen. Insgesamt werden sich 42 regionale und überregionale Unternehmen vorstellen und Wege in den Berufseinstieg zeigen.

    Die Firmenkontaktbörse bietet nicht nur Informationen über Abschlussarbeitsthemen und Praktika sowie Trainee- oder Werksstudentenstellen, oft ist sie auch ein Sprungbrett für den Berufseinstieg.

    Weitere Informationen:
    https://www.eah-jena.de/de-de/forschung_/Seiten/firmenkontaktboerse.aspx

    Kontakt: Katrin Sperling, SZT
    katrin.sperling@eah-jena.de

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  • Ausgezeichnete Ideen der beiden Jenaer Hochschulen

    ​(8. November 2018) Das Gründerteam „PureQuarz“ von der Ernst-Abbe-Hochschule Jena ist einer der beiden Preisträger des Pitch-Wettbewerbs „Punktlandung“ beim diesjährigen Gründer- und Innovationstags in den Rosensälen der Friedrich-Schiller-Universität. Jennifer Scholle konnte die Wettbewerbsjury überzeugen und sich gegen fünf andere Teams durchsetzen. Das Gründungsprojekt stellt Quarzglas für Industrie und Forschung her. Durch den hohen Reinheitsgrad des Glases werden Produktionsabläufe effizienter und Analysemethoden genauer. Beim Elevator Pitch „Punktlandung“ haben die Teilnehmer genau zwei Minuten Zeit – so lange wie eine durchschnittliche Fahrt in einem Aufzug (Elevator) dauert –, um Jury und Publikum von ihrer Idee zu überzeugen.

    Der Publikumspreis ging an Dr. Luise Knoblich von der Universität Jena, die ein didaktisches Verfahren für den Biologieunterricht zum Thema Biodiversität an außerschulischen Lernorten unter Nutzung von Smartphones entwickelt hat. Die Preise sind jeweils mit 500 Euro dotiert und wurden von der bm-t Beteiligungsmanagement Thüringen GmbH und der Technologie- und Innovationspark Jena GmbH gestiftet.

    Die inzwischen siebente Auflage des Gründer- und Innovationstags, welcher in diesem Jahr von der Friedrich-Schiller-Universität und der Ernst-Abbe-Hochschule Jena gemeinsam ausgerichtet wurde, stand unter dem Motto „RoboMe – Aufstieg der humanoiden Roboter“. Die Gäste diskutierten mit renommierten Experten aus dem gesamten Bundesgebiet über die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten von Robotern, aber auch über die einhergehenden Akzeptanzprobleme, die der Einsatz dieser neuen Technologien in Bereichen wie zum Beispiel der Pflege mit sich bringt.

    Daneben sind während der Veranstaltung auch Preise für anwendungsnahe Abschlussarbeiten der Universität Jena in den drei Profillinien LIGHT, LIFE, LIBERTY vergeben worden. Die Auszeichnungen gingen an Conrad Rößler für Entwicklungen in der lasergestützten Satellitenkommunikation, an Dr. Francesca Gunnella für die Entwicklung eines bioaktiven Calcium-Phosphat-Zements zur Therapie von osteoporotischen Wirbelkörperfrakturen und an Dr. Alexander Goebel, der Bewältigungsmechanismen bei gescheiterten Unternehmensgründungen untersuchte. Die Preise sind jeweils mit 400 Euro dotiert und wurden vom Bundesverband Mittelständische Wirtschaft, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Jena mbH sowie der Universität Jena gestiftet.

    Insgesamt präsentierten sich während des Gründer- und Innovationstages 18 Projekte. Etwa 200 Besucher nahmen an der Veranstaltung teil. Auch die Thüringer Staatsministerin Valentina Kerst, der Rektor der Ernst-Abbe-Hochschule Jena Prof. Dr. Steffen Teichert und Jenas Uni-Präsident Prof. Dr. Walter Rosenthal informierten sich über das Potenzial der Innovations- und Gründungsideen in der Region Jena.

    Kontakt:
    Michael Möhwald, michael.moehwald@eah-jena.de
    Leitung Servicezentrum Forschung und Transfer
    Ernst-Abbe-Hochschule Jena

    Dr. Oliver Pänke, oliver.paenke@uni-jena.de
    Servicezentrum Forschung und Transfer
    Friedrich-Schiller-Universität Jena

  • Starke Leistungen

    (29. Oktober 2018) Drei Studentinnen der Elektrotechnik/Informationstechnik der EAH Jena haben kürzlich Preise für Bestleistungen halten: Svenja Kolbe ist die beste Bachelorstudentin Ihres Jahrgangs in im Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik. Sie erhielt ein Stipendium des Förderkreises der Hochschule in Höhe von 1.200 € für ein Jahr. Ein gleiches Stipendium erhielt auch die Jahrgangsbeste im Fachbereich Sozialwesen, Johanna Trefflich, und Ronny Mera aus dem Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen als bester ausländischer Student.

    Marlies Gier, derzeitige Masterstudentin der Mechatronik an der EAH Jena, schrieb die beste Bachelorarbeit in der Elektrotechnik und Informationstechnik. Die Arbeit zum Thema „Automatisierung der Justage einer Spiegeltreppe“ schrieb die 26-Jährige aus Neumünster am IOF Jena. Für das sehr gute Ergebnis mit einer Note von 1,2 erhielt Frau Gier den Preis der Stadtwerke Jena-Pößneck, der mit 750€ dotiert ist und jährlich zur Feierlichen Immatrikulation übergeben wird.

    Gleich zwei Auszeichnungen erhielt Marie-Sophie Romano: Zur Immatrikulationsfeier am 23. Oktober wurde sie als DAAD-Preisträgerin der EAH Jena 2018 ausgezeichnet, mit dem Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes für hervorragende Leistungen von ausländischen Studierenden an deutschen Hochschulen. Einen Abend später erhielt sie eines der begehrten Deutschland-Stipendien. Während der DAAD-Preis mit 1.000 € dotiert ist, erhält die begabte Französin für letzteres monatlich 300€ für ein Jahr.

    Marie-Sophie Romano studiert derzeit im vierten Fachsemester des Studiengangs Elektrotechnik/Informationstechnik. Die junge Frau ist 1993 in Marseille geboren und begann ihr Studium im Frauenstudium-Angebot der EAH. Hier sind die Mädchen in den ersten beiden Semestern unter sich und wechseln erst zum dritten Semester in den regulären Studiengang. Heute ist Frau Romano nicht nur eine der leistungsstärksten Studierenden des Fachbereiches, sie unterstützt andere Studierende als Tutorin und arbeitet in einem Netzwerk für MINT-Studierende mit. Tauchen, Wandern und Karate zählen zu ihren Hobbys.

    sn

  • Jugendkriminalität und Kriminalisierungsprozesse

    Der 15. Thüringer Jugendgerichtstag tagt am 7. November 2018 von 10.00 bis ca. 16.00 Uhr in der Aula der Ernst-Abbe Hochschule Jena. Jährlich ausgerichtet von der Landesgruppe Thüringen der Deutschen Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen (DVJJ) e.V., ist der Jugendgerichtstag auch 2018 ein zentrales Forum für den Meinungsaustausch von Theorie und Praxis zum Thema Jugendkriminalität. Die DVJJ e.V. Thüringen setzt sich dabei seit vielen Jahren konsequent für eine rationale Kriminalpolitik und eine stringente Umsetzung des für das Jugendgerichtsgesetz prägenden Erziehungsprinzips ein.

    Der diesjährige Jugendgerichtstag „DVJJ aktuell“ greift unterschiedliche Themen auf. Es geht um Erscheinungs- und Interventionsformen bei Jugendkriminalität, die für die jugendstrafrechtliche Praxis wie auch die Öffentlichkeit von ebenso hoher Relevanz wie Brisanz sind. Die DVJJ e.V. Thüringen möchte zu einer sachlichen Diskussion komplexer Probleme in diesem Themenfeld beitragen. Es geht um die Themen strafrechtlich relevante Gewalt Jugendlicher, das Bild junger Menschen aus dem Blickwinkel der Polizei, extremistische Einstellungen junger Menschen im Jugendstrafvollzug, ein Projekt zur De-Radikalisierung und um Vermögensabschöpfung im Jugendgerichtsgesetz.

    Die Frage, wie das strafrechtlich relevante Ausmaß an Jugendgewalt tatsächlich einzuschätzen ist – unser erster Beitrag – interessiert sowohl für die gesellschaftliche Diskussion wie auch für die Frage, welche Präventions- und Interventionsangebote gebraucht werden.

    Einer ganz wichtigen Problematik der heutigen Zeit, in der unser Bild von gesellschaftlichen Phänomenen in hohem Maße von öffentlichen und sozialen Medien geprägt ist, widmet sich der zweite Beitrag, der aus polizeilicher Sicht diskutiert, ob die heutige Jugend kriminell ist und/oder in welchem Maß auch Kriminalisierungsprozesse eine Rolle spielen.

    Extremistische Einstellungen unter jugendlichen Straftätern werden im dritten Beitrag analysiert und der vierte Beitrag stellt die Grundzüge des Konzepts zur Entwicklung eines Zentrums für De-Radikalisierung im Thüringer Strafvollzug vor. Last but not least ist für die Praxis der Jugendstrafrechtspflege auch das Thema der Vermögensabschöpfung im Jugendstrafrecht – der thematische Zuschnitt unseres fünften Beitrages – von aktueller Relevanz.

    In den Beiträgen werden empirische Ergebnisse, auch aus Thüringen referiert, praktische Erfahrungen spielen eine große Rolle und es ist ausreichend Zeit für Diskussionen. Das Grußwort zur Tagung hält die Staatssekretärin im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, Frau Gabi Ohler.

    Prof. Dr. Heike Ludwig
    heike.ludwig@eah-jena.de

    Programm:
    https://www.sw.eah-jena.de/aktuelles/veranstaltungen/15-thueringer-jugendgerichtstag-2018/

  • Ausgezeichnet für sehr gute Lehre

    ​(26. Oktober 2018) Zwei Ingenieure sind Preisträger des diesjährigen Lehrpreises der Ernst-Abbe-Hochschule Jena: Prof. Dr. Frank Dienerowitz lehrt im Fachbereich SciTec und Prof. Dr. Frank Engelmann im Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen.

    Beide haben nicht nur den Vornamen gemeinsam, sondern sind in Lehre und Forschung gleichermaßen sehr aktiv. Der Preis legt seinen Schwerpunkt allerdings auf die Lehrleistungen sowie auf die Interaktion zwischen Lehrenden und Studierenden. Die Auszeichnung ist mit 2.000 € dotiert. Davon trägt die Sparkassenstiftung Jena-Saale-Holzland 1.500 € und die EAH Jena 500 €. Ein Vorschlagsrecht für den jährlichen Preisträger haben, neben den Professorinnen und Professoren, auch die wissenschaftlichen Mitarbeiter und alle Studierenden der EAH Jena.

    Es gibt noch eine dritte Gemeinsamkeit der diesjährigen Preisträger: Beide sind Väter von drei Kindern. Der Dresdener Frank Dienerowitz studierte an der Technischen Universität seiner Heimatstadt Maschinenbau und Angewandte Mechanik und promovierte an der Universität Karlsruhe, dem heutigen KIT (Karlsruher Institut für Technologie), zu piezoelektrischen Aktoren.

    Anschließend arbeitete er mehrere Jahre in Schottland, so als Ingenieur im Engineering Center von Scottish und Southern Energy, Großbritanniens zweitgrößtem Kraftwerksbetreiber, und als Projektleiter in der Mobilhydraulik bei Bosch Rexroth. 2013 erhielt er einen Ruf als Professor für Technische Mechanik an die EAH Jena. Bestandteil seiner Lehre sind übrigens auch interdisziplinäre Module, gemeinsam mit Kollegen anderer Fachbereiche, so die „Autonomen Modellfahrzeuge“ und die „Autonomen Missionen“ (REXUS GAME Projekt).

    Seit 2007 lehrt Frank Engelmann als Professor für Konstruktion an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Im gleichen Jahr habilitierte er sich an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, wo er auch studiert und promoviert hatte. Der in Bad Schmiedeberg in Sachsen-Anhalt geborene Wissenschaftler war vor seiner Hochschullaufbahn als Konstrukteur, Entwicklungsleiter und Geschäftsführer in einem Produktionsunternehmen in Mitteldeutschland tätig.

    Weiterhin arbeitete er für einige Jahre als amtierender Leiter und Vertretungsprofessor des Lehrstuhls Konstruktionstechnik des Instituts für Maschinenkonstruktion der Universität Magdeburg. Prof. Dr. Engelmann war Gastdozent an der Universität Zürich. Der Senator der EAH Jena veranstaltet alle zwei Jahre die Fachtagung Ex-Inno-Tag in Kooperation mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt Braunschweig.


    Kontakt:
    Prof. Dr. Frank Dienerowitz
    frank.dienerowitz@eah-jena.de

    Prof. Dr. Frank Engelmann
    frank.engelmann@eah-jena.de

     

    sn

  • Chancen erarbeiten, Chancen nutzen

    ​(25. Oktober 2018) Über 300 Euro monatlich können sich 25 Stipendiaten der Ernst-Abbe-Hochschule Jena freuen, die im Studienjahr 2018/2019 mit einem Deutschlandstipendium unterstützt werden. Zur Feierlichen Vergabe der Deutschlandstipendien am 24. Oktober 2018 wurden die ausgesuchten Studierenden und Stifter der aktuellen Förderphase mit einer Urkunde geehrt – für die Stipendiaten als Auszeichnung ihrer Leistungen und ihres Engagements, für die Förderer als Dank ihrer Unterstützung des Stipendienprogramms.

    Das Deutschlandstipendium bedeutet nicht nur eine große finanzielle Entlastung für die Stipendiaten. Es bietet in vielerlei Hinsicht eine hervorragende Chance, das Studium mit positiven Effekten zu bereichern. Seien es Einblicke, welche die Studierenden durch die Förderer gewinnen oder der Austausch mit den anderen Stipendiaten. All dies bietet eine gute Möglichkeit, sich ein Netzwerk aus spannenden Kontakten aufzubauen, welches im Studium und für den späteren Berufseinstieg wertvoll ist.

    Bei der Stipendienvergabe werden nicht nur sehr gute Studienleistungen berücksichtigt. Weitere Aspekte wie gesellschaftliches Engagement, besondere persönliche Leistungen sowie die soziale und familiäre Situation fließen ebenso in die Bewertung ein.

    Neben 13 Männern haben 12 Frauen verschiedener Semesterstufen in der aktuellen Förderphase ein Deutschlandstipendium erhalten. Mehr als die Hälfte der Stipendiaten haben im Vorfeld ihres Studiums eine Berufsausbildung absolviert. Insgesamt konnte der Großteil bereits vor oder während des Studiums praktische Erfahrungen sammeln.
     
    Der Rektor der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Prof. Dr. Steffen Teichert, wünschte den Stipendiaten viel Erfolg im Studium und für ihr späteres Berufsleben. Zudem ermunterte er sie, ihren ganz eigenen Lebensweg zu beschreiten, sich stets Chancen zu erarbeiten und diese vor allem zu nutzen.
    Darüber hinaus bedankte sich der Rektor ausdrücklich bei den Förderern – 13 überwiegend regionale Unternehmen und Stiftungen: „Ohne eine Förderung von Begabung ist kein Wachstum in der Zukunft möglich, und innovative Netzwerke würde es langfristig nicht mehr geben. Somit ist die Unterstützung unserer begabten Studierenden eine der wichtigsten Investitionen in die Zukunft.“

    Zu den Stiftern der Förderphase 2018/19 zählen (in alphabetischer Reihenfolge) ams Sensors Germany GmbH, Carl-Zeiss-Stiftung, confovis GmbH, ePages GmbH, Ernst-Abbe-Stiftung, Förderkreis der EAH Jena e.V., GÖPEL electronic GmbH, Jena-Optronik GmbH, Optics Balzers Jena GmbH, Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH, Thüringer Aufbaubank und Viega GmbH & Co. KG.


    Informationen und Kontakt: Franziska Stang, Career Service
    career-service@eah-jena.de

  • Fallen oder steigen die Zahlen?

    ​(23. Oktober 2018) Die Spannung in den letzten Wochen war groß: Fallen die Zahlen ab, steigen sie? Rektor Steffen Teichert gab bei der heutigen Immatrikulationsfeier der EAH Jena erleichtert bekannt, dass kein Einbruch bei den Studierendenzahlen zu verzeichnen ist. Ob die Talsohle damit bereits durchschritten wurde, werden die kommenden Jahre zeigen.

    Aktuell studieren an der EAH Jena 4.578 Frauen und Männer. Zur Immatrikulationsfeier 2017, ebenfalls im Oktober, lag der Stand bei 4.545. Nach dem Ende der Einschreibungen, im November des letzten Jahres, waren es schließlich 4.592 Gesamtstudierende. Auch in diesem Jahr werden die Zahlen nach dem Einschreibungsende noch einmal präzisiert. Sicher ist: Abfallen werden sie bis dahin nicht mehr.

    Steffen Teichert begrüßte heute 1.122 Erstis oder „freshmen“ – den „Neuzugang“ in den Bachelor- und Masterstudiengängen. Unter den Gesamtstudierenden sind aktuell 969 Studentinnen und Studenten aus dem weltweiten Ausland. Damit hat die EAH Jena 21,2 % internationale Studierende – ein sehr gutes Ergebnis für eine Fachhochschule, wie der Rektor mitteilte. Er betonte aber auch die damit einhergehenden Verpflichtungen, sowohl für die Hochschule als auch für die Stadt Jena.

    Marie-Sophie Romano ist eine der internationalen Studierenden. Die DAAD-Preisträgerin dieses Jahres studiert Elektrotechnik und Informationstechnik und hat den Ingenieurstudiengang im Frauenstudienangebot der EAH begonnen. Momentan ist die Französin im sechsten Semester ihres Studiums.

    Prof. Dr. Frank Dienerowitz und Prof. Dr. Frank Engelmann teilen sich den diesjährigen Lehrpreis, in Höhe von 2.000 €, von dem die Sparkassenstiftung Jena-Saale-Holzland 1.500 € trägt und die EAH Jena 500 €. Die Ingenieure der Fachbereiche SciTec bzw. Wirtschaftsingenieurwesen lehren und forschen in den Fachgebieten der Technischen Mechanik sowie Konstruktion für Wirtschaftsingenieure.

    Reinhard Hoffmann, Geschäftsführer der TowerConsult Jena und Vorsitzender des Förderkreises der EAH Jena, übergab Stipendien des Förderkreises an drei Beststudierende: Johanna Trefflich aus dem Bachelorstudiengang Soziale Arbeit und Svenja Kolbe, Studiengang Elektrotechnik und Informationstechnik, erhalten je 1.200 € für ein Jahr. Ronny Mera aus Ecuador, Student des Wirtschaftsingenieurwesens, erhält als bester ausländischer Studierender ein Stipendium in gleicher Höhe.

    Die zukünftigen Ingenieurinnen der Elektrotechnik und Informationstechnik sind bei den Preisträgerinnen in diesem Jahr stark vertreten: Marlies Gier freute sich über die Auszeichnung der Stadtwerke Jena-Pößneck, verbunden mit 750 €, für die beste Bachelorarbeit im Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik.

    Aus dem Fachbereich Maschinenbau kommt der von einem Professor gestiftete Preis: Prof. Dr. Markus Glück vergibt seit 2015 den „Thermofluid-Preis“ für die besten Prüfungsergebnisse in den Pflichtfächern "Thermodynamik" und "Strömungslehre". Lukas Werner erhielt heute die Auszeichnung, dotiert mit 300 €, sein Kommilitone Martin Kirchner mit 200 €.

    Künstlerisch wurde die Immatrikulationsfeier erneut von der Akademischen Orchestervereinigung der Friedrich-Schiller-Universität Jena und dem jungen Psychochor der Universität begleitet. Hier „kollidierte“ die Musik des englischen Altmeisters Henry Purcell spannenderweise mit dem Programm des Chores, insbesondere mit dem „Engel“ von Rammstein.

    Vier indische Studentinnen der Ernst-Abbe-Hochschule setzten einen überraschenden, exotischen Akzent in das Nachmittagsprogramm: Mit einem Straßentanz aus Süd-Indien nahmen sie das Publikum mit auf eine Reise in ihre Heimat.


    sn

  • 11. Jenaer Lasertagung

    ​(15. Oktober 2018) Als wichtiger Forschungs- und Industriestandort trägt die Lichtstadt Jena mit ihren Unternehmen, Instituten und Hochschulen maßgeblich dazu bei, innovative neue Technologien in die Industrie zu bringen. Ein wichtiger Beitrag dazu ist seit über 20 Jahren die Jenaer Lasertagung, die gemeinsam von der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (EAH Jena) und dem Günter-Köhler-Institut für Fügetechnik und Werkstoffprüfung (ifw Jena) veranstaltet wird.

    In diesem Jahr findet die inzwischen 11. Jenaer Lasertagung im Kongresszentrum der Ernst-Abbe-Hochschule statt. Am 22. und 23. November werden auf der Tagung erneut Innovationen und Potenziale der Lasertechnologien präsentiert. Die Besucherinnen und Besucher erwartet nach der Tagungseröffnung durch Dr. Thomas Nitzsche, Oberbürgermeister der Stadt Jena, ein abwechslungsreiches Programm mit 32 Fachvorträgen in 13 Sessions, mehr als 25 Industrieausstellern und einer umfangreichen Posterausstellung.

    Leitthemen in diesem Jahr sind die laserbasierte Additive Fertigung, UKP-Lasersysteme und deren Anwendungen, weiterhin Trends in der Verfahrensentwicklung sowie neue Lasersystemtechnik. Die beiden Veranstaltungstage werden durch Keynotes von Dr. Rüdiger Paschotta von RP Photonics Consulting, Uwe Schulmeister von MBFZ toolcraft und Pierre Forêt von Linde Gas eingeleitet.

    In den letzten 20 Jahren hat sich die Jenaer Lasertagung bei Expertinnen und Experten aus der Laserforschung und der Industrie als eine Plattform für den gegenseitigen Austausch etabliert. Auch junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhalten hier die Möglichkeit, ihre innovativen Forschungsthemen vorzustellen und Kontakte zu knüpfen.

    Informationen zum Tagungsprogramm und die Möglichkeit zur Online-Anmeldung finden Sie unter:

    www.lasertagung-jena.de
     


    Über das ifw Jena

    Das ifw Jena – Günter-Köhler-Institut für Fügetechnik und Werkstoffprüfung GmbH ist eine rechtlich und wirtschaftlich selbstständige Industrieforschungseinrichtung und zuverlässiger Forschungspartner der mittelständischen Wirtschaft. Die Forschungsschwerpunkte des ifw Jena sind die Lasermaterialbearbeitung von Mikro bis Makro, insbesondere mit Ultrakurzpulslaser, Prozesse der additiven Fertigung, besonders das selektive Laserstrahlschmelzen, die ofenbasierenden Verfahren mit Schwerpunkt Diffusionsschweißen, das Kleben für Hochtemperaturanwendungen sowie Hochleistungsschweißverfahren. Die Expertise wird ergänzt durch umfangreiches Know-how bei der Werkstoff- und Verbindungscharakterisierung. Dienstleistungen in der Werkstoffprüfung und Qualitätssicherung sowie schweißtechnische Bildungsangebote runden das Leistungsspektrum ab.
    Als hundertprozentiges Tochterunternehmen wurde 2009 die ifw optronics GmbH ausgegründet. Die Experten der ifw optronics entwickeln, produzieren und vermarkten optoelektronische Bauelemente, insbesondere UV-Detektoren auf Basis von Si und SiC.

    www.ifw-jena.de


    Über die EAH Jena

    Die Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena ist nicht nur Thüringens drittmittelstärkste, sondern auch größte Hochschule für angewandte Wissenschaften. Aktuell studieren hier ca. 4.500 junge Menschen in Bachelor- und Masterstudiengängen der Ingenieurwissenschaften, der Betriebswirtschaft sowie in den Gesundheits- und Sozialwissenschaften.

    Die Vernetzung der EAH Jena mit Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft sorgt für eine optimale Ausbildung. Die meisten Abschlussarbeiten entstehen in Zusammenarbeit mit den Partnern. Die junge Hochschule (gegr. 1991) ist regional eng verbunden und international orientiert. Sie bietet ihren Studierenden ein innovatives, wissenschaftlich solide fundiertes und praxisnahes Studium. Die Ernst-Abbe-Hochschule Jena blickt auf eine tragfähige Basis, auf weitreichende Vernetzungen und auf einen sehr guten Ruf.

    www.eah-jena.de

     

    Prof. Dr. Jens Bliedtner
    EAH Jena
    +49 3641 205-444
    jens.bliedtner@eah-jena.de 

    Dr. Martin Kahle
    ifw Jena
    F&E-Koordinator 
    +49 3641 204-234
    mkahle@ifw-jena.de 

    Johannes Lange
    ifw Jena, Forschungsdokumentation und -transfer
    +49 3641 204-109
    jlange@ifw-jena.de

  • Zusammenarbeit in den Ingenieurwissenschaften

    ​(15. Oktober 2018) Eine Delegation der chinesischen Hebei University of Technology (HEBUT) aus Tianjing besuchte in der vergangenen Woche die Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena. Geleitet wurde sie vom Rektor der Hochschule, Prof. Dr. Han Xu.

    Bereits im Juli dieses Jahres hatte Prof. Dr. Steffen Teichert, Rektor der EAH Jena, mit der HEBUT in Tianjing einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Die Hebei University of Technology gehört zu den chinesischen Top-Universitäten und ist unter anderem Teil des chinesischen Exzellenz-Programmes „Projekt 211“.

    Am letzten Donnerstag wurden die chinesischen Gäste von Prof. Dr. Andreas Schleicher, Prorektor für Studium, Lehre und Weiterbildung, und Prof. Dr. Bruno Spessert, Prorektor für Forschung und Entwicklung der Jenaer Hochschule begrüßt. In ihrem Einführungsvortrag verwiesen die Prorektoren auf die über 100-jährige ingenieurwissenschaftliche Tradition am Standort Jena, verknüpft mit den Namen Carl Zeiss und Ernst Abbe, die heute an der EAH Jena fortgeführt wird.  Die EAH Jena wurde im vergangenen Jahr in das deutsche Exzellenzprogramm „Innovative Hochschule“ aufgenommen.

    Die Wissenschaftler aus der Metropole im Nordosten Chinas besichtigten unter anderem die Labore für Lasertechnik, Additive Technologien und Werkstofftechnik und zeigten sich von den Leistungen der EAH Jena beeindruckt. Danach wurde die Diskussion über geplante Kooperationen zwischen der EAH Jena und der HEBUT fortgesetzt. Die hohe Kompetenz beider Hochschulen im Bereich der Ingenieurwissenschaften ermöglicht eine erfolgreiche Zusammenarbeit in der Lehre, im Studierendenaustausch sowie in der Forschung.

    Dr. Dirk Schlegel / sn

  • Reiseeindrücke Vietnam

    ​(9. Oktober 2018) "Da stehen wir nun – gerade angekommen – mitten in Hanoi und lassen uns jetzt und für zwei Wochen gefangen nehmen von dem quirligen Treiben um uns herum und den freundlichen Menschen", so die Fotografen Höllering und Herzer über ihre Reise nach Vietnam.

    Die beiden Jenaer haben unabhängig voneinander Vietnam erkundet. Der eine per Bus und der andere per Rad. Der eine im Frühjahr und der andere im Herbst. Viele der besuchten Orte waren die gleichen. Die Begegnungen mit den Menschen und die erlebten Landschaften waren andere. Es war, so die beiden: „ein umfangreiches Programm und wir haben viel über das Land erfahren – die Geschichte, das Leben und die Vorstellungen von der Zukunft. Geblieben sind die Eindrücke und Bilder, die Erinnerung an die vielfältigen kulinarischen Erlebnisse – vor allem aber an die offenen und freundlichen Menschen.

    Mit unseren Bildern wollen wir den Versuch machen, einige Reiseeindrücke zu vermitteln. Das können immer nur Momentaufnahmen sein und kann nicht den Anspruch erheben, das ganze Land in seiner Vielfalt zu zeigen. Vielleicht sind sie ja Anregung, das Land selbst zu erkunden. Dann können wir gern mit unseren Erfahrungen zur Seite stehen.“


    Reiner Höllering & Rainer Herzer
    Kontakt: ausstellungen@eah-jena.de


    „Reiseeindrücke Vietnam“
    Fotografien von Reiner Höllering und Rainer Herzer
    EAH Jena, Haus 5, Treppenhaus 7
    15.10.2018 - 14.12.2018

    keine Ausstellungseröffnung

  • Acht Hochschulen auf einen Streich

    ​(Ilmenau, 10.2018) Schülerinnen der Klassen 10 bis 13 lernen vom 7. bis zum 12. Oktober acht Thü-ringer Hochschulen auf einen Streich kennen. Um sich über ein technisches oder naturwissenschaft-liches Studium zu informieren, erhalten die Mädchen aus ganz Deutschland eine Woche lang tiefe Einblicke in die MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Treffen mit Studentinnen und Studenten gehören natürlich auch dazu.

    Während der Thüringer Herbstferien besuchen 20 Schülerinnen aus fünf Bundesländern der Klassen-stufe 10-13 sowohl die Technische Universität Ilmenau als auch die Universitäten in Jena und Wei-mar und die (Fach-)Hochschulen in Erfurt, Jena, Nordhausen und Schmalkalden. 

    Im Jahr 2018 ist die Duale Hochschule Gera-Eisenach ein fester Bestandteil der CampusThüringenTour. Deshalb besuchen die Teilnehmerinnen bei der diesjährig angebotenen Fir-menexkursion das BMW Group Werk Eisenach, um sich mit Studierenden über die Vorzüge des Dua-len Studiums zu unterhalten und gleichzeitig die enge Verknüpfung von Theorie- und Praxis kennen zu lernen. 

    Fast 30 Einzelveranstaltungen werden während der Tour angeboten: Workshops, Mitmach-Experimente, Seminare, Diskussionsrunden, Campusführungen und Laborführungen. Dabei kommen die Schülerinnen mit vielen Studentinnen und Studenten in Kontakt, um Informationen aus erster Hand einzuholen. Zum Beispiel beim Speed-Dating „MINT-Geflüster“ erfahren sie vieles über das Leben und den Studienalltag an einer Hochschule. 

    Schirmherrin der 14. CampusThüringenTour ist Jana Schönau vom BMW Group Werk Eisenach. Sie studierte selbst Engineering, Fachrichtung Konstruktion an der Dualen Hochschule Gera-Eisenach und hat sich seit 1999 zu einer Top-Mitarbeiterin der BMW Fahrzeugtechnik GmbH entwickelt. In ihrem Grußwort an die Teilnehmerinnen motiviert sie die jungen Frauen für die Investition in die eigene Zukunft durch ein MINT-Fach und setzt auf mehr Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten. 

    Die CampusThüringenTour hat zum Ziel, besonders Schülerinnen für MINT-Berufe zu begeistern. Denn obwohl Wirtschaft und Industrie nach jungen Frauen suchen, die eine Ausbildung im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik haben, entscheiden sich zu wenige dafür – oft nur deswegen, weil sie ein falsches Bild von den Studiengängen haben. Die CampusThüringen-Tour ist ein deutschlandweit einzigartiges Gemeinschaftsprojekt von acht Thüringer Hochschulen, das zum 14. Mal angeboten wird und den Anteil junger Frauen in technischen und naturwissen-schaftlichen Studiengängen erhöhen möchte. 

    Die Veranstaltung findet mit Unterstützung der Gleichstellungsbeauftragten der Thüringer Hochschulen statt und wird vom Freistaat Thüringen gefördert.
     
    Uta Seydel
    thueko@tu-ilmenau.de

  • Eine Hochschule und ihre Vorgeschichte

    ​(2. Oktober 2018) Am 10. Oktober lädt die Ernst-Abbe-Hochschule Jena zu einem öffentlichen Vortrag zur Baugeschichte der Hochschule und des Standortes an der Jenaer Carl-Zeiss-Promenade 2 ein: Helmut Zipfel, Hochschulplaner i. R., spricht um 14.00 Uhr im Hörsaal 1 (Haus 3) über die bauliche Entwicklung der Fachhochschule Jena.

    Dass die Fachhochschule Jena heute Ernst-Abbe-Hochschule heißt (abgekürzt EAH Jena), hat sich in Thüringen mittlerweile herumgesprochen. Wie sieht es aber mit der Vorgeschichte des Campus an der Carl-Zeiss-Promenade aus?  Die EAH wurde 1991 nicht auf der grünen Wiese errichtet, das wissen zumindest viele Jenaerinnen und Jenaer – oder Jenenser.

    Der langjährige Hochschulplaner der Fachhochschule Jena geht auf die Vorgeschichte des Standortes ebenso ein, wie auf weithin unbekannte Details aus Planung und Bau des Campus von 1991 bis 2008, bis hin zur heutigen Entwicklung. Der Vortrag ist öffentlich und kostenfrei - alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

    sn

  • Innovative Unternehmensstrategie prämiert

    Das Gründerteam von PureQuartzInnovation aus Jena konnte beim 7. Thüringer Strategiewettbewerb für innovative Gründungen mit seinen speziellen Quarzglasprodukten überzeugen.

    Am vergangenen Mittwochabend fand die Prämierungsveranstaltung zum 7. Thüringer Strategiewettbewerb für innovative Gründungen in Erfurt statt. Ausgezeichnet wurden die besten Strategiekonzepte des Freistaats.

    Zu den diesjährigen Preisträgern gehört PureQuartzInnovation, ein EXIST-Gründungsprojekt der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Die drei Gründer, Marcel Markert, Jennifer Scholle und Waldemar Nitischinski, erhielten 5.000 Euro für den Unternehmensaufbau und die Weiterentwicklung ihres Geschäftskonzepts.

    Das Gründungsvorhaben beschäftigt sich mit der Herstellung von speziellen Quarzglasprodukten insbesondere für die Halbleiterindustrie. Hier bilden die individuell gefertigten Glaserzeugnisse eine wesentliche Voraussetzung für den effizienten Produktionsprozess von Mikrochips. Dank eines innovativen Schweißverfahrens kann das Gründerteam Quarzglas zudem extrem genau zusammenfügen und in höchster Reinheit anbieten.

    Das Gründungsprojekt wird über das Förderprogramm EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sowie den Europäischen Sozialfonds finanziert und durch Prof. Dr. Jens Bliedtner als Mentor und den Gründerservice der Ernst-Abbe-Hochschule unterstützt. Ziel des Strategiewettbewerbs ist es, Unternehmenskonzepte in Form eines Strategiepapiers zu vervollständigen und weiterzuentwickeln, um Gründungen voranzubringen. Hierfür erhielten alle Bewerber durch den Veranstalter ThEx-innovativ/STIFT ein intensives Coaching sowie ausführliches Feedback zum eingereichten Strategiekonzept.


    Kontakt:
    Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Gründerservice/SZT
    Carl-Zeiss-Promenade 2, 07745 Jena
    https://www.eah-jena.de/de-de/gruenderservice

  • WODKA

    ​(26. September 2018) „WODKA - Von der Cornea bis zum visuellen Cortex“ so lautet der Gewinnertitel des diesjährigen Siegers des Video-Awards der VDCO, der Vereinigung der deutschen Contactlinsen-Spezialisten und Optometristen.
     
    Frei nach dem Motto „Von der Cornea bis zum virtuellen Cortex“, konnte jede Hochschule ein Video einreichen. Dabei war es egal ob das Video eher lustig oder informativ wird, der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. 2018 reichten die EAH Jena, die HFA Köln und die Hochschule Aalen einen Kandidaten ein.
     
    Dem ersten Platz winkten 800 € Preisgeld sowie drei Freikarten für die „Sicht.Kontakte“ im Oktober in München. Gewinner wurde die Studierendengruppe aus dem Bachelorstudiengang Augenoptik/Optometrie der Ernst-Abbe-Hochschule Jena.
     
    Die Grundidee für das Siegervideo stammte von Studierenden aus dem siebten Semester des Studiengangs. Als Grundlage diente das Lied „Wodka“ der Band „Gruppa Karl-Marx-Stadt“ die 2016 auf dem „Äppelwoi“ der Augenoptikerstudenten und -dozenten in Jena spielte. Der Gesang auf dem Video stammt von der (hochschulinternen) Band „Wolf-Gang“. Dreh, Schnitt, Bearbeitung und alle weiteren nötigen Arbeiten wurden von rund einem Dutzend Studierenden und zwei Professoren ausgeführt – mit Erfolg!
     
    Zum Video:
    https://www.youtube.com/watch?v=HV9mUjAJ6ro&t=1s
     
     
    nh/sn
     

  • Praxisorientierter Diskurs um das digitale Spiel

    ​2017 startete an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Fachbereich Sozialwesen, der berufsbegleitende Masterstudiengang „Spiel- und Medienpädagogik" zum ersten Mal. Alle 20 Studienplätze konnten vergeben werden.

    Das praxisorientierte Studienangebot ist an der Schnittstelle von Erziehungs- und Kulturwissenschaften angesiedelt und fokussiert Kulturelle Bildung, Sozial-, Spiel- und Medienwissenschaft zu einer konstruktiven Auseinandersetzung mit digitalen Spielen.

    Sowohl formelle als auch informelle Bildungsangebote werden vorgestellt und die Studierenden dazu befähigt, eigene Modellprojekt zu generieren. Das Curriculum vermittelt zunächst die Grundlagen spezifischer Wissens- und Praxisgebiete und vertieft diese im Verlauf. In Modulen zur Forschung und Entwicklung werden bestehende Projekte analysiert und innovative Weiterentwicklungen angeregt. Als Dozentinnen und Dozenten konnten bundesweit anerkannte Expertinnen und Experten gewonnen werden, die den Studierenden zugleich ein professionelles Netzwerk für Theorie und Praxis im deutschsprachigen Raum eröffnen.
     
    Konzipiert und geleitet wird der Studiengang von Prof. Dr. Martin Geisler (Ernst-Abbe-Hochschule Jena) und Gerrit Neundorf. Beide bauen auf den langjährigen Erfahrungen im Institut für Computerspiel – Spawnpoint auf und gewährleisten so einen hohen Praxis- und Theorietransfer. 
     
    Im April 2019 startet nun der zweite Durchgang. Vorerfahrungen der Bewerberinnen und Bewerber in pädagogischen Kontexten und/oder der Sozialen Arbeit sind sehr hilfreich. Aber auch Interessenten aus der Medienwissenschaft und Mediengestaltung, dem Journalismus, der Kulturarbeit und vielen anderen Querschnittsgebieten, die sich dem wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und insbesondere praxisorientierten Diskurs um das digitale Spiel stellen möchten, sind willkommen.
     
    Der Studiengang wird berufsbegleitend, kostenpflichtig und in Modulform durchgeführt. Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester. Zwei bis drei Präsenzanteile pro Semester finden in Jena statt. Über Online-Plattformen werden Selbststudiumsanteile betreut. Der Studienabschluss „Master of Arts" eröffnet den Absolventen ein breites Betätigungsfeld in den Bereichen Spiel-, Theater- und Medienpädagogik.
     
    Bewerbungen können bereits jetzt eingereicht werden. Stichtag und Bewerbungsende ist der 28.02.2019.  
     
    Alle Informationen: www.spiel-medien-pädagogik.de

  • Sommerschule in Chile

    Heute startet eine Sommerschule des Fachbereiches Betriebswirtschaft der Ernst-Abbe-Hochschule Jena in Valparaíso/Chile. Partner vor Ort ist bis zum 5. Oktober die Universität „Universidad Técnica Federico Santa María“ in Valparaíso.
     
    Der inhaltliche Schwerpunkt der Sommerschule liegt auf dem Lehrendenaustausch und dem Thema ‚Studying and Doing Business in Germany‘. Im Fachkursteil „Doing Business in Germany“ stehen Vorträge von Professoren der EAH Jena, von Vertretern der Deutsch-Chilenischen Industrie- und Handelskammer (AHK) und der Deutschen Botschaft sowie des DAAD in Chile auf dem Programm.
     
    Mit den Gästen werden verschiedene Fachthemen, wie zum Beispiel die Grundlagen des deutschen Finanzmarktes, das deutsche Wirtschaftsrecht oder die interkulturelle Wirtschaftskommunikation, diskutiert. Die Fachvorträge werden durch ein umfangreiches Begleitprogramm ergänzt, unter anderem eine Exkursion zu einem chilenischen Unternehmen, das Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland unterhält. Die Sommerschule wird aus dem Programm „Sommerschulen im Ausland“ des DAAD finanziell unterstützt.

  • Bachelorarbeit in Mexiko

    Hans Christian Koch wurde für seine Bachelorarbeit "Ökonomische und technische Bewertung von Wasseraufbereitungsverfahren am Beispiel der informellen Siedlung ‚Las Fincas‘ auf Cozumel, Mexiko“, in diesem Sommer mit dem GEU-Studienpreis 2017 des VDI (Verein Deutscher Ingenieure) geehrt.

    „Ich bin glücklich und stolz über den Preisgewinn. Die Auszeichnung des VDI stellt eine tolle Anerkennung der geleisteten Arbeit in Mexiko dar und zeigt, dass sich mein Engagement und das aller Unterstützer ausgezahlt hat. Dafür möchte ich allen Befürwortern und Förderern auf deutscher und mexikanischer Seite danken!“, so Koch.

    Hans Christian Koch studierte von 2013 bis 2018 an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Dabei absolvierte er sein Bachelor- und Masterstudium in Wirtschaftsingenieurwesen. Im Bachelor vertiefte er den Studienschwerpunkt „Energie und Umwelt“. Als er sich für den Studiengang entschied, überzeugte ihn insbesondere der interdisziplinäre Ansatz: Als Wirtschaftsingenieur ist er in der Lage, Sachverhalte sowohl vom technischen, als auch vom betriebswirtschaftlichen Hintergrund nachzuvollziehen und zu bewerten.

    Während seines einjährigen Aufenthalts an der Universidad de Quintana Roo (UQROO) Cozumel, Mexiko führte Hans Christian Koch Umfragen in einem Armenviertel durch. Dort fielen ihm die teils heiklen Lebensverhältnisse der Familien auf: Es besteht kein Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung und Kanalisation, außerdem wird das aus dem Brunnen gewonnene Wasser nicht aufbereitet und Abwasser in die Umgebung abgeleitet.  Mit eigenen Untersuchungen wollte er den Zustand des Grundwassers dokumentieren und Lösungen für eine Wasserversorgung ohne die gesundheitlichen Gefahren für die Menschen vor Ort aufzeigen. So entstand die Idee für die Bachelorarbeit.

    Vor Ort in Mexiko, wurde dann zunächst dem Verdacht einer vom Menschen verursachten Kontamination des Grundwassers mittels Untersuchungen der Grundwasserqualität nachgegangen. Dazu wurden Wasserproben aus 30 Hausbrunnen der Siedlung hinsichtlich physikalisch-chemischer, organischer, anorganischer sowie bakteriologischer Parameter analysiert. Die Ergebnisse waren bezeichnend: Im Grundwasser wurde die allgegenwärtige Präsenz von Fäkalbakterien festgestellt. Auf dieser Grundlage bewertete Koch Methoden der Wasseraufbereitung hinsichtlich Kosten, Nutzen und technischer Realisierbarkeit. Die Betrachtungen ergaben, dass eine wesentliche Verbesserung der Wasserqualität bereits mit geringem finanziellem – für die Anwohner bezahlbarem – Aufwand möglich wäre. 

    Allerdings galt es auch mit einigen Schwierigkeiten fertig zu werden: Um überhaupt einen Zugang zum Brunnen zu erhalten, musste zunächst das Vertrauen der Anwohner und Brunnenbesitzer gewonnen werden. Dazu war einiges an Verhandlungsgeschick nötig. Auch für die kostspieligen bakteriologischen Analysen war Koch auf die Hilfe Dritter angewiesen. Der lokale Wasserversorger sicherte glücklicherweise die Unterstützung zu und stellte Laborinfrastruktur sowie benötigte Nährmedien zur Verfügung.

    Zusätzlich absolvierte Koch noch drei weitere jeweils zweimonatige Praktika in Mexiko. Nach dem Abschluss der Bachelorarbeit kehrte er für die Durchführung weiterer Probenahmen nach Cozumel zurück, für die er das Untersuchungsgebiet erweiterte und auch Mikroschadstoffe wie Arzneimittel untersuchte. Die Ergebnisse veröffentliche er anschließend auf wissenschaftlichen Tagungen und in Zeitschriften.

    Neben der Weiterentwicklung seiner fachlichen Kenntnisse, konnte der ehemalige EAH-Student auch einiges für sich persönlich mitnehmen: So spricht er jetzt fließend Spanisch und hat viele Einblicke in die mexikanische Kultur gewonnen. Außerdem entwickelte er ein interkulturelles Verständnis und eine große Offenheit für Neues und Unbekanntes. Im April dieses Jahres hat Koch sein Masterstudium abgeschlossen. Als Tutor betreut er nun peruanische Gaststudenten, die im Rahmen des vom DAAD geförderten PEEsuD-Projektes (Practice driven education in environmental engineering and sustainable development) an der Hochschule sind. Gerne möchte Hans Christian Koch im umwelttechnischen Bereich promovieren. Allerdings steht noch nicht fest, ob er zuerst Berufserfahrung sammeln muss.

    Das von ihm betreute Projekt in Mexiko zeigt beispielhaft die Herausforderungen für Ingenieure in einer globalisierten Welt. Neben technischem Fachwissen gewinnen zunehmend auch Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenz an Bedeutung. Um diesen neuen Anforderungen gerecht zu werden, wurde im Jahr 2014 an der EAH Jena das neue Studienprogramm „Umwelttechnik und Entwicklung“ ins Leben gerufen. Dieser international und praxisnah ausgerichtete Bachelorstudiengang umfasst neben einer fundierten Ingenieurausbildung auch Aspekte der Entwicklungszusammenarbeit. Innerhalb des achtsemestrigen Studiums absolvieren die Studierenden ein einjähriges Auslandsstudium und -praktikum. Partnerländer sind beispielsweise Südafrika, Jordanien, Vietnam, Indonesien und Peru.

    Informationen und Kontakt: Prof. Dr. Matthias Schirmer

    matthias.schirmer@eah-jena.de

    Nico Horn (nh)

  • Einladung an die EAH Jena | Jenaer Gründungsplanspiel-Wettbewerb

    Vom 08. bis 10. Oktober 2018 veranstaltet das Center for Innovation and Entrepreneurship der Ernst-Abbe-Hochschule Jena einen Wettbewerb zur Unternehmensgründung. Gegenstand hierbei ist die simulierte Planung und Errichtung eines Produktionsunternehmens, das hochwertige Konsumgüter entwickelt, herstellt und vertreibt. Die Teilnehmer an diesem Wettbewerb nehmen die Rolle der Unternehmensgründer ein, erstellen einen Businessplan und führen das Unternehmen in den ersten zwei Geschäftsjahren. Dabei treten insgesamt bis zu zehn Teams gegeneinander an und konkurrieren um Marktanteile.

    Die Veranstaltung richtet sich zunächst an Studierende thüringischer Hochschulen, eine Beteiligung steht aber auch weiteren interessierten Personen offen. Insbesondere diejenigen, die eine eigene berufliche Selbstständigkeit beabsichtigen, profitieren von einer Teilnahme. Das Planspiel vermittelt Erfahrungen zur Vorbereitung und Gründung eines Unternehmens. Das dafür notwendige Wissen ist Gegenstand verschiedener Lehrgespräche innerhalb der dreitägigen Veranstaltung. Darüber hinaus trainieren die virtuellen Gründer zahlreiche „weiche“ Fähigkeiten, wie etwa das Führen von Gesprächen zur Einwerbung von Kapital oder das Präsentieren der erzielten Ergebnisse.

    Der Planspielwettbewerb steht unter der Leitung von Prof. Dr. Heiko Haase und Dr. Arndt Lautenschläger aus dem Fachbereich Betriebswirtschaft. Anmeldungen per E-Mail sind noch bis 05. Oktober 2018 möglich:

    arndt.lautenschlaeger@eah-jena.de

    Nähere Informationen finden Sie auf der Website der Ernst-Abbe-Hochschule Jena:

    www.eah-jena.de

  • „Dem Ingenieur ist nichts zu schwör“

    Zum Informationsabend „Dem Ingenieur ist nichts zu schwör“ lädt die Ernst-Abbe-Hochschule Jena am 19. September ein. Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr im Haus 4, Hörsaal 6.

     
    Kennen Sie Konrad Zuse, Spencer Ferguson Silver und Nils Ivar Bohlin? Nein?
    Dann geht es Ihnen so wie Millionen anderer Menschen, denen diese drei Männer unbekannt sind, die aber deren Erfindungen regelmäßig nutzen.
     
    Im Zeitalter der Digitalisierung kann man auf den Computer nicht verzichten, Post-It-Notes erleichtern den Büroalltag und jeder, der in einem Auto fährt, wird bei einem Unfall den Sinn eines Sicherheitsgurtes erkennen (oder bereits erkannt haben).
     
    Den Ingenieuren geht heute die Arbeit nicht aus und auch zukünftig braucht es einfallsreiche Fachleute auf allen Gebieten der Technik. Über die vielfältige und spannende Welt der Ingenieure sowie die Voraussetzungen, Ingenieur oder Ingenieurin zu werden, informiert dieser Vortrag.
     
    Allen Studieninteressierten soll Mut gemacht werden, den drei Herren nachzueifern.
     
    Kontakt:
    Ernst-Abbe-Hochschule Jena
    Fachbereich Maschinenbau
    Prof. Dr. Martin Garzke
    Mitarbeiterin: Kristin Prager
    Tel: 03641/205 521

  • Wissenschaft zum Anfassen

    Das erste MINT-Festival Jena öffnete pünktlich am 11.09.2018 seine Pforten. Es dauerte nicht lange, bis die vorbereiteten Räumlichkeiten des Wissenschaftsfestivals rund um Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik mit hunderten von neugierigen jungen Menschen gefüllt waren.

    Schulklassen aus ganz Jena und Umgebung strömten in die Friedrich-Schiller-Universität, denn geboten wurde so einiges: Es gab ein buntes Programm aus Mitmach-Experimenten, Workshops, Vorträgen, Angebote zur Berufsorientierung und einen Schülerwettbewerb. Aber nicht nur in-, sondern auch außerhalb der Uni gab es viel zu sehen: Auf dem Vorplatz des Campus wurde eine große Bühne errichtet. Dort konnten die Zuschauer live naturwissenschaftliche Phänomene miterleben.

    Einige hundert Meter weiter weg stand in der Grietgasse auf dem Gelände des Otto-Schott-Instituts das Ergebnis einer Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Der „Inno-Truck“ kann als umgedrehtes Museum verstanden werden. Hier gibt es nichts zu sehen was einmal war, sondern es werden zukünftige Möglichkeiten aufgezeigt. Aktuellste Technologien und Forschung werden mit Hilfe von über 80 Leihexponaten in dem aufwändig umgebauten Truck präsentiert. Dabei sind die Themengebiete Zivile Sicherheit, Innovative Arbeitswelt, Gesundes Leben, Intelligente Mobilität, Nachhaltiges Wirtschaften und Energie, sowie Digitale Wirtschaft und Gesellschaft Teil der Ausstellung.

    Am Vormittag wurden die Gewinner des Instagram-Wettbewerbs #lightsonjena gekürt. Unter dem Motto „Wo leuchtet Jena am hellsten“ wurden über 500 Bilder getaggt. Um einen fairen Wettbewerb zu ermöglichen, wurden die Gewinnerbilder aus den 200 im Wettbewerbszeitraum entstandenen Bildern gezogen. Der Publikumspreis mit den meisten Instagram-likes ging an den User „Lukdie“ mit einem Bild des Jenaer Marktplatzes. Den Jurypreis gewann „Kichaerbse“ mit einem Bild des Kulturarena Publikums. Die beiden Gewinner erhalten jeweils eine Ballonfahrt über Jena. Es gab aber noch weit mehr beeindruckende Bilder. Die besten davon konnten noch bis zum Ende des Festivals, am 13. September, in einer Ausstellung bewundert werden.

    Besonders die Mitmach-Experimente begeisterte Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen. Zeitweise waren einige Stände so überfüllt, dass man denken konnte, eine berühmte Band gibt gerade eine Autogrammstunde. Mittendrin: die Ernst-Abbe-Hochschule Jena mit Ausstellungen, Vorträgen und Workshops. Vertreter der EAH Jena waren die Fachbereiche Elektrotechnik und Informationstechnik, Grundlagenwissenschaften, Maschinenbau und SciTec. Am Stand „Werkstofftechnik erleben“ wurde zum Beispiel den Schülerinnen und Schülern die Welt der Werkstoffe näher gebracht. Das Bekannte wurde mit dem Alltäglichen verbunden: So diente eine Cola Dose als Experimentalstück um Fragen, wie: „Welche Eigenschaften hat das eingesetzte Material und wie kann ich die Eigenschaften ändern“, zu beantworten.

    Wer sich für ein Studium an der EAH Jena interessierte, wurde direkt vor Ort von Studierenden und Mitarbeitern der Hochschule beraten. Sie konnten nicht nur über alle Studiengänge informieren, sondern teils auch aus ihrem eigenen Studienalltag erzählen. Schön anzusehen war, dass sich nicht nur Schülerinnen und Schüler aus der Oberstufe für die Hochschule interessierten, sondern sich auch jüngere über ihre Traumstudiengänge und Traumberufe informierten.

    Nico Horn (nh)

  • Schönste Jena-Bilder prämiert

    Pressemitteilung JenaWirtschaft

    (Jena, 11.09.2018) Wo leuchtet die Lichtstadt Jena am hellsten? Zur Antwort auf diese Frage startete zum 1. Internationalen Tag des Lichts am 16. Mai ein digitaler Fotowettbewerb auf der social media Plattform Instagram. Die Organisatoren – die Wirtschaftsförderung Jena (JenaWirtschaft), das Stadtmarketing Jena, die Uni Jena sowie die Ernst-Abbe-Hochschule – hatten aufgerufen, die schönsten und strahlendsten Jena-Bilder unter dem Hashtag „lightsonjena“ auf Instagram zu posten. Fast 500-mal wurde der Hashtag #lightsonjena gesetzt, davon auf über 200 Bildern, die im Wettbewerbszeitraum zwischen 16. Mai und 31. August 2018 neu gepostet wurden. Zum Auftakt des MINT-Festivals Jena am 11. September wurden zwei Bilder – ein Publikumspreis und ein Jurypreis – ausgezeichnet. Die Fotografen gewinnen jeweils eine Ballonfahrt über Jena – für ganz neue Fotoperspektiven von oben. Der Preis wird zur Verfügung gestellt von der JENOPTIK AG.

    Den Publikumspreis – der mit den meisten „Instagram-Herzchen“ – gewann der Instagram-Nutzer „Lukdie“ mit einem Bild des Jenaer Marktplatzes. Die Jury entschied sich darüber hinaus für „Kichaerbse“ und ihr Bild des Kulturarena-Publikums zum Konzert von Tom Walker. Passenderweise entstand das Bild während des Lieds „Leave the light on“.

    „Mit dem Fotowettbewerb haben wir das Thema Lichtstadt erfolgreich in den digitalen Raum tragen getragen – und zwar speziell zu den jungen Menschen der Stadt – Studierende, Azubis, Schüler und Absolventen“, resümiert Wilfried Röpke, Chef der Jenaer Wirtschaftsförderung. Er freue sich, dass die Zahl der Bilder die Erwartungen weit übertroffen habe. „Das zeigt, wie sehr sich junge Leute mit dem Standort Jena identifizieren“. Diese Identifikation sei wichtig, damit möglichst viele Jugendliche und junge Erwachsene auch nach dem Schul- oder Hochschulabschluss in Jena blieben, so Röpke. „Hier vor Ort haben wir so viele spannende Perspektiven für Ausbildung, Studium oder Einstiegsjob, speziell im MINT-Bereich, das möchten wir den jungen Leuten aufzeigen und mitgeben“, so der JenaWirtschaft-Chef.
    Ein wichtiges Thema auch für die JENOPTIK AG, die die Kosten für beide Ballonfahrten der Siegerfotografen in Höhe von 500 Euro übernimmt. „Wir freuen uns, die Preise für die beiden besten Lichtbilder von Jena zu stiften. Unter dem Motto „More Light“ steht bei Jenoptik das Licht im Mittelpunkt. Wir als Jenoptik unterstützen vor allem wenn es darum geht, junge Leute von Jena als attraktiven Lebens- und Arbeitsmittelpunkt zu begeistern, so Maria Koller, Personalchefin der JENOPTIK AG. Jenoptik ist Goldsponsor des MINT-Festivals. Unter dem Motto „Ich sehe was, was Du nicht siehst“ können junge Leute am Jenoptik-Stand sehen, wie eine Infrarotkamera funktioniert. „Uns ist es wichtig, immer wieder zu zeigen, wie spannend unsere Technologien und Produkte rund um Licht sind. Wenn uns das gelingt, haben wir in Sachen Fachkräfte der Zukunft einen guten Schritt gemacht“, so Maria Koller.

    Alle teilnehmenden Bilder sind weiterhin auf Instagram unter dem Hashtag #lightsonjena bzw. auf der Website www.lichtstadt-jena.de/lightsonjena zu sehen. Die beiden Gewinner des Wettbewerbs - die Instagram-Nutzer "lukdie" und "kichaerbse" können ihren Ballonfahrt-Gutschein im Büro der Wirtschaftsförderung abholen. Eine kleine Auswahl der schönsten Jena-Bilder wird noch bis Donnerstag zum MINT-Festival Jena im 1. OG des Campus Ernst-Abbe-Platz gezeigt.

    Pressekontakt für Rückfragen:
    Marina Flämig, Tel. 03641 – 87 300 33, E-Mail: marina.flaemig@jena.de

  • Informationsveranstaltung Weiterbildungsmasterstudiengang „Health Care Management"

    ​Zu einer Informationsveranstaltung über den Weiterbildungsmasterstudiengang „Health Care Management (MBA)“ lädt die Ernst-Abbe-Hochschule Jena am 5. September ein. Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr in der ersten Etage von Haus 5, Raum 05.01.43.

    Der Studiengang wurde vom Fachbereich Betriebswirtschaft der EAH Jena entwickelt und wird in Zusammenarbeit mit der Jenaer Akademie für Lebenslanges Lernen e.V. durchgeführt. Das fünfsemestrige Studium richtet sich an berufstätige Mediziner und Führungskräfte aus dem Gesundheitswesen mit einem Staatsexamen, Diplom- oder Bachelorabschluss.

    Der Studiengang vermittelt vertiefende theoretische und praktische Qualifikationen, so dass die Studierenden neben der fachlichen Kompetenz eine ganzheitliche Sicht auf Funktionen, Prozesse, und Entscheidungen betr. den Gesundheitsmarkt und in Unternehmen der Gesundheitswirtschaft, insbesondere in Krankenhäusern, gewinnen.

    Am 5. September haben alle Interessenten die Möglichkeit, Fragen zu den Inhalten, Zulassungsvoraussetzungen und dem Ablauf des berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiums zu stellen.

    Informationen: http://www.jenall.de/hcm
    http://www.eah-jena.de/weiterbildungsstudium

  • Vorbeugen ist besser als Heilen!

    Systematisches Defizit beim Umgang mit Langzeitarbeitslosigkeit

     
    Programme zur Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit, wie das aktuell im Bundeskabinett beschlossene "Teilhabechancengesetz", haben einen systematischen Webfehler. Sie sind rein kurativ ausgerichtet. Es fehlt ihnen komplett eine präventive Komponente.
    Prof. Dr. Klaus Watzka aus dem Fachbereich Betriebswirtschaft der Ernst-Abbe-Hochschule/Jena hat dazu eine kritische Analyse angefertigt.

    (Die Langfassung dieses Textes ist auf Anfrage gern erhältlich.)    
     
     
    Vorbeugen ist besser als Heilen!
    Kritische Anmerkungen zum Umgang mit Langzeitarbeitslosigkeit
     
    Die Langzeitarbeitslosen von heute sind die fehlenden Personalressourcen von morgen! In Zeiten knapper Arbeitskräfte wird damit aus einem bis dato eher gesellschaftlichen Problem auch ein betriebswirtschaftliches. Unternehmen darf es nicht gleichgültig sein, ob staatliche Programme für Arbeitslose effizient sind oder nicht. Bei einer grundsätzlich erfreulichen Tendenz auf dem Arbeitsmarkt sind bei aktuell 2,28 Mio. Arbeitslosen immer noch 0,82 Mio. langzeitarbeitslos (www.arbeitsagentur.de). Das sind ca. 36%! Für die verbleibenden 64% besteht - insbesondere bei nachlassender Konjunktur - die Gefahr, die potenziellen Langzeitarbeitslosen von morgen zu sein!
     
    Aktuell hat nun Mitte Juli das Bundeskabinett mit dem „Teilhabechancengesetz“ ein Förderprogramm für Langzeitarbeitslose im Volumen von 4 Mrd. € (!) beschlossen. Über Ergänzungen im Sozialgesetzbuch II (§§ 16i, 16e SGBII) soll im Kern ein öffentlich geförderter Arbeitsmarkt mit sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen auf Basis des Mindestlohns entstehen. War eine Person mindestens zwei Jahre arbeitslos, dann kann der Arbeitgeber über zwei Jahre einen Lohnkostenzuschuss von 75% (1.Jahr) und 50% (2. Jahr) erhalten. Nach einer mindestens siebenjährigen Arbeitslosigkeit sind Zuschüsse von 100% über zwei Jahre möglich, die dann bis zum maximalen Förderzeitraum von 5 Jahren jährlich um jeweils 10% sinken. In beiden Fallgruppen ist als neues Element begleitend eine intensive Betreuung und Beratung (= Coaching) von Arbeitnehmer und Arbeitgeber durch die Arbeitsagentur oder einen beauftragten Dritten vorgesehen (www.bmas.de). Dieses Programm erweitert und verlängert ein ähnlich gelagertes Förderprogramm, das bereits die Vorgängerin von Arbeitsminister Heil, Andrea Nahles, mit einem Förderzeitraum 2015-2019 und einem Fördervolumen von 885 Mio. € ins Werk gesetzt hatte. In diesem Kontext sei auch nochmal an die vielfältigen Programme der letzten Jahrzehnte für „schwer vermittelbare Arbeitslose“ und die große Zahl an Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) erinnert. Man nimmt also durchaus viel Geld für die Thematik „Langzeitarbeitslosigkeit“ in die Hand.
     
    Allerdings haben alle Programme einen entscheidenden Webfehler. Sie sind rein therapeutisch ausgelegt. Eine prophylaktische Komponente fehlt völlig. Sie setzen damit systematisch zu spät an! In allen Lebensbereichen betreiben wir aus gutem Grund Prophylaxe. Impfungen sollen den Ausbruch schwerer Krankheiten verhindern, regelmäßige Krebsvorsorge potenzielle Lebensbedrohung früh aufdecken, regelmäßige Sicherheitsschulungen sollen Arbeitsunfälle vermeiden. Schon der Volksmund weiß: Vorbeugen ist besser als heilen! Und der Ökonom steuert dann die Erkenntnis zu, dass prophylaktische Maßnahmen oft erheblich kostengünstiger sind als kurative Maßnahmen.
    Nur im Umgang mit Arbeitslosigkeit wird diese eigentlich simple Erkenntnis nicht hinreichend beherzigt. Große Teile der beträchtlichen öffentlichen Mittel für die Reintegration Langzeitarbeitsloser hätten eingespart werden können, wenn Politik (und Tarifpartner!) die Problematik entschlossener, früher und vor allem mit anderer Akzentsetzung angegangen wären. Das lange Zuwarten und die fehlenden vorbeugenden Maßnahmen bei der Arbeitsmarktpolitik haben die Problematik der Langzeitarbeitslosigkeit erst in ihre Komplexität und Größendimension hineinwachsen lassen. Wer zu lange den Kopf in den Sand steckt, knirscht eben irgendwann mit den Zähnen… Warum diese Einschätzung?
     
    Schon seit mehreren Jahrzehnten hat sich die Psychologische Arbeitslosenforschung in vielen nationalen und internationalen empirischen Studien mit den belastenden Auswirkungen von Arbeitslosigkeit beschäftigt. Dabei hat sich klar gezeigt, dass Arbeitslosigkeit das Risiko für das Auftreten spezifischer Belastungswirkungen deutlich steigert. In aller Kürze: Der Verlust der Arbeit führt zu einem schleichenden Zerfall von Zeitstrukturen. Die Befähigung zur Zeitplanung, zur effizienten Zeitverwendung und zur Zeitdisziplin nimmt ab. Arbeitslosigkeit verhindert die Erfahrung eigener Nützlichkeit und Handlungskompetenz und lässt so Selbstwertgefühl und Selbstwirksamkeitserwartungen erodieren. Die mit dem Arbeitsverlust einhergehende Reduzierung des verfügbaren Einkommens führt zu massiven Finanz- und Überschuldungsproblemen und verengt für die ganze Familie den sozialen Lebensraum. Arbeitslosigkeit nimmt dem Betroffenen seine beruflichen Sozialkontakte und damit ein wichtiges Anwendungsfeld für Sozialkompetenzen. Erfolgt zudem ein (wahrscheinlicher) Rückzug aus dem privaten Kontaktfeld, verschärft sich die Verkümmerung der sozialen Qualifikationen. Familienstrukturen werden zerstört, wenn die Partner mit der neuen Rollenaufteilung (ganztägige Anwesenheit des Partners!) im häuslichen Umfeld scheitern. Und gut belegt ist schließlich auch, dass Arbeitslose - trotz geringerer objektiver Belastungen - eine schlechtere physische und psychische Gesundheit aufweisen. Die Länge der Arbeitslosigkeit ist dabei nur ein Einflussfaktor. Die Probleme sind damit keineswegs nur auf Langzeitarbeitslose beschränkt.
    Diese Befunde sind schon seit langem bekannt. Wer genau hinschauen wollte, der musste kein Prognosegenie sein, um zu vermuten, dass sich diese Belastungswirkungen über kurz oder lang zu massiven Vermittlungshemmnissen verdichten mussten. Nun ist es wenig kreativ, über vergossene Milch zu klagen. Das Kind ist nun einmal in den Brunnen gefallen.
    Jetzt versucht man über langwierige, kostenintensive Programme wenigstens einen Teil der Betroffenen wieder „nach oben zu ziehen“. Gut so! Aber man sollte aus diesen Brunnenstürzen die Lehren für die Zukunft ziehen und den Brunnen massiv vergittern. Dies verringert zukünftig die Problemhäufigkeit und -intensität bei längerer Arbeitslosigkeit.
     
    Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen müssen also um einen Vorsorgebaustein ergänzt werden. Wie muss dieser aussehen?
    Generell sollten Mitarbeiter direkt nach einem Arbeitsplatzverlust eng und professionell begleitet werden. In der Sprache der Psychologen durchlaufen sie ein „kritisches Lebensereignis“, das eine intensive psychische Anpassungsleistung abfordert. Es kann ohne belastbare Bewältigungsstrategien schnell überfordernd sein. Schockstarre, depressive Tendenzen und Rückzug in die Inaktivität sind bei entsprechender Persönlichkeitsdisposition die Folgen. Eine psychologische Begleitung kann aus Kostengründen durchaus in einem Gruppensetting stattfinden. Es bietet den Arbeitslosen zudem die Chance auf gegenseitige Beratung/Unterstützung und auf die psychisch erleichternde Erkenntnis, dass sie mit ihrem Schicksal nicht allein sind. Ziel in dieser frühen Phase muss weiterhin die Erhaltung eines hohen Aktivitätsniveaus zur Planung und Gestaltung der weiteren beruflichen Zukunft sein.
    Dazu gehört die Erarbeitung eines guten Know-how in Bewerbungsfragen, eine Facette die die Arbeitsagenturen bereits sehr gut abdecken. Sobald abzusehen ist, dass eine schnelle Anschlussbeschäftigung nicht realisierbar ist, also etwa nach 3-4 Monaten, müssen intensivere Betreuungsmaßnahmen einsetzen. Dazu gehört in einem ersten Modul eine detaillierte Finanzberatung. Es zeichnet sich nun für unbestimmte Zeit ein geringeres Haushaltseinkommen ab. Die Finanzstrukturen und das Ausgabeverhalten der gesamten Familie müssen analysiert und auf die neue Situation hin justiert werden - proaktiv, ehe die Schuldenfalle zuschnappt. In einem zweiten Modul gilt es, eine möglichst geregelte Zeitstruktur zu erhalten. Dies gelingt, wenn sich die Betroffenen aktiv alternativen Aufgaben stellen (z.B. Weiterbildung, ehrenamtliche Tätigkeit, neue Hobbies, Realisierung privater Großprojekte an der Immobilie). Ohne Beratung und gezielte Motivation ergreifen Arbeitslose diese naheliegenden Optionen oft nicht, verharren in Inaktivität und bauen Schwellenängste auf. Zielvereinbarungen mit externen Coaches wären ein probates Mittel. Solche alternativen Zeitverwendungen stabilisieren auch das Selbstwertgefühl und verhindern den Rückzug aus den familienexternen Sozialkontakten.
    Ergänzend sind in einem dritten Modul zur psychischen Stabilisierung Angebote nötig, bei denen in einem Gruppensetting der Verlust des Arbeitsplatzes und die momentane eigene Situation psychisch aufgearbeitet werden kann. Das Methodenspektrum von Psychologen und Sozialpädagogen ist hier gefragt.
    Zur Vorbeugung gegen eine signifikante Verschlechterung des Gesundheitszustandes und Etablierung schädlicher Verhaltensmuster während der Arbeitslosigkeit bietet sich in einem vierten Modul ein intensiver Einsatz all der Bausteine an, die aus dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement - oftmals in Zusammenarbeit mit Krankenkassen - im Rahmen der Gesundheitsaufklärung und Krankheitsprophylaxe gut bekannt sind (z.B. gesundes Essen, Motivation zur Bewegung, Aufklärung über Alkohol und Nikotin).
     
    Final stellt sich die Frage nach Zuständigkeit und Finanzierung dieses Maßnahmenbündels. Die zentrale inhaltliche, organisatorische und finanzielle Zuständigkeit hätten aufgrund ihres gesetzlichen Auftrags zur „Verkürzung der Dauer der Arbeitslosigkeit“ (§ 1 SGB III) die Arbeitsagenturen. In der Pflicht sind aber auch die freisetzenden Unternehmen. Denn zum einen gebietet es die „Fürsorgepflicht“ als arbeitsvertragliche Nebenpflicht, einen Mitarbeiter nicht gänzlich unvorbereitet und unbegleitet in die „Lebenskrise Arbeitslosigkeit“ zu entlassen. Eine Outplacement-Beratung als „letzte Sozialleistung“ sollte Standard werden. Zum anderen haben Betriebe durch ihre Freisetzungsentscheidung die Kosten der Arbeitslosigkeit auf die Allgemeinheit externalisiert. Allerdings muss ein Kostenbeitrag der Arbeitgeber überschaubar bleiben, da sie ja bereits über die Arbeitslosenversicherung in die Kasse der Arbeitsagentur eingezahlt haben. Als zusätzliche Finanzierungsquelle kämen insbesondere die Umwidmung kleiner Teile der Abfindungs- und Sozialplanzahlungen in Betracht. Charme hätte auch der gemeinsame Unterhalt von überbetrieblichen Outplacement-Zentren durch viele Unternehmen. Deren Finanzierung erfolgt nach dem Versicherungsprinzip über die Entrichtung eines monatlichen Geldbetrags je beschäftigtem Mitarbeiter. Dafür erwirbt das einzelne Unternehmen das Gegenrecht, im Falle einer Freisetzung, die Dienste des Zentrums für den Mitarbeiter in Anspruch nehmen zu dürfen.
     
    Fazit: Es ist Zeit für ein flächendeckendes Outplacement-Konzept für alle Mitarbeiter zur Prophylaxe gegen Langzeitarbeitslosigkeit. In Zeiten des demografischen Wandels und sich verknappender Arbeitskräfte, kann es sich Deutschland schon aus rein ökonomischen Gründen nicht leisten, neben den Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss und den älteren Mitarbeitern, die den vorgezogenen Ruhestand wählen, auch noch eine substanzielle Anzahl an Menschen an eine verkrustete Langzeitarbeitslosigkeit zu verlieren. Und aus ethischer Perspektive gebietet sich sowieso, das Schicksal einer Langzeitarbeitslosigkeit zu verhindern.
     
    Klaus Watzka
    Dr. Klaus Watzka ist Professor für Allgemeine Betriebswirtschaft, insbesondere Personalwirtschaft an der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena

  • EAH Jena lädt zur Infoveranstaltung ein

    (7. August 2018) Am 21. August findet die zweite Informationsveranstaltung zum Weiterbildungsmasterstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen in der Ernst-Abbe-Hochschule Jena statt. Beginn ist um 19.00 Uhr im Raum 05.01.43, in der ersten Etage von Haus 5.

    Der Studiengang wird vom Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen der EAH Jena gemeinsam mit der Jenaer Akademie für Lebenslanges Lernen e.V. durchgeführt. Er richtet sich an berufstätige Ingenieure und Wirtschaftsingenieure mit einem Diplom- oder Bachelorabschluss.

    In fünf Semestern erhalten die Studierenden einen fundierten Einblick in Erkenntnisse und Methoden, die es ihnen ermöglichen, in ihrem Beruf komplexe Koordinationsaufgaben wahrzunehmen.

    Am 21. August haben alle Interessenten die Möglichkeit, Fragen zu den Inhalten, Zulassungsvoraussetzungen und dem Ablauf des berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiums zu stellen.

    http://www.jenall.de/studiengaenge

    http://www.eah-jena.de/weiterbildungsstudium

  • Spannende Arbeit am Universitätsklinikum Jena

    Spannende Arbeit am Universitätsklinikum Jena

    Masterstudentin der Ernst-Abbe-Hochschule Jena lädt zur Teilnahme an einer Entwicklungsuntersuchung für Kinder ein ​

     

    Denise Schulz arbeitet im Universitätsklinikum Jena als Interdisziplinäre Frühförderin im Bereich des Sozialpädiatrischem Zentrum (SPZ). Neben der Arbeit studiert sie in Teilzeit an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena im Masterstudiengang Soziale Arbeit. Ihren Bachelorabschluss in der interdisziplinären Frühforderung erhielt sie 2011 nach einem dreijährigen Studium an der Hochschule für Gesundheit (SRH) in Gera. Seitdem arbeitet sie im SPZ mit Kindern und Familien zusammen und kann auf eine Fülle von Erfahrungen zurückgreifen.

    Vielseitigkeit statt Monotonie
    Für die 29-Jährige war es von Anfang an klar – sie möchte mit Menschen, insbesondere Kindern arbeiten. Schon früh absolvierte sie diverse Praktika in Physiotherapien und Kindergärten. Durch das Studium war es ihr möglich die unterschiedlichsten Interessen miteinander zu kombinieren. „Ich wollte mich nicht auf eine Sache festlegen“, so Denise. Die Möglichkeit das Medizinische, das Psychologische und das Pädagogische zu vereinen, habe sie dabei besonders gereizt: „Ich wollte nicht nur Erzieherin oder Pädagogin sein, sondern ich fand die psychologischen Aspekte dahinter sehr spannend. Außerdem beschäftigt man sich mit Kindern im Altersbereich von null bis sechs Jahren und das finde ich großartig.“

    Kompetenzen leben und erleben
    30 Stunden die Woche arbeitet die Thüringerin am Universitätsklinikum Jena, um noch Zeit für ihr Studium zu haben. Sie ist Mitglied eines großen Teams aus rund 20-25 Kollegen mit den unterschiedlichsten Qualifikationen. Zum Team gehören Kinderärzte und -ärztinnen, Psychologinnen, Physiotherapeutinnen, Sportwissenschaftler, eine Ergotherapeutin, eine Logopädin, Sozialarbeiterinnen, Kinderkrankenschwestern, eine Ernährungsberaterin sowie eine Heilpädagogin und Denise als Interdisziplinäre Frühförderin. Als Einzige in ihrem Bereich ist sie zuständig für die Entwicklungsdiagnostik.

    Spielerischer Alltag
    Bevor sie sich im SPZ anmelden können, brauchen Familien zunächst eine Überweisung vom Kinderarzt. Dann heißt es geduldig sein: Je nach Dringlichkeit, können die Wartezeiten für einen Termin bis zu eineinhalb Jahre betragen. Hat es dann geklappt, steht zu Beginn eine ärztliche Sprechstunde an. Hier wird herausgefunden, wo die Schwierigkeiten liegen. „Im Anschluss beginnt meine Arbeit“, erzählt Denise. „Mit den Eltern der Kleinen wird ein Termin ausgemacht, der ungefähr eineinhalb Stunden dauert. Je nach Alter des Kindes bestehen dann verschiedene Möglichkeiten. Ich spreche mit den Eltern, und wenn möglich auch mit dem Kind. Und natürlich wird dann auch gespielt. Durch die spielerischen Elemente wird eine für die ganze Familie angenehme Situation geschaffen. Mein Raum ist recht groß und sehr kinderfreundlich gestaltet. Dabei ist es meine Aufgabe herauszufinden, wo die Stärken und Schwächen des Kindes sind.“

    Methodik und Vorgehensweise
    In der Regel kommen Familien in das SPZ, weil es Auffälligkeiten in der Entwicklung ihrer Kinder gibt. Manchmal wird von Geburt an eine Diagnose mitgebracht, es kommt aber auch vor, dass manches erst im Entwicklungsverlauf auffällt. Im SPZ werden Kinder mit leichten Entwicklungsstörungen bis hin zu schweren Mehrfachbehinderungen betreut. Denise Schulz Aufgabe ist es, mit standardisierten Messmethoden die Kinder hinsichtlich ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten zu untersuchen, um herauszufinden in welchem Entwicklungsstand sie sich befinden. Dazu muss in Spielsituationen beispielsweise ein Turm aus drei Bauklötzen gebaut, ein Puzzle gelöst oder eine Perle auf einen Faden gefädelt werden.

    Niemals ausgelernt
    „Jede Familie bringt ihre eigene Geschichte mit, die sie ein Stück weit mit mir teilt und das finde ich sehr bereichernd. Ich lerne jeden Tag dazu.“ Zwar hat Denise durch Studium und Arbeit schon eine Menge zu tun, dennoch nimmt sie gerne die Möglichkeit zur Weiterbildung an. Durch ihre Bereitschaft sich immer weiterzubilden, haben sich ihre Aufgaben und Verantwortungen erweitert. Unter anderem hat sie die Autismus-Diagnostik, welche sehr umfangreich ist, übernehmen dürfen.
    Ihr Masterstudium im Fachbereich Sozialwesen an der Ernst-Abbe-Hochschule nutzt sie zudem, um ihre Kompetenzen zu erweitern. „Ich kann mir vorstellen, irgendwann selbst Ausbilderin zu werden.“
    Schon jetzt werden ihr Praktikanten und Studierende anvertraut, die sie ein Stück weit mit ausbildet.

    Aktive Teilnahme an der Forschung – Familien für Studie gesucht
    Aktuell wird von der Theodor-Hellbrügge-Stiftung in München eine Neunormierung des Untersuchungsverfahrens zur kindlichen Entwicklung finanziert. Die Untersuchung wird im Kinderzentrum München vom dortigen Forschungsteam neu konzipiert. Denise hat sich dazu bereit erklärt, in Jena an dieser Untersuchung mitzuwirken. Durchgeführt wird diese im Zeitraum vom 08.September bis zum 30. November 2018.
    „Ich arbeite täglich mit den Untersuchungen und freue mich, dass es bald eine Überholung gibt.“ Die Frage wo die Unterschiede zur bisherigen Untersuchung liegen, erklärt Denise Schulz wie folgt: „Die alte Untersuchung war relativ weich von den Abläufen gestaltet. Man konnte sich die Spielmaterialien selbst aussuchen, von denen man dachte, dass diese dem Alter des Kindes entsprechen. Man hat dem Kind nacheinander verschiedene Sachen angeboten, konnte innerhalb auch wechseln. Bei der neuen Methode ist das nicht mehr so. Es gibt jetzt eine Reihenfolge zu beachten.“ Für diese Untersuchung werden in Jena 30-40 Familien mit Kindern im Alter von 0-4 Jahren gesucht. Kosten fallen dafür keine an.

    Bei Interesse melden Sie sich bei Denise Schulz.
    Per Anruf, SMS oder WhatsApp: 0176 27731650
    E-Mail: Denise.Schulz@med.uni-jena.de

    Nico Horn (nh)

  • Schließzeiten der EAH Jena in der Semesterpause

    ​Sehr geehrte Damen und Herren,

    im Zeitraum 06.08.2018 bis 21.09.2018 werden alle Außentüren der EAH Jena bereits um 19.00 Uhr verschlossen.
    Ein Verlassen der Gebäude ist zu jeder Zeit möglich.
    In der Semesterpause ist die Hochschule an Samstagen geschlossen.

    Rückfragen bitte an das Referat 4:
    petra.gordalla@eah-jena.de

  • Studium, Wissenstransfer und soziales Engagement

    ​(20. Juli 2018) Nach der erfolgreich abgeschlossenen Projektarbeit der Studierenden im Fachbereich Betriebswirtschaft der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena zum Thema „Die Erstellung eines Nachfolgekonzeptes im Hinblick auf die Niederlassungsleiter für die GeAT – Gesellschaft für Arbeitnehmerüberlassung Thüringen AG“ durfte sich die von Prof. Dr. Klaus Watzka betreute Projektgruppe ein soziales Projekt zur Unterstützung aussuchen.

    Die Wahl fiel, in Absprache mit der GeAT AG, auf das Projekt „Zuckertüten für Schulanfänger/innen“ der Bürgerstiftung Jena. Ziel des Projektes ist die Unterstützung geflüchteter und einkommensschwacher Familien. Dabei gestalten die Kinder gemeinsam mit ihren Familien die Zuckertüten, die sie dann gefüllt zu ihrer Schuleinführung überreicht bekommen. Des Weiteren werden die Kinder mit Schulranzen und allen notwendigen Schulmaterialien ausgestattet, die für einen erfolgreichen Schulstart benötigt werden.

    „Der Schulstart ist für Kinder ein wichtiger Meilenstein. Dazu gehört natürlich die richtige Ausrüstung“ sagt Helmut Meyer, Vorstandssprecher der GeAT AG. Es sei wichtig, allen Kindern dieselben Chancen zu geben, um ihre Fähigkeiten entfalten zu können. „Nachwuchsförderung wird bei der GeAT AG großgeschrieben. Wir sind langjähriger Sponsor von Lehrveranstaltungen an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena und unterstützen zusätzlich Schulen, Vereine und soziale Einrichtungen. Besonders wichtig ist es uns, dass wir einen Bezug zu unseren Mitunternehmer/innen und Partnern schaffen“, so Helmut Meyer.

    Professor Watzka, der bereits seit vielen Jahren Praxisprojekte im Bereich Personalmanagement mit seinen Studierenden durchführt, ergänzt: „Die Übergabe eines Spendenschecks an eine soziale Organisation ist immer ein schöner Abschluss unserer Projekte in der Wirtschaft. Die Studierenden können wertvolle Praxiserfahrungen im Projektmanagement sammeln und das auftraggebende Unternehmen erhält für drängende personalwirtschaftliche Probleme wichtige Anregungen und Konzeptvorschläge. Insofern unterstützen wir hier einen Wissenstransfer von der Hochschule in die Wirtschaftspraxis. In alter Tradition runden wir das Ganze dann gern mit einer kleinen unternehmensethischen Facette ab. Auch die sollte in einem BWL-Studium ihren Platz haben und bei den Studierenden – bei allen ökonomischen Optimierungsnotwendigkeiten – die Sensibilität für die Schwächeren in einer Gesellschaft wachhalten. Mit der GeAT AG haben wir einen langjährigen und geschätzten Partner, bei dem wir mit diesem Dreiklang aus Lernen, Wissenstransfer und sozialem Engagement quasi offene Türen einlaufen. Ich persönlich freue mich sehr, dass sich die Studierenden in diesem Jahr bei ihrer Spende für das Zuckertütenprojekt für ein stark regional verankertes Vorhaben mit Bildungsbezug entschieden haben. Beides liegt uns als Hochschule natürlich sehr am Herzen.“

    Die Studierenden rund um die Projektleiterin, Anna Renzing, und das Unternehmen freuen sich, mit der Unterstützung dieses Projektes einen Teil zur Nachwuchsförderung und Talententfaltung der baldigen Schüler und Schülerinnen beitragen zu können und wünschen allen Schülern einen erfolgreichen Start in ihren neuen Lebensabschnitt.

     

    Kontakt: Prof. Dr. Klaus Watzka
    klaus.watzka@eah-jena.de

    Quelle: GeAT AG

  • Technologien der Zukunft

    ​(19. Juli 2018) Eine Spezialentwicklung ausschließlich für den 3D-Druck von Glas besichtigte der Thüringer Ministerpräsident heute unter anderem in der Modellfabrik 3D-Druck an der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena. Anne-Marie Schwager, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Modellfabrik-Team, erläuterte die Verfahrenstechnik des 3D-Druckers und diskutierte mit Bodo Ramelow die Einsatzmöglichkeiten.

    Die Modellfabrik 3D-Druck ist Teil des „Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Ilmenau“, hat ihren Sitz jedoch an der EAH Jena. Als verantwortliche „Fabrik“ für die Themen 3D-Druck, Produktindividualisierung und Digitale Arbeitswelten verfügt sie über Labore unter anderem für den 3D-Druck und das Arbeiten mit verschiedenen Lasern. In jedem dieser Labore führten die Mitglieder des Modellfabrik-Teams – Laserexperten, wissenschaftliche Mitarbeiter und ein Doktorand – den heutigen Gästen, unter ihnen auch Jenas Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche, die technischen Möglichkeiten vor.

    Vor allem kleine und mittlere Unternehmen erhalten vom Team der Modellfabrik ganz praktische Unterstützung: 3D-Druck gilt als Schlüsseltechnologie der Industrie 4.0 und bietet den Firmen verschiedenste Möglichkeiten zur Individualisierung ihrer Produkte. Die vorhandene Technik für die unterschiedlichen 3D-Druck-Verfahren sowie zahlreiche Musterbauteile können Unternehmen nutzen, um sich über Vorteile, Unterschiede und Grenzen der einzelnen Verfahren zu informieren. Angeboten werden auch Beratungen zu technischen Verfahren und Voraussetzungen, zu Softwarelösungen und Kosten, aber auch zum Qualifizierungsbedarf der Firmenmitarbeiter.

    Prof. Dr. Jens Bliedtner, Leiter des Fachgebietes Fertigungstechnik/Fertigungsautomatisierung im Fachbereich SciTec der EAH Jena, ist für die Modellfabrik 3D-Druck verantwortlich. Die Forschungsschwerpunkte seines Fachgebietes liegen in der Lasermaterialbearbeitung, der Optiktechnologie und bei den Additiven Verfahren. Derzeit werden hier 15 durch Bund und Land geförderte Forschungs- und Entwicklungsprojekte bearbeitet. Im Rahmen zahlreicher Kooperationen mit der Thüringer Wirtschaft konnten Professor Bliedtner und sein Team bereits additive Verfahren für die Verarbeitung verschiedenster Materialien, von Kunststoffen bis hin zum Druck von Quarzglas, entwickeln.

    „Jedes dieser Projekte ist ein Erfolg für die Hochschule“, so Rektor Prof. Dr. Steffen Teichert. Jedoch sei die Hochschule vor allem für die Lehre konzipiert worden, so dass sie seit geraumer Zeit an ihre räumlichen Grenzen stößt. Als Gastgeschenk für den Ministerpräsidenten überreichte der Rektor nicht ohne Augenzwinkern ein 3D-Modell der EAH Jena der Zukunft: mit einem Anbau für Forschung und Entwicklung.

    sn
    Quelle: Constance Möhwald

     

    Kontakt und Informationen:
    Constance Möhwald
    Koordinatorin der Modellfabrik 3D-Druck
    Tel. 03641 - 205 128
    constance.moehwald@eah-jena.de

  • Neben Deutsch auch Mathematik, Chemie und Informatik

    (6. Juli 2018) Sie haben den nächsten Schritt geschafft: Acht Frauen und Männer erhielten heute ihre Zeugnisse für die bestandene Eignungsfeststellungsprüfung. Damit können die jungen Chinesen im kommenden Herbst das Studium an der EAH Jena aufnehmen.

    Die erfolgreiche Vorbereitung zur sogenannten Eignungsfeststellungsprüfung, die neben Deutsch auch Fächer wie Mathematik, Chemie oder Informatik beinhaltet, erfolgte am „Internationalen Studienzentrum Thüringen“ mit Sitz in Jena. Für das neue Studienzentrum sind dies die ersten Abschlüsse. Drei Partner arbeiten dabei eng zusammen: Das Internationale Studienzentrum Thüringen als Lehreinrichtung, das Studienkolleg Nordhausen für die Prüfungshoheit und die EAH Jena für das anschließende Studium.

    Die Rahmenbedingungen für die Sprach- und Fachausbildung ausländischer Studieninteressenten haben sich mit dem neuen Hochschulgesetz, das Ende April d. J. verabschiedet wurde, deutlich verbessert. Das Gesetz bietet die Grundlage für die enge Kooperation öffentlicher und privater Bildungseinrichtungen zur Vorbereitung ausländischer Studieninteressierter in Thüringen.

    „Das ist ein wirklich großer Erfolg“, freut sich EAH-Rektor Prof. Dr. Steffen Teichert und unterstreicht: „Auf der Internationalisierung unserer Hochschule liegt einer unserer Schwerpunkte. Das heißt, wir können die Anwerbung ausländischer Studieninteressierter verstärken.“

    Für diese sei der Erwerb der deutschen Hochschulzulassung am späteren Studienort eine wichtige Voraussetzung, nicht nur für den Erfolg des Studiums, sondern insbesondere auch als Vorbereitung auf den regionalen Arbeitsmarkt.
    „Mit dem Abschluss ihres Studiums sind die Absolventinnen und Absolventen gut ausgebildete Fachkräfte, die unsere Wirtschaft dringend braucht“, so Teichert.


    sn

  • Moderne Labore und historische Motoren

    ​(4. Juli 2018) In der vergangenen Woche sahen sich Mitglieder des Vereins „Technik-Geschichte in Jena“ an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena um. Der Verein befasst sich mit Technik- und Industriegeschichte im Raum Jena. Er organisiert regelmäßig öffentliche Vorträge, gibt ein Jahrbuch heraus und bietet Exkursionen an. Am 26. Juni führte eine dieser Exkursionen zur EAH Jena, die sich in den Räumlichkeiten des ehemaligen Südwerkes der Firma Carl Zeiss befindet, deren Bau in den 1920iger Jahren begonnen hatte.

    Prof. Dr. Bruno Spessert, Prorektor für Forschung und Entwicklung der Hochschule und seit vielen Jahren Vereinsmitglied, begrüßte die nahezu 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Geführt von Helmut Zipfel, langjähriger Hochschulplaner i. R., besichtigten die Gäste den Campus und die Labore des Fachbereichs Maschinenbau. Der Fachbereich verfügt unter anderem über ein gut ausgestattetes Labor für Maschinenakustik. Laboringenieur Bernhard Kühn demonstrierte hier Möglichkeiten zur Messung und Verringerung von Lärm. Helmut Zipfel und Laboringenieur Andreas Reichardt führten die historische Automatendreherei vor, die ehemals Teil der Fertigung der Fa. Carl Zeiss war und heute von der Ernst-Abbe-Hochschule beherbergt und erhalten wird. Bruno Spessert zeigte und erklärte die Technik einiger historischer Motoren, die zwischen 1904 und 1925 in Apolda und Markranstädt gefertigt wurden. 

    Prof. Dr. Bruno Spessert / sn

  • E-Commerce-Stiftungsprofessur für die Ernst-Abbe-Hochschule Jena

    ​(3. Juli 2018) Jenaer E-Commerce-Unternehmen finanzieren gemeinsam mit dem Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft eine Stiftungsprofessur für einen zukünftigen Masterstudiengang E-Commerce für die Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena. Ein weiterer Unterstützer ist die STIFT Thüringen. Der Stiftervertrag wurde am 29. Juni in Anwesenheit des Thüringer Ministers für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, Wolfgang Tiefensee, in der EAH Jena unterzeichnet.

    In den kommenden fünf Jahren sollen insgesamt 635.000 € fließen, davon 105.000 € durch das Ministerium und 480.000 € durch die Internetwirtschaft. 50.000 € trägt die STIFT.

    Wolfgang Tiefensee sieht den aufstrebenden IT-Standort Jena durch die inzwischen dritte Stiftungsprofessur bei diesem Thema erheblich gestärkt: „Die Nachfrage nach gut qualifizierten Fachkräften für die Thüringer eCommerce-Unternehmen wächst. Mit der Stärkung der Studien- und Forschungsangebote an der Ernst-Abbe-Hochschule sorgen wir dafür, dass aus diesem Bedarf kein Entwicklungshemmnis für die Branche wird.“ Besonders erfreulich sei es, dass die Initiative zur Einrichtung der Professur und ein guter Teil der Finanzierung von den Unternehmen selbst getragen werden. Das Wissenschaftsministerium werde für die Jahre 2018 und 2019 selbst noch einmal gut 100.000 € als Anschubfinanzierung beisteuern.

    Neben Minister Tiefensee und Prof. Dr. Werner Bornkessel, STIFT-Vorstand und Gründungsrektor der Hochschule, waren auch Vertreter der Jenaer Internetwirtschaft anwesend, die sich, unter anderem für dieses Projekt, zu einer Stiftergruppe zusammengeschlossen haben. Unter ihnen sind E-Commerce-Legenden wie Stephan Schambach, Reinhard Hoffmann als Geschäftsführer der TowerConsult und Vorsitzender des Förderkreises der EAH Jena, aber auch Unternehmen der jüngeren Generation, wie beispielsweise dotSource.

    Mit dem zukünftigen Masterstudiengang E-Commerce werden nicht nur die Studienmöglichkeiten der EAH Jena im digitalen Bereich verstetigt: Der Studiengang soll, so Reinhard Hoffmann: „überregional Studierende anziehen, die von dieser Kooperation zwischen Hochschule und regionaler Wirtschaft durch praxisnahes Wissen, spannende Praktika und Abschlussarbeiten sowie einzigartige Einstiegschancen ins Berufsleben profitieren“.

    Der neue Masterstudiengang sorge dafür, so dotSource-Chef Christian Otto Grötsch: „dass der Nachwuchs im Bereich eCommerce direkt am Innovationsstandort Jena ausgebildet werden kann. Dafür setzt sich dotSource nur zu gerne ein!"

    Besonders spannend sei, dass im Kreis der Stiftergruppe die ganze Bandbreite der Akteure des E-Commerce in Jena aktiv ist, um das gemeinsame Ziel zu erreichen, diesen „Leuchtturmstudiengang“ zu etablieren: Neben neun Internetakteuren der ersten Stunde finden sich die Hersteller großer E-Commerce Standardprodukte sowie kleine Jenaer E-Commerce-Dienstleister, weiterhin technische Spezialisten unter anderem für Mobile, Qualitätssicherung oder Virtuell Reality sowie Online-Marketing-Unternehmen, Online-Händler und ein spezialisierter Personaldienstleister.

    Jährlich erwirtschaften Onlinehändler weltweit Umsätze in Milliardenhöhe über Systeme, die von Jenaer IT-Spezialisten entwickelt wurden. Namhafte global agierende Konzerne nutzen Software, Module und Dienstleistungen von Jenaer Softwarefirmen ebenso wie unzählige Onlinehändler weltweit. Dieser Erfolg ist nicht zuletzt der Zusammenarbeit der E-Commerce-Wirtschaft und der Hochschulen in Jena zu verdanken.

    Als Förderer von Wissenschaft, Forschung und Technologie in Thüringen sieht auch die STIFT in dem Projekt eine weitere nötige Verknüpfung von Wissenschaft und Wirtschaft. Prof. Dr. Werner Bornkessel unterstrich: "Diese Stiftungsprofessur ist ein wichtiges Element, um Brücken zu bauen zwischen den Förderern aus der Wirtschaft und der Hochschule. In Forschung und Lehre sind positive Anreize und Synergieeffekte zu erwarten. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur vertiefenden Weiterentwicklung und Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft nicht nur in der Region Jena, sondern sicher auch weit darüber hinaus." 

    Prof. Dr. Steffen Teichert, Rektor der EAH Jena, fasst das neue Netzwerkvorhaben wie folgt zusammen: „Jena ist ein funktionierendes Ökosystem von zwei Hochschulen, verschiedenen Forschungseinrichtungen und Unternehmen, von denen eine nicht zu unterschätzende Anzahl im E-Commerce-Sektor tätig ist. Die EAH Jena profitiert durch die Unterstützung der E-Commerce-Stifter mit der Professur für das Bachelorstudium E-Commerce bereits seit dem Jahr 2013. Die Einrichtung eines weiterführenden Masterstudiengangs ist für uns folgerichtig. Wir sind allen Stiftern für diese erneute Unterstützung sehr dankbar“.

    sn

  • Pflegewissenschaftlerin ist Professorin an der EAH Jena

    ​(22. Juni 2018) Prof. Dr. Katharina Rädel-Ablass wurde im vergangenen Wintersemester an den Fachbereich Gesundheit und Pflege der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena berufen. Das Berufungsgebiet der jungen Professorin (geb. 1978) ist das Pflegemanagement.

    Frau Rädel-Ablass ließ sich von 1997 bis 2000 als Gesundheits- und Krankenpflegerin ausbilden. Von 2002 bis 2006 studierte sie berufsbegleitend Pflegewissenschaft und Pflegemanagement an der Hamburger Fernhochschule sowie an der EAH Jena. Ihr Diplom schloss sie mit der Arbeit „Organisationsformen der Pflege im historischen Kontext“ ab.

    2016 promovierte Katharina Rädel-Ablass an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, Zentrum für Human- und Gesundheitswissenschaften, zum Thema „Konstrukte zur Pflegeübernahme – eine Analyse aus der Perspektive von pflegenden Angehörigen und Pflegebedürftigen“.

    Anschließend absolvierte sie eine Weiterbildung zum Coach (DGfC) und ist als Coach und Organisationsberaterin im Gesundheitswesen aktiv. Darüber hinaus ist die Pflegewissenschaftlerin Mitglied der Gesellschaft für Humanontogenetik an der Humboldt-Universität Berlin.

    Im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit konnte Prof. Dr. rer. cur. Rädel-Ablass durch die Arbeit an Forschungs- und Beratungsprojekten für zahlreiche Dienstleister im Gesundheitswesen Deutschlands sowie für das Gesundheits- und Sozialministerium Luxemburg Erfahrungen sammeln. Die Handlungsfelder bezogen sich u. a. auf speziellen Wohnformen für an Demenz erkrankte Bewohner von Pflegeeinrichtungen, Personalentwicklung für Führungskräfte im mittleren Pflegemanagement, Personalbedarfsermittlung im Pflegedienst sowie die Nutzung von Erfahrungswissen im Pflegealltag durch kollegiale Beratung.

    Die Lehrtätigkeit von Professorin Rädel-Ablass an der EAH Jena umfasst Grundlagen der Kommunikation, Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen sowie Case- und Kooperationsmanagement.

    Kontakt: Prof. Dr. Katharina Rädel-Ablass
    katharina.raedel-ablass@eah-jena.de

  • Buntes Programm an der Jenaer Carl-Zeiss-Promenade

    ​(21. Juni 2018) Am 27. Juni startet um 15.00 Uhr das Campusfest der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, an der Carl-Zeiss-Promenade 2. Erwartet werden Studierende, Lehrende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, auch ehemalige Hochschulangehörige und ihre Familien, sowie Freunde und Förderer der EAH Jena. Weitere interessierte Gäste sind herzlich willkommen.

    Gemeinsam mit dem StuRa und dem Campusradio haben die Organisatoren ein buntes Programm auf die Beine gestellt: So gibt es unter anderem einen Studenten-Flohmarkt, einen Raketenwettbewerb und sehr viele kulinarische Angebote. Erwartet werden auch zwei Professorenbands, die nach dem 16.00 Uhr-Public Viewing auftreten.

    Natürlich hat die Hochschule auch an die kleinsten Gäste gedacht: Auf sie warten eine Hüpfburg, Kinderschminken und eine „Feuerwehr zum Anfassen“, inklusive Löschaktion.

    Um 20.00 Uhr ist Abbau auf dem Campus, jedoch nicht das Ende des Festes: Die Party findet dann in der Hochschulaula statt. Bis Mitternacht werden vier DJs des Campusradio Jena auflegen.

    Informationen und Kontakt: Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation der EAH Jena
    presse@eah-jena.de
    Tel. 03641 - 205 130


    sn

  • Verbindung von Wissenschaft und Praxis

    ​(21. Juni 2018) Mit einem Abschlusskolloquium endete am 2. Juni dieses Jahres der zweite Durchgang der einjährigen Fortbildung für die Arbeit mit unbegleiteten ausländischen Kindern und Jugendlichen im Fachbereich Sozialwesen der Ernst-Abbe-Hochschule Jena.

    Die Voraussetzungen der Teilnehmenden der Weiterbildung waren heterogen und reichten über bereits vorhandene Praxiserfahrungen, absolvierte Fortbildungen bis hin zu Hochschulabschlüssen in anderen Fachgebieten. Der Fortbildungszeitraum wurde als herausfordernd, aber mit durchweg positiv bewerteten Lehrveranstaltungen wahrgenommen. Dies betraf insbesondere die hohe Praxisrelevanz in den Lehrgebieten der Methoden Sozialer Arbeit, der soziologischen Aspekte und der interkulturellen Kompetenz sowie im Familien- und Asylrecht.

    Die psychologischen Schwerpunktsetzungen, wie die Zusammenarbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen und auch Kenntnisse im Umgang mit Stereotypen, Vorurteilen und gruppenbezogenen Konfliktsituationen, unterstützten die fachliche Einordnung von Verhaltensweisen und stärkten die Handlungskompetenz in diesem Arbeitsfeld.

    Neben den Übungen in den einzelnen Veranstaltungen trug die berufspraktische Begleitung zum Transfer zwischen theoretischen Erkenntnissen und den praktischen Anwendungsmöglichkeiten bei. Viel Lob gab es für die organisatorische Ausgestaltung der Fortbildung, welche das Nachholen krankheitsbedingt versäumter Lehrveranstaltungen im kooperativ entwickelten und curricular dem gleichen Ablauf folgenden Angebot der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Erfurt ermöglichte. Die Beteiligten waren sich einig, dass eine wissenschaftliche Begleitung der Entwicklungen in der Praxis durch Forschung, kontinuierliche Reflexion und Weiterbildung geboten erscheint.

    In seiner Rede zur Übergabe der Zertifikate und zur Verabschiedung der Teilnehmenden nahm Fachbereichsdekan Prof. Dr. Andreas Lampert darauf Bezug und betonte, dass eine enge Verbindung zwischen Wissenschaft und Praxis unabdingbar zur Entwicklung und zur Aufrechterhaltung einer professionellen Identität gehören. Dahingehend nahmen einige der nun zertifizierten Betreuungskräfte auch bereits Beratungsgespräche für eine Qualifizierung durch ein grundständiges Studium im Bachelorstudiengang oder aufbauend im Masterstudiengang Soziale Arbeit in Anspruch.

    Informationen und Kontakt: Prof. Dr. Andreas Lampert
    sw@eah-jena.de

  • Handlungsempfehlungen für die Praxis

    ​(19. Juni 2018) Am 5. Juni 2018 wurde der Landesgeschäftsführung des Paritätischen Thüringen, des größten Thüringer Wohlfahrtsverbandes, die Studie „Rahmenbedingungen für die Nachfolge von ehrenamtlichen Vereinsvorständen“ übergeben. Erstellt wurde sie von Studierenden des Fachbereichs Sozialwesen der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, unter Leitung von Prof. Dr. Michael Opielka.

    Der Landesgeschäftsführer des Paritätischen, Stefan Werner, und Andreas Kotter, Referent des Stiftungsvorstandes der Paritätischen BuntStiftung, nahmen die Studie mit großem Interesse und Begeisterung entgegen. Sie hatten die Studie seit April 2017 als Praxispartner aktiv begleitet.

    Im Rahmen der Studie wurden mehrere Workshops, eine Reihe von Experteninterviews, weiterhin intensive Literaturanalysen sowie eine aufwändige und erfolgreiche Online-Erhebung durchgeführt und ausgewertet sowie schließlich Handlungsempfehlungen für die Praxis entwickelt.

    Stefan Werner würdigte die Studie auch als Ausdruck der engen Kooperation von Hochschule und Praxis der Sozialen Arbeit. Der Dekan des Fachbereichs Sozialwesen, Prof. Dr. Andreas Lampert, unterstrich den Praxisbezug der am Fachbereich geleisteten Forschung.

    Die von Professor Opielka geleitete Forschergruppe besteht aus fünf Studierenden des Masterstudiengangs Soziale Arbeit: Theresa Rassl, Philip Herbrich, Danny Stolle, Johannes Reiß und Martin Melzig, die für diese Forschungsarbeit mehr als 2.000 Stunden investiert hatten.

    Professor Opielka kündigte bei der Übergabe der Studie, der ein Workshop zur Auswertung der Kooperationserfahrung folgte, an, dass die Studie in der Reihe „ISÖ-Text“ des von ihm geleiteten ISÖ – Institut für Sozialökologie erscheinen wird und zwar sowohl zum Download wie als Printpublikation. Die Vertreter des Paritätischen sagten zu, die Druckfassung der Studie allen interessierten Mitgliedsorganisationen zur Verfügung zu stellen.


    Informationen und Kontakt: Prof. Dr. Michael Opielka
    michael.opielka@eah-jena.de

  • Informationsveranstaltung zu neuem Studiengang

    (18. Juni 2018) Zu einer Informationsveranstaltung über den Weiterbildungsmasterstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen lädt die Ernst-Abbe-Hochschule Jena am 26. Juni ein. Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr in Haus 5, Raum 05.01.43.

    Der Studiengang wurde vom Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen der EAH Jena entwickelt und wird in Zusammenarbeit mit der Jenaer Akademie für Lebenslanges Lernen e.V. durchgeführt.

    Das fünfsemestrige Studium richtet sich an berufstätige Ingenieure und Wirtschaftsingenieure mit einem Diplom- oder Bachelorabschluss. Die Studierenden erhalten einen fundierten Einblick in Erkenntnisse und Methoden, die es ihnen ermöglichen, in ihrem Beruf komplexe Koordinationsaufgaben wahrzunehmen.

    Der Studiengang vermittelt ein integriertes Gesamtverständnis für die Erfolgsfaktoren bei der Entwicklung, Realisierung und Vermarktung von Produkten in einer zunehmend digitalisierten Welt.

    Am 26. Juni haben alle Interessenten die Möglichkeit, Fragen zu den Inhalten, Zulassungsvoraussetzungen und dem Ablauf des berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiums zu stellen.


    Informationen: www.jenall.de/studiengaenge

    www.eah-jena.de/weiterbildungsstudium

  • Neuer Professor an der EAH Jena

    ​(14. Juni 2018) Seit dem letzten Wintersemester lehrt Prof. Dr. Lutz Wilde im Fachbereich SciTec der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Der gebürtige Berliner übernahm im Oktober 2017 die Professur „Festkörperphysik und Physikalische Werkstoffdiagnostik“ in Vertretung für den amtierenden Rektor Prof Dr. Steffen Teichert.

    Der Wissenschaftler studierte in der Fachrichtung Kristallographie an der Humboldt-Universität zu Berlin und schloss sein Studium 1993 mit einer Diplomarbeit zum Thema "Röntgenographische Untersuchungen an hochbelastbaren Legierungen" ab.

    Im Jahr 2001 promovierte der heute 51jährige an der Humboldt-Universität in der Fachrichtung „Allgemeine und anorganische Chemie“ mit einer Arbeit zur Aufklärung von Struktur-Eigenschafts-Beziehungen von Katalysatoren.

    Vor seiner Berufung an die EAH Jena war er zehn Jahre am Fraunhofer IPMS-CNT (Center Nanoelectronic Technologies) in Dresden tätig, wo er für die Materialanalytik verantwortlich zeichnete.

    Die Forschungsinteressen von Prof. Dr. Lutz Wilde liegen insbesondere auf dem Gebiet der Materialien für die Mikro- und Nanoelektronik sowie der physikalischen Fehleranalyse.

     

    Kontakt: Prof. Dr. Lutz Wilde
    lutz.wilde@eah-jena.de

  • Mechatronische Netzwerke - Praxis und Anwendungen

    ​(11. Juni 2017) Das Lehr- und Fachbuch „Mechatronische Netzwerke - Praxis und Anwendungen“ von Jörg Grabow erschien kürzlich im Berliner Wissenschaftsverlag De Gruyter.

    Dieses Buch behandelt eine praxisnahe Darstellung aller Aspekte und Teilkomponenten der Mechatronik, um sie anschließend universell zu verkoppeln. Jede Teilkomponente wird an ausführlichen Beispielen und Aufgaben analysiert und berechnet.

    Der Begriff „Mechatronik“ vereint mechanische und elektrische Systeme in gleicher Weise. Dabei darf jedoch nicht übersehen werden, dass sich sowohl die Mechanik als auch die Elektrotechnik aus weiteren Teildisziplinen zusammensetzen. Stellvertretend seien die Akustik, Strömungsmechanik oder Elektrodynamik genannt.

    Eine gemeinsame Klammer über alle Teilgebiete bildet die Thermodynamik. Sie gibt nicht nur die Struktur eines universellen Kopplungsmechanismus vor, sondern bildet sogar die Basis einer kompakten Beschreibungsform. In Kombination mit den Grundlagen der Netzwerkanalyse bieten die mechatronischen Netzwerke neuartige Lösungsansätze zur Beschreibung komplexer mechatronischer Systeme.

    Das Lehrbuch wendet sich vor allem an Studierende der Mechatronik, der Elektrotechnik oder des Maschinenbaus. Der Anhang enthält die notwendigen Simulationsdateien für eine selbstständige Wissensvertiefung.

    Prof. Dr.-Ing. habil. Jörg Grabow studierte Automatisierungstechnik an der TU Ilmenau, promovierte auf dem Gebiet der Systemtechnik und habilitierte 2005 im Wissenschaftsgebiet Fluidenergiemaschinen. Seit 2004 lehrt er das Fachgebiet Mechatronik im Fachbereich Maschinenbau der Ernst-Abbe-Hochschule Jena.

    Für weitere Informationen:
    www.degruyter.com/books/9783110470840

     

  • Grundlagen der Steuerungstechnik

    ​(7. Juni 2018) Kürzlich erschien die dritte Auflage des Lehr- und Fachbuches „Grundlagen der Steuerungstechnik“ von Cihat Karaali im Springer Verlag, Heidelberg.
    Hier werden Eigenschaften und Möglichkeiten steuerungstechnischer Aufgaben und deren Verfahren erläutert. Dazu gibt es zahlreiche Anwendungsbeispiele, ebenso wie schematische Darstellungen von Schaltfunktionen und ausführliche Ableitungen der Funktionsgleichungen.

    Das Buch soll dem Leser bzw. der Leserin auch hinsichtlich einer systematischen Vorgehensweise für die Lösung allgemeiner steuerungstechnischer Aufgaben helfen; eine Herangehensweise, die in bisherigen Publikationen bzw. Applikationsberichten eher weniger behandelt wurde. Weiterhin zeigen „Grundlagen der Steuerungstechnik“ verschiedene Lösungsmöglichkeiten einschließlich Vorgehensweisen für die gestellten Aufgaben.

    Die neue Auflage enthält ein zusätzliches Kapitel mit Hinweisen für Studierende, inwieweit die im Studium behandelten steuerungstechnischen Themen in der Industrie angewendet werden. Neben Ingenieurstudierenden richtet sich das Fachbuch an Entwickler und Ingenieure sowie an Schüler von Fach- und Berufsschulen.

    Der Autor, Prof. Dr. Cihat Karaali, lehrt seit 2004 das Fachgebiet Regelungs- und Steuerungstechnik an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena.

    Weitere Informationen und Kontakt:
    Prof. Dr. Cihat Karaali
    cihat.karaali@eah-jena.de

    sn
    Quelle: Cihat Karaali

  • Preise für Studenten

    ​(5. Juni 2018) Lin Josephine Schubert gewann den diesjährigen Posterwettbewerb für studentische Forschungsarbeiten der EAH Jena. Für das Poster zu ihrer Bachelorarbeit „Strahlformung in der UKP-Materialbearbeitung“ erhielt die Studentin der Augenoptik/Optometrie nicht nur den ersten Platz, sondern auch 300 € Preisgeld, das der Förderkreis der Ernst-Abbe-Hochschule Jena stiftete und zum Tag der Forschung am 30. Mai überreichte.
     
    Der zweite Preis, dotiert mit 200 €, ging an Lukas Spantzel, Bachelorstudiengang Biotechnologie, für sein Poster zum Forschungsprojekt „Optimierung eines optischen Sensors zur Detektion von Sacchariden“. Thomas Friedrich und Dhavalkumar Mungpara, beide Masterstudenten Scientific Instrumentation, teilten sich den dritten Platz und 100 € für ihre Forschungsarbeit „Design of a XRD-in-situ Stage“.
     
    Überreicht wurden die Preisgelder von Reinhard Hoffmann, Vorsitzender des Förderkreises der EAH Jena und Geschäftsführer der TowerConsult GmbH und dem Prorektor für Forschung und Entwicklung der EAH Jena, Prof. Dr. Bruno Spessert.
     
    Auf der Agenda des Tages der Forschung der Jenaer Hochschule stand das Thema Luft- und Raumfahrt. Es gab Beiträge unter anderem zur Forschung an technischen Systemen für die Schwerelosigkeit, zur Materialforschung und Kommunikationstechnik.
     
    Dass Jena mit Raumfahrttechnologien nicht nur weltweit, sondern auch im All gut vertreten ist, zeigte Dr. Alexander Pillukat bei seinem Gastvortrag auf: Neben Technologien beispielsweise für Kommunikationssatelliten stellte der Wissenschaftler der Jena-Optronik GmbH auch Jenaer Service- und Logistikangebote für die Raumfahrt vor.
     
     
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  • „Bundesteilhabegesetz und Inklusion – gutes Lobbying für Soziale Arbeit?!“

    (31. Mai 2018) Die Fachtagung „Bundesteilhabegesetz und Inklusion – gutes Lobbying für Soziale Arbeit?!“ am 13. Juni 2018 an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena richtet sich an Fachkräfte im Bereich der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen, an Vertreterinnen und Vertreter von Organisationen von Menschen mit Behinderungen, von Verwaltungen, Wohlfahrtsverbänden und Politik, sowie an interessierte Menschen mit und ohne Behinderungen.

    Ziel der Fachtagung, die ab 9.30 Uhr in der Hochschulaula beginnt, ist eine offene Diskussion über die Umsetzung des neuen Teilhaberechts, die dabei entstehenden Probleme und die politischen Herausforderungen.

    Vorträge, ein fachliches und ein politisches Panel sowie SOS-Gruppen führen Wissenschaft, Praxis und führende politische Vertreter wie die Sozialministerin Thüringens, Vertreterinnen und Vertreter von Selbstorganisationen von Menschen mit Behinderung und den Vorstand der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege zusammen.

    Das Programm der Fachtagung ist online: https://blog.sw.eah-jena.de/fachtagung2018/programm/

    Die Fachtagung wird als Lehr-Lern-Projekt von Studierenden der Ernst-Abbe-Hochschule Jena im Bachelorstudiengang „Soziale Arbeit“ im 6. Semester unter Leitung von Prof. Dr. Michael Opielka organisiert.

    „Semi-Open-Space“-Gruppen sind offene Arbeitsgruppen. Von „Open-Space“-Gruppen übernehmen sie den Marktplatzcharakter, die Teilnehmenden können jederzeit die Gruppen wechseln. „Semi“ bedeutet, dass die Gruppen seitens des Veranstalters vorbereitet werden (ReferentIn, ModeratorIn), sie sind insoweit „halb-offen“. Die zentrale Aussage – als Kritik oder Anregung – aller SOS-Gruppen wird zu Beginn des Politischen Panels jeweils von einem/r Vertreter/in der Gruppe präsentiert.

    Ausgewählte Beiträge der Tagung werden in einem Sammelband dokumentiert. Die Tagung wird durch die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Thüringen unterstützt.

    Die Teilnahme an der Fachtagung ist kostenfrei, eine Anmeldung über die Homepage der Tagung ist bis zum 4. Juni 2018 erforderlich: https://blog.sw.eah-jena.de/fachtagung2018/anmeldung/ 

    Verantwortlich: Prof. Dr. Michael Opielka, Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Fachbereich Sozialwesen, Carl-Zeiss-Promenade 2, 07745 Jena, Telefon 03641-205-816, eMail: michael.opielka@eah-jena.de

    Informationen zu früheren sozialpolitischen Fachtagungen an der EAH Jena finden Sie hier:
    http://www.sw.eah-jena.de/fachbereich/personen/lehrende/michael-opielka/tagungen/


    Fachtagung „Bundesteilhabegesetz und Inklusion – gutes Lobbying für Soziale Arbeit?!“
    13. Juni 2018
    9.30 Uhr
    Ernst-Abbe-Hochschule Jena
    07745 Jena, Carl-Zeiss-Promenade 2, Haus 4, EG, Aula

    Weitere Informationen, Programm und Anmeldung: https://blog.sw.eah-jena.de/fachtagung2018/
    Anfragen und Kontakt: fachtagung2018@sw.eah-jena.de

  • Zwei Forscherinnen ausgezeichnet

    ​(30. Mai 2018) Heike Kraußlach und Marlies Patz wurden heute mit dem Forschungspreis des Förderkreises bzw. mit dem Sparkassenpreis für angewandte Forschung der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena geehrt. Die Auszeichnungen wurden anlässlich des Tages der Forschung an die Professorinnen vergeben:

    Prof. Dr. Heike Kraußlach lehrt seit 2009 „Personalwirtschaft“ im Fachbereich Betriebswirtschaft der EAH Jena. Bis dahin war sie Personalleiterin verschiedener Thüringer Kliniken gewesen, zuletzt am Universitätsklinikum Jena. Nach ihrem Ruf an die Hochschule initiierte sie den berufsbegleitenden Masterstudiengang „Health Care Management“, als Weiterbildung vor allem für Mediziner, die eine Führungsposition anstreben oder bereits innehaben. Weitere Projekte sind das „Netzwerk Gesunde Arbeit in Thüringen“ und das Vorhaben „VorteilJena“. In den Jahren 2014 bis 2017 war die Betriebswirtin Prorektorin für Forschung und Entwicklung der EAH Jena. Die aktive Forscherin erhielt heute den Forschungspreis des Förderkreises der Hochschule, der mit 2.500 € dotiert ist.

    Mit dem Sparkassenpreis für angewandte Forschung und 1.000 € wurde die Ingenieurin Prof. Dr. Marlies Patz ausgezeichnet. Auch sie ist seit dem Jahr 2009 Lehrende an der Jenaer Hochschule. Die Geräte- und Fertigungstechnikerin ist für das Gebiet „Fertigungstechnik und -automatisierung“ im Fachbereich Maschinenbau zuständig. Ihr Studium und die Promotion schloss sie, ebenso wie ihre Kollegin Kraußlach, an der Friedrich-Schiller-Universität Jena ab. Danach war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin und schließlich stellvertretende Geschäftsführerin bei der Gesellschaft für Fertigungstechnik und Entwicklung in Schmalkalden tätig. Seit ihrer Berufung als Professorin führt Marlies Patz sehr erfolgreich Projekte im Bereich der wirtschaftsnahen Forschung und Entwicklung durch.

    Der Tag der Forschung der EAH Jena stand unter der Agenda „Forschungsthemen aus der Luft- und Raumfahrt – vorgestellt von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Dr. Alexander Pillukat, Jena-Optronik GmbH, hielt den Impulsvortrag zum Thema „Made in Jena - Raumfahrt als Schlüsseltechnologie und Innovationstreiber für die Welt von morgen“.


    sn

  • Campusfest der EAH Jena am 27. Juni

    Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Studierende, liebe Freunde und Förderer der Ernst-Abbe-Hochschule Jena,

    hiermit möchte ich Sie ganz herzlich zu unserem CAMPUSFEST einladen:

    am 27. Juni, ab 15 Uhr, Campus der EAH Jena

    Carl-Zeiss-Promenade 2, 07745 Jena

     

    Öffentliches Campusfest für alle Hochschulangehörigen (heutige und ehemalige), Alumni sowie Freunde und Förderer der EAH Jena und ihre Familien. Es erwartet Sie ein Programm für die ganze Familie mit zahlreichen – auch kulinarischen –  Überraschungen.

     

    Aus dem Programm:

    15.00 Uhr: Eröffnung durch den Rektor auf der Bühne (Parkplatz Haus 4)

    15.15 Uhr: Studierendentheater des Fachbereichs Sozialwesen

    16.00 Uhr: Public Viewing

    18.00 Uhr: THD, Band des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik

    19.00 Uhr: x-dream, Band aus d. Fachbereich Betriebswirtschaft

    20.00 Uhr: Party in der Aula

    Weiterhin: Studenten-Flohmarkt, Kinderschminken, Hüpfburg und anderes mehr. Das Programm auf dem Campus findet bis 20.00 Uhr statt.

    Von 20.00 bis 24.00 Uhr legen die DJs des Campusradios in der Aula auf. Für das leibliche Wohl ist bis Mitternacht gesorgt.


    Wir freuen uns auf Ihr Kommen.


    Mit freundlichen Grüßen

     

    Prof. Dr. Steffen Teichert
    Rektor

  • Studienfächer, Studienalltag und Studentenleben

    ​(28. Mai 2018) Am 20. Juni 2018 lädt die Ernst-Abbe-Hochschule Jena zu ihrem Masterinformationstag ein:  Das Programm beginnt um 13.15 Uhr mit einer Informationsveranstaltung über das Masterstudienangebot sowie über Bewerbungs- und Auswahlverfahren.

    Ab 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr finden Vorträge zu den Masterstudiengängen der Hochschule statt. Derzeit werden unter anderem angeboten: Medizintechnik, Wirtschaftsingenieurwesen, Optometrie/Ophthalmotechnologie/Vision Science, General Management, Maschinenbau, Fertigungstechnik & Produktionsmanagement, Patentingenieurwesen, Pharma-Biotechnologie, Miniaturisierte Biotechnologie, Scientific Instrumentation (Studiengang in englischer Sprache), Raumfahrtelektronik, Mechatronik, Systemdesign, weiterhin Soziale Arbeit, Laser- und Optotechnologien sowie Werkstofftechnik/Materials Engineering. 

    Neben den Einzelveranstaltungen findet im Foyer des Hauses 5 ein Infomarkt statt, wo Masterstudierende der Hochschule von 13.00 bis 17.00 Uhr Auskunft zu den Studienfächern, dem Studienalltag und zum Studentenleben geben. Auch das BAföG-Amt Jena und die Jenaer Akademie für Lebenslanges Lernen e.V. (JenALL e.V.) sind am Masterinfotag in der Hochschule vertreten. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass für viele Masterstudieninteressierte gerade die Gespräche mit Studierenden sowie der erste persönliche Kontakt zu den Lehrenden hilfreich für die eigene Studienwahl sind.  Zum Programm des Tages zählt auch eine Campusführung mit Studierenden.

    Angesichts der aktuellen Bewerbungsphase ist der Masterinfotag eine exzellente Gelegenheit, die Masterstudiengänge der EAH Jena kennen zu lernen und dadurch mehr Klarheit bei der Studienwahl zu erhalten.  Interessenten sind herzlich eingeladen, die Vielfalt der Masterstudienmöglichkeiten an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena zu entdecken.

    Um eine Anmeldung per Email wird gebeten:
    master@eah-jena.de (Betreff: Masterinfotag/Name des Vortrages/des Masterstudiengangs)

    Kontakt:
    Elvira Babić, Masterkoordinatorin, Master Service
    Tel.: +49(0)3641 205 148
    Email:  master@eah-jena.de
    Webseite:  www.eah-jena.de/masterinfotag
    Facebook: https://www.facebook.com/events/1616821475102323/

  • Jena alt - neu

    ​(28. Mai 2018) Seit heute ist die Foto-Ausstellung „Jena alt - neu“ des Filmklubs Unifok im Haus 5 der EAH Jena zu sehen.

    Vor einem Vierteljahrhundert entstanden auf dem Areal des alten Zeiss-Hauptwerks in der Jenaer Innenstadt die Goethe-Galerie, das Hotel Esplanade sowie der Universitäts-Campus am Ernst-Abbe-Platz. Der Unifok hat dies zum Anlass genommen, in der Gegenüberstellung historischer und aktueller Fotografien die tiefgreifende Veränderung des Jenaer Stadtbildes während der vergangenen 100 Jahre anschaulich zu machen.

    Zwei Jahre lang wurden alte Jenaer Ansichten gesucht und zusammengetragen. Zu diesen Motiven haben sieben Unifok-Mitglieder dann die entsprechenden Aufnahmen aus zeitgenössischer Perspektive ergänzt. Der weit gefasste Rückblick von der Gegenwart in die Geschichte umspannt das Bild der Stadt, wie es mindestens drei Generationen mit immer wieder neuem Gesicht vor Augen stand.

    Zeugnis von den historischen Stadtansichten, Straßen und Plätzen Jenas geben vor allem Aufnahmen zweier Fotografen: Hans Fischer, der das städtische Leben in den 1920er Jahren mit der Kamera festhielt, sowie Hans-Werner Kreidner in den 1990er Jahren, auch die freundliche Unterstützung des Stadtmuseums war uns sehr hilfreich.


    Der UNIFOK Jena e.V.


    „Jena alt - neu“
    Fotoklub UNIFOK Jena e.V.
    Haus 5, 3. Etage und Zwischengeschoss
    28.05.2018 - 20.07.2018

  • Standort für NUCLEUS Jena

    ​(25. Mai 2018) Jenas Stärke besteht in der traditionell engen Zusammenarbeit von Akteuren aus Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft. Durch das Kooperationsprojekt NUCLEUS Jena der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Ernst-Abbe-Hochschule Jena werden zum einen die Unterstützungsangebote der Servicezentren Forschung und Transfer beider Hochschulen und deren Innovationstätigkeiten in der Region langfristig ausgebaut und gestärkt. Zum anderen werden die Kooperationsmöglichkeiten zwischen Unternehmen und Hochschulen weiter verbessert. Allen Interessierten steht das NUCLEUS Jena-Team mit Beratung und Unterstützungsangeboten zur Verfügung, um Ideen und Innovationen zukünftig schneller in den Markt zu bringen.

    Für dieses Vorhaben wurde eine Geschäftsstelle Am Planetarium 8 in Jena eingerichtet. Fragestellungen, Bedarfe und Potenziale für Verbund- und Transferprojekte können dort mit dem NUCLEUS Jena-Team diskutiert werden. Innovationsmanager/innen und Technologiescouts beider Hochschulen informieren unverbindlich und unkompliziert über Unterstützungsangebote. „Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit regionalen KMU Innovationspotenziale zu identifizieren und weiterzuentwickeln und heißen Interessenten aus allen Bereichen herzlich willkommen“, so Dr. Stefanie Seitz, Koordinatorin des Projektes NUCLEUS Jena.

    Am 30.05.2018 findet der Tag der Forschung der Ernst-Abbe-Hochschule Jena von 13.00 bis 17.30 Uhr in der Aula statt. Zum Thema Luft- und Raumfahrt werden innovative Projekte vorgestellt, wie beispielsweise eine Kombination von kommerziellen Entfernungssensoren für Kleinsatelliten oder technische Systeme für die Untersuchung biologischer Prozesse in der Schwerelosigkeit. Abschließend wird unter dem Motto „Made in Jena“ Raumfahrt als Schlüsseltechnologie und Innovationstreiber beleuchtet. NUCLEUS Jena wird an diesem Tag dabei sein, sich vorstellen und steht allen Interessierten als Ansprechpartner zur Verfügung.


    Kontakt: Dr. Stefanie Seitz
    Projektkoordinatorin NUCLEUS Jena
    Am Planetarium 8, 07743 Jena
    Tel.: 03641/9-30886
    E-Mail: stefanie.seitz@uni-jena.de

  • Vielfalt der Wüsten

    ​(22. Mai 2018) „Wüsten existieren in vielen Regionen unserer Erde. Es sind Orte, die gemeinhin als lebensfeindlich, abweisend und schroff angesehen werden. Und dennoch weisen Wüsten eine beeindruckende Vielfalt an Farben und Oberflächenformen auf …“, so die Jenaer Fotografen Carola und Dieter Wicher. Das Paar hat die Vielfalt der Wüsten der Welt in Fotos festgehalten.

    Ihre Ausstellung ist seit Ende der vergangenen Woche in Haus 5 der Ernst-Abbe-Hochschule Jena zu sehen und zeigt Aufnahmen aus Australien, Chile, Java, Jordanien, Namibia und den USA.

    Die verschiedenen Sand-, Stein- und Salzwüsten haben, wie die Fotografen schreiben, mitunter ganz unerwartete Parallelen, so in der Form oder Ausrichtung von Dünen und Felsen, in wiederkehrenden Mustern und Figuren im Sand oder auf Gesteinsoberflächen. Die Ausstellung zeigt solche Entsprechungen, wobei die Fotos eines Bildpaares manchmal aus der gleichen Region stammen, in anderen Fällen aber einen halben Erdumfang auseinanderliegen.

    Einen starken Kontrast zu den Wüstenformationen stellen für Carola und Dieter Wicher verlassene Gebäude oder andere Relikte ehemaliger menschlicher Nutzung dar, die in dieser kargen Umgebung wie Fremdkörper aus einer anderen Welt wirken, und sich scheinbar nicht in die Wüstenlandschaften einfügen wollen.

    Carola Wicher ist Hochschullehrerin im Fachbereich SciTec der Erst-Abbe-Hochschule Jena. Dieter Wicher ist Arbeitsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Chemische Ökologie Jena. In ihrer Freizeit sind sie gern mit der Fotoausrüstung in der Welt unterwegs. Die Ausstellung ist noch bis zum 20. Juli von Montag bis Freitag für Besucher zugänglich.


    „Wüste: Vielfalt“
    Fotografien von Carola und Dieter Wicher
    Haus 5, Treppenhaus 7
    17.05.2018 - 20.07.2018
    8 – 20 Uhr

  • „EAH in Space“

    (17. Mai 2018) Nicht nur Trekkie-Fans sind zum Tag der Forschung an die Ernst-Abbe-Hochschule Jena eingeladen: Mit „EAH in Space“ ermöglichen Wissenschaftler und Doktoranden am 30. Mai Einblicke in ihre Forschungsthemen aus der Luft- und Raumfahrt. Der Space-Tag startet um 13.00 Uhr in der Hochschulaula im Erdgeschoss von Haus 4 auf dem Campus an der Carl-Zeiss-Promenade 2.

    Den Impulsvortrag zum Thema „Made in Jena: Raumfahrt als Schlüsseltechnologie und Innovationstreiber für die Welt von morgen“ hält Thomas Beyersdorf, Entwicklungsleiter bei der Jena-Optronik GmbH. Am Nachmittag werden der Forschungspreis des Förderkreises der EAH Jena und der Sparkassenpreis für angewandte Forschung verliehen.

    Der wissenschaftliche Nachwuchs der Hochschule stellt bei der Endrunde des Poster-Wettbewerbs an diesem Tag studentische Forschungsprojekte vor. Die drei besten Poster werden bei der Veranstaltung ausgezeichnet.

    Vorgestellt wird auch das im Januar dieses Jahres gestartete, gemeinsame Transferprojekt von EAH und Universität „NUCLEUS Jena“. Das vom BMBF geförderte Verbundvorhaben hat das Ziel, Innovationspotenziale zu erschließen, Themen aus der Wirtschaft sowie gesellschaftlichen Bedarf aufzugreifen und damit Forschende der Jenaer Hochschulen zu unterstützen.

    Interessierte Gäste sind zu „EAH in Space“ herzlich eingeladen, die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung wird jedoch gebeten:
    http://veranstaltungen.eah-jena.de/veranstaltungs-kalender?task=view_event&event_id=291


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    Quelle: SZT, EAH Jena

  • Jena feiert 1. Internationalen Tag des Lichts

    ​(Pressemitteilung JenaWirtschaft)

    Am 16. Mai dreht sich in Jena alles um das Thema Licht. Dieses Datum hat die UNESCO – anlehnend an das „Jahr des Lichts 2015“ – zum „Internationalen Tag des Lichts“ erklärt, der ab 2018 jedes Jahr begangen werden soll. Ziel ist es, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie wichtig Licht und lichtbasierte Technologien für Wissenschaft und Forschung sind, sowie für Anwendungsfelder wie Medizin, Energie und Kommunikation, aber auch für  Kultur, Kultur und Bildung hat.
    In Jena haben sich zahlreiche Akteure unter Koordination der Wirtschaftsförderung Jena (JenaWirtschaft) zusammengefunden, um ein eigenes lokales Programm für den 16. Mai zu gestalten. Neben weiteren kommunalen Partnern wie dem Jenaer Stadtmarketing und JenaKultur gehören dazu die beiden Jenaer Hochschulen, sowie das Optische Museum und das Stadtmuseum.
    Die Frage, was Jena eigentlich genau zur Lichtstadt macht, beantwortet ab 17 Uhr eine thematische Stadtführung „Einblick. Ausblick. Lichtblick“ mit allen wichtigen Licht-Stationen von einst bis heute.
    Das Optische Museum Jena öffnet am 16. Mai zusätzlich zu den regulären Zeiten von 17 bis 20 Uhr bei freiem Eintritt. Alle Interessierte können 17.30 Uhr eine Führung durch die historische Werkstatt besuchen. Ab 18 Uhr sind die Museumspädagoginnen des Hauses in den Ausstellungsbereichen unterwegs, um Fragen der Besucher zu beantworten.
    Das Stadtmuseum Jena zeigt am Tag des Lichts die Sonderausstellung „Licht an! Die Geschichte der Jenaer Energieversorgung“ mit verlängerten Öffnungszeiten bis 19 Uhr. Ab 17 Uhr findet außerdem eine Taschenlampenführung durch die Ausstellungsräume statt. Kinder sollen dabei mit der eigenen Taschenlampe die historischen Schätze im Museum entdecken.
    Neben diesen ganz analogen Veranstaltungen fällt am 16. Mai auch der Startschuss zu einem digitalen Fotowettbewerb rund um das Thema „Lichtstadt“ auf der Social Media Plattform Instagram. Die Organisatoren – JenaWirtschaft, das Stadtmarketing Jena, die Uni Jena sowie die Ernst-Abbe-Hochschule – laden dazu ein, die schönsten und strahlendsten Jena-Bilder unter dem Hashtag „lightsonjena“ auf instagram zu teilen. Zum MINT-Festival Jena im September werden dann sowohl ein Publikumspreis – das Bild mit den meisten Likes – und ein Jurypreis – durch die Organisatoren – vergeben. Mitmachen lohnt sich, denn zu gewinnen gibt es eine Ballonfahrt über Jena für ganz neue Fotoperspektiven von oben. Dieser Preis wird zur Verfügung gestellt durch den Verein Jenaer Ballonfahrten und die Jenoptik AG.
    Und wieso wird gerade am 16. Mai der „Tag des Lichts“ gefeiert? Gewählt wurde das Datum von der UNESCO, weil der US-amerikanische Physiker Theodore Maiman am 16. Mai 1960 den ersten funktionsfähigen Laser – einen Rubinlaser – in Betrieb genommen hat. Damit legte er laut der UNO-Kulturorganisation einen Meilenstein für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.
    BU: Projektleiterin Marina Flämig von der Jenaer Wirtschaftsförderung präsentiert das Jena-Motiv zum  1. Internationalen Tag des Lichts am 16. Mai 2018.

    Hintergrund:
    Mehr zum Hintergrund des „International Day of Light“: www.lightday.org

  • Neu berufen

    ​(3. Mai 2018) Kürzlich gewann die Ernst-Abbe-Hochschule Jena Dr. Ronny Gerbach als Professor für Präzisionsgeräte- und Automatisierungstechnik im Fachbereich SciTec.

    Der gebürtige Thüringer begann seine Laufbahn mit dem Studium der Feinwerktechnik an der damaligen Fachhochschule Jena, das er im Jahr 2003 mit Bestnoten abschloss. Erste Berufserfahrungen sammelte er als Entwicklungsingenieur am CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik GmbH in Erfurt. 2005 wechselte er an das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM in Halle (jetzt Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS) und untersuchte die Zuverlässigkeit von Komponenten der Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik.

    Seine Forschungsarbeiten zum Thema der zerstörungsfreien Charakterisierung an Mikrosystemen führten 2012 zu seiner Promotion an der Fakultät für Maschinenbau der Technischen Universität Ilmenau im Fachgebiet "Mikromechanische Systeme". Von 2012 bis 2015 arbeitete Prof. Dr. Gerbach als Projektleiter für Technologieentwicklung bei der JENOPTIK Optical Systems GmbH und leitete danach bis zu seiner Berufung ein Entwicklungsteam bei der X-FAB MEMS Foundry GmbH in Erfurt. Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich der Systemintegration für die Mikrosystem- und Präzisionsgerätetechnik.

    Nun schließt sich der Kreis für den 39jährigen Ausdauersportler und Vater zweier Kinder: Als Professor an der Ernst-Abbe-Hochschule kann er seine wissenschaftliche Expertise und seine Industrieerfahrungen an die Studierenden weitergeben.

    Kontakt: Prof. Dr. Ronny Gerbach
    ronny.gerbach@eah-jena.de

  • „Mädchen für alles“ oder Herzenssache?

    (20. April 2018) Im Auftrag des Paritätischen Landesverbandes Thüringen (Paritätischer) befragten Studierende der Ernst Abbe-Hochschule (EAH) Jena Mitglieder des Paritätischen nach ihrer Einstellung zum Ehrenamt, insbesondere zur ehrenamtlichen Vorstandsarbeit. Dabei ergaben sich zwei Extrempositionen: „Für mich ist Ehrenamt Herzenssache“ bzw. „Wir sind die Mädchen für alles“.

    Unter Leitung von Prof. Dr. Michael Opielka waren die Studierenden des Fachbereichs Sozialwesen wissenschaftlich diesen und anderen Problemen auf der Spur, die sich bei der Gewinnung ehrenamtlich tätiger Vorstandsmitglieder ergeben.

    Beim 2. Verbandstag des Paritätischen am 6. April 2018 in Neudietendorf wurden die Zwischenergebnisse der Befragung vorgestellt und Möglichkeiten einer intensiveren Kooperation unter anderem mit der EAH Jena ausgelotet: Die Studierenden gewinnen Praxiserfahrung, können Kontakte in die Sozialwirtschaft hinein knüpfen und die Sozialwirtschaft hat die Möglichkeit, ihre praktischen Tätigkeiten wissenschaftlich zu untermauern.

    Diese Erfahrung machte auch Annett Tittmann vom Verein „Ländliche Kerne“ aus Nickelsdorf/Crossen. Im Auftrag der Regionalen Aktionsgruppe Saale-Holzland des LEADER-Projektes untersuchten Studierende des Fachbereichs Sozialwesen der EAH Jena unter Leitung von Dekan Prof. Dr. Andreas Lampert die soziale Infrastruktur in den ländlichen Regionen des Kreises. Hier wurden von den Befragten ein größeres Angebot im öffentlichen Nahverkehr und auch mehr Freizeitmöglichkeiten gewünscht. Annett Tittmann zog den Schluss, dass man für jedes Dorf einen ehrenamtlich tätigen „Dorfmoderator“ berufen sollte, der die Bedürfnisse der Dorfgemeinschaft zusammenführt: Mit der wissenschaftlichen Expertise im Hintergrund könne man jetzt gegenüber der Kommunalpolitik wesentlich besser argumentieren.

    Auch der Paritätische wird sich mit den Ergebnissen des Forschungsprojektes zur Vorstandsnachfolge intensiv auseinandersetzen. Die Zwischenergebnisse zeigen deutlichen Handlungsbedarf: 58,8 Prozent der befragten Mitgliedsorganisationen bejahten beispielsweise die Frage, ob sie Probleme bei der Gewinnung ehrenamtlicher Vorstandsmitglieder haben.

    Genug Diskussionsstoff bieten die Ergebnisse, die im Juni endgültig präsentiert werden sollen. Beispielsweise auch, wenn es darum geht, potenziellen Vorstandskandidaten die Angst und die Sorgen bei der Übernahme von Verantwortung zu nehmen. „Ich möchte mich nicht richtig binden und Verantwortung übernehmen“, bekamen die Studierenden beispielsweise bei ihrer Befragung zu hören. Die Aufgabe derjenigen, die sich jetzt in Verantwortung befinden, wird es sein, durch eine gute Kommunikation, untermauert mit eigenen Erfahrungen und profundem Fachwissen, dem Nachwuchs diese Sorgen zu nehmen.

    Quelle: Paritätischer

  • Das Gehör vor belastenden Geräuschen schützen

    Jena (ukj/boe). Ob Straßen-, Nachbarschafts- oder Fluglärm, eine laute Geräuschkulisse stellt für die Menschen in Deutschland eine der am stärksten empfundenen Umweltbeeinträchtigungen dar. Doch ab wann wird Schall als störender Lärm wahrgenommen? Wie wirkt sich Lärm auf die Gesundheit aus? Und wie kann er verhindert werden? Diese und viele weitere Fragen werden beim von der Deutschen Gesellschaft für Akustik ins Leben gerufenen internationalen Tag gegen Lärm am 25. April thematisiert. Zahlreiche Ärzte, Wissenschaftler, Therapeuten und Hörgeräteakustiker in Jena beteiligen sich an diesem Aktionstag, der vom Tinnitus-Zentrum am Universitätsklinikum Jena (UKJ) koordiniert wird. 

    Dr. Daniela Ivansic, Leiterin des Tinnitus-Zentrums am UKJ, eröffnet gemeinsam mit Prof. Dr. Bruno Spessert, Prorektor für Forschung und Entwicklung der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena und Professor im Fachbereich Maschinenbau, den 15. Jenaer Akustik-Tag in der Aula der EAH. „Mit diesem Tag möchten wir auf die Ursachen von Lärm aufmerksam machen und zeigen, welche Auswirkungen Lärm vor allem auf die Gesundheit haben kann“, so Dr. Ivansic. „Denn nur ein sensibler Umgang mit der Lärmproblematik kann die Lebensqualität nachhaltig verbessern.“

    Deshalb thematisieren die Hör- und Akustik-Experten an diesem Tag in verschiedenen Vorträgen störende Geräusche beispielsweise in Tunneln, Klassenzimmern und Heizkraftwerken sowie Maßnahmen, mit denen Lärm verringert werden kann und stellen Konzepte zur Lärmbewertung vor. Dr. Ralph Huonker von der Klinik für Neurologie am UKJ klärt in seinem Vortrag zudem über die Auswirkungen von Schwerhörigkeit auf das Herz-Kreislaufsystem auf.

    Anlässlich des Aktionstages bieten verschiedene Hörakustiker in Jena in der Woche vom 23.04. bis zum 28.04. kostenfreie Hörtests und Hörschutzberatungen an und informieren über Hörgeräte.

    Das komplette Programm des Tags gegen Lärm in Jena finden Sie hier:
    https://www.uniklinikum-jena.de/tinnitus_media/Dokumente/2018_flyer_taggegenlaerm.pdf

    Jenaer Akustik-Tag
    25. April, ab 13 Uhr
    Aula der Ernst-Abbe-Hochschule Jena
    Carl-Zeiß-Promenade 2
    07745 Jena

    Kontakt:

    Tinnitus-Zentrum am Universitätsklinikum Jena
    Dr. Daniela Ivansic
    Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
    Am Klinikum 1
    07747 Jena
    Telefon: 03641 9329393


    Ernst-Abbe-Hochschule Jena
    Prof. Dr. Bruno Spessert
    Prorektor für Forschung und Entwicklung
    Kontakt: Prof. Dr. Spessert, Bernhard Kühn
    Telefon: 03641 205-377

    Das aktuelle Programm können Sie zudem der Webseite der EAH entnehmen:
    www.mb.eah-jena.de/page/de/aktuell

  • „MUSKEPEER, HEIMKINDER, CARELEAVER“

    (19. April 2018) Noch bis zum 23. Mai macht die Wanderausstellung: „MUSKEPEER, HEIMKINDER, CARELEAVER – Einblicke in das Leben von Jugendlichen in der Jugendhilfe“ an der EAH Jena Station. Zu finden ist die Ausstellung in der 3. Etage und dem Zwischengeschoß von Haus 5.

    Wer weiß schon, wie ein Leben im Heim aussieht? In der Öffentlichkeit ist wenig bekannt darüber, wie sich Kinder und Jugendliche fühlen, die nicht mehr zu Hause leben können. Insgesamt 17 Jugendliche, die selbst in Heimen und Wohngruppen der Jugendhilfe leben, haben sich über ihre Erfahrungen in Bezug auf ihr Leben in der Heimerziehung ausgetauscht.

    Dabei ist eine ganz besondere Ausstellung entstanden, die zahlreiche Einblicke in die Lebenswelt von „Heim“-Jugendlichen ermöglicht. An den insgesamt 19 Stationen wird ganz offen, manchmal frech und auch teils traurig von den Jugendlichen erzählt, was es heißt, im „Heim“ zu leben. Viele Objekte auf Tafeln, in Vitrinen, analog und digital laden zum Nachdenken und zum gemeinsamen Diskutieren ein.

    Die Ausstellung wurde durch den Kinder- und Jugendhilferechtsverein e. V. aus Dresden initiiert, der sich für die Rechte von Mädchen, Jungen und deren Familien in Dresden und Umgebung sowie Leipzig und Umgebung einsetzt. Die Beraterinnen und Berater des Vereins informieren Ratsuchende über Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe und vermitteln in Konfliktsituationen zwischen Kindern, Jugendlichen und Eltern und dem Jugendamt.


    Informationen und Kontakt:  
    Prof. Dr. Diana Düring, Fachbereich Sozialwesen
    diana.duering@eah-jena.de

  • Nächster Schritt: Master

    (18. April 2018) Für Bachelorabsolventen steht mit dem Master das Finale für die Studienzeit an. Der richtige Moment, dem Lebenslauf den letzten Schliff zu verleihen, sich fachlich zu spezialisieren und wichtige Erfahrungen zu sammeln. Die MASTER AND MORE Messe Leipzig am 24. April 2018 bietet Orientierung im Info-Dschungel und unterstützt mit zahlreichen Ausstellern und einem begleitenden Vortragsprogramm bei der Studienwahl.

    Auch Ernst-Abbe-Hochschule Jena ist dabei: Prof. Dr. Martin Garzke, Dekan des Fachbereichs Maschinenbau und Prof. Dr. Burkhard Fleck, Professor für Technische Optik und Physik sowie zwei Studienberaterinnen der Ernst-Abbe-Hochschule Jena und Jenaer Akademie für Lebenslanges Lernen (JenALL e.V.), dem Kooperationspartner der Hochschule für berufsbegleitenden Masterstudiengänge, stehen den Besuchern für die persönliche Beratung zur Verfügung.

    In den Gesprächen haben Studieninteressierte die Gelegenheit, sich ausführlich über die Masterstudiengänge der Ernst-Abbe-Hochschule Jena zu informieren und alle Fragen zu klären. Darüber hinaus setzt sich Professor Garzke in seinem Expertenvortrag „Master für Ingenieure“ im Rahmen des Kongressprogramms mit den folgenden Fragen näher auseinander: Wie sind die Berufschancen für Ingenieure?  Welche Erfolgsfaktoren führen zum Traumjob?

    Die MASTER AND MORE Messen bieten außerdem allen Besuchern die Möglichkeit, schon im Vorfeld der Messe Plätze in Vorträgen zu reservieren und Beratungsgespräche mit Ausstellern zu vereinbaren. Um Termine mit Studienberatern und Professoren der Ernst-Abbe-Hochschule Jena zu vereinbaren, finden Besucher die Online-Anmeldung unter www.master-and-more.de/master-messe-leipzig.

    Infos & Anmeldung: www.master-and-more.de/master-messe-leipzig
    Facebook-Seite der EAH Jena: https://www.facebook.com/EAHJena/

  • Handgemacht und digital – mit Fingerspitzengefühl

    (14. April 2018) Sichtlich wohl fühlten sich die Gäste zum heutigen HIT, dem Hochschulinformationstag der Ernst-Abbe-Hochschule Jena: Eine „Paradies“-Lounge mitten auf dem Campus, Alumni-Ecke mit Kaffee und Kuchen und nicht zu vergessen, die Bratwurst vom Rost, machten zusätzlich zur Vorstellung der Studienmöglichkeiten den Tag zu einem gelungenen Ausflug für die ganze Familie.

    49 Bachelor- und Masterstudiengänge in den Ingenieurwissenschaften, der Betriebswirtschaft sowie in den Gesundheits- und Sozialwissenschaften bietet die Hochschule derzeit an und alle Bereiche hatten sich für den HIT etwas Besonderes einfallen lassen: Vorträge, Experimente und vieles mehr.

    Franziska Schütze ist Bachelorstudentin des Wirtschaftsingenieurwesens. Gemeinsam mit den Masterstudenten Florian Wünscher und Teresa Riese bot sie „Fancy Drinks“ an, selbst gemacht, selbst gemixt und mit ganz frischem Obst. Die Bestellung kann individuell gestaltet werden und wird über das Handy abgewickelt. Die Zutatenerfassung erfolgt, wie die Arbeitsanweisungen, digital.

    „Selbst gemacht“ wird auch beim Reparier-Café Jena, das heute im Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik Station machte – wenn auch nicht digital, sondern mit Lötkolben, Schraubern und sehr viel Fingerspitzengefühl. Reparateur Hannes Zöllner ist Doktorand im Fachbereich und hatte die Idee, das Reparier-Café zum HIT an der Hochschule aktiv werden zu lassen.

    Ebenso aktiv war „MakerSpace“, studentische Werkstatt im Fachbereich SciTec. Johannes Gründig studiert hier Feinwerktechnik und ist seit dem Start der Werkstatt im Oktober des letzten Jahres mit dabei. Heute zeigten er und seine Kommilitonen den Besuchern verschiedene Werkstatt-Projekte, so unter anderem „Rexus“, eine Entwicklung für die Raumfahrttechnik, an der Studierende aus den Bereichen SciTec und Elektrotechnik/Informationstechnik gemeinsam arbeiten.

    Unter den Gästen war auch Jakob Glück aus Naumburg. Er reiste zusammen mit seiner Schwester Annegret an. Die Zwanzigjährige, die bereits Jenaer Studentin ist, wartete in der „Paradies“-Lounge auf ihren Bruder, der sich nach einem Studienplatz an der Ernst-Abbe-Hochschule umsah. Möglicherweise studieren die Geschwister ab dem Herbst beide in Jena.


    sn

  • Offene Labore für Schülerinnen und Schüler

    ​(11. April 2018) Geben Ernährungs-Apps hilfreiche Hinweise zu einem gesunden Leben? Warum fährt ein Auto? Wie programmiere ich einen Roboter? Diese und andere Fragen beantworten Wissenschaftler der EAH Jena am 26. April zum diesjährigen „Girls‘ Day“, der zugleich ein „Boys‘ Day“ ist.

    Eines der Angebote umfasst von 9.30 Uhr bis zum gemeinsamen Mittagessen ein Unternehmensplanspiel: Produkt- und Preiskalkulation, Mitarbeiter- und Maschinenplanung sind, ebenso wie die nötige Werbung, Thema dieses Vormittags, wo die Jugendlichen schließlich auch erfahren, ob sich ihr Vorhaben lohnen wird oder eher nicht.

    Breit gefächert ist die Welt der Werkstoffe, deshalb wird sie gleich in zwei Programmen vorgestellt: Die Gäste können sich unter anderem an einer „Fälscherwerkstatt“ beteiligen, aber auch Metalle und andere Werkstoffe unter dem Elektronenmikroskop näher kennenlernen.

    Näher kennenlernen können speziell Mädchen Mathematik, Physik und Elektronik – alles anhand spannender Beispiele und „zum Anfassen“. Speziell für Jungen gibt es Optik und Medizintechnik live zu erleben – sie können aber auch die Arbeit einer Hebamme verfolgen: Im Skills Lab der Hochschule erlernen Studierende die Handgriffe bei der Entbindung an Simulationspuppen.

    www.eah-jena.de

    Weitere Informationen und Anmeldung:
    sylvia.mischke@eah-jena.de

     

    sn

  • Verabschiedungen an der EAH Jena

    ​(5. April 2018) Drei Professoren des Fachbereichs Medizintechnik und Biotechnologie der Ernst-Abbe-Hochschule Jena wurden am 28. März in den Ruhestand verabschiedet: Die Wissenschaftler Karl-Heinz Feller, Martin Klier und Michael Meyer erhielten ihre Abschiedsurkunden von Rektor Steffen Teichert. Anwesend zur Verabschiedung war ebenfalls die langjährige Rektorin Gabriele Beibst.

    Prof. Dr.-Ing. Martin Klier lehrt bis zum Ende dieses Sommersemesters Medizinische Gerätetechnik. Er forscht an der Entwicklung und Prüfung medizintechnischer Geräte und ihrer Komponenten sowie auf den Gebieten der analogen und digitalen Schaltungstechnik und der Mikrocontrollertechnik.

    Prof. Dr. rer. nat. habil. Karl-Heinz Feller, berufen für Labor- und Analysenmesstechnik, wird als Seniorprofessor weiterhin an der EAH Jena wirken.  Seine Forschungsgebiete umfassen unter anderem die Instrumentelle Analytik, Lab-on-a-Chip-Entwicklungen und die additiven Technologien.

    Prof. Dr. rer. nat. habil. Michael Meyer, berufen für Molekulare Medizin und Biologie, wird in diesem Semester ebenfalls noch an der Hochschule lehren. Das Forschungsgebiet des Lehrpreisträgers 2017 umfasst das Gebiet der Molekularpathologie von erblichen Hämastasedefekten.

    Der Rektor dankte den Professoren für ihre langjährige Arbeit in Lehre und Forschung und wünschte ihnen alles Gute.

    sn

  • Der 11. Doktorand

    ​Michael Schimmelpfennig verteidigte im Februar d. J. erfolgreich seine kooperative Promotion an der Fakultät Maschinenwesen, Institut für Naturstofftechnik der TU Dresden. Schimmelpfennig ist der 11. Doktorand von Prof. Dr. Karl-Heinz Feller, Fachbereich Medizintechnik und Biotechnologie der Ernst-Abbe-Hochschule Jena.

    Die Doktorarbeit behandelte die Entwicklung von Lab-on-a-Chip-Systemen, insbesondere der Strömungssimulation von Mikromischern. Michael Schimmelpfennig hat mit seiner Arbeit und seiner vielfältigen Mitwirkung in mehreren öffentlich geförderten Projekten einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Feller geleistet.

    Seine grundlegenden Arbeiten zur Vermischung von mehreren Komponenten in einem Chip bei extrem langsamem Fluß (laminare Strömung) haben wesentlich mit dazu beigetragen, dass die Arbeitsgruppe heute in der Lage ist, Zellen unter mikrofluidischen Bedingungen im Chip zu kultivieren, und diese Chipsysteme für Toxizitätstests für kosmetische (Allergietests), pharmazeutische (Sensitivitätstests von Chemotherapeutika) und klinische (Krebsdiagnose) Zwecke genutzt werden können.

    Seine Arbeit und die Verteidigung wurde mit dem Prädikat „magna cum laude“ (sehr gut) bewertet. Herr Schimmelpfennig, nun Dr. Ing. Schimmelpfennig, ist schon seit längerem bei der Dynardo GmbH in Weimar auf einem seinem Promotionsthema eng verwandten Gebiet tätig.

    Prof. Dr. Karl-Heinz Feller / sn

  • Unser HIT am 14. April

    ​(28. März 2018) Am 14. April ist Hochschulinformationstag der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena. Alle Interessierten sind sehr herzlich an die Carl-Zeiss-Promenade 2 nach Jena eingeladen. Dort startet der HIT um 9.30 Uhr.

    Labore, Hörsäle und die Hochschulaula sind bis 15 Uhr geöffnet. Die Gäste erwartet ein Mix aus Live-Experimenten, Vorträgen und die Vorstellung der Studienangebote: 49 Bachelor- und Masterstudiengänge in den Ingenieurwissenschaften, der Betriebswirtschaft sowie in den Gesundheits- und Sozialwissenschaften bietet die Jenaer Hochschule derzeit an.

    Prof. Dr. Andreas Schleicher, Prorektor für Studium, Lehre und Weiterbildung, eröffnet den HIT um 9.45 Uhr in Haus 4, Hörsaal 6. Dr. Ralf Schmidt-Röh, Geschäftsführer des Studierendenwerks Thüringen, spricht über Finanzierung, Essen und Wohnen im Studium. Der Leiter des „Service Zentrums Studium und Studienberatung“ der EAH Jena, Uwe Scharlock, stellt alle nötigen Informationen zum Thema „Bewerbung“ vor.

    An einer Führung durch die Hochschulbibliothek können die Gäste um 11.30 Uhr, an einem Campusrundgang um 14.00 Uhr teilnehmen. Die Cafeteria in Haus 5 sowie das Parkhaus sind an diesem Samstag ebenfalls geöffnet.

     

    Weitere Informationen:
    https://www.eah-jena.de/de-de/studium/hochschule-erleben/hochschulinformationstag

    Kontakt:
    Studienberatung der EAH Jena
    Tel. 03641 – 2045 122
    studienberatung@eah-jena.de

    www.eah-jena.de


    sn

  • Trophäen einer nie endenden Jagd

    ​(26. März 2018) „Fotografie ist die Jagd nach dem perfekten Bild, wohl wissend, dass man es nie erreichen will, denn dann wäre die Jagd zu Ende…“, so beschreibt Frank Schreier seine Passion. Eine Auswahl seiner Trophäen sind ab dem 3. April in der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena zu sehen.

    Schreier, 1952 in Hermsdorf geboren, lebt in Gera und fotografiert derzeit mit einer Canon EOS 70 D. Seine künstlerischen Schwerpunkte liegen auf Ästhetik und Harmonie, „Massenware“ zu erzeugen liegt ihm fern. Zu seiner Arbeit sagt der Fotograf: „Die Fotos können und sollen keine Perfektion darstellen. Aber sie sollen zeigen, wie wunderbar und vielfältig Fotografie sein kann“.

    Hiervon können sich alle Interessenten gern überzeugen: Bis Ende Mai ist die Verkaufsausstellung mit dem Titel „Ansichtssache“ von Montag bis Freitag in der EAH Jena für Besucher zugänglich. Zu finden sind die Bilder in der 3. und 4. Etage (Zwischengeschoß) von Haus 5.

    sn

  • Klare Zukunftspläne

    (22. März 2018) Madlen Westendorf hat als erste Absolventin des Studiengangs Umwelttechnik der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena ihr Studium erfolgreich abgeschlossen.

    Ihre Bachelorarbeit (Note 1,3) schrieb die Thüringerin am Leibniz-Institut für Photonische Technologien (IPHT), wo sie von Dr. Martin Presselt betreut wurde. Prof. Dr. Bernd Rudolph, Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen der EAH Jena, betreute die Studentin von Seiten der Hochschule.

    Die Ergebnisse ihrer Arbeit zum Thema "Untersuchungen zur thermischen und photoinitiierten Polymerisation von Langmuir-Filmen aus Methacrylat" können im Bereich der Membranmaterialien für elektrochemische Stromquellen und für Trinkwasseraufbereitungsanlagen ihre Anwendung finden.

    Bereits 2010 beendete Frau Westendorf eine Ausbildung als chemisch-technische Assistentin und arbeitete anschließend in der Pharmaproduktion bei EVER Pharma Jena.  Weitere Praxiserfahrungen sammelte sie während ihres Studiums in der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie und in der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft.

    Ihre Zukunftspläne sind klar strukturiert: Der nächste Schritt ist der Masterabschluss im Studiengang Chemie-Energie-Umwelt an der Universität Jena. Anschließend plant die junge Mutter eine Anstellung im Bereich der Umwelt- und Wasseranalytik.

    Und privat? Madlen Westendorf lacht: „Hier lasse ich mich überraschen, was die Zukunft bereithält. Ich genieße vor allem das Zusammensein mit meiner Familie, nicht zuletzt in unserer gemeinsamen Freizeit“.

    sn

  • „Von Mensch zu Mensch. Ich habe einen Namen.“

    (16. März 2018) Ab sofort ist an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena eine neue Ausstellung für die Öffentlichkeit zugänglich: Porträts von Menschen „mit fröhlichen oder ernsten Gesichtern, einige lächeln zuversichtlich, manche schauen unsicher auf ihr Gegenüber“. Die Fotos, die im Foyer vor der Hochschulaula in Haus 4 Station machen, sind Ergebnis eines Workshops des Stadtteilbüros Lobeda unter Leitung von Doris Weilandt und Olrik Drabant.

    Die Menschen, die auf großformatigen Schwarzweißfotos zu sehen sind, kamen mit dem großen „Flüchtlingsstrom“ 2015 nach Thüringen. In Notunterkünften fanden sie zum ersten Mal Ruhe nach einer langen Zeit der Ungewissheit. Sie trafen auf Helfer, die sie freundlich aufnahmen und ihnen die ersten Schritte in ein neues Leben ermöglichten. Die knappen Texte deuten die Lebenssituation der jeweiligen Person an.

    Die Idee, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, entstand 2016 im Flüchtlingsfreundeskreis Lobeda. Fotografie- und Schreibinteressierte beteiligten sich an dem mehrwöchigen Workshop. In Interviews befragten die Teilnehmer Geflüchtete aus Afghanistan, Syrien, dem Irak, Eritrea, Palästina, Albanien und dem Kosovo zu ihren persönlichen Beweggründen.

    Viele hatten in ihrer Heimat ein Haus und eine Familie, die füreinander einstand. Doch durch den Terror des IS sowie Bürgerkriege mit einem unvorstellbaren Ausmaß an Zerstörung wurde ihnen jede Lebensgrundlage entzogen. Sie haben alles, was sie besaßen, verloren. Oft mussten sie von heute auf morgen ihre Wohnorte verlassen.

    Die Ausstellung war bereits an mehreren Orten in Thüringen zu sehen und ist noch bis zum 24. Mai in der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Gefördert wurde sie von der Landeszentrale für Politische Bildung Thüringen (Kooperationsprojekt) und vom Lokalen Aktionsplan der Stadt Jena. Erhältlich ist auch ein Begleitkatalog, in dem die Texte und Fotos veröffentlicht sind.


    Stadtteilzeitung Lobeda / Bernhard Kühn / sn
    (Wir danken der Stadtteilzeitung Lobeda für die freundliche Genehmigung.)

  • EAH Jena - beliebteste Fachhochschule in Thüringen

    (13. März 2018) Studierende und Alumni haben die die Ernst-Abbe-Hochschule Jena zur „Beliebtesten Fachhochschule 2018 in Thüringen“ gewählt. Im Ranking des Bewertungsportals StudyCheck erreichte die EAH den 1. Platz unter den Thüringer Fachhochschulen.

    Für das deutschlandweite Hochschulranking gaben mehr als 45.000 Studierende und Alumni im vergangenen Jahr ihre Stimme ab. Dabei bewerteten sie ihr Studium anhand verschiedener Kriterien, wie unter anderem Studieninhalte, Lehrveranstaltungen und Dozenten, für die sie bis zu fünf Sterne vergeben konnten. Außerdem sollten sie angeben, ob sie ihre Hochschule weiterempfehlen würden.

    Nur die besten der über 500 Hochschulen Deutschlands haben es in das Ranking geschafft: Voraussetzungen waren mindestens 50 Bewertungen im Jahr 2017, eine Sternebewertung von mindestens 3,8 und eine Weiterempfehlungsrate von mindestens 90 %. Dies gilt auch für die Auszeichnung als „Top Fachhochschule 2018“.

    „Wir danken allen Studierenden und Alumni sehr herzlich, die 2017 ihre Stimme für die Ernst-Abbe-Hochschule abgegeben haben. Wir hoffen auf ein mindestens ebenso positives Feedback am Ende dieses Jahres“, so Hochschulrektor Prof. Dr. Steffen Teichert.

    Das unabhängige Hochschulbewertungsportal StudyCheck ermöglicht Studierenden und Alumni seit dem Jahr 2013, Meinungen zu ihrem Studium abzugeben. Einsehbar auf dem Portal sind Hochschul- und Studienprofile sowie Erfahrungsberichte. In das jährliche Ranking fließen auch Ausstattung, Bibliotheken, Mensen sowie das Campusleben ein.

    Bewertungsgrundlage sind sämtliche auf StudyCheck.de veröffentlichte Erfahrungsberichte des vergangenen Kalenderjahres. Über die jeweilige Platzierung entscheidet der sogenannte Scorewert, der durch die Sternebewertung sowie die Weiterempfehlungsrate der Studierenden errechnet wird. Die Sternebewertung fließt mit mehreren Nachkommastellen in den Scorewert ein. Daher kann es zu unterschiedlichen Platzierungen bei gleicher Sternebewertung kommen. Die Erfahrungsberichte im Wortlaut werden nicht mit in die Auswertung einbezogen, um eine größtmögliche Vergleichbarkeit der Bewertungen zu garantieren.

    sn
    Quellen: StudyCheck; Dr. Anika Thomas, EAH Jena

  • Kooperationsvertrag mit Ernst-Abbe-Hochschule Jena verlängert

    Nach 10 Jahren erfolgreicher Partnerschaft mit der Ernst-Abbe-Hochschule Jena verlängerte die Bauerfeind AG am 08. März 2018 den Kooperationsvertrag für weitere fünf Jahre. Zur Vertragsunterzeichnung trafen sich in Zeulenroda Prof. Dr. Steffen Teichert, Rektor der Hochschule, und der Professor für den Fachbereich Betriebswirtschaft Prof. Dr. Klaus Watzka mit dem Vorstand Technik der Bauerfeind AG Andreas Lauth sowie der Lehrbeauftragten des Unternehmens Christiane Ludwig und Recruiter Daniel Wagner. „Es ist bemerkenswert, dass wir mit Bauerfeind einen Partner haben, der so treu ist und uns jetzt schon so lange begleitet. Das ist ein Partner, wie wir ihn uns wünschen“, freute sich BWL-Professor Klaus Watzka über das Engagement des Ostthüringer Unternehmens.

    Bauerfeind übernimmt zum dritten Mal einen fünfjährigen Lehrauftrag im Fachbereich Betriebswirtschaft von zwei Semesterwochenstunden. Der Lehrauftrag trägt den Titel ‚Ausgewählte Aspekte moderner Unternehmensführung aus Praxissicht‘. „Die Praxisnähe macht diese Veranstaltung so wertvoll für unsere Studenten und lässt unser Haus strahlen. Die Studenten dürfen gleich mehrere ranghohe Führungskräfte erleben. In dieser außergewöhnlichen Lehrveranstaltung gibt es den Transfer von der Theorie in die Praxis und umgekehrt“, schilderte der neue Rektor Prof. Teichert die Vorteile der Vorlesungsreihe.

    Mit dieser Kooperation möchte Bauerfeind einen aktiven Beitrag zum Ausbau eines praxisgerechten, vielfältigen und qualitativ hochwertigen Bildungsangebots an staatlichen Fachhochschulen Thüringens leisten. „Wir unterstützen aus Überzeugung. Denn mit dieser Art der Kooperation können wir wichtige Netzwerkarbeit betreiben. Wir schätzen die Wissenslandschaft rund um Jena und freuen uns, wenn wir Absolventen als Mitarbeiter gewinnen können“, begründete Vorstand Andreas Lauth das Engagement für die Hochschule.

    Kirsten Göpel, Bauerfeind AG