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Qualität in der Lehre

"...Die Hochschule möchte bei den Studierenden Forscherdrang, intellektuelle Neugier, Kreativität und Innovationsfähigkeit ​wecken. Das Studium an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena zeichnet sich deshalb durch Methoden- und Meinungsvielfalt, Dialog- und Kritikfähigkeit, Diskussionsbereitschaft und die Gemeinschaft von Lehrenden und Lernenden aus…“

-Leitgedanken der EAH Jena, STEP 2012-2020-

Qualitätsmanagementsystem d​​er Ernst-Abbe-Hochschule Jena

Die Ernst-Abbe-Hochschule Jena (EAH Jena) arbeitet seit Mai 2005 mit dem umfassenden integrierten, modular aufgebauten Qualitätsmanagementsystems (QMS) "Methodische Vielfalt" (*1). Innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen und auf Grundlage der Leitgedanken, des Struktur- und Entwicklungsplanes der Hochschule (STEP), der Grundordnung und der Evaluationsordnung baut das QMS der EAH Jena auf den Anforderungen der Zielgruppen (Studierende, Lehrende, Wirtschaft, Institutionen, Ministerien und weiterer Interessengruppen) auf. Auf Basis der Ziel- und Leistungsvereinbarung (ZLV) zwischen der EAH Jena und demThüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und digitale Gesellschaft (TMWWDG) für den Zeitraum 2016–2019 werden verbindliche ZLV zwischen der Hochschulleitung (HSL) und den Fachbereichen (FB) geschlossen. Somit sind überprüfbare Qualitätsziele in den unterschiedlichen Bereichen verankert.

Studienerfolg der Studierenden, Sicherung der hohen Lehrqualität, Berücksichtigung der Diversität der Lehrenden und Studierenden, Praxisorientierung, Vernetzung/Verflechtung, Transparenz und Mitwirkung sind übergeordnete Ziele der Hochschule, der Fachbereiche und in den Studiengängen. Als Grundlage des umfassenden Qualitätsmanagementkonzeptes wird der Qualitätsregelkreis auf allen Ebenen der Hochschule herangezogen.

 In Methodische Vielfalt EAFH 0516.jpg

(*1) Das Modell "Methodische Vielfalt"wurde 2005entwickelt und ermöglicht, trotz unterschiedlicher Ausgangspunkteden akademischen Bereich und die Service- und Verwaltungsbereiche durch Transparenz und Wechselwirkung miteinander in ein hochschulweites QMS zu integrieren. Das Modell wurde nach der Analyse von QMS anderer Hochschulen und nach Prüfung der QM-Verfahren in kommerziellen Unternehmen (TQM, EFQM, DIN EN ISO) hinsichtlich Adaptionsfähigkeit auf den Hochschulbereich entwickelt.

 

Das QMS der EAH Jena berücksichtigt als lernendes System die besonderen Organisationsstrukturen an Hochschulen, das heißt die Autonomie und die starke Rolle der Fachbereiche, demokratische Strukturen und längere Abstimmungsprozesse durch die unterschiedlichen Gremien. Hochschulweit geltende QM-Standards werden in den Gremien der Hochschule diskutiert und unter Beteiligung aller Statusgruppen verbindlich beschlossen.

 

Insgesamt soll das Qualitätsbewusstsein weiter gestärkt und die vorhandenen Organisations- und Entscheidungsstrukturen optimiert werden, womit das Qualitätsmanagement einen ständigen Lernprozess aus Planen, Lenken, Bewerten und Verbessern beinhaltet. Ein nachhaltiges QMS integriert QM-Aufgaben in das Tagesgeschäft und schafft keine parallelen Strukturen.
Hochschulweit gelten Grundsätze zur Modularisierung, Musterprüfungs- und -studienordnungen für Bachelor- und Masterstudiengänge sowie einheitliche Termine zur Bekanntgabe der Prüfungstermine, die 2004 vom Senat der EAH Jena verbindlich beschlossen worden sind. Die Ergebnisse der Lehrevaluationen werden als Entscheidungsgrundlage für die Vergabe von Leistungsbezügen und für die endgültige Entscheidung zur Berufung in ein Beamtenverhältnis herangezogen. Handreichungen, Wegweiser, Checklisten und Arbeitshilfen unterstützen die Verantwortlichen in den Bereichen.
QM-Informationen, zentrale und aggregierte Berichte werden für alle Mitglieder der Hochschule hochschulintern bereitgestellt und veröffentlicht.

(-> Direktlink zum interner Bereich)

 

Organisation

Die Hauptverantwortung für das zentrale Qualitätsmanagement und für die Förderung des Qualitätsdenkens trägt unter Berücksichtigung des Prinzips der Freiheit von Lehre und Forschung die Hochschulleitung (HSL).  In Zusammenarbeit mit den Fach-, Service- und Verwaltungsbereichen sowie den Referaten ist die HSL für die Entwicklung, Umsetzung und Weiterentwicklung des QMS verantwortlich. Bei der Umsetzung des QMS wird die HSL durch einen Qualitätsbeauftragten (QB) und durch eine EvaSys-Beauftragte unterstützt. Der Qualitätsbeauftragte berät die zentralen und dezentralen Organisationseinheiten der Hochschule, begleitet und koordiniert die erforderlichen Prozesse und ist Ansprechpartner für alle Qualitätsmanagement-Verantwortliche (QMV) in den Struktureinheiten. Alle Statusgruppen sind aktiv in das QMS einbezogen, die hochschulweite Kommunikation wird durch das Management gefördert. Aufgrund der hohen Autonomie der Fachbereiche spielt der dezentrale Steuerungsansatz im QMS der EAH Jena eine entscheidende Rolle.

 

 

Die dezentrale Ebene (Fachbereichsleitungen, Qualitätsmanagementverantwortliche, Fachbereichsräte, Studiengangsleitungen, Studiengangkommissionen und Prüfungsausschüsse) ist zuständig für die inhaltliche Umsetzung, die Ergebnisdiskussion und die Weiterentwicklung in den Studiengängen. Die QMV in den akademischen Bereichen und in den Service- und Verwaltungsbereichen sind für die Umsetzung/ Verbesserung der Qualität, die Einhaltung der Qualitätsregelkreise und die Durchführung der Prozesse verantwortlich und unterstützen die Leiter der Bereiche bzw. die Dekane der Fachbereiche.

 

in Regelkreisedezn_Verankerung 0516.jpg 

Qualitätsentwicklung

Die EAH Jena arbeitet mit weiteren Instrumenten zur Qualitätssteuerung und -messung. Dazu gehören:

  • Evaluationen auf Grundlage der hochschulweit geltenden Evaluationsordnung (EvaO), beschlossen 2005, im Jahr 2012 zum dritten Mal novelliert
  • Re-/Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen
  • Zielvereinbarungsgespräche zwischen der Hochschulleitung und den Fachbereichen
  • Allgemeine Verwaltungsrichtlinie der zentralen Hochschulverwaltung
  • Richtlinie „Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis an der EAH Jena“

Re- und Akkreditierungsverfahren An der EAH Jena wurde die Umstellung auf die Bachelor- und Masterabschlüsse mit der erfolgreichen Akkreditierung aller Studiengänge seit 2007 vollzogen. Seit 2010 finden Reakkreditierungsverfahren statt. Programm- und Clusterakkreditierung sind externe Verfahren mit denen, die Qualität und Studierbarkeit der Studiengänge anhand festgelegter Standards durch externe Gutachter überprüft werden.

Evaluationen
In der hochschulweit geltenden Evaluationsordnung (EvaO) werden die Evaluationsverfahren erfasst, der Umgang mit Evaluationsergebnissen und den abgeleiteten Maßnahmen festgelegt, die Umsetzung der Prozesse zur Qualitätsoptimierung und -verbesserung festgehalten, Verantwortlichkeiten geregelt und zeitliche Rahmen zur Erfüllung der Maßnahmen benannt. Die interne Qualitätssicherung der Hochschule ist auf die kontinuierliche Verbesserung der Studierendenausbildung und sonstigen Dienstleistungen ausgerichtet. Zentrale Maßnahmen der Qualitätssicherung in Lehre, Forschung und Verwaltung sind im Struktur- und Entwicklungsplan (STEP) der EAH Jena (->Veröffentlicht im internen Bereich) an den Zielen der Hochschule ausgerichtet und festgehalten.

Regelmäßige und systematische Evaluationen sind an der EAH Jena eine bewährte Methode zur Qualitätssicherung und -prüfung. Die Umfragen richten sich an Alumni, MitarbeiterInnen und Studierende der Hochschule. Die Themen der Evaluierung reichen dabei vom Berufseinstieg und Arbeitssituation über die Güte der Lehre bis zur Qualität von Hochschuleinrichtungen. Die zentralen, hochschulweiten Befragungen (Bsp. Studierendenbefragung, Absolventenbefragung), dienen zur Überprüfung der Einrichtung von Studiengängen, der Auswirkungen inhaltlicher Veränderungen und der Messung der Serviceorientierung aller EAH-Einrichtungen, zum individuellen Feedback, zur Identifizierung von Problemfeldern und zur Überprüfung von Lösungen. Die Evaluationen orientieren sich am Werdegang der Studierenden an der EAH Jena. Darüber hinaus beteiligen sich die Fachbereiche am CHE-Ranking, welches Studiengänge an Hochschulen im deutschsprachigen Bereich bewertet.

 

in Lebenslauf Eval Studierende.jpg 

 

  Maßnahmen
Auf Basis der erstellten Berichte und der weiteren Instrumente des QMS finden regelmäßig Qualitätsgespräche auf zentraler und dezentraler Ebene statt. Jährlich informiert der Prorektor für Studium, Lehre und Weiterbildung(QMB) im Senat über die Ergebnisse der hochschulweiten Evaluationen. Die Fachbereiche berichten im Senat verpflichtend über die durchgeführten und geplanten Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung (Maßnahmekataloge) und tauschen sich zu qualitätsrelevanten Best Practice in Studium und Lehre aus. Der Schwerpunkt der Darstellung liegt auf dem Umsetzungsstand und der Planung von Verbesserungsmaßnahmen, die auf den Festlegungen der Studiengangkomissionen /Fachbereichsgremien basieren. Durch den QB wird der jährliche Qualitätsbericht der Hochschule erstellt.
Der Studienausschuss ist als Senatsausschuss für Studium, Lehre und Weiterbildung für Stellungsnahmen zum QMS und zur Ausgestaltung der Qualitätssicherung zuständig.

Qualitätsdialog

Dialog in Qualitätszirkel der Qualitätsmanagementverantwortlichen (QMV)
Qualitätszirkel (QZ)finden als Arbeits- und Kommunikationssystem in regelmäßigen Abständen, mindestens einmal im Semester mit den QMV statt. Hier werden Aufgaben, Probleme und Lösungsvorschläge zum Thema Qualität besprochen.

 

Feedback und Verbesserung
Das Verbesserungsmanagement (Ideen- und Beschwerdemanagement) für Studierende versteht sich als Teil des umfassenden Qualitätsmanagements im Bereich Studium und Lehre, durch den die Hochschule „Input“ aus studentischer Perspektive erhält, um die Qualität der Angebote verstärkt zu sichern und zu fördern. Seit der Einführung der Qualitätsbox in 2011 im April 2010 haben die Studierenden der Hochschule die Möglichkeit Ideen und Anregungen einzureichen.

-> zum Feedbackformular (anonyme Nutzung möglich)

 

 

studentische Mitbestimmung
Für die Studierenden der EAH Jena gibt es vielfältige Möglichkeiten, sich in Gremien an der Hochschule zu beteiligen und damit an der Gestaltung der Hochschule, der Studiengänge und der Studienbedingungen aktiv mitzuwirken. Im November 2016 fand an der EAH Jena in Zusammenarbeit mit dem STURA ein Workshop für Studierende statt, die sich in Gremien engagieren und engagieren wollen. Nach dem erfolgreichen Start des Gremienworkshops soll der Workshop verstetigt und jährlich für Studierende angeboten.
Die Darstellung zeigt die generellen Möglichkeiten der Partizipation Studierender.

in Stud. Partizipation_18.07.2016.jpg 

Lehre gestalten

Zur nachhaltigen Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen an der Hochschule im Bereich Studium und Lehre, zur Weiterentwicklung innovative Ideen und zum Erfahrungsaustausch unter den Lehrenden wird seit 2010, durch den Prorektor für Studium, Lehre und Weiterbildung der „Tag des Studiums“ realisiert. Jährlich wird der öffentliche Dialog über „Innovationen für Lernen und Lehre“ gemeinsam mit den Lehrenden und den Studierenden aller Fachbereiche der EAH Jena durchgeführt.

Rückblick Tag des Studiums 2010-2016

Die Lehrenden stellen die bisher geförderten Projekte aus dem jährlichen Wettbewerb „Innovative Lehrmethoden-Verbesserung der Studienbedingungen“ vor, die einerseits innovative Lehrmethoden beinhalten, andererseits vorhandene Studienbedingungen optimieren. Mit den Studierenden werden die Ergebnisse und die Maßnahmen zur Verbesserung der Studienbedingungen diskutiert.

Hochschuldidaktische Weiterbildung

Zu Weiterbildungsangeboten in der Hochschullehre arbeitet die EAH Jena mit der Service Stelle LehreLernen der FSU Jena zusammen. Die Lehrenden der EAH Jena können an allen hochschuldidaktischen Angeboten (Kurse, Zertifikatsprogramme oder Workshops) teilnehmen. Informationen zum Weiterbildungsangebot finden Sie hier.

Lehrpreis

An der Ernst-Abbe-Hochschule Jena wird jährlich der mit einem Preisgeld dotierte Lehrpreis ausgeschrieben, welcher von der Sparkassenstiftung Jena-Saale-Holzland und EAH Jena finanziert wird. Der Lehrpreis würdigt Engagement und Leistungen in der Lehre. Vorschlagsrecht haben alle Studierenden, Fachschaften, wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen und Professoren/innen. Der Preisträger bzw. die Preisträgerin werden nach Kriterien wie herausragende Lehrleistungen, besondere Formen der Interaktion Lehrende-Lernende,  und weiteren Kriterien ausgewählt. Über die Vergabe des Lehrpreises entscheidet eine Jury (Studienausschuss für Studium, Lehre und Weiterbildung). Die Preisträger werden während der Feierlichen Immatrikulation im Oktober prämiert. Die Ausschreibung erfolgt jeweils im Sommersemester.

Lehrpreisträger der EAH Jena

Kriterien und Verfahren zur Ausschreibung des Lehrpreises

Netzwerke

Die Ernst-Abbe-Hochschule Jena beteiligt sich aktiv in verschiedenen Netzwerken/Kooperationen, in denen QM-spezifische Themen und Best Practice-Lösungen ausgetauscht werden.Die EAH Jena ist an nachfolgenden Kooperationen beteiligt:

Hochschulverbund der EAH Jena, der HTWK Leipzig, der Westsächsischen Hochschule Zwickau sowie der Hochschule Merseburg
Die QB der Hochschulverbundmitglieder tauschen sich regelmäßig zu verschiedenen Themen im Rahmen des QM aus. Das Verfahren und der Selbstbericht zur externen (Fachbereichs-)Evaluation der Hochschulverbundmitglieder wurde im Rahmen der Arbeitstreffen mit den beteiligten Hochschulen abgestimmt. Die externe (Fachbereichs-)Evaluation ergänzt die interne Bestandsaufnahme durch eine Begutachtung und Beratung aus der Perspektive Außenstehender (Peer-Review).

Netzwerk "Qualitätssicherung an Thüringer Hochschulen"
Seit dem 1. Dezember 2011 wird die Ernst-Abbe-Hochschule Jena gemeinsam mit den acht weiteren staatlichen Hochschulen Thüringens im Rahmen des Projektes "Planung und Einrichtung eines Netzwerkes Qualitätssicherung an Thüringer Hochschulen" durch die Thüringer Landesregierung gefördert. Das Projekt zur Unterstützung von Maßnahmen im Bereich der Qualitätssicherung in Studium und Lehre läuft bis Jahresende 2015. Zielstellung ist es, die Vernetzung der Thüringer Hochschulen im Bereich der Qualitätssicherung zu fördern sowie vorhandene Expertisen im Bereich des Qualitätsmanagements zu bündeln und weiterzuentwickeln.

Überregionales, bundesweites Netzwerk "Qualitätsmanagement an Hochschulen"
Die Hochschulen Fulda und Darmstadt initiierten einen bundesweiten Arbeitskreis für Qualitätsmanagementbeauftragte (QMB) der Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Universitäten.

Die Teilnehmer tauschen Wissen und Erfahrung mit anderen QMBs aus und entwickeln gemeinsam bundesweite Qualitätsstandards.

Zusammenarbeit mit anderen Hochschulen
Im informellen Rahmen pflegt die EAH Jenaeinen bilateralen Austausch mit anderen Hochschulen auf dem Gebiet des Qualitätsmanagements.

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